michael ist ein treiber

Seit dem 06. Juli ist Mahmut Ataman der neue Trainer der UBC Tigers. Ein Gespräch über die Unterschiede zwischen Damen- und Herrenbasketball und seinem Weg vom UBC zum UBC.

Mahmut AtamanDu bist Gründungsmitglied der Tigers. Wann und warum haben sich eure Wege getrennt?
Als der UBC gegründet wurde, hatte ich schon einen Trainerjob in Göttingen. Ich bin, wie die meisten beim UBC, beim TKH groß geworden. Dann kam der Ruf aus Göttingen. Mir wurde ein Job in der zweiten Liga der Damen angeboten. Das Probetraining lief ganz gut. Die Mannschaft war aber so strukturiert, dass sie jedes Jahr einen Trainer verschlissen hat. Es hieß schon, dass ich nur bis Weihnachten bleiben würde. In der zweiten Saison sind wir dann ungeschlagen in die erste Liga aufgestiegen. Vom UBC habe ich mich aber nie richtig getrennt. Michael und ich haben auf dem Freiplatz immer ein bisschen gezockt.

Warum hast du dich nun wieder für den UBC entschieden?
Erstmal musste ich den Sprung von den Damen zu den Herren schaffen. Man wird sonst schnell als Damentrainer abgestempelt. Ich finde das nicht schlimm. Im Basketball wird einem das nur als negativ ausgelegt. Dann bot sich mir die Chance in Wolfenbüttel. Dass ich irgendwann aber wieder zum UBC zurückkehren würde, war klar. Es musste nur passen, der Verein, der Trainer und auch ich mussten dazu bereit sein.

Was reizt dich am Posten des Basketballtrainers?
Alles! (lacht) Erstmal ist es eine tolle Sache, mit Sportlern zusammenzuarbeiten. Ich wurde als Kind mit dem Virus Basketball infiziert. Ein Jahr ohne ist vielleicht möglich. Als ich aber eine Pause hatte, habe ich mir die BBL in Göttingen angeschaut. Ganz geht es also doch nicht.

In Göttingen hast du sehr erfolgreich die Damen trainiert. In Wolfenbüttel hast du den Aufstieg geschafft. Wo liegt der Unterschied zwischen Damen- und Herrenbasketball?
Damenbasketball ist schwieriger zu händeln, weil es halt nicht die Anerkennung hat. Man muss mehr um ganz banale Dinge kämpfen, beispielsweise bei den Trainingsstätten oder der Ausrüstung. Es wird einem nichts geschenkt, teilweise hat man sogar Gegenwind.

Welcher Sport ist schöner?
Herrenbasketball. Hier sehe ich mehr Dynamik und Athletik. Bei den Damen ist es aber für den Zuschauer taktisch leichter zu verfolgen, da das Spiel nicht so schnell ist. Die Frauen spielen auch mehr zusammen. Es ist strukturierter.

Warum war Wolfenbüttel in der letzten Saison stärker als die Tigers?
Wir haben einmal verloren und einmal gewonnen. Von daher möchte ich hier nicht sagen, wer stärker war. In Wolfenbüttel hat ziemlich viel gestimmt, beispielsweise die Teamzusammmensetzung. Es sind erfahrene Leute da, eine riesige Tradition. Wenn du die ersten Spiele dann gewinnst, entwickelt das Ganze eine Eigendynamik.

Fortsetzung in der nächsten Ausgabe…

Interview und Foto: Christian Lawendel

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