...in deutschen Flatrate-Bordellen.
Polizei und Justiz werden einfach nicht müde, den Druck zu erhöhen auf Betreiber von Einrichtungen, die Sex nach Belieben zum Festpreis anbieten – sprich den Druck zu erhöhen auf Menschen, die mit ihrem Konzept wiederum den Druck von zahlreichen Lenden nehmen. Mehrere hundert Beamte fielen in unschuldige Etablissements ein, um sämtliche Mitarbeiter, Prostituierte und Kunden zu durchsuchen. Vereinzelt wurden gar Einrichtungen geschlossen. Ein Weiterbetrieb sei aus hygienischen Gründen nicht mehr tragbar gewesen. Zum Kuckuck mit den hygienischen Vorschriften, dafür ist es schließlich eine Flatrate-Sause! Die deutschen Behörden gönnen einem auch wirklich nicht das Schwarze unterm Fingernagel. Oder unterm sonstwas. Erst nehmen sie uns die Flatrate-Partys, nun den Flatrate-Sex. Warum kann man bei der Pizza-Kette mit dem Hütchen immer noch jeden Montag soviel Pizza essen, wie ein träger Kellner tragen mag – wohlgemerkt vom ewig gleichen, bereits nach dem zweiten Stück ziemlich unansehnlichen Teller –, nicht aber soviel billigen Sex haben, wie man eben haben mag? Das kann man ja schon zu Hause nicht. Billig sind dort allenfalls die Ausreden des eigenen Partners. Abgesehen davon, wer möchte schon Sex, und erst recht viel Sex, mit seiner besser(niemals kennen gelernt)en Hälfte!? Dann doch lieber aus einem fremden Töpfchen naschen, und sei es auch eingedreckt und eingetrocknet wie ein alter Pizza-Teller.
MS

