alle kriegen dick und werden kinder

ein besuch bei den proben

Zur Zeit laufen am Ballhof 1 die Proben für eine neue Zusammenarbeit des jungen schauspielhannovers und enercity network auf Hochtouren. In den vergangenen Jahren hat dieses Duo bereits mit den Inszenierungen „Romeo und Julia“ und „HELDEN“ große Erfolge auf die Bretter dieser Welt gezaubert.
Anfang Juni wurde nun wieder ein intensiver Auswahlworkshop veranstaltet, um aus 300 Bewerbern und Bewerberinnen 38 junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren für das neue Stück „Alle werden dick und kriegen Kinder“ von Kristo Sargo auszuwählen. 30 dieser jungen Leute werden als Schauspieler und Musiker auf der Bühne stehen, acht von ihnen hinter der Bühne, im Bereich Technik, Kostüm und Regie, aktiv sein.

Die 38 Theaterbegeisterten lernten sich inzwischen durch Workshops näher kennen und bekamen einen Einblick in die Theaterarbeit, die viel mehr ist, als „nur“ Schauspielerei. Ein Schreibworkshop brachte ihnen die Arbeit von Autoren näher, sie erfuhren mehr über die Tätigkeit der Bühnenbildnerin und der Kostümbildnerin. Für die Schauspielgruppe folgte eine intensive Auseinandersetzung mit dem Drehbuch: Nach dem ersten Lesen des Textes wurden verschiedene Lesarten ausprobiert, bevor Kristo Sargo sich den gnadenlosen Fragen seines Ensembles stellte. Erst nach dieser intensiven Einführungsphase wurde bei einem zweiten Vorspielen entschieden, wer welche Rolle besetzt. Drei bereits erfahrene Schauspieler des Schauspielhauses Hannover komplettieren das Ensemble.

"Alle kriegen dick und werden Kinder"-EnsembleSeit dem 16. Juli proben die 30 jungen Nachwuchstalente nun zusammen mit dem Autor und Regisseur Kristo Sargo für die Uraufführung am 23. Oktober 2009. Schon am zweiten Tag durfte das Stadtkind Mäuschen spielen und einen Blick auf die Bühne werfen, während die Proben liefen.
In den ersten Reihen sitzen der Regisseur, an einem kleinen Tisch, in das Drehbuch vertieft, neben ihm, eifrig Anmerkungen schreibend, die Assistentin und einige Akteure, die gerade nicht spielen. Wir schleichen uns in die oberen Reihen und sehen gespannt zu, was auf der Bühne vor sich geht: Dort sitzen sich Roxana Rios (Thea) und Nikolas van Diepen (Laszlo) gegenüber, in einen Dialog verstrickt. Der währt nicht lange, weil Kristo Sargo eingreift und zahlreiche Kleinigkeiten anmerkt, die im nächsten Durchlauf von den jungen Schauspielern aufgegriffen und umgesetzt werden sollen. Wieder und wieder proben die jungen Schauspieler kurze Szenen. Da muss das „auch“ stärker betont werden und dort soll das Knie atmen (eine leichte auf und ab Bewegung der Beine). Dann stimmt das Timing noch nicht und die Pause wird um 0,7 Sekunden verlängert. Das klingt nach Arbeit, und es ist Arbeit. Die jungen Darsteller sind dabei höchst konzentriert, versuchen die Vorstellungen des Regisseurs detailgetreu zu erfüllen, bis jede Körperbewegung, jede Pausenlänge und Betonung sitzt.

Als Autor und Regisseur hat Kristo Sargo eine genaue Vorstellung von dem, was während des Spielens in den Köpfen der Nachwuchskünstler stattfinden soll. Eine Rolle ist mehr als auswendig gelernter Text, sie muss gelebt, gefühlt werden. So spart er nicht mit konstruktiver Kritik. Jede Anweisung wird mit lebensnahen Beschreibungen, mit Gestik und Mimik illustriert, bis das Gefühl, das in einem Satz stecken soll, den Raum füllt und für die jungen Künstler beinahe greifbar ist. Dabei sind allerdings auch die Ideen der jungen Schauspieltalente gefragt. Jede Probe steht unter dem Motto „Ich. Jetzt. Hier.“, und so gilt für jeden Akteur, dass er Impulsen folgen soll und darf. Sie werden aufgegriffen und weiterentwickelt.

So viel Begeisterung bei der Probenarbeit lässt vermuten, dass der Berufswunsch Schauspieler/in bei den meisten ganz oben auf der Liste steht. Und für den einen oder anderen ist eine Karriere am Theater tatsächlich das große Ziel. Sie nutzen die Möglichkeit als „Extrempraktikum“ und Sprungbrett in die Theaterwelt. Für alle ist es auf jeden Fall eine lohnende Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren. Große Anstrengungen und viel Zeit investieren sie in das junge schauspielhannover: Die Proben liegen hauptsächlich in den Sommer- und Herbstferien; von morgens bis abends widmen sich die jungen Darsteller dann dem Theater.

Noch weitere 70 Probentage liegen vor den engagierten Jungschauspielern, 70 Tage bis zur Premiere. Dann werden sie den Zuschauern eine außergewöhnliche Mischung aus Musik und Theater präsentieren, denn in diesem Jahr spielt auch die Musik eine Hauptrolle. Aus der Inszenierung wird eine eigene Band hervorgehen, die eigens für die Aufführung komponierte Songs darbietet.

Zuletzt soll noch geklärt werden, was sich eigentlich hinter diesem ominösen Titel „Alle kriegen dick und werden Kinder“ verbirgt: Zwei Freunde, Laszlo und Dario, ziehen aus der Provinz in die Stadt, bepackt mit den Träumen, Sänger einer Band und Schriftsteller zu werden. Sie sind auf dem Weg der Selbstfindung. Und dabei bekommen sie „dick was ab“ und müssen vorsichtig sein, bei all dem Kinder zu bleiben.

Anne Quante, Foto: Christine Meier


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4 Kommentare für “alle kriegen dick und werden kinder”

  1. Tjaa sagt:

    das war sooo toll!

  2. zoey101 sagt:

    ja fand ich auch es wart echt total schön auch total schön gemach und alles man hat echt gesehen das sie sich viel mühe gegeben haben und dafür sehr viel zeit investiert haben das fand ich ja echtr total klasse auch grad weil mein bruder dort mitgemacht hat -oder mit macht
    er war jeden tag so lange weg aber man hat bei der premiere echt gesehen dasd es sich dafür echt gelo9hnt hat das er so oft und so lange weg war ich bin irgendwie echt stolz auf ihn….also weil er mein gezicke aushalten mussste weil ich immer traurig war wenn er gegangen ist …aber ich kann echt immer nur wider sagen das hat sich einfach sowasvon gelohn….

    MARVIN WENN DU DAS LIEST:DU BIST EINFACH DER GRÖßTE UND BESTE BRUDER DEN MAN SICH ECHT WÜNSCHEN KANN ICH BIN SO FROH DAS ICH DICH HAB ICH HAB DICH SUPERMEGA DOLLE LIEB diene kleine schwester “zoey”

  3. Symona sagt:

    Hahahaha. I\’m not too birhgt today. Great post!

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