…über die Idee der Bad Banks. Haben wir das richtig verstanden? Da werden jetzt also schlechte Banken gegründet, damit die „guten“ Banken ihre „giftigen Wertpapiere“ auslagern können, um so die Bilanzen zu schönen, damit wieder Geld frei wird für neue Kredite? Das ist eine tolle Idee.
Aber ein paar Fragen haben wir trotzdem noch: Werden diese Bad Banks jetzt neu gebaut? Gibt es dort dann auch Marmorböden und goldene Waschbecken, eine eigene Küche plus einen Sterne-Koch für die Chefetage und einen Fuhrpark mit diversen Luxuslimousinen?
Immerhin sollen die „guten“ Banken ja verpflichtet werden, bis zu 20 Jahre lang mögliche Verluste abzutragen. Das heißt, die neuen Bad Banks werden mindestens 20 Jahre lang existieren. Und die Banker aus den „guten“ Banken werden wahrscheinlich recht häufig bei den Bad Banks zu Gast sein. Die „guten“ Banker müssen sich dann in den Bad Banks aber auch wohl fühlen, und das können Banker bekanntlich nur auf Marmorboden und mit Sterne-Koch. Da wird hoffentlich ein bisschen investiert in die Bad Banks, oder nicht?
Und noch eine Frage: Wird es auch andere Formen von Bad-Unternehmen geben?
Wir kennen da ein paar Unternehmen, die haben in einigen Filialen in letzter Zeit nicht so gut gewirtschaftet, was natürlich die Bilanzen belastet. Können diese Unternehmen ihre Filialen vielleicht auch in Bad-Filialen auslagern, damit die Bilanzen wieder stimmen und man möglicherweise wieder Kredite von den Banken bekommt? Sonst müsste man am Ende die Bad-Filialen schließen. Und dann stehen wieder Leute auf der Straße und schwenken rote Fahnen. Das kann man doch nicht wollen.
LS

