<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>STADTKIND - hannovermagazin &#187; literarisches</title>
	<atom:link href="http://www.stadtkind-hannover.de/literatur/literarisches/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.stadtkind-hannover.de</link>
	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 12:25:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.2</generator>
		<item>
		<title>doris eckmann</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/07/doris-eckmann/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/07/doris-eckmann/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 15:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=13471</guid>
		<description><![CDATA[Fernweh oder auch die Sehnsucht nach Freiheit – wer kennt sie nicht? Einfach den Rucksack packen, ins Flugzeug steigen und einmal die Welt umrunden. Doch nur die wenigsten haben den Mut dazu. Die Hobbyautorin Doris Eckmann aus Hannover]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/54-88_SK_Juli_2011.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13473" title="doris eckmann" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/54-88_SK_Juli_2011-202x300.jpg" alt="" width="202" height="300" /></a>Fernweh oder auch die Sehnsucht nach Freiheit – wer kennt sie nicht? Einfach den Rucksack packen, ins Flugzeug steigen und einmal die Welt umrunden. Doch nur die wenigsten haben den Mut dazu. Die Hobbyautorin Doris Eckmann aus Hannover wagte diesen Schritt: Sie ging auf Weltreise und veröffentlichte ihren Erlebnisbericht in einem Buch: „Tausche Luxus gegen Rucksack – mit 55 Aufbruch ins Abenteuer“ (Books on Demand, 340 Seiten, 21,90 Euro). „Schon  mit 18 Jahren wollte ich als Au-Pair-Mädchen in die USA. Das scheiterte daran, dass ich damals noch nicht volljährig war“, erzählt die Globetrotterin. Als in ihrer Firma wieder einmal umstrukturiert wurde, gab sie ihren Job im Vertrieb auf und erhielt eine kleine Abfindung. „Nach und nach kam mir die Idee, endlich meinen Traum mit Leben zu füllen. Für mich war klar, dass ich so ein Abenteuer allein gestalten wollte. Dies sollte mein Jahr werden – ohne wenn und aber!“</p>
<p>Gesagt, getan: Trotz Bedenken in ihrer Umgebung bucht Eckmann ein One-World-Ticket, sucht einen Untermieter für ihre Wohnung, schließt eine Reiseversicherung ab und macht sich mit 20 Kilogramm Gepäck auf in ihr persönliches Abenteuer. Fast täglich notiert sie dabei Ihre Erlebnisse in ein Tagebuch. Angefangen bei ihrer Ankunft in Bangkok/Thailand, über Malaysia, Bali, Australien, Neuseeland und Tahiti bis hin zu einer ihrer letzten Stationen: San Francisco in Kalifornien. Ob das Abendessen und die Gitarrenklänge unter Sternen am Strand in Koh Samui an ihrem 55. Geburtstag oder die endlosen schneeweißen Sandbänke und die atemberaubende Unterwasserwelt von Aitutaki, einer der Cook-Inseln in der Südsee, alle Reiseerlebnisse hat Doris Eckmann in ihrem Debüt authentisch festgehalten: Endlich frei von Zwängen und Konventionen besucht die gebürtige Hannoveranerin in ihrem roten Seidennachthemd klassische Konzerte und eine Opernaufführung in Sydney und blickt auf eines ihrer schönsten Weihnachtsfeste zurück – am Strand in Neuseeland mit einer bunt zusammengewürfelten Schar junger Menschen aus aller Welt. Die Idee zum Buch entstand dabei ganz beiläufig: „Während meiner Reise habe ich Rundmails an Freunde versandt und häufig die Rückmeldung erhalten, diese zu veröffentlichen. Der endgültige Entschluss, ein Buch zu schreiben, kam nach meiner bereichernden Begegnung mit einem Camper namens Malte in Australien – dieses Abenteuer habe ich für mich selbst beim Schreiben verarbeitet. Es ist mein emotionalstes Kapitel geworden.“</p>
<p>Mittlerweile war Eckmann bereits zum zweiten Mal unterwegs und spart wieder fleißig. Mit dem Buchverkauf und mit Lesungen will sie Geld für die nächste Reise verdienen. Zurzeit befindet sich die Autorin aber noch in der Planung: „Momentan ist alles offen. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich im nächsten Monat meine erste kleine Rente bekomme und freue mich auf die Unabhängigkeit. Vielleicht kommt dann die zündende Idee für ein neues Buch. Zuletzt habe ich mich mit Kurzgeschichten befasst.“</p>
<p>Bis dahin vertreibt sich Eckmann die Zeit mit lesen von Büchern ihrer Lieblingsautoren wie Eva-Maria Zurhorst, Tiziano Terzani, Eckhardt Tolle oder Omrael Norbert Muigg: „Der lange, kalte und dunkle Winter hier in Hannover macht mir schlechte Laune. So viele Bücher kann ich gar nicht lesen, um diese endlosen Monate zu überbrücken.“ Doch die „Rettung“ naht! Im Herbst und im Winter geht es nach Afrika mit einer anschließenden Safari und Canyon-Tour. Reisen und Schreiben – für Doris Eckmann sind dies zwei Leidenschaften, die sich wunderbar miteinander verbinden lassen. Eine literarische Kostprobe und weitere Informationen gibt&#8217;s im Internet auf der Homepage www.doris-eckmann.de!</p>
<p><strong>Text: Anna Pakosch, Foto: Knut Diers</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/07/doris-eckmann/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>mad doc matt</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/06/mad-doc-matt/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/06/mad-doc-matt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 14:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=13464</guid>
		<description><![CDATA[Hurricane Festival, Wacken Open Air, Rock am Ring – Pünktlich zum Festival-Auftakt haben wir einen besonderen Literatur-Leckerbissen für euch entdeckt: Mad Doc Matt's „Luftgitarre und Bier. Ein kleines ABC zum besseren Verständnis...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/06/52-90_SK_Juni_2011.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13477" title="mad doc matt" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/06/52-90_SK_Juni_2011-208x300.jpg" alt="" width="208" height="300" /></a>Hurricane Festival, Wacken Open Air, Rock am Ring – Pünktlich zum Festival-Auftakt haben wir einen besonderen Literatur-Leckerbissen für euch entdeckt: Mad Doc Matt&#8217;s „Luftgitarre und Bier. Ein kleines ABC zum besseren Verständnis von Heavy-Metal-Festivals und deren Besuchern“ (edition fischer, 195 Seiten, 9,80 Euro). Der Hobbyautor Mad Doc Matt wurde in einem beschaulichen Städchen in Niedersachsen geboren. Nach dem Abitur studierte er Medizin, promovierte und habilitierte – daher das passend-witzige Pseudonym. Derzeit ist er außerhalb Hannovers als niedergelassener Arzt tätig.</strong></p>
<p>Wie für die meisten Metaller, ist auch für Mad Doc Matt Heavy Metal mehr als nur die Bezeichnung für einen Musikstil. Es ist vielmehr eine komplexe Lebensphilosophie mit Kleidungscodes, Accessoires und Ritualen: „Ich habe schon sehr früh meine Leidenschaft für die Musik entdeckt. An Heavy Metal begeisterte mich von Anfang an die Authentizität sowohl der Musik als auch der Künstler. Heavy Metal wird nicht gespielt, es wird gelebt!“ Doch nicht nur wegen seiner streng katholischen Erziehung gestalteten sich die ersten Kontakte zu Heavy Metal schwierig. Denn in den 80er Jahren galt die Musikrichtung als verpönt und hatte entsprechend wenig Anhänger. Doch je verbotener die Dinge, desto anziehender sind sie:  „An die Zeit des ersten Festivals kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch, dass Metallica und Sepultura dort spielten. Bis heute besuche ich jedes Jahr einige Festivals. Das bisher letzte war das Wacken Open Air im vergangenem Jahr.“ Unzählige Konzerte und Festivals hat Matt Doc Matt seit seiner Jugend besucht. Zeitweise war er sogar auch als Sänger einer Heavy-Metal-Band aktiv.</p>
<p>Aus all diesen Erfahrung schöpft er die Beobachtungen und Anekdoten, die er in seinem Buch „Luftgitarre und Bier“ zum Besten gibt. In 26 Kapiteln samt Vorwort werden in alphabetischer Reihenfolge die Eigenheiten dieser eingeschworenen Gemeinschaft charakterisiert. Im Allgemeinen funktionieren Heavy-Metal-Fans alle gleich, weiß Mad Doc Matt: „Die Grundvoraussetzungen für einen Festival-Gänger sind einfach. In der Reihe ihrer Bedeutung sind das Bier, das Publikum und die Bands.“ Der Begriff Heavy Metal selbst wiederum ist wesentlich komplexer. Die Stilrichtung der Rockmusik, deren Ursprünge im Hard Rock und der Punk-Musik der 70er Jahre liegen, spaltet sich in zahlreiche Unterkategorien: Black Metal, Death Metal, Doom Metal, Folk Metal, Glam Metal, Gothic Metal, Grindcore, Metalcore, Nu Metal, Pagan Metal, Poser Metal, Progressive Metal, Speed Metal, Thrash Metal, True Metal, Viking Metal &#8230;</p>
<p>Von der Akustik über Bands, Bier, Dixiklos, Headbangen, Kutten und Stage-Diving bis hin zum Zeltplatz beleuchtet Mad Doc Matt alle festivalrelevanten Themen mit einem Augenzwinkern und einem ordentlichen Schuss an Selbstironie. Für jeden Heavy-Metal-Fan und Festival-Gänger ein Muss! Mad Doc Matt jedenfalls lag es am Herzen diese Art von Lexikon zusammenzustellen: „Ich wollte gerne verschiedene Aspekte, die auf meinen Beobachtungen und Erlebnissen beruhen, darstellen und daran einen Eindruck über den Heavy Metal und seine Fans vermitteln.“ Den Arztkittel gegen eine Karriere als Autor zu tauschen, kann sich der vielseitige Mediziner jedoch nicht vorstellen: „Ich muss gestehen, dass mir beide Tätigkeiten sehr viel Freude bereiten. Auch wenn die Idee, das Hobby zum Beruf zu machen, verlockend ist – ich sehe das schreiben lediglich als Hobby an.“ Sein Wissen allerdings möchte er eines Tages weitergeben: „Ich habe derzeit keine Kinder. Aber wenn ich welche bekommen sollte, was ich schwer hoffe, wäre es mir ein Vergnügen, mit ihnen die Festivals zu rocken!“ Dann wird zu Judas Priest, Iron Maiden oder Motörhead geheadbangt. Denn: „You never bang alone. Stay heavy!”</p>
<p><strong>Anna Pakosch</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/06/mad-doc-matt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>lars kutschke</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/05/lars-kutschke/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/05/lars-kutschke/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 May 2011 09:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2011-05]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=11223</guid>
		<description><![CDATA[Darauf muss man erst mal kommen: „Dog Made Wet“ heißt der Eigenverlag des Autors Lars Kutschke mit der Idee, tierische und menschliche Geschichten zu veröffentlichen. Der Eigenname wird phonetisch gelesen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_72_neu.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11226" title="Lars Kutschke" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_72_neu-300x286.jpg" alt="" width="300" height="286" /></a>Darauf muss man erst mal kommen: „Dog Made Wet“ heißt der Eigenverlag des Autors Lars Kutschke mit der Idee, tierische und menschliche Geschichten zu veröffentlichen. Der Eigenname wird phonetisch gelesen – Doc. med. vet. – eine augenzwinkernde Anspielung auf das Verlagsprogramm. Denn Lars Kutschke schreibt und verlegt tierisch menschliche Geschichten rund um Kinder, Frauen, Männer und Vierbeiner.</p>
<p>Morgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen Hannover wachkitzeln, setzt sich der Wahl-Hannoveraner an den Schreibtisch und entwickelt seine Ideen: „Manche Leute schreiben Tagebuch, ich betreibe Kleinkunst“, sagt Kutschke über sein Schaffen. Was bei dieser „Kleinkunst“ entsteht, sind traumhafte Geschichten für Groß und Klein. Vor zwei Jahren gründete er seinen eigenen Verlag und veröffentlichte sein erstes Kinderbuch „Der paddelige Pinguin“. Zum Inhalt: Gerade erst ist seine kleine Schwester auf die Welt gekommen, schon wird der kleine Pinguin herumkommandiert. Er soll frischen Fisch für das Nesthäkchen fangen. Auf dem Weg zum Meer trifft er einige Tiere, die mit ihm spielen wollen. Doch der kleine Pinguin traut sich nicht so recht und erlebt die Abenteuer lieber in seiner Fantasie. Wird er es schaffen, über seinen Schatten zu springen? Seit seinem Debüt sprudelt Lars Kutschke nur so vor Ideen.</p>
<p>Vor kurzem erschien sein zweiter Kriminalroman „Zugesehen haben Kühe“, der in Linden und in Rede bei Pattensen spielt. Dabei liegt der hannoversche Standpunkt aber nicht im Fokus des Plots – wie eine Anfrage aus Berlin beweist, im Herbst eine Krimilesung in der Hauptstadt zu veranstalten. Inspirationen findet der bei Hamburg geborene Bücherfan nahezu überall: „Ich bin gern mit Menschen zusammen – ob alt oder jung. Ich beobachte, achte viel auf die Mimik, auf Situationen und auf die Offenheit von Kindern.“ Außerdem schätzt er besonders die Werke seiner Autorenhelden Max Frisch und Ian Rankin. Ob Kinderbuch oder Krimi – zwischen drei bis sechs Monate braucht Lars Kutschke für den Rohentwurf eines Buches, anschließend kommt der Feinschliff. Dazu gehört auch die Illustration. Zusammen mit Antonie Thorns erstellt er ein künstlerisches Konzept, dass die Hannoveranerin dann für ihn zeichnet und koloriert. Anschließend heißt es: Ab in den Druck!</p>
<p>Nur vom Schreiben allein zu leben, das kann sich Lars Kutschke jedoch eher nicht vorstellen: „Mein Beruf macht mir viel Spaß. Als Gesundheitsmanager habe ich ja ebenfalls sehr viel mit Menschen zu tun.“ Jetzt hat er es geschafft, eine raffinierte Brücke zwischen Hauptberuf und Verlag zu schlagen: Am 12. Mai um 20 Uhr tritt Lars Kutschke zusammen mit dem A-cappella-Krimi-Chor „Cecilia Street“ zum Benefiz-Event in der Kapelle des Schwesternhauses neben der Tierärztlichen Hochschule am Braunschweiger Platz auf (Schwesternhausstr. 10). Im Gepäck haben sie Kutschkes aktuellen Krimiroman „Zugesehen haben Kühe“ sowie klangvolle, zu den Buchabschnitten passende, Balladen. Und darum geht’s: Nach einem feucht-fröhlichen Dorffest ist ein junges Mädchen verschwunden, ausgerechnet in dem Dorf, in dem der Privatermittler Tomke Mattes als Jugendlicher bei einer Pflegefamilie wohnte. Für ihn werden die Ermittlungen auch zu einer Reise in die Vergangenheit. Dabei schaut Mattes sich die Dorfbewohner genau an und deckt schon bald ein Geheimnis nach dem anderen auf, womit er sich bei den misstrauischen Bewohnern nicht gerade Freunde macht&#8230;</p>
<p>Der Eintritt der Benefiz-Lesung ist gratis, es wird um eine Spende zugunsten des Vereins zur Unterstützung AIDS-kranker Kinder geworben. Für Speis und Trank ist natürlich gesorgt. „Es ist ein stimmungsvoller Ort“, erzählt der Autor begeistert. „Und die Studierenden, die im Schwesternhaus wohnen, waren von der Idee sofort begeistert, eine Krimi-Lesung mit Live-Gesang aufzuführen.“ Nix wie hin und viel Spaß!<br />
<strong><br />
Text: Anna Pakosch, Foto: Christian Wyrwa</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/05/lars-kutschke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>isabelle hannemann &amp; ben everding</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/04/isabelle-hannemann-ben-everding/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/04/isabelle-hannemann-ben-everding/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 16:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2011-04]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=11161</guid>
		<description><![CDATA[„Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt“, predigt der legendäre Bob Dylan. Isabelle und Ben sind zwar noch nicht legendär, aber sie tun in jedem Fall das, was ihnen gefällt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt“, predigt der legendäre Bob Dylan. Isabelle und Ben sind zwar noch nicht legendär, aber sie tun in jedem Fall das, was ihnen gefällt. Und sie vertrauen Bob Dylan. Genauso wie der multitalentierte Antiheld, bringen auch sie „es alles wieder zurück nach Hause“. Unter diesem Motto eröffnen die beiden hannoverschen Autoren ihre neue Lesereihe.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11160" title="Ben und Isabelle" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011_72-300x294.jpg" alt="" width="300" height="294" /></a>Den Auftakt bildet ihr Bühnenstück „Halte Frette! – Ostermette“. Die szenisch-musikalische Lesung behandelt zwar (noch) nicht Bob Dylan, hat dafür aber ein brandaktuelles und gleichzeitig klassisches Thema auf Lager. Als getaufte und bekennende Atheisten haben sich Ben und Isabelle dem wichtigsten christlichen Fest gewidmet: Nein, nicht Weihnachten, sondern Ostern. Tagelang haben sie sich mit Passagen der Bibel auseinander gesetzt und sich zur Aufgabe gemacht, die teilweise längst vergessenen Texte kunstvoll dem Publikum näher zu bringen. Herausgekommen ist eine dramaturgisch-ökumenisch inszenierte Lesung über die beiden wichtigsten Konfessionen in Deutschland: Zensierte Passagen rücken ins rechte Licht und längst vergessene B-Prominente der heiligen Schrift erstehen wieder auf. Begleitet werden Ben und Isabelle dabei von dem Organisten Michael Herdamit. Ein Schelm, wer jetzt an Blasphemie denkt.</p>
<p>Sitzt man den beiden gegenüber, so glaubt man, zwei Menschen zu sehen, die scheinbar nicht unterschiedlicher sein könnten. Isabelle, auf den ersten Blick zurückhaltend, so, als könne sie kein Wässerchen trüben. Und Ben, die düstere Gestalt, der man zunächst nachts nicht auf der Straße begegnen möchte. Doch wie so oft im Leben trügt der Schein.</p>
<p>In Sachen Schreibe ist das durchgeknallte, aber sympathische Duo kein unbeschriebenes Blatt. Isabelle hat bereits 2007 im Rahmen des Buchprojekts „my favourite chords. augenblicke in liedern“ ihre Geschichte „Heftpflastertapes“ veröffentlicht: Melancholische und verschlüsselte Kindheitserinnerungen, die sie rund um The Cures „Lullaby“ gesponnen hat. Auch beim heimischen Poetry-Slam „Macht Worte“ hat sich die einst schüchterne, junge Frau einen Namen gemacht. Isabelle: „Die wollten fünf Euro Eintritt dafür haben! Da dachte ich, mach doch einfach mit und spar dir das Geld.“ Seitdem veranstaltet sie immer mal wieder mit Freunden verschiedenste Leseprojekte dieser Art.</p>
<p>Ben hingegen hat zwei Spielzeiten am Theatre National du Luxembourg geschauspielert. Ende des Jahres erscheint sein erster Roman „O Vanitas Vanitates“, mit dem er momentan, zusammen mit der Pianistin Vera Mohrs, durch die Lande tourt. Zwei Brüder, die nicht unterschiedlicher sein könnten, sind auf der Suche nach ihren Vorfahren und sich selbst. Auf die Frage hin, wie sie denn zum Schreiben gekommen sind, überrascht Isabelle mit erfrischender Bodenständigkeit: „Es ist wie beim Kacken. Irgendwann muss man ja.“ Beide Autoren teilen den gleichen Humor und haben sich zufällig im Béi Chéz Heinz kennengelernt. Die Sozialpsychologin stand kurzerhand als Vertretung hinter der Bar und lud Ben auf ein Bier ein. Isabelle: „Ich hatte den Eindruck, dass er etwas von Musik versteht. Aber normalerweise mache ich das nicht.“ Und das sagt eine Frau, die momentan als Stipendiatin über den weiblichen Sadismus promoviert.</p>
<p>Als passionierte Dylanhörer haben Ben und Isabelle das Plattencover „Bring It All Back Home“ nachgestellt. Natürlich nicht ohne dem ganzen ihren eigenen Stempel zu verpassen: Kurzerhand wurde das graue Kätzchen gegen einen Jack-Russel-Terrier ersetzt, das Time Magazine gegen einen Spiegel getauscht, und die Dylan-Platte abseits musste einem Jeff-Beck-Album weichen. Der Grund liegt auf der Hand: „Es ist die einzige Vinylscheibe, die wir überhaupt besitzen.“ Übrigens: Ben und Isabelle haben versprochen am Ende ihres Auftakts zu singen. Wer sich das nicht entgehen lassen möchte, kommt am 16. April um 20 Uhr in die Pupille, Kleine Pfahlstraße 9, in der List. Psst: Die nächste Lesung ist für Herbst geplant, dann aber wirklich mit dem Thema „Bob Dylan“!</p>
<p><strong>Text: Lotta Caspers</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/04/isabelle-hannemann-ben-everding/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>jörg pallasch – gewalt lässt keinen kalt</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/03/jorg-pallasch-%e2%80%93-gewalt-lasst-keinen-kalt/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/03/jorg-pallasch-%e2%80%93-gewalt-lasst-keinen-kalt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 16:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2011-03]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=10395</guid>
		<description><![CDATA[Alt-Punker Jörg Pallasch ist der „Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Typ“. Allerdings gab es eine Zeit, in der diese Lebensweise nicht ohne Weiteres möglich war: Er saß vier ein halb Jahre im Gefängnis. Dort, Anfang der 80er Jahre, entstanden die meisten Texte für seine Sammlung „Gewalt lässt keinen kalt“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alt-Punker Jörg Pallasch ist der „Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Typ“. Allerdings gab es eine Zeit, in der diese Lebensweise nicht ohne Weiteres möglich war: Er saß vier ein halb Jahre im Gefängnis. Dort, Anfang der 80er Jahre, entstanden die meisten Texte für seine Sammlung „Gewalt lässt keinen kalt“.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Jörg-Pallasch.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10259" title="Jörg Pallasch" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Jörg-Pallasch-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„Guten Rutsch in die Urne. Nicht husten, sonst klappert der Deckel.“ 35 Jahre lang sammelte Jörg Pallasch Sprüche wie diese, schrieb Kurzgeschichten und in den letzten Jahren auch eine 57-seitige Ballade. Doch auch Malereien, Kritzeleien und Songtexte seiner ehemaligen Knast-Pogo-Punk-Band Aktive Notwehr hat er in seinem Buch verewigt. Und da es heutzutage und generell gar nicht so einfach ist, ein Buch unter der Schirmherrschaft eines Verlages zu veröffentlichen, wählte Jörg Pallasch den Weg, der zu ihm passt. Er gründete einfach seinen eigenen Verlag.</p>
<p>Alles begann mit einem Traum, denn im Traum geschehen ja meistens die unmöglichsten Sachen. Und die Kreativität, die während der nächtlichen Ruhe freigesetzt wird, begeisterte eben nicht nur aktuell den Macher von „Inception“, sondern auch Jörg Pallasch in den 80er Jahren. Seine Kurzgeschichten hat er sich nämlich nicht bewusst ausgedacht, sondern Pallasch hat sie geträumt. Wenn er morgens im Gefängnis aufwachte, hatte er seine Träume stets noch vor Augen. Sofort griff er zu Stift und Papier und schrieb das im Traum Erlebte auf.</p>
<p>„Bei uns gab es einen Typen, der hat 24 Stunden am Tag seine Western gelesen“, erzählt Pallasch. Wenn das Licht ausgeschaltet wurde, hat er sich ans Fenster gestellt, um mit dem Scheinwerferlicht von draußen noch lesen zu können.“ Jeden Morgen, wenn Pallasch einen seiner Träume aufgeschrieben hatte, gab er den Text dem Western-Typen zu lesen. „Das ist viel besser als das Zeug, was ich die ganze Zeit lese, hat der dann gesagt.“ Und auch die anderen Häftlinge mochten seine Geschichten. Also schrieb Pallasch weiter.</p>
<p>Die Ballade „Dennis West“ hingegen ist erst die letzten vier Jahre entstanden. Sie handelt von dem Leben des jungen Dennis, der im Elternhaus vor allem Erniedrigung und Gewalt erfahren muss. Dennis will dieser Situation entfliehen, indem er mit einem Klassenkameraden in Richtung Dänemark türmt und später, nachdem der Fluchtversuch gescheitert ist, indem er in den Konsum von Drogen flüchtet. Später wird er zum Dealer. „Harte Geschichten“, sagt Pallasch dazu selbst. Wie einen roten Faden durchzieht das Thema Gewalt sowohl die Ballade als auch die Kurzgeschichten, die er schrieb.</p>
<p>Aber nicht nur literarisch, sondern auch musikalisch war Pallasch im Gefängnis aktiv. In der JVA Vechta gründete er die Punk-Band Aktive Notwehr. Lieder wie „Lass mich raus“, „Ich darf nicht“ und „Bankraub“ sprechen für sich. „Wir haben Konzerte für die Mithäftlinge gegeben“, erzählt Pallasch mit einem Lächeln. Der Proberaum lag direkt über den Zugangszellen, so dass die Neuankömmlinge gleich „den Punk rummsen“ hörten. Im Moment ist Jörg Pallasch als Kurier tätig. „Das ist für mich auch aktive Notwehr“. Pallasch verdient nicht nicht sehr viel, aber nicht berufstätig zu sein, kommt für ihn nicht infrage.</p>
<p>„Wir sind das Volk“ – dieser Satz war es, der hinter dem Umbruch von 1989, dem Fall der Mauer, stand. Jörg Pallasch hatte diesen Satz schon 1983 oftmals ausgerufen und aufgeschrieben. „Ja, Jungs, das habe ich euch doch schon die ganze Zeit gesagt“, hat er 1989 gesagt. Jörg Pallasch ist der Geist der 80er Jahre noch anzumerken. Bis heute ist er unzufrieden geblieben: mit der Politik, mit dem Staat, mit dem mangelden Engagement in der Gesellschaft. Darüber will er sein nächstes Buch schreiben.</p>
<p>Auf der Internetseite des Verlages kann man „Gewalt lässt keinen kalt“ kostenlos lesen  und natürlich das Buch bestellen: www.verlag-joerg-pallasch.de.</p>
<p><strong>JK</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/03/jorg-pallasch-%e2%80%93-gewalt-lasst-keinen-kalt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>richard birkefeld</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/02/richard-birkefeld-2/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/02/richard-birkefeld-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 09:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2011-02]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=10224</guid>
		<description><![CDATA[Richard Birkefeld ist Historiker mit Leib und Seele und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, auch Krimiautor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Birkefeld ist Historiker mit Leib und Seele und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, auch Krimiautor. Machtmissbrauch, Verbrechen und ungeklärte Schuldfragen standen in der Vergangenheit auf der Tagesordnung – viel Stoff für spannende Geschichten, die sich aber nicht außerhalb der Realität bewegen.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Richard-Birkefeld.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10052" title="Richard Birkefeld" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Richard-Birkefeld-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der 59-jährige Hannoveraner lebt von Auftragsarbeiten, beispielsweise vom Historischen Museum Hannover, und hat zahlreiche wissenschaftliche Texte veröffentlicht. Seine literarische Karriere habe angefangen mit der Frage „Doktorarbeit oder Krimi?“, als Birkefeld und sein Kollege Göran Hachmeister gerade auf der Suche nach neuen Auftragsarbeiten waren, erzählt er. Aus dem Krimi-Kooperationsprojekt ist dann ein Roman epischen Ausmaßes aller Dostojewski entstanden. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Eichborn-Verlag zu einem verdichteten, schnellen und spannenden Krimi gekürzt. „Am Anfang klebt man an jedem Satz, aber hinterher sieht man, wie gut die Veränderungen dem Buch tun“, sagt Birkefeld. „Gerade als Historiker habe ich das Bedürfnis, sehr ausführlich zu schreiben. Vom Verlag habe ich gelernt, dass ich dem Leser nicht die Welt erklären kann, sondern auf sein Wissen vertrauen muss.“ „Wer übrig bleibt, hat Recht“ heißt das fertige Werk, das in düsterer Endzeitstimmung zur Zeit des Nationalsozialismus spielt und trotzdem nicht moralisierend sein soll. „In meinen Romanen gibt es oft keine Gerechtigkeit, ich möchte auch keine Schuldfrage klären und nicht anklagen“, sagt er. Birkefeld möchte Machtverhältnisse darstellen, vor allem politische Gewalt. Seine Krimis sollen sich mit realen Problemen auseinandersetzen und seine Kommissare nicht nach dem stupiden „Whodunit?“-Muster Verbrechen aufklären. „Vom Verlag höre ich zwar oft, dass meine Bücher zu wenig das typische Krimi-Klischee erfüllen, aber ich kann eben nur das schreiben, was mich selbst beschäftigt“, erzählt er.</p>
<p>Doch warum dann überhaupt Krimis schreiben, wenn für Birkefeld eigentlich etwas ganz anderes im Vordergrund steht? „Der Krimi bietet eine tolle Möglichkeit, sich eine Geschichte auszudenken und gleichzeitig Gesellschaftskritik loszuwerden, ohne dass sie zu aufdringlich wird und ohne dass der erhobene Zeigefinger zum Vorschein kommt“, erzählt er.</p>
<p>2002 veröffentlichten Birkefeld und Hachmeister ihren Debüt-Roman, der prompt den Deutschen Krimipreis und den Friedrich-Glauser-Preis erhielt. Im Nachhinein ist es kaum zu glauben, dass Birkefeld und Hachmeister zwei Jahre lang vergeblich nach einem Verlag suchten.</p>
<p>2006 erschien dann das zweite Buch der beiden Autoren, „Deutsche Meisterschaft“, das sich der Weimarer Republik widmet. „Geplant ist eine Serie von Büchern, die jedes Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in Form von Krimis abdeckt“, sagt Birkefeld lachend. „Um das zu realisieren, müssten wir aber viel schneller schreiben.“</p>
<p>Auch wenn sich alles bisher sehr nach Historiker und ein bisschen nach Geschichtsstunde anhört, Birkefeld kann auch anders. Viele seiner Kurzgeschichten in Anthologien spielen in der Gegenwart. Wenn ihm einmal eine Idee für einen Plot gekommen ist, dann lässt er sich von der Geschichte treiben, egal ob sie in den 20ern, 30ern oder heutzutage spielt. „Die Figuren entwickeln ein Eigenleben, manche rücken in den Vordergrund, andere verschwinden einfach wieder“, erzählt er. Während der Arbeit an einem Buch sei man dabei so involviert, dass man gedanklich auch schon fast zum Kriminellen werde. „Um einen Krimi zu schreiben, muss man eigentlich allein sein, weil man so viel Zeit mit der Geschichte verbringt. Eine Ehe ist für einen guten Krimi deshalb fast hinderlich“, sagt Birkefeld und lacht dabei. Er selbst ist verheiratet. Trotzdem ist er momentan in den letzten Zügen seiner neuesten Arbeit, für die er bald auf Verlagssuche gehen wird. Bleibt zu hoffen, dass die Verlage etwas dazugelernt haben und Birkefeld nicht wieder zwei Jahre bis zur Veröffentlichung warten muss.</p>
<p><strong>Janina Schendel</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/02/richard-birkefeld-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>thomas maiwald</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/01/thomas-maiwald/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/01/thomas-maiwald/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 15:26:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2011-01]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=10613</guid>
		<description><![CDATA[Davon, dass Kinder kein Blatt vor den Mund nehmen, muss sich Thomas Maiwald tagtäglich überzeugen lassen. Der 48-jährige ist Grundschullehrer und musste sich schon Einiges anhören:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Davon, dass Kinder kein Blatt vor den Mund nehmen, muss sich Thomas Maiwald tagtäglich überzeugen lassen. Der 48-jährige ist Grundschullehrer und musste sich schon Einiges anhören: zum Beispiel, dass an seinem Bauch vor den Ferien weniger dran gewesen wäre, oder dass Haare auf den Kopf gehören würden und nicht in Massen auf die Arme.</p>
<p>Maiwald wurde in Hannover geboren, lebt und arbeitet mittlerweile in Bad Münder und hat einige lustige Anekdoten aus seinen bisher 17 Jahren Grundschulzeit auf Lager. Unbeliebte und trotzdem ausgesprochene Wahrheiten, Versprecher, Verschreiber oder Fremdwort-Verhaspeler seiner Schüler zeigen, dass trotz Pisa-Schock in Schulen anscheinend viel gelacht wird.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Liebe-ist-Gewühle.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10468" title="Liebe ist Gewühle" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Liebe-ist-Gewühle-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„Schon als Jugendlicher fand ich Stilblüten aus Schüleraufsätzen sehr witzig. Als ich nun Lehrer wurde und sozusagen an der Quelle saß, habe ich in einer Kladde die Anekdoten, die in meinem Unterricht passierten oder mir von Kolleginnen erzählt wurden, aufgeschrieben“, erzählt Maiwald. Kinder nehmen kein Blatt vor den Mund, Thomas Maiwald nahm dafür das Blatt zur Hand und machte aus den gesammelten Geschichten ein Buch. Die Idee dazu kam ihm vor zwei Jahren. „Während der Abschlussfeier meiner damaligen vierten Klasse habe ich einige Anekdoten vorgelesen.“ Schülern und Eltern schüttelten sich vor Lachen und zeigten, dass nicht nur Maiwald die Texte hochkomisch fand. Mit diesem Feedback in der Tasche und dem Anliegen, die lustigen Schulgeschichten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, entstand das Buch „Liebe ist Gewühle“, das Erstlingswerk des Autors im Selbstverlag.</p>
<p>Für den frisch gebackenen Autor war die Herstellung und das Herausgeben des Buches mit viel Arbeit verbunden. Der Arbeitsaufwand sei größer gewesen, als vorher vermutet, sagt Maiwald. Dafür wisse er Bücher nun wirklich sehr zu schätzen. „Wenn ich jetzt ein Buch in die Hände nehme, sehe ich es mit anderen Augen, weil ich weiß, wie viel Arbeit drinsteckt“, erzählt er. Im September letzten Jahres konnte Maiwald aber sein fertiges Buch und damit die Früchte seiner Arbeit in den Händen halten. Der Name des Buches stammt natürlich auch aus einer Anekdote, dieses mal aus dem Sexualkundeunterricht. Die Schüler sollten den Satz „Liebe ist &#8230;“ vervollständigen. Heraus kam bei einem Schüler „Liebe ist Gewühle“. Bis heute weiß Thomas Maiwald nicht, ob dieser Schüler nun einfach einen Rechtschreibfehler einbaute oder besonders fortgeschritten war. Wie auch immer, in die Sammlung der Schulgeschichten passt diese Formulierung auf jeden Fall.</p>
<p>Um die lustigen Schulmomente auch noch graphisch zu verdeutlichen, holte Maiwald bei der Buchproduktion seinen alten Schulfreund Mathias Rätsch mit ins Boot. Rätsch sorgte für bunte Illustrationen, die Maiwalds Text veranschaulichen. Bilder machen ein Buch natürlich auch kindgerecht, aber richtet sich „Liebe ist Gewühle“ überhaupt an Kinder? „Die Leser meines Buches sind eigentlich alle Menschen ab 10 Jahren. Wobei ich davon ausgehe, dass es eher von Eltern, Großeltern und Lehrern gelesen wird“, sagt Maiwald.</p>
<p>Egal, von wem es nun gelesen wird, Maiwald ist sich sicher, dass die Geschichten jeden Leser zum Lachen bringen wird. Siegessicher heißt es daher im Vorwort: „Falls Sie als Leserin oder Leser am Ende dieser Anekdotensammlung nicht lachen konnten, dann müssen Sie noch einmal von vorne anfangen. Wenn Sie sich allerdings, wovon ich ausgehe, so gut amüsiert haben wie meine Schüler und deren Eltern, denen ich die Anekdoten immer zum Abschluss unserer gemeinsamen Schulzeit vorgelesen habe, dann wollen Sie bestimmt auch noch einmal von vorne anfangen.“ Wer sich selbst davon überzeugen möchte, kann auf Maiwalds Homepage, www.thomas-maiwald.de, in „Liebe ist Gewühle“ nachschauen und das Buch dort direkt bestellen.</p>
<p><strong>Janina Schendel</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/01/thomas-maiwald/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>cornelia kuhnert</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/12/cornelia-kuhnert/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/12/cornelia-kuhnert/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 11:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-12]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=11820</guid>
		<description><![CDATA[„Krimis sind die neuen Gesellschaftsromane“, sagt Cornelia Kuhnert, beinahe so, als wäre das selbstverständlich. „Fast überall auf der Welt und in allen sozialen Schichten wird gemordet, der Krimi behandelt schließlich genau das.“ Die Autorin aus Hannover schreibt selber spannende, mörderische und im wörtlichen Sinne äufklärerische Geschichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/72_SK_Dezember_2010_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11821" title="72_SK_Dezember_2010_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/72_SK_Dezember_2010_72-300x271.jpg" alt="" width="300" height="271" /></a>„Krimis sind die neuen Gesellschaftsromane“, sagt Cornelia Kuhnert, beinahe so, als wäre das selbstverständlich. „Fast überall auf der Welt und in allen sozialen Schichten wird gemordet, der Krimi behandelt schließlich genau das.“ Die Autorin aus Hannover schreibt selber spannende, mörderische und im wörtlichen Sinne äufklärerische Geschichten. Gehören ihre Bücher auch zu den neuen großen Gesellschaftsromanen? Man solle sich ruhig hohe Ziele stecken, sagt sie und lacht dabei.</p>
<p>Cornelia Kuhnert schreibt seit zwölf Jahren. Vor ihrer Zeit als Kriminalautorin arbeitete sie als Lehrerin. Für die Betreuung ihrer Kinder trennte sie sich von der Schule und merkte, dass sie eigentlich viel lieber Schreiben wollte. Mord als Hobby? Warum nicht direkt als Beruf!</p>
<p>Die Ergebnisse der Schreibarbeit sind Krimis, die direkt vor der Haustür spielen, Krimis mit Lokalkolorit. Die Autorin lebt in Isernhagen, mitten in der Kleinstadtidylle. „Am besten kann man über Dinge schreiben, die man gut kennt. Das gilt auch für die kleinstädtische Umgebung“, erzählt sie, vermeintliche Idyllen würden mit ein wenig Phantasie zu Schreckensvisionen. Kuhnerts Krimi „Tod am Hochsitz“ (2006) zeigt genau das: eine Kleinstadt vor den Toren Hannovers, in der gemordet und gemeuchelt wird. Auch in Kuhnerts im letzten Jahr erschienenen Roman „Tanz in den Tod“ ist die Kleinstadt vor Hannover Ort der Verbrecherjagd.</p>
<p>Apropos Jagd, Cornelia Kuhnert kennt sich neuerdings nicht nur mit Mördern in der Kleinstadt, sondern auch mit „brechenden Sauen“ im Wald aus. Vor zwei Jahren zeigte sich auf einem Hochsitz bei Isernhagen, dass die Autorin ganz schön Bock auf Wild hat. Mit auf dem Hochsitz saß Krimi-Kollege Richard Birkefeld, der sich ebenfalls für Wild – nicht nur kulinarisch, sondern auch kriminologisch – begeistern konnte. Die Idee zu einer Anthologie der tödlichen Jagdstorys war geboren. Für das Projekt der beiden Herausgeber konnten 13 weitere Krimiautoren aus Hannover und Deutschland gewonnen werden, die alle Mitglieder im Syndikates sind, einer Vereinigung deutscher Kriminalautoren. Mit dabei sind deutsche Krimi-Größen wie Jaque Berndorf, Susanne Mischke, Gisbert Haefs und Anne Chaplet. Ingrid Noll schrieb das Vorwort und erklärt darin, was Jäger und Krimiautoren gemeinsam haben: Beide brauchen ein Publikum für ihre spannenden Lügengeschichten. Um das Publikum müssen sich zumindest die Autoren von „Bock auf Wild“ keine Sorgen machen, denn die Anthologie ist schon jetzt so sehr gefragt, dass der Heyne-Verlag bereits Lieferschwierigkeiten hat.</p>
<p>Für Cornelia Kuhnert war die Arbeit an dem Buch die erste Begegnung mit der Jagd und dem Jägerlatein. „Vor dem Buch-Projekt sagte mir mein Vater einmal, dass er einen Überläufer haben wolle. Mittlerweile weiß ich, dass das ein junges Wildschwein ist“, erzählt sie. Die Sprache will erstmal geübt sein: Ein Luder ist ein Köder, Verludern aber das Verderben von angeschossenem Wild, Hudern das Sandbaden von Federwild. Die Schweinesonne ist eigentlich Vollmond, der sich bestens zum Wildschweineschießen eignet. „Schweinesonne“ heißt auch Kuhnerts kurze Geschichte in den gesammelten kriminellen Jagdphantasien, die klassisch auf dem Hochsitz beginnt und tödlich endet. In allen Geschichten stirbt jemand, aber nicht immer ist es Mord, oder doch? War es vielleicht nur ein Jagdunfall? An manchen Stellen bleibt die Deutung dem Leser überlassen.</p>
<p>Fest steht aber: Es wird angepirscht, gejagt, geschossen, getötet, gemordet, gehäutet, ausgenommen&#8230; und gekocht! Im Buch geht es nicht nur kriminell, sondern auch kulinarisch zur Sache, denn die Krimigeschichten wurden gespickt mit ausgewählten Rezepten von Rehkeule, Kaninchen und Co.</p>
<p>Cornelia Kuhnerts neuestes Buch-Projekt überlässt die Jagd wieder den Jägern und wird im nächsten Jahr erscheinen. Nach exklusiven Angaben der Autorin handelt es sich um ein Werk, das im Raum Hannover-Celle spielt – Lokalkrimi-Freunde dürfen sich also freuen – der Titel ist aber noch geheim.</p>
<p><strong>Janina Schendel</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/12/cornelia-kuhnert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>hohnest spruengli</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/11/hohnest-spruengli/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/11/hohnest-spruengli/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 09:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-11]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=10837</guid>
		<description><![CDATA[Hohnest Spruengli heißt eigentlich Horst Hugo Hoppe und hat mich „auf einen gemütlichen Kaffeeplausch in seinem Ambiente“ eingeladen. Der 77jährige schreibt, manchmal aus reiner Lust am Schreiben, manchmal, weil er etwas sagen will, manchmal Lyrik und manchmal Prosa – festzuhalten ist: er schreibt extrem viel. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Hohnest-Spruengli.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10680" title="Hohnest Spruengli" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Hohnest-Spruengli-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Hohnest Spruengli heißt eigentlich Horst Hugo Hoppe und hat mich „auf einen gemütlichen Kaffeeplausch in seinem Ambiente“ eingeladen. Der 77jährige schreibt, manchmal aus reiner Lust am Schreiben, manchmal, weil er etwas sagen will, manchmal Lyrik und manchmal Prosa – festzuhalten ist: er schreibt extrem viel. Einen Einblick in Hoppes literarisches, essayistisches und satirisches Schaffen bekommt man auf seiner Homepage: altes-von-hohnest.de. Ursprünglich war diese als eine Art Internet-Flohmarkt gedacht, denn Horst Hugo Hoppe hat so allerlei Schönes, Kunstvolles und Skurriles angesammelt, das er verkaufen, verschenken, abgeben oder tauschen möchte. Auch in seinem Haus steht überall eigene und erstandene Kunst: Aus Bronze gegossene Plastiken, aus Holz geschliffene Skulpturen und individuelle, originelle Bilder. Seit April diesen Jahres ist sein Internet-Flohmarkt nun online, hinzu kamen nacheinander noch andere Rubriken, wie seine Lyrik und Prosa. Schon über 10.000 Besucher stöberten sich in den letzten Monaten durch Hoppes Kunst, Gedichte und Geschichten. Schier unendlich scheint das kreative Potenzial des ehemaligen Unternehmers, „die Gedanken schäumen über“, sagt er, Vieles warte noch darauf, aufgeschrieben zu werden. Da hat sich anscheinend einiges angestaut, denn Hoppe schreibt erst, seit er mit 60 Jahren das Familienunternehmen, das er bereits in der dritten Generation führte, an seinen Sohn weitergab. „Die Frucht (sein Sohn) war reif, ich konnte das Unternehmen mit gutem Gefühl abgeben. Seitdem führe ich ein ganz anderes Leben“, erzählt er. Er ist engagiert – zum Beispiel bei Greenpeace und Amnesty International –, ist seit acht Jahren Redakteur der Stadtteilzeitung Vinnpost, seit einem Jahr Kulturredakteur bei Leinehertz 106,5 und schreibt privat alles, was ihm auf der Zunge liegt.</p>
<p>„Ich stelle mir oft die Frage, wie mein Leben noch hätte aussehen können. Was wäre, wenn ich nicht in das Familienunternehmen hineingezwungen worden wäre?“, erzählt Hoppe, er sei schon immer ein Suchender gewesen. Viele Wege hat er auf seiner Suche eingeschlagen: Er war zum Beispiel acht Jahre lang Freimaurer, ist zwei mal in die Kirche ein-, aber auch wieder ausgetreten, hat sechs Jahre lang rauchfrei gelebt, während einer Reise nach Amsterdam aber wieder angefangen – und zündet sich nun eine Zigarette an. Es waren aber auch viele schwierige Zeiten dabei, über die Hoppe ganz offen spricht. Vier Jahre lang war er schwerst depressiv – bis hin zu Suizidversuchen. Aus dieser Zeit ginge er aber gestärkt und verändert heraus, wie er erzählt. „Ich bin viel extrovertierter geworden, gehe nun offener auf Menschen zu“, sagt er. Auch die Zeit seiner Depressionen verarbeitet Hoppe in seinen Gedichten und Geschichten. „Fast alles, was ich schreibe, beruht auf Erlebtem“, und das können Erlebnisse, genauso wie Stimmungen sein. Das Problem, vor einem leeren Blatt Papier zu sitzen, kenne er nicht. Wenn er abschalte, einfach in die Natur schaue, dann komme die Inspiration von alleine. Das, was die Inspiration bringt, ist ziemlich oft humorvoll und lustig und immer unterschiedlich. Beim Schreiben folgt Hoppe seinen eigenen Regeln, mal gibt`s ein Gedicht mit festen Reimen, mal komplett frei ohne Punkt und Komma und Groß und Klein, mal kryptisch, mal eindeutig.</p>
<p>Etwas ungewöhnlich ist es schon, dass ein 77-Jähriger eine Homepage kreiert, für ihn ist es aber das Normalste der Welt, online zu sein. „In meiner Firma habe ich früh alles digitalisiert. Für Unternehmen ist es überlebenswichtig, nicht den Anschluss zu verpassen“, erzählt er. Das Internet habe ihn dann von Anfang an begeistert. Seine Liebe zu Technik geht sogar so weit, dass er Zeitungen und Nachrichten nur noch als E-Paper liest, aus umwelttechnischen Gründen, weil er keine Lust auf Altpapier habe, und „weil das nun mal die Zukunft ist“. In Zukunft möchte er seine Homepage noch weiter ausbauen, ein Reinschnuppern, Durchstöbern und Verweilen lohnt sich aber schon jetzt.</p>
<p><strong>Janina Schendel</strong><em></p>
<p>www.altes-von-hohnest.de</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/11/hohnest-spruengli/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>tom növe</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/10/tom-nove/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/10/tom-nove/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 22:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-10]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=8940</guid>
		<description><![CDATA[Tom Növe ist ein Pseudonym, verwendet als Selbstschutz, denn der Autor hinter dem Namen steht nicht gerne im Mittelpunkt, aber vor allem als Schutz für die Geschichten, die er schreibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er möchte mutig schreiben, nicht darauf achten müssen, ob sich irgendjemand auf den Schlips getreten fühlt, alles schreiben, was ihm in den Sinn kommt und dabei private Gedanken öffentlich machen können, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Tom Növe ist ein Pseudonym, verwendet als Selbstschutz, denn der Autor hinter dem Namen steht nicht gerne im Mittelpunkt, aber vor allem als Schutz für die Geschichten, die er schreibt. Denn die können nur so sein, wie sie sind, wenn sich der Autor frei fühlt, alles zu schreiben. „Als ich meine ersten Schreibversuche Freunden und Bekannten zu lesen gab, fühlte sich das an, als würde mein Tagebuch veröffentlicht werden“, erzählt der Autor. Seither stand die Entscheidung fest: Schreiben ja, denn das liebt er, aber nur unter einem Pseudonym.</p>
<p>Der gelernte Grafik-Designer (51) aus Hannover ist selbstständig, veröffentlicht ein eigenes Magazin und verfasst schon seit langem Bücherrezensionen. Über das Rezensieren kam die Lust am eigenen Schreiben, die bis vor kurzem noch Hobby blieb. Denn obwohl Tom Növe schon seit rund 15 Jahren schreibt, erschien erst im August 2010 sein erstes Buch bei Books on Demand. „Querverkehr&#8221; erzählt zwei Geschichten von Menschen in Extremsituationen, die sich lebensverändernd entscheiden müssen, deren Pläne durchkreuzt werden und für die sich immer wieder neue Wege auftun. „Mich inte-ressieren die inneren Prozesse von Menschen in solchen Situationen“, sagt Növe. „Du lebst beispielsweise am Existenzminimum, plötzlich bekommst du einen Batzen Geld und dein Leben verändert sich grundlegend.“ Die Geschichten kreuzen sich, werden miteinander verwoben und ineinander verstrickt. Liebe und Geld in einer Zeit, die irgendwo in der nahen Zukunft liegt, sind die zentralen Themen. Arbeitslosigkeit, Existenzängste, Umweltverschmutzung und Klimawandel kreieren eine bedrohliche Szenerie, in der die Liebe „das kleine Licht in der dunklen Nacht“ ist und Geld plötzlich alles verändert. Es ist eine Geschichte mit viel Tempo, leicht zu lesen und ein Buch, das man – einmal angefangen – nicht mehr aus der Hand legt.</p>
<p>Für das Schreiben von „Querverkehr&#8221; brauchte Tom Növe nur drei Monate. „Die Geschichte flog mir einfach zu“, erzählt er. Das Überarbeiten und Umformulieren war dann die eigentliche Aufgabe. „Die Geschichte steht bei einem Roman oft nicht im Vordergrund, der Stil ist manchmal viel wichtiger“, so Növe. Einen eigenen Stil zu finden, koste nicht nur viel Zeit, sondern auch Kraft und Nerven, bis das Buch in eine Form gebracht sei, die veröffentlicht werden könne. „Während der Arbeit zweifelt man oft an sich und ist sich zwischendurch nicht mehr sicher, ob überhaupt jemand das Buch lesen möchte“, beschreibt Növe den Entstehungsprozess seines Romans. Nach Fertigstellung lag „Querverkehr&#8221; noch rund fünf Jahre lang in der Schreibtischschublade. Növe versuchte, einen großen Verlag von seinem Werk zu überzeugen, ein noch unbekannter Autor hat es dort aber schwer. „Ich habe Manuskripte teilweise ungelesen zurückbekommen, mit der Begründung, das Buch passe nicht in das Verlagskonzept“, erzählt Növe. Bei einem kleineren Verlag wollte er sein Buch anfangs nicht veröffentlichen, da „irgendwo doch der Traum da war, vom Schreiben leben zu können“. Der Grafik-Designer geriet schließlich über die Arbeit an einem Buchcover an Books on Demand und nutzte dort die Chance.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/10/54-88_SK_Oktober_102.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8939" title="Tom Növe" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/10/54-88_SK_Oktober_102-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a>Trotzdem steht für ihn noch nicht fest, ob das Schreiben zukünftig Hobby oder doch Beruf sein wird, ob er seine Geschichten nur für sich oder auch für andere schreiben wird.</p>
<p>Mittlerweile arbeitet er aber schon an einem neuen Roman, einen weiteren hat er bereits seit Jahren halb fertig zu Hause liegen. Vielleicht werden ja auch diese Geschichten irgendwann veröffentlicht und dann womöglich doch bei einem großen Verlag. Denn falls einem Lektor „Querverkehr” in die Hände fällt, stehen die Chancen dafür sicher nicht schlecht.</p>
<p><strong>Janina Schendel</strong></p>
<p><strong><br />
Querverkehr von Tom Növe,<br />
erschienen bei Books on Demand,<br />
ISBN 978-3-8391-8898-9</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/10/tom-nove/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>hosentaschengeschichten</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/08/hosentaschengeschichten/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/08/hosentaschengeschichten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 13:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-08]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=12193</guid>
		<description><![CDATA[Kurzgeschichten sind der „Snack für den Geist“, sagt Dorthe Hodemacher über ein Literaturformat, das so manch einem vielleicht eher als schwere Kost aus dem Deutschunterricht bekannt sein dürfte. Mit ihrem „Hosentaschenverlag“ hat sich die Verlegerin die Wiederbelebung des kurzen Formats zur Aufgabe gemacht und ist dafür von Anfang recht ungewöhnliche Vermarktungswege gegangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/54-89_SK_August_10_724.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-12194" title="54-89_SK_August_10_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/54-89_SK_August_10_724-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Kurzgeschichten sind der „Snack für den Geist“, sagt Dorthe Hodemacher über ein Literaturformat, das so manch einem vielleicht eher als schwere Kost aus dem Deutschunterricht bekannt sein dürfte. Mit ihrem „Hosentaschenverlag“ hat sich die Verlegerin die Wiederbelebung des kurzen Formats zur Aufgabe gemacht und ist dafür von Anfang recht ungewöhnliche Vermarktungswege gegangen. Da wir ungewöhnliche Ideen mögen, haben wir von diesen Anfängen bereits im letzten Jahr berichtet. Wir erzählten von der Autorin Hodemacher, dessen „Verlagsgeschäft“ sich zunächst ausschließlich zwischen häuslichem Schreibtisch und Fensterbank abspielte. Wie sie eigene kurze Geschichten schrieb und diese für die Passanten zum Mitnehmen an der Fensterbank aushängte (und wie es als Honorar manchmal eine Schokolade durchs Fenster gereicht gab). Unsere regelmäßigen Leser wissen auch, dass immer mehr Geschichten kopiert und gefaltet werden mussten und dass Dorthe Hodemacher darum auf die Idee kam, einen eigenen Verlag zu gründen, extra für Kurzgeschichten. Eine ungewöhnliche und inzwischen sehr erfolgreiche Idee. Der „Hosentaschenverlag“ ist auf dem richtigen Weg. In diesem Jahr gab es zum Beispiel den „Newcomer Award“ des renommierten Fachmagazins „Buchmarkt“. Mittlerweile bringt sie nicht mehr die eigenen Geschichten unter die Leute, sondern wählt aus den Werken anderer aus. Dabei gibt es harte Kriterien: „Eine Geschichte ist nur dann wirklich gut, wenn andere Leute mich im Café schief angucken, während ich lese, weil ich seltsame glucksende oder seufzende Laute von mir gebe“, sagt sie. Nur dann bewege der Text sie wirklich – und nur dann besteht auch die Chance, dass er veröffentlicht wird. Drei Editionen á sechs Geschichten werden im Jahr herausgebracht. Die kann man dann entweder als „Geschichtenbox“ im Internet erstehen, oder einzeln, in diversen Geschäften, aber auch in Cafés, Friseursalons etc. kaufen. Gerade darin unterscheidet sich das neue Konzept von anderen Verlagen, die Kurzgeschichten ausschließlich in Sammelbänden veröffentlichen. „Ich finde es schade, ein ganzes Buch kaufen zu müssen, wenn mich darin nur ein oder zwei der Geschichten wirklich ansprechen“, so die Verlegerin. Ebenso wichtig ist ihr, dass das materielle Format dem literarischen gerecht wird: Die Kurzgeschichten werden zunächst auf ein DINA3 Format gedruckt und anschließend handlich zusammengefaltet, so dass sie dann eben locker in die Hosentasche gesteckt und schnell mal zwischendurch gelesen werden können. Daneben hat die Verlegerin aber noch viele weitere Ideen, wo und wie die Geschichten zum Einsatz kommen können: „Man kann sie auch wunderbar anstatt Grußkarten verschicken, oder an jemanden verschenken, zum Beispiel, wenn einen die Geschichte an die betreffende Person erinnert.“ Der Weg zur guten Kurzgeschichte ist nicht leicht. Für Hodemacher fast genauso schwer, wie das Verfassen eines ganzen Romans. Sie liest alle eingereichten Geschichten und gibt dabei gerne auch unbekannten Autoren eine Chance. Sie müssen nur gut sein. Mittlerweile finden sich natürlich bereits einige namhafte Autoren im Programm So wird in der aktuellen Edition unter anderem die Geschichte „Kopfbahnhof“ von Kathrin Schmidt, Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2009, zu lesen sein. „Eine wilde Mischung aus Hochliteratur und Beinahe-Schund“, das ist das Konzept, an dem Hodemacher festhalten will, solange nur die Geschichten interessant sind. „Eine gute Kurzgeschichte gibt uns Einblicke in fremde Leben und schafft es doch, dass wir uns mit den Figuren identifizieren – egal wie fern sie uns eigentlich sind“, verrät sie. Dabei dürfe ein Text auch gerne mal nachdenklich oder kritisch sein, schließlich gehe er einem ja nicht stundenlang auf die Nerven. Eine gute Alternative also zu Zeitschrift, i-Pod und sonstigen „Kleinunterhaltern“, mit denen man sich gewöhnlich unterwegs die Zeit vertreibt. Hosentaschengeschichten unterhalten bestens, mindestens so gut wie die 30-minütige Lieblings-Fernsehserie. Allerdings, sagt Hodemacher, haben sie einen Vorteil: „Es gibt keine bösen Cliffhanger, die einen verpflichtet, in der nächsten Woche wieder einzuschalten!“</p>
<p><strong>Swantje Friedrich</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/08/hosentaschengeschichten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>verlag motu one: erster twitter-roman</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/verlag-motu-one-erster-twitter-roman/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/verlag-motu-one-erster-twitter-roman/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-07]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=8558</guid>
		<description><![CDATA[Im hektischen Treiben des World Wide Web gibt es neuerdings ein kleines literarisches Eiland zu entdecken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im hektischen Treiben des World Wide Web gibt es neuerdings ein kleines literarisches Eiland zu entdecken. Wo man sonst eher geistige Schnellschüsse in der Art „war gerade essen, geh’ jetzt shoppen&#8221; erwartet,  finden sich seit Anfang Mai Tweets der etwas anderen Art. „Ich mag alle Menschen, die ein wenig verzweifelt sind, und Kawaka mit seinen Ärmelschonern schien mir besonders verzweifelt zu sein&#8221;, steht da beispielsweise am 5. Mai um 18 Uhr – dann kommt eine Stunde lang gar nichts. Erst um Punkt 19 Uhr erfährt der Leser, wie es mit dem verzweifelten Kawaka weitergeht. Bleibt er der Twitterseite treu, so kennt er in einem Jahr die Geschichte eines ganzen Romans.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/54-88_SK_Juli_10_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8556" title="Marcel Magis" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/54-88_SK_Juli_10_72-300x271.jpg" alt="" width="300" height="271" /></a>Mit der häppchenweise stattfindenden Veröffentlichung seines neuen Werkes &#8220;Im Schatten des Flügelschlags&#8221; rührt der hannoversche Autor Marcel Magis eine innovative  Werbetrommel, die auch von Leuten gehört werden könnte, die schon länger kein gedrucktes Buch mehr in der Hand hatten. Im Herbst erscheint der Roman als Gesamtausgabe bei Motu One, einem jungen Verlag aus Laatzen, in dessen Geschäftskonzept sich die Twitter-Aktion bestens einfügt.</p>
<p>Seit der Verlagsgründung Ende 2009 setzen Inhaberin Corinna Luedtke und ihr Kollege Marcel Magis auf die Verbindung von klassischen und neuen Medien.</p>
<p>Neben den gedruckten Formaten bringen sie vor allem elektronische Veröffentlichungen auf den Markt. Auch Magis&#8217; Roman &#8220;Im Schatten des Flügelschlags&#8221; wird nicht nur auf Papier erhältlich sein, sondern zudem als E-Book-Version für iPhone, iPod touch und iPad.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/54-88_SK_Juli_101_72.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8557" title="Corinna Luedtke" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/54-88_SK_Juli_101_72-300x271.jpg" alt="" width="300" height="271" /></a>„Bisher fürchten etliche Verlage eine Kannibalisierung der Buch-Verkäufe durch das E-Book, ich sehe eher die Chancen&#8221;, so beschreibt Luedtke ihr Konzept, mit dem sie hofft, neue, insbesondere jüngere Zielgruppen für die anspruchsvolle Literatur begeistern zu können. Der große Vorteil von E-Book-Plattformen, wie Apples App Store, besteht darin, dass sie es ermöglichen, Buchprojekte einem internationalen Publikum kostengünstig anzubieten, die ansonsten nicht realisierbar gewesen wären. Dies nutzt die Verlegerin, nicht nur, um unbekannte moderne Literatur einer breiten Öffentlichkeit  zugänglich zu machen, ihr liegen auch die Werke verfemter und vergessener Autoren am Herzen.</p>
<p>Demnächst werden unter anderem homoerotische Gedichte des von den Nazis verfolgten Kurt Hillers im App Store erhältlich sein; die können dann bequem auf dem iPhone gelesen werden, während man auf den Bus wartet. Erhebliche Einschränkungen im Lesekomfort müssten bei den elektronischen Formaten nicht in Kauf genommen werden, so Luetdke, „es werden die gleichen Qualitätsanforderungen gestellt wie an herkömmliche Bücher, Motu One setzt jede Seite neu, angepasst an das Bildschirmformat&#8221;. Dennoch sollen die E-Books das herkömmliche Buch auf keinen Fall verdrängen; die Verlegerin hängt am „guten alten Papierbuch&#8221; und bringt ab Sommer/Herbst 2010 auch ein erstes gedrucktes Buchprogramm auf den Markt.</p>
<p>Die Zeichen der Zeit erkennen und sich diese für den Literaturbetrieb zu Nutze machen, in diesem Sinne ist auch Marcel Magis&#8217; Internet-Projekt zu verstehen. Mit seinem in der deutschen Literaturlandschaft einzigartigen Twitter-Roman nutzt der Autor die Möglichkeiten von Internet und multimedialen Plattformen, um Leser zu gewinnen. Dabei dient seine Arbeit aber durchaus auch der kritischen Hinterfragung moderner Mediennutzung. „Auf Internetplattformen wird in kürzesten Abständen so viel belangloses Zeug fabriziert, dass man mein Projekt sehr wohl als Spitze gegen Twitter betrachten kann&#8221;, so Magis.<br />
Normalerweise braucht man für die Lektüre eines Romans einige Stunden, wer sich auf der Webside www.twitter.com/fluegelschlag befindet, muss sein Lesetempo notgedrungen drosseln. Bei einer Veröffentlichungsgeschwindigkeit von einem Tweet pro Stunde wird jeder Satz zum „Mikrokosmos&#8221;, der Leser bekommt ein Gefühl für Langsamkeit vermittelt, wie es im kurzlebigen Medium Internet ansonsten selten der Fall sein dürfte.</p>
<p>Bleibt noch die Frage, worum es in dem Buch eigentlich geht. Nur so viel sei verraten: Es ist die Geschichte einer Selbstfindung, geschrieben im Stil eines „magischen Realismus&#8221;. Wem das zu vage ist, der kann sich selbst ein Bild machen. Ob per Mausklick oder mithilfe eines anderen Mediums – genügend Möglichkeiten dürften vorhanden sein.</p>
<p><strong>Swantje Friedrich</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/07/verlag-motu-one-erster-twitter-roman/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>hans-jörg hennecke</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/06/hans-jorg-hennecke/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/06/hans-jorg-hennecke/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 May 2010 22:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-06]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=8391</guid>
		<description><![CDATA[“Linden Tod” ist laut Autor „keine Mord- und Totschlaggeschichte“, sondern vor allem „ein Gesellschaftsroman zum Schmunzeln“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/Hennecke_72.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8392" title="Hans-Jörg Hennecke" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/Hennecke_72-300x246.jpg" alt="" width="300" height="246" /></a>„Sie stehen jetzt unmittelbar vor dem Tatort“, sagt Hans-Jörg Hennecke. Wir befinden uns auf dem Lindener Berg, 89 Meter über Normalnull, und der hannoversche Autor und Journalist, der gerade seinen ersten Krimi “LindenTod” vorgelegt hat, referiert über sein Buch und die Kleingartenkolonie Lindener Alpen, die nach dem ersten Weltkrieg zur Versorgung der Lindener Arbeiter angelegt wurde. Überhaupt: Linden! Dieser Stadtteil im Westen von Hannover sollte so oft wie möglich erwähnt werden, denn er ist so eng mit Henneckes Biografie verknüpft wie eine Stickerei auf Leder. Viele seiner Satiren und Kurzgeschichten handeln vom Leben, Lieben und Leiden der oft eigenwilligen Menschen, die diesen besonderen Kiez bevölkern.<br />
Den 67-Jährigen erinnern sie an die sagenhaften Gallier und ihr kleines Dorf. Auch Henneckes Alter Ego, die Kunstfigur Lindemann, taucht in seinen Büchern und Kolumnen immer wieder auf: In der Stadtteilzeitung Lindenspiegel erklärt dieser Lindemann, seines Zeichens kleiner Beamter für Dieses und Jenes, die Welt und äußert seine Meinung zu bewegenden Themen wie Weltkulturerbe, Fernsehen, Linie 10, Rasenmäher, Pils, Schnaps und Bundeskleingartengesetz.</p>
<p>Und da sind wir nach einem Spaziergang nun endlich angekommen: In Henneckes eigenem Kleingarten. Kirschbäume, Tulpen und Flieder sind erblüht und duften. Die Sonne scheint, und die Vögel zwitschern. Wir sitzen an einem Tisch neben der Laube, während die Lebensgefährtin des Schriftstellers, Christin, Kekse und Kaffee serviert. „Genau hier ist es passiert“, sagt Hennecke. „Hier habe ich mich im Sommer ‘08 mit dem Laptop hingesetzt, nachgedacht, Bier getrunken, Zigarillos geraucht und den Krimi geschrieben.“ Die zündende Idee dafür habe er gehabt, als seine Lebensgefährtin gerade Samen auf ein Hochbeet streute. „Und was kann man unter einem Hochbeet verstecken? Richtig, eine Leiche“, sagt der Autor.</p>
<p>In dem Buch “LindenTod” ist eine idyllische Schrebergartenkolonie deshalb die perfekte Kulisse für einen mysteriösen Mord. Die Handlung ist spannend und komisch zugleich: Lindemann will seinen wohlverdienten Urlaub im sonnigen Linden antreten. Doch bevor er es sich in seinem Garten gemütlich machen kann, taucht auf dem Parkplatz der lauschigen Anlage eine Leiche auf, die plötzlich wieder verschwindet. Als die Zeitungsberichte über Giftmüllfunde in der Nähe der Kolonie sich häufen, wird Lindemann misstrauisch und geht der Sache zusammen mit dem pensionierten evangelischen Pastor Sebastian Sauerbier auf den Grund. Auch zwei bekannte Figuren sind Teil des Romans: Oma Kasten aus dem ersten Stock und der Hartz-IV-Empfänger Stokel-Franz spielen eine Rolle, aber natürlich auch viele Kleingärtner und Beamte. „Das sind alles Ausgeburten meiner Fantasie. Wenn jemand meint, sich selbst wiederzuerkennen, passiert das auf eigenes Risiko“, sagt Hennecke, der aber zugibt, dass die Fiktion in der Realität wurzelt. “Linden Tod” ist laut Autor „keine Mord- und Totschlaggeschichte“, sondern vor allem „ein Gesellschaftsroman zum Schmunzeln“. „Wichtig ist, dass es nur eine Leiche gibt, sofern ich das richtig in Erinnerung habe. Die zweite Leiche wurde mir von der Lektorin ausgeredet“, sagt der 67-Jährige.</p>
<p>Wie alle waschechten Lindener ist Hans-Jörg Hennecke ein Zugewanderter. Er wurde zwar in Hannover geboren, hat aber jahrelang in Dortmund gelebt und ist ein bekennender BVB-Fan. In Nordrhein-Westfalen hat er seine journalistische Ausbildung bei der Jugendzeitschrift Elan absolviert, bevor er Anfang der 90er Jahre in Linden sesshaft wurde. Gearbeitet hat er unter anderem als Autor und Blattmacher für das Freizeitheim Linden und für die evangelische Kirchenzeitschrift VorOrt. Regional bekannt geworden ist er vor allem mit dem literarischen Stadtteilspaziergang “Die Butjerroute”, dem satirischen Geschichtsbuch “Linden – eine wahnsinnige Geschichte” und mit den Lindemann-Publikationen. Außerdem hat er das Theaterstück “Bierkrieg 06” geschrieben und liest regelmäßig zusammen mit Kersten Flenter im Theater am Küchengarten (TaK). Flenter alias Stroganow veröffentlicht wie Hennecke Kolumnen im Lindenspiegel, und beide verbindet ihre große Liebe für das kleine Lindener Dorf. Kennengelernt haben sie sich, weil Freunde der Ansicht waren, dass die Autoren ein gutes Gespann abgeben würden: Ein gemeinsames Buch ist das bisherige Ergebnis dieser literarischen Kooperation.</p>
<p>In seinem Lieblingsstadtteil ist Hennecke mittlerweile ein lokaler Held, und auch die ersten Verkaufszahlen von “LindenTod”, mit dem der zu-Klampen-Verlag ein Publikum über Hannovers Grenzen hinaus erreichen will, sind erfreulich. Drei Wochen nach Veröffentlichung des Krimis waren schon 1000 Exemplare verkauft. Hennecke führt diesen Erfolg auch auf die Tätigkeit seines Verlegers in Springe zurück: „Dietrich zu Klampen interessiert sich für Literatur und denkt nicht nur an Euro und Cent. Er hat ein tolles Team. Die Arbeit mit ihm, der Herausgeberin Susanne Mischke und der Lektorin Anne Hamilton hat gut geklappt.“ Bei einer Lesung im TaK hat Hennecke sein Werk jüngst vorgestellt. „Die Leute haben gelacht und viele Bücher gekauft“, sagt der Autor trocken. Falls es einen zweiten Krimi geben sollte, wird Lindemann wieder die Hauptrolle spielen.</p>
<p>PS: In diesem Bericht tauchen 23-mal die Wörter “Linden”, “Lindener” und “Lindemann” auf: Da geht noch was!</p>
<p><strong>Text und Foto: Simone Niemann</strong></p>
<p><strong>Hans-Jörg Hennecke,<br />
LindenTod, zu Klampen, 192 Seiten, 12,80 Euro.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/06/hans-jorg-hennecke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>luca bloom</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/05/luca-bloom/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/05/luca-bloom/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-05]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=7431</guid>
		<description><![CDATA[Die Jugendlichen haben sich verändert in den letzten Jahrzehnten, keine Frage, sagt sie – aber nicht zwangsläufig zum Schlechteren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem großen, sehr bekannten Café gleich hinter dem Raschplatz treffe ich Luca Bloom. Erstaunt stelle ich fest, dass die Person, die auf mich wartet, lange blonde Haare hat und eine Frau ist. Der Name ist ein Pseudonym, den die Autorin verwendet, weil auch Jungs ihre Bücher lesen sollen. Und „wenn die denken, das Buch sei von einer Frau geschrieben, fassen sie`s meist gar nicht erst an“, so die Erklärung.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/Luca-Bloom_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7430" title="Das Buch" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/Luca-Bloom_72-194x300.jpg" alt="" width="158" height="243" /></a>Luca Bloom schreibt Jugendbücher. „Schlachtfeld“ ist ihr zweiter Roman, der bei Ueberreuter erschienen ist. Beim Lesen eines Zeitungsartikels mit der Schlagzeile „Gymnasiast verprügelt seinen Lehrer“ sei ihr die Idee für ihr neues Werk gekommen, in dem ein Konflikt zwischen Schüler und Lehrer beschrieben wird. Es ist die Geschichte von sehr unterschiedlichen Charakteren, die im schulischen Alltag aufeinandertreffen. Da ist der fünfzehnjährige Schüler Johannes, dessen Überlebensmotto „Verhalte dich möglichst unauffällig, dann kriegst du keine Probleme“ lautet, der resignierte, zynische Lehrer Herr Zinn, welcher Freude daran hat, seine Schüler auch mal vor versammelter Klasse lächerlich zu machen, und schließlich Mick, ein selbstbewusster Schüler, der sich das nicht gefallen lässt und gar nicht daran denkt, einen Menschen anzuerkennen, „bloß weil der Lehrer ist.“ Der Leser erlebt sehr eindringlich und unmittelbar, wie sich der Konflikt bis zur krassen Eskalation zuspitzt.</p>
<p>Auseinandersetzungen wie diese sind – wenn auch nicht in diesem Ausmaß – im Bildungsbetrieb keine Seltenheit, das weiß Bloom aus eigener Erfahrung: Sie ist im Hauptberuf selbst Lehrerin. Die Jugendlichen haben sich verändert in den letzten Jahrzehnten, keine Frage, sagt sie – aber nicht zwangsläufig zum Schlechteren. Die Eskalation, welche im Roman bloß imaginiert wird, sei eine „Gemeinschaftsleistung“, die Ursachen hierfür nicht pauschal zu benennen. Definitiv fehle es im zwischenmenschlichen Miteinander an Zeit – ein Problem, das nicht zuletzt auf bildungspolitische Missstände zurückzuführen sei. So hätten die niedersächsischen Reformen sehr viel Stress erzeugt für Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen. Wenn Schullaufbahnen verkürzt werden, ohne die Lehrpläne entsprechend zu überarbeiten, zunehmend Verfügungsstunden und Beraterstellen gestrichen werden, während der bürokratische Aufwand ständig steigt, bleibt kaum mehr Raum für Gespräche, die über die Vermittlung von Fachwissen hinausgehen, so die Autorin.</p>
<p>Bloom selbst aber hängt sehr an ihrem Lehrerdasein und an ihrer Schule, an der sie „wahnsinnig gerne“ unterrichtet, weshalb sie auch gar nicht daran denkt, ihren Beruf aufzugeben, etwa um Vollzeitschriftstellerin zu werden. „Ich selbst habe noch nie einen Schüler wie Mick oder einen Lehrer wie Zinn erlebt. Mir ging es mehr darum, eine Art Gedankenspiel zu konstruieren, indem ich mir vorstelle, was passiert, wenn sich ein Schüler mal gar nichts gefallen lässt“, sagt sie. Auf die Frage, was denn ein gutes Jugendbuch auszeichne, erhalte ich eine prompte Antwort: „Man muss dicht an den Jugendlichen dran sein, ohne sich anzubiedern, dabei unterhaltsam sein und, ganz wichtig: kein moralischer Zeigefinger!“ Das klingt nicht einfach. Und in der Tat ist Literatur für Jugendliche, die ihre Zielgruppe auch erreicht, eher selten zu finden. Nach Einschätzung der Autorin scheidet etwa fünfzig Prozent der Jugendliteratur gleich von vornherein aus. Im „Schlachtfeld“ kann der jugendliche Leser selbst darüber nachdenken, an welcher Stelle ein Ausstieg, ein Abwenden des Schlimmsten vielleicht möglich gewesen wäre. Fast so schlimm wie der pädagogische Zeigefinger ist auch eine gestelzte, dem Jugend-Slang ferne Sprache. „Zehnmal &#8216;ficken&#8217; habe ich auf Wunsch des Verlags rausgenommen, dann war die Kompromissbereitschaft ausgereizt“, sagt Bloom. „Zu einem authentischen Jugendbuch gehört eben eine entsprechende Sprache, ansonsten kann man es auch gleich bleiben lassen.“ Genügend Material dafür bekommt sie ja aus den Bänken von Klasse fünf bis zwölf ihres Gymnasiums in der Nähe von Hannover. Auch ihr erstes Buch „Ich, Elias“, das bereits in der dritten Auflage bei Ueberreuter veröffentlicht wurde und im Herbst als Taschenbuch beim Beltz Verlag erscheint, profitierte von den Erfahrungen aus dem Schulalltag und der Beobachtungsgabe der Autorin. Ebenfalls ein männlicher Protagonist; warum eigentlich diese Perspektive? „Ganz ehrlich – ich habe keine Ahnung“, lacht sie. Bleibt noch die Frage, was Frau Bloom sonst so treibt? „Ich liebe Ska-Konzerte, Theater, Filme und lese unheimlich viel – am liebsten Jugendbücher.“ Wer hätte das gedacht.</p>
<p><strong>Swantje Friedrich</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/05/luca-bloom/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>das kaminzimmer</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/04/das-kaminzimmer/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/04/das-kaminzimmer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 22:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-04]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=6991</guid>
		<description><![CDATA[Da das Kaminzimmer-Team die Erfahrung machte, dass viele Menschen schreiben (vom Marktverkäufer, über den Metzger bis zum Kommissar), sich aber nicht trauen, damit in die Öffentlichkeit zu treten, wollen sie Anreize geben und motivieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher ist es fast noch ein Geheimtipp. Aber ob Autor oder Zuhörer: wer einmal hier war, kommt gerne wieder. Im Schauraum der Firma Raum Design in der Südstadt präsentieren Marcus Baltzer, Beate Baronner und Jacek T. Zielinski die Lesereihe Das Kaminzimmer.</p>
<p>An Bistrotischen, mit einer kleinen Knabberei passend zum Thema, und einem Glas Wein, finden rund 40 Gäste Platz im gemütlichen Zimmer mit echtem Kamin, wo bekannte und unbekanntere Autoren Lyrik und Prosatexte vorstellen. Unterstützt durch Live-Musik, Kurzfilm, Bilder oder Performances, bietet das Themenspektrum jedem etwas: vom Krimiabend, über Kinderlesungen und Jugendslam bis hin zur Erotiklesung (immer im Mai). Das Open mic findet im Juni mit anschließendem Sommerpausenfest statt, bei gutem Wetter als Open-Air-Party im Hof: „Ein netter Gegenpol. Hier sind schon viele tolle Leute aufgetreten. – Auch sehr unterschiedliche.“ Das sei das Spannende. Einzige Vorgabe: 7 Minuten Zeit, um eigene Texte selbst vorzutragen. Das trauen sich viele nicht. Durch die persönliche Atmosphäre soll darum ein Ort geschaffen werden, der genau dazu ermutigt. Falls sich dennoch einmal zu wenige melden, springt einer der drei selbst literarisch schaffenden Organisatoren ein – irgendetwas haben sie immer in petto. Gemeinsam treten sie übrigens erstmalig beim diesjährigen Kulturfest am 19.05. auf. Eigene Auftritte stünden aber nicht im Vordergrund. Es ginge vielmehr darum, jungen Literaten eine Bühne zu geben und sie zu fördern.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/68-89_Stadtkind_April_10_72.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6990" title="Das Kaminzimmer" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/68-89_Stadtkind_April_10_72-300x249.jpg" alt="" width="300" height="249" /></a>Vor ein paar Jahren, als Beate Baronner ein Praktikum bei dem Firmenbesitzer Dr. Heiner Otto machte, sagte sie einmal eher im Scherz, wie nett es wäre, hier zu lesen. Da der Besitzer selbst kulturell sehr engagiert war, kannte er viele Leute in dem Bereich und hat prompt den Kontakt zu Marcus Baltzer hergestellt, der sich als Organisator von Lesungen und kulturellen Veranstaltungen sowie als Mitglied der Autorengruppe Schriftstelle Hannover in der Literaturszene auskennt. Und dann ging alles ganz schnell: Ein paar Monate später, im März 2007, startete die Lesereihe. Seit dem wird jeden zweiten Dienstag im Monat ab 19 Uhr bei Veranstaltungen mit lokalen KünstlerInnen der Kamin angefeuert.</p>
<p>Im März las Peter Düker beim bereits dreijährigen Jubiläum, der dreißigsten regulären Lesung. Während die Organisatoren anfangs zu bestimmten Themen nach Autoren suchten, ist dies inzwischen zum Selbstläufer geworden. „Es ist toll, dass so viele Autoren, manche auch mehrmals, bereit sind, hier zu lesen. Obwohl es keine Festgage gibt.“ Das störte bis jetzt niemanden, der hier las. Jetzt suchen sie nur noch nach Literaten, weil „es Spaß macht, jemanden zu entdecken. Es ist uns wichtig, einerseits Autoren zu präsentieren, die bereits einen Namen haben, und andererseits interessante Newcomer zu fördern.“ An Anfragen fehlt es nicht. Sie sind so zahlreich, dass es neben den regelmäßigen Terminen zusätzlich Sonderveranstaltungen gibt. Wer dann tatsächlich eingeladen wird, hängt einfach davon ab, „ob es passt“. Und damit ist auch die Qualität der Texte gemeint. Sie muss nicht überdurchschnittlich hoch, aber vorhanden sein. Da das Kaminzimmer-Team die Erfahrung machte, dass viele Menschen schreiben (vom Marktverkäufer, über den Metzger bis zum Kommissar), sich aber nicht trauen, damit in die Öffentlichkeit zu treten, wollen sie Anreize geben und motivieren. Für Schüler gäbe es zahlreiche Wettbewerbe, bei Erwachsenen fehle diese Nische. Außerdem, so erzählen die Initiatoren, ist die Lesereihe auch „ein richtiger Ort der Begegnung geworden.“ Viele Kontakte, Projekte und Freundschaften sind bereits entstanden. Kein Wunder, denn hier darf gelacht und mitgedacht, sich mit den Autoren und anderen Gästen ausgetauscht werden – vor, nach und manchmal auch während der Lesung. Eineinhalb bis zwei Stunden wird gelesen, geplauscht, diskutiert – genau sieht hier niemand auf die Uhr. Hat die Lesung gefallen, bekunden die Gäste das mit einem Obolus für die Künstler. Die Arbeit der Initiatoren ist ehrenamtlich, und der Eintritt immer frei.</p>
<p>Kontakt und Austausch in positiver Wechselwirkung spielt auch mit anderen Institutionen eine Rolle: Z.B. durch die Kooperation mit dem Kulturfunken, dem Forum für Kultur im Stadtteil. Auch Marcus Baltzers Schreibwerkstätten-Teilnehmer oder Autoren der Gruppe Poesie haben schon des öfteren im Kaminzimmer gelesen. Denn Buchautor Jacek Zielinski, der seit letztem Jahr mit im Team ist, ist darüber hinaus auch Mitglied der Gruppe Poesie. Hier lernte er Marcus Baltzer kennen – und wurde schließlich Mit-initiator des Kaminzimmers. Da er in den 80er Jahren aktiv in der literarischen Szene Danzigs tätig war, entstand die Idee, Autoren aus Polen nach Hannover einzuladen und umgekehrt dort Autoren zu präsentieren. Aber noch fehlt ein kleiner Fördertopf, um diesen Plan verwirklichen zu können. Ideen gibt es viele: Die Herausgabe einer Kaminzimmer-Anthologie, ein Schreibwettbewerb im Herbst, eine „Weltuntergangslesung“ am 21.12.2012 – in Anlehnung an den Maja-Kalender – und eine Lesenacht sind fest geplant. Außerdem sollen mit speziellen Angeboten Lindener Literaturinteressierte in die Südstadt geholt werden, um mit „Linden goes Südstadt“ die freundschaftlichen Verbindungen zu intensivieren.</p>
<p><strong>Christine Meier</strong><br />
<strong><br />
Das Kaminzimmer bei Raum Design<br />
Große Barlinge 63, 30171 Hannover<br />
www.raumdesign-hannover.de</strong></p>
<p><strong>Die nächsten Termine:<br />
13.04. Tahere Asghary:<br />
. .. in aller Freiheit (Poesie &amp; Tanz)<br />
11.05. Frauke Baldrich-Brümmer: Es bockt der Mai (Eulenspiegeleien, Slam Poetry, Trulliges &amp; Versfüßiges)</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/04/das-kaminzimmer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>hartmut el kurdi</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/03/hartmut-el-kurdi/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/03/hartmut-el-kurdi/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 22:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-03]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=6349</guid>
		<description><![CDATA[In einem Café in Linden treffen wir Hartmut El Kurdi. Witzig, charmant, gutaussehend. Schreibt noch dazu eine grandiose Kolumne im Stadtkind – oder wie er es deutlich formuliert...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Café in Linden treffen wir Hartmut El Kurdi. Witzig, charmant, gutaussehend. Schreibt noch dazu eine grandiose Kolumne im Stadtkind – oder wie er es deutlich formuliert: „Ich habe im nächsten Monat wieder eine ganze Seite, um mich zu rächen.“ Wie gesagt: Witzig, charmant,&#8230; Und leider auch schon vergeben.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/03/hartmut-el-kurdi.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6300" title="Hartmut El Kurdi" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/03/hartmut-el-kurdi-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a>Sein Name kommt aus dem Althochdeutschen. Hartmut ist eine Heldenfigur im mittelalterlichen Gudrunlied. Der zufällige Bezug zur Gudrunsage hat dabei nichts zu tun mit der Arbeit, die ihm jüngst zugefallen ist. Es war schlicht der Verlag, der an ihn herantrat, die besten Sagen aus dem Ruhrgebiet in einem Buch für Kinder zu bündeln. Erst im Februar ist „Ritter, Räuber, Spökenkieker“ bei Sauerländer erschienen – herausgegeben von „Sagensammler“ Dirk Sondermann aus Bochum, neu erzählt von Hartmut El Kurdi aus Hannover. Vorrangig in Nordrhein-Westfalen wird El Kurdi ab März unterwegs sein, um aus dem neuen Buch vorzulesen. Erstmals dann auf der lit.COLOGNE. Auf der Bühne vor 200 Kindern zu lesen – eher die Ausnahme für den 45-Jährigen. „Ich lese ja normalerweise aus gutem Grund nur vor ein bis zwei Klassen.“ Schulen können ihn über seine Homepage <a href="http://www.hartmutelkurdi.de">www.hartmutelkurdi.de</a> kontaktieren und für Lesungen oder Aufführungen buchen. Dem Friedrich-Bödecker-Kreis e.V. angehörend, kann er zudem über <a href="http://www.boedecker-kreis.de">www.boedecker-kreis.de</a> vermittelt werden. Die „sehr sinnvolle Organisation“ mit Hauptsitz in Hannover hat es sich zur Aufgabe gemacht, Leselust zu fördern. Genau darum geht es El Kurdi bei seinen Lesungen: durch den direkten Austausch Spaß an Literatur zu wecken. Von allem, was er macht, sei ihm das subjektiv betrachtet auch das Liebste. „Wenn man nach Hause geht nach so einer Lesung, hat man nicht nur seine Eitelkeit befriedigt, wie es in der Kunst ja so ist, sondern darüber hinaus auch noch etwas Sinnvolles getan.“ Unterm Strich sei aber gerade die Abwechslung das Schöne.</p>
<p>Kulturpädagogik hat er in Hildesheim studiert. Das Theater war und ist eine seiner Leidenschaften. Neben Kinderbüchern schreibt er Theaterstücke. „Angstmän“ und „Johnny Hübner greift ein” gehören zum Repertoire zahlreicher deutscher Theater. Überregionale Präsenz bietet ihm seine Kolumne bei der Berliner taz. „Der Viktualien-Araber“ bietet übrigens alle gesammelten Kolumnen und Kurzgeschichten El Kurdis zum Preis von einem Buch. Hin und wieder ist El Kurdi als Schauspieler oder Regisseur an deutschen Theatern zu Gast und als Vorleser seiner eigenen Texte auch für Erwachsene unterwegs. Gerade erst hat er seinen ersten Auftritt als festes Mitglied der frisch reformierten Lesebühne OraL B! hinter sich gebracht, die nun in neuer Teil-Besetzung alle zwei Monate jeweils am dritten Sonntag im Béi Chéz Heinz stattfindet. Das nächste Mal wieder am 18. April.</p>
<p>Der Vater Jordanier, die Mutter Deutsche, zog die Familie von der jordanischen in die englische Hauptstadt, als El Kurdi etwa ein halbes Jahr alt war. Bis zu seinem fünften Lebensjahr wuchs er zweisprachig (Deutsch/Englisch) auf, dann trennten sich die Eltern. El Kurdi ging mit seiner Mutter nach Kassel; die Geschwister blieben beim Vater in England. Nach wie vor ist er dort oft zu Besuch, sieht England als seine zweite Heimat. Immerhin hat er eine der einschlägigsten, pubertären Erfahrungen hier gemacht: Als er gerade wieder einmal nach Deutschland zurückflog, schenkte die britische Fluggesellschaft ordentlich Sekt aus. Es war der Tag, an dem Charles und Diana heirateten. „Da habe ich mich zum ersten Mal in meinem Leben richtig betrunken.“ Dass quasi das Königshaus ihn abgefüllt hat, wird ihn wahrscheinlich nicht vor einem königlichen Kater bewahrt haben.</p>
<p>Seit September 2009 wohnt El Kurdi mit seiner Frau und der zehnjährigen Tochter nun in Linden. Acht Jahre Hildesheim und zuletzt 14 Jahre Braunschweig liegen hinter ihm. Dies allein schon ein Grund, ihm „den niedersächsischen Verdienstorden für Ausdauer und Durchhaltekraft“ um den Hals zu hängen. Dort hängt ansonsten nur die Gitarre. Seit fünf Jahren spielt El Kurdi in der Braunschweiger Countryband The Twang. Gegründet vor zehn Jahren, gelten sie als die erste Band überhaupt, die Country-Coverversionen von Nicht-Country-Songs interpretiert haben. Nur ging das damals auf keine Kuhhaut. Erst durch Texas Lightning, die zuvor originalen Country gemacht und anschließend auf die Cover-Schiene gewechselt haben, erhielt das Ganze eine Akzeptanz. Jetzt können auch The Twang in ernsthaften Country-Clubs spielen, ohne dass das Publikum sich „verarscht“ vorkommt. Ab Sommer sind sie wieder auf Tour, im Herbst wohl auch in der Faust zu Gast. Etwa zur gleichen Zeit erscheint das neue Album.</p>
<p>Hartmut selbst ist zu unserem Treffen mit Cowboystiefeln erschienen. Doch der vermeintliche Straßencowboy gibt sich schnell als „der einzige Mensch auf der Welt ohne Führerschein“ zu erkennen. Im Duell Hannover vs. Braunschweig wohl ein klarer Vorteil für uns: Längerer Durchritt per Bahn ohne Umsatteln möglich. Hoffmann mal, dass es auch sonst noch ein paar Gründe gibt, OB derer Hannover ihm besser gefällt. Und tatsächlich: „Es scheint mir hier interessanter zu sein.“</p>
<p><strong>Manuela Sender</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/03/hartmut-el-kurdi/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>susanne mischke</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/02/susanne-mischke/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/02/susanne-mischke/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 22:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2010-02]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=7781</guid>
		<description><![CDATA[„Ich musste irgendwas machen, sonst wäre ich durchgedreht.“ Also hat sie geschrieben...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/susanne-mischke.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7782" title="Susanne Mischke" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/susanne-mischke-207x300.jpg" alt="" width="150" height="219" /></a>„Das Schreiben hat mich auf jeden Fall gerettet, sonst hätte ich wahrscheinlich Töpferkurse in der Toskana gemacht oder irgendetwas in der Art.“ Susanne Mischke lacht. Der Wunsch, als Autorin zu arbeiten, war nicht immer akut. Nach dem Abitur studierte sie BWL. „Das macht man, wenn man noch nicht weiß, was man machen will.“ Heute würde sie gar nichts anderes mehr machen wollen als zu schreiben. An ihre ersten Romane sei sie völlig unbedarft herangegangen. Als ihr Sohn etwa anderthalb war, habe sie sich einfach gelangweilt zu Hause. „Ich musste irgendwas machen, sonst wäre ich durchgedreht.“ Also hat sie geschrieben – und in „Mordskind“ ihre Erlebnisse mit der „schwierigen Spezies“, anderen Müttern, verarbeitet. Der Roman sorgte damals gleichermaßen für Diskussionsstoff unter Pädagogen wie für heimliches Lesevergnügen unter Gleichgesinnten.</p>
<p>Inzwischen ist der Sohn zwanzig und Mischkes Müttertrauma wohl überwunden. Für Lesevergnügen sorgt sie weiterhin. Aktuell mit dem Roman „Tod an der Leine“, Teil zwei ihrer Krimi-Serie um Kommissar Völxen und sein eigenwilliges Team.</p>
<p>Geboren und aufgewachsen in Kempten im Allgäu, haben es sage und schreibe siebzehn Umzüge werden müssen, bis sie 2002 auch mal die Kisten für unsere Region gepackt hat. Nach einigen Jahren in Wennigsen, hat sie sich im Juli 2009 dann endlich reingetraut nach Hannover und wohnt seitdem in der Südstadt. „Ich habe jetzt doch gemerkt, dass ich ein Stadtmensch bin.“ Sie fühlt sich wohl hier. Ein Glück für uns. Wohl kaum hätte es sonst ihre Hannover-Krimi-Serie gegeben. Der Einfachheit halber fange man als Autor irgendwann damit an, die Schauplätze in der Stadt zu suchen, in der man auch wohnt. Zu der Zeit, als sie mit ihrer Völxen-Serie begonnen hat, habe es noch so gut wie keine Krimis über Hannover gegeben. Dies der eine Grund dafür, dass es ausgerechnet eine Krimi-Reihe geworden ist. Der andere Grund: Das Genre macht ihr einfach Spaß. Im Buchhandel weiß man die Autoren gerne irgendwo unterzubringen. Sie selbst sieht sich schlichtweg als Autorin. „Ich schreibe eigentlich das, wonach mir der Sinn steht.“ Dabei rutsche sie komischerweise immer wieder ins Krimi-Genre hinein. Und „komischerweise“ trifft es ganz gut. Ihr erster Roman: eine Satire – mit einem kleinen Mord am Rande. Seither hat sie den Spieß im Grunde nur umgedreht. Satire ließe sich mit Krimis sehr gut verbinden. Bierernst und depressiv beim Leser ankommen wolle sie jedenfalls nicht. Gerade ihrer eher flapsigen Schreibweise hat sie es sicherlich zu verdanken, dass auch der Jugendbuchhandel auf sie aufmerksam wurde. Eine Lektorin des Arena Verlags war eines Tages auf sie zugekommen. Mischkes Roman „Wölfe und Lämmer“, in dem auch eine junge Türkin mitspielt, sei beinahe genau das, was sie suchten. Unter der Bedingung, „nicht auf irgendwelche Pädagogen Rücksicht nehmen zu müssen“, sagte die heute 49-Jährige zu. Inzwischen ist das Schreiben von Jugendkrimis zu ihrem zweiten Standbein geworden. Eigentlich seien das sogar die richtigen Psycho-Thriller. Die Jugendlichen wollten schließlich nichts „Weichgespültes“. Der einzige Unterschied besteht darin, dass das Ganze sich in der Welt der Jugendlichen abspielt und die Protagonisten jünger sind. Zielgruppe: Mädchen von 12 bis 15 Jahren. „Die wollen sich natürlich nicht mit einem 50-jährigen versoffenen Kommissar identifizieren.“ Mischkes Konzept geht auf. Häufig bekommt sie E-Mails von Jugendlichen. „Ey, geiles Buch!“ heißt es da. Oder es gibt Kritik. Unverblümt, ehrlich und witzig. Susanne Mischke freut sich über den regen Austausch. Nicht zuletzt deswegen hat sie unter www.maedchenkrimi.de gerade erst eine interaktive Website aufgebaut. Überhaupt ist sie derzeit gut beschäftigt. „Zum ersten Mal durchschlafen kann ich wieder im August.“ sagt sie sichtlich zufrieden. Lesungen gäbe es nicht während der Wintermonate. Eine gute Zeit also, „um fertig zu werden“. Zum Beispiel mit dem dritten Teil ihrer Völksen-Reihe, der im November herauskommen soll. Darüber hinaus ist sie nicht nur als Autorin umtriebig. Gemeinsam mit Richard Birkefeld gibt sie den „Ring der Niedersachsen“ heraus, eine Anthologiegeschichte, die in Hannover und Umgebung spielt und sich durch alle Zeiten von der Varusschlacht bis zur Gegenwart zieht. Insgesamt sieben hannoversche Autoren wirken daran mit, darunter auch sie selbst. Gerade säßen sie daran, die ineinander greifenden Geschichten aufeinander abzustimmen. Denn natürlich gibt es auch einen Ring, der sich wie ein roter Faden durch diese zieht. Erscheinung voraussichtlich kommenden Herbst. „Das sollte auch klappen, wenn bis zum Frühjahr jeder fertig ist mit seiner Geschichten. Die anderen sind auch alle sehr fleißig&#8221;, sagt sie und lacht. Die anderen sind nahezu fertig. Ihre Geschichte nicht. Bis März müsse sie erstmal Völksen zuende bringen. Im Idealfall sei es so, dass man ein Buch nach seiner Fertigstellung sechs Wochen liegen lassen und dann noch einmal drüberlesen könne. Das klappe aber nicht, fügt sie lachend hinzu. Ein bisschen Druck müsse eben da sein. Und ein paar Sollbruchstellen für&#8217;s Lekorat müsse man schließlich auch einbauen, „damit die auch noch etwas streichen dürfen“. Wieder lacht sie. Bei ihren ersten Büchern habe sie sich noch über jeden Strich aufgeregt. Inzwischen hänge sie nicht mehr mit Herzblut an jedem Satz. „Was bei Erstlingsautoren und witzigerweise auch bei Männern der Fall ist.“ Mischke muss es wissen. Als Herausgeberin und dadurch Lektorin erlebt sie schließlich auch die andere Seite. „Männer hängen schon sehr an ihren Kopfgeburten.&#8221; Wir lachen beide.</p>
<p><strong>Manuela Sender</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/02/susanne-mischke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>juliane beer</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/09/juliane-beer/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/09/juliane-beer/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 22:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2009-09]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=5376</guid>
		<description><![CDATA[Schreiben gehörte für Juliane Beer schon als Kind zum Leben: Tagebuchartig hielt sie in Geschichten fest, was sie beschäftigte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2009/10/Beer_500px.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5122" title="Juliane Beer" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2009/10/Beer_500px-206x300.jpg" alt="Juliane Beer" width="206" height="300" /></a>Im Verlag zeter und mordio wird gezetert statt gezaudert, es geht um den „Austausch jenseits kommerzieller Kunstformen“ und um „Nebenwelten“. In dieses Konzept gehört auch die 45-jährige Berliner Autorin Juliane Beer, die 2004 zu dem hannoverschen Verlag fand. Als sie sich damals mit ihrem ersten Roman „Über den Fortgang der Dinge“ auf die Suche nach einen Verlag machte, landete sie mit viel Anfängerglück, wie sie es beschreibt, bei zeter und mordio in Hannover.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schreiben gehörte für Juliane Beer schon als Kind zum Leben: Tagebuchartig hielt sie in Geschichten fest, was sie beschäftigte. Das Schreiben von Romanen begann als Gedankenexperiment, weil sie es leid war, ständig Geschichten von Figuren auf der Suche nach Liebe und Erfolg zu lesen. Juliane Beer wollte eine Figur erschaffen, die einfach nur ist, die von der Umwelt in Ruhe gelassen werden will, die arbeitet, um zu Leben, und nicht lebt, um zu arbeiten. Obwohl die ambitionierte Autorin feststellen musste, dass ihr Versuch fehlgeschlagen ist, denn auch ihre Figur kann sich nicht völlig den Konventionen der Gesellschaft entziehen und gerät, gerade weil sie nur friedlich vor sich hin leben will, in Konflikte mit der Umwelt, gibt Juliane Beer es nicht auf, und kreiert in ihren Büchern immer wieder eine Figur, die sich der Umwelt zu entziehen versucht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ideen für ihre Romane sammelt Juliane Beer in ihrer Umgebung, wenn sie in der Straßenbahn sitzt, bei der Arbeit ist oder im Café Menschen beobachtet. Aus diesem Grund wird Berlin auch wieder und wieder zum Ort ihrer Romane. Als sie in Hannover gelebt hat, hat sie noch nicht geschrieben, ansonsten wäre die Landeshauptstadt Niedersachsens heute vielleicht Standort ihres Schreibtisches und Schauplatz ihrer Romane. Es muss nicht Berlin sein, versichert uns die Schriftstellerin. Der Schreibtisch muss es allerdings sein, denn das ist der Platz, an den sich die Autorin zurückzieht und schreibt. Sie ist keine Freundin großer Aufregungen und plant ihren Arbeitstag genau: Jeden Morgen zwischen 8 und 9 steht die disziplinierte Autorin auf, durchforstet die Tageszeitungen, setzt sich an den Schreibtisch, um an ihrem derzeitigen Projekt zu arbeiten, bis ca. 13:00 Uhr, danach begibt sie sich in die Stadt, um zu Mittag zu essen, oder einen Kaffee zu trinken, oder geht ihrem Brotjob als Telefonistin in einem Meinungsforschungs-institut nach. Genauso wie sie ihren Tag strukturiert, gibt sie ihren Romanideen Gerüste, bevor sie beginnt zu schreiben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Juliane Beer ist nicht eine von diesen Künstlerinnen, die Mitten in der Nacht bei einem Glas Rotwein ihre Kreativität finden und einfach drauflos schreiben. Sie geht mit Plan vor und schläft die Nacht durch. Mit einem konkreten Gerüst beginnt sie ihre Romane, bis die Figuren sich unerwartet anders entwickeln oder die Handlung auf andere Wege gerät. Juliane Beer schreibt nicht nur, sie liest auch gerne. Ihre Regale werden u.a. von Gottfried Benn, Emanuel Bove und Rolf Dieter Brinkmann bevölkert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Neben dem literarisch Hochwertigen darf bei der Autorin das Phantastische nicht zu Kurz kommen: besonders Johannes von Buttlar gehört zu ihren Favoriten. Neben Büchern stillt sie ihren Durst nach Phantastischem auch mit Filmen und Serien, schon als Kind war sie begeistert von Time Tunnel und Raumschiff Enterprise, heute lässt sie sich immer noch gerne von einigen Folgen aus den 70ern entzücken. Wie die Science-Fiction Faszination der Schriftstellerin psychologisch einzuordnen ist, weiß sie selber auch nicht, vielleicht versucht sie der realen Welt zu entfliehen, aber das ist nur ihre eigene Küchenpsychologie.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Schreiben bietet der Autorin die Möglichkeit, sich mit einem kontroversen Thema auseinander zu setzen. Harmlose Unterhaltung ist für die Berliner Schriftstellerin nichts; Kunst muss für sie politisch sein. Das von ihr gewählte Thema ist: Arbeit. Und bleibt es vorerst auch. Ist ein glückliches Leben ohne Arbeit möglich und wie verändert Geld den Menschen, mit solchen und andere Fragen beschäftigt sie sich in ihrem zweiten Roman „Eines Nachts habe ich einen Ausflug gemacht“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Augenblicklich schreibt sie an einem neuen Projekt, in dem eine renitente Arbeitsvermittlerin, die ihren Arbeitsplatz zur Schwarzagentur umwandelt, im Mittelpunkt steht. Ihr größter Wunsch wäre es, den grandiosen Science- Fiction Roman zu schreiben, der das Blut des Lesers in den Adern gefrieren lässt, ein Roman, nach dessen Lektüre der Leser im Nachhinein keinem Naturgesetz mehr vertraut. Für dieses Vorhaben können wir ihr nur viel Erfolg wünschen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Anne Quante</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/09/juliane-beer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>mirco buchwitz</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/08/mirco-buchwitz/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/08/mirco-buchwitz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 22:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2009-08]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://skneu.d-1.com/?p=4493</guid>
		<description><![CDATA[...schon sein Gitarrenlehrer gab ihm den Satz mit auf den Weg: „Die Momente, in denen du dich schlecht findest, sind die Momente, in denen du besser wirst.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Treue Stadtkindleser der ersten Stunde erinnern sich möglicherweise – es ist ja doch schon ein paar Jährchen her –, dass in der allerersten Ausgabe des Stadtkinds eine Kurzgeschichte von Mirco Buchwitz erschien. Er selbst möchte an diese Geschichte lieber nicht erinnert werden. Heute würde er sie anders schreiben. Aber schon sein Gitarrenlehrer gab ihm den Satz mit auf den Weg: „Die Momente, in denen du dich schlecht findest, sind die Momente, in denen du besser wirst.“</p>
<p>Mirco Buchwitz kennt man in Hannover von der Lesebühne OraL, bei der er bis vor kurzem mitwirkte. Mehr als vier Jahre war er dabei. Auch im Quatsch Comedy Club konnte man ihn bereits bewundern. Doch als Comedian würde er sich selbst ebenso wenig bezeichnen wie als Poetry-Slammer. Als solcher war er zwei Jahre lang aktiv, bis ihm die eingeschränkten Möglichkeiten, die eigene Bandbreite tatsächlich zeigen zu können, den Spaß und die Lust am Poetry-Slam raubten. Seit eineinhalb Jahren ist es nun damit vorbei: „Zu Poetry-Slams fährst du sechs Stunden zum Auftritt nach München, und dann stehst du fünf Minuten auf der Bühne. Wenn du in die zweite Runde kommst, hast du nochmal fünf Minuten, und dann kannst du wieder nach Hause fahren. Das war mir irgendwann zu wenig.“ Im Bereich Comedy und Kabarett probierte er sich eineinhalb Jahre aus. Spaß machte es ihm schon, den Kasper zu spielen, doch hier fehlte es ihm auf Dauer an der ernsthaften Aussage.</p>
<p>Heute weiß Buchwitz, dass er am liebsten solo auftritt: 90 Minuten Zeit, in denen er Musik machen und Live-Hörspiele präsentieren kann – mal lustig, mal ernst, erzählt er seine Texte, begleitet von Musik und Stimmen aus dem Off im Hintergrund. Die Überleitungen der Stücke haben dabei leicht comedianhaften Charakter, aber es geht auch immer wieder tiefgründig und ernsthaft zu. Dass er bei diesen Shows weniger Publikum als beim Quatsch Comedy Club hat, nimmt er gerne in Kauf; seit Mai hat er sich fürs Erste von der Fernsehshow verabschiedet.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4492" title="Mirco Buchwitz" src="/wp-content/uploads/2009/08/Mirco-Buchwitz_net-300x247.jpg" alt="Mirco Buchwitz" width="300" height="247" />Momentan plant Buchwitz allerdings auch keine Auftritte mehr. Er konzentriert sich ganz aufs Musikmachen und Schreiben, trägt viele Ideen für neue Bücher zusammen, schreibt Anfänge, probiert aus.</p>
<p>„Mich langweilen Sachen immer ziemlich schnell. Ich finde es angenehmer, immer wieder Neues auszuprobieren und zu gucken, wo es hingeht“, so der 35-Jährige. Leichte, einfache Pop-Literatur könnte das sein. Oder „relativ humorfreie Geschichten“. Und wer weiß: Vielleicht überlegt er es sich auch wieder anders und kommt schon bald zurück auf die Bühne?</p>
<p><em>(Foto: Jennifer Kurbjuweit</em>)</p>
<p>„Von allem ein bisschen“, das war schon früher so: Nach dem Zivildienst studierte er ein paar Semester Englisch und Philosophie an der Uni Hannover. „Ziellos“, wie er sagt. Literatur zu schreiben war nie wirkliches Ziel. „Ich habe mich nicht hingesetzt und gesagt: Das ist es, was ich machen will. Ich habe nie darauf hingearbeitet. Das ist so entstanden im Laufe der Zeit.“ Ursprünglich hat er eine Erzieherausbildung gemacht, wollte mit behinderten Menschen arbeiten. Doch es gab keine passenden Stellen. Geschrieben hat er schon damals, Songtexte als Gitarrist und Bassist in verschiedenen Bands. Irgendwann gab es dann wegen chronischer Erfolgslosigkeit oder auch zunehmender Lustlosigkeit keine Band mehr. Aber noch immer reichlich Ideen. Aus diesen Texten, die nach und nach länger wurden, entstanden Geschichten, vor allem Kurzprosastücke und Kurzhörspiele. Veröffentlicht hat er sie in Form von Hörbüchern, komplett selbst produziert und geschnitten. Zu hören waren sie u.a. im DeutschlandRadio und im ORF. Neben Oliver Kalkofe, Hans Werner Olm, Oliver Korittke und vielen anderen, war er auch bei der Hörspielserie „WUPP &#8211; Die Dimensionsjäger“ mit von der Partie – eine Zeitreisengeschichte für Erwachsene und Kinder.</p>
<p>Nach sieben Jahren Training auf der Kurzstrecke folgte dann ein Marathon. Gerade hat der Autor und Musiker seinen ersten Roman fertiggestellt: Eine Tragikkomödie über eine Geschwister-Beziehung. Buchwitz möchte Romane schreiben, bei denen der Leser wirklich bei der Figur ist, in der Geschichte. Er soll Anteil an den Protagonisten nehmen, sie kennen lernen, mitfühlen. Bei Drehbuchautoren nennt man das „Show! – Don&#8217;t tell!“ Geschichten werden so erzählt, dass Geschehnisse und Wahrnehmungen aus den Szenen und Situationen deutlich werden.</p>
<p>Romane – muss man da nicht als Autor selbst sehr viel lesen? Auf seiner Webseite steht, dass Buchwitz nur sehr wenig liest. „Bekannte sagen immer, ich lese zu wenig. Stimmt auch. Natürlich lese ich lange nicht mehr so viel, wie damals während meines Studiums.“ Heute sei er eher so eine Art Filmnerd geworden, der stundenlang im Internet Interviews mit Drehbuchautoren liest, Filminternetseiten studiert oder Filme ansieht. „The Fall ist super“, schwärmt Buchwitz, „großartige Bilder, kitschige Geschichte. Oder auch Vincent Gallo, Brown Bunny. Der hat eine großartige Vollmacke!“ Wenn der Filmjunkie doch liest, dann momentan bevorzugt Erich Maria Remarque und (Auto-)Biographien.</p>
<p>Bei seiner Begeisterung für autobiographische Texte stellt sich natürlich die Frage nach dem Anteil des Autobiographischen in seinen Texten. Der sei eher klein, sagt er. Erfahrungen ja, aber er lehne es strikt ab, dem Publikum sein Tagebuch vorzustellen. Sicher sei alles Geschriebene irgendwie autobiographisch, aber man sollte als Autor immer „eine Geschichte daraus machen, die auch andere Leute interessiert und nicht nur einen selbst“. Den Titel seines Romans möchte er noch nicht verraten. Wir erwarten das erste Buch jedenfalls sehr gespannt!<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Christine Meier</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/08/mirco-buchwitz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>bella triste</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/07/bella-triste/</link>
		<comments>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/07/bella-triste/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 22:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[2009-07]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.stadtkind-hannover.de/?p=4778</guid>
		<description><![CDATA[BELLA triste zeigt: Das geschriebene Wort in seiner künstlerischen Ausprägung ist lebendig, jung, wild, wunderbar, verschlungen, spannend und schön...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>zeitschrift für junge literatur</strong></p>
<p>Wenn man an Literaturzeitschriften denkt, hat man unweigerlich eine Assoziation an verstaubte, dröge Materie in schwerer Wissenschaft-Schreibe, abgehandelt von alteingesessenen elitären Professoren, vor Augen, die ihre Arbeiten publizieren. Und genau das Gegenteil trifft auf die Schöne Traurige aus Hildesheim zu: 2001 als Zeitschrift für junge Literatur in Hildesheim gegründet, veröffentlicht sie Prosa und Lyrik junger Autorinnen und Autoren renommierter Verlagshäuser sowie Texte bislang unbekannter Schreibender.</p>
<p>Die sechs jungen Redaktionsmitglieder studieren alle Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Uni Hildesheim, wo ihnen nach eigenen Angaben nicht nur Theoriewissen vermittelt wird, sondern wo gleichberechtigt neben der Umsetzung von Literaturprojekten auch die individuelle Schreibpraxis steht. In diesem Sinn will das junge Literaten-Blatt zwischen reiner Literatur und grober Theorie davon erzählen, welche Fragen und Herausforderungen die deutschsprachige Literatur heute lebendig halten. Will zeigen, was junge Literaturschaffende momentan bewegt und umtreibt und eine Plattform bieten für junge Schriftsteller und Autoren. So wird das Dickicht des jungen Erzählens erkundet, werden Schneisen geschlagen und Entdeckungen gemacht. Hinzu kommen – in einem zweiten Heftteil – Essays, Reflexionen, Interviews und Diskussionen über alles, was die junge Szene (und andere) an Literatur interessiert.</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2009/08/Bella-Triste_net.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4683" title="Bella Triste" src="/wp-content/uploads/2009/08/Bella-Triste_net-217x300.jpg" alt="Bella Triste" width="217" height="300" /></a>Dass die Redaktionssitzungen noch immer zumeist in WG-Küchen bei Tee oder auch mal mit Bier abgehalten werden, tut der Qualität des Blattes nicht den geringsten Abbruch. Der Leser scheint die Leidenschaft der Redakteure und jungen Künstler zu spüren, das Engagement mit dem die Bella entsteht: Wird doch meist bis in die Nacht gestritten und leidenschaftlich debattiert, welche Texte in das Heft aufgenommen werden. Die Redaktion übernimmt neben der inhaltlichen Arbeit auch sämtliche organisatorische Aufgaben, die mit ihrem “Baby” in Verbindung stehen: Vertrieb, Finanzplanung, Werbung. Es ist ihnen wichtig, dass alles stimmig ist, also auch Inhalt und Layout aufeinander abgestimmt sind. Darum soll der künstlerisch-ästhetische Anspruch natürlich auch äußerlich in Aufbau und Gestaltung eingehalten werden. Deswegen sorgt derzeit der Graphiker Andreas Töpfer, zu dessen Werk u.a. das Buchdesign des Berliner Independent-Verlags kookbooks zählt, für die liebevolle und originelle Gestaltung der Zeitschrift.</p>
<p>Die BELLA-Figur, die auf jedem Cover zu sehen ist, zeichnet die Illustratorin Silke Schmidt – seit der ersten Ausgabe und für jede Ausgabe neu. In jedem Heft findet sich darüber hinaus ein Illustrationsteil, in dem jedes Mal ein anderer Künstler präsentiert wird.</p>
<p>Seit Paul Brodowsky und Wiebke Späth die BELLA triste ins Leben riefen, ist die Zeitschrift kontinuierlich gewachsen: Mittlerweile erscheint sie mit einer Auflage von 2.000 Stück, die von  Literaturbegeisterten im ganzen deutschsprachigen Raum (und vereinzelt auch darüber  hinaus)gelesen wird. Im deutschen Feuilleton zeigt man sich mitunter fasziniert und spricht zum Beispiel in der ZEIT-Literatur von einem „Zeitschriftenwunder“.</p>
<p>Und tatsächlich ist die Arbeit der angehenden Kulturjournalisten und Autoren noch weit mehr als die pure Herausgabe einer Zeitung über Literatur. Regelmäßig lädt BELLA nämlich auch zu innovativen Lesungen und Release-Partys in Hildesheim, wenn eine neue Ausgabe erschienen ist. Dabei wird versucht, das viel zu häufig verstaubte und einschläfernde Format Lesung neu zu beleben und weiterzuentwickeln. So fand die letzte Lesung im Wasserparadies Hildesheim statt – die Autoren saßen in Badelatschen zwischen Whirlpool und Wasserrutsche, im Anschluss an den literarischen Teil planschten die Zuschauer noch bis in die Nacht in Mondlichtbecken und Strudelbad.<br />
Und als ob das noch nicht genug wäre, veranstaltet die Bella e.V. gemeinsam mit Prosanova alle drei Jahre das größte Festival für junge Literatur im deutschsprachigen Raum. Im Mai 2008 fand das Festival zum zweiten Mal statt: Über hundert Künstlerinnen und Künstler reisten damals nach Hildesheim, um vier Tage lang mit einem vielköpfigen und interessierten Publikum in über dreißig Veranstaltungen zu Text, Tanz und Gespräch zusammenzukommen.</p>
<p>BELLA triste zeigt: Das geschriebene Wort in seiner künstlerischen Ausprägung ist lebendig, jung, wild, wunderbar, verschlungen, spannend und schön – in der Gegenwart – und hoffentlich ist es auch ihre Zukunft!</p>
<p><strong>Christine Meier</strong></p>
<p><strong>Mehr Infos unter: <a href="http://www.bellatriste.de">www.bellatriste.de</a>.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/07/bella-triste/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
<!-- WP Super Cache is installed but broken. The path to wp-cache-phase1.php in wp-content/advanced-cache.php must be fixed! -->
