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	<title>STADTKIND - hannovermagazin &#187; menschen</title>
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		<title>Timo, 27</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 15:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[10 to go]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist das tollste Kompliment, das du je bekommen hast? Man hat mir gesagt, dass ich sehr schöne Augen habe und ein sympathisches Lächeln. Außerdem soll ich ein guter Zuhörer sein. Was ist aktuell dein schlimmstes Kleidungsstück in deinem Schrank? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/20-23_SK_August_2011_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14656" title="Timo, 27" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/20-23_SK_August_2011_72-300x282.jpg" alt="" width="300" height="282" /></a>Was ist das tollste Kompliment, das du je bekommen hast? </strong></p>
<p>Man hat mir gesagt, dass ich sehr schöne Augen habe und ein sympathisches Lächeln. Außerdem soll ich ein guter Zuhörer sein.</p>
<p><strong>Was ist aktuell dein schlimmstes Kleidungsstück in deinem Schrank? </strong></p>
<p>Ein Mickie-Krause-T-Shirt aus dem RIU Palace.</p>
<p><strong>Was war deine schrägste Jugendsünde? </strong></p>
<p>Das war auf der Tiermedizin-Mensaparty: Nacktflitzen über den Sportplatz, und ich war nicht allein …</p>
<p><strong>Der beste Anmachspruch, den du je gebracht hast?</strong></p>
<p>Ich bin sehr schüchtern, das ist Anmache genug, und sonst haben meine schönen Augen alles geregelt. Aber ich verrate einen: „Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick oder soll ich nochmal reinkommen?“</p>
<p><strong>Was war deine Lieblingsband, als du noch ein Kind warst? </strong></p>
<p>Das waren die Ärzte und Blink 182.</p>
<p><strong>Gibt es etwas, was du überhaupt nicht magst? </strong></p>
<p>Rosenkohl!!!</p>
<p><strong>Welches Buch sollt man auf jeden Fall lesen? </strong></p>
<p>„Das Foucaultsche Pendel“ von Umberto Ecco.</p>
<p><strong>Dein absolutes Urlaubs-No-go? </strong></p>
<p>Regen und penetrante Familien.</p>
<p><strong>Was ist dein absoluter Traumberuf und wieso? </strong></p>
<p>Physiker, weil ich das gerade studiere und mit meiner Studienwahl sehr zufrieden bin.</p>
<p><strong>Welcher Song zieht dich automatisch auf die Tanzfläche? </strong></p>
<p>Alles von David Guetta.</p>
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		<title>Mousse T.</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 13:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[im gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Mousse T. wurde in Hagen geboren und entdeckte schon früh sein Talent am Keyboard. 1993 gründete der 44-Jährige mit seinem Partner Errol Rennalls das Label Peppermint Jam Records. Die Single „Horny“ katapultierte ihn 1998 weltweit in die Charts. Es folgten Hits...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Name: Mousse T.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/08-18_SK_August_2011_721.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14742" title="Mousse T." src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/08-18_SK_August_2011_721-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>DJ und Produzent</strong></p>
<p><strong>Sternzeichen: Waage</strong></p>
<p><strong>Familienstand: in einer Beziehung</strong></p>
<p><strong>Mousse T. wurde in Hagen geboren und entdeckte schon früh sein Talent am Keyboard. 1993 gründete der 44-Jährige mit seinem Partner Errol Rennalls das Label Peppermint Jam Records. Die Single „Horny“ katapultierte ihn 1998 weltweit in die Charts. Es folgten Hits wie „Sexbomb“ mit Tom Jones. Zurzeit ist der DJ und Produzent mit dem Peppermint Jam Club Ensemble auf Tour, um die neue CD „The Jam Files“ vorzustellen. Diese Compilation umfasst die wichtigsten Tracks von Mousse T. und seiner Label-Crew und ist das Ergebnis von 18 Jahren Peppermint Jam Records.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;">18 Jahre Peppermint Jam Records – wie viele CDs habt ihr veröffentlicht – und wie lautet deine Bilanz?</span> Das ist eine gemeine Frage, weil ich nicht jede CD im Kopf habe. Wir haben Anfang der 90er Jahre als Underground-Label gestartet und damals ja auch noch viel mit Vinyl gearbeitet. Und da haben wir wirklich eine Menge verkauft, bestimmt eine bis anderthalb Millionen Platten, was wirklich viel ist. Bei den CDs sind es leider nicht so viele, aber meine Bilanz ist, dass es nach 18 Jahren immer noch Spaß macht.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Am 22. Juli ist der Peppermint Jam Club in Sven Väths Coccon-Club zu Gast. Ist Sven ein Freund von dir?</span> Ja, wir sind befreundet. Man kennt sich natürlich schon urlange aus der Szene. Jeder macht zwar sein eigenes Ding, aber wenn es darum geht, frische Sachen zu supporten, ist Sven immer dabei.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Schreibst du deine Facebook-Nachrichten selbst?</span> Sowohl als auch. Als es mit Facebook losging, habe ich das ein bisschen unterschätzt. Für mich war Facebook so eine Art MySpace 2.0, was für mich hieß, alles mal anzuklicken und anzunehmen. Jetzt ist Facebook für mich eine gesunde Mischung aus privat und auch Musik, sprich zwei Leute im Büro haben einen Zugang zu meinem Account und können auch etwas posten. Aber wenn es darum geht, meine Arbeit zu promoten, mache ich das gerne selbst.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Im Juni ist „The Jam Files“ erschienen. Wie ist das Feedback in den Medien?</span> Interessierst du dich für Chartplatzierungen und Verkaufszahlen? Natürlich ist es für mich interessant, wo eine CD von mir in den Charts steht. Aber wenn ich eine Platte produziert habe, ist das für mich witzigerweise erst mal abgeschlossen. Bei unserer Underground-Produktion „The Jam Files“ ist das Feedback vor allem aus England zurzeit phänomenal. Ich bin gerade sehr gespannt auf die Verkaufszahlen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Interessierst du dich für aktuelle Produktionen von DJ-Kollegen? </span>Ja, nicht nur für CDs von DJ-Kollegen, sondern allgemein. Ich höre mir viel an, ob das nun neu ist, ob das Klassik ist oder Rock, Pop, egal was. Ich will schon auf der Höhe der Zeit sein.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Du bist ein stadtbekannter VIP. Kannst du dich in der City noch blicken lassen, ohne angequatscht zu werden? Gehst du noch shoppen und hörst dir zum Beispiel bei 25 Music neue Platten an?</span> Also bei 25 Music war ich schon länger nicht, aber das ist ein guter Tipp. Ich bin ja in Hannover aufgewachsen, das ist meine Heimat, meine Ruheoase, und hier werde ich nicht belästigt. Außerdem: Wenn man Sachen macht und in die weite Welt rausbläst, hat man auch ein bisschen die Verpflichtung, am Start zu sein. Ich kenne Kollegen, die sagen: „Hier ist meine CD, kauft sie, aber lasst mich in Ruhe.“ Natürlich möchte man auch mal in Ruhe irgendwo seine Nudeln essen, aber das ist schon alles entspannt hier. Hannover mag mich, und ich mag Hannover.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Welche Musiker oder Produzenten bewunderst du?</span> Quincy Jones und Herbie Hancock. Hancock wegen seiner spielerischen Fähigkeiten und Quincy Jones wegen seiner Vielfalt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Du arbeitest mit Sängern wie Omar und DJs wie Autodeep zusammen?</span> Trefft ihr euch im Studio und arbeitet dann ein paar Nächte durch? Ja, meistens. Im digitalen Zeitalter ist es natürlich auch einfach zu sagen: „Du, Omar, ich schick dir einen Track, schick mir mal in zwei Stunden die CD zurück.“ In der finalen Phase mag ich es eye to eye, aber beides ist erlaubt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">In den letzten Jahren war „Minimal“ der angesagte Trend. Vocal House, eines deiner Steckenpferde, hingegen weniger. Ist der Minimal-Pfad nicht langsam ausgetreten, und ist die Zeit nicht reif für ein House-Revival?</span> Definitiv. Wir haben ja mit Peppermint Jam 1993 angefangen, als Techno omnipräsent war. So sehr ich Techno liebe, war es für mich so, dass ich gesagt habe, ich brauche eine eigene Plattform für unsere Musik. Und wie das mit Mode und Musik so ist, ist es tatsächlich so, dass Sachen sich wiederholen und wiederkommen. Unsere starke Zeit war Mitte der 90er Jahre. 2003/2004 ging’s so ein bisschen runter. Ganz klar, dass sich dann so Antibewegungen bilden wie Minimal, wo es dann so richtig reduziert zur Sache geht, also bloß keine Vocals und am besten nur  ‘ne Bassdrum und ‘ne HiHat. Minimal wird auch bleiben. Wie jede andere Musikart wird Minimal sich seine Nische suchen, und dann wird wieder etwas anderes groß. Aber ich habe tatsächlich beobachtet, dass der Sound wieder wärmer wird und auch Vocals wieder ins Spiel kommen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">2010 wurde dir der Stadtkulturpreis überreicht. Laut Freundeskreis bist du ein „Kulturbotschafter“. Kannst du dich damit identifizieren? </span>Kann ich, aber es ist nicht beabsichtigt, dass ich das bin. Wenn die Weise, wie ich arbeite und lebe, gleichzeitig den Sinn erfüllt, Kultur zu vermitteln, dann bin ich sehr happy.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ist es schwer, mit zwei Kulturen aufzuwachsen? </span>Es ist eine Aufgabe und ein Privileg. Mich hat es tatsächlich sehr bereichert, dass ich die beiden Herzen – das deutsche und das türkische Herz – in meiner Brust trage. Ich glaube, dass ich deswegen auch da bin, wo ich bin.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Welche Eigenschaften an dir sind typisch deutsch, bzw. türkisch?</span> Oh, là, là. Ich bin penibel, ich bin Perfektionist. Wenn etwas nicht schnell oder genau genug geht, mache ich das selbst – vielleicht ist das eine deutsche Eigenschaft, das man sehr zielstrebig und genau bei der Sache ist. Und ich bin sehr großzügig. Ich glaube, das ist eine sehr mediterrane Eigenschaft.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Arbeiten in den Peppermint-Studios nur Musiker, mit denen du dich auch privat gut verstehst – so wie Terry Hoax?</span> Terry Hoax kenne ich tatsächlich sehr, sehr lange – so wie auch die Furys. Klar sind wir gut befreundet, aber es geht hier ja auch um Arbeit, das ist ganz wichtig. Und ich habe eine Sache gelernt: Freundschaft und Arbeit muss man trennen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wie kurbelst du deine Kreativität an? Sitzst du morgens pünktlich um 8 Uhr im Studio? </span>Ich habe ja einen 6-jährigen Sohn und bringe ihn auch oft zur Schule. Da ist es eine gute Gelegenheit, wenn man den Tag früh beginnt. Inspirieren lasse ich mich entweder bei einer Musiksession, beim Plattenhören mit Käffchen oder Wein – oder wenn ich durch die Weltgeschichte fahre und Augen und Ohren offen halte.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Du warst neulich im Club Berghain in Berlin. Steppt dort die Party-Luzie oder gibt es auch in Hannover ein tolles Nachtleben? </span>Wahrscheinlich hat es mit meinem Alter zu tun: Ich finde, dass in Hannover in den 80er, 90er Jahren unglaubliche Clubs am Start waren. Die Vielfalt vermisse ich. Der Nightlife hat sich mittlerweile in kleinere Zellen verlagert wie am Kiez oder in Linden. Da sind schon gute Clubs, ich kenne aber nicht alle. Es ist ein wenig gemein, diese Szene mit der Berliner Szene zu vergleichen. Und, klar, Clubbing in Berlin ist schon super.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Du bist ein Popstar. Feierst du mit deiner Crew auch mal durch – oder sind die Zeiten vorbei? </span>Popstar – den Begriff finde ich ein bisschen inflationär, aber danke für die Blumen &#8230; Ich feiere gern mal durch, aber das muss man tatsächlich saisonal machen. Wenn ich jedes Wochenende durchfeiern würde, dann würde das nicht mehr gehen. Aber ich finde es wichtig, dass man auch mal Gas gibt, wenn die Gelegenheit sich bietet.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">DJs bestimmen im neuen Jahrtausend das Musikgeschäft. Ist eine Megaband wie U2 bald Schnee von gestern?</span> Nein, glaube ich nicht, weil das extrem  kreative und innovative Herrschaften und fantastische Songwriter sind. Diese Menschen werden immer am Start sein.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Woran arbeitest du zurzeit? </span>Um mein Underground-Herz zu befriedigen, mache ich jetzt noch ein, zwei Tracks für das Label von Loco Dice, für Desolat. Und dann werde mich ganz gemütlich an mein drittes Album setzen. Ich habe jetzt einen Plattenvertrag bei Universal Music unterschrieben: Das ist mein erster Major-Plattenvertrag mit 44 zarten Jahren. Für mich ist es schon wichtig, mit einem so großen Partner zusammenzuarbeiten. Den Vertrag habe ich vor vier Wochen in Berlin unterschrieben. Du bist die Erste, die das erfährt &#8230; Ja, auf diese Arbeit freue ich mich tierisch.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Deine Lieblingsakkorde auf dem Keyboard? </span>Die Akkorde von a-Moll bis e-Moll. Und wenn noch eine 7 oder 9 mit drin ist, freue ich mich sehr.</p>
<p><strong>Simone Niemann</strong></p>
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		<title>nur zu recherchezwecken&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 11:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[besser im bilde]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[…bleiben wir in dieser Ausgabe schon wieder bei unserem Lieblingssender VOX hängen, dem es mit seinen frischen und jungen Formaten immer wieder gelingt, dass wir für eine Weile ungläubig staunend die Fernbedienung aus der Hand legen. Diesmal verfolgen wir die Geschehnisse in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…bleiben wir in dieser Ausgabe schon wieder bei unserem Lieblingssender VOX hängen, dem es mit seinen frischen und jungen Formaten immer wieder gelingt, dass wir für eine Weile ungläubig staunend die Fernbedienung aus der Hand legen. Diesmal verfolgen wir die Geschehnisse in einer Folge des Formats „Hilfe, mein Urlaub geht baden!“ mit Michael (Mikka) Bender, dem Urlaubsprofi schlechthin. Und wundern uns zunächst, dass diese Sendung nicht wie sonst üblich von einer leicht bekleideten und gut ausgestatteten Schönheit präsentiert wird, die mit Grinsemund vorgefertigte Texte vom Teleprompter abliest.</p>
<p>Nein, VOX bemüht tatsächlich einen echten Fachmann und pfeift ausnahmsweise auf Äußerlichkeiten, vielleicht auch, weil dieser Mann, der so ein bisschen an eine Kreuzung zwischen Maus und Geografielehrer erinnert, vor den diversen malerischen Urlaubskulissen überaus seriös wirkt. Ein deutscher, hemdsärmeliger Anwalt der kleinen Leute testet die Versprechen der Reiseveranstalter direkt vor Ort auf Herz und Nieren, Schweiß-flecken unter den Armen inbegriffen. Das ist ganz großes Kino! Mikka Bender weiß tatsächlich, wovon er spricht. 1,4 Millionen Flugkilometer stehen in seiner Klimabilanz, in weit über tausend verschiedenen Hotelbetten hat er übernachtet, seit 30 Jahren ist er in der ganzen Welt unterwegs, als Reiseleiter, Reiseveranstalter, Reisekolumnist und Reisereporter, so erfährt man aus dem Vorspann. Jetzt ist er zum Reisemängel-Sensationsreporter geworden, und wenn man ihm so zusieht, hat man ein bisschen Angst um seine Gesundheit. All die Mängel scheinen ihn irgendwie persönlich zu beleidigen. Denk an deinen Blutdruck, möchte man ihm zurufen. Doch die Erinnerung an seine langjährige Erfahrung im Reisegeschäft beruhigt. Sicher lacht er darüber, sobald die Kamera aus ist. Die dargebotene Vorstellung der Entrüstung wirkt tatsächlich sehr überzeugend – so ganz ohne Schauspielausbildung muss man das bewundern.</p>
<p>„Hilfe, mein Urlaub geht baden!“ folgt immer dem gleichen Muster. Es beginnt mit einem Urlaubspärchen, dass in irgendeinem Hotel die Hölle erlebt, Mikka hört sich die Klagen an, geht der Sache auf den Grund und entrüstet sich. Dann werden mit irgendeinem Fachfuchs die Restaurants getestet. Die Ergebnisse sind verheerend und Mikka entrüstet sich. Im Anschluss testen zwei von Mikka eingeladene Testerinnen zwei Hotels, die Ergebnisse sind eine Katastrophe, und Mikka entrüstet sich. Und zuletzt folgt wieder ein enttäuschtes Pärchen, und Mikka entrüstet sich. Eine einstündige Anti-Urlaub-Polemik, manchmal sogar mit Tränen.</p>
<p>Wir sind in unserer Folge in Ägypten unterwegs, genauer in Hurghada am Roten Meer und das erste Opferpärchen muss im gebuchten Hotel Tag und Nacht ohrenbetäubenden Lärm ertragen. Kein Schlaf, keine Entspannung, keine Erholung für Marion und Roland, so das Fazit. Marion muss beim Fernsehen die Lautstärke unglaublich aufdrehen, um den Lärm zu übertönen, sodass man sich kaum noch unterhalten kann. Eine Frechheit! Dazu natürlich uneinsichtige und tatenlose Reisebegleiter. Und dann doch lachende Gesichter beim enttäuschten Paar, denn Mikka holt 25 Prozent Entschädigung heraus. Super Trostpflaster, nächste Baustelle. Desaster reiht sich an Desaster, was nebenbei kein Wunder ist, denn die Fälle werden vorher im Internet recherchiert, und der gute Mikka empört sich ausschließlich dort, wo die miesen Bewertungen sich auffällig häufen. Bei den beiden getesteten Hotels ganz viel Dreck, alles verrostet, alles versifft, sogar die Matratze. Und – ein echtes Highlight – in einer Zimmerecke liegt eine tote Kakerlake. Immerhin, sie ist tot. Dann kommt der Lebensmitteltester und wir erfahren, dass es sehr gefährlich sein kann, in Ägypten eine Frikadelle zu essen.</p>
<p>Zuletzt lernen wir noch Jessica und Helmut kennen, die für die Flitterwochen sogar 5 Sterne gebucht haben. Mikka kommt, sieht und entrüstet sich. Es ist so versifft, dass ohne Badelatschen gar nichts geht. Und er stellt die Verantwortlichen zur Rede, sagt ihnen klipp und klar: Das sind nie und nimmer 5 Sterne! Während man den Verantwortlichen deutlich ansieht, dass sie ein Stoßgebet zum Himmel schicken: Möge dieser aufgeregte Deutsche doch endlich verschwinden! Genau das wünschen wir uns am Ende auch.</p>
<p><strong>VA</strong></p>
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		<title>breakpoint</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 14:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[stadtkinder sind mutig]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Menschen, die haben ein Talent, dazu noch eine gute Idee, und machen sich damit selbstständig. Und dann gibt es Menschen, die haben ziemlich viele Talente, haben einige gute Ideen, und machen daraus ein außergewöhnliches, vielseitiges und erfolgreiches Geschäftskonzept. So einer ist Pavel Madueño Pinto.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/44-51_SK_Juli_2011_722.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13440" title="breakpoint" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/44-51_SK_Juli_2011_722-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></a>Es gibt Menschen, die haben ein Talent, dazu noch eine gute Idee, und machen sich damit selbstständig. Und dann gibt es Menschen, die haben ziemlich viele Talente, haben einige gute Ideen, und machen daraus ein außergewöhnliches, vielseitiges und erfolgreiches Geschäftskonzept. So einer ist Pavel Madueño Pinto.</p>
<p>Der 29-jährige Kolumbianer ist Künstler, Grafikdesigner, Fotograf und Musiker. Er hat Grafikdesign in Lima, Peru, und Kommunikationsdesign in Berlin studiert, kommt aus einer Künstlerfamilie und spielt seit Langem in verschiedenen Bands. Über die Musik ist er eher zufällig nach Deutschland gekommen, nämlich für seine Konzerte. Mittlerweile lebt er seit sieben Jahren hier, im vergangenen Jahr machte er sich mit seinen verschiedenen Talenten und jeder Menge guter Ideen selbstständig.</p>
<p>Der gemeinsame Nenner seiner Begabungen ist die Kreativität, deshalb gründete Madueño unter diesem Motto seinen Unternehmensverband Breakpoint. Hinter dem Namen verbergen sich gleich drei Geschäftsideen: Fotostudio, Grafikdesign-Büro und Musikschule mit Bandcoaching. In Madueños Begriffen: Breakphoto, Breakdesign und Breakaudio.</p>
<p>Sein Schwerpunkt liegt dabei klar auf Breakdesign. Mit diesem Unternehmensbereich bietet Madueño seinen Kunden – beispielsweise Marketing- und Werbeabteilungen von Unternehmen – alles, was sie für ihren Unternehmensauftritt brauchen: Corporate Design, vom Logo bis zur Homepage, 3D-Motion-Design oder auch mobile Apps. Mit Breakphoto macht Madueño dazu Produkt-, Fashion- oder Werbefotografie für den Unternehmensauftritt seiner Kunden. Aber auch Privatkunden bekommen bei ihm klassische Bewerbungsfotos und Passbilder sowie außergewöhnliche Porträt- oder Beautyfotos. Madueños Unternehmensbereich Breakaudio bietet ihm außerdem die Möglichkeit, professionelle Sounddesigns zu erstellen. Hauptsächlich findet in den Räumen von Breakaudio aber Musik- und Bandunterricht unter professioneller Leitung statt. Madueño ist erfahrener Musiker aus Leidenschaft, „die Musik ist ein untrennbarer Lebensteil von mir, ohne Musik geht es nicht“, sagt er. Dabei ist er auch in Sachen Musik ein Multitalent, denn bei ihm kann man sich neben E-Gitarre, akustischer Gitarre und Latin-Gitarre auch am  Bass, Schlagzeug, Keyboard und Klavier versuchen.</p>
<p>Madueño ist eben ein Allrounder, der sich einiges vorgenommen hat. Breakpoint ist ein Einzelunternehmen ohne weitere Mitarbeiter. Madueño holt sich, wenn nötig, zwar professionelle Unterstützung von Werbetextern oder Visagisten, aber das Gros der Arbeit liegt in seinen Händen. Vor allem am Anfang der Gründungszeit sei es selten mal ruhig und entspannt gewesen. „In Hannover gibt es viele feste Strukturen. Oft steht seit Jahren schon fest, welches Unternehmen mit welchen Grafikdesignern zusammenarbeitet, deshalb muss man erst mal ein gutes Image bekommen und sich einen Namen machen“, erzählt er. Das bedeutet viel Arbeit. Sehr viel Eigeninitiative. Aber die hat Madueño. Neben Breakphoto, -audio und -design nimmt er nebenbei auch an verschiedenen Wettbewerben wie dem iF design award teil.</p>
<p><strong>Janina Schendel</strong></p>
<p><em>Pavel Madueño Pinto</em><br />
<em>Breakpoint (Audio Photo &amp; Design)</em><br />
<em>Limburgstraße 9</em><br />
<em>30159 Hannover</em><br />
<em>Tel. 0511 &#8211; 6420 4097</em><br />
<em>Internet: www.breakpoint-mitte.com</em></p>
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		<title>fundstücke der redaktion</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/07/fundstucke-der-redaktion-5/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 13:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[sachen gibt's]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Freundin am nichtssagendem Strand, der Bruder mit einem Cocktail an der Bar oder die Clique vor dem Hoteleingang – die Liste der typischen Urlaubsschnappschüsse ist schlichtweg fade. Hier eine Auswahl an Urlaubsinspirationen der etwas anderen Art, Sehenswertes vor die Linse zu bekommen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Freundin am nichtssagendem Strand, der Bruder mit einem Cocktail an der Bar oder die Clique vor dem Hoteleingang – die Liste der typischen Urlaubsschnappschüsse ist schlichtweg fade. Hier eine Auswahl an Urlaubsinspirationen der etwas anderen Art, Sehenswertes vor die Linse zu bekommen&#8230;</strong></p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-1_72.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-13406" title="Madonna" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-1_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„I&#8217;m cheaper than I look“ heißt es auf dem Kärtchen neben dem Madonna-Pappaufsteller. Aufgenommen wurde das Bild in San Francisco und zwar im größten und wichtigsten Plattenladen der USA: Amoeba. Ich finde zwar nicht, dass Madonna darauf „teuer“ aussieht und man das Ganze auch mal drehen könnte: „I&#8217;m more exclusive than I look“ oder so ähnlich, wobei Madonna jetzt auch nicht billig ist. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Und so bekennt sich ein glücklicher Amoeba-Mitarbeiter ganz offen dazu, dass Madonna seine „Teuerste“ ist. Zu dumm nur, dass sich der Spruch auf die unter dem Pappaufsteller liegenden Alben bezieht.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-2_72.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13407" title="Polnischer Lebensmittelladen" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-2_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dieser lachsfarbene Betonbau ist ein polnischer Lebensmittelladen in Oberschlesien. Hier hat schon meine Oma eingekauft. Der Laden sah vor zwanzig Jahren genauso aus und hat sich bis heute kein bisschen verändert. Die grünen Gitter hinter den Fenstern bedeuten nicht, dass er geschlossen oder womöglich aufgegeben wurde. Nein. Es sind schlichte Regale, die in einer einfachen und weniger ästhetischen Anordnung für das Praktische sorgen: die Lagerung von Lebensmitteln für den Verkauf. Und auch, wenn so mancher die Ästhetik vermisst: Dieser Laden ist in jedem Fall – wie auch die Tugenden der meisten Polen – bodenständig, bescheiden und ehrlich.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-3_72.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-13408" title="Tobi" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-3_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Typ ist doch nicht echt, oder? Und ob! Diese optische Täuschung trägt den Namen: Sleeveface. Das ist ein verbreitetes Internetphänomen, das in sozialen Netzwerken entstand. Beim Sleevefacen verdecken oder erweitern eine oder mehrere Personen Körperteile mit Schallplattenhüllen und erzeugen so die Illusion der Verschmelzung mit dem „Star“. Mit der erweiterten Variante ist es sogar möglich, eine mehr oder minder vollständige Person allein mit Plattenhüllen zu kreieren. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Verbringt man demnach den Sommer auf Balkonien, ist Sleeveface allemal einen witzigen Gruß wert: Be the vinyl! Mein Dank gilt an dieser Stelle unserem Stadtkind-Leser Tobi, der sich freundlicherweise für das Foto als Sleeveface-Model zur Verfügung stellte.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-4_72.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13409" title="Bubba Gump Shrimps" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-4_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bubba war Forrest Gumps bester Freund. Als er starb, versprach ihm Forrest, in seine Fußstapfen zu treten und auf Shrimp-Fang zu gehen. Gesagt, getan. Und wie im Film hat auch jemand in der Geschäftswelt die Lunte gerochen und zugegriffen. Somit entstand eine ganze „Bubba Gump Shrimps“-Kette überwiegend an der Ost- und Westküste der USA, die neben Fischgerichten allerhand Merchandise zu bieten hat. Ja, natürlich ist das Abzockerei. Aber geht es denn bei Urlaubs-Souvenirs nicht genau darum? Und die Shrimps schmecken auch! Bubba, die berühmte Garnele aus New York, lockt doch ein Mundwinkelzucken hervor.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-5_72.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-13410" title="Ausblick Neustadt a. Rbge" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild-5_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Saftig grüne Weiden und ein sehnsuchtsvoller Blick in die ländliche Ferne – was für eine traumhafte Aussicht. Von wegen! Sollte sich der Urlaub als Flop herausstellen und der Blick aus dem Hotelfenster als ein Schlag ins Gesicht, hilft folgender Vorschlag: Einfach die Spraydosen raus und die Wunschaussicht via Farbe zum Leben erwecken. In diesem Fall hat es jedenfalls funktioniert. Seit Jahren hat es kein „Writer“ gewagt, diesen „Burner“ zu „übertaggen“. Weit reisen muss man für diese Aussicht auch nicht: Bis nach Neustadt am Rübenberge sind es gerade mal 25 Zugminuten. Schöne Ferien!</p>
<p><strong>Anna Pakosch</strong></p>
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		<title>jägerin des verlorenen schatzes</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 11:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[im gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Katja Lembke ist seit Anfang des Jahres neue Leiterin des Landesmuseums in Hannover. Die promovierte Archäologin und Ägyptologin war im Anschluss an ihr Studium u. a. als Assistentin am Ägyptischen Museum Berlin tätig und leitete danach einige Ausgrabungsprojekte]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/09-18_SK_Juli_2011_721.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13372" title="Katja Lembke" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/09-18_SK_Juli_2011_721-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a>Name: Katja Lembke</strong><br />
<strong>Leiterin des Landesmuseums</strong><br />
<strong>Sternzeichen: Stier</strong><br />
<strong>Familienstand: verheiratet, drei Kinder </strong></p>
<p>Katja Lembke ist seit Anfang des Jahres neue Leiterin des Landesmuseums in Hannover. Die promovierte Archäologin und Ägyptologin war im Anschluss an ihr Studium u. a. als Assistentin am Ägyptischen Museum Berlin tätig und leitete danach einige Ausgrabungsprojekte. 2004 wurde sie Direktorin und Geschäftsführerin des Roemer- und Pelizaeus-Museums in Hildesheim – ein Job, der der 46-Jährigen den Ruf der hervorragenden Managerin eingebracht hat. Sie lebt mit ihrer Familie in Hildesheim.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Was fasziniert Sie an alten Hochkulturen?</span> Ich glaube, es ist die Suche nach dem Ursprung der menschlichen Kultur, die mich beschäftigt. Mir geht es dabei um kulturell übergreifende Themen. Was passierte, als die Römer nach Ägypten kamen? Solche Fragen sind interessant, weil man Vergleiche zu Migrationsbewegungen heutiger Tage ziehen und etwas daraus lernen kann. Dies gilt ja grundsätzlich für Geschichte.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Sie haben das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim auf Vordermann gebracht und dort interessante Sonderausstellungen u. a. über die Maya und Südsee präsentiert. Welche Management-Qualitäten sind nötig, um ein alterwürdiges Museum zu entstauben?</span> (lacht) Das müssen eigentlich andere beantworten. Wichtig ist, dass man ein Grundkonzept hat, dass man weiß, was man will. Das Roemer- und Pelizaeus-Museum ist ein Mehrspartenhaus. Die Frage ist, wie man aus einem Mehrspartenhaus einen modernen Ort für die Zukunft macht. Was mir vorschwebt, ist die Bildung eines universalen Museums, was ausgesprochen modern wäre. Die Idee geht in ihren Ursprüngen auf Alexander und Wilhelm von Humboldt zurück.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Sie wollen das Landesmuseum zu einem Flaggschiff in Niedersachsen machen und auch Menschen aus kulturfernen Bereichen ansprechen. Gibt es einen Masterplan? </span>Das hängt mit dem zusammen, was ich gerade gesagt habe: mit der Gründung eines Universalmuseums. Es geht darum, verschiedene Bereiche zu verknüpfen. Zurzeit ist zum Beispiel die Abteilung für Naturkunde im Landesmuseum noch unglücklich vom Vivarium getrennt. Eine Idee ist, eine Erlebniswelt für Erwachsene und Kinder zu schaffen, die Erfahrungen und Erkenntnisse vermittelt. Das Wort „Bildungsauftrag“ versuche ich in diesem Zusammenhang zwar gerade bewusst zu vermeiden. Aber im positiven Sinne ist es letztlich so gemeint, etwas zu lernen. Durch eine spannende Inszenierung soll auch Information im Kopf hängenbleiben.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Zurzeit ist die Sonderausstellung „Nah und Fern“ im Landesmuseum zu sehen. Was ist an dieser Ausstellung besonders?</span> Hauen Sie doch mal ein bisschen auf die Werbetrommel. (lacht) Es ist ganz besonders, welche Künstler im Landesmuseum versammelt sind, neben Brueghel und Corinth zum Beispiel Lucas Cranach, August Renoir, Caspar David Friedrich und Vertreter der Künstlerkolonie Worpswede. In dieser Form ist diese Ausstellung hochkarätig in Deutschland. Außerdem haben wir neue Farbakzente in den Räumen gesetzt: Wir haben uns getraut, die Werke nicht wie üblich in grauen oder weißen Zimmern zu präsentieren, sondern kräftige Farben für die Wände zu verwenden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Sie leiten auch ein Forschungsprojekt, das sich mit einem griechisch-römischen Friedhof in Mittelägypten beschäftigt. Sind Sie oft vor Ort?</span> Nein, das ist eine Sache, die sich für mich auf eine Kampagne im Jahr beschränkt. In meiner Abwesenheit leitet eine kompetente Mitarbeiterin die Arbeiten vor Ort.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Haben Sie schon einmal mit eigenen Händen einen altertümlichen Fund ausgegraben – oder ist das eine naive Vorstellung von Archäologie?</span> Nein, das ist keine naive Vorstellung. Auch bei dem Projekt in Mittelägypten haben wir schon einiges gefunden. Die Nekropole ist nur von Sand zugedeckt. Um sie freizulegen, muss man immer an einigen Stellen mit Hand und Spaten reinigen. Dabei stößt man natürlich auch auf menschliche Überreste, Keramik oder andere Gegenstände – auch auf Mumien, die nach Raubgrabungen oft oben liegen geblieben sind. Wir sind aber nicht darauf aus, Mumien auszugraben, sondern interessieren uns für die Architektur und Dekoration der Grabkammern. Oft sind sie reich bemalt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Landesgalerie, Archäologie, Naturkunde, Völkerkunde und Münzkabinett: Das Landesmuseum vereint fünf Sammlungen unter einem Dach. Welche davon liegt Ihnen besonders am Herzen?</span> Keine, die Stärke des Landesmuseums ist seine Vielfalt. In Zukunft muss fächerübergreifend gearbeitet werden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">2014 wird es eine große Landesausstellung zum 300-jährigen Jubiläum der Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien geben. Was wird gezeigt?</span> Die Landesausstellung ist ein Großprojekt, das in fünf verschiedenen Häusern stattfindet. Kurz gesagt: Wir wollen die Bedeutung der Verbindung mit England im kosmopolitischen Zusammenhang zeigen. Weil Hannoveraner auf dem englischen Thron saßen, waren viele Menschen aus dieser Region in den amerikanischen Bürgerkrieg involviert und kämpften auf Seiten der Briten. Das ist ein Aspekt von vielen, der zum Beispiel vertieft werden wird.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ihr Lieblingsobjekt im Landesmuseum?</span> Das ist eine gemeine Frage, weil ich mich für eine Abteilung entscheiden muss &#8230; Entweder ist es die Python im Vivarium, der Rote Franz in der Archäologie oder das Gemälde „Strand bei Nordweg“ von Max Liebermann in der Landesgalerie.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Interessieren Sie sich für zeitgenössische Kunst?</span> Ja. Ich bin ein großer Fan von Anselm Kiefer, weil er ein Künstler mit archäologischen Gedanken ist.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Die Büste der Nofretete steht im Neuen Museum in Berlin. Ägypten hat das Glanzstück offiziell zurückgefordert. Wie ist Ihr Standpunkt zum Thema – wem gehört Nofretete?</span> Die Nofretete ist in meinen Augen Weltkulturerbe, sie gehört allen Menschen. Ich kann im Hinblick auf die herrschende Streitfrage aber auch meine Kollegen in Berlin verstehen. Ich bin zwar keine Juristin, aber es gibt Unterlagen über die Fundteilung.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Sie haben drei Kinder und ein hohes Amt. Wie bringt frau beides unter einen Hut?</span> Meine Kinder sind selbstständig. Sie sind 17, 15 und 13 Jahre alt. Natürlich ist es nicht einfach, verschiedene Dinge unter einen Hut zu bekommen. Als Frau hat man viel eher ein schlechtes Gewissen und denkt, man vernachlässigt die Kinder. Ich glaube aber, es wäre viel schlimmer für meine Kinder, wenn ich permanent zu Hause wäre.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Interessieren sich Ihre Kinder auch für Archäologie?</span> Nein. Meine älteste Tochter interessiert sich aber für Kunst, und mein Sohn überlegt, ob er Architektur studieren will. Die Kleine will Tierärztin werden, aber das kann sich noch ändern (lacht).</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ist Hannover eine Hochkultur – oder hat die niedersächsische Landeshauptstadt Hochkultur zu bieten? </span>Letzteres auf jeden Fall. Hannover hat viel zu bieten. Ich finde aber nach wie vor, dass das Nord-Süd-Gefälle unsere Wahrnehmung zu sehr prägt. Wenige wissen, was es in Hannover gibt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ist an der Theorie etwas dran, dass Außerirdische die Pyramiden in Ägypten gebaut haben?</span> Nein. Als Kind habe ich mich schon für die Theorien von Erich von Däniken interessiert. Aber wenn man genau hinschaut, wird schnell klar, dass das eine ganz eigene Strömung ist.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Was unternehmen Sie in der Freizeit</span>? Ich singe. Ich bin Teil einer Jazzband, und ich singe im Frauenchor.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Was schauen Sie sich im Fernsehen an?</span> Sonntags immer Tatort. Tatort ist Kult.</p>
<p><strong>Simone Niemann</strong></p>
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		<title>Lady Gaga, Gruppensex &amp; Räucherstäbchen</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 10:51:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor allem Nirvana-Fans sind leicht rumzukriegen und lassen sich schon beim ersten Date auf Sex ein. Hätten Sie’s gewusst? Hörer von Coldplay oder Lady Gaga hingegen lassen es beim Kennenlernen etwas ruhiger angehen, sprich sind prüde und springen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor allem Nirvana-Fans sind leicht rumzukriegen und lassen sich schon beim ersten Date auf Sex ein. Hätten Sie’s gewusst? Hörer von Coldplay oder Lady Gaga hingegen lassen es beim Kennenlernen etwas ruhiger angehen, sprich sind prüde und springen nicht gleich mit jedem dahergelaufenen Zigeuner ins Bett … Sapperlot, hätten Sie’s geahnt? Ich schon. Aber der Reihe nach &#8230; Das Flirtportal Tastebuds.fm ist aufgrund von einer Umfrage unter (sage und schreibe!) 400 Usern zu der Einsicht gelangt, dass Menschen, die Nirvana, Metallica oder Linkin Park hören, echte Aufreißer sind, die nichts anbrennen lassen. Auf die Frage, wie weit sie beim ersten Treffen gehen würden, kreuzten die meisten von ihnen die dritte Antwort an, also „Volles Programm, wenn die Chemie stimmt“ statt „Nur reden“ oder „Vielleicht küssen“. Wirklich bahnbrechend ist die Erkenntnis aber nicht, dass Nirvana-Fans behaarte Schlampen und Lady-Gaga-Fans reaktionäre Tea-Party-Anhänger sind. Man kann auch ohne Umfrage und nur mithilfe des gesunden Menschenverstandes darauf kommen (sofern man die Musik von beiden kennt).</p>
<p>Als moderner Großstadtindianer mit trendigen Mokassins an den Schweißmauken muss man die Zeichen der Zeit und die Pfade, die andere legen, nur richtig lesen. Jedes Zeichen von der Gucci-Brille über das Tribal-Tattoo bis hin zum Räucherstäbchen mit Patschuli-Duft bedeutet etwas und fügt sich in ein gnadenloses System, auch Rang- und Hackordnung genannt. Ein geübter Frauenversteher beispielsweise wird kapieren, was es bedeutet, wenn eine Frau ihn beim ersten Date auf das nächste Jahr vertröstet. Und für einen Musik-Nerd wie mich ist es selbstverständlich, Menschen nach ihrem Musikgeschmack zu beurteilen. Mir tun die Ohren weh, sobald jemand sagt, dass er Lady Gaga gern hört. Lady Gaga sieht zwar schön schrill aus, aber die Mucke, die sie macht, ist unter aller Sau – dumpfer Mainstream-Pop für Mutti von nebenan, die tatsächlich nicht mit jedem Hans-Wurst in die Kiste hüpft. „Sag mir, welche Songs du hörst, und ich sage dir, was für ein Mensch du bist“ lautet meine Maxime. Für den Mode-Freak ist wiederum der Satz „Wie du kommst gegangen, so wirst du empfangen“ ein ehernes Gesetz. Mit einem ollen 90er-Jahre-Grunge-Outfit bist du beim Mode-Freak unten durch!</p>
<p>Während der Steinzeit waren die Erkennungszeichen einer bestimmten Rang- und Hackordnung noch grobschlächtig und meist beschränkt auf primäre Geschlechtsorgane („Ich Tarzan, du Jane“). Heute hingegen, in einer immer komplexer werdenden Welt mit mehr als 40 Fernsehprogrammen, haben sich zig Nischen gebildet, die so vielgestaltig wie ein Teenager in der Pubertät sind. Der Soziologe nennt diesen Prozess „Ausdifferenzierung“. Die „Ausdifferenzierung“ in Subkulturen hat zur Folge, dass es keinen einheitlichen Konsens mehr gibt, sprich jeder macht, was er will. Der eine sagt „Emo“, und die andere versteht nur Bahnhof. Die nächste sagt „Durs Grünbein“, und ihr Nachbar fragt sich: „Was will die Eule?“ Eine kurzweilige Begegnung ist nur noch via Facebook möglich. Aber wir sollten nicht wegen dieser Entwicklung heulen, denn eigentlich ist sie nur die Fortführung unserer modernen Parteiendemokratie: Ein FDP-Anhänger, der sich mit 16 Jahren vom eigenen Ersparten seinen ersten BMW kauft und Lady Gaga hört, würde doch niemals in der ersten Nacht mit einer x-beliebigen linken Hippie-Braut, die auf Nirvana steht und sich als Stuttgart-21-Gegnerin outet, ins Bett springen – oder doch? … Na bitte!</p>
<p>Und ein CSU-Mann wie Horst Seehofer steht zwar als eingefleischter Katholik möglicherweise auf SM-Praktiken, würde aber doch niemals mit einer SPD-Frau wie Andrea Nahles in die Kiste gehen – mit Nahles, die in ihrer Freizeit wahrscheinlich auf FKK und Gruppensex steht – oder doch? Nein, auf keinen Fall!</p>
<p>Vielleicht ist es evolutionsbiologisch von Vorteil, dass Mitglieder verschiedener Subkulturen bestimmte Grenzen nicht übertreten, weil es sonst Mord und Totschlag geben würde. Vielleicht ist es eine gute Einrichtung der Natur, dass jeder von uns Zeichen anders deutet. Und vielleicht ist es von Vorteil, die eigene Parteizugehörigkeit nicht preiszugeben, weil sie zu viel über einen Menschen verrät. Mit Vorurteilen hat das alles nichts zu tun!</p>
<p><strong>Simone Niemann</strong></p>
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		<title>nur zu recherchezwecken&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 10:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[besser im bilde]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

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		<description><![CDATA[…quälen wir uns in dieser Ausgabe durch eine Stunde total perfektes Promi Dinner auf unserem Lieblingssender VOX, der nebenbei auch mit seinen Nachrichten ein durchaus preisverdächtiges Format bietet. Nur selten ist es im deutschen Fernsehen bisher gelungen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…quälen wir uns in dieser Ausgabe durch eine Stunde total perfektes Promi Dinner auf unserem Lieblingssender VOX, der nebenbei auch mit seinen Nachrichten ein durchaus preisverdächtiges Format bietet. Nur selten ist es im deutschen Fernsehen bisher gelungen, Nachrichten und Boulevard derart peppig miteinander zu vermischen. Neueste Grausamkeiten aus Syrien in direkter Nachbarschaft mit aktuellen News zu Daniela Katzenberger zu präsentieren, das ist wirklich der absolute Wahnsinn!</p>
<p>Aber zurück zum Promi Dinner. Für alle, die sich schon immer gefragt haben, ob sie zu viel fernsehen, gibt es mit dieser Sendung nun einen einfachen Test. Wer alle beteiligten „Promis“ kennt, der sollte dringend über seinen Fernsehkonsum nachdenken. Dolly Buster (ehem. Pornostar), Isabell Hertel („Schauspielerin“, Unter uns), Michael Müller („Comedian“, Switch) und Moritz A. Sachs („Schauspieler“, Lindenstraße) sind bei unserer Folge dabei. Ergebnis: Wir sollten uns Gedanken machen! Lediglich Dolly Buster ist uns gänzlich unbekannt.</p>
<p>Sinn und Zweck der ganzen Geschichte ist eigentlich schnell erklärt. Ein paar „Promis“ haben jeweils die Ehre, in ihrer eigenen Wohnung für die anderen „Promis“ zu kochen und Gastgeber zu spielen. Die anderen bewerten dann die erbrachte Leistung, und wer nach dem ganzen Spaß die meisten Punkte hat, der hat gewonnen. Jede Woche gibt es einen Satz neue „Promis“, vier oder fünf, je nachdem, ob die Woche fünf oder (mit Feiertag) nur vier Werktage hat. Womit bei ungefähr 260 Werktagen im Jahr auch klar wird, warum fast jeder bei VOX ein „Promi“ sein kann, selbst Jay Khan.</p>
<p>Wir schalten ein, als Moritz A. Sachs dran ist, bekannt als Klausi Beimer aus der Lindenstraße. Sind wir jetzt doch bei The Biggest Loser gelandet? Nein, alles in Ordnung, wir sind beim Promi Dinner. Zuerst wird immer eifrig spekuliert. Während Moritz einkauft, kocht, und dabei erzählt, was er so alles auf den Tisch bringen will, werden die anderen zu ihren Erwartungen befragt. Was der Moritz wohl kocht, wie er so wohnt – und überhaupt, was das für ein Typ ist. Manchmal widerspricht die Erwartung sehr der Realität, was dann spektakulär direkt gegeneinander geschnitten wird. Rasante Fernsehunterhaltung. Aber warum werden wir bei all dem plötzlich so müde? Fehlt uns das mitmenschliche Interesse? Rätselhaft! Warum hat dieses Format so sensationell gute Einschaltquoten?</p>
<p>Das interessanteste an der ganzen Sendung ist, ob das Gesicht von Dolly Buster Risse bekommt, während sie spricht. Die unglaublich ironischen Kommentare des Off-Sprechers reißen es auch nicht so richtig raus. Wir reißen uns zusammen und warten geduldig auf die ersten Risse. „Bewundern“ die Wohnung von Moritz, und finden die beiden kleinen Salz- und Pfefferstreuer so wie der Off-Sprecher „goldig“. Überhaupt ist der ganze Moritz ein total goldiger Typ. Ein ganz bescheidener Vertreter, normal geblieben, obwohl er doch ein Promi ist. Sensationell! Er schwitzt sogar wie ein ganz normaler Mensch. Ach, wenn es doch von solchen netten Männern nur ein paar mehr gäbe. Wir geraten ins Träumen. Und wachen auf, als sich die vier Kandidaten an die Vorspeise machen. Dann wird schnell gegessen, Dolly zerkratzt nebenbei mit ihrer Hose den Stuhl, alles war echt lecker, manches aber nicht ganz so lecker, doch insgesamt hat der Moritz das wirklich toll gemacht.</p>
<p>Und nun ist Dolly dran und das wilde Spekulieren geht von vorne los. Unsere Müdigkeit wird stärker und wir kochen uns in der Werbepause mal eben einen Kaffee. Was wohl dieser Dolly Buster passiert ist, dass ihr Gesicht heute so aussieht? Zurück vor dem Fernseher werfen wir nebenbei kurz einen Blick ins Internet. Und wissen ein paar Minuten später Bescheid. Eine durchaus interessante Vita. Und wir merken uns, dass wir in einer ruhigen Minute demnächst noch einmal ausführlicher zu Dolly Buster recherchieren könnten. Das Promi Dinner plätschert unterdessen weiter vor sich hin und lässt uns nach wie vor rätseln. Wer guckt das freiwillig? Einsame Singles, die sich beim Essen Gesellschaft wünschen, Menschen, die keine Freunde haben und immer nur alleine essen? Fazit, wer alle Promis bei diesen Sendungen kennt, sollte über seinen Fernsehkonsum nachdenken, wer sich diese Sendung regelmäßig ansieht, sollte ganz grundsätzlich über sein Leben nachdenken.</p>
<p><strong>VA</strong></p>
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		<title>Fanny, 22</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 10:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[10 to go]]></category>
		<category><![CDATA[2011-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Dein perfektes Urlaubsziel? Die Ostsee.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #ff0000;"><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/19-31_SK_Juli_2011_72.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13314" title="10 to go" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/19-31_SK_Juli_2011_72-287x300.jpg" alt="" width="287" height="300" /></a>Dein perfektes Urlaubsziel?</span><br />
Die Ostsee.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Was wäre dein Lieblingszauber, wenn du zaubern könntest?</span><br />
Ein Glückszauber, damit man immer glücklich ist.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Der Held deiner Kindheit?</span><br />
Mein Papa.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Was sagst du zum Kachelmann-Urteil?</span><br />
Ist mir egal. Habe ich nicht verfolgt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Hannovers schönster Stadtteil?</span><br />
Oh schwierig, weil ich ganz frisch hier bin. Linden, denke ich.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wirst du dir die Frauen-WM anschauen?</span><br />
Nein.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Für wen hast du dich mal fremdgeschämt?</span><br />
Für Freunde, die sich daneben benommen haben.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Deine Meinung zum Atomausstieg?</span><br />
<span style="color: #000000;">Richtig so, hätte aber schon viel früher passieren müssen! </span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Was wirst du dir in nächster Zeit kaufen?</span><br />
Ein Sommerkleid.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Worauf freust du dich in dieser Woche am meisten?</span><br />
Auf meinen Freund.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>der schrittmacher</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 15:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[im gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[2011-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Jörg Mannes ist seit fünf Jahren Ballettdirektor der Staatsoper Hannover. Der Österreicher hat mit acht Jahren klassischen Tanz gelernt und wurde 1985 Mitglied der Wiener Staatsoper. Ein Rudolf-Nurejev-Stipendium ermöglichte ihm 1988 eine Ausbildung an der Opéra de Paris. Als Solotänzer...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Name: Jörg Mannes</strong></p>
<p><strong>Ballettdirektor der Staatsoper Hannover</strong></p>
<p><strong>Sternzeichen: Widder</strong></p>
<p><strong>Familienstand: verheiratet, ein Sohn (5)</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Jörg Mannes ist seit fünf Jahren Ballettdirektor der Staatsoper Hannover. Der Österreicher hat mit acht Jahren klassischen Tanz gelernt und wurde 1985 Mitglied der Wiener Staatsoper. Ein Rudolf-Nurejev-Stipendium ermöglichte ihm 1988 eine Ausbildung an der Opéra de Paris. Als Solotänzer der Deutschen Oper in Düsseldorf tanzte er in Choreografien von Heinz Spoerli und William Forsythe u. a. Sein Debüt als Choreograf gab er 1994 in Düsseldorf. Der 42-Jährige hat wiederholt Preise bei internationalen Choreografiewettbewerben gewonnen. Er wohnt mit seiner Familie in Ricklingen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Was kann man von einem ausgebildeten Balletttänzer lernen – Disziplin?</span> Disziplin kann ich einem anderen nicht vermitteln, weil das ein Prozess ist, der in der Kindheit beginnt. Tänzer haben sehr viel Disziplin, Selbstkontrolle und Durchhaltevermögen. Was sie außerdem auszeichnet, ist eine hohe soziale Kompetenz, weil Tänzer voneinander abhängig sind. Wenn einer eine falsche Bewegung macht, ist der andere verletzt. Als Tänzer kann ich kein Einzelkämpfer sein.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Sie sind gebürtiger Wiener. Was können Hannoveraner von einem Wiener lernen?</span> Die Sprache sicher nicht (überlegt) &#8230; Eine Lockerheit (lacht), aber man kann nicht verallgemeinern. Für mich war es erstaunlich festzustellen, wie ernst hier ein Titel wie „Stirb du, wennst kannst“ (Anmerkung der Red.: So heißt ein Tanztheater von Jörg Mannes) genommen wird. Wiener lachen darüber.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Erkennt man ein Land und seine Gegebenheiten auch an der „Theaterluft“, also an der Atmosphäre in einem Haus?</span> Natürlich ist jedes Land anders, aber Ballettcompagnien sind immer international. Ballett kommt ohne Worte aus, ein Tänzer kann also überall auf der Welt arbeiten. In der Staatsoper Hannover gibt es 30 Tänzer aus 17 Nationen. Insofern sind sich alle Compagnien auf der ganzen Welt ähnlich.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Drückt eine Choreografie auch aus, wie es um die Gemütslage des Choreografen bestellt ist? </span>Eine Choreografie ist ein eigenständiges Kunstwerk, aber jedes Kunstwerk ist auch ein Ausdruck der Befindlichkeit des Schaffenden, was nicht heißen muss, dass ich ein trauriges Bild male, nur weil ich traurig bin. Beim Tanz spielen außerdem nicht nur die Emotionen des Choreografen eine Rolle, sondern auch die des Tänzers.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/08-21_SK_Juni_2011_723.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13225" title="Joerg Mannes" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/08-21_SK_Juni_2011_723-215x300.jpg" alt="" width="215" height="300" /></a>Kraft und Eleganz – welche Zutaten sind nötig, um formvollendetes Tanztheater auf die Bühne zu bringen? </span>Machen Sie mal ein Rezept. Wenn es ein Rezept geben würde, wäre mein Leben einfacher (lacht). Tanz ist immer wieder anders, es gibt kein Rezept – das ist auch das Schöne daran. In dem Moment, in dem man sich an ein Rezept hält, funktioniert es nicht mehr. Als Choreograf sitze ich nicht im stillen Kämmerlein und denke mir Bewegungen aus. Der ganze Prozess hat mit den Tänzern zu tun, mit denen ich arbeite. Choreografieren ist ein permanentes Ausprobieren physikalischer Möglichkeiten.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Tanz ist universell – jede Kulturgemeinschaft hat eigene Tänze. Wie lautet ihre persönliche Definition von „Tanz“?</span> Wenn wir von Bühnentanz reden, ist Tanz vergrößerte Körpersprache.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ballett ist für viele der Inbegriff vollendeter Tanzkunst, stimmt das?</span> Ich bin dagegen, Ballett anderen Tanzformen gegenüberzustellen. Die gegenseitigen Einflüsse sind so groß, dass sich im Moment die verschiedenen Tanzformen durchdringen, ergänzen und erneuern, selbst wenn das vielen nicht bewusst ist. Selbst „Schwanensee“ in einer klassischen Fassung wird heute ganz anders getanzt als vor 30 Jahren.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ihre Lieblingsfigur?</span> Die gibt es nicht. Tanz ist so vielfältig, da kann ich mich nicht festlegen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">An welchem Tanztheaterstück hängt ihr Herz?</span> An „Gefährliche Liebschaften“. Daran habe ich mit Unterbrechungen zehn Jahre lang gearbeitet.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Euphorie und Ekstase versus Trauer und Tod: Gibt es Gefühle, die man nicht tanzen kann?</span> Man kann jede Gefühlsnuance mit Tanz ausdrücken, weil Gefühle über die Körpersprache vermittelt werden. Schwierig ist es, abstrakte Ideen auszudrücken. Tänzer haben keine wirkliche Schauspielausbildung, sie haben nur ihre Körpersprache. Wenn ein Stück stark und ein Tänzer in seiner Rolle drin ist, agiert er nahezu unbewusst. Das ist das Starke am Tanz. Ein Tänzer muss sich in eine Emotion hineinbegeben, damit er sie auch darstellen kann. Es gibt diese absolut perfekten Momente, wo ein Tänzer etwas aus dem Gefühl heraus tut, das ganz über seinen Körper läuft. Für diese Momente liebe ich meine Arbeit.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ist die Flüchtigkeit des Tanzes nicht ein Widerspruch zu einer festen Choreografie?</span> Tanzen sieht so leicht aus, aber trotzdem steckt in einer Choreografie mehr Arbeit als in einer Partitur. Weil eine Choreografie eben nicht aufgeschrieben werden kann, sondern getanzt wird, verbringen die Tänzer einen großen Teil der Zeit im Probesaal, um ihre Grenzen auszuloten. Bis wohin können sie mit einer Bewegung gehen, ohne sich oder den Partner zu verletzen? Tänzer bewegen sich immer an einer Grenze, deshalb erfordert Tanz einen hohen Grad an Organisation. Tänzer hopsen nicht einfach frei herum. Das ist der Widerspruch in sich: Sie geben sich emotional auf, ergeben sich also, müssen aber auf der anderen Seite genau wissen, was sie tun. Tänzer loten in diesem Sinn die Grenze zwischen Ordnung und Chaos aus.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Muss ein Tänzer sich bis in die feinsten Fasern der Musik hingeben, muss er die Musik fühlen?</span> Ja, er muss sich mit jeder Faser in die Musik legen. Das Spannende an der Staatsoper Hannover ist ja, dass wir Produktionen mit Live-Musik machen. Der Tänzer muss sich also auch auf die Interpretation des Orchesters einstellen. Das funktioniert mal gut, mal weniger gut, und manchmal ist es traumhaft.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?</span> Ich begleite das Training, das um 10 Uhr beginnt und bis 11.20 Uhr dauert. Von 11.40 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr finden die Proben statt: sechsmal pro Woche. Wir bereiten uns nicht nur auf eine Premiere vor, sondern arbeiten auch weiter an laufenden Stücken. Da gibt es viel zu tun. Abends arbeite ich daheim oft noch bis Mitternacht weiter.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Pina Bausch ist vor zwei Jahren gestorben. Ist sie ein Vorbild für Sie?</span> Nein, Pina Bausch ist Pina Bausch. Ich habe kein Vorbild. Sie ist eine sehr wichtige Person in der Tanzgeschichte, die sicher uns alle beeinflusst hat. Sie ist nicht nachahmbar. Und das will ich auch nicht.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Gehen Sie auch privat in Discos zum Tanzen – oder sind Sie in Ihrer Freizeit etwa ein passionierter Standardtänzer? </span>Ein Standardtänzer bin ich nicht. In Wien bin ich auch in Discos gegangen, aber das hat sich bei mir immer in Grenzen gehalten – ein Zeitproblem.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Der schönste Augenblick beim Tanz?</span> Schwierig &#8230; Wenn man die Kontrolle verliert, ohne sie wirklich zu verlieren. Wenn man an der Grenze der Kontrolle ist. Dies gilt sowohl physisch als auch psychisch: Ich kann eine Bewegung machen und dabei die Grenze meines Könnens überschreiten. Ich kann aber auch emotional eine Grenze überschreiten und mich ganz der Rolle hingeben &#8230; Sobald ich keine Kontrolle mehr habe, geht das Ganze aber schief, weil ich dann aus dem Rahmen falle oder mir weh tue.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wann haben Sie sich zum letzten Mal die Füße wund getanzt?</span> Ich tue alles, um das zu verhindern. Füße sind unser Kapital!</p>
<p><strong>Simone Niemann</strong></p>
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		<title>nur zu recherchezwecken&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 14:37:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[besser im bilde]]></category>
		<category><![CDATA[2011-06]]></category>

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		<description><![CDATA[…wagen wir uns diesmal in das Reich des Übersinnlichen, lassen dazu aber alle belanglosen Vampir-, Geister- und Zombie-Serien seelenruhig links liegen, denn all das hat mit der Realität ja nun echt so gar nichts zu tun. Fantasiewelten kann jeder, die Existenz des Übernatürlichen in der Wirklichkeit zu zeigen, das gelang bisher allerdings kaum einem Fernsehformat...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…wagen wir uns diesmal in das Reich des Übersinnlichen, lassen dazu aber alle belanglosen Vampir-, Geister- und Zombie-Serien seelenruhig links liegen, denn all das hat mit der Realität ja nun echt so gar nichts zu tun. Fantasiewelten kann jeder, die Existenz des Übernatürlichen in der Wirklichkeit zu zeigen, das gelang bisher allerdings kaum einem Fernsehformat. Dabei weiß doch jeder: Es gibt sie, die Geisterheiler, die nur Kraft ihrer Gedanken aus der Ferne den Krebs besiegen, die Handaufleger, die Wahrsager, das Medium in der Seitenstraße um die Ecke mit dem direkten Kontakt zu Verstorbenen.</p>
<p>Alles Lug und Trug, sagen manche, nur billige Abzocke der Gutgläubigen. Wir sind uns da nicht so sicher. Exorzismus funktioniert doch auch. Stigmata oder Blut weinende Madonnen gab es ebenfalls schon reichlich. Und warum sollte uns die Kirche bei diesen Geschichten belügen? Abzocke haben die doch sicher nicht im Sinn. Fazit: Wenn es all das gibt, dann kann auch alles andere möglich sein. Also sollten wir das alles nicht so arrogant als Scharlatanerie abtun. Bemerkenswert eigentlich, dass die Fernsehmacher diese Branche noch nicht vollständig abgegrast haben. Bisher gab’s nur diese komische Geisterjäger-Nummer aus Amerika, oder? Wo bleiben all die Formate, die echte Geisterheiler in Aktion zeigen? Ein bisschen Schulterblick mit der verwackelten Handkamera, echte Schicksale, unheilbar Kranke ganz hautnah, Hoffnung in den Augen, das müsste doch Quote bringen. Und als kleines Gimmick könnte man unten im Bild immer den aktuellen Kontostand des Geisterheilers einblenden.</p>
<p>Nein, nur Spaß. Das natürlich nicht. Den meisten „seriösen“ Geisterheilern geht es ja nicht ums Geld, sondern darum, den verzweifelten Menschen zu helfen. Wirklich! Nun gibt es endlich ein solches Format im Fernsehen. An die Geisterheiler hat man sich leider noch nicht herangetraut, aber immerhin, wir dürfen ein Medium bestaunen. „Verschwunden – ein Medium sucht Spuren“ heißt der neue Knaller auf RTL II. Die Geschichte ist ganz einfach aufgebaut: Ein Mensch ist verschwunden, das Medium bekommt ein Foto und widmet sich der Aura des Abgebildeten. Zuerst wird mal gefühlt, ob der verschwundene Mensch noch lebt, während die Angehörigen natürlich gespannt die Luft anhalten. Ist das der Fall, geht es ans Erspüren des Aufenthaltsorts. Und wenn nicht, muss ja trotzdem die Leiche gefunden werden. Das Medium heißt Martin Zoller, kommt aus der Schweiz – und ist echt. Das steht Schwarz auf Weiß auf seiner Internetseite. Er hat beispielsweise mal in Bolivien ein abgestürztes Flugzeug im Urwald aufgespürt und den Passagieren damit das Leben gerettet. Außerdem hat er staatliche Sicherheitsdienste unterstützt, indem er terroristische Aktivitäten vorhersagte. Zöller kann Menschen durchleuchten, er ist ein Aura-Leser. Er kann sogar Rohöl, Mineralien und Edelmetalle lokalisieren. Dieser Mann ist ein echtes Phänomen. Bücher hat er auch schon geschrieben. „Wenn die Dämonen rufen“ oder „Hellsichtig“ haben es zwar nicht auf die Bestsellerlisten gebracht, aber vielleicht kommt das ja noch. Ach was, mit der Sendung auf RTL II ist das jetzt wohl keine Frage mehr.</p>
<p>Bisher war Zoller eher unterschätzt, obwohl sich der „mediale Profiler“ selbst als weltbekannt beschreibt, kannte ihn fast niemand. Das wird sich nun ändern. Vollkommen zu Recht! Denn dieser Mann ist einfach genial. Es ist schon beeindruckend, wenn er mit der Hand über ein Foto gleitet, die Aura erspürt, feststellt, dass das Mädchen leider Tod ist und der verschwundene Ehemann lebt. Dann geht’s fühlend und spürend an die Straßenkarten, das Medium starrt konzentriert auf einen großen Flatscreen mit irgendwelchen Gegenden. Und die Bilder in ihm verdichten sich. Wie macht er das? Auch das wird dem Zuschauer erklärt. Zoller macht kein Geheimnis aus seiner Methode. Danach geht’s ins Gelände, die Vision immer im Blick. Und – ist das nun sensationell oder nicht? –, er grenzt den Fundort der Leiche auf 15 Quadratkilometer ein. Hier müsste die Polizei suchen (was sie nicht tut, weil sie ignorant ist). Und der verschwundene Ehemann steckt in der Nähe von Budapest – und dort wahrscheinlich in einer anderen Frau. Wer’s nicht glaubt, der kann ja dort suchen.</p>
<p>Gott sei Dank ersparen RTL II und Zoller dem Zuschauer die lästige Kleinarbeit der tatsächlichen Suche, womit es zwar keine überprüfbaren Ergebnisse gibt, aber eben auch keinen Beweis, dass an dem ganzen Zauber nichts dran ist. Zweifel? Vorsicht! Ein verschwundenes Mädchen ist am Kölner Bahnhof aufgetaucht, und Zoller hatte genau das gesehen. Sie war auf die schiefe Bahn geraten, hatte falsche Freunde. Sie hätte überall sein können. Aber am Bahnhof? Das kann nur ein Medium herausfinden, oder nicht? Es ist einfach ein Wahnsinn! Ja, wir haben ein neues Lieblingsformat im Fernsehen. Zumindest bis demnächst vielleicht doch ein Geisterheiler-Format folgt.</p>
<p><strong><em>VA</em></strong></p>
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		<title>sky factory</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 09:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[stadtkinder sind mutig]]></category>
		<category><![CDATA[2011-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Licht macht gute Laune! Jeder kann diese Wirkung bei sich selbst nachvollziehen: Scheint die Sonne, sind wir unternehmungslustig, aktiv und gut gelaunt. An einem nebligen, trüben Novembertag hingegen werden wir schläfrig, träge und bleiben am liebsten im Bett. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/45-49_SK_Juni_2011_724.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13287" title="sky factory" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/45-49_SK_Juni_2011_724-177x300.jpg" alt="" width="177" height="300" /></a>Licht macht gute Laune! Jeder kann diese Wirkung bei sich selbst nachvollziehen: Scheint die Sonne, sind wir unternehmungslustig, aktiv und gut gelaunt. An einem nebligen, trüben Novembertag hingegen werden wir schläfrig, träge und bleiben am liebsten im Bett. Zu wenig Licht kann sogar krank machen, deshalb gibt es zur Behandlung von Winterdepressionen beispielsweise Lichttherapien. Licht ist also nicht nur einer von vielen Umweltfaktoren, sondern trägt wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei – wir sollten uns also regelmäßig eine ordentliche Portion davon gönnen.</p>
<p>So viel zur Theorie. Der Alltag vieler Menschen sieht allerdings anders aus: Nahezu während der Hälfte des Jahres gehen wir im Dunkeln zur Arbeit, sitzen dann in einem Büro ohne oder mit winzig kleinen Fenstern, die Mittagspause verbringen wir in der Kantine, und wenn wir Pech haben, ist es auf dem Nachhauseweg schon wieder dunkel.</p>
<p>Das ist eindeutig zu wenig Licht, findet auch Marco P. Fernandes und hat sich auf die Suche nach Lösungen gemacht. Im World Wide Web ist er fündig geworden: Das US-amerikanische Unternehmen Sky Factory bringt Licht in geschlossene Räume, zu jeder Tages- und Jahreszeit. Möglich gemacht wird das mit Naturillusionen, die an der Wand oder Decke installiert werden. Was sich erstmal ziemlich künstlich anhört, sieht dann dank aufwendiger Fotografien und Bildbearbeitung täuschend echt aus. Zudem werden Vollspektrum-Lampen genutzt, die mit 6.500 Kelvin Lichtwärme Tageslicht simulieren. Die Bildpigmente und Farben der Fotografien werden einheitlich ausgeleuchtet, sodass der Eindruck eines realen Fensters oder Oberlichts entsteht. Die Illusion wird außerdem durch Aluminiumrahmen unterstützt, die eine robuste Struktur vermitteln. Der Mensch lässt sich damit leicht täuschen: Man sieht den Rahmen und „weiß“, dass alles hinter diesem Rahmen außerhalb des Raumes sein muss. Das Ergebnis dieser Technik ist dann einfach verblüffend. Man muss mehrmals hinsehen, um auf die Idee zu kommen, dass das Fenster eine Illusion sein könnte. Auch wenn die Illusion entlarvt wurde, bleibt der Effekt. Man fühlt sich mit einem strahlend blauen Himmel und Tageslicht irgendwie wohl, ruhig, entspannt und ausgeglichener.</p>
<p>Sky Factory verkauft mittlerweile in rund 50 Ländern diese Naturillusionen, Deutschland war aber, wie Marco P. Fernandes entdeckte, noch nicht dabei. „Sieben Tage, nachdem ich Sky Factory in Internet entdeckt habe, lag der Business-Plan für eine Zweigstelle in Deutschland in den USA vor“, erzählt er, „das Produkt ist einfach einzigartig, so etwas bekommt man sonst nirgendwo, deshalb wollten meine Geschäftspartnerin und ich die Naturillusionen nach Deutschland holen.“ Ende 2009 gründeten Fernandes und Hüseyin Gözcan Sky Factory Deutschland und beschäftigen mittlerweile zwei Mitarbeiter. Die real wirkenden Himmel werden vor allem an Kliniken, Therapiezentren oder Arztpraxen verkauft. Patienten sollen so beruhigt, der Stress reduziert und das Schmerzempfinden minimiert werden. Auch am Arbeitsplatz werden die Oberlichter und Fenster eingesetzt, sie sorgen für ein besseres Betriebsklima und damit auch für eine entsprechende Steigerung der Produktivität.</p>
<p>Mit ihrer originellen Geschäftsidee gewannen die beiden Gründer sogar den Plug&amp;Work-Ansiedlungs- und Gründerwettbewerb und werden jetzt ein Jahr lang von hannoverimpuls begleitet und unterstützt. Die beste Voraussetzung für weitere Vorhaben, denn Fernandes und Gözcan wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre noch zwei weitere Standorte in Deutschland eröffnen, um mit viel Licht noch mehr dunkle Räume zu erhellen.</p>
<p><strong>Janina Schendel</strong></p>
<p><em>Sky Factory Deutschland oHG</em><br />
<em>Friesenstraße 49</em><br />
<em>30161 Hannover</em><br />
<em>www.TheSkyFactory.de</em></p>
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		<title>fundstücke der redaktion</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 08:58:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[sachen gibt's]]></category>
		<category><![CDATA[2011-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Welcher andere Gebrauchtwagen dieser Klasse hätte 189.000 Euro eingebracht als der des berühmtesten Vatikanbewohners? Richtig: All diese Dinge oder ihre Besitzer wären – ohne eine heiße Story – nie zu Ruhm gekommen. Diesmal plaudert Stadtkind-Mitarbeiterin Anna die ein oder andere Anekdote aus...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man findet sie überall: Einzigartige Gegenstände mit Geschichte. Ob geliebt oder verhasst – auf jeden Fall aber mit Anekdote. Denn nur die Geschichten, die sich hinter den Dingen verbergen, machen sie zu dem, was sie sind: besondere Fundstücke. Man betrachte nur einmal einige eBay-Auktionen: Vor rund drei Jahren versteigerten zwei Schwestern eine Maisflocke mit dem Umriss des US-Staates Illinois für 1.350 Dollar an einen Sammler von kuriosen Dingen. Ähnlich verhielt es sich mit dem Papst-Golf: Welcher andere Gebrauchtwagen dieser Klasse hätte 189.000 Euro eingebracht als der des berühmtesten Vatikanbewohners? Richtig: All diese Dinge oder ihre Besitzer wären – ohne eine heiße Story – nie zu Ruhm gekommen. Diesmal plaudert Stadtkind-Mitarbeiterin Anna die ein oder andere Anekdote aus&#8230;</strong></p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/fahrrad_72.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13259" title="fahrrad" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/fahrrad_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>So manch einer behauptet, unsere schöne Landeshauptstadt liegt zwar nicht ganz am Arsch der Welt, aber so ziemlich nah dran. Viele Menschen sieht man sogar regelrecht gähnen, wenn der Name Hannover fällt. Wir vom Stadtkind können das gar nicht verstehen. Unsere Stadtexzentriker können doch locker mit Lady Gaga, Pete Doherty &amp; Co. mithalten. Man trifft sie förmlich auf der Straße. Ihr Pech ist allerdings, dass niemand ihren künstlerischen Geist erkennt und sie entsprechend weniger verdienen als so mancher Möchtegern-Promi. Dieses Fahrrad zum Beispiel, das hin und wieder Hannovers Straßen unsicher macht, schreit förmlich nach Aufmerksamkeit. Die asymmetrische Anordnung der Plastiktüten, das Arrangement der Farben – das ist wahre Kunst!  Im Ernst: Würde ein Künstler wie Jeff Koons das Objekt ins Museum verfrachten, würde man ihm sofort eine sechsstellige Summe dafür zahlen. Dieses Rad lädt zum Entspannen ein – einfach nach hinten fallen lassen und in den künstlichen Regenbogen eintauchen.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/dear-lord_72.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-13260" title="dear lord" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/dear-lord_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es lebe die Suchmaschine, die dieses herrliche T-Shirt in mein Blickfeld spuckte: „Dear lord, if you can&#8217;t make me skinny, please make my friends fat!“ Wozu sich noch mit sinnlosen Diäten abquälen, wenn man sich doch auch ganz einfach auf das Wesentliche konzentrieren kann: Freunde mästen. Einfach immer wieder penetrant köstliche, möglichst hoch kalorische Speisen zubereiten, dem Begünstigten vor die Nase stellen, dazu einen fetthaltigen Schoko-Milch-Shake servieren, abwarten und sich schließlich daran aufgeilen, wie er oder sie mampft und dabei Röllchen züchtet. Letzteres habe ich als Teenie erfolgreich beim kleineren Bruder praktiziert. Bis er mich kräftemäßig einholte mich dafür ordentlich verdrosch.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/männchen.odt"></a><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/männchen_72.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13262" title="nubi" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/männchen_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das ist Nubi. Dieser gut gelaunte Zeitgenosse auf dem Bild heißt eigentlich Nubert und arbeitet in der gleichnamigen Firma. Ähnlich wie Claus Hipp steht auch er mit seinem Namen für höchste Qualität: Und zwar für feinsten Wohlklang. Denn Nubi wacht über die Nubert-Boxen oder auch die „ehrlichen Lautsprecher“ wie sie in Fachkreisen betitelt werden. Jeder, der bei Nubert kauft, bekommt den kleinen Wachmann gratis dazu. Auf dem Bild ist Nubi noch als altmodische Version zu sehen, der in seiner linken Hand einen Röhrenbildschirm trägt. Der upgedatete Nubi hingegen, wie man so schön in Neudeutsch sagt, hat seinen Kopfhörer und die alte Kiste gegen zwei fette Boxen getauscht. Aber das ist eine andere Geschichte. Ehe er in mein Wohnzimmer kullern konnte, um als guter Geist über die „ehrlichen Lautsprecher“ zu wachen, musste er erst einmal per Post anreisen. Leider war ich nicht da, als Nubi kam. Ironischerweise hat ihn der Postbote dann im Haus gegenüber, bei Hörgeräte Zöller, abgegeben. Ob er mir irgend etwas damit sagen wollte?</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/hund_72.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-13263" title="xulu" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/hund_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Für die einen ist es nur ein süßer Mischling, für die Mitarbeiter von Comics am Steintor ist es die wohl coolste Hündin der Welt. Denn Xulu ist aktive Fußballspielerin, die nichts lieber tut, als den ganzen Tag Bällen nachzusäbeln. Viermal pro Woche wacht sie im Laden und ist nur dann glücklich, wenn jemand den Fußball durch den Laden kickt. Dann jagt sie wie eine wilde Stürmerin dem runden Leder hinterher und stupst es mit ihrer Schnauze zum Spieler zurück. Im letzten Jahr hat sie sich eindeutig gesteigert: Ihre Pässe zeugen von äußerster Präzision. Weiter so!<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Anna Pakosch</strong></p>
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		<title>welchen deiner körperteile würdest du versichern, und warum?</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/05/welchen-deiner-korperteile-wurdest-du-versichern-und-warum/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 14:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[2011-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Stella (17) und Asken (18): „Auf jeden Fall unsere Augen! Sonst könnten wir ja nichts sehen!“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Stellla-und-Asken_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11610" title="Stellla und Asken" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Stellla-und-Asken_72-257x300.jpg" alt="" width="257" height="300" /></a></p>
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<p>Stella (17) und Asken (18): „Auf jeden Fall  unsere Augen! Sonst könnten wir ja nichts sehen!“</p>
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<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Jann-Jakob_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11612" title="Jann-Jakob" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Jann-Jakob_72-257x300.jpg" alt="" width="257" height="300" /></a></p>
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<p>Jann-Jakob (20): „Ich würde nichts an mir versichern lassen, weil ich das unnötig finde. Ich bin ja kein Auto!“</p>
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<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Tobias_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11614" title="Tobias" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Tobias_72-257x300.jpg" alt="" width="257" height="300" /></a></p>
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<p>Tobias (21): „Ich würde meine Hände versichern lassen. Ich spiele Cello, deshalb sind sie mir besonders wichtig.</p>
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<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Henning_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11615" title="Henning" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Henning_72-257x300.jpg" alt="" width="257" height="300" /></a></p>
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<p>Henning (32): „Ich bin Musiker und deshalb sind mir meine Ohren besonders wichtig. Darum würde ich sie versichern lassen.“</p>
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<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Oliver_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11616" title="Oliver" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Oliver_72-257x300.jpg" alt="" width="257" height="300" /></a></p>
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<p>Oliver (47): „Meine Hände. Im Alltag ist man ohne sie aufgeschmissen und auch im meinem Beruf sind sie wichtiger als zum Beispiel meine Beine.“</p>
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<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Jenny_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11617" title="Jenny" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/Jenny_72-257x300.jpg" alt="" width="257" height="300" /></a></p>
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<p>Jenny (21): „Wenn überhaupt, dann meine Haare. Früher fand ich es immer doof, als Einzige rote Haare zu haben. Mittlerweile mag ich sie aber gerne.“</p>
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		<title>deutsches reptilien-zentrum</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 12:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[stadtkinder sind mutig]]></category>
		<category><![CDATA[2011-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange galt die Haltung exotischer Terrarientiere in Deutschland als seltenes Hobby einiger weniger Liebhaber. Mittlerweile hat sich das grundlegend verändert. Viele Menschen erfreuen sich heute am Anblick ihrer Schlange oder ihres Geckos im heimischen Wohnzimmer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange galt die Haltung exotischer Terrarientiere in Deutschland als seltenes Hobby einiger weniger Liebhaber. Mittlerweile hat sich das grundlegend verändert. Viele Menschen erfreuen sich heute am Anblick ihrer Schlange oder ihres Geckos im heimischen Wohnzimmer. Das allerdings ist ein „gefundenes Fressen“ für viele Medien, denn wenn so ein Tier mal ausbricht oder ein Besitzer seine Tiere unter katastrophalen Bedingungen hält, dann sind genau das die Meldungen, die ihren Weg in die Zeitungen finden. Dabei sind das die wirklich ganz seltenen Ausnahmen. „Die allermeisten Halter wissen heute, wie sie mit ihren Tieren umgehen müssen und welchen Lebensraum die Tiere brauchen“, sagt Martin Höhle, Gründer des Deutschen Reptilien-Zentrums.</p>
<p>Wildfänge kommen Martin Höhle nicht ins Haus, jedes Tier schlüpft entweder aus eigener Nachzucht und wird im 900 Quadratmeter großen Zuchtzentrum professionell betreut und tierärztlich überwacht, oder stammt von professionellen Züchtern. So wird der Naturbestand geschont und der problematische Import entfällt. Außerdem sind die Tiere nicht mit Krankheiten vorbelastet. Der 35-jährige Unternehmer verkauft seine Exoten ausschließlich an Zoos und Zoofachketten, die Abgabe an Privatleute ist ausgeschlossen. Eine außergewöhnliche und noch dazu wirtschaftliche Form des Natur- und Artenschutzes, fanden auch die Verantwortlichen des hannoverschen Ideenwettbewerbs „StartUp-Impuls“ der hannoverimpuls GmbH und honorierten das Konzept mit 2.500 Euro Preisgeld.</p>
<p>Das in Europa einzigartige Geschäftsmodell, ausschließlich mit Nachzuchten zu handeln, kommt an: Mittlerweile kümmern sich acht Mitarbeiter um das Wohl der exotischen Terrarientiere. „Jeder Gecko und jede Schlange, die bei uns aus ihren Eiern schlüpfen, kann gesund ins Leben starten und ersetzt einen aus der Natur entnommenen Artgenossen“, erläutert der Geschäftsführer das Konzept. Vor allem die großen Zoofachketten setzten inzwischen auf diese Qualität. Für 2011 ist deshalb eine weitere Optimierung des Reptilienzentrums geplant. Neue Außenanlagen, Zuchtteiche und ein Großgewächshaus werden hinzukommen. Und noch ein weiteres Geschäftsfeld hat sich ergeben. In speziell konzipierten Seminaren schulte das Reptilien-Zentrum bereits die regionale Feuerwehr erfolgreich im Umgang mit exotischen Tieren, ein bundesweites Angebot für Rettungskräfte ist deshalb in der Planung.</p>
<p>Die Nachfrage nach exotischer Terrarientieren ist riesengroß. Durchaus verständlich, denn es sind einfach sehr beeindruckende, faszinierende Tiere. Kritik an der Haltung solcher Exoten gibt es allerdings auch regelmäßig von diversen Tierschutzorganisationen, die sowohl bei der Herkunft der Tiere als auch bei ihrer artgerechten Haltung Probleme sehen. „Natürlich gibt es Ausnahmen, natürlich findet man auch Verrückte. Aber da muss man wirklich lange suchen. Wer sich so ein Tier anschafft, der ist nach meiner Erfahrung gut informiert“, sagt Martin Höhle. „Und was die Herkunft angeht, so ist auch das heute klar reglementiert und kontrolliert. Unsere Nachzuchten machen Wildfänge inzwischen außerdem völlig überflüssig. Da geistern insgesamt einfach sehr viele Horrorgeschichten durch die Medien, die mit der Wirklichkeit überhaupt nichts zu tun haben. Und das ist ärgerlich, weil man sich immer wieder mit den diversen Vorurteilen auseinandersetzen muss.“</p>
<p>Solche Vorurteile entstehen tatsächlich schnell. Spätestens wenn die nächste Horrormeldung in den Medien breitgetreten wird, steht „der Nachbar mit den Schlangen“ wieder unter Generalverdacht, weil die „giftigen Viecher“ ja ausbüchsen könnten. „In Niedersachen ist die Haltung von Giftschlangen grundsätzlich verboten. Da braucht man eine Ausnahmegenehmigung und muss zahlreiche Auflagen erfüllen“, sagt Martin Höhle. „Die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz erschlagen zu werden, ist bedeutend höher, als in Deutschland beispielsweise an einem Schlangenbiss zu sterben.“</p>
<p><strong> Lara Alina Lange</strong></p>
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		<title>&#8230;mit stephan weil</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 12:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[ein letztes wort...]]></category>
		<category><![CDATA[2011-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Weil, wir haben unser letztes Gespräch vor dem noch sehr frischen Eindruck der Atomkatastrophe in Fukushima geführt. Die Katastrophe geht immer weiter, gerade erst hat Japan die Stufe zur Bewertung der Gefahren auf 7 eingeordnet...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #ff0000;"><strong><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/99-114_Stadtkind_Mai_11_721.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11718" title="99-114_Stadtkind_Mai_11_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/99-114_Stadtkind_Mai_11_721-300x140.jpg" alt="" width="300" height="140" /></a>Herr Weil, wir haben unser letztes Gespräch vor dem noch sehr frischen Eindruck der Atomkatastrophe in Fukushima geführt. Die Katastrophe geht immer weiter, gerade erst hat Japan die Stufe zur Bewertung der Gefahren auf 7 eingeordnet und damit Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld eingeräumt. Was mich nach wie vor beeindruckt, ist der Umgang der Bevölkerung in Japan mit dieser Katastrophe. Es gibt viel Verzweiflung und Trauer, aber auch Zuversicht und Mut.</strong></span> Ja, das ist schon Ausdruck einer sehr starken Mentalität. Wir sind in Hannover durch unsere Städtepartnerschaft mit Hiroshima Japan ja in besonderer Weise verbunden. Und immer, wenn ich mich mit Menschen aus Hiroshima unterhalten und gefragt habe, wie man in dieser Stadt nach dem Bombenabwurf wieder auf die Beine gekommen ist, dann habe ich gestaunt über diese ungeheure Entschlossenheit. Wenn man in Hiroshima im Friedensmuseum vor dem Modell der Stadt im August 1945 steht, dann kann man fast nicht glauben, dass Hiroshima heute wieder eine wirklich blühende Stadt ist. Mit Ausnahme von zwei oder drei Ruinen gab es dort gar nichts mehr, nur noch ebene, verbrannte Erde. Wie unter solchen Umständen die Menschen den Mut schöpfen können, dieselbe Stadt wieder aufzubauen, das zeugt schon von einer unglaublich tapferen Mentalität. Mazda hat damals beispielsweise nur drei Monate nach dem Fall der Bombe die Produktion wieder aufgenommen. Eigentlich unvorstellbar. Und die Art und Weise, wie die Menschen in Japan auch jetzt mit dieser Katastrophe umgehen, das ist schon etwas, wovor man großen Respekt haben muss. Trotz der Tatsache, dass die scheibchenweise Informationspolitik der japanischen Regierung sicherlich dafür sorgt, dass vielen Japanern das gesamte Ausmaß der Katastrophe noch gar nicht bewusst ist.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Was mich sehr nachdenklich gemacht hat ist das, was nun an den Börsen passiert. Da steht ein Land nach einer Naturkatastrophe und jetzt der Atomkatastrophe am Abgrund, und an der Börse ziehen die Anleger ihr Geld ab und verschlimmern damit noch die Lage.</strong></span> Die berühmten Märkte. Ja, an der Börse spielen moralische Kategorien leider keine Rolle. Das ist diesem System immanent. Aber es bleibt trotzdem abstoßend. Wir haben das auf anderer Ebene in letzter Zeit ja schon öfter erlebt. Ich denke da zum Beispiel an Griechenland, das all seinen Konsolidierungsversprechen eingehalten hat, auch um den Preis wirklich heftigster innerer Konflikte. Und dennoch haben sich die Märkte wieder gegen Griechenland gewandt. Aber wie gesagt, moralische Kategorien spielen da keine Rolle. Trotzdem darf man sich natürlich das Recht herausnehmen, das nach den eigenen moralischen Maßstäben zu bewerten. Und dann wird man tatsächlich sehr nachdenklich.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Nachdenklich geworden ist ja nun offensichtlich auch unsere Bundesregierung. Man will inzwischen einen möglichst schnellen Ausstieg. Man kann eigentlich nur staunen über diese Kehrtwende. Plötzlich zählen all jene Argumente, die man während der Debatte zur Laufzeitverlängerung noch achtlos beiseite gewischt hat. Für mich hat all das noch einmal sehr deutlich gemacht, dass man damals tatsächlich eine reine Entscheidung zugunsten der vier großen Energiekonzerne getroffen hat.</strong></span> Ja, die Verlängerung der Laufzeiten war eine rein ökonomische Entscheidung. Aber Geld darf jetzt natürlich kein Totschlag-Argument mehr sein. Und mittlerweile ist die Kritik in der Bevölkerung – und vielleicht auch der Zorn – so groß, dass keine relevante Kraft in Deutschland wirklich ernsthaft die Fortführung der Atomenergie verfolgen wird. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass nach dem Ende dieses merkwürdigen Moratoriums, das ich als Jurist übrigens nur staunend zur Kenntnis nehme, der vollständige Ausstieg etwa doch nicht kommt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Scheinbar zählen in der Politik doch eher mal ganz kurzfristige Interessen, Entscheidungen werden zugunsten einer Klientel getroffen aus Gründen der Ökonomie. Die langfristigen Interessen aller Menschen stehen nicht im Vordergrund. Zumindest ist das jetzt der Eindruck bei vielen Bürgern. Hat dieser Vorgang die Politik weiter beschädigt?</strong></span> Zunächst würde ich grundsätzlich jedem Mitglied der Bundesregierung konzedieren, dass man schon versucht, verantwortungsvoll zu handeln. Ich glaube nicht, dass man bei der Entscheidung zur Laufzeitverlängerung wirklich bewusst die Risiken ausgeklammert hat. Aber in diesem Fall war ganz offensichtlich das Problembewusstsein unterentwickelt. Und das beschädigt dann vermutlich tatsächlich auch das Vertrauen in den Staat, wenn plötzlich offensichtlich wird, wie groß der Irrtum war. Aber was die Politik generell angeht, lege ich schon wert darauf zu sagen, dass Entscheidungen beileibe nicht ausschließlich aus solchen kurzfristigen Erwägungen getroffen werden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Sie nennen es unterentwickeltes Problembewusstsein. Ich sage mal Chuzpe. Jedenfalls habe ich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als sich Angela Merkel damals vor die Kameras gestellt und verkündet hat, man habe ein historisches Energiekonzept beschlossen. Ich hatte schon den Eindruck, dass man die Risiken zugunsten der Atomlobby ganz bewusst ausgeklammert hat.</strong></span> Jetzt finde ich mich in der merkwürdigen Situation wieder, eine Politik zu verteidigen, die ich für vollkommen falsch halte, vor allem im Bereich der Energiepolitik. Aber ich will gewissermaßen als Pflichtverteidiger doch daran erinnern, dass sehr viele Politiker gedacht haben, mit gesicherten Fakten umzugehen. Die japanischen Atomkraftwerke hat man tatsächlich immer zu den sichersten der Welt gezählt. Niemand hat sich diese Katastrophe vorstellen können. Man hat völlig falsche Gewissheiten gehabt. Man hat auf Seiten der Bundesregierung darum nur gesehen, dass die Atomanlagen ein äußerst rentables Geschäft sind. Und dieses Argument hat überwogen. Zumal man bei einer Abschaltung der Meiler nicht nur neue Erzeugungsanlagen aufbauen muss. Man muss auch und vor allen Dingen viel Geld in den Ausbau der Netze investieren. Insofern konnte man die Gründe für eine Laufzeitverlängerung zumindest gedanklich nachvollziehen. Falsch war die Entscheidung natürlich trotzdem. Die Bundesregierung hat damit einen unvermeidbaren und notwendigen Strukturwandel in der Energiewirtschaft unnötig verzögert. Sie hat ihn entschleunigt, anstatt, wie es klug gewesen wäre, ihn zu beschleunigen. Ich hoffe sehr, dass sich das jetzt entscheidend ändert. Das wäre jedenfalls dringend zu empfehlen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Die Regierung hat die Handbremse angezogen, obwohl der richtige Weg bereits eingeschlagen war.</strong></span> Ja. Es gab den Atomkonsens des Jahres 2002 der Regierung Schröder, der klug war, es gab das Energiekonzept der Großen Koalition, das ebenfalls klug war. Und dann gab es das Rollback mit der Koalitionsvereinbarung des Jahres 2009. Ein echtes Fallbeispiel für schlechte Politik.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Sollte Deutschland jetzt auch in Europa die Stimme erheben und den europäischenAusstieg fordern?</strong></span> Ja, absolut. Ich finde, dass wir auf der europäischen Ebene eine wirklich klare Position beziehen müssen. Das hat Deutschland in der Vergangenheit definitiv nicht getan. Und das ist eine scharfe Kritik an die Adresse der Bundesregierung. Sie hat ihre Möglichkeiten innerhalb der europäischen Union bisher überhaupt nicht genutzt. Sie sollte nun den Ausstieg ernsthaft voranbringen, mit gutem Beispiel vorangehen. Vielleicht ist das die beste Werbung für diesen Weg. Ich jedenfalls wäre sehr gespannt zu sehen, wie sich die europäische Energiepolitik entwickelt, wenn ein Land wie Deutschland den Ausstieg vollzieht und dabei zeigt, dass man trotzdem ökonomisch höchst erfolgreich sein kann.</p>
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		<title>fundstücke der redaktion</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/05/fundstucke-der-redaktion-3/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 11:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[sachen gibt's]]></category>
		<category><![CDATA[2011-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Bestimmte Dinge und Figuren sind für uns wie Fetischobjekte: Sie machen uns glücklich, sobald wir sie sehen, wir schreiben ihnen geradezu übernatürliche Kräfte zu. Es sind kleine Voodoopuppen, die unseren Alltag versüßen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bestimmte Dinge und Figuren sind für uns wie Fetischobjekte: Sie machen uns glücklich, sobald wir sie sehen, wir schreiben ihnen geradezu übernatürliche Kräfte zu. Es sind kleine Voodoopuppen, die unseren Alltag versüßen. Oder es sind unbelebte Gegenstände, die eigentlich wertlos sind, für uns aber eine persönliche Bedeutung haben. In jeder Wohnung finden sich solche Sachen, sagt Stadtkind-Mitarbeiterin Simone Niemann. Sie erklärt an dieser Stelle, warum ihr alte Platten so wichtig sind.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_11_727.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-11705" title="36-44_Stadtkind_Mai_11_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_11_727-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Kollegin Manuela Sender hasst Marionetten, aber ich liebe sie. Kasper, Hampelmann, Urmel, Jim Knopf und Lukas eiern ziemlich hölzern durch die Gegend und werden von unsichtbaren Fäden gezogen. Sie sind Sinnbilder für den Mr. Aufziehvogel in uns. Meine beste Freundin aus der Schulzeit hat mir den kleinen Mann mit Brille (Bild) geschenkt. Er hat zwar keine Augen im Kopf, begleitet mich nun aber schon seit mehr als 26 Jahren bei jedem Umzug. Tja. Viel von der Welt hat der kleine Mann leider nicht gesehen und sich schon oft verheddert. So wie ich.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_112_72.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11706" title="36-44_Stadtkind_Mai_112_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_112_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„Die Mensch-Maschine“ von Kraftwerk: Diese LP steht in meiner Plattensammlung ganz vorn. Ich habe sie meinem Vater geklaut, und er hat sie nie vermisst. Kraftwerk liebe ich seit Kindertagen. Die vier käsigen Männer haben mich schon immer fasziniert. Früher habe ich zu Tracks wie „Die Roboter“ Breakdance getanzt. Die Band aus Düsseldorf macht Töne wie aus einer anderen Welt, das passt zu Sci-Fi-Filmen wie „Flucht ins 23. Jahrhundert“. Kraftwerk – das bedeutet für mich Aufbruch in ein neues Zeitalter –, die Mensch-Maschine hat viel Energie, auch ohne Atomkraft.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_113_72.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-11707" title="36-44_Stadtkind_Mai_113_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_113_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sobald die Sonne scheint, wackelt das Nohohon unentwegt mit seiner rosaroten Birne und den beiden Plastikfüßen: hin und her, her und hin &#8230; Das Zen-Accessoire aus Japan braucht keine Batterien, sondern wird von Lichtenergie angetrieben. Ich habe die Figur bei Comix gesehen und mich sofort in sie verliebt. Sie sieht so freundlich aus wie ein kleiner Axolotl, und mir gefällt wohl das Kindchenschema: großer Kopf, kleiner Körper. Es ist beruhigend, wenn das Nohohon sich bewegt. Schade ist aber, dass es sich meistens nicht rührt, weil in Hannover so selten die Sonne scheint.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_114_721.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11709" title="36-44_Stadtkind_Mai_114_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_114_721-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eigentlich geschmacklos, aber das kleine Arschloch von Walter Moers ist Kult. Die Flaschenkopffigur ziert einen halb leeren Wein, der in der Küche steht: Der Dornfelder Rosé (lieblich) hat den Kotzstempel vom kleinen Arschloch verdient. So einen miesen Wein bietet man noch nicht einmal seinem liebsten Feind an! Lieblich? Das ist ein Witz. Warum die Flasche trotzdem halb leer ist, wollt ihr wissen? Meine Güte, beim Stadtkind wird einem aber auch kein privater Raum gelassen! Ich bin halt ein Wirkungs- und kein Genusstrinker – so wie Heinz Strunk. Aber vom Dornfelder Rosé ist sogar mir speiübel geworden.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_115_72.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-11710" title="36-44_Stadtkind_Mai_115_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_115_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Marienerscheinung ist das einzige Bild an der weißen Wohnzimmerwand: Das Haupt von Maria ist erleuchtet, und in ihrer linken Hand hält sie ein flammendes Herz, das von einem Blumenkranz umringt wird. Ich bin kein gläubiger Mensch – und mir ist auch bewusst, dass das Bild kitschig ist. Das ist mir aber egal. Mir gefällt die Botschaft: Marias Herz steht in Flammen, es ist für etwas entflammt, möglicherweise für einen Menschen. „Ich liebe das Leben“, heißt es in einem Schlager von Vicky Leandros. Und Maria sagt zu mir: „Ich liebe das Leben.“ Da bin ich mir sicher.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_116_721.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11712" title="36-44_Stadtkind_Mai_116_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_116_721-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im roten Schein der potthässlichen 70er-Jahre-Stehlampe habe ich meine Kindheit und Jugend verbracht. Dies ist wohl der Grund dafür, weshalb ich sie seit mehr als 20 Jahren mit mir herumschleppe. Sie zieht mit mir mit, von Wohnung zu Wohnung, und ist ein Stück Heimat für mich. Das Peace-Zeichen an meiner Handkette ist ein Stück meiner zweiten <a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_117_72.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-11713" title="36-44_Stadtkind_Mai_117_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/36-44_Stadtkind_Mai_117_72-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Heimat: Ibiza. Ich habe die Kette im vergangenen Jahr auf einem Hippie-Flohmarkt gekauft, obwohl ich sonst keinen Schmuck trage. Für mich ist das Peace-Zeichen das ultimative Symbol: Das Zeitalter des Wassermanns ist angebrochen, die Menschen im globalen Dorf rücken zusammen. Die Freiheit des Einzelnen ist abhängig vom ganzen System. PS: Ich bin kein Esoterik-Freak.</p>
<p><strong></p>
<p>Simone Niemann</strong></p>
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		<title>nur zu recherchezwecken&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 11:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[besser im bilde]]></category>
		<category><![CDATA[2011-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade im schnelllebigen Fernsehbusiness muss man stets am Puls der Zeit agieren, die neuen Trends im Auge haben und sich den Wünschen der Zuschauer anpassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…wollen wir uns diesmal an der Wandelbarkeit eines gefeierten Stars der deutschen Abendunterhaltung erfreuen. Gerade im schnelllebigen Fernsehbusiness muss man stets am Puls der Zeit agieren, die neuen Trends im Auge haben und sich den Wünschen der Zuschauer anpassen. Wer gestern noch hip und angesagt war, der findet sich – wenn er nicht aufpasst – schon morgen beim Perfekten Promi-Dinner und übermorgen bei der Baumarkteröffnung wieder.</p>
<p>Viele Moderatoren kommen damit nicht zu Recht und bleiben auf der Strecke (Was macht eigentlich Wolfgang Lippert?). Nicht so Johannes B. Kerner. Gerade erst hat sich Deutschlands beliebtester Sportmoderator zu einem radikalen Schritt entschlossen: Er hat sich komplett neu erfunden. Und das wurde auch höchste Zeit. Denn dem aufmerksamen Fernsehzuschauer dürfte nicht entgangen sein, dass bei der ZDF-Sendung „Johannes B. Kerner“ inzwischen ein wenig der Lack ab war. Die Sendung brauchte einfach dringend ein komplettes Facelifting, um endlich wieder mehr Zuschauer vor den Fernseher zu locken. Zuletzt munkelte man ja, der Zuschauerkreis beschränke sich auf Menschen, deren Pfleger böswillig die Fernbedienung außer Reichweite gelegt haben.</p>
<p>Das Facelifting ist Johannes B. Kerner auf wirklich eindrucksvolle Weise gelungen. Seit er sich nicht nur die Haare gefärbt, sondern auch den gesamten Rest komplett umgekrempelt hat, samt Namen, hat die Sendung erstaunlich an Niveau gewonnen und erfreut sich außerordentlicher Beliebtheit.</p>
<p>Beim neuen Format „Markus Lanz“ (oder auch Kerner 2.0) werden mittlerweile sogar teilweise im Ansatz doch recht kritische Fragen gestellt, und das nicht nur, wenn es darum geht, die Eva Hermans dieser Welt aus dem Studio zu prügeln. Ein gelungenes Beispiel für eine hervorragende, kundenorientierte Neuausrichtung. Endlich kann man wieder ruhigen Gewissens und erwartungsfroh gegen 23 Uhr dienstags bis donnerstags das Zweite eingeschalten, das seinem Slogan nun erneut gerecht wird.</p>
<p>Und Kerner ist bei all dem ein noch größerer Fuchs, als wir gedacht haben. Denn zeitgleich zum fulminanten Wandel im Zweiten hat er das alte Kerner-Format den Verantwortlichen bei Sat.1 angedreht. Wahrlich ein Teufelskerl! Ganz im alten Look und mit den alten Fragen präsentiert er sich dort nun einem ganz neuen Publikum.</p>
<p>Für die Sat.1-Gucker ist Kerner ja ein bekanntes Gesicht, auch wenn sie um seine Talk-Sendung im Zweiten immer einen großen Bogen gemacht haben – und ein bekanntes Gesicht reicht bekanntlich bei den Privaten. Zumal Kerner ja seine alten Talente mitbringt. Wenn selbst ein verurteilter Kinderschänder und Serienmörder es schafft, sich im Verlauf eines Interviews von aller Schuld rein zu waschen, so dass man am Ende denkt: Mein Gott, was für ein armer Kerl, was für eine bedauernswerte Kindheit (also jetzt nicht JBK sondern der Serienmörder), so hat das schon eine gewisse Faszination.</p>
<p>Leider hat die 1-zu-1-Adaption nicht auf Anhieb funktioniert. Ein Misserfolg, den man aber wohl eher dem Sender ankreiden muss, denn Sat. 1 verwirrt durch ständig wechselnde Sendezeiten die potentiellen Zuschauer. Mal um 22.55, mal um 23.05 oder erst um 23.35 läuft die Show. Wer soll sich da noch auskennen, zumal wenn bei der Lektüre der Fernsehzeitung gewisse Barrieren im Wege stehen. Wie auch immer, inzwischen hat man das Format leicht modifiziert. Der Vielseitigkeitsweltmeister Kerner moderiert nun brisante Beiträge an (in denen zum Beispiel aufgedeckt wird, dass Spaghetti mit Trüffeln für 5,95 Euro vom Bringdienst gar keine echten Trüffel enthalten oder die Flusskrebsschwänze auf der Pizza in Wirklichkeit Shrimps sind) und befragt dann „Experten“ zum Thema.</p>
<p>Jetzt läuft die Chose erfolgreich. Und schon gieren die Fans danach, ihren Liebling noch häufiger im TV zu sehen, zum Beispiel in Formaten wie „Deutschland gegen Türkei – Das Duell“ oder „Deutschland gegen Italien – Das Duell“ Wir sind beruhigt, dass wir uns um Mr. Geflügelwurst und seine Karriere offensichtlich keinerlei Sorgen machen müssen. So etwa 193 Staaten gibt es auf der Welt, viel Futter für weitere Formate.</p>
<p>Kerner: wandelbar und vielseitig, ein menschliche Chamäleon, einfach ein Phänomen!</p>
<p><strong>VA</strong></p>
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		<title>kein mann weit und breit – gebildete tansanische frauen haben es nicht leicht…</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 11:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[internationale seite]]></category>
		<category><![CDATA[2011-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Chancen, dass ich in meinem Heimatland Tansania meinen Partner fürs Leben finde, stehen eher schlecht. Viele Männer dort haben leider ein Problem mit gebildeten und selbstbewussten Frauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Schwester hat Glück gehabt. Das denke ich ganz generell, aber noch mehr im Frühling, wenn ich in den Cafés und auf den Straßen all die Pärchen sehe, die Hand in Hand unterwegs sind, sich küssen und flirten. Ob man will oder nicht, wenn man Single ist, kommt man gerade in dieser Jahreszeit ins Grübeln. Wo ist denn der passende Mann für mich? Die Chancen, dass ich in meinem Heimatland Tansania meinen Partner fürs Leben finde, stehen eher schlecht. Viele Männer dort haben leider ein Problem mit gebildeten und selbstbewussten Frauen. Genau darum hat meine Schwester Glück gehabt. Das Glück, in Berlin zu studieren und dort Jamal kennenzulernen. Der war damals fast fertig mit seinem Studium und ist dann wegen meiner Schwester Lidia noch zwei weitere Jahre in Deutschland geblieben, bevor sie beide zusammen zurück nach Tansania gegangen sind. Den Berliner Dialekt beherrschen sie noch heute. Meine Schwester arbeitet als Ärztin im Ocean Road Krankenhaus in Dar es Salaam. Ihr Mann ist freier Journalist und hat sein Büro zu Hause. Ihr erstes Kind heißt Godfrey, nach dem berühmten britischen Animator, Filmproduzent und Regisseur Robert John „Bob“ Godfrey. Eigentlich sind in Tansania traditionell Zweitnamen üblich, aber meine Schwester und ihr Mann haben auf diese Tradition verzichtet. Sie haben ganz generell auf so einiges verzichtet, was in Tansania eigentlich üblich ist. So passt Jamal auf Godfrey auf, wenn Lidia zur Arbeit geht. Und wenn sie sich dann an der Haustür noch einmal umdreht, um Jamal zu sagen, wo das Milchpulver steht, und dass er das Milchpulver unbedingt in eine Plastiktüte stecken muss und zusätzlich noch in eine Dose, damit die Ameisen nicht reinkrabbeln können, dann sagt Jamal ganz entspannt: „Du kannst wirklich gehen Lidia, wir kommen schon alleine zurecht“, und wendet sich wieder seiner deutschen Lieblingsserie Derrick zu.</p>
<p>Leider ist Jamal eine Ausnahme. Viele Männer in Tansania sind nicht damit einverstanden, dass ihre Frauen arbeiten gehen. Einen wie Jamal findet man selten bis gar nicht. Zumal für gebildete Frauen in Tansania ist das tatsächlich ein ziemliches Problem. „Sie ist dir zu klug mein Kind! Und verdorben. Such dir eine anständige Frau zum Heiraten, die auch bei dir bleiben will“, mit diesem Spruch wachsen die Männer nicht nur in Tansania, sondern in Afrika insgesamt auf. Küche, Kinder, Kirche und Ehemann, das ist das normale Rollenverständnis. 40 Prozent der Frauen in Afrika besuchen nicht die Grundschule, viele Frauen finden sich mit der ihr zugedachten Rolle ab. Das nicht zu tun, bedeutet Kampf. Es ist nicht leicht, es als Frau bis zum Abitur zu schaffen oder sogar zu studieren. In der Grundschule sind die männlichen Pädagogen noch ziemlich mild, aber spätestens auf dem Gymnasium wird es für die Mädchen ungemütlicher. Und richtig ungemütlich wird es, wenn man während der Zeit am Gymnasium schwanger wird. Denn dann ist die Zeit am Gymnasium sofort vorbei. Man fliegt augenblicklich von der Schule. Der Junge, der das Mädchen geschwängert hat, darf die Schule natürlich weiterhin besuchen. Inzwischen liest man in den Zeitungen auch immer häufiger davon, dass männliche Pädagogen minderjährige Mädchen erpressen und schwängern – sie dürfen weiterhin unterrichten. In Deutschland undenkbar. Ein Jugendamt wie in Deutschland, das sich für Minderjährige einsetzt, entsprechende Mutter-Kind-Programme oder sogar Wohnungsgemeinschaft anbietet, gibt es dort nicht. Es bleiben nur zwei Möglichkeiten: Man treibt ab oder verlässt die Schule. Auch von Seiten der Eltern ist in solchen Situationen kaum Unterstützung zu erwarten. Viele wenden sich gerade in einer so schwierigen Notlage eher von ihren Töchtern ab, weil sie sich schämen. Und das ist beileibe kein Phänomen der ungebildeten Schichten, auch sehr gebildete Eltern verhalten sich in dieser Weise. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, ich wurde schwanger, als ich noch zur Schule ging, durfte nach den Ferien nicht zurück, habe zudem meine Familie und meine Freunde verloren, und ich stamme aus einer Akademikerfamilie.</p>
<p>Frauen in Tansania müssen für ihre Bildung hart arbeiten und eine Menge in Kauf nehmen. Und trotzdem, immer mehr gehen – Gott sei Dank – diesen Weg, sie kümmern sich zuerst um ihre Bildung. Die Suche nach dem passenden Mann fürs Leben verschieben sie auf später. Wohl wissend, dass dieser Weg bedeuten kann, für lange Zeit allein und kinderlos leben zu müssen. Denn wie gesagt, Männer, die sich für gebildete Frauen interessieren, sind eher Mangelware in Afrika. Vielleicht erklärt sich so, warum immer mehr tansanische (aber auch andere afrikanische) Frauen die Männer in Europa und Deutschland für sich entdecken. Sie haben kein Interesse an den dicken Portemonnaies der Europäer, sie wünschen sich einen Mann, der sie wertschätzt, für den Bildung bei einer Frau kein Problem ist, sondern im Gegenteil eine Voraussetzung für eine glückliche Partnerschaft auf Augenhöhe. Facebook, Yahoo Messenger, Xing.com, Skype und andere Netzwerke machen diese Kontakte heute einfacher. Früher waren allenfalls heimliche Brieffreundschaften möglich. Und wehe, wenn Eltern oder Pädagogen das herausfanden.</p>
<p>Tansania hat heute ca. 41 Millionen Einwohner. Ein Drittel der Erwachsenen sind Analphabeten, davon 42 Prozent Frauen und 21 Prozent Männer. Zum Vergleich: In Deutschland sind ca. 9,2 Prozent Analphabeten, davon 7,2 Prozent Frauen und 11,2 Prozent Männer (Quelle; dpa/ vom 28.02.2011). Das ist in Deutschland mehr als erwartet, in Tansania sind es viel zu viele. Aber vielleicht ändert sich das ja, wenn die Ziele der EFA (Education for All), die im Jahr 2000 beim Weltbildungsforum in Dakar beschlossen wurden, irgendwann umgesetzt werden. Damals haben sich 164 Länder dazu verpflichtet, sechs Bildungsziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen (Quelle www.unesco.org/en/efa). Den tansanischen Frauen wäre es jedenfalls sehr zu wünschen. Und wer weiß, vielleicht verändert diese Bildungsoffensive auch ein bisschen die tansanischen Männer. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.</p>
<p><strong>Agatha Ngonyani</strong></p>
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		<title>Bernd Tauber</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 09:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[im interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Bernd Tauber spielt in diesem Sommer in den Herrenhäuser Gärten den Prospero in „Der Sturm“. Im Interview spricht der Schauspieler über die Unsicherheit des Künstlers, den Erkenntnisgewinn und von der Gefahr, den Prospero zu spielen. Marlon Brando sagte einmal, dass ein Schauspieler ein Mann ist, der einem nie zuhört, wenn man nicht über ihn spricht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/30-35_Stadtkind_Mai_11_723.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11915" title="Bernd Tauber" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/30-35_Stadtkind_Mai_11_723-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a>Bernd Tauber spielt in diesem Sommer in den Herrenhäuser Gärten den Prospero in „Der Sturm“. Im Interview spricht der Schauspieler über die Unsicherheit des Künstlers, den Erkenntnisgewinn und von der Gefahr, den Prospero zu spielen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Marlon Brando sagte einmal, dass ein Schauspieler ein Mann ist, der einem nie zuhört, wenn man nicht über ihn spricht. Wie narzisstisch sind Sie? </span>Ich versuche mich als Schauspieler immer zurückzunehmen, um etwas anderes entstehen zu lassen. Es geht um die Rolle. In meinem Fall war die eigene Unsicherheit ein Grund, Schauspieler zu werden. Ich wollte über das Spiel zu einer anderen Kraft kommen, also das Gegenteil von einem Selbstdarsteller oder Narzissten.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Darf ein Schauspieler nicht selbstverliebt sein?</span><br />
Das ist eher hemmend. Man muss differenzieren. Gilt der Applaus mir oder dem Konstrukt, das ich erschaffe.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Das Publikum feiert die Rolle und nicht Bernd Tauber. Kränkt Sie das?</span> Das ist unglaublich befreiend. Der Zuschauer hat die Möglichkeit zu sagen, dass ich ihm in einer Rolle gefalle und in der anderen nicht. Diese Einstellung hilft mir auch, mit Kritik umzugehen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Der Schauspieler Max Reinhardt hat gesagt: „Ein Schauspieler ist von der unbändigen Lust getrieben, sich unaufhörlich in andere Menschen zu verwandeln, um in den anderen am Ende sich selbst zu entdecken.“ Hat er Recht? </span>Absolut richtig. Ich finde in einer geschriebenen Rolle den Ausdruck für etwas, das auch als Möglichkeit in mir steckt. Ohne die Rolle hätte ich diesen Teil aber vielleicht nicht entdeckt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Sie sind seit 1973 Schauspieler. Was haben Sie gefunden? </span>Ich habe meine Stimme entdeckt. Anfangs hatte ich mit ihr große Probleme – ein deutliches Zeichen von Unsicherheit. Heute kann ich mich so zeigen, wie ich bin. Der größte Gewinn lag in der Erkenntnis: Ich habe Stärken und Schwächen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Sie spielen in „Der Sturm“ die Rolle des Prospero. Wo lag der Erkenntnisgewinn in dieser Rolle?</span><br />
Das weiß ich noch nicht. Es gibt aber eine Gefahr beim Prospero.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Nämlich? </span>Er hat Zauberkräfte. Trotzdem darf ich ihn nicht als etwas Unnatürliches darstellen. Er ist ein Mensch mit ganz persönlichen Leiden. Er wurde verbannt und will wieder zurück. Sein ganzes Leben durchlebt er noch einmal, um wieder Frieden zu bekommen. Das Ganze ist fast wie eine therapeutische Arbeit.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Worin erkennen Sie trotz der besonderen Kräfte den Menschen im Prospero? </span>Er leidet als Mensch. Es ist die unerfüllte Sehnsucht nach Frieden. Am Ende des Stücks gibt er seine Zauberkräfte ab und will wieder Herzog sein. Prospero möchte wieder von vorne anfangen.<br />
<span style="color: #ff0000;"><br />
Wie nähert sich der Schauspieler Bernd Tauber dieser Rolle an?</span> Indem er den Text lernt. Ich weigere mich, mir vorher eine Vorstellung von der Figur zu machen. Es besteht die Gefahr, voreingenommen zu sein. Ich habe Angst vor Klischees.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wie schützen Sie sich davor? </span>Ich habe nur den Text. Das ist wahrhaftig. Beim Lesen entwickele ich eine Vorstellung von der Person. Mitunter kann diese Erkenntnis sehr langwierig sein. Erzwingen kann man sie nicht und ohne Geduld kann ich die Rolle nicht begreifen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Es ist also doch etwas Persönliches. Sie interpretieren die Rolle und bringen dadurch sehr viel Eigenes ein. </span>Natürlich, aber nur über den Text. Um es klar zu sagen: Ich unterstelle mich dem Text. Wenn die Worte wahrhaftig aus mir kommen, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.</p>
<p><strong>Christian Lawendel</strong></p>
<p>Termine für „Der Sturm“</p>
<p>Juni: 30.06. (Preview)</p>
<p>Juli: 02.07., 03.07. und 06.07.</p>
<p>(Previews) / 07.07.</p>
<p>(Premiere) / 08.07., 09.07.,</p>
<p>August: 03.-07.08.</p>
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