Die Indianer vom Pferdeturm sind auf dem Kriegspfad. Um die Aufstiegswünsche der Fans zu realisieren, verpflichteten die Verantwortlichen einige Hochkaräter. Mit Jan Hemmes kehrte ein echter Hannoveraner zurück ins Kleefelder Tipi. Nach sieben Jahren in der 2.Bundesliga und der DEL kann der 25-jährige einen satten Erfahrungsschatz im Rennen um die Play-Off-Plätze einbringen. Mit dem Stadtkind sprach er über seine Ziele mit den Indians.

Hallo Jan, schön, dass Du wieder zurück bist am Pferdeturm und Dir die Zeit für ein Gespräch genommen hast. Wie genau kam Deine Rückkehr nach Hannover zustande?
Eigentlich gab es in jedem Jahr Kontakte zu den Indians, doch hat es in diesem Jahr einfach gepasst. Sowohl sportlich, als auch privat war das Angebot der Indians sehr gut für mich. Meine Freundin und ich sind wieder näher bei unseren Familien; weiter habe ich bei der Firma Machwitz Kaffee die Gelegenheit, meine Ausbildung zum Bürokaufmann zu Ende zu bringen. Wie gesagt, es hat einfach gepasst und ich freue mich, wieder zurück zu sein.
Wie schwer fiel es Dir nach den Jahren in der DEL und der 2. Bundesliga, zurück in die Oberliga zu wechseln?
Zu Anfang hatte ich wirklich mit mir zu kämpfen, doch wurden diese Zweifel mit jedem Gespräch mit den Indians kleiner. Dazu kommt, dass es in der 2. Liga schwer ist, einen ordentlichen Verein zu finden. Es gibt wenige professionelle und solide Clubs, wie der Verlauf des letzten Jahres gezeigt hat. (2 Insolvenzen, Regenburg und Essen. Anm. d. Red.)
Welche Perspektive siehst Du mit dem ECH?
Unser Ziel ist klar definiert und es wäre ein Traum, mit den Indians in der 2.Bundesliga zu spielen. Wir haben ein gutes Team beisammen und ich hoffe, dass wir den Sprung nach oben schaffen werden. Es scheint so, dass es innerhalb der Mannschaft passt und alle an einem Strang ziehen. Das sind Grundvoraussetzungen, um seine Ziele zu erreichen.
Du beobachtest das Geschehen am Turm nun schon seit einigen Jahren. Was hat sich in den letzten Jahren verändert?
Die gesamte Organisation der Indians ist sehr professionell und man hat als Spieler alle Möglichkeiten, sich komplett auf Eishockey zu konzentrieren. Das zeigt sich an sehr vielen Kleinigkeiten und ist sehr beachtlich, da gibt es in Deutschland ganz andere Vereine. Die Indians sind sehr gut organisiert.
Gibt es noch Berührungspunkte aus der ersten Zeit am Pferdeturm?
Mit Roman und Brad habe ich damals bereits zusammen gespielt. Ich werde nie vergessen, dass mir Roman zu meinem 18. Geburtstag eine Flasche Bier mit der Aufschrift „Endlich legal“ geschenkt hat.
Du bist einer der Akteure, der es als hannoverscher Nachwuchsspieler in die 2. Bundesliga und die DEL geschafft hat. Wie beurteilst Du die Situation für junge Akteure in und um Hannover?
Das ist ein großes Problem. Es gibt in Hannover und im Umland zahlreiche gute Akteure, doch ist die Förderung dieser Spieler schlecht. Dadurch, dass die Akteure so zerstreut in den Vereinen spielen, ist eine leistungsorientierte Förderung kaum möglich. Wir haben demnächst vier Eisflächen und damit auch eine ordentliche Infrastruktur. Es wäre allen geholfen, in der Nachwuchsarbeit an einem Strang zu ziehen, da der Norden so keine Chance haben wird zu den Südclubs aufzuschließen. Man gibt sich gerade hier am Turm sehr viel Mühe mit dem Nachwuchs und es gibt ja auch deutliche Fortschritte in den letzten Jahren, doch ist der Unterschied zum Süden noch sehr deutlich. Hier müssen die Verantwortlichen näher zusammenrücken. Im Nachwuchsbereich sollte dies ohne allzu große Schwierigkeiten umzusetzen sein.
Vielen Dank für das Gespräch.
Florian Schmidt
Weitere Infos unter www.hannover-indians.de


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ich glaube ich nenne meinem sohn später jan hemmes nr:2
und melde ihn dann auch bei den indians an
hallo jemand zuhause