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	<title>STADTKIND - hannovermagazin &#187; fußball &#8211; die 96-kolumne</title>
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		<title>96 Sonderkolumne zur Euro- und DFB Pokalauslosung</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 09:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Ticker]]></category>
		<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Sevilla, Sevilla, Sevilla… Im typischen Olé/Fiesta-Style schmettert ein B-Placido Domingo die Vereinshymne des FC Sevilla. Und wir werden sie am 25. August live beim Euroleague Play Off-Rückspiel im „Estadio Sánchez Pizjuan“ zu hören bekommen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sevilla, Sevilla, Sevilla…</p>
<p>Im typischen Olé/Fiesta-Style schmettert ein B-Placido Domingo die Vereinshymne des FC Sevilla. Und wir werden sie am 25. August live beim Euroleague Play Off-Rückspiel im „Estadio Sánchez Pizjuan“ zu hören bekommen. Letzten Freitag ergab die im Vorfeld kaum logisch zu erfassende Auslosung im schweizerischen Nyon dieses Hammerlos. Zur Auswahl standen die Gegner      RB Salzburg, Dukla Prag, AZ Alkmaar, Brügge, Stoke City und eben der FC Sevilla.</p>
<p>Viele Fans werden ob dieser schweren Aufgabe sicher nicht so glücklich sein. Mein Kumpel Jens und ich jubelten aber kräftig, denn nun wird aus unserer Fahrt mit unserem viper-grünen VW-Käfer „Diddi“ ein richtig toller Trip, der dann vielleicht auch noch den Begriff Urlaub mit ins Spiel bringt. Ab Frankreich immer schön die Küste lang und nach ein bisschen mehr als 3000 km am Ziel in der „Bratpfanne Spaniens“.  Los geht es für uns direkt nach Abpfiff des Heimspiels am 18. August vom Niedersachsenstadion aus. Vielleicht kommt Ihr ja zum Winken…</p>
<p>Und sollte es aus irgendwelchen Gründen nichts werden mit der Gruppenphase, wäre es gegen eine Mannschaft dieser Klasse sicherlich keine Schande. Anders als zum Beispiel Mainz (schon geschehen) oder Schalke, die sich gegen drittklassige Teams wie Gaz Metan Medias oder Helsinki doch nur blamieren können. Wir haben einen Lauf. Erst der überzeugende Aufritt im Pokal gegen Wismar, dann dieses Hammerlos in der Euroleague, am nächsten Tag der Sieg gegen Hoffenheim und am Abend noch endlich mal wieder ein Heimspiel in der zweiten DFB Pokalrunde gegen durchaus attraktive Mainzer, die für uns aber auch schlagbar sind.</p>
<p>Was denn DFB-Verantwortlichen allerdings eingefallen ist, die DFB-Pokalauslosung an den PayTV-Sender Sky zu verhökern, muss mir mal jemand erklären. Da brillierten mit Hirnriss Oliver Pocher, der wortkarge Andy Köpke, Topmodell und Bayern Fan Sara Nuru, sowie die Sky-Blondine Jessica Kastrop (der ihr Lederunfall immer noch arg zusetzt – siehe http://www.youtube.com/watch?v=7McdjN3fKnA) in der Fußball-Show „Samstag LIVE“. Das gilt es zu verbessern, sonst ist alles Hammer!</p>
<p>Bis bald im Block oder irgendwo zwischen Hannover und Sevilla</p>
<p>Euer Peter</p>
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		<title>pause?</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 12:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade hatten wir unseren vierten Platz „verdaut“, die Feierlichkeiten beendet und unsere europäischen Perspektiven ausgelotet, da kam schon der mediale Hype um die Frauen-WM. Und Fußballfan, der man(n) nun mal ist, schauten wir zumindest die Spiele des deutschen Frauenteams]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7211.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11586" title="Peter Staade, Dauerkartenbesitzer und Fußballexperte" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7211-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Gerade hatten wir unseren vierten Platz „verdaut“, die Feierlichkeiten beendet und unsere europäischen Perspektiven ausgelotet, da kam schon der mediale Hype um die Frauen-WM. Und Fußballfan, der man(n) nun mal ist, schauten wir zumindest die Spiele des deutschen Frauenteams oder man(n) lästerte zumindest drei Wochen lang auf mitunter niedrigem Niveau, welches zeitweise an Macho-Allüren der frühen 80er Jahre erinnerte. Es war ein eigener Wettbewerb ausgebrochen. Wer hatte den lustigsten Kommentar abzugeben? Wer traute sich in Ermangelung von Auslandsurlaub an Partien wie Schweden gegen Australien? Dazu  gab es für die wirklichen Nerds und Spätzubettgeher die U17-WM in Mexiko und sogar Live-Methadon mit Testspielen der Roten in der Stadt und Region. Beim 21-0 unserer Jungs in Letter gegen den TSV Limmer war ich zugegen. Es galt, die Neuerwerbungen zu begutachten.</p>
<p>Ohne Pause ging es weiter. Unerklärlich früh startete die 2. Liga Mitte Juli in die Saison, dann das „große“ Freundschaftspiel gegen Olympic Lyon und eine Woche später schon DFB-Pokal. Dazu die ganzen Comunio- und Kicker-Mangerspielmenschen um einen herum, die früh ihre Mannschaft zusammenkriegen wollen, um ihren Vorjahreserfolg mit Platz 135731 vielleicht sogar noch zu toppen. Neulich telefonierte einer dieser „Manager“ in aller Öffentlichkeit in sein Handy und verschob Millionenverträge, als sei er die Reinkarnation von Gordon Gekko, dem fiesen Börsenyuppie aus Wall Street. Die Faszination für das Aufstellen einer fiktiven Mannschaft, zusammengewürfelt aus allen Erstligateams, entzieht sich mir völlig. Wahrscheinlich haben sich das mal echte Fußballmanager und Spielerberater ausgedacht, um ungestört in Stadien und Cafés ihr Unwesen zu treiben, weil alle denken, der Mensch spielt nur.</p>
<p>Womit wir bei den Tippspielen sind. In dieser Saison werde ich mir die 34 Euro sparen, die ich beim Kicktipp über Jahre investiert habe. Jede Woche galt es, die Paarungen des kommenden Spieltags möglich korrekt zu tippen. Das hat doch, nicht nur wegen meiner sehr mittelmäßigen Endplatzierung, nichts mit Sachverstand zu tun. Häme wurde ausgeschüttet, reine Raterei mit breiter Brust als Erfolg verkauft. Dabei erinnert das Ganze doch eigentlich eher an die Geschichte vom malenden Affen und der modernen Kunst. Stumpfe Betrachtungsweise? Pah! Gerade die letzte Saison mit uns als Viertem und Mainz als Fünftem hat gezeigt, wie sehr der Sachverstand sich irren kann.</p>
<p>Es geht aber noch schlimmer: Die Klebebildchen-Fraktion. Da versenken erwachsene Menschen hunderte Euro, treffen sich zum Tauschen, sind frustriert, weil Panini ja nicht doof ist und manche Bilder einfach nicht so oft in die Tüte steckt. Neulich las ich eine mathematische Abhandlung über Wahrscheinlichkeiten und statistische Erhebungen über Panini. Es war erschütternd, gar mafiös erscheinen die Strukturen.</p>
<p>Okay, Schluss mit dem Lästern. Jedem sein Hobby. Eigentlich ging es mir darum aufzuzeigen, dass dem Fan ohne Urlaub bis dato (wir warten halt auf die Euro-Auslosung am 5. August) keine Pause vom Fußballzirkus gegönnt war. So ähnlich geht es wohl auch Henning Hauger, der norwegischen 96-Neuerwerbung. Der kommt aus einer Liga, die im Kalenderjahr spielt, sodass er keine Möglichkeit hatte, mal die Seele baumeln zu lassen. Wenn sich das mal nicht rächt! Ansonsten scheint die Mannschaft intakt und gut durchs Trainingslager gekommen zu sein. Hier und da ein paar Blessuren bei Neustürmer Sobiech, unserem Wieder-Kapitän Cherundolo und Ya Konan. Aber es wird! Speziell zur Auslosung, dem Saisonstart und unseren Neueinkäufen, wird es am 7. August eine Sonderkolumne auf der Stadtkind-Homepage unter www.stadtkind-hannover.de geben.</p>
<p>Bis bald bei einem Testspiel!</p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
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		<title>Der Plan</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 11:01:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf die wichtigste Auslosung muss der geneigte 96-Fan leider noch bis zum 5. August warten. Da wird im schweizerischen Nyon der Euro-League-Quali-Gegner der Roten für den 18. und 25. August zugelost. Und es kann knüppeldick kommen mit Gegnern wie...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/45-49_SK_Juni_2011_722.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13201" title="Peter" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/45-49_SK_Juni_2011_722-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Auf die wichtigste Auslosung muss der geneigte 96-Fan leider noch bis zum 5. August warten. Da wird im schweizerischen Nyon der Euro-League-Quali-Gegner der Roten für den 18. und 25. August zugelost. Und es kann knüppeldick kommen mit Gegnern wie Lazio Rom, PSV Eindhoven, Tottenham oder Spartak Moskau, weil unsere Jungs aufgrund fehlender internationaler Erfolge  in den letzten fünf Jahren wohl in den Lostopf der ungesetzten Mannschaften kommen werden.  Bleibt also zu hoffen, dass vielen „kleinen“ Mannschaften in den ersten beiden Runden Überraschungen gelingen, damit man den Brocken doch noch irgendwie aus dem Weg gehen kann.</p>
<p>Am Wochenende vor dieser urlaubsplanerisch wichtigen Auslosung beginnt allerdings die Saison schon mit diesem vermaledeiten DFB-Pokal. Das ist dieser seit 1993 überbewertete Wettbewerb, wo vermeintlich kleine Vereine vermeintlich großen Bundesligamannschaften ein Bein stellen wollen, um für alle Zeiten in den TV-Trailern vor jeder Auslosung verewigt zu werden. Nach den Gruselgegnern der letzten Jahre Trier und Elversberg wartet nun der ostdeutsche Fünftligist Anker Wismar. Nicht nur, dass man an die verrückte Ankerklause in Limmer (R.I.P.) erinnert wird, zu aller Tragikomik haben wir dort schon mal in einem Testspiel 1:2 verloren. Das war dann in Kombination mit dem folgenden Pokalaus in Trier das Ende von Dieter Hecking. Die Zeichen für die nächste Blamage stehen also gut. Aber wie gesagt, wenn die dann folgende Saison so verläuft  wie die letzte, will ich an dieser Stelle mal gönnen. Die haben es ja nicht leicht im Osten, und die Entwicklungshilfe eines Global Players steht uns ganz gut zu Gesicht. Es hätten auch Chaotentruppen wie der BFC Dynamo Berlin oder der liebste Feind aus der verbotenen Stadt werden können. So betrachtet ist alles gut gelaufen, egal was passiert. Auch der Bundesliga-Spielplan der neuen Saison meint es (wie ich finde) gut mit uns. Wir starten erneut mit einem Heimspiel gegen die Wundertüte Hoffenheim und beenden die Runde, ebenfalls wie in der letzten Saison wieder mit einem Match in unserer Arena, diesmal gegen Kaiserslautern.</p>
<p>Kurz nach der Verkündung des aktuellen Spielplans habe ich mit dem famosen Tabellenrechner auf der Kicker-Online-Seite die Saison (sehr realistisch) durchgespielt. Und jetzt haltet Euch fest: Ich bin auf 60 Punkte zu Saisonende gekommen. Also exakt das Ergebnis vom 14. Mai 2011. Nach meiner Rechnung werden wir – entgegen aller Unkenrufe, dass die Doppelbelastung zu einem Absturz im Bundesligaalltag führt – wieder Vierter. Der Clou wäre diesmal, dass unsere 96er nicht in die Euro-League-Quali müssten, sondern in einem Hin- und Rückspiel die Champions League erreichen könnten. Und sollte das nicht funktionieren, ist Hannover dann aber automatisch für die Euro-League-Gruppenphase qualifiziert. Spänne man dann noch weiter, könnte man hoffen, dass niemand unserer Jungs zur Euro 2012 in irgendeinem Kader steht. So hätten wir dann nämlich den Vorteil, einer parziellen Dreifachbelastung aus dem Weg zu gehen.</p>
<p>Sehr, sehr gute Aussichten am schwarz-weiß-grünen Firmament also. Eine negative Sache habe ich aber noch anzumerken: Den Auftritt des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger beim Klischee triefenden und total behämmerten Frauenfußball-Tatort letzten Monat empfand ich als Zumutung. Als Zwanziger vor einer fiktiven Frauenbundesligamannschaft zur Ermordung einer Spielerin tröstende Worte sagte, fühlte ich mich sehr an seine  Rede in unserem Stadion vor Enkes Sarg erinnert. Damals habe ich seine Worte sehr geschätzt, das hat er aber nun mit Betroffenheit auf schauspielerischen Knopfdruck (bei mir zumindest) kaputt gemacht.</p>
<p><strong>Bis bald bei einem Testspiel!</strong></p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
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		<title>im stress</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 15:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2011-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist vollbracht. Hannover 96 beendet die erfolgreichste Saison seit Gründung der Fußball-Bundesliga im Jahr 1963 auf einem sensationellen vierten Platz und zieht in die UEFA Euro League ein. Auch die selbsternannte Partybremse Dieter Hecking mit seinen (ebenfalls überraschend gut platzierten) Nürnbergern konnte am letzten Spieltag...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/45-49_SK_Juni_2011_722.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13201" title="Peter" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/45-49_SK_Juni_2011_722-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Es ist vollbracht. Hannover 96 beendet die erfolgreichste Saison seit Gründung der Fußball-Bundesliga im Jahr 1963 auf einem sensationellen vierten Platz und zieht in die UEFA Euro League ein. Auch die selbsternannte Partybremse Dieter Hecking mit seinen (ebenfalls überraschend gut platzierten) Nürnbergern konnte am letzten Spieltag den schwarz-weiß-grünen Express nicht stoppen. In der zweiten Halbzeit kochte die Stimmung im Rund über, zumal die Resultate aus den anderen Stadien den VWFL Wolfsburg zwischenzeitlich in der Zweiten Liga sahen. Die Vorlage der Fans an Führung und Mannschaft war also fast so präzise wie der Pass von Altin Lala auf Schlaufi beim 3-1 in Freiburg. Doch statt neben diesem historischen Erfolg die Party des Jahrzehnts zu setzen, gab es eine recht unkoordinierte Inszenierung mit einem lauen Fury-Vollplayback-Song, kleinen Bällen und T-Shirts, die ins Rund geschleudert wurden, ein bisschen Slomka-Gesang und dem an solchen Stellen üblichen Traraa. War natürlich trotzdem schön, aber als Dauernörgler, der ich nun mal bin, möchte ich das erwähnen. Der Hit der Party war die Saison selbst. Auch drei Wochen später antwortet der geneigte 96-Fan noch auf die Frage „Wie geht’s?“ mit „ 4. Platz!!!“. Das sagt alles.</p>
<p>Gegen jede Urlaubsplanungssicherheit bekommen wir unseren Gegner für die beiden Euro-Quali-Spiele am 18. und 25. August allerdings erst am 5. August zugelost. Und wenn ich es richtig verstanden habe, wird auch erst beim Losen in Nyon geklärt, ob wir zuerst auswärts oder zu Hause ran müssen. Für alle, die wie wir einen Trip mit dem Auto planen, bedeutet das bei Losentscheid  Hannover versus z. B. Gaziantepspor Kulübü (inzwischen von mir erklärter Wunschgegner aus Südostanatolien), dass man wahrscheinlich das 96-Spiel des dritten Spieltages, aber ganz sicher das schöne BootBooHook-Festival auf der Faustwiese verpasst.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/45-49_SK_Juni_2011-1_721.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13202" title="Pokal" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/45-49_SK_Juni_2011-1_721-243x300.jpg" alt="" width="243" height="300" /></a>Zu dem ganzen Terminstress im Hochsommer gesellt sich für mich möglicherweise noch ein weiteres Problem, weil ein guter Freund eine spinnerte Idee aus den Zeiten des Bundesligaaufstiegs 2002 wiederbelebt hat: Sollten unsere Roten im August nach Bremen zum Ligaspiel müssen, will er vom Niedersachsenstadion/Leine zum Weserstadion schwimmen! Nicht nur, dass er schon fleißig für den Leine-Aller-Weser-Marathon trainiert, nein, ich versprach damals, im Boot hinterher zu fahren und den Quartiermeister der einzelnen Etappen zu mimen. In der nächsten Saison gern, aber diesmal bitte nicht, liebe Bundesligaspielplan-Planer. By the way, die Erstellung eines Planes für die ganze Saison ist eine höchst interessante Sache. Wer Lust hat, sich damit mal zu beschäftigen, kann sich ja beim DFB folgendes PDF herunterladen: http://portal.dfbnet.org/fileadmin/content/downloads/faq/SZ_1-L.pdf!</p>
<p>Aber nicht nur die Fans sind im Stress, sondern  natürlich auch die Mannschaft. So steht Ende Juli schon die erste Runde im DFB-Pokal an. Nach den guten Erfahrungen mit dem Erstrundenaus vom letzten Jahr, sollten wir eigentlich ein Gesuch beim DFB auf freiwilligen Verzicht einreichen. Mein Vorschlag: Die SV 07 Elversberg, jene Regionalligatruppe aus dem Saarland, die mit ihrem aufopferungsvollem Kampf auch dem letzten 96er die Augen geöffnet hat, tritt anstelle von Hannover 96 an und kann einem anderen kriselnden Bundesligaverein (z. B. Bremen) helfen, sich von Grund auf zu reinigen. Die gleiche Paarung wie im letzten Jahr ist nämlich leider nicht möglich. Elversberg schied im Landespokal des Saarlandes im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Saarbrücken aus. Ein möglicher Gegner also, solltet ihr da nicht Euer Veto einlegen. Aber bitte beeilen, die Auslosung ist bereits am 11. Juni live in der ARD Sportschau.</p>
<p>Bis bald irgendwo in Europa!</p>
<p><em><strong>Euer Peter</strong></em></p>
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		<title>ultra und fett</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 10:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2011-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Momentan deutet für unsere Roten alles auf die Teilnahme an der Euroleague, wenn nicht gar Champions League hin. Und ob es nun Tabellenrang drei oder vier oder doch noch fünf wird, ist für den Sensationsgehalt dieser Platzierung völlig unerheblich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7224.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11664" title="46-89_Stadtkind_Mai_11_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7224-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Es kann kein Zufall sein, dass am letzten Spieltag der Bundesliga (14.Mai) noch am Abend der Eurovision Song Contest mit unserer Lena stattfindet. Momentan deutet für unsere Roten alles auf die Teilnahme an der Euroleague, wenn nicht gar Champions League hin. Und ob es nun Tabellenrang drei oder vier oder doch noch fünf wird, ist für den Sensationsgehalt dieser Platzierung völlig unerheblich. 96 dreht das große europäische Rad. Wer diese spezielle Eurovision zu Saisonbeginn öffentlich verkündet hätte, der wäre wegen extremer Wahrnehmungsstörung in die Zwangsjacke gesteckt worden. Nach der bitteren, ersten Europapokalerfahrung im Jahr 1992, als wir als Pokalsieger europäisch träumen durften, um dann mit Werder Bremen ein Nordderby zugelost zu bekommen, erwartet uns heuer wirklich Europa!</p>
<p>Und ich will in den Osten – möglichst weit weg. Russland, Ukraine, Kasachstan, Aserbaidschan oder Armenien. Damit der Weg dorthin über schlechte Straßen, verschlungene Bergpfade, öde Steppe, abgerockte Zivilisation an sich schon eine Katharsis wird. Auf den Buckelpisten Osteuropas wartet die Heilung von ängstlichen Gedanken an ständigen Abstiegskampf, Zweit- und Drittligadiaspora, DSF (jetzt Sport1) und ostdeutschen Hooliganscheiß.</p>
<p>Wie in der März-Kolumne schön erwähnt, wartet der grüne Käfer eines Berliner Freundes auf die großen Aufgaben, die da kommen mögen. Der Viertakter, der auf den Namen Didier hört, röhrt schon vor Vergnügen. Alles ist so schön, wären da nicht mal wieder die Knalltüten, die nach dem 0-0 beim kleinen HSV in Hamburg nichts besseres zu tun hatten, als sich mit St.Pauli Fans zu moppen, die gerade aus Wolfsburg kommend, ein Zusammentreffen mit den Hamburger Sport Verein &#8211; Fanfreunden am Bahnhof in Uelzen kaum vermeiden konnten.</p>
<p>Ich steckte im ICE direkt dahinter fest. Und als der Schaffner über die Lautsprecher-Anlage verkündet hatte, dass man Uelzen wegen Fußballfanrandale am Bahnhof nicht ansteuern könne, pumpten sich nicht wenige rotgesichtige 96-Fans Aggroproteine in den Oberkörper, in der Hoffnung, noch irgendwie etwas vom vermeintlich großen Ballyhoo mitzubekommen. Wenigstens aus sicherer Entfernung Zecken oder Bullen beschimpfen. Oder noch besser im Schutz des Chaos Bahninterieur zerlegen.</p>
<p>Die wenigen Nicht-Fußballfans bei uns im Zug bekamen das zu sehen und zu hören, was sie das nächste Mal sicher veranlasst, das Auto zu nehmen, oder wenigstens den Spielplan der Liga zu studieren. Bin ich uncool oder gar kein richtiger Fan, weil ich die überdimensionale Anhäufung von (meist jungen) Hirnis, Ultras und Aggroalkoholikern bei solchen Anlässen total daneben finde? Dass diverse Fangruppierungen mehr mit sich, den Choreos, dem Folgen der Stimmungs-Capos oder sonstigen nicht Spiel bezogenen Dingen beschäftigt sind, kann ich noch irgendwie akzeptieren. Aber „Hamburg, Hannover – bis in den Tod“ klingt wie von ex-jugoslawischen Paramilitärs ausgedacht und kann mir gestohlen bleiben.</p>
<p>Ich verliere mich. Sorry. Eigentlich ist alles so wunderbar. Denn nicht nur, dass wir international spielen werden, wir werden auch die erste nicht-arrivierte Bundesligamannschaft sein, die nach einem Sensationseinzug in den Eurocup in der nächsten Saison eine gute, vielleicht sogar grandiose Spielzeit abliefern wird.</p>
<p>In diesem Sinne bis bald in einem europäischen Stadion Deiner Wahl</p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
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		<title>kneift mich mal einer?</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/04/kneift-mich-mal-einer/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 11:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2011-04]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ganze Nation reibt sich verwundert die Augen über das schwarz-weiß-grüne Fußballmärchen, wo ein letztjähriges Aschenputtel erst am letzten Spieltag den Schuh in Bochum fand und auch für diese Saison ganz oben auf der Märchenland-Verbannungsliste stand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/20-53_April_SK_2011_7219.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-11419" title="20-53_April_SK_2011_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/20-53_April_SK_2011_7219-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die ganze Nation reibt sich verwundert die Augen über das schwarz-weiß-grüne Fußballmärchen, wo ein letztjähriges Aschenputtel erst am letzten Spieltag den Schuh in Bochum fand und auch für diese Saison ganz oben auf der Märchenland-Verbannungsliste stand.</p>
<p>Das blanke Zahlenwerk nach dem vollendeten 27. Spieltag in der Bundesliga: Dritter Tabellenplatz (Champions-League-Qualifikation), 50 Punkte, 10 Heimsiege, acht Punkte zum Nicht-Euroleague-Rang. Und als wäre das so nicht schon geil genug, pulverisierten unsere Roten diverse Vereinsrekorde, besiegten den „Ohne Ya Konan keine Punkte“-Fluch, schlugen souverän die Bayern und erstrahlten immer wieder wundersam aufs Neue nach so deftigen Rückschlägen wie zum Beispiel dem 0-4 von Köln.</p>
<p>Die Schönheit dieser Momentaufnahme ist für sich betrachtet schon so viel wert. Deshalb sollten wir Fans dieses Hochgefühl konservieren und im Kopf archivieren, damit selbst ein sechs-ter Platz am Saisonende es nicht zu zerstören vermag. Aber „Gott sei davor“, um es mal im Sinne vom gläubigen Didier Ya Konan zu sagen. Nur noch eine gewisse, dem Hannoveraner angeborene Skepsis lässt mich daran zweifeln, dass wir tatsächlich in der nächsten Saison international spielen.</p>
<p>Habt ihr Jörg Schmadtkes Reaktion nach dem 2-0 von Abdellaoue gegen Hoffenheim gesehen? Während die ganze Trainerbank wie angestochen aufgesprungen ist, blieb unser Sportdirektor ruhig sitzen, kaute auf irgendetwas rum und grummelte selbst für erfahrende Lippenleser nicht identifizierbare Worte in sich hinein.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/20-53_April_SK_2011-2_727.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11418" title="20-53_April_SK_2011-2_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/20-53_April_SK_2011-2_727-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Für mich sah es so aus, als wollte er sagen: „Ihr meint, das war toll? Dann wartet mal ab, was ich für euch noch in petto habe.“  Hat der umtriebige Schmadtke, der ja glücklicherweise seinen Vertrag unbefristet verlängert hat, schon (gerne norwegische) Hochkaräter an der Angel? Vielleicht hat er aber auch mit Klose telefoniert, der ihm gesagt hat, dass er für 2,5 Millionen Euro Gehalt seine Karriere gerne in der niedersächsischen Landeshauptstadt ausklingen lassen würde. Oder er hat den verschollenen (fußballerisch genauso begabten) Zwillingsbruder von Ya Konan gefunden und bereitet ein großes Wiedersehensfest vor. Man weiß es nicht, aber man kann sich schon darauf freuen. Genau wie über die Vertragsverlängerungen von Haggui und Schulz, wobei dieser vielleicht einfach keinen Bock auf den Mount Magath inklusive Erbauer hat.</p>
<p>Wäre aber auch total blöd, jetzt Hannover 96 wegen ein paar Scheinen mehr zu verlassen.  Wir präsentieren uns wie eine Insel der Glückseligkeit inmitten eines Chaos aus Trainerrotation, Abstiegsängsten arrivierter Klubs sowie Vorstands- und Managerentlassungen. Und anders als in Freiburg und Mainz, wo es diese Saison ebenfalls gut läuft, brauchen wir keine Angst haben, dass man uns die guten Spieler oder sogar den Trainer wegkauft. Und falls doch, kann man Schmadtke vertrauen, dass er in Oslo oder Rosenheim günstigen und guten Ersatz beschafft. Wenn es läuft, dann läuft es eben.</p>
<p><span style="color: #999999;"><strong>Bis bald im Block!</strong></span></p>
<p><span style="color: #999999;"><strong>Euer Peter</strong></span></p>
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		<title>baku, baku oder think big</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 12:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2011-03]]></category>

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		<description><![CDATA[Schluss mit der Skepsis also, weg mit den Zweifeln – vom Wutfan zum Mutfan.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Peter-Staade.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10030" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Peter-Staade-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich muss ja zugeben, dass ich mich eher zu den Pessimisten zähle. Das Haar viel eher suche, als den mentalen Strohhalm zu greifen. Vor jedem Spiel fabuliere ich mir einen Worst Case zusammen, der sich während des Matches in diverse Schreckensszenarien aufsplittert.</p>
<p>Können wir die Führung halten? Was, wenn die andere Mannschaft nach der Halbzeit wie verwandelt aus der Kabine kommt? Bei fast jedem Spielstand traue ich unserem Gegner eine unglaubliche Aufholjagd zu. Ich suche dann in Gedanken nach Spielen aus der Vergangenheit, bei denen entweder die Roten, aber auch andere Klubs vermeintlich sichere Siege noch weggeschenkt haben.</p>
<p>Als wir zur Halbzeit gegen Kaiserslautern souverän 2-0 führten, musste ich an das 2-3 gegen Bochum aus der letzten Saison denken. Unaufhörlich forschte ich im Kopf nach weiteren Pa-rallelen zu diesem Dämpfer. Auch damals traf Schlaudraff, auch damals war es saukalt im Stadion.</p>
<p>Doch bevor meine völlig überzogene Angst an meiner Seele knabbern konnte, netzte der Pas-torensohn Schlaudraff humorlos zum 3-0 gegen ideenlose Teufel ein.</p>
<p>Rums! Der hatte gesessen. Und es war viel mehr als der Schlusspunkt eines souveränen Sieges. Dieser Tor besiegte endgültig und (hoffentlich) nachhaltig meine permanente Furcht.</p>
<p>Die Effektivität unserer Mannschaft ist unglaublich. Es ist ja nicht so, dass wir alles in Grund und Boden spielen, aber Ya Konan (und manchmal auch ein anderer Spieler unseres Teams) lauert wie eine Katze auf unseren Ballgewinn, um dann sein tolles Dribbling, seinen tödlichen Pass oder sein Tor zu zelebrieren. Mit diesem Bewusstsein für das eigene, überfallartige „Zuschlagen können“ ausgestattet, signalisiert 96 dem Gegner eine Stärke, die Respekt schafft.</p>
<p>Diese Stärke ist jetzt auch bei mir angekommen. Ab jetzt muss die Liturgie unserer Religion eine andere sein. Als Spaßvögel in unserem Block „Baku, Baku, wir fahren nach Baku“ anstimmten, sagte mein Nebenmann: „Ich will in die Champions League“. Und Recht hat er. So schön die Vorstellung eines Ausfluges nach Aserbaidschan auch ist, aber warum soll man mit Daniela Katzenberger ausgehen, wenn man die Telefonnummer von Selma Hayek hat?</p>
<p>Bei 41 Punkten nach 23 Spielen darf man stolz auf das Erreichte sein, aber auf keinen Fall Erntedankfest feiern. Jetzt zufrieden zu sein, das wäre fahrlässig, zumal die vermeintlich arrivierte Konkurrenz um die Spitzenplätze in der Liga diese Saison auch selten konstante Serien hinlegt.</p>
<p>Schluss mit der Skepsis also, weg mit den Zweifeln – vom Wutfan zum Mutfan.</p>
<p>Wenn wir 96-Anhänger das verinnerlichen und unsere Spieler diese allgemeine Zuversicht positiv ummünzen, bleiben wir bis zum Ende im großen Geschäft. Dann könnte der 14. Mai zu einem unvorstellbar schönen Festtag werden. In Düsseldorf verteidigt unsere Lena ihren Titel, und 96 zieht nach dem 2-0 gegen Nürnberg als Tabellendritter in die Champion League ein. Sollte dann Baku der Gegner in der CL-Qualifikation sein, wäre das großartig.</p>
<p>Der jetzt noch grüne, dann schwarz-weiß-grüne Käfer eines Freundes ist bereits gechartert und freut sich auf die Etappen Prag – Bratislava – Budapest – Bukarest &#8211; Sofia – Istanbul – Eriwan – Baku.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Didier.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10247" title="Didier" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Didier-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zugelassen ist der Käfer, den wir analog zu Herbie  „Didier“ taufen werden, übrigens 1996.</p>
<p>Wenn das kein gutes Omen ist!</p>
<p>Bis bald im Block</p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
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		<title>es gibt perfekte tage</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/02/es-gibt-perfekte-tage/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 15:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2011-02]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass meine alten, müden Augen noch mal so eine Hinrunden-Abschlusstabelle erblicken dürfen: Platz 4 mit sagenhaften 31 Punkten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die kleine Niederlage in Nürnberg – geschenkt.</p>
<p>Dass meine alten, müden Augen noch mal so eine Hinrunden-Abschlusstabelle erblicken dürfen: Platz 4 mit sagenhaften 31 Punkten. Diese Tabelle muss eindeutig in einen Rahmen, obwohl sie aus jedem fällt.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Peter-Staade.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10030" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Peter-Staade-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das alles ist umso erstaunlicher, denkt man an die Gefühlslage vom 14. August, ca. 22.00 Uhr. Ich sehe mich noch auf dem Sofa sitzend, das Spiel unserer Roten gegen Elversberg schauend, die Hände tief im Gesicht vergraben und versuchend, die Wut, welche unsere Mannschaft bei mir weckte, nicht in Gewalt gegen unschuldige Gegenstände umschlagen zu lassen. Schon vorm Start der Saison setzte sich ein extrem dickfellig wirkendes Abstiegsgespenst zu uns auf die Couch und erzeugte das Gegenteil von Vorfreude. Dann nach 30 Sekunden im ersten Spiel gegen Frankfurt der nächste Schlag ins Kontor. Carlitos´ Way schien auch der der ganzen Mannschaft zu werden. Schwer verletzt raus aus dem Match, raus aus der Liga, raus aus Hoffnung und Freude, hinein in die elendige Abwärtsspirale.</p>
<p>Aber nein. Als niemand mehr einen Pfifferling auf unser Hannover 96 gegeben hätte, raufte sich die Mannschaft zusammen. Sie fand vom Kampf zum Spiel, nutzte Schwächephasen der anderen Klubs bestechend aus und ließ sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen. So  wurde aus dem Abstiegsgespenst ein Teamgeist, den ich so vorher noch nicht erlebt habe. Da rannte einer für den anderen, Platzverweise wurden weggesteckt, und wo wir früher ein Aufbaugegner waren, siegten wir mit stoischer Ruhe und Glück (was bekanntermaßen ja der Tüchtige hat).</p>
<p>Verwundert rieben die Fans sich die Augen. Die Lässigkeit und das Vertrauen in die eigene Stärke machten z.B. den Sieg in Gladbach so groß. Man bedenke, wie wir in der letzten Saison dort drei Eigentore erzielten und zum Gespött der Liga wurden. Ein Dreier auf Schalke, ein Kantersieg gegen Bremen, tolle Kampferfolge gegen Hamburg und Stuttgart – die Hinrunde war ein Fest! Auch oder gerade trotz der Niederlagen gegen Dortmund, Wolfsburg, Hoffenheim und München. Und „Dieter“ Ya Konan, was ein Fußballer! Spätestens als er beim Spiel in München den Ball während des Laufens sekundenlang auf dem Kopf balancierte, wusste ich, dass dieser Ivorer uns (die Fans) zu unserem Seelenheil führen kann. Und wenn er nicht dabei ist, läuft es ja auch nicht.</p>
<p>Und (hechel, hechel) als ob Schlaudraff und Hanke meine Kolumne lesen würden, stiegen die beiden ehemaligen Arbeitsverweigerer wie Phönixe aus der Asche empor und hatten ihren Anteil daran, dass ein 96-Kolumnist sich ob des Verkündens unglaublicher Erfolgsbilanzen im falschen Film (Verein) wähnt:</p>
<p>Die beste Hinrunde in der 96-Bundesligahistorie, Br………. In der ewigen Bestenliste überholt und als Sahnehäubchen zum Schluss; fünf Siege am Stück.</p>
<p>Ganz Gallien im Freudentaumel? Nein, ein kleines Dorf leistet Widerstand.</p>
<p>Dieses Dorf heißt Mirko Slomka. Als seine Vertragsverlängerung anstand, schien das Prozedere Formsache zu sein.</p>
<p>Doch plötzlich gab unser Trainer einen Blick auf sein Innerstes frei. Er sähe seine Arbeit nicht hinreichend gewürdigt, bzw. ihm fehle das Vertrauen, vernahmen wir verdutzt. Die große Euphorie hatte Puderzucker auf die Wunden gestreut, die Slomka aus einer Position der Stärke heraus kurz freipustete.</p>
<p>Hoffen wir mal, dass seine Ablehnung des Vertrages nur dem üblichen Pokern entspricht, welches wir bei Spielern und Trainern jahraus, jahrein beobachten können.</p>
<p>Wenn nicht, kann man sich aber auch darüber freuen, dass wir einen sensiblen Übungsleiter haben. Völlig zu Recht würde er auf Menschen allergisch reagieren, die bei Niederlagen auf einen einschlagen und alles in Zweifel ziehen, bei Erfolgen aber mit dem Schulterklopfen gar nicht aufhören können.</p>
<p>Mit dem Gedanken, ob ich eventuell auch zu diesen Menschen gehören könnte, will ich diese Kolumne mal beenden. Denn Selbstkritik war gestern, heute wird die geile Hinrunde gefeiert.</p>
<p>Bis zum Schalke-Spiel im Block</p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
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		<title>selbstkritik war gestern</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/01/selbstkritik-war-gestern/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 14:44:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2011-01]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die kleine Niederlage in Nürnberg – geschenkt.</p>
<p>Dass meine alten, müden Augen noch mal so eine Hinrunden-Abschlusstabelle erblicken dürfen: Platz 4 mit sagenhaften 31 Punkten. Diese Tabelle muss eindeutig in einen Rahmen, obwohl sie aus jedem fällt.</p>
<p>Das alles ist umso erstaunlicher, denkt man an die Gefühlslage vom 14. August, ca. 22.00 Uhr. Ich sehe mich noch auf dem Sofa sitzend, das Spiel unserer Roten gegen Elversberg schauend, die Hände tief im Gesicht vergraben und versuchend, die Wut, welche unsere Mannschaft bei mir weckte, nicht in Gewalt gegen unschuldige Gegenstände umschlagen zu lassen.</p>
<p>Schon vorm Start der Saison setzte sich ein extrem dickfellig wirkendes Abstiegsgespenst zu uns auf die Couch und erzeugte das Gegenteil von Vorfreude. Dann nach 30 Sekunden im ersten Spiel gegen Frankfurt der nächste Schlag ins Kontor. Carlitos´ Way schien auch der der ganzen Mannschaft zu werden. Schwer verletzt raus aus dem Match, raus aus der Liga, raus aus Hoffnung und Freude, hinein in die elendige Abwärtsspirale.</p>
<p>Aber nein. Als niemand mehr einen Pfifferling auf unser Hannover 96 gegeben hätte, raufte sich die Mannschaft zusammen. Sie fand vom Kampf zum Spiel, nutzte Schwächephasen der anderen Klubs bestechend aus und ließ sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen. So  wurde aus dem Abstiegsgespenst ein Teamgeist, den ich so vorher noch nicht erlebt habe. Da rannte einer für den anderen, Platzverweise wurden weggesteckt, und wo wir früher ein Aufbaugegner waren, siegten wir mit stoischer Ruhe und Glück (was bekanntermaßen ja der Tüchtige hat).</p>
<p>Verwundert rieben die Fans sich die Augen. Die Lässigkeit und das Vertrauen in die eigene Stärke machten z.B. den Sieg in Gladbach so groß. Man bedenke, wie wir in der letzten Saison dort drei Eigentore erzielten und zum Gespött der Liga wurden. Ein Dreier auf Schalke, ein Kantersieg gegen Bremen, tolle Kampferfolge gegen Hamburg und Stuttgart – die Hinrunde war ein Fest! Auch oder gerade trotz der Niederlagen gegen Dortmund, Wolfsburg, Hoffenheim und München. Und „Dieter“ Ya Konan, was ein Fußballer! Spätestens als er beim Spiel in München den Ball während des Laufens sekundenlang auf dem Kopf balancierte, wusste ich, dass dieser Ivorer uns (die Fans) zu unserem Seelenheil führen kann. Und wenn er nicht dabei ist, läuft es ja auch nicht.</p>
<p>Und (hechel, hechel) als ob Schlaudraff und Hanke meine Kolumne lesen würden, stiegen die beiden ehemaligen Arbeitsverweigerer wie Phönixe aus der Asche empor und hatten ihren Anteil daran, dass ein 96-Kolumnist sich ob des Verkündens unglaublicher Erfolgsbilanzen im falschen Film (Verein) wähnt:</p>
<p>Die beste Hinrunde in der 96-Bundesligahistorie, Br………. In der ewigen Bestenliste überholt und als Sahnehäubchen zum Schluss; fünf Siege am Stück.</p>
<p>Ganz Gallien im Freudentaumel? Nein, ein kleines Dorf leistet Widerstand.</p>
<p>Dieses Dorf heißt Mirko Slomka. Als seine Vertragsverlängerung anstand, schien das Prozedere Formsache zu sein.</p>
<p>Doch plötzlich gab unser Trainer einen Blick auf sein Innerstes frei. Er sähe seine Arbeit nicht hinreichend gewürdigt bzw. ihm fehle das Vertrauen, vernahmen wir verdutzt. Die große Euphorie hatte Puderzucker auf die Wunden gestreut, die Slomka aus einer Position der Stärke heraus kurz freipustete.</p>
<p>Hoffen wir mal, dass seine Ablehnung des Vertrages nur dem üblichen Pokern entspricht, welches wir bei Spielern und Trainern jahraus, jahrein beobachten können.</p>
<p>Wenn nicht, kann man sich aber auch darüber freuen, dass wir einen sensiblen Übungsleiter haben. Völlig zu Recht würde er auf Menschen allergisch reagieren, die bei Niederlagen auf einen einschlagen und alles in Zweifel ziehen, bei Erfolgen aber mit dem Schulterklopfen gar nicht aufhören können.</p>
<p>Mit dem Gedanken, ob ich eventuell auch zu diesen Menschen gehören könnte, will ich diese Kolumne mal beenden. Denn Selbstkritik war gestern, heute wird die geile Hinrunde gefeiert.</p>
<p>Bis zum Schalke-Spiel im Block</p>
<p><strong><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Peter-Staade.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10030" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Peter-Staade-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Euer Peter</strong></p>
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		<title>historisches und becherflug</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 10:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-12]]></category>

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		<description><![CDATA[Man weiß ja nicht, wie es noch so läuft bei den restlichen Spielen der Hinrunde, aber beim Schreiben dieser Kolumne bin ich noch total aufgewühlt vom Nordderby gegen den anderen HSV.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/48_SK_Dezember_2010_72.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11789" title="48_SK_Dezember_2010_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/48_SK_Dezember_2010_72-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>Man weiß ja nicht, wie es noch so läuft bei den restlichen Spielen der Hinrunde, aber beim Schreiben dieser Kolumne bin ich noch total aufgewühlt vom Nordderby gegen den anderen HSV. Vor allem in der zweiten Halbzeit lieferten alle das ab, was der geneigte Fußballfan sehen möchte. Ein mega-intensives, kurzzeitig reichlich nickliges Match, das hin und her wogte und mit Mike Hanke den denkbar überraschendsten Siegtorschützen in der letzten Minute lieferte. Dazu ein Bogenlampen-Fallrückzieher von Christian Schulz und endlich mal kein Platzverweis. Es lässt sich konstatieren, dass eine echte Einheit den Sieg über elf bestimmt bessere Einzelkönner errungen hat. Von der „Geilheit“ her kann man den 3-2-Sieg mit dem tollen 4-2 gegen Schalke aus der letzten Saison vergleichen. Genauso feierten die Spieler beim Abpfiff dann auch. Man konnte den Eindruck gewinnen, hier hat gerade eine Mannschaft den Abstieg verhindert oder das Ticket zur Euro-League gelöst. Okay, so weit sind wir noch nicht, doch das blanke Zahlenwerk nach dem Spiel kann sich schon sehen lassen: 22 Punkte nach dem 13. Spieltag, Tabellenplatz 4, bester Nordklub, Bayern, Schalke und Stuttgart hinter uns und pessimistisch betrachtet 11 Punkte zum Relegationsplatz. Das ist ja an sich schon großartig und viel besser als von fast allen Fans (inklusive mir) erwartet, doch das allerwichtigste Resultat aus dem letzen Spiel betrifft die Fußballhistorie und geht für alle Zeiten in die Fußballannalen ein. Dank der drei Punkte haben wir den schlimmen Verein aus der verbotenen Stadt am Zonenrandgebiet in der ewigen Bundesliga-Tabelle hinter uns auf Platz 20 verdrängt und ihn noch deutlicher in die Bedeutungslosigkeit gedrückt. Beim Blick auf diese „ewige Tabelle“ ergibt sich aber noch ein weiteres Saisonziel (neben Champions League) für unsere Roten: Weitere sechs Punkte und wir ziehen auch noch an 1860 München vorbei auf Platz 18. Dann sind wir auf jeden Fall so richtig, richtig arriviert. Es ist alles so gut, zumal die restliche Gegnerschar der Hinrunde auch nicht gerade aus Übermannschaften besteht und das ein oder andere Pünktchen Richtung Europa ergattert werden kann. Einen Wermutstropfen habe ich allerdings noch: Als Hanke das 3-2 gegen den HSV erzielt hatte, flog (wahrscheinlich aus N12 oder N13) meinem Stehnachbarn Frank „Stajner“ ein voller Bierbecher an den Kopf. Neben der totalen Dusche mit Bier (muss auch nicht jeder super finden) war eine Sache viel schlimmer: Während alle jubelten und vor Glück tanzten, rann Frank das Blut aus dem Schädel über Gesicht und Klamotten. Ein Sanitäter war schnell zur Stelle, und so bekam er im Notfall-Raum einen Dieter- Hoeneß-Gedächtnisturban verpasst und fuhr sofort ins Krankenhaus, statt die Welle mit der Mannschaft zu machen. Ich möchte das nicht überdramatisieren und habe für (fast) jede intuitive Fan-Regung nach einem Tor für uns Verständnis, aber Becher müssen echt nicht geworfen werden. Unser Oberbürger Stephan Weil hat es beim Dortmund-Spiel erlebt und wahrscheinlich passiert es zehn Mal pro Match, was nur nicht registriert wird, wenn das „Opfer“ nicht prominent ist. Ich habe keine vernünftige Lösung für das Problem, möchte auch nicht dünnwandige (Papp-)Becher haben, die gerne mal voll zerdrückt werden, muss man mehr als zwei tragen. Auch von Alkoholverbot halte ich gar nichts. Ich möchte vielmehr an alle Fans appellieren, sich (auch im Rausch der Gefühle) nicht so weit gehen zu lassen, dass Mitfans Schaden zufügt wird. Stutzt Becher-oder-sonst-was-Werfer bitte zurecht.</p>
<p><strong>Bis bald im Block, euer Peter</strong></p>
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		<title>zwischenzeit und die dreisten drei</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/11/zwischenzeit-und-die-dreisten-drei/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 12:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-11]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem tollen Saisonverlauf zu Beginn mit dem besten 96-Start aller Zeiten, scheint jetzt Normalität einzukehren. Man trifft sich im erweiterten Mittelfeld mit seinen natürlichen Konkurrenten Freiburg, Nürnberg, Köln, Kaiserslautern, Mönchengladbach, St. Pauli und Eintracht Frankfurt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Peter-Staade.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10030" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Peter-Staade-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach dem tollen Saisonverlauf zu Beginn mit dem besten 96-Start aller Zeiten, scheint jetzt Normalität einzukehren. Man trifft sich im erweiterten Mittelfeld mit seinen natürlichen Konkurrenten Freiburg, Nürnberg, Köln, Kaiserslautern, Mönchengladbach, St. Pauli und Eintracht Frankfurt. Wer jetzt nach dem zwischenzeitlichen dritten Tabellenplatz ernsthaft an europäische Wettbewerbe dachte, der verkennt die personelle Situation bei Hannover 96. Leider fehlt es unseren Roten an einer starken zweiten Reihe. Sind Leistungsträger wie Pogatetz, Haggui oder Abdellaoue verletzt bzw. gesperrt oder bringen Rausch, Schmiedebach oder Ya Konan nicht ihre absolute Top-Leistung,  gerät der Motor heftig ins Stocken. Unsere Mannschaft kommt definitiv nur über das Kollektiv. Dummerweise zeigen Forssell, Hanke und Schlaudraff wenig Bereitschaft, sich diesem konstruktiv anzuschließen. So fehlen die Möglichkeiten, über die Bank nochmal nachzufeuern und ein Spiel umzubiegen. Von daher plädiere ich für Verstärkungen in der Winterpause, um den schon jetzt zu erahnenden Substanzverlust auszugleichen und eine ruhige Saison mit partiellen Nadelstichen gegen höher eingeschätzte Mannschaften zu gewährleisten. Nichtsdestotrotz wird es mir ewig ein Rätsel bleiben, wie Fußballer der Marke Mike Hanke ihren Traumberuf und die vorhandenen Möglichkeiten so fahrlässig abschenken.</p>
<p>Der Kicker wird am 5. November 27 Jahre alt! Unter Jürgen Klinsmann war er Nationalspieler und wurde sogar in den WM-Kader 2006 berufen, als er wegen einer total behämmerten Rot-Sperre, die er sich beim Confederations-Cup abholte, für die ersten beiden Spiele der Deutschen im Turnier gesperrt war. Soll heißen: Man glaubte an ihn. Das scheint ihm aber völlig egal zu sein. Vier Jahre später, beim Spiel in München, gab er direkt nach seiner Einwechslung einen halb-gefährlichen Schuss aufs Tor ab und dann… stellte er die Arbeit wie gewohnt ein, arrangierte sich beim Stand von 0-1 mit der Niederlage. Weitere 20 Minuten trottete er irgendwo zwischen Angriff und Mittelfeld herum, zeigte seine müde Körpersprache und lief halbherzig irgendwelchen Pässen hinterher. Hat Mike Hanke mit dem Fußball abgeschlossen? Und haben Forssel, Schlaudraff und er eine lang angelegte Wette laufen? Wer zeigt die lustloseste Vorstellung? Wahrscheinlich treffen sich die drei „Edelreservisten“ abends beim Bier und feixen darüber, wie man mit diesen Vorstellungen durchkommen kann. Und wahrscheinlich gab es mächtig Ärger für Schlaudraff von seinen Kumpels, als der zu Beginn der Saisonvorbereitung Einsatz zeigte. „Jan, alte Keule, jetzt musst du aber was tun, damit wenigs-tens Kind so sauer wird, dass er dich für alle Zeiten suspendieren will. Slomka, das Weichei, ist viel zu nett.“ Und so tat Schlaudraff, wie ihm aufgetragen. Dass Hanke beim letzten Spiel der vergangenen Saison in Bochum ein Tor machte, wurde ihm nicht negativ angekreidet, weil er ja nur dafür sorgte, dass die drei „Verweigerer“ ihr Spiel weiter treiben konnten. Forssell aber ist bestimmt der König in diesem „Anti-Triumvirat“. Wer aufgrund einer passablen Rückrunde für Borussia Mönchengladbach vor Urzeiten zum absoluten Wunschspieler mutiert und mit seiner ständigen Nominierung in der finnischen Nationalmannschaft die personelle Hilflosigkeit der Nordmannen immer wieder aufs Neue eindrucksvoll bestätigt, der ist schon echt ausgebufft. Ich könnte mir vorstellen, dass die dreisten Kicker all ihre Hoffnungen auf den Aufstieg von Red Bull Leipzig in die dritte Liga legen. Der Plan von Hanke, Forssell und Schlaudraff zielt wahrscheinlich auf einen Wechsel im Paket zum Retortenklub. Ohne Abstriche beim Gehalt machen zu müssen, könnten sie als Deutschlands lustloseste Stammspieler in die Annalen eingehen. Was für ein Ziel!</p>
<p>Bis bald im Block.<br />
<strong><br />
Euer Peter</strong></p>
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		<title>hin und her</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 22:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-10]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo fast allen Fans nach dem Aus in Elversberg sowie der zögerlichen Einkaufspolitik Angst und Bange sein musste, ist jetzt eine sehr sehr gute und beruhigende Erkenntnis gereift: Wir können kämpfen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach vier Spieltagen in der Bundesliga (mein Stand beim Schreiben der Kolumne) zeigt sich die ganze Bundesliga noch wie aus der Wundertüte geschüttelt. Mainz ist Tabellenführer, Schalke ziert das Ende, und auch Bayern und Bremen kommen nicht in den Tritt.</p>
<p>Aber auch unser Verein Hannover 96 zeigt sich überraschend von der positiven Seite. Wo fast allen Fans nach dem Aus in Elversberg sowie der zögerlichen Einkaufspolitik Angst und Bange sein musste, ist jetzt eine sehr sehr gute und beruhigende Erkenntnis gereift: Wir können kämpfen! Und genau das braucht es, wenn man (wir) nicht absteigen will. Maßgeblich dazu beitragen, das erkennt man schon zu diesem Zeitpunkt, kann und wird unser österreichischer Neuzugang Emanuel Pogatetz. Der Mann ist, seinem Spitznamen folgend, nicht nur ein verrückter Hund (siehe gelb-rote Karte gegen Leverkusen) und beinharter, umsichtiger Innenverteidiger, sondern anscheinend auch ein Sympath mit Hang zur Fannähe.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6542" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>So trifft man ihn in seiner Zwangspause beim Spiel in Wolfsburg im Fanblock an. Böse Menschen würden das vielleicht als Anbiederung verstehen, aber gerade in Zeiten, wo die Kluft zwischen Anhängerschaft und den überbezahlten Balltretern immer größer zu werden scheint, ist das nur positiv zu sehen. Zumal die Erfahrung der 96-Fans mit Kickern aus der Alpenrepublik durch die blutleeren Vorstellungen eines Roman Wallner geprägt ist, der als österreichischer Top-Stürmer für die Roten 2004/2005 nicht ein einziges mickriges Törchen schoss.</p>
<p>Mad Dog ist da aus einem anderen Holz geschnitzt. Ich traue ihm sogar zu, die Identifikationslücke zu schließen, die Jiri Stajner hinterlassen hat. Ich fände es auch super, wenn er gemeinsam mit Steve Cherundolo auch mal auf die Fans (im Kiddie-Alter) einwirken könnte, das Abbrennen von Rauchbomben bei Auswärtsspielen sein zu lassen und vielleicht mit weniger Lust diese Aggro-Stimmung gegen die Polizei und alle anderen „Hurensöhne“ zu erzeugen.</p>
<p>Wo kommen bei diesen Typen eigentlich die Aggressionen her? Die stehen neben einem im Zug (aus Wolfsburg kommend) und reden nur gequirlten Dünnsinn. Klar, so wird zumindest gesagt, gehören die zum Fußball dazu, geil finden muss ich das aber nicht, oder?</p>
<p>Schlimm wird es bestimmt gegen St. Pauli. Da gibt es nicht wenige, die es den „Zecken“ mal richtig zeigen wollen, gerade auch weil es ‘ne Bruderschaft mit dem anderen HSV gibt.<br />
Ich indifferentes Weichei und Harmonieschleuder finde beide Vereine gut, wobei mir die Fankultur vom FC St. Pauli sympathischer ist.</p>
<p>Aber nicht nur der Kick hat&#8217;s in sich, ebenfalls freuen darf man sich auf Jiri Stajners Abschiedsspiel am 9. Oktober. Da gilt es, den (teilweise) genialen Tschechen zu verabschieden, der uns über so viele Jahre sehr viele schöne Momente beschert hat.</p>
<p>Man sieht sich im Block</p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
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		<title>nach der wm ist vor hannover 96</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 11:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Ballyhoo in Südafrika mit der sehr ansprechenden Leistung unserer deutschen Kicker wartet das wirklich Wichtige auf uns: Bodenständiger Fußball, auch mal bei Minustemperaturen ohne Vuvuzela, Deutschland-Prolls und Public Viewing.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/43-51_SK_August_102_721.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12145" title="43-51_SK_August_102_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/43-51_SK_August_102_721-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach dem Ballyhoo in Südafrika mit der sehr ansprechenden Leistung unserer deutschen Kicker wartet das wirklich Wichtige auf uns: Bodenständiger Fußball, auch mal bei Minustemperaturen ohne Vuvuzela, Deutschland-Prolls und Public Viewing.</p>
<p>Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe für die anstehende Saison der Roten ein richtig gutes Gefühl, auch wenn jetzt bei Redaktionsschluss neben Stindel, Pogatetz, Stoppelkamp &amp; Miller kein herausragender Transfer zu vermelden ist. Vielleicht liegt es daran, dass die letzte Saison (bis auf das Ende) einfach ganz, ganz schlimm verlaufen ist und es einen tieferen Schlag, als den Selbstmord unseres geliebten Kapitäns Robert Enke definitiv nicht geben kann. Ich wünsche mir (und glaube an) eine entspannte Saison mit Platz 9 zum Saisonabschluss, einen Sieg über Bayern, zwei gegen Wolfsburg und großartige, friedliche Matches gegen St.Pauli.  Und eigentlich wäre es ganz schön, wenn unsere Jungs ihre vergessene Pokalstärke wiederentdecken könnten. Zum Pflichtspiel-Auftakt am 14.08. geht es ins Saarland zum Regionalligisten Elversberg und nach der fürchterlichen Erstrunden-Niederlage in Trier letztes Jahr hat Hannover 96 bei den Fans einiges gut zu machen. Also Elversberg putzen, dann noch vier Mal Losglück und Kampfeswillen und schon steht man im Endspiel. Sollte das so eintreffen, habe ich mit einem 96-Fan aus Berlin vereinbart, dass wir zum Finale mit dem Tretboot fahren – schön den Mittellandkanal hoch.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/43-51_SK_August_10_721.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-12146" title="43-51_SK_August_10_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/43-51_SK_August_10_721-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Natürlich gilt das Hauptaugenmerk der Bundesliga. Der Spielplan hat uns ein Heimspiel gegen Frankfurt am dritten Augustwochenende beschert, doch danach folgen mit Schalke, Leverkusen, Wolfsburg und Bremen echte Knaller. Auch wenn eine alte Fußball-Plattitüde besagt, dass man ohnehin jeden schlagen muss, ist das schon recht happig. Ich hoffe, dass man im Verein im Falle einer Durststrecke aber bitte die Ruhe bewahrt, bis die Gegner auf Augenhöhe kommen. Zu denen gehört auch diese Saison sicher wieder Nürnberg, die wir am 34. und letzten Spieltag in der AWD-Arena empfangen.</p>
<p>Miesepeter (jetzt wisst Ihr, woher mein Name kommt) und Schwarzseher wittern da ein Abstiegsendspiel.</p>
<p>Aber nein, diesmal wird alles anders. Die Deutsche Meisterschaft geht nur über die Roten. Ich habe den Spielplan schon mal (sehr realistisch) durchgetippt und lande bei 49 Punkten. Mit dieser Ausbeute wäre man letzte Saison auf dem von mir anvisierten neunten Platz gelandet.  Das wäre doch was, oder?</p>
<p>Dazu noch das Pokalendspiel (am besten gegen einen Champions-League-Teilnehmer) und fertig wären die Träume von Europa.</p>
<p>Bis dann im Block</p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
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		<title>va te faire enculer, sale fils de pute</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 13:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser ungehörige Satz (grob übersetzt so etwas wie die Aufforderung zum autoerotischen Analverkehr vom Sohn einer Prostituierten) zierte am 19. Juni die Titelseite der größten französischen Sportzeitung L´Equipe. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7211.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11586" title="Peter Staade, Dauerkartenbesitzer und Fußballexperte" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7211-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Dieser ungehörige Satz (grob übersetzt so etwas wie die Aufforderung zum autoerotischen Analverkehr vom Sohn einer Prostituierten) zierte am 19. Juni die Titelseite der größten französischen Sportzeitung L´Equipe. Nicolas Anelka, in die Jahre gekommener Stürmer der Franzosen, hatte seinen angeschlagenen Trainer Domenech in der Halbzeitpause des Spiels gegen Mexiko diesen Satz entgegen geschmettert.</p>
<p>Oh la la, was ist denn da los? Der aufmerksame Fußball-Fan hat bereits vor dem Turnier die verbale Richtung im Weltfußball erahnen können, als Maradona in der Pressekonferenz nach der knapp gelungenen Qualifikation seiner Argentinier ins offene Mikrofon diktierte, dass alle, die ihn ständig kritisieren, gerne mal sein Geschlechtsteil oral kennen lernen dürfen. Angestachelt von derlei Rhetorik unterhalb der Gürtellinie wollte der Sportdirektor der Gauchos Carlos Billardo nicht unzeitgemäß wirken und setzte folgende Aussage obendrauf: „Der (argentinische) Spieler, der das entscheidende Tor im Finale erzielt, darf mich von hinten nehmen. Ich weiß, dass dies wehtut und man mich für verrückt hält.“</p>
<p>Ohne Not bietet hier ein 71-Jähriger einem Spieler seiner Mannschaft den Beischlaf an als Art Belohnung. Ob dieses Geschenk angenommen wird, darf ob der bekannten Homophobie der meisten Fußballer allerdings selbst bei einem Endspieleinzug bezweifelt werden.</p>
<p>Warum also dieser obszöne Duktus im globalen Fußball? Vor Jahren war es schon ein Skandal, als der Sportreporter Werner Hansch im Fernsehen von einem geilen Spiel sprach. Und noch früher gab es nur unfreiwillige Schmuddeligkeiten. Da lachte bei einer Südamerika-Reise der Nationalmannschaft 1987 das ganze Stadion in Brasilien, als bei den Mannschaftsaufstellungen der Name des deutschen Spielers Franco Foda vorgelesen wurde. In Brasilien heißt Franco Foda so viel wie Ficken umsonst.</p>
<p>Ein ähnliches Schicksal droht übrigens auch einem 96-Spieler, sollte er mal in Brasilien spielen müssen. Wenn am Zuckerhut der Penis gemeint ist, spricht man von Pinto.</p>
<p>Aber wahrscheinlich kommt unser Sergio gar nicht in die Verlegenheit. Er hat ja gerade bei 96 um drei weitere Jahre verlängert und ein Engagement  bei den Roten ist ja bekanntlich nicht gerade die richtige Maßnahme, um in einer starken Landesauswahl wie die der Portugiesen nominiert zu werden.</p>
<p>Ansonsten hat sich leider noch nicht so viel getan beim Thema Neuverpflichtungen. Stindel, Miller aus Karlsruhe, Stoppelkamp von Oberhausen und der beinharte Österreicher Pogatetz vom FC Middelsbrough. Was fehlt ist ein akkurater Stoßstürmer, ein Sechser, ein linker Außenverteidiger und ein Mittelfeld-Regisseur. Aber Mirko Slomka weilt ja in Südafrika und wird uns schon irgendeinen Slowenen oder Südafrikaner mit Verletzungsanfälligkeit mitbringen.  Man darf gespannt sein.</p>
<p>Bis zum Testspiel gegen Valencia am 31. Juli!</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Euer Peter</strong></span></p>
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		<title>uff und puh</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/06/uff-und-puh/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 22:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war also geschafft! Die Horrorsaison hatte ein gutes Ende genommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Woche vor dem alles entscheidenden Spiel in Bochum war sicher nicht nur für mich total grausam. Sah man den 96-Sympathisanten in die Augen, war die Angst greifbar. Aber es gab auch Hoffnung, weil wir gegen Gladbach gezeigt haben, dass es doch geht und wir es nun selbst in der Hand hatten.</p>
<p>Trotzdem war es ein Auswärtsspiel, und niemand wusste, was passieren würde, sollten die Bochumer das erste Tor schießen.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6542" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>Als wir allerdings um 14:30 Uhr unsere Plätze mittig überm Tor einnahmen, hatte sich das Thema auswärts schon erledigt. Gut 10.000 96-Fans sorgten für das erste Ausrufungszeichen. Als Bruggink dann formvollendet bereits in der 9. und Hanke in der 23. Minute die Weichen früh auf ungefährdeten Sieg stellten, kannte die Erleichterung keine Grenzen.</p>
<p>Das 3:0 noch vorm Pausenpfiff beseitigte auch die letzten Zweifel, und so war der zweite Durchgang aufgrund fehlender Bochumer Gegenwehr äußerst angenehm langweilig und unaufgeregt.</p>
<p>Es war also geschafft! Die Horrorsaison hatte ein gutes Ende genommen. Die Mannschaft tanzte, die Fans jubelten, und ein Erinnerungstransparent an Robert Enke sorgte für die eine oder andere Träne und zeigte nochmal, wie unwichtig unser Lieblingssport über viele Wochen war.</p>
<p>Aber an jenen Tagen im Mai war er wichtig, weil die Zweite Liga einfach längst nicht so  attraktiv ist, wie uns der Sender Sport1 (formerly known as DSF) immer glauben machen will.</p>
<p>Außerdem hätte mir ein Abstieg auch die WM verhagelt. Emotionslos hätte ich das frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft verfolgt, Turniermannschaft hin, Turniermannschaft her.</p>
<p>Kurz nach der Auswechslung von Hanke in Bochum und den Sprechchören für ihn (das ich das noch erleben durfte), witzelten nicht wenige rote Fans, dass Jogi Löw den Mike nun unbedingt nachnominieren muss.</p>
<p>Aber nein, der farb- und mutlose Bundestrainer verzichtet gänzlich auf das Zutun von   Rothemden bei der ersten WM auf afrikanischem Boden.</p>
<p>Allerdings ist das eher ein gutes Omen, denn bei allen drei Weltmeistertiteln einer deutschen Nationalelf stand kein Spieler von Hannover 96 im Aufgebot. Selbst 1954, als unsere Roten im Endspiel um die deutsche Meisterschaft sensationell den turmhohen Favoriten Kaiserslautern (mit fünf späteren Wunder-Mannen von Bern) 5:1 wegklatschten, verzichtete der Erfinder etlicher Fußball-Plattitüden Herberger auf schwarz-weiß-grünes Ballgeschick.</p>
<p>So müssen es halt die anderen Vereinsspieler richten. Optimistisch bin ich allerdings nicht, nicht nur wegen des Ausfalls von Michael Ballack. Diese Mannschaft scheint mir zu phlegmatisch, zu ausrechenbar und taktisch nicht variabel, weil die Leute fehlen, die den Takt vorgeben und ggf. verändern können.</p>
<p>Und vielleicht will es das Schicksal ja, dass doch ein 96er entscheidenden Einfluss auf den Turnierverlauf des Jogi-Teams nimmt.</p>
<p>Sollte es im Achtelfinale zur Paarung USA -Deutschland kommen, könnte Steven Cherundolo den wichtigen, letzten Treffer für die US-Boys erzielen und chwarz-Rot-Gold trägt Trauerrand.</p>
<p>Dann wünsche ich mir Van Gaal oder Magath als Bundestrainer.</p>
<p><strong>In diesem Sinne, bis bald vorm Fernseher</strong></p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
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		<title>es ist die hölle</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/05/es-ist-die-holle/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 22:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Egal, wie es kommen mag, die Saison 2009/2100 war die schlimmste, seit ich ins Stadion gehe (immerhin seit gut 30 Jahren). ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze hier am Montag nach dem 0 zu 7 gegen die Bayern und weiß gar nicht, ob ich noch an die Rettung  glauben soll. Eigentlich ist ja trotzdem noch was möglich, zumal der VFL Bochum sich zur richtigen Zeit (aus Sicht von 96) eine Auszeit von Kampf und anderen Nicht-Abstiegstugenden genommen hat und wir am letzten Spieltag im Ruhrstadion damit vielleicht unser (vorläufiges) Endspiel bekommen. Das Restprogramm spricht zumindest diese Sprache. Aber bei meinem Monatskolumnistenpech der letzten Zeit kommt es wahrscheinlich ohnehin anders und wir steigen sang- und klanglos ab, weil Bochum gegen Stuttgart gewinnt, wir in Leverkusen verlieren und dann gegen Gladbach nur einen Punkt holen.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6542" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball-300x215.jpg" alt="" width="243" height="175" /></a>Trotzdem werde ich auf jeden Fall nach Bochum fahren, um unsere Jungs zu unterstützen oder/und Abschied aus der Bundesliga zu nehmen.</p>
<p>Egal, wie es kommen mag, die Saison 2009/2100 war die schlimmste, seit ich ins Stadion gehe (immerhin seit gut 30 Jahren). Das lag zum Großteil natürlich am Tod von Robert Enke. Aber auch darüber hinaus habe ich bis auf den Sieg gegen Schalke so ungeheuer viel fußballerischen Mist gesehen, dass es jeder Beschreibung spottet.</p>
<p>Warum es fast allen Kickern unserer Truppe fast immer an der richtigen Einstellung zu ihrem Beruf mangelt, ist mir ein großes Rätsel. Zumal ja kaum der große Fußball um die Jungs buhlen wird, sollten wir in die Niederungen abtauchen. Und selbst die Bielefelds und Bochums dieser Welt schauen ja Fußball im Fernsehen und täten gut daran, sich zweimal zu überlegen, ob sie mindergewillte Balltreter mit krassen Gehaltsideen in ihren Reihen haben wollen.</p>
<p>Bleiben also für Fremdbegehrlichkeiten nur die Spieler übrig, die ich auch nächste Saison (ob 1. oder 2. Liga) bei uns sehen möchte. Als da wären Fromlowitz (den man schon mal de-montieren wollte – schlechte Ausgangslage), Schmiedebach, Rausch, Ya Konan, Rosenthal, Elson (wird schwierig), Haggui, Pinto, Schulz und mit Abstrichen Andreasen. Der Rest kann meinetwegen (inklusive Jörg Schmadtke) gehen.</p>
<p>Das gilt auch für Stajner, von dem ich extrem enttäuscht bin. Statt als einer der dienstältesten Spieler mit Kampf und Einsatz aller seiner (vorhandenen) Möglichkeiten in der Notlage voran zu schreiten, zeigte der Tscheche fast nur blutleere Auftritte neben seinen bekannten Slapstick-Einlagen.</p>
<p>Ein guter Freund von mir, der im Einzelhandel arbeitet, bastelt schon an einem verrückten Arbeitsplan, damit er auch in der Zweiten Liga die Spiele der Roten sehen kann. Auch wenn sein Chef dem zustimmen sollte, sollte man eine weitere Gefahr für den Frieden in der Stadt nicht außer Acht lassen: Durch die beknackten Anstoßzeiten (Fr. 18.00,  Sa. 13.00, So. 13.30) ist der geneigte, biertrinkende Fan eines Zweitligisten schon so früh ordentlich betrunken, dass Konflikte in der Familie und auf der Straße vorprogrammiert sind.</p>
<p>So weit sollte es nicht kommen!</p>
<p><strong>Bis dann im Block</strong></p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>im zwielicht</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/04/im-zwielicht/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/04/im-zwielicht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 22:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-04]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn der Herrgott will, dass unser Verein Hannover 96 den Gang in die 2. Liga antreten muss, soll es so sein. Fehlt uns am Ende allerdings nur ein geschossenes Tor zum Klassen-erhalt, muss Mike Hanke persönlich zur Rechenschaft gezogen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6542" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball-300x215.jpg" alt="" width="197" height="142" /></a>Wenn der Herrgott will, dass unser Verein Hannover 96 den Gang in die 2. Liga antreten muss, soll es so sein. Fehlt uns am Ende allerdings nur ein geschossenes Tor zum Klassen-erhalt, muss Mike Hanke persönlich zur Rechenschaft gezogen werden.</p>
<p>Die Art und Weise, wie der Ex-Stürmer die 100%ige Torchance gegen die Eintracht aus Frankfurt in der Nachspielzeit versemmelte, spottet jeder Beschreibung.</p>
<p>Statt diese – seine hoffentlich letzte – Chance zu nutzen, rechtfertigte er nachträglich alle Skepsis und den gesamten Unmut der Fans in den letzten zwei Jahren. Eigentlich müsste man Mike bis zum Saisonende die Gehaltszahlungen einfrieren und erst auszahlen, wenn klar ist, dass es am Ende nicht an diesem (Nicht)-Tor gelegen hat. Klar ist, es siegt oder verliert immer die ganze Mannschaft, aber bei Hankes überdrehtem Selbstverständis („…ich habe Südafrika noch nicht abgeschrieben.“) und dem noch bis Juni 2011 laufenden Vertrag, muss (auch eine derbe) Kritik erlaubt sein.</p>
<p>Wahrscheinlich wäre Hankes Permanentversagen gar nicht aufgefallen, hätten unsere Jungs einfach weitergegurkt wie noch vorm Wolfsburg-Spiel. Nun haben sie sich allerdings gefangen und spielen tatsächlich wieder Fußball. Und da fällt dann so einer wie Mike Hanke eben auf. Dabei wäre es so schön, hätte Mirko Slomka eine Sturmalternative auf der Bank, die einfach mal mit dem zweiten Ballkontakt in der 83sten Minute humorlos einnetzen könnte.</p>
<p>So müssen wir uns auf unsere Ivorer Ya Konan und Koné verlassen. Ich bin da allerdings gu-ter Dinge, weil zum einen das Wetter immer Afrika-gerechter wird, zum anderem die WM (für die sich zumindest Koné empfehlen will) täglich näher rückt.</p>
<p>Überhaupt ist mein Optimismus trotz des sauschweren Restprogramms (HSV, Schalke, Leverkusen, Bayern) wiedergekehrt. Wir erreichen zumindest den Relegationsplatz, da bin ich mir sicher. Und hatte ich bis Ende Februar noch die Gewissheit, dass wir in den beiden Spielen gegen den Dritten aus der Zweiten Liga (St.Pauli, Augsburg oder Düsseldorf) hilflos untergegangen wären, glaube ich jetzt daran, dass wir, egal wie der mögliche Gegner heißt, die Klasse halten werden.</p>
<p>Denn eine, wenn auch nur kleine Form von Selbstbewusstsein scheint durch die Siege gegen Freiburg und Frankfurt in die Mannschaft zurückgekehrt zu sein. Man kann siegen, es ist möglich. Natürlich hatten wir in diesen zwei Spielen Glück, aber warum sollten wir das nicht auch gegen andere Gegner haben?                                                                          Und es gibt neben vielen anderen Gründen, nicht in die Zweite Liga zu gehen, jetzt zusätzlich noch einen sehr triftigen: Man sieht zumindest eine Saison lang die Hertha aus Berlin und ihre bekloppten Fans nicht mehr.  Jeder, der das Spiel der Hertha gegen Nürnberg geschaut hat, musste sehen, dass die Berliner Mannschaft sich wirklich bemüht hat und richtig Pech hatte.</p>
<p>Dann kann ich doch nicht als Fan nach dem Spiel das Feld stürmen und mit Eisenstangen in der Hand versuchen, alles zu verprügeln, was mir in den Weg kommt. Diese Idioten verkörpern alles, was ich zutiefst ablehne.</p>
<p>Darüber hinaus können sie dafür sorgen, dass bundesweit Maßnahmen in und rund um die Stadien auf den Weg gebracht werden, die „nomalen“ Fans dann den Spaß an der schönsten Sache der Welt nehmen (unangehme Polizeipräsenz, übermäßige Kontrollen, Alkoholverbot, etc.).</p>
<p>Deshalb plädiere ich für einen Zwangsabstieg der Hertha in die Regionalliga. Da hätten sie mit Halle, Chemnitz, Magdeburg, Tebe Berlin, Türkiyemspor Berlin, Plauen, Hansa Rostock II und Meuselwitz auch körperlich interessante Ost-Derbys.</p>
<p>Und zum Spiel Hannover 96 II gegen die Hertha müsste man dann einfach nicht gehen.</p>
<p>Um es mit dem holländischen Motivationsguru Emile Ratelband zu halten: Tschaka – wir schaffen das, wir steigen nicht ab!</p>
<p><strong>Bis bald im Block</strong></p>
<p><strong>Euer Peter</strong></p>
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		<title>randsport</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 22:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-03]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum sich also wie ein Vorzeige-Masochist den ganzen Scheiß bei 96 reintun? Nur weil man über mehr als 30 Jahre mit Fußball und den Roten sozialisiert wurde? Ich habe echt den Spaß verloren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gegner schien übermächtig. Wir mitten im Abstiegskampf, die ganz nah dran an den europäischen Fleischtöpfen. Man musste einfach mit einer Niederlage rechnen. Trotzdem schwangen die Fahnenträger unverdrossen ihre schwarz-weiß-grünen Flaggen auf dem Feld und auch auf den Rängen ließ sich eine Resignation im Vornherein nicht ausmachen. Doch dann kam es ganz dick: 0-4 lagen wir noch vor der Halbzeit  hinten und unser Torhüter machte bei mindestens zwei Toren keine gute Figur. Wer glaubt, ich berichte hier vom mehr als desaströsen Spiel gegen Bremen, der liegt falsch. Ich spreche vom Handball oder besser vom TSV Hannover-Burgdorf. Drei Tage vorm Werder-Spiel spielte der Bundesliganeuling gegen Frisch Auf Göppingen, die als Tabellendritter haushoher Favorit waren, zumal sie mit dem Nationalspieler Lars Kaufmann den Stefan Kiesling des Handballs in ihren Reihen haben. Aber anders als bei 96 kämpften die Spargeldörfler im vollen Bewusstsein der Abstiegsgefahr um jeden Ball und rangen den eigentlich übermächtigen Gegner in einem sehr spannenden Match mit 30-29 nieder. Auf der Suche nach einer Fan-Betätigung in einer anderen Sportart verschlug es mich zum Handball. Und ich muss sagen, ich fand es echt gut.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6535" title="Randsport" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball2.jpg" alt="" width="170" height="290" /></a> Okay, man kann nicht rauchen und das kurze Anspielen der gesamten Ballermann-Musik-Palette (Live is life, Hände zum Himmel etc…) in den zahlreichen Spielunterbrechungen nervt, aber was an Intensität, Nähe zum Geschehen und feiner Ballbehandlung für 10 Euro geboten wird, kann sich echt sehen lassen. Dazu fallen haufenweise Tore und es ist in der AWD-Hall nicht so lausig kalt wie im benachbarten Stadion.</p>
<p>Warum sich also wie ein Vorzeige-Masochist den ganzen Scheiß bei 96 reintun? Nur weil man über mehr als 30 Jahre mit Fußball und den Roten sozialisiert wurde? Ich habe echt den Spaß verloren. Meine Wochenenden sind regelmäßig versaut, gerade auch deshalb, weil ich bei vielen Menschen die Freude am Wunden bohren feststellen muss.  Die Stadt leidet nicht kollektiv, sie feiert nur gemeinsam. Und das unser Verein überhaupt noch eine Chance hat, liegt nicht an der Mannschaft, sondern an den anderen Vereinen, die freundlicherweise in Persona von Berlin, Nürnberg und Freiburg auch ordentlich rumgurken. Selbst wenn wir nicht absteigen sollten, hat sich meine Liebe zu 96 sehr abgekühlt.</p>
<p>In der Mannschaft steckt keine Moral, jedes sich bietende Alibi (Enke, Trainerwechsel, Verletzungspech) wird dankbar angenommen.  Den Verantwortlichen fehlt jeder vernünftige Zugriff auf die katastrophalen Umstände und statt den Spielern ordentlich einzuprügeln, in welch  privilegierter Lebenssituation sie sich als Bundesligaspieler befinden, wurde durch den Tremmel-Transfer-Fauxpas auf der Torhüterposition eine Baustelle aufgemacht, die letztendlich der entscheidende Sargnagel  gewesen sein kann.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6542" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball-150x150.jpg" alt="" width="105" height="105" /></a>Meine größte Befürchtung (neben einem Relegationsspiel gegen den FC St. Pauli) ist, dass wir bei einem Abstieg die wenigen guten Leute ziehen lassen  und mit den Graupen-Kickern (und Verantwortlichen) in der Zweiten Liga klarkommen müssen, die jetzt gerade zeigen, dass sie es echt nicht drauf haben.</p>
<p><strong>Euer frustrierter Peter</strong></p>
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		<title>angst essen fans auf</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 22:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2010-02]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Fußball-Club mit Hang zum Possenspiel und Chaos auf allen Ebenen. Es hätte kaum verwundert, wenn man doch glatt ein Auslaufmodell der Marke Wolfgang Wolf verpflichtet hätte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hatte man sich zu Beginn der Saison im schlimmsten Fall auf die langweiligen, aber sicheren Plätze 11-14 eingestellt, muss man nun mit dem Super-Gau rechnen. Abstieg in die 2. Liga! Super-Gau alleine wegen dieser fürchterlichen Anstoßzeiten: Entweder freitags um 18.00, Samstag um 13.00, Sonntag um 13.30 oder gar Montag um 20:15.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/Der-Neue.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7697" title="Der Neue" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/Der-Neue-300x294.jpg" alt="" width="300" height="294" /></a>Leider ahnte ich, dass Bergmann nicht der Mann ist, der ein Team mit so vielen Baustellen in allen Mannschaftsteilen zu einer homogenen Einheit formen kann. Sicher konnte er nichts dafür, dass nach Enkes Tod irgendwie der Faden gerissen ist. Auch ist er nicht für die permanenten Verletzungen „wichtiger“ Spieler verantwortlich oder der fünften Gelbe Karte von Hanno Balitsch oder Christian Schulz. Aber er hätte nie zulassen dürfen, dass Jörg Schmadtke mit seinen Brandreden vor den Spielern seine Autorität untergräbt und ihn zum freundlichen Kumpeltrainer degradiert.</p>
<p>Das wirft zwar auch ein schlechtes Licht auf unseren Manager, aber in erster Linie zeigt es den fehlenden Biss von Andreas Bergmann, der viel zu oft so rüber kam, als reiche es ihm, Trainer eines Erstligateams zu sein.</p>
<p>Schlimm ist es, dass die Fußballprofis solch eine Schwäche leider (vielleicht auch unbewusst) ausnutzen, anstatt mit Leistung zu zeigen,  dass der Trainer ein feiner Mann ist, der einen anständigen Umgang pflegt und nicht Kicker quält, damit er in der Öffentlichkeit ein hartes Image pflegen kann.</p>
<p>Wer dann auf die sensationelle Idee kam, den Mannschaftsrat in einer Pressekonferenz anstelle von Präsident oder Manager Bergmanns Entlassung kommentieren zu lassen, gehört eigentlich gleich mitgefeuert.</p>
<p>Hier zeigte sich mal wieder das alte Hannover 96, was man eigentlich überwunden glaubte.</p>
<p>Der Fußball-Club mit Hang zum Possenspiel und Chaos auf allen Ebenen. Es hätte kaum verwundert, wenn man doch glatt ein Auslaufmodell der Marke Wolfgang Wolf verpflichtet hätte.</p>
<p>Da war glücklicherweise Gott davor und wenn auch nicht der einzig Richtige (Lothar Matthäus – ich wiederhole mich gebetsmühlenartig ) geholt wurde, so kann ich (und wahrscheinlich die meisten Fans) recht gut mit der Wahl Mirko Slomka leben.</p>
<p>Der gilt zwar auch als Kumpeltyp und musste gleich mal klarstellen, dass er auch ne harte Seite hat, aber dennoch traue ich ihm zu, die Mission Klassenerhalt erfolgreich zu Ende zu bringen.</p>
<p>Nichtsdestotrotz brauchen wir unbedingt neue Spieler. Es muss also Geld in die Hand genommen werden, damit „halbgeile“ Dauerbrenner wie Bruggink Cherundolo oder Pinto mal richtig Druck von der Bank erfahren und endlich jemand vorne im Sturm nicht nur Wirbel veranstaltet, sondern den Ball mal humorlos einnetzt.</p>
<p>Ob das passiert ist, werdet Ihr (meine lieben Leser) wissen. Ich kann nur spekulieren, weil mein Redaktionsschluss einen Tag vor dem Mainz-Spiel und neun Tage vor Transferschluss liegt. Wie auch immer das ganze Gewürge letztendlich ausgeht, die Verlierer stehen schon fest. Bergmann klar, Hecking auch (weil sich nichts getan hat), Schmadtke ganz klar, Kind, weil er den Laden nicht im Griff hat und leider auch wir – die zahlende Anhängerschaft.</p>
<p>Im dümmsten Fall gibt es die Zweitklassigkeit (vielleicht nach einem grausamen Relegationsspiel), aber in jeden Fall einen großen Rückschritt. Wir sind eine graue Maus mit Rumpelfußball und Abstiegsaffinität&#8230; ungeheuer unattraktiv für gute (oder talentierte) Spieler. Von einem großen Trainer ganz zu schweigen.Und das möglicherweise auf Jahre hinaus.</p>
<p>Ich wünsche Euch und unserer Mannschaft  einen guten Start ins neue Jahr</p>
<p>Beste Grüße und trotzdem bitte: Kopf hoch!</p>
<p><strong><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6542" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/04/fußball-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bis bald im Block,</strong></p>
<p><strong>euer Peter</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>lm!</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 22:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[fußball - die 96-kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[2009-09]]></category>

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		<description><![CDATA[Turbulenzen bei 96 und mittendrin muss ich eine Kolumne schreiben, die höchstwahrscheinlich völlig obsolet ist, wenn Ihr Euer Stadtkind in den Händen haltet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">Turbulenzen bei 96 und mittendrin muss ich eine Kolumne schreiben, die höchstwahrscheinlich völlig obsolet ist, wenn Ihr Euer Stadtkind in den Händen haltet. Aber natürlich wage ich jetzt mal den Spagat:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nach den gezeigten Leistungen der Mannschaft in der letzten Saison, bei den Vorbereitungsspielen und vor allem zum Saisonauftakt, war das Ende der Ära Hecking die völlig richtige Konsequenz. Niemand anders als Dieter Hecking war verantwortlich zu machen für diese blutleeren Vorstellungen, obwohl sich die Fans auch auf einzelne Spieler wie z.B. Mike Hanke eingeschossen hatten. Wie simpel der gemeine Fußballer tickt, zeigte sich dann, als der vormalige (und vielleicht inzwischen wieder installierte) 96 II–Coach Andreas Bergmann mit ein paar kleinen Spaß-Einheiten innerhalb von drei Tagen dafür sorgte, dass unsere Jungs den ersten Dreier in Nürnberg einfahren konnten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das spricht deutlich für eine ganz miese Arbeitsauffassung der gut bezahlten Profis. Wenn glückliche Umstände zusammen kommen und mal mehr als drei 96-Kicker Lust verspüren, ein wenig mehr zu tun, als darauf zu warten, dass Stajner oder Bruggink einen genialen Einfall umsetzen, läuft es. Normalzustand scheint allerdings eher eine lähmende Zufriedenheit zu sein. Zufrieden, in der ersten Liga zu spielen, zufrieden mit der Gewissheit, dass die Spieler aus der „zweiten“ Reihe auch keinen großen Drang verspüren, sich richtig reinzuknien, bzw. das fußballerische bzw. professionelle Potential einfach nicht haben und somit trotz dürftiger Leistung der Stammplatz kaum gefährdet scheint. Ich glaube nicht, dass Andreas Bergmann diese mir absolut unverständliche Lethargie bei den Spielern dauerhaft beseitigen kann.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Jetzt kann nur noch einer helfen: Lothar Matthäus! Was als lustige Variante in den Köpfen weniger Freidenker begann, formiert sich ob der Umstände zu einer extrem ernsthaften Option. Lothar umgibt nicht nur der Glamour, den Hannover unbedingt braucht, will es nicht zu einer grauen Maus im Bundesliga-Geschäft werden, sondern ist (so komisch es klingt) ein völlig unverbrauchtes Gesicht. 96 wäre Lothars erste Trainerstation in Deutschland, und sicher würde er sich den Allerwertesten aufreißen, um in seiner Heimat endlich die Anerkennung zu kriegen, die ihm gebührt. Des weiteren stünde vor den abgekochten Profis endlich ein Trainer, der in seiner Laufbahn als Spieler alles erreicht hat, wovon schon der jüngste Fußballer nur träumen kann.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2009/10/Loddar_709px.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5108" title="Der Loddar" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2009/10/Loddar_709px-280x300.jpg" alt="Der Loddar" width="280" height="300" /></a>Weltfußballer der Jahre 1990 und 1991, Rekordnationalspieler mit 150 Einsätzen, Ehrenspielführer des DFB, Europa- und Weltmeister, unzählige Vereinstitel und ständig heiße Bräute an seiner Seite, die im Schatten seiner Weltgewandtheit die eigene Model-Karriere vorantreiben. Natürlich polarisiert Lothar, und selbstverständlich verlief nicht alles im verbalen Sektor ähnlich geschmeidig wie sein Sololauf anno 1990 beim 4-1 gegen Jugoslawien.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Aber Matthäus ist halt ein Mensch, und geläutert dazu, was er bei seinen Auslandsengagements als Trainer unter Beweis gestellt hat. Seine Mannschaften machte er spielstärker, und der Blick für gute Fußballer ist auch vorhanden – siehe Huszti. Ich hoffe, Martin Kind und Jörg Schmadtke sind als Team mutig genug, ausgetretene, konservative Pfade zu verlassen, und belassen Typen wie Friedhelm Funkel und auch Mirko Slomka bei der Arbeitsagentur.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sollte Matthäus kommen, wird alles gut, das habe ich im Gespür, bei jeder anderen Variante werden wir in absehbarer Zeit wieder ähnliche Zustände haben, wie in diesem Sommer.<br />
Bis bald im Block</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Euer Peter</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2009/08/Peter-Staade-Dauerkartenbesitzer-und-Fußballexperte_net.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4277" title="Peter Staade" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2009/08/Peter-Staade-Dauerkartenbesitzer-und-Fußballexperte_net-300x215.jpg" alt="Peter Staade" width="240" height="172" /></a></p>
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</strong></p>
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