Im Interview: Seppi Staltmayr

Seppi Staltmayr

Seppi Staltmayr

Es ist seine fünfte Saison im Indians-Dress. Damit gehört der gebürtige Peissenberger Josef „Seppi“ Staltmayr eigentlich schon zum „alten Eisen“. Lediglich Rückkehrer Brad Bagu und Roman Kondelik haben mehr Indians-Jahre in ihrer Vita. Seine Spielweise ist ebenso unaufgeregt wie unspektakulär. Seine Attribute sind überragende Fitness, professionelle Einstellung und stocksolides Defensivverhalten. Der Trainer Joe West schätzt seine Zuverlässigkeit, darauf basiert auch seine Berufung zum Kapitän. Als Torjäger oder Blue-Line-Kanonier ist er nicht gerade bekannt. Letzte Spielzeit erzielte er gerade einmal fünf Tore in der Regular Season und das war auch sein Schnitt für die beiden Vorjahre. Umso bemerkenswerter sind seine jetzt schon zu Buche stehenden drei Treffer. Seppi auf Rekordkurs?

Vielen Dank dass Du Dich für dieses Gespräch zur Verfügung gestellt hast.

Zwölf Spiele sind nun absolviert. Wie beurteilst Du den bisherigen Saisonverlauf?
Der Verlauf war einigermaßen durchwachsen. Wir haben nun jeden Gegner der Nordgruppe gesehen und konnten uns ein Urteil bilden. Bei den bisherigen Partien haben wir nicht immer glücklich agiert und waren teilweise nicht abgeklärt genug. Daran müssen wir arbeiten. Es fehlte noch etwas an der Abstimmung, doch bin ich zuversichtlich, dass wir uns das erarbeiten werden. Das letzte Wochenende war schon ziemlich gut. Zwei Siege, sechs Punkte, Tabellenführer. Und das wichtigste: Nur zwei Gegentreffer kassiert. Trotz einiger Mängel, die wir noch abstellen müssen, sind wir Ligenspitze.

Was läuft aus Deiner Sicht schon ganz gut und was noch nicht optimal?
Unter- und Überzahl sind für diesen frühen Zeitpunkt schon ok. Wir müssen uns im Spiel bei 5-5 verbessern, das heißt, dass wir als Team bessern zusammen arbeiten müssen. Alles steht und fällt mit dem Defensivverhalten der gesamten Mannschaft. Genug Tore erzielen wir meiner Meinung nach. Daran müssen und werden wir weiter in unserer Einheiten arbeiten.

Blickt man auf die Statistik fällt die bereits üppige Sammlung an Strafzeiten auf. Wie erklärst Du Dir das als Kapitän?
Klar hängt das zu einem großen Teil mit unserer eigenen Disziplin zusammen. Unsere neuen Akteure müssen Erfahrungen sammeln und dementsprechend cleverer auf dem Eis agieren. In Deutschland gibt es bei der kleinsten Geste gegen die Entscheidung des Schiedsrichters 10 Minuten und das müssen alle begreifen. Klar wird das in der Kabine angesprochen und auf Dauer darf es auch auf keinen Fall so bleiben. Doch bin ich zuversichtlich, dass wir zeitnah weniger Strafzeiten ziehen werden.

Worin unterscheidet sich Deine Rolle als Mannschaftsführer vom Rest des Teams?
Ich denke der Unterschied ist nicht so besonders groß. Joe erwartet von mir, dass ich als Kapitän der Mannschaft eine professionelle Einstellung vorlebe und diese Rolle versuche ich auszufüllen.

Wo liegt für Dich der Hauptunterschied zwischen dem aktuellen Team und dem des letzten Jahres?
Wir haben klar mehr Tiefe im Kader und mehr erfahrenere Akteure an Bord. Alle Neuzugänge haben höherklassig gespielt und wollen dahin auch wieder mit den Indians zurück. Alle versuchen ihre Rolle im Team anzunehmen und dieser gerecht zu werden. So muss das auch sein, damit wir unser gemeinsames Ziel aufzusteigen auch erreichen.

Seppi, danke für das Gespräch und viel Glück für die kommenden Spiele.

Spielplan Oktober/November:
Freitag, 31.10., 20.00 Uhr Hannover Indians – Blue Lions Leipzig
Sonntag, 16.11., 19.00 Uhr Hannover Indians – Eisbären Berlin Jun.
Sonntag, 23.11., 19.00 Uhr Hannover Indians – Herne Crusaders
Freitag, 28.11., 20.00 Uhr Hannover Indians – Piranhas Rostock


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