michael ist ein treiber – teil 2

Seit dem 06. Juli ist Mahmut Ataman der neue Trainer der UBC Tigers. Im zweiten Teil des Interviews sprechen wir über die Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen Trainer und über die Taktik der Tigers.

Du kennst Michael Goch sehr gut. Wo ist der Unterschied zwischen dem Trainer Goch und dem Trainer Ataman?
Das ist schwer zu beurteilen. Michael war ein besserer Spieler als ich. Er hat mehr Erfahrung, hat beispielsweise am College gespielt. Ich habe allerdings über zwanzig Jahre Erfahrung im Basketball. Ich habe Jugendmannschaften im Alter von acht Jahren bis zu den Erwachsenenmannschaften trainiert. Das heißt, dass ich eine Spielerentwicklung schon mal komplett durchgemacht habe und mich so sehr gut einfühlen kann, was welcher Spieler wann braucht. Zudem arbeite ich schon über viele Jahre in professionellen Strukturen und bin daran gewöhnt. Das Level, das der UBC jetzt erreicht hat, habe ich schon seit acht Jahren. Insofern ist es für mich Normalität.

Und taktisch?
Michael ist ein Treiber, der viel Herz, Athletik und Power fordert. Die Mannschaft hat zu Hause sicherlich überzeugt. Das hat alles perfekt geklappt. Ich versuche Sachen in einer Mannschaft zu finden, die eine gewisse Stabilität und Reproduzierbarkeit mitbringt.Darauf konzentriere ich mich. Auf der einen Seite muss man athletisch und schnell spielen. Auf der anderen Seite benötigt man aber auch ein kontrolliertes Set-Play. Für den Trainer und den Zuschauer muss das Gefühl da sein, dass die Mannschaft das Spiel beherrscht und kontrolliert. Ich denke, das konnte man in Wolfenbüttel ganz gut sehen.

Mahmut AtamanWas wird das Spiel der Tigers in der nächsten Saison prägen?
Das ist eine schwierige Frage, weil die komplette Mannschaft noch nicht feststeht. Wenn ich dann die ganze Mannschaft vor mir stehen habe, und die ersten Spiele und Trainingseinheiten absolviert sind, weiß ich, wie ich die Mannschaft einstellen werde. Ich werde dem Team kein System aufzwingen, sondern gucken, was das Beste für die Mannschaft ist. Michael ist ja auch nicht aus der Welt. Wir werden uns die ganze Zeit beraten. Ich möchte aber schon schnell und athletisch nach vorne spielen, allerdings nicht ins offene Messer laufen.

Wie werden die Tigers auswärts auftreten?
Wir möchten stabil auftreten, sowohl zu Hause, als auch auswärts. Es mag den ein oder anderen Trainer geben, der sich vorher den Spielplan anschaut. Ich denke, man geht in jedes Spiel, um zu gewinnen. Die Mannschaft muss sich perfekt vorbereiten. Wenn wir am Sonntag spielen, darf es vorher kein Saturday-Night-Fever geben. Spielen wir am Samstag, können die Jungs ruhig abends die Korken knallen lassen. Das muss einfach alles passen.

Worauf können sich die Fans in der nächsten Saison freuen?
Auf die neue Sportstätte AWD Hall. Wir kommen von einer Turnhallensituation, die schön war, in eine Eventsituation. Natürlich wird es auf dem Spielfeld abgehen. Die Fans können sich auf wahnsinnig guten Basketball freuen.

Interview und Foto: Christian Lawendel

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