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	<title>STADTKIND - hannovermagazin</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
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		<title>Die (P)Lage spritzt sich zu</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 12:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Ticker]]></category>

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		<description><![CDATA[Wäre der Mensch nicht nur im Kopf, sondern auch in seiner Anatomie ein wenig schlichter gestrickt, es ergäben sich ganz neue Möglichkeiten in Sachen Transplantationsmedizin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss den Politikern wohl erst selbst an die Nieren gehen, damit sie merken: Hier ist was im Argen. Die Nierenspende Frank-Walter Steinmeiers für seine Frau hat die Debatte über die geringe Bereitschaft der Deutschen zur Organspende neu entfacht. Das Problem ist nun wirklich alles andere als neu. Doch vielleicht musste ja erst ein Steinmeier kommen, um den Stein endlich ins Rollen zu bringen.</p>
<p>Natürlich ist dies ein ernstes Thema, mit dem wir auch gar nicht spaßen wollen. Ein bisschen spinnen dürfen wir aber. Andere spinnen schließlich auch, wie das Wochenende erst wieder gezeigt hat: Die Hilton wird wieder mal mit Koks erwischt, und die Medien veranstalten einen Hype darum, als wäre das Hotelhascherl mit einer Tüte Hirn erwischt worden. David Hasselhoff steht inzwischen nicht nur mit Baywatch-, sondern auch mit zwei Heulbojen aus der eigenen Sippschaft auf der Bühne, um krampfhaft seinen endgültigen Untergang hinauszuzögern. Und Oliver Pocher lässt sich mit der Verzweiflung eines absteigenden, ohnehin niederen Astes in seiner eigenen Show Botox injizieren.</p>
<p>Haaach. Wäre der Mensch nicht nur im Kopf, sondern auch in seiner Anatomie ein wenig schlichter gestrickt, es ergäben sich ganz neue Möglichkeiten in Sachen Transplantationsmedizin. Wie praktisch könnte es doch sein, könnte man das Hirn eines solchen Menschen, das in seiner Gesamtfunktion offensichtlich &#8220;irreversibel erloschen&#8221; zu sein scheint, einem Menschen geben, der darauf wartet. Der natürlich nicht und unter keinen Umständen auf das Hirn einer Paris Hilton oder eines Oliver Pochers wartet, sondern auf ein anderes Organ, sagen wir mal eine Niere. Man würde gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn dass die (natürlich nur exemplarisch) genannten Personen auch ohne kopfgelegenes Zentralnervensystem auskommen, haben sie bislang eindrucksvoll bewiesen. Ein krankes Hirn mehr oder weniger (wir reden von krank im Sinne von &#8220;krank&#8221;), das würde wahrscheinlich gar keiner merken, erst recht nicht die Betroffenen selbst.</p>
<p>Mit Nieren beispielsweise sieht&#8217;s leider anders aus. Wie schön für alle Beteiligten könnte also das Leben sein, wenn sich ein Hirn kurzum als Niere verwenden und als solches auch verpflanzen ließe. Man müsste es nicht mal komplett auf Links drehen, damit es der nötigen Passform entspräche. Eine viertel Drehung nach links reicht aus, und das Hirn kommt optisch der Niere sehr nah. Gut, könnte man jetzt entgegnen, das Hirn ist bedeutend schwerer als beide Nieren zusammen gerechnet. Doch bei &#8220;kranken&#8221; Hirnen, und nur die kommen ja in Frage, sieht die Sache schon wieder anders aus: Das passt, das wackelt, das hat Unmengen Luft – und das hat es genauso nötig wie eine Niere, mal kräftig durchgespült zu werden. Und eins wäre auch schon mal gesichert: Angst vor Spritzen und Betäubungsmitteln haben die, die es angeht, scheinbar nicht.</p>
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		<title>Neuer Held: der Mikroorganisman</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 13:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Ticker]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Superman, Batman und Spiderman kommt endlich auch der Mikroorganisman!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein illustrer Mix von Bakterien-Arten sorgt für Aufregung. Forscher der Universität Berkeley in Kalifornien wollen nun herausgefunden haben, dass die kleinen Racker zu wichtigen Stäbchenmännern werden könnten im Kampf gegen den Ölteppich im Golf von Mexiko.</p>
<p>„Die Bakterien zersetzen das Öl mit einer derartigen Geschwindigkeit, dass sie in dem Abbauprozess des ausgelaufenen Öls zu den Hauptakteuren werden könnten“, so die Wissenschaftler. Die Bakterien, die in rund einem Kilometer Meerestiefe entdeckt worden waren, sollen bekannt dafür sein, Kohlenwasserstoffe und damit die Hauptbestandteile des Öls zersetzen zu können. Ob das jedoch wirklich in besagtem Ausmaß geschieht, ist fraglich. Ergebnisse einer anderen Studie eines Teams vom Woods Hole Meeresforschungsinstitut stehen im Widerspruch dazu: In gleicher Tiefe gab es keine Anzeichen dafür, dass die Mikroorganismen das Öl – geschätzte 780 Millionen Liter – nennenswert abbauen.</p>
<p>Na, was denn nun!? Vielleicht liefert es ein wenig Aufschluss zu wissen, dass schön unter den Ölteppich gekehrt wurde, dass die Forscher mit der bakteriellen Information eine finanzielle Förderung seitens BP erhalten haben. Bakterien als Allheilmittel – wirklich wissenschaftliche Erkenntnis oder vetternwirtschaftliches Zugeständnis, um so zu tun, als hätte man eine Lösung?</p>
<p>Wir finden die Vorstellung trotzdem ganz schön und haben es förmlich schon vor Augen:</p>
<p>Nach Superman, Batman und Spiderman kommt endlich auch der Mikroorganisman!<br />
Scientöloge Tom Cruise im Kampf gegen Öl Pacino – und sogar mit deutscher Besetzung. In einer Nebenrolle als ranziges Öl zu sehen: Claude-Oliver Rudolph.</p>
<p><strong>Mission Impossiboil I – demnächst im Kino!</strong></p>
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		<title>KINOTIPP: Fantasy Filmfest 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 10:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Featured]]></category>
		<category><![CDATA[* Ticker]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines der populärsten und renommiertesten Genrefestivals weltweit macht erstmals auch Station in Hannover! Vom 26. August bis zum 2. September gastiert es im CinemaxX Nikolaistraße: mit rund 80 aktuellen Genre-, Independent-, Kurz- und Newcomer-Filmen, überwiegend im Originalton.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Horror, Science Fiction, Trash und Thriller, Animation und Schwarze Komödie – wie weit der Begriff „Fantasy“ sich auslegen lässt, beweisen die Veranstalter des Fantasy Filmfests.<br />
Es ist die Gratwanderung zwischen düster, makaber und surreal, zwischen lauten und leisen Tönen, zwischen Unterhaltung und Anspruch, die dem Festival seinen besonderen Reiz verleiht und es zu einem der populärsten und renommiertesten Genrefestivals weltweit gemacht hat.</p>
<p>Auf seiner derzeitigen Tour durch acht deutsche Städte macht das  Filmfest in seiner 24. Auflage nun erstmals auch in Hannover Station.</p>
<p><strong><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/Text.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8660" title="Fantasy Filmfest 2010" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/Text-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a></strong><span style="color: #00ccff;"><strong>Vom 26. August bis zum 2. September gastiert es im CinemaxX Nikolaistraße: mit insgesamt fast 80 Spielfilmen, mitunter in ihrer Vorpremiere und überwiegend im Originalton.</strong></span><strong><br />
</strong>Neben dem Hauptprogramm („Selected Features“) und damit aktuellen Genre- und Independent-Streifen zu sehen sind ausgewählte Kurzfilme („Get Shorty“) und die „Focus Asia“-Reihe mit pan-asiatischen Genre-Highlights. In der „Midnight Madness“ mit Mitternachts-Screening ist Gänsehaut garantiert. Vertreten sind ebenfalls Debüt- und Zweitspielfilme in der Wettbewerbsreihe „Fresh Blood“.<strong></strong></p>
<p><span style="color: #00ccff;"><strong>In Hannover startet das Festival mit einer Opening Night und dem Film The Pack (La Meute/Die Meute, franz. OMdU)<br />
am 26.08. um 20 Uhr.</strong></span><br />
Das Debüt von Franck Richard fügt sich nahtlos in die neue französische Tradition, sich im letzten Jahrzehnt zur führenden Nation für Horror der beinharten Sorte entwickelt zu haben.</p>
<p><strong>Infos zu allen weiteren Filmen liefert ein ausführliches Programmheft, das im CinemaxX Nikolaistraße kostenlos zum Abholen bereit liegt.</strong></p>
<p>Alles zu finden natürlich auch im Netz unter:</p>
<p><strong><a href="http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/pages/festivalstadt_H.html">www.fantasyfilmfest.com/fantasy/pages/festivalstadt_H.html</a><br />
<a href="http://www.cinemaxx.de">www.cinemaxx.de</a></strong></p>
<p>Tickets: 8 Euro<br />
3D-Karte: 10 Euro<br />
Dauerkarte: 165 Euro.</p>
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		<title>Ein Korn im Auge</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 11:02:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Ticker]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Löchern ist wirklich nicht zu spaßen. Man kann sie stopfen, so viel man will: Kaum ist eins dicht, ist das nächste in Sicht. Fürchterlich ist das. Das Bohrloch im Golf von Mexiko ist endlich versiegelt, da lauert irgendwo anders schon wieder ein Sommerloch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Löchern ist wirklich nicht zu spaßen. Man kann sie stopfen, so viel man will: Kaum ist eins dicht, ist das nächste in Sicht. Fürchterlich ist das. Das Bohrloch im Golf von Mexiko ist endlich versiegelt, da lauert irgendwo anders schon wieder ein Sommerloch. Ein Sommerloch ist nicht weniger gefährlich als ein Bohrloch! Auch ein Sommerloch kann schlimmste Umweltkatastrophen zutage befördern, kann Menschen zum Stürzen bringen, kann sogar beides, kann aber auch einfach nur völlig hohl sein. Dabei ist es völlig egal, ob der Hineintappende nun sagen wir mal Müller heißt und kleine Brötchen backt, oder ob er etwas ganz Großes ist, zum Beispiel Bundespräsident. Auch einem ganz Großen, der ja viel mehr gebacken kriegt als kleine Brötchen, können einem die gebacken bekommenen kleinen Brötchen auf den Magen schlagen.</p>
<p>Unser Bundespräsident Christian Wulff etwa lässt sich mehrmals im Monat Backwaren aus seiner ehemaligen Heimat Hannover nach Berlin liefern. Nicht, dass andere Bundespräsidenten vor ihm das nicht auch schon getan hätten, denn der Bäcker ist Traditionsbäcker Gaues. Bei Wulff ist das allerdings etwas anderes. Da ist es plötzlich gänzlich &#8220;verrückt&#8221; und dazu noch ein halber Umweltskandal, Waren von außerhalb zu beziehen. Dabei weiß doch nun jeder, der mal da war, dass in der Hauptstadt auch nur mit Wasser gekocht wird. Und nicht nur das: Sie backen dort sogar mit Wasser! Nur leider nicht so schön wie bei uns. Neu-Hauptstädtern, die&#8217;s anders kennen, schmeckt die Sache ganz und gar nicht. Selbst mancher Berliner kauft heimlich fremd. Alles akzeptabel bislang. Nur was sich auf  Bellevue unter der Belfrutta befindet, ist den Leuten plötzlich ein Korn im Auge. Armer Herr Bundespräsident. Erst hat man ihn kaum wählen wollen, dann wollte man ihn mit Sack und  Pack, dann plötzlich wieder ohne Back. Dabei kann es doch so einsam sein in  einem großen Schloss mit ein paar harten Schrippen&#8230;</p>
<p>Ach Sommer, geh doch endlich vorbei und nimm all deine blöden Löcher mit.</p>
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		<title>hot time summer in the city</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 22:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Regina Kohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[40plus]]></category>
		<category><![CDATA[2010-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei 40 Grad im Schatten befreite ich mich nämlich von sämtlichen Skrupeln und Moralvorstellungen, die ich noch besaß, und zog praktisch NICHTS an, um mich sodann auf die Straße zu begeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/03/06-43_Stadtkind_Feb_10.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6033" title="Regina Kohn" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/03/06-43_Stadtkind_Feb_10-300x205.jpg" alt="" width="300" height="205" /></a>Mitte Mai bin ich in Aachen auf dem Deutschen Anwaltstag noch mit Wollkostüm, Stiefeln und meinem goldgelben Kuschelschal von @ranipink herum gelaufen. Gefühlte Temperaturen wie im November. Dann im Juni, als der Sommer sich endlich traute, war ich die Erste, die sich bei Twitter über die Tittenschau von Hannovers Girlies aufgeregt hat. Ich erinnere mich, dass ich noch nie so viele Replies hatte, als ich dort fragte: „Sind die andauernden Teenie-Möpse nicht die reinste Körperverletzung?“ Die meisten Feedbacks bekam ich von Männern, die mir mitteilten, dass die nahezu unverhüllten Brüste von jungen Frauen doch eine Augenweide seien. Ein Twitterfreund aus Wien schrieb netterweise, dass er sich auch regelmäßig über die nackten Tatsachen von Ü40 freuen würde.  Sind halt charmanter die Österreicher. Insgesamt aber Hut ab vor so viel Ehrlichkeit seitens der Männerwelt. Und sie können doch auch nichts dafür, denn das Glotzen – manchmal auch das Grapschen –  ist ausschließlich IHRE Veranlagung. Das dachte ich jedenfalls bis gestern.</p>
<p>„Gestern“ war der französische Nationalfeiertag (14. Juli) und nicht nur in Frankreich ein Tag der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Bei 40 Grad im Schatten befreite ich mich nämlich von sämtlichen Skrupeln und Moralvorstellungen, die ich noch besaß, und zog praktisch NICHTS an, um mich sodann auf die Straße zu begeben. Ich hatte um 13.30 Uhr einen wichtigen Termin am anderen Ende von Hannover, und da ich kein Auto habe, musste ich die üstra benutzen. Ich also in Hotpants und einem kurzärmeligen, sehr tief ausgeschnittenen T-Shirt, worunter ich immerhin einen BH trug, raus in die glühende Mittagshitze. An den Füßen mit den rot lackierten Nägeln hatte ich nur meine Schlangenledersandalen und auf dem Kopf eine olivgrüne Herrenschirmmütze von H&amp;M. Bereits auf den 150 Metern von meiner Wohnung bis zur Haltestelle Schaumburgstraße kamen mir 3 sehr leicht bekleidete Adonisse entgegen. Einer hatte sein Hemd fast ganz offen, trug eine Kette und war ansehnlich tätowiert. Er bewegte sich trotz der Hitze gazellenartig, und ich merkte, wie ich ihn angierte. Vielleicht hatte ich ja schon Halluzinationen, aber in der U-Bahn ging es weiter. Die jungen Herren der Schöpfung wollten sich anscheinend an erotischer Ausstrahlung überbieten. Ich lächelte die Süßen mit einem Augenzwinkern an und sie grinsten prompt zurück. Meistens in meinen Ausschnitt. Was für ein Tag! Sexy Männer ohne Ende in einer Stadt wie Hannover. Mein Blut fing an zu kochen und ich revidierte mein Urteil über die Tristesse der Männer an der Leine. Es wird noch besser.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/halber_junger_mann_londacare.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8612" title="Kopflos verliebt?" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/halber_junger_mann_londacare-300x254.jpg" alt="" width="300" height="254" /></a>Nach meinem Termin stand an der Haltestelle Noltemeyerbrücke eine wahre Schönheit. Er erinnerte mich an den Hauptdarsteller der Serie „Sandokan“, in den ich als Vorpubertierende verliebt war. Exotisch, rassig und sportlich. Wir nahmen dieselbe Bahn und er setzte sich mir gegenüber, obwohl noch überall Plätze frei waren. Ich sank fast in Ohnmacht, als ich seinen Blick  auf mir spürte. Ich war schließlich halbnackt. Und er? Er hatte leider seinen Rucksack über dem Körperteil liegen, das ich gerne noch näher begutachtet hätte. Von seinen Armen fühlte ich mich in meiner Fantasie bereits umfangen&#8230; Als ich am Bahnhof ausstieg, sahen wir uns sehr tief in die Augen. Lechz.</p>
<p>Natürlich war ich zu blöd, ihm meine Nummer zu geben. Die Bahn fuhr gnadenlos mit ihm weiter. <strong></strong></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Bitte   melde   dich,   wenn   du   das   hier   liest,   Babe!</span></p>
<p><strong><br />
Regina Kohn</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>liebe leserinnen und leser,</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/liebe-leserinnen-und-leser-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 09:21:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[editorial]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, der Sommer kann wirklich schön sein. Aber er hat auch seine Schattenseiten. In unserem Randgruppen-Spezial haben wir versucht, ein paar dieser Schattenseiten ans Tageslicht zu zerren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>viele meinen ja, der Sommer sei die schönste Jahreszeit. Die Sonne sorgt allgemein für gute Laune, die Kinder können den ganzen Tag draußen spielen und im Wasser planschen, man kann bis spät nachts draußen sitzen, romantisch bei Kerzenlicht in den Sternenhimmel blicken. Ja, der Sommer kann wirklich schön sein. Aber er hat auch seine Schattenseiten. In unserem Randgruppen-Spezial haben wir versucht, ein paar dieser Schattenseiten ans Tageslicht zu zerren. Längst nicht alle. Unangenehme Randgruppen haben im Sommer Hochkonjunktur. Ausgelassen haben wir zum Beispiel die Hitze-Stöhner, die im Winter Kälte-Stöhner sind, und für den Rest des Jahres Regen-Stöhner. Oder all die Zeitgenossen, die im Sommer immer und überall Sonnenbrille tragen, ob beim Einkaufen oder nachts in der Disko. Und die Sommerloch-Journalisten sind ebenfalls noch mal davon gekommen. Das sind jene Vertreter der schreibenden Zunft, die im Sommer in ihrer Verzweiflung irgendwelche Spezial-Titel fabrizieren, weil es an seriösen Themen mangelt. Krude Sammlungen von irgendwelchen Geschichten, die sie sich komplett ausgedacht haben und die meistens nicht mal lustig sind… Mehr dazu ab Seite 32.</p>
<p>Ab Seite 40 widmen wir uns der Griechenland-Krise, genauer der Griechenland-Manipulation, denn was da so alles an „Tatsachen“ durch die deutschen Medien geisterte in den letzten Wochen, entbehrte oft jeglicher Grundlage. Man muss schon von einer bewussten Kampagne sprechen, einer Kampagne, bei der es nur um eines ging: um Auflage. Der „Grieche“ ist der korrupte, faule Bösewicht. „Wir Deutschen“ sind die ehrlichen und fleißigen Zahlmeister der EU. Auch so ein Sommermärchen. Aber es hat funktioniert. Wir haben zusätzlich zu unserem Artikel Konstantin Paraskevaidis befragt, der seit 1965 in Deutschland lebt. Wie ist es um das Verhältnis zwischen Deutschen und Griechen nach dieser Kampagne bestellt? Paraskevaidis gibt zum Teil sehr nachdenkliche, aber auch sehr entschiedene Antworten.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/DieserKompa_72.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7542" title="Der Herr Herausgeber" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/DieserKompa_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was noch? Ab Seite 44 zum Beispiel unsere Barbie-Love-Story, eine recht  skurrile Geschichte um eine unerfüllte Liebe, Schönheitsoperationen und  das Leben an sich. Das alles mit ungewissem Ausgang. Wir freuen uns auf zahlreiche Leserbriefe.</p>
<p><strong>Viel Spaß mit dieser Ausgabe!</strong></p>
<p><strong>Lars Kompa<br />
Herausgeber Stadtkind</strong></p>
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		<title>LESETIPP: Das neue STADTKIND</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/lesetipp-das-neue-stadtkind/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 08:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Randgruppen-Spezial: Balkonier, Bierselige, Blankzieher, Gesellschaftsfummler, Zehenpuler, Schwimmbadpinkler +++ Die Griechenland-Manipulation oder Wie man Auflage macht +++ Ein offener Brief an Christian Wulff +++ Küchenpsychologie: Ein Plädoyer für die Selbstüberschätzung +++ u.v.m.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --> <!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/new-summer.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8517" title="Haaach ja... der Sommer..." src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/new-summer-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Viele meinen ja, der Sommer sei die schönste Jahreszeit. Bei aller Liebe für ihn, sollten wir aber nicht vergessen: Wo Sonne ist, da ist auch Schatten. Ein paar dieser Schattenseiten – <strong>Balkonier, Bierselige, Blankzieher, Gesellschaftsfummler, Zehenpuler, Schwimmbadpinkler</strong> – haben wir versucht, ans Tageslicht zu zerren – in unserem <strong>Randgruppen-Spezial</strong>.</p>
<p>Außerdem:<strong></strong></p>
<p><strong>Die Griechenland-Manipulation oder Wie man Auflage macht</strong> +++ <strong>Ein offener Brief an Christian Wulff</strong> +++ <strong>El Kurdi: Aus dem Rassisten Thinktank –</strong><strong> Dümmer geht&#8217;s ümmer</strong> +++ <strong>Randgruppenbeleidigung: Wahnsinnig witzige Radiomenschen</strong> +++ <strong>Stadtkinder wissen: Das Geheimnis unserer Kreativität</strong> +++ <strong>Fußball: Nach der WM ist vor Hannover 96</strong> +++ <strong>Küchenpsychologie: Ein Plädoyer für die Selbstüberschätzung</strong> +++ und vieles mehr!</p>
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		<title>Maschseefest 2010: Jetzt geht&#8217;s los!</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/maschseefest-2010-jetzt-gehts-los/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 08:56:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Ticker]]></category>

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		<description><![CDATA[Ins Wasser, aber deswegen nicht aus, fällt heute wohl die offizielle Eröffnung des Maschseefests (18 Uhr, Nordufer). Aber was ist schon so ein bisschen Regen gegen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ins Wasser, aber deswegen nicht aus, fällt heute wohl die offizielle Eröffnung des Maschseefests (18 Uhr, Nordufer). Aber was ist schon so ein bisschen Regen gegen sonnige Samba-Rhythmen, heiße Beats und die herzerwärmende Atmosphäre bei Hannovers liebster Sommer-See-Sause!?</p>
<p>Live für die richtigen Töne sorgen King&#8217; Naat Veliov &amp; The Original Kocani (Brass Band vom Balkan, 19 Uhr) und soul control (Soulklassiker der 60er und 70er Jahre, 20:30 Uhr, beidss HTS-Bühne), Fat Belly (Pop, Punk &amp; Spaß, 18 Uhr) und Terry Hoax (Rock aus Hannover, 20 Uhr, beides Löwenbastion), The Irish Rovers (Irische Gute-Laune-Songs, 17 Uhr) und Dara McNamara, Steve Kavanagh &amp; Band (Rock und Pop aus Irland, 19:30 Uhr, beides Temple Bar), Buddy &amp; The Crusiers (Rock&#8217;n'Roll-Show, 19 Uhr, Maschseequelle) sowie wechselnde DJs (ab 21 Uhr, Groove Garden).</p>
<p>Daneben gibt&#8217;s wie gewohnt was fürs Auge und fürs leibliche Wohl.</p>
<p>Insofern, Matschefest hin oder her: Wir lassen uns den Spaß nicht vernieseln!</p>
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		<title>Diebische Freu(n)de und saftige Gebühren</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 09:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Ticker]]></category>

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		<description><![CDATA[Stell dir vor, dein Fahrrad wird geklaut und es wird gefunden, allerdings wird es nicht einfach nur so gefunden, völlig auseinandergenommen im Gebüsch, sondern der Dieb wird von der Polizei auf frischer Tat ertappt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stell dir vor, dein Fahrrad wird geklaut und es wird gefunden, allerdings wird es nicht einfach nur so gefunden, völlig auseinandergenommen im Gebüsch, sondern der Dieb wird von der Polizei auf frischer Tat ertappt und hat gar keine Gelegenheit, außer sagen wir mal dem Schloss, irgendetwas kaputt zu machen, und die Polizei nimmt dein Fahrrad, um es vor weiteren bösen Menschen zu beschützen, mit auf die sichere Polizeistation, und du meldest den Diebstahl und kannst es doch tatsächlich noch am selben Tag abholen. Nein, nein, wirst du sagen, so viel Glück kann ein Mensch allein ja gar nicht haben, wirst du sagen. Stimmt.</p>
<p>Einer Frau aus Sehnde war genau das passiert. Die Freude über das beherzte Eingreifen der Freunde und Helfer war natürlich groß: im Mai, als es passierte, und auch noch im Juni, als das Wetter so schön und sie im Besitz ihres Rädchens war. Im Juli allerdings, genauer vor ein paar Tagen, flatterte dann eine Rechnung der Polizeidirektion Hannover ins Haus. 44,50 Euro soll sie bezahlen, Personalkosten und Gebühren für den Fahrradtransport zur 160 Meter entfernt liegenden Polizeiwache.</p>
<p>Und jetzt stell dir mal vor, du hast kein Hightech-Fahrrad, sondern eine uralte Rumpelkiste, die dir über die Jahrzehnte zwar sehr ans Herz gewachsen, aber mit Sicherheit keine 44,50 Euro mehr Wert  ist&#8230;</p>
<p>Eine „unglückliche, für die Geschädigte äußerst bedauerliche Konstellation“, sagt die Polizei, und fügt hinzu, dass dies kein Einzelfall sei, man aber keinen Ermessensspielraum habe.</p>
<p>Nein, den haben sie weiß Gott nicht. Schließlich haben die Polizisten in Niedersachsen längst darüber abgestimmt, wie und was sie aus dieser zusätzlichen Einnahmequelle schhöpfen möchten: mehr Geld für Erfrischungsgetränke – und zwar zack-zack. Wie die WELT heute berichtet, forderte die Gewerkschaft der Polizei Innenminister Uwe Schünemann (CDU) jetzt auf, den täglichen „Erfrischungszuschuss“ von 1,10 Euro auf 2,50 Euro zu erhöhen.</p>
<p>Im Gegenzug wird man sich sicherlich noch mehr Mühe dabei geben, gefährdete Fahrräder auf die Wache zur retten. Woher der Saft kommt, ist ja letztlich egal. Warum nicht also aus saftigen Gebühren?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Debakel mit Orakel-Krake</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 15:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Ticker]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Mittag dann der Schock: Paul setzte (sich) auf das falsche Team und fraß zuerst aus dem spanischen Kröpfchen. Soweit, so schlecht. Aber noch besteht Hoffnung! ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oktopus Paul aus dem Sea Life ist nicht einfach nur ein normaler Oktopus, er ist auch ein wahrer Fußball-Experte. Bislang zumindest&#8230;</p>
<p>Aber fangen wir doch mal von vorne an. Leider nicht im Sea Life Hannover, sondern in Oberhausen, gibt es ein schönes Ritual vor jedem Spiel mit deutscher Beteiligung: Zwei große Gläser – eins mit der deutschen, eins mit der gegnerischen Flagge versehen – werden mit Leckerbissen gefüllt und dann vor den Augen der Besucher und natürlich vor den Augen Pauls ins Wasser gelassen. Das Glas, das Paul zuerst ansteuert, steht für das Siegerteam.<br />
Auf diese Weise tippte Paul sich bislang nicht etwa um Kopf und Kraken, sondern lag jedes Mal richtig. Der Oktopus sah nicht nur die Niederlage gegen Serbien kommen, er hat auch die Siege gegen Australien, Ghana, England und Argentinien vorausgekrakt. Trefferquote: 100 Prozent.</p>
<p>Gestern Mittag dann der Schock: Paul setzte (sich) auf das falsche Team und fraß zuerst aus dem spanischen Kröpfchen. Soweit, so schlecht. Aber noch besteht Hoffnung! Vor zwei Jahren bei der EM hatte Paul schon einmal den falschen Topf erwischt, ebenfalls bei seiner Orakelei vor der Begegnung mit den Spaniern. Damals hatte er auf Sieg Deutschland gesetzt – und wir haben das Spiel verloren. Wahrscheinlich weiß Paulchen das noch ganz genau.<br />
Insofern gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder, es war eine Krakelei mit Kalkül – oder Irren ist nicht nur menschlich, sondern auch tierisch.</p>
<p>Warten wir also erstmal ab. Und zur Not gibt es ja immer noch den Golf von Mexiko, der sich aufgrund Massensterbens dank Ölkatastrophe sicher über eine ausgesetzte Debakel-Krake freuen würde. Besser als nix!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Russ&#8217; zur Mittagsstunde</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/russ-zur-mittagsstunde/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 08:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Ticker]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum wiederholten Male hat gestern jemand die Sparkassenfiliale in der Bahnhofsstraße "überfallen", nachdem er zuvor artig in der Schlange angestanden hatte. Gegen viertel nach 12 hatte ein etwa 20-Jähriger sich in die Reihe eingegliedert und erst die Pistole aus der Tasche gezogen, nachdem er dran war. Ohne Vordrängeln – Hut ab! ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum wiederholten Male hat gestern jemand die Sparkassenfiliale in der Bahnhofsstraße &#8220;überfallen&#8221;, nachdem er zuvor artig in der Schlange angestanden hatte. Gegen viertel nach 12 hatte ein etwa 20-Jähriger sich in die Reihe eingegliedert und erst die Pistole aus der Tasche gezogen, nachdem er dran war. Ohne Vordrängeln – Hut ab!</p>
<p>Das gilt natürlich nicht für jeden. Wer eine sonnenempfindliche Haut hat, darf ihn ruhig anbehalten. Auch der Täter schützte seine auffallend helle Haut mit einem Strohhut. Wie vernünftig! Sein russischer Akzent wiederum war wohl Auslöser dafür, dass er statt großer Worte lieber ein paar kleine Gesten mit seiner Waffe machte. So konnten Missverständnisse vermieden und dem Sparkassenangestellten der Service erleichtert werden. Was für ein freundlicher,junger Mann! Die Sparkassenfiliale in der Bahnhofsstraße hat definitiv die besterzogensten Täter.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>klassik-lounge im historischen museum</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/klassik-lounge-im-historischen-museum/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[klassisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Gefragt war ein stimmiger Rahmen für den Genuss klassischer Musik und ein Get-together zwischen den Festivalbesuchern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Ein Projekt im Rahmen von „Klassik in der Altstadt“</strong></p>
<p>Vom 9. bis zum 24. Juli jährt sich in Hannover bereits zum zehnten Mal das Festival „Klassik in der Altstadt“. An verschiedenen Orten rund um den historischen Stadtkern können Besucher in entspannter Atmosphäre klassische Klänge teils unter freiem Himmel erleben. Den Auftakt bildet das Jubiläumskonzert am 9. Juli um 20 Uhr in der Marktkirche, mit Helen Donath als Star des Abends, begleitet von ihrem Mann Klaus Donath am Klavier sowie mit Emiko Okuyama (Sopran), dem Solistenensemble des Mädchenchors Hannover, dem Orchester im Treppenhaus unter Leitung von Thomas Posth, Luiza Borac (Klavier), Axel la Deur (Orgel) und weiteren bekannten Namen aus den letzten Festivaljahren. Auf höchstem Niveau geht es auch in den nachfolgenden Wochen weiter: mit einem vielseitigen Programm von der Kammer- bis zur Kirchenmusik und vom Konzerthighlight mit internationalen Stars bis zum Kinderkonzert. Musikliebhaber jeden Alters können gezielt eine der hervorragenden Darbietungen besuchen oder auf einem geführten, kostenlosen Rundgang von Bühne zu Bühne flanieren und sich dabei über die unterschiedlichsten Interpreten und Ensembles freuen.</p>
<p>Traditionell und dennoch stets neu veranstalten Ariane Jablonka und ihr Team von der AJ-Classic &amp; Eventpromotion GmbH &amp; Co. das kleine, feine Klassikhighlight. Unterstützung erhalten sie dabei von den Kooperationspartnern Hannover Tourismus Service e.V. und dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover sowie zahlreichen ideellen Partnern und Sponsoren. Dafür, dass es nicht nur namhaften Künstlern, sondern auch jungen Talenten eine Plattform bietet, ist das Festival längst bekannt. Die Besonderheit in diesem Jahr: Neben Klassikinterpreten haben auch talentierte Innenarchitekturstudierende die Möglichkeit, im Rahmen von „Klassik in der Altstadt“ ihre Kunst zu präsentieren.</p>
<p>Entstanden aus der Idee von AJ-Classic &amp; Eventpromotion heraus, Freunden und Förderern sowie teilnehmenden Künstlern zum 10-jährigen Jubiläum einen besonderen Raum zu bieten, in dem sie das Ehrenfest gemeinsam feiern und sich persönlich kennenlernen können, wurde das Projekt „Klassik-Lounge“ ins Leben gerufen. In eine solche galt es im Vorfeld des Festivals das Foyer des Historischen Museums – neben dem Marktplatz, der Kreuzkirche und (bei schlechtem Wetter) auch dem Alten Rathaus eine der zentralen Musikbühnen bei „Klassik in der Altstadt“ – zu verwandeln. Orte der Kommunikation – seien es gemütliche Sitz- oder lockere Stehmöglichkeiten – sowie ein außergewöhnliches Beleuchtungskonzept sollten dem Foyer den typischen Charakter einer Lounge verleihen, ein Catering sollte aufgebaut werden können, und die Lounge musste so konzipiert sein, dass der normale Ausstellungsbetrieb des Hauses nicht gestört wird. Ebenso im Raum visualisiert werden sollte das Thema „Klassik in der Altstadt“. Kurz: Gefragt war ein stimmiger Rahmen für den Genuss klassischer Musik und ein Get-together zwischen den Festivalbesuchern.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/54-88_SK_Juli_10_721.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-8579" title="Klassik-Lounge" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/54-88_SK_Juli_10_721-1024x506.jpg" alt="" width="599" height="399" /></a></p>
<p>Unter diesen Vorgaben haben Studierende des 4. bis 6. Semesters des Studiengangs Innenarchitektur der Fachhochschule Hannover sich im Frühjahr diesen Jahres drei Wochen lang mit der temporären Umgestaltung des Museums-Foyers auseinandergesetzt. Im Rahmen eines Gestaltungswettbewerbs zum Thema „Klassik-Lounge im Historischen Museum Hannover“ haben sie unter Leitung von Prof. Dipl. Ing. Bernd Rokahr innovative Entwürfe erarbeitet. Aus 14 Arbeiten wählte eine Jury, bestehend aus Vertretern von AJ-Classic &amp; Eventpromotion und des Historischen Museums, die drei besten und zwei besonders originelle Projektideen heraus, die mit  Sachpreisen ausgezeichnet wurden.</p>
<p style="text-align: left;">Über den 1. Preis freuen durfte sich Nicole Brüggmann. „Mein Entwurf unterstreicht die Eigenschaften der klassischen Musik und macht sie virtuell zugänglich. Ich möchte den Besuchern der Klassik-Lounge im Historischen Museum einen besonderen Moment schenken“, verrät sie über den Hintergrund ihrer „Moments-Lounge“. Ein besonderer Moment, der nun Wirklichkeit wird: Brüggmanns Entwurf diente als Leitfaden zur Umsetzung der „Klassik-Lounge“. Farbe, Licht und Raum als wesentliche Inhalte bilden eine Art Gesamtkunstwerk. Eine Bühne am Fuße der Wendeltreppe steht nicht nur im Mittelpunkt bei Konzerten und Preisübergaben, sondern auch im Mittelpunkt der Lounge. Projektionen und Lichtinstallationen bespielen das Foyer, und selbst die Außenfassade wird mit einbezogen, um Besucher auf das Besondere im Inneren aufmerksam zu machen. Für das Historische Museum selbst bieten die Entwürfe der Studierenden auch über das Festival hinaus wertvolle Studien zur Nutzung des Foyers, das für das Museum der zentrale Veranstaltungsort ist.</p>
<p style="text-align: left;">Wer sich zunächst ein Bild von der Klassik-Lounge machen möchte, hat am 17. und 24. Juli von 18 bis 21 Uhr Gelegenheit dazu: Unter Mitwirkung verschiedener Künstler lädt sie alle Festivalbesucher ein, entspannt den Tag ausklingen zu lassen – mit vielen besonderen Momenten.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Manuela Sender</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Informationen zum Festival unter www.aj-classic.de und www.hannover.de</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>warum einer immer der arsch sein muss</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/warum-einer-immer-der-arsch-sein-muss/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[küchenpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast scheint es so, als wäre diese Suche nach dem armen Menschen, auf dem alle anderen herumhacken können, ein Naturgesetz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja ein recht bekanntes Phänomen, dass einer immer der Arsch ist. In jeder Schulklasse gibt es ein leidendes Mädchen oder einen leidenden Jungen, in jedem Betrieb einen traurigen Mitarbeiter, in jeder Fußballmannschaft einen völlig verunsicherten Spieler. Mit manchmal tragischen Folgen. Man kann sich einigermaßen sicher sein: Auch wenn nur drei Menschen zusammenkommen, machen sich zwei von ihnen irgendwann gemeinsam über den dritten her. Das kann harmlos ausfallen, manchmal aber auch richtig fürchterlich enden.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_10_722.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8574" title="Arsch bleibt Arsch, selbst der Apfelarsch" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_10_722-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a>Dabei ist es zunächst ein Rätsel, warum jemand zum Arsch wird. Warum mobben die Mitarbeiter plötzlich ausgerechnet die Neue im Vertrieb, obwohl noch niemand sie näher kennen gelernt hat? Was ist der Auslöser? In manchen Fällen ist das natürlich offensichtlich. Da nimmt es zum Beispiel jemand mit der Körperpflege nicht so genau. Oder er hat eine Frisur, die in den 80ern modern war. Oder er erzählt permanent schlechte Witze. Oder er stellt sich einfach verdammt dämlich an. Doch so klar lässt sich der Auslöser nicht immer identifizieren.</p>
<p>Man könnte Versuchsweise eine sehr homogene Gruppe von Menschen auswählen, mit dem gleichen IQ, den gleichen Frisuren, der gleichen Kleidung, den gleichen Ansichten, dem gleichen Alter, dem gleichen Geschlecht, und diese Gruppe für eine Weile in einem Raum einschließen, am Ende werden sie einen von ihnen zum Arsch erklären und der ist dann dran, ganz egal, wie sehr er den anderen ähnelt. Natürlich lässt sich feststellen, dass Menschen mit weniger Selbstvertrauen öfter dran sind. Menschen mit „großer Schnauze“ werden weitaus seltener zum Arsch degradiert. Aber auch hier gilt: Eine Gruppe aus lauter Großmäulern wird sich ebenfalls irgendwann ein Opfer wählen. Fast scheint es so, als wäre diese Suche nach dem armen Menschen, auf dem alle anderen herumhacken können, ein Naturgesetz.</p>
<p>Wir werden hier wohl nicht klären können, warum jemand letztlich zum Opfer wird, zumal wenn er eigentlich keinen offensichtlichen Anlass bietet. Fest steht nur, dass es so ist. Die Menschen richten sich automatisch eine Hackordnung ein, in der einer ganz unten steht. Vielleicht spielt bei einer Gruppe aus gleichstarken Menschen auch der Zufall eine Rolle. Dann greift sich einer wahllos einen anderen heraus. Und nachdem dieser Anfang gemacht ist, stürzt sich auch der Rest der Gruppe auf das Opfer.</p>
<p>Aber warum das alles? Warum können wir Menschen nicht ohne Opfer? Warum muss einer immer der Arsch sein? Und das, obwohl uns bei all dem klar ist, dass das Opfer wahrscheinlich genau die gleichen Stärken und Schwächen hat, wie wir selbst? Werden wir Zeuge so einer Degradierung, quält uns sogar das schlechte Gewissen. Wir wissen genau: Was dort gerade passiert, ist in höchstem Maße ungerecht, aber in den meisten Fällen mischen wir uns nicht ein, sondern gehen still unserer Wege. Nur in Ausnahmefällen ergreifen wir Partei für ein Opfer. Eine mögliche und oft bemühte Erklärung für all das wäre natürlich, dass wir Menschen andere Menschen in der Opferrolle brauchen, um uns selbst besser zu fühlen. Es gibt uns demnach einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass da jemand ist, dem es gerade noch ein bisschen schlechter geht. Das würde einleuchten, wäre da nicht das schlechte Gewissen. Das passt nicht wirklich zusammen.</p>
<p>Wir kommen darum zu einer anderen Erklärung des Phänomens. Einer muss immer der Arsch sein, weil alle anderen davor Angst haben, selbst zum Arsch erklärt zu werden. Wir sind einfach erleichtert, dass es nicht uns erwischt hat. Und damit das so bleibt, machen wir aktiv oder passiv mit. Im Grunde sind wir ja alle gleich, haben, wie gesagt, die gleichen Stärken und Schwächen, die gleichen Sehnsüchte, die gleichen Träume. Gut, mancher hat das eine oder andere Buch mehr gelesen, steht auf der Karriereleiter ein bisschen höher, hat ein bisschen mehr Geld, aber letztlich sind all das doch recht wacklige Konstrukte, in denen wir uns einrichten, um uns einreden zu können, dass wir uns von den anderen unterscheiden. Dabei ist uns jedoch im Hinterstübchen immer klar, dass wir uns tatsächlich nicht unterscheiden.</p>
<p>Wenn man so will, sind wir alle potenziell Ärsche und damit potenzielle Opfer, egal was wir anstellen, um uns davor in Sicherheit zu bringen. Was bleibt ist die Angst, dass es uns jederzeit selbst erwischen könnte. Dass wir plötzlich zum Arsch erklärt werden, dass alle Statussymbole von einem Moment auf den anderen keine Rolle mehr spielen. Und darum suchen wir permanent nach Menschen, die diesen Platz für uns einnehmen. Darum muss einer immer der Arsch sein. Möglichst immer der andere.</p>
<p><strong>GAH</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8230;roland koch</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[ein offener brief an...]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Lieber Roland, das kann doch nicht dein Ernst sein! Was sollen wir denn jetzt bloß anfangen ohne dich? Du kannst dich doch nicht einfach so von heute auf morgen aus allen politischen Ämtern zurückziehen. Über wen sollen wir uns denn jetzt noch aufregen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Roland,</p>
<p>das kann doch nicht dein Ernst sein! Was sollen wir denn jetzt bloß anfangen ohne dich? Du kannst dich doch nicht einfach so von heute auf morgen aus allen politischen Ämtern zurückziehen. Über wen sollen wir uns denn jetzt noch aufregen? Gut, über Westerwelle, das geht immer. Aber gegen dich ist Westerwelle ja nur ein müder Möchtegern-Populist, eher amüsant als gefährlich. Ein Waisenknabe. Ein echter verbaler Brandstifter wie du zündelt auch mal dort, wo es richtig brennen kann. Um dann später zu verkünden, niemals von aufhängen, sondern immer nur von ausweisen gesprochen zu haben.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_10_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8545" title="Roland Koch" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_10_72-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a>So und nicht anders funktioniert Populismus, der diesen Namen auch  verdient. Wer Ziele hat, der muss auch bereit sein, die wirklich „schmutzigen“   Themen für sich zu instrumentalisieren. Und dafür warst du, lieber Roland, dir nie zu schade. Im Gegenteil. Schwarz und Weiß, das waren deine Farben, mit Zwischentönen hast du dich nie abgegeben. Du warst immer jemand, bei dem man wusste, woran man ist. Im Grunde also eine ziemlich ehrliche Haut. Dir stand es ja förmlich ins Gesicht geschrieben, das Konzept Koch. Die dunkle Seite der Macht ohne Darth-Vader-Helm, wenn man so will.</p>
<p>Wie kaum ein anderer warst du das Paradebeispiel für den skrupellosen Machtmenschen, der im Gewand des Politikers seine persönlichen Ambitionen jederzeit über das Gemeinwohl stellt.</p>
<p>Eine herrlich einfache Sache, für den Wähler, für die Journalisten und für den politischen Gegner. Klar positioniert, ein Politiker, der in Zeiten immer beliebigerer Ansichten auch mal eine klare Meinung vertreten hat, der Orientierung bot. Jemand, an dem man sich reiben konnte, für den man durchaus auch mal echte Gefühle entwickeln konnte, dem man zwischendurch gerne mal Tiernamen gab. Jemand, von dem man immer annahm, er würde erst zufrieden sein, wenn das höchste Amt im Staate ihm gehört. In Hessen war das alles mehrheitsfähig. Und im Bund hättest du es auch irgendwann, irgendwie geschafft – mit was für einer Kampagne auch immer. Wenn da nicht die Merkel gewesen wäre. Du hast es versucht, zuletzt mit deinen Vorschlägen zu Kürzungen in der Bildung, direkt nach der Wahl in NRW. Ein kurzes Antesten, wie fest die Reihen um die Kanzlerin noch geschlossen waren. Sie waren ziemlich fest geschlossen.</p>
<p>Also keine Chance in naher und wohl auch keine in ferner Zukunft. Das höchste Amt unerreichbar und die CDU sowieso nicht mehr das, was sie mal war, mit all diesen liberalen Ansichten. Dazu die Krise, in der man eigentlich nur schlecht aussehen kann. Also nichts wie weg.</p>
<p>Vielleicht ist dein Rückzug aber auch so etwas wie deine persönliche logische Konsequenz aus der Finanzkrise. Man sagt dir ja nach, dass du mit durchaus scharfem Verstand die Dinge analysierst. So ist dir wahrscheinlich aufgefallen, dass Politik und Macht inzwischen gar nicht mehr unbedingt etwas miteinander zutun haben. Die wahrhaft Mächtigen sitzen offensichtlich in der Wirtschaft. Und wo die Macht ist, da darf der Roland nicht fehlen. Also müssen wir Abschied nehmen vom Politiker Koch und hoffen für die Zukunft auf andere Charakterköpfe, an denen wir uns reiben dürfen, auch wenn die Aussichten auf einen legitimen Nachfolger im Augenblick recht trostlos scheinen. Lieber Roland, es war schön mit dir, gerade weil es so oft nicht schön war. Wir drücken dir die Daumen für deine zweite Karriere in der Wirtschaft, mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Denn mal unter uns, was kann der deutschen Wirtschaft gerade Besseres passieren? In Krisenzeiten braucht es kalte Lenker und Denker, skrupellos und ohne Gewissen, die im Zweifel auch mal über Leichen gehen. Wir setzen jeden Betrag auf deine steile Karriere.</p>
<p><strong>GAH</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>völlig falsche richtung</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/vollig-falsche-richtung/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/vollig-falsche-richtung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[politisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundesregierung hat es endlich geschafft: ein Lebenszeichen! Sie haben im Kabinett die Köpfe zusammengesteckt und gerechnet und gestrichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesregierung hat es endlich geschafft: ein Lebenszeichen! Sie haben im Kabinett die Köpfe zusammengesteckt und gerechnet und gestrichen. Was dabei herausgekommen ist, wird je nach Parteienzugehörigkeit als großer Wurf oder Desaster bezeichnet. Desaster ist allerdings das falsche Wort. Das Sparpaket ist eine Enttäuschung, das trifft es weitaus besser. Wohl niemand in Deutschland bezweifelt noch, dass gespart werden muss. Eine deutliche Mehrheit der Bürger ist dazu bereit. 80 Milliarden Euro will die Bundesregierung nun bis 2014 einsparen, 11 Milliarden sollen bereits im kommenden Jahr fällig werden. So weit, so gut. Was die Regierung jetzt allerdings als großen Wurf verkauft, ist leider ein kaum intelligentes und offensichtlich mit sehr heißer Nadel gestricktes Konzept, dem in großen Teilen der Geruch der Klientelpolitik anhaftet.</p>
<p>Einschnitte soll es in vielen Bereichen geben und einige Ideen sind sogar durchaus unterstützenswert, bzw. längst überfällig. So beispielsweise die Reform der Bundeswehr. Auch der Wiederaufbau des Berliner Schlosses soll vertagt werden – in Zeiten knapper Kassen mehr als nachvollziehbar. Und der Stellenabbau beim Bund geht ebenfalls in Ordnung. Bei der Wirtschaft und den Unternehmen wird es dann allerdings schon vage oder abstrus. Da soll eine Brennelementesteuer die Zusatzgewinne von E.on, RWE, Vattenfall und EnBW abschöpfen, die durch längere Atomlaufzeiten entstehen. Ob es diese längeren Laufzeiten jemals geben wird, ist allerdings mehr als fraglich und längst nicht beschlossene Sache. Gott sei Dank, denn solche Rückschritte können wir in Deutschland nun wirklich so gar nicht gebrauchen. Außerdem will man mit der Finanzmarkttransaktionssteuer die Banken zur Kasse bitten, wartet aber erstmal auf eine internationale oder europäische Lösung, die bis Januar 2012 kommen soll. Falls sie nicht kommt, will man dann auch über eine nationale Lösung nachdenken. Man scheint viel Zeit zu haben.</p>
<p>Und dann ist da zuletzt noch der soziale Bereich und der hat es nun wirklich in sich. Der Zuschlag beim Übergang von Arbeitslosengeld I zu Arbeitslosengeld II soll wegfallen. Die Bundesagentur für Arbeit soll Leistungen mehr nach eigenem Ermessen gewähren können, sprich Leistungen sparen. Die Rentenversicherung bei Hartz-IV-Empfängern wird gestrichen. Das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger ebenfalls. Der Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger wird abgeschafft. All das Einschnitte, die sofort greifen und allesamt einen Bevölkerungsteil treffen, der ohnehin kaum etwas hat, all das Einschnitte, die nun ganz schnell kommen. Hier hat man offensichtlich keine Zeit.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_10_723.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8585" title="Angela Merkel" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_10_723-266x300.jpg" alt="" width="266" height="300" /></a>Ungerecht, kalt, herzlos, so die Kommentare von Opposition, Gewerkschaften, Kirchen und vielen weiteren Institutionen. Und sie alle stellen eine Frage: Was ist mit dem Beitrag der Besserverdienenden? Es gibt ihn nicht, das ist die schlichte und tatsächlich traurige Antwort. Traurig deshalb, weil die Bundesregierung in einer nationalen Krise weitere gesellschaftliche Gräben aufreißt, weil sie nicht die gesamte Bevölkerung Deutschlands einbezogen hat, sondern nur einen Teil. Dieses Sparpaket hätte dabei durchaus ein großer Wurf werden können, vielleicht sogar der Anfang für ein neues Wir-Gefühl in Deutschland. Was jetzt droht, ist allerdings eher eine tiefe Spaltung.<br />
Dabei wäre auch ein anderer Weg möglich gewesen. Warum hat man sich nicht vorab ganz grundsätzlich gefragt, was die Aufgaben eines Staates eigentlich sind?</p>
<p>Ist es zum Beispiel vernünftig, jemandem, der lieber im Grünen wohnt, viele Kilometer entfernt von seinem Arbeitsplatz, für den weiten Anfahrtsweg zu entschädigen? Warum sollte ein Staat Nachtarbeit dadurch subventionieren, dass er Schichtzulagen von der Steuer befreit? Warum werden Paare, kinderlos oder mit Nachwuchs, mit teilweise fünfstelligen Beträgen für ihren Trauschein belohnt? Das Aus für die Pendlerpauschale allein hätte pro Jahr ca. 8 Milliarden Euro gebracht, das Aus für Nacht- und Feiertagszuschläge hätte ebenfalls ein paar Milliarden gespart und das Ende des  Ehegattensplittings würde etwa 20 Milliarden bringen.</p>
<p>Doch all das waren Tabus, obwohl die Mittelschicht in Deutschland solche Einschnitte sicher akzeptiert hätte. Selbst die Reichen in Deutschland plädieren teilweise von sich aus für eine Millionärssteuer. Warum zieht der Staat sich nicht dort zurück, wo er bisher die Menschen mittels Steuern und Abgaben zu lenken versucht hat. Eigentlich wäre das doch eine ziemlich „liberale“ Idee. Und warum werden nicht alle Schichten gleichermaßen einbezogen? Was bleibt ist eine traurige Feststellung: Diese Regierung kann es nicht. Sie hat sich mal wieder selbst ein Armutszeugnis ausgestellt.</p>
<p><strong>Pol</strong></p>
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		<title>like a peachflower</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Regina Kohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[40plus]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie kommt es, dass ich trotz meines ungesunden und lasterhaften Lebenswandels noch so oft für eine Enddreißigerin gehalten werde, wenn das Licht stimmt? Gerade deshalb!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/03/06-43_Stadtkind_Feb_10.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6033" title="Regina Kohn" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/03/06-43_Stadtkind_Feb_10-300x205.jpg" alt="" width="300" height="205" /></a>Ich gehöre zu den Frauen jenseits des Verfallsdatums, die sich ständig anhören müssen, wie jung sie noch aussehen. Das Highlight war im letzten Urlaub auf Kreta der süße 22-jährige Barkeeper, der mich auf 35 geschätzt hat. Da war ich schon fast 45 und hielt ihn für 27. Ich hatte nach ein paar heißen Küssen schließlich doch Skrupel, ihn zu vernaschen, weil ich mich zu fett fühlte und Angst hatte, ihn beim Sex zu zerquetschen. Der Altersunterschied – ich hätte seine Mutter sein können – spielte selbstverständlich keine Rolle für mich.</p>
<p>Wäre ich ein Mann und wie mein Freund Tom, würde ich mich bestimmt bei Twitter und anderswo auch @profi_youth oder so ähnlich nennen, denn meine jugendliche Ausstrahlung ist reine Makulatur.</p>
<p>Mein richtiges Alter kennen außer mir nur sehr wenige Menschen, die mir dabei helfen, es zu vertuschen: mein Friseur Ciro, mein Zahnarzt an der Noltemeyerbrücke, meine Kosmetikerin Aicha in der Nordstadt und meine Fotografin @CooperVisual, die ich hiermit alle herzlich grüße, um weiterhin Prozente und bevorzugte Behandlung einzuheimsen. Gegenüber Männern trete ich ähnlich auf wie Jane Fonda oder Sophia Loren. Ich gebe ihnen stets eine Illusion von immerwährender Schönheit und unendlichem Sexappeal. Dabei muss ich mich nicht anstrengen, denn es liegt mir im Blut. Ich war schon immer so. Mein Lieblingsroman ist „Das Bildnis des Dorian Gray“. Viele jüngere Frauen beneiden mich und hoffen, dass sie später ähnlich altern wie ich. Nämlich nie! Manchmal plaudere ich gegenüber meinen Freundinnen unter Vierzig ein bisschen aus dem Nähkästchen und verrate ihnen, dass es im Leben einer Frau in den Wechseljahren lediglich auf die richtige Einstellung und auf gewisse Kniffe ankommt. Das Wichtigste ist, total eingebildet und selbstverliebt zu sein und sich permanent Anerkennung von allen Seiten zu holen.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_101_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8465" title="Peachflower" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_101_72-260x300.jpg" alt="" width="260" height="300" /></a> Dabei bietet das Web 2.0 mit den entsprechenden Social-Media-Networks   hervorragende Möglichkeiten, sich zu entfalten.</p>
<p>Ich bin bei Twitter inzwischen ein kleiner Publikumsliebling, der von seinen besten „Freunden“ „Pfirsichblüte“ genannt wird. Bei Blip.fm spiele ich in der obersten DJ-Liga mit, was Black Music angeht.  Es ist mir inzwischen egal, was die Freunde von früher darüber denken. Sie können weiterhin ihre frustrierten Langweilerleben ohne die neuen Medien führen und in die Röhre gucken, was Spaß und Lifestyle angeht.</p>
<p>Nun aber ganz im Ernst: Wie kommt es, dass ich trotz meines ungesunden und lasterhaften Lebenswandels noch so oft für eine Enddreißigerin gehalten werde, wenn das Licht stimmt? Gerade deshalb!</p>
<p>Ich beschreibe jetzt einen ganz normalen Tag in meinem Leben zwischen meiner realen und meiner surrealen Welt: Aufstehen zwischen 6 und 8 Uhr morgens; 3 – 5 Becher Kaffee; MacBook anschalten und schauen, was an E-Mails, Tweets, Blips und Freundschaftsanfragen bei Facebook eingegangen ist; Schreiben und Telefonieren bis mittags, während zwischendurch ab und zu getwittert wird; zwischen 13.00 und 14.00 Uhr Frühstück und danach wird ein Zahn beim Arbeiten zugelegt. Zwischendurch immer wieder Rauchen, Fluchen und Schokolade. Mein absoluter Beauty-Tipp lautet schließlich: „Sport ist Mord!“ Wann ich Feierabend mache, bestimme ich und arbeite manchmal bis spät in die Nacht. Müde werde ich erst gegen Eins oder Zwei, so dass ich im Schnitt jede Nacht 4 Stunden Schlaf genieße. Dabei bin ich mal mehr oder weniger allein.</p>
<p>There’s nothing more to say. Schließlich kommt wahre Schönheit von innen, oder? Übrigens widme ich diese Kolumne meiner Freundin Grit aus  Halle (Saale), die letztes Jahr versehentlich 40 geworden ist.</p>
<p><strong>Regina Kohn</strong></p>
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		<title>högers 1910</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[stadtkinder essen]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Und dieser Eindruck wird sich auch im späteren Verlauf des Abends nicht ändern, denn wir werfen natürlich noch einen Blick in das Innere des Café-Restaurants.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/35-49_SK_Juli_10_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8633" title="Die Außenterrasse" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/35-49_SK_Juli_10_72-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a>Schick, wirklich schick. So unser erster Eindruck, als wir beim Högers ankommen. Und dieser Eindruck wird sich auch im späteren Verlauf des Abends nicht ändern, denn wir werfen natürlich noch einen Blick in das Innere des Café-Restaurants. Vorerst nehmen wir aber bei herrlichem Wetter auf der schönen Außenterrasse Platz. Genau der richtige Ort für hart arbeitende Stadtkinder nach einem anstrengenden Tag. Man sitzt bequem und die gleichermaßen stilvolle wie gemütliche Atmosphäre lädt ein zu einem entspannten Abend mit – hoffentlich – gutem Essen.</p>
<p>Wir sind gespannt, was uns erwartet. Und werden nicht lange auf die Folter gespannt. Die Bedienung ist ausgesprochen aufmerksam und freundlich, nach kürzester Zeit halten wir die Speisekarten in den Händen. Neben einem recht üppigen Frühstücks- und Brunchangebot finden sich hier eine angenehm überschaubare und abwechslungsreiche Auswahl an gutbürgerlicher deutscher Küche sowie Pizza und mancherlei Extras. Ich entscheide mich für die Käsespätzle, meine Begleitung nimmt eine Französische Zwiebelsuppe als Vorspeise und Geschnetzeltes Züricher Art als Hauptgang. Ganz nebenbei komme ich an diesem Abend übrigens in den Genuss der besten grünen Berliner Weiße, die ich je getrunken habe (und ich habe bereits viele getrunken, so viel sei verraten). Aber zurück zum Wesentlichen. Meine Begleitung kann sich die Zwiebelsuppe tatsächlich schmecken lassen – sie lässt keine Wünsche offen. Und auch mein Salat, der zu meinem Hauptgericht gehört, ist lecker. Gabel und Löffel kreuzen munter und unser Urteil ist einstimmig.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/35-49_SK_Juli_101_72.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8634" title="Pfanntastisch!" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/35-49_SK_Juli_101_72-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a>Die Hauptspeisen werden in kleinen Pfännchen kredenzt, was wirklich toll aussieht. Der äußere Schein trügt nicht, wir sind schlicht begeistert. Herzhafter Käse, knusprige Röstzwiebeln und Spätzle, die weich, aber nicht matschig sind, lassen für mich nur ein Urteil zu: Wirklich lecker! Auch meine Begleitung schwärmt. Die Portionen sind ebenfalls genau richtig. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Auf unseren Pfannen bleibt nichts übrig. Für einen Nachtisch ist natürlich trotzdem noch Platz und wir entscheiden uns schnell für Pfirsich Melba, denn allein bei der Beschreibung läuft uns bereits das Wasser im Mund zusammen: Pfirsich in Zucker gedünstet mit Vanilleeis, Himbeerpüree und Schlagsahne. Gut, die Pfirsichhälften sind offensichtlich aus der Dose, die Kugel Vanilleeis ist recht klein und mit der Sahne hätte man ruhig ein wenig sparsamer umgehen können, aber alles in allem ist es trotzdem recht lecker, auch wenn wir uns mehr von diesem Nachtisch versprochen hatten. Vielleicht war unsere Erwartung ein wenig zu hoch, nach unserer Begeisterung für die Hauptspeisen.</p>
<p>Wir sind satt und guter Stimmung, machen uns aber doch noch einmal ein paar Gedanken zu den Portionen. Wären unsere Männer ohne Vor- und Nachspeise satt geworden? Wären wir satt geworden? Wahrscheinlich nicht. Aber ist das nun schlimm? Im Högers lohnt sich auch das Davor, bzw. das Danach. Wenn man satt werden will, lässt man also einfach keinen Gang aus und wem das nicht reicht, der genießt in toller Atmosphäre einfach noch ein Glas dieser wirklich ausgezeichneten Berliner Weiße.</p>
<p><strong>Tamy Kahlert</strong></p>
<p><strong>Högers 1910<br />
Oesterleystraße 6-7<br />
30171 Hannover<br />
Tel.: 0511 &#8211; 510 6425<br />
Öffnungszeiten:<br />
Mo-Do 9-24 Uhr,<br />
Fr-Sa 9-1 Uhr, So 10-24 Uhr</strong></p>
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		<title>der hamster – ein leben zwischen frust und furor</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[el kurdi]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Und genauso hört sich ihr Gekläffe auch an: aggressiv, keifend, wütend bis zur Hysterie – im Sound nur vergleichbar mit dem Redestil des aktuellen FDP-Vorsitzenden und Vizekanzlers.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2009/08/el-kurdi_net.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4142" title="El Kurdi" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2009/08/el-kurdi_net-300x239.jpg" alt="" width="300" height="239" /></a>Es gibt ein paar große Missverständnisse in der Haustierwelt. Etwa, dass  der Besitz eines Pitbulls (oder meinetwegen klassisch: eines Rottweilers) ein mental schlichtes, menschliches Tätowationsobjekt mit zu hohem Steroid-Verbrauch zu einem Respekt einflößenden Menschen macht. Oder – apropos gefährliche Hunderassen – dass es dem Wesen des Yorkshire Terriers entspricht, ihm rosa Schleifen ins Haar  zu binden und ihn mit Pralinen zu füttern. Zum letzten Mal: Yorkshire Terrier sind nicht niedlich! Nicht im Geringsten. Und vor allem sind sie keine Kuscheltiere für die menopausierende Society-Dame oder den Modezaren mit  schockschwarzem Haubenfifi auf dem Kopf! Yorkshire Terrier sind tatsächlich Kampfhunde. Nichts anderes. Sie wurden gezüchtet, um in nordenglischen Arbeiterquartieren gegen Ratten und Mäuse eingesetzt zu werden. Und genauso hört sich ihr Gekläffe auch an: aggressiv, keifend, wütend bis zur Hysterie – im Sound nur vergleichbar mit dem Redestil des aktuellen FDP-Vorsitzenden und Vizekanzlers. Müsste man in einem Tiermusical einen Yorkshire Terrier besetzen, sollte man aber neben Guido W. auf alle Fälle auch noch Martin Semmelrogge oder Cindy von Mahrzahn  zum Casting einladen. Wobei Cindy von Mahrzahn auch großartig für die Rolle des Goldhamsters wäre – womit wir bei einem anderen Mitgeschöpf wären, dem mindestens so viel Unrecht getan wurde wie dem Rattenkiller aus England.</p>
<p>Der Goldhamster: Wer auch immer auf die Idee kam, diese schlechtgelaunte dickliche Mops-Diva als ideales Haustier für Kinder zu empfehlen, sollte sofort im nächstgelegenen schlecht geführten Tierheim abgegeben und nie mehr abgeholt werden. Und ich weiß, wovon ich rede. Als Kind war ich Besitzer von mindestens zwanzig stinkmuffligen Goldhamstern. Genau weiß ich es nicht mehr, weil ich irgendwann den Überblick verloren habe: ständig hatten die Viecher Sex miteinander, Babys wurden geboren, andere verschwanden hinterm Kleiderschrank, wurden von mir verschenkt oder gegen Schildkröten eingetauscht, die etwas schwächlichen wurden von ihrer Mutti aufgefressen, kurzum: In unserer Zweieinhalb-Zimmer-Sozialwohnung herrschte ein Nagetier-Sodom-und-Gomorrha &#8230;</p>
<p>Angefangen hatte es alles mit Hopsi, meinem ersten Hamster, also dem Stammvater der Dynastie, den ich zur Einschulung bekam und der mich zu meinem wachsenden Kummer die ersten drei Wochen jeden Tag zweimal herzhaft in den Finger biss. Die Narben habe ich immer noch. Ich gab jedoch nicht auf und hielt meine Hand immer wieder hin, bis er irgendwann keine Lust mehr hatte oder fatalistisch wurde und ich ihn mir schnappte und endlich offensiv streicheln konnte. Ich möchte mich hiermit noch einmal offiziell und stellvertretend für alle Kinder dieser Welt bei allen Hamstern des Erdballs entschuldigen: Ich wusste es nicht besser! Kein Kind weiß es besser. Die ZoogeschäftsVerkäufer sind schuld, weil sie den Kunden folgende entscheidende Info vorenthalten. Erstens: Goldhamster sind nachtaktiv und das im wahren Sinne des Wortes – „Nacht“ im Sinne von dunkel! Und Zweitens: Goldhamster stammen aus Syrien, sind also Araber. Was es bedeutet, einen um die Hüften leicht dicklichen Araber zu einer bei ihm genetisch nicht programmierten Tageszeit zu wecken, kann gerne in meinem familiären Umfeld erfragt werden. Und dabei habe ich nur den halben orientalischen DNA-Satz&#8230; Aber bevor mir jetzt jemand vorwirft, ich wäre sowohl dem Goldhamster als auch mir selbst gegenüber rassistisch: Das mit dem arabischen Wesen des Goldhamsters stimmt auch nur bedingt. Schließlich gibt es ja auch den Europäischen Feldhamster und der soll ja, was Aggression und Haudrauf, beziehungsweise Beißrein-Mentalität angeht, dem Morgenländer in nichts nachstehen, aber hallo! In manchen ländlichen Gegenden Niedersachsens erzählt man sich heute noch die Geschichten von den liebestollen Pärchen, die ihrer Zuneigung nackt im sommerlichen Getreidefeld Ausdruck verliehen und dabei zu nahe an einen Feldhamsterbau gerieten&#8230; Viele von diesen Beziehungen blieben dann ja auch später kinderlos. Da fällt mir übrigens für das Tiermusical noch eine schöne Besetzung für die Goldhamsterrolle ein: der fränkische Komiker Matthias Egersdörfer. Einfach mal bei YouTube nachschauen. Mein lieber Hamster, ist der schlecht drauf! Wie frisch geweckt. Und wenn der nicht kann, dann muss eben Henryk M. Broder einspringen. Das hätte irgendwie auch etwas Versöhnliches. In diesem Sinne: Shukran – Danke für die Aufmerksamkeit.</p>
<p><strong>Hartmut El Kurdi</strong></p>
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		<title>jürgen von der lippe, theater am aegi</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[comedy & kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Amtstalar wettert er drauflos: „Ist da schon einer abgehauen!? Und ich reiß mir hier den Arsch auf!“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Das Beste aus 30 Jahren</strong></p>
<p>„Sie haben den Zeitpunkt aber auch unglücklich gewählt.“ Schelmisch lächelnd blickt Jürgen von der Lippe durch die Reihen. Ausverkauft. Es ist der Abend des Eurovision-Song-Contests und Auftakt seines 9-tägigen Gastspielmarathons in Hannover. Mit einem Best-of ist er derzeit in Deutschland auf Tour und kann dabei aus 30 Bühnenjahren schöpfen. „Eigentlich 35 Jahre, aber seit 30 kann ich davon leben. Nicht gut!“</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/54-88_SK_Juli_10_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8622" title="Jürgen von der Lippe" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/08/54-88_SK_Juli_10_72-300x133.jpg" alt="" width="300" height="133" /></a>Hans-Jürgen Dohrenkamp zeigt sich entspannt. Er kennt seine Pappenheimer genau. „Sie reden gleich über mich“, weiß er. Schon zur Pause werde an der Bar „viel Dummes Zeug“ erzählt werden wie „Und? Wie fandest du&#8217;s? – Neeeee, der ist alt geworden&#8230;“. 62 Jahre alt, um genau zu sein. Doch von Alterserscheinungen, auch optisch, keine Spur.</p>
<p>Es ist, als sei die Zeit stehen geblieben, oder vielmehr, als wäre schon damals jetzt gewesen. Nicht anders ist es zu erklären, dass ein Abend, der ein zweieinhalbstündiges Best-of aus 30 Jahren und elf Programmen verspricht, exakt den Humor der Stunde trifft und ohne eine einzige ausgelutschte Schote vorüberfliegt. Mario Hené (Midi-Gitarre) und Iris Wehner (Orgel) bilden das Team, das den Entertainer auf seiner Jubiläumstour und insbesondere bei seinen lustigen Liedern begleitet. Vom dreistimmigen Gesang bis zum verbalen Schlagabtausch – die drei sind bestens eingespielt. Immer wieder darf der „Chef“ dann natürlich auch allein mit seinem Publikum spielen.<br />
Mit seiner charmant-schnoddrigen Art treibt er die Zuschauer aus ihrer starren Sitzhaltung. „Sie können sich auch so wiegen wie ich! Im Dreiviertel-Takt! Los jetzt, wir spielen das Frühlingsfest der Volksmusik: Ich bin Florian Silbereisen, Deutschlands jüngster Greis. SIE SOLLEN SICH WIIIEGEN!“, schreit von der Lippe. Und endlich wiegen sie sich, bis er lachend das unbeholfene Spektakel stoppt. „Mensch, Kinners, bei aller Lebensfreude, die Sicherheit muss doch vorgehen!“ Beim geforderten Mitsingen des Zungenbrechers „Aufguss 09“ klappt es nicht besser. Wieder donnert es von der Bühne: „Machen Sie wenigstens den Mund auf, damit man den guten Willen sieht!“</p>
<p>Seiner aufmerksamen Art ist es wohl auch zu verdanken, dass er den Mensch und dessen Verhaltensweisen 1:1 zu imitieren weiß: sei es das „gebrüllte Flüstern“ im Kino, die Schnarchdramaturgie seiner Frau oder „das dämlichste aller Gesichter“, das der Mann, „wie ein Goofy mit Verstopfung“, im schönsten Augenblick machen muss. Immerhin: Mag der Mann auch nicht schön kommen, so doch aufrichtig, während die Frau ja gern mal was vortäuscht, „um einen Vorgang abzukürzen, der ihr nicht zusagt“. Spätestens, als von der Lippe demonstriert, was in und an der Männerhose sowie im Baumarkt los wäre, wenn Männer die Tage und die Kinder kriegten, dürfte es im Theater am Aegi vergleichsweise laut zugegangen sein wie zur gleichen Zeit am Trammplatz. Ein Bühnenkabel ist das Einzige, was ihn kurzzeitig ins Stolpern bringt. „Haben Sie das gesehen? Ich hätte tot sein können!“</p>
<p style="text-align: left;">Es ist ein einziges Wechselspiel zwischen seinen liebsten Themen Kampf der Geschlechter und Kampf der Gewichtsklassen, zwischen frischem Obst und Altem Testament, zwischen scharfsinnigen Analysen und schwachsinnig schönen Liedern, zwischen Hawaiihemden, Jazzdress und Kostümen. Neben seiner Kunstfigur Kalle, einem Heavy-Metal-Freak mit Berliner Schnauze und beeindruckender „Jenickbruchparodie“ gibt es auch ein Wiedersehen bzw. -hören mit Helge Schneider, Peter Maffay, Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg und Wolfgang Niedecken.</p>
<p>„Meine lieben Schäfchen, es ist vorbei.“ Als Hochwürden kehrt er ein letztes Mal zurück. Mitten in einer andächtigen Predigt über Sünden, Selbstbefriedigung und den Sinn des Busens verlässt der Pressevertreter neben mir den Saal. Die Tür lässt er ein wenig auf. Von der Lippe entgeht auch wirklich nichts. Im Amtstalar wettert er drauflos: „Ist da schon einer abgehauen!? Und ich reiß mir hier den Arsch auf!“</p>
<p>Wo er Recht hat&#8230; Mimik, Gestik, Intonation – hier stimmte tatsächlich einfach alles. Fast hatte ich Standing Ovations befürchtet, doch am Ende gibt&#8217;s „nur“ lautstarkes Trampeln und tosenden Beifall. Was ein Glück! Am Ende hätten wir ihn noch verunsichert und stehend in den Vorruhestand geklatscht.</p>
<p><strong>Manuela Sender</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>radio-stripper</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/radio-stripper/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[randgruppenbeleidigung]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie träumt, dass sie eines Tages zum Telefonhörer greift und eine Nummer wählt, um dem Menschen am anderen Ende, einem völlig Fremden, wirklich alles zu erzählen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich las ich von einer Frau (deren Namen die Redaktion natürlich geändert hatte), die immer wieder den gleichen, schrecklichen Traum hat. Sie träumt, dass sie eines Tages zum Telefonhörer greift und eine Nummer wählt, um dem Menschen am anderen Ende, einem völlig Fremden, wirklich alles zu erzählen. Einfach alles, die ganze Geschichte, von vorne bis hinten. Ihr ganzes Leben ohne Auslassungen.</p>
<p>Sie erzählt von ihrer schwierigen Kindheit, dass ihr Vater getrunken und sie geschlagen habe, ihre Mutter ebenfalls, nur seltener, sie schildert haarklein die Doktorspiele mit Onkel Franz, der eigentlich nicht ihr Onkel war, sondern ein Nachbar, der aber bei ihr zu Hause ein und aus ging und fast zur Familie gehörte, sie erzählt, dass sie ihren kleinen Hund in der Regentonne ertränkt habe, aus Frust, weil das Zeugnis in der siebten Klasse so schlecht gewesen sei, sich berichtet von ihrer Zeit auf der Hauptschule und von ihren Affären mit Heiko, Stephan, Markus, Karsten, Guido und Dirk, Thomas, Michael, Thorsten, Detlef und Nina, wobei die ein einmaliger Ausrutscher war, im Gegensatz zu Detlef, der ihr Deutschlehrer gewesen sei, und dass das Wörtchen „und“ zwischen Guido und Dirk schon seinen Grund habe.</p>
<p>Sie erzählt davon, dass sie nach der Hauptschule noch die Realschule besucht habe, dass sie gekämpft habe und irgendwann tatsächlich den qualifizierten Realschulabschluss in der Tasche hatte, dass sie eigentlich sogar aufs Gymnasium gehen wollte, aber ihr Vater das verboten habe, weil sie endlich ihr eigenes Geld verdienen sollte, dass sie dann eine Lehre in einer Fleischerei angefangen habe, der Chef sie aber immer angefasst hätte, dass sie die Lehre deshalb zuerst abgebrochen habe und schließlich doch in einer anderen Fleischerei beenden konnte. Und dann sei sie mit dem ersten eigenen Geld in der Tasche sofort zu Hause ausgezogen, auch um Onkel Franz aus dem Weg zu gehen.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_10_721.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8568" title="Ich kenne Sie zwar nicht, aber Sie kennen gleich mich!" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/6-27_SK_Juli_10_721-189x300.jpg" alt="" width="189" height="300" /></a>Und sie erzählt weiter, dass sie inzwischen verheiratet sei, aber dass sie wohl eher Pech mit Männern habe, weil ihr Mann ein ziemlicher Versager sei, ohne Job aber dafür mit ziemlich großer Schnauze, und dass sie inzwischen drei Kinder habe, zwei Mädchen und einen Jungen, eine unglaublich wilde Bande, weswegen ihr auch manchmal die Hand ausrutschen würde, und dass es ihr danach immer leid täte und sie dann zur Flasche greifen würde, weil sie auch nicht besser sei, als ihre Eltern, und dass sie wegen dem Alkohol in letzter Zeit häufig zu spät zur Arbeit kommen würde, weswegen wohl jetzt bald die Kündigung ins Haus flattern dürfte, und dass sie, wenn es so weit kommen würde, für gar nichts mehr garantieren könnte.</p>
<p>Nebenbei erzählt sie noch, wie sie heißt und wo sie im Augenblick wohnt und dass man vielleicht schon mal den Notarzt rufen sollte.</p>
<p>Was ist an diesem Traum nun besonders schlimm? Es ist ja nur ein Traum. Sie ruft einen fremden Menschen an und erzählt ihm ihre Geschichte – so what?</p>
<p>Aber der Traum ist noch nicht zu Ende, denn während sie erzählt, meint sie, aus der Nachbarwohnung ein Echo ihrer Stimme zu hören, und als sie irgendwann das Fenster zur Straße öffnet, steht da ein Wagen mit heruntergelassener Scheibe und aus dem Wagen erklingt ebenfalls ihre Stimme. Und dann begreift sie, dass sie gerade mit irgendeinem Radiotypen telefoniert und legt ganz schnell auf. Später geht sie noch einkaufen und alle zeigen mit dem Finger auf sie. Schrecklich! Ein wahrhaft fürchterlicher Traum.</p>
<p>Was für ein Glück, dass so etwas im wirklichen Leben nie passiert. Man stelle sich das mal vor, dass tatsächlich Leute bei Radiosendern anrufen, um ihre Lebensgeschichte zu erzählen und dabei auch noch ihren Namen und ihre Adresse ausplaudern. Das wäre ja total verrückt. Am Ende könnte man sich sogar vorstellen, dass solche Leute sich in irgendwelche TV-Talkshows setzen und sich medial vollkommen entblößen. Oder dass sie sich im Internet eine eigene Seite einrichten, auf der sie ihre Geschichte dann auch noch bebildern. Aber so verrückt ist ja Gott sei Dank keiner…</p>
<p><strong>GAH</strong></p>
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