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	<title>STADTKIND - hannovermagazin &#187; musik</title>
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		<title>desona</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 15:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[bandporträt]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Was kommt heraus, wenn sich Musiker aus den Bereichen Metal, Indie und Pop-Rock zusammentun? – Eine richtig gute Band, namens Desona. Die vierköpfige Rockcombo mit Sänger Marc, Gitarrist Sebastian, Schlagzeuger Dennis und Bassist Thomas spielt eingängigen Alternative Rock – zum Lauthörenn – am besten live...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14660" title="desona" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_72-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></a>Was kommt heraus, wenn sich Musiker aus den Bereichen Metal, Indie und Pop-Rock zusammentun? – Eine richtig gute Band, namens Desona. Die vierköpfige Rockcombo mit Sänger Marc, Gitarrist Sebastian, Schlagzeuger Dennis und Bassist Thomas spielt eingängigen Alternative Rock – zum Lauthörenn – am besten live.</p>
<p>„Uns gibt es erst seit 1½ Jahren“, sagen die Jungs bei einem Treffen in ihrem Proberaum. Trotzdem hatte Desona in der letzten Zeit schon 30 Gigs, Tendenz steigend. „Früher mussten wir noch um Auftritte kämpfen. Heute kommen viele Anfragen von ganz allein. Mit dieser schnellen Entwicklung haben wir gar nicht gerechnet.“ 2010 produzierten die vier ihr Debütalbum „Anthems For The Poeple“ (Hymnen für das Volk) und unterschieben einen Plattenvertrag beim Emsländer Indielabel „Rock Range“. Im selben Jahr gewann die Band den Bunnen-Rock-Contest sowie das „Rocken am Brocken“-Voting und landete unter den Top-20-Bands des landesweiten N-Joy-Bandbattle. Außerdem war die Gruppe im Vorprogramm von Bands wie Madsen und Herrenmagazin.</p>
<p>Das Erfolgsrezept? Das Talent, zu rocken, eingängige sphärische Refrains, die ins Ohr gehen und eine ganze Menge Leidenschaft. In den Texten geht es um Themen wie das Gefühl, wenn man einem geliebten Menschen sagen muss, dass es vorbei ist – oder um Enttäuschungen, die man erleben musste, aber auch um Hoffnungen, Wünsche und Träume, über die es wert wäre nachzudenken. „Der ein oder andere wird sich in den Texten wiederfinden und sie verstehen können oder vielleicht sogar einen Denkanstoß bekommen.“</p>
<p>An ihrem Album ist die Bandbreite ihrer musikalischen Wurzeln abzulesen, denn von kraftvollen Rocktiteln wie „In My Head“ bis zu Popliedern wie „Coming Around“ sind viele Spielarten vertreten. „Außerdem achten wir bei Auftritten auf ein ausgefeiltes Zusammenspiel, damit eine gewisse Tanzbarkeit entsteht“, sagen die Musiker. Zudem haben sie als Gewinner des Bandfactory-Wettbewerbs die Möglichkeit bekommen, an ihrer Performance zu arbeiten. Seitdem wissen sie noch besser, wie sie auf der Bühne 100 Prozent geben können. Die Begeisterung des Publikum gibt ihnen recht.</p>
<p>„Vor allem die Resonanz aus dem Publikum spornt uns an. Wenn wir mit unserer Musik begeistern können und die Leute anschließend zu uns sagen: Macht weiter so!“ Vor Kurzem habe ein Fan stundenlang am Merchandisestand auf Desona gewartet, weil er unbedingt die Sticks des Schlagzeugers haben wollte. Auch beim Auftritt auf der Fête de la Musique 2011, bei der Desona in der Altstadt als Headliner auf der Faust-Bühne stand, war das Publikum äußert erfreut. „Es war bezaubernd“, sagte ein Rockfan nach dem Konzert.</p>
<p>Dabei fingen auch Desona mal klein an. Zumindest, was die Räumlichkeiten betrifft, denn sie hatten zunächst keinen Proberaum. „Wir haben zwei bis drei Monate lang in einer Wohnung geprobt. Das fanden unsere Nachbarn immer ganz gut: Ruhe jetzt!“, sagen die Jungs und lachen. Leise sein ist eben nicht ihr Stil. Doch sie fügen schließlich hinzu: „Nein, eigentlich waren die Nachbarn ganz gütig.“ In Zukunft wollen Desona natürlich weitermachen und noch mehr, noch schönere und bessere Songs schreiben. Denn: „Das Ziel ist es, irgendwann von der Musik leben zu können.“</p>
<p><strong>Janine Klemmt</strong></p>
<p><em>Die nächsten Live-Termine von Desona und alle Songs vom aktuellen Album finden Interessierte im Internet: www.desonamusic.de!</em></p>
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		<title>millencolin, musiktheater bad</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 12:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[hauskritik]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Sommer, Sonne, Soundpool-Festival! Wenn auch nicht ganz: Beinahe wäre die Punkrock-Sause ins Wasser gefallen, wenn auch die Regenwolken keine Schuld hatten. Denn die Stadt machte dem Musiktheater Bad einen Strich durch die Rechnung. Trotz der geforderten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_7210.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14729" title="Millencolin" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_7210-188x300.jpg" alt="" width="188" height="300" /></a>Sommer, Sonne, Soundpool-Festival! Wenn auch nicht ganz: Beinahe wäre die Punkrock-Sause ins Wasser gefallen, wenn auch die Regenwolken keine Schuld hatten. Denn die Stadt machte dem Musiktheater Bad einen Strich durch die Rechnung. Trotz der geforderten und „auf dem Außengelände bereits durchgeführten Baumaßnahmen zur Steigerung der Veranstaltungssicherheit“, schreibt Kultur Pool e.V. auf seiner Homepage, wurde das Verbot für das Soundpool-Festival im Bad von der Bauverwaltung nicht aufgehoben. Kurzerhand konnte das Musikspektakel aber dann doch noch ins Capitol verlegt werden. So weit, so gut. Nachdem der Frust darüber mit dem ersten Hellen und dem äußerst hörenswerten Warm-up von Anysecond:Now, Blakvise, Fat Belly, Forus und Detroit runtergespült wurde, löste sich der Ärger langsam in Luft auf. Die Party hatte längst begonnen: Ein geballter Nachmittag mit melodischem Skatepunk und Punkrock. Mit Rantanplan steigerte sich die Stimmung – denn der Auftritt der deutschen Band konnte sich nicht nur hören lassen, sondern machte Lust auf mehr.</p>
<p>Am Abend eröffnen die vier Jungs von Millencolin, Nikola Sarcevic (Gesang, Bass), Fredrik Larzon (Schlagzeug), Erik Ohlsson und Mathias Färm (beide Gitarre) mit den Singles „Use Your Nose“ und „Fox“ ihren Gig. Sofort sind die Gäste begeistert und pogen, sodass das riesige Bandlogo-Banner vibriert. Mit der Ansage „Dürft ihr hier etwa rauchen? Das ist echt schlecht“ gelingt die Überleitung zum Kracher „No Cigar“. Es folgt eine ganze Palette an bekannten Singleauskopplungen, die in ihrer Anordnung verdammt stark an den Aufbau des fünften Millencolin-Studioalbums „Pennybridge Pioneers“ erinnern. Doch das Publikum stört sich daran nur wenig. Von „Material Boy“ über „Stop To Think“ bis hin zu „Highway Donkey“ wird vor der Bühne ausgelassen gefeiert, getanzt und gegröllt. Einige Pärchen geben sogar spontan ein paar Rock’n’Roll-Tanzeinlagen zum Besten, was wiederum andere zum Nachahmen inspiriert. Lediglich bei „The Ballad“, einer Ballade, wie man nur unschwer erkennen kann, wird es ruhig im Capitol. Doch von Melancholie, dem Substantiv, aus dem sich der Bandname Millencollin ableitet, fehlt jede Spur. Denn die punkigen Schweden versprühen alles andere als Schwermut oder Traurigkeit. Sanfter Pop-Punk und Melody-Core erklingen. Zeit zum Verschnaufen und Schnacken, ehe es Richtung Showdown geht. Doch davon ahnen die Punkrock-Fans bisher noch nichts. Schließlich brennt bei den drei Zugaben die Hütte: Die Songs „Penguins &amp; Polarbears“, „Hellman“ und „Bullion“ lassen die Fans jubeln. Zu Schade, dass nach einer gefühlten Stunde schon wieder die Lichter angehen. Die Zeit verging einfach wie im Flug!</p>
<p>Gleitet man bei Konzerten im Capitol üblicherweise wie ein Stück Seife durch die schweißgetränkte Menge, war dieses Festival wider Erwarten nicht mal annähernd ausverkauft. Über den Grund lässt sich nur spekulieren. Das Festival war jedoch ein voller Erfolg. Übrigens: Fat Belly aus Hannover und Detroit aus Italien waren die beiden Abräumer des punkigen Abends!</p>
<p><strong>Text: Anna Pakosch, Foto: Matthias Roman Schneider</strong></p>
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		<title>maybebop, opernhaus</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 12:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[hauskritik]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn schmachtende Blicke wie Blitze in der Nacht aufleuchten und feurige Rufe durch den Raum tönen, dann kann nur Maybebop im Opernhaus zu Gast sein! Die Ränge sind bis auf den letzten Platz besetzt, als das A-cappella-Quartett die Bühne betritt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_729.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14726" title="Maybebop" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_729-300x167.jpg" alt="" width="300" height="167" /></a>Wenn schmachtende Blicke wie Blitze in der Nacht aufleuchten und feurige Rufe durch den Raum tönen, dann kann nur Maybebop im Opernhaus zu Gast sein! Die Ränge sind bis auf den letzten Platz besetzt, als das A-cappella-Quartett die Bühne betritt, um das aktuelle Album „Extrem nah dran“ vorzustellen. Die Show des Ensembles ist intelligent, abwechslungsreich, witzig und amüsant – mit diesem Programm könnte man locker eine ganze Tageszeitung füllen.</p>
<p>Im Saal herrscht der Ausnahmezustand: Boygroup-Alarm, als Jan Malte Bürger (Countertenor), Lukas Teske (Tenor), Sebastian Schröder (Bass) und Oliver Gies (Bariton) das Publikum bestgelaunt begrüßen: „Draußen ist schönster Sonnenschein, was macht ihr dann hier um 16 Uhr im Dunkeln?“, fragt Jan rhetorisch und grinst. Spätestens nach dieser Ansage weiß auch der letzte Gast, warum er dem Tageslicht heute abgeschworen hat.</p>
<p>Nach einem kurzen Einleitungsrap geht’s gleich in die Vollen: Die Up-Tempo-Nummer „Kein Mann Für Eine Nacht“ lässt macht auf Anhieb Lust auf mehr. Das liegt auch daran, dass die vier Gute-Laune-Macher eigentlich immer einen Joke parat haben. Auch beim Singen muss mit kleinen Unterbrechungen des Stücks gerechnet werden! „Wenn man ein A-cappella-Konzert besucht, hat man bestimmte Vorstellungen“, heißt es von der Bühne und das Ganze mündet in ein Medley mit feinsten Pop-Perlen wie „Don’t Worry, Be Happy“ von Bobby McFerrin und „Caravan Of Love“ von den Housemartins. Glasklare Stimmen, treffsichere Interpretationen und eine charmante „Instrumentierung“ machen es schwer, ruhig auf dem Sessel sitzenzubleiben. Doch es geht bereits weiter. Die vier Musiker von Maybebop verstehen es, die Zeit in jeder Hinsicht anspruchsvoll auszufüllen. Nach einigen Anekdoten über die gute alte Zeit als Zivi, wird Oliver von seinen Kollegen aufgezogen. Seine Antwort lautet: „Panzerfahrn“. Der Song wurde ihm sprichwörtlich auf den Leib geschrieben. Endlich kann er mal so richtig die Sau rauslassen und entblößt beim Refrain seinen Oberkörper, woraufhin das weibliche Publikum tobt &#8230;</p>
<p>Nach einer kurzen Verschnaufpause gibt’s auch erneut Altbekanntes auf die Gehörgänge. Das umfassendste Medley des Konzerts beinhaltet Songzitate aus „Final Countdown“ von Europe, „Come As You Are“ von Nirvana, „Gold“ von Spandau Ballet, „Maria Magdalena“ von Sandra, „Wind Of Change“ von den Skorpions, „La Isla Bonita“ von Madonna, „Summer of 96“ von Bryan Adams und mehr. Witzige Requisiten wie die Schiebermütze von Lukas, die der von Klaus Meine gleicht, und die spritzige Choreografie der Show sorgen für eine Bombenstimmung im Opernhaus. Schön sind auch die Boygroup-Einlagen, mit denen Maybebop Bands wie Take That parodiert. Doch die Jungs können auch anders: „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht“ bedient das Repertoire der Madrigale aus der Renaissance. Und auch ein echter Bebop darf nicht fehlen: „Es tanzt ein Bebop-Butzeman“ gleicht im Stil dem heutigen Modern Jazz. Sie sind schon „coole Säue“, wie die vier sich bescheiden auf ihrer Homepage nennen. Zum Abschluss gibt’s noch eine „extra krasse“ türkische Möchte-gern-Rapversion von „Mein kleiner grüner Kaktus“ und das original Sandmännchenlied. Maybebop? Jederzeit wieder!</p>
<p><strong>Anna Pakosch</strong></p>
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		<title>guitar wolf und chung, glocksee</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 12:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[hauskritik]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Bandnamen können täuschen: Chung ist eben nicht der asiatische Part der Deutschland-Japan-Connection, die im gut gefüllten Café Glocksee ein Stelldichein gibt. Bassist Schwarzi hat sogar ein Heimspiel, seine beiden Mitstreiter kommen aus Bremen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_728.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14723" title="guitar wolf und chung" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_728-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Bandnamen können täuschen: Chung ist eben nicht der asiatische Part der Deutschland-Japan-Connection, die im gut gefüllten Café Glocksee ein Stelldichein gibt. Bassist Schwarzi hat sogar ein Heimspiel, seine beiden Mitstreiter kommen aus Bremen. Im März hatte das Trio hier bereits einen Auftritt. Die Mischung aus Punk und Noiserock mit englischen Texten klingt nach den Cosmic Psychos der 90er Jahre, langsam kommt das Publikum auf Touren. Wie im Café Glocksee üblich, kommt der Sound relativ klar rüber, auch wenn man den Gesang schlecht versteht. Die Band präsentiert ein gerades, schnörkelloses Brett als Einstimmung auf das, was danach noch kommen soll. Den meist jüngeren Gästen gefällt’s. Nach knapp einer Stunde, inklusive einer Zugabe, wird die Bühne geräumt.</p>
<p>Nach kurzer Umbaupause kündigt Motorsägensound den Hauptact an: Guitar Wolf ist da! Die drei Jungs, die nun die Bühne betreten, scheinen direkt einem Manga-Comicstrip entsprungen zu sein. Gitarrist und Frontman Seiji schickt meinen Nebenmann backstage zum Bierholen, gießt sich ein Herri auf ex in den Hals und verteilt die übrigen drei bis vier Halbe großzügig im Publikum.</p>
<p>Dann geht der vielleicht dreckigste Speed-Rock’n’Roll aller Zeiten los. Schlagartig startet vor der Bühne der Pogo, als wenn ein Eckball in den Strafraum segelt, was mir das Fotografieren nicht unbedingt erleichtert. Seiji benutzt seine Klampfe als Knarre und zielt ins Publikum, die Show strotzt vor Power. Spätestens seit Tarrantinos „Kill Bill“ weiß man: Japan-Rock ist etwas heftiger als hierzulande. Durchaus glaubhaft benennt die 1987 gegründete Combo sowohl die Ramones als auch Bruce Lee als ihre Vorbilder. Manchmal ist es einfach nur wirrer Krach, ab und an geht aber ein kompromissloser schneller Rhtyhmus in Ohr und Bein, vereinzelt sind auch Blues-Elemente zu hören. Zwischendurch reißt Bassist UG die dickste der eh nur drei vorhandenen Saiten seines Instruments, dessen unterer Teil praktischerweise gleich abgesägt wurde. Dem Ersatzbass fehlt ebenfalls die G-Saite – wer braucht die schon? „Drum Wolf“ Toru macht hinter seiner Schießbude noch den konzentriertesten Eindruck, und Seiji hat bald wieder Durst. Diesmal muss es härterer Stoff sein: „Tequila! Tequila!“ Sein Ruf wird bald erhört, und ihm wird eine noch zu einem Drittel gefüllte Flasche gereicht. Seiji leert sie in einem Zug. Möglicherweise wegen augenblicklicher Gleichgewichtsstörungen holt der Frontmann kurz darauf einen Zuhörer auf die Bühne, hängt ihm seine Gitarre um und zeigt ihm einen Akkord, der allerdings erst hörbar wird, nachdem etwas später das Instrument eingestöpselt wird.</p>
<p>Bei der Zugabe nach 90 Minuten merkt man wieder: Sie können es tatsächlich, der eingängige Song geht gut ab, hat Drive und durchaus Qualität. Band und Publikum wollen noch mehr: Auf der Bühne wird eine Pyramide mit Zuschauern gebaut, und Leitwolf Seiji mischt sich unter das tanzende Volk. Als niemand mehr damit rechnet, erscheint er erneut für ein letztes Soloständchen. Dann haben alle Beteiligten endlich genug. Um kurz vor 2 Uhr ist ein denkwürdiger Live-Event vorbei.</p>
<p><strong>él</strong></p>
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		<title>hannover big band &amp; salt peanuts, marlene</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 12:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[klassisches]]></category>
		<category><![CDATA[2011-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Schummriges Licht in der Marlene, dem Keller für Kleinkunst mit den tiefen Decken. Es riecht nach Hausmannskost, nach Schnitzel mit Spiegeleiern und Bratkartoffeln, wie sie fast überall auf den Tischen stehen. Die Bedienungen servieren Bier und Wein dazu. Die Gäste amüsieren sich in gediegener Atmosphäre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_727.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14719" title="Big band" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2012/01/36-89_SK_August_2011_727-300x261.jpg" alt="" width="300" height="261" /></a>Schummriges Licht in der Marlene, dem Keller für Kleinkunst mit den tiefen Decken. Es riecht nach Hausmannskost, nach Schnitzel mit Spiegeleiern und Bratkartoffeln, wie sie fast überall auf den Tischen stehen. Die Bedienungen servieren Bier und Wein dazu. Die Gäste amüsieren sich in gediegener Atmosphäre. Als Deko steht ein altes Grammofon in der Ecke. Man fühlt sich wie in einem Lokal, aber noch nicht wie in einem Musikclub. Eigentlich ist es schon jetzt ganz nett hier &#8230; Aber gleich geht es ja erst richtig los.</p>
<p>Die Uni Big Band Hannover hat auch schon alles aufgebaut. Posaunen, Trompeten, Saxofone, einen Kontrabass, Bongos, Schlagzeug, ein Piano &#8230; Die Gäste warten auf ein Doppelkonzert: Salt Peanuts, die Big Band der Lübecker Hochschulen, wird als Hauptact spielen. Kaum vorstellbar, dass zwei Big Bands, in dem doch recht überschaubaren Raum Platz auf der Bühne haben. Die Uni Big Band betritt die Bühne. Die Musiker in der vorderen Reihen nehmen Platz, die Trompeter postieren sich dahinter. Der Dirigent schwingt den Taktstock. Dann setzt die Musik ein. Und: Wer erkennt es? Die Tatort-Titelmusik wird gespielt, in einer interessanten Variation. Tuscheln und grinsen im Raum. Ist sie das? Was ist das? Das ist sie doch, oder? Ja, das ist sie!</p>
<p>Anschließend wird es jazzig – mal pompös, mal entspannt. Auch „Come Together“ von den Beatles wird gespielt. Jeder in der Band beherrscht sein Instrument gut und scheint Spaß zu haben. Dem Publikum gefällt’s, bleibt aber zunächst ein wenig verhalten, denn außer Fußwackeln zeigen die meisten noch keine Regung. Doch die Gäste genießen das Zusammenspiel und die Jazzclub-Atmosphäre. Die Soli werden mit zeitweise aufbrausendem Applaus belohnt. Nach jedem Stück wird viel applaudiert. Aber da alles mal ein Ende haben muss, ist auch das Konzert der Uni Big Band irgendwann vorbei.</p>
<p>Dann steht  Salt Peanuts, die Big Band aus Lübeck auf der Bühne. Die Trompeter und der jugendlich wirkende Leiter tanzen sogar! Der Dirigent macht Witze über die Facebook-Gefällt-Mir-Daumen-hoch-Generation und das Paris-Hilton-Video „One Night In Paris“, das die Gäste nicht mit „A Hot Night In Paris“ von Phil Collins verwechseln sollen. Zu Gehör gebracht werden u. a. bekannte Songs von Robbie Williams und Musical-Klassiker wie „The Beauty And The Beast“, denn der Dirigent liebt Disney-Filme, sagt er, „aber nachdem sich das Biest in einen Prinzen verwandelt hat, war der Film nicht mehr so schön. Der sah als Mensch ja furchtbar aus!“ Fazit: ein runder Abend mit zwei runden Auftritten – sehr gelungen!</p>
<p><strong>Janine Klemmt</strong></p>
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		<title>precious few, café glocksee</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 11:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[hauskritik]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stimme von Barbara Hoefgen, ihres Zeichens Bandmitglied von Precious Few, wird häufig mit der Stimme der deutschen Sängerin Nico verglichen. Klingt auf den ersten Blick für einige vielleicht unspektakulär. Aber wenn man bedenkt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/54-88_SK_Juli_2011_725.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13355" title="barbara" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/54-88_SK_Juli_2011_725-237x300.jpg" alt="" width="237" height="300" /></a>Die Stimme von Barbara Hoefgen, ihres Zeichens Bandmitglied von Precious Few, wird häufig mit der Stimme der deutschen Sängerin Nico verglichen. Klingt auf den ersten Blick für einige vielleicht unspektakulär. Aber wenn man bedenkt, dass Nico, alias Christa Päffgen, mit Lou Reed und Velvet Underground sang und obendrein auch noch mit Bob Dylan zusammen arbeitete, kann man ungefähr erahnen, wie überdimensional das Kompliment gemeint ist. Doch während The Velvet Underground &amp; Nico die US-amerikanische Ostküste in den 60er Jahren eroberten, beziehen Precious Few ihre musikalischen Wurzeln eher aus der etwas gemäßigteren Hippie-Szene der Westküste Kaliforniens. Überhaupt weist die gesamte Setlist interessante musikalische Parallelen dazu auf. Vergangenen Monat trat die Band aus dem südlichen Nordrhein-Westfalen im Rahmen von „Ruby Tuesday“ zu später Stunde im Café Glocksee auf.</p>
<p>Erst kurz vor Mitternacht betritt das Duo um Chris Wiegelmann (Akustik-Gitarre) und Barbara Hoefgen (Gesang) nach dem Eröffnungs-Set des befreundeten Schotten Steve Crawford die Bühne. Mit „Barbary Lane“, einer romantischen Indie-Up-Tempo-Nummer, die mit ihren Gitarrenriffs teilweise an Stücke von Oasis oder auch Blumfeld erinnert, haben sie das Publikum schnell auf ihrer Seite. Das darauf folgende „Tales Of The City“ dagegen ist eine Offenbarung oder besser gesagt – eine Liebeserklärung an die vielleicht schönste Stadt der Welt: San Francisco! Als Barbara zu den Zeilen „Yesterday I lost my dog in the Park, then I bought flowers &#8230;“ anstimmt, sehnt man sich fast nach einem Acid Trip im Golden Gate Park am Rande des legendären Hippie-Viertels Haight-Ashbury. Es wird Zeit, das Publikum etwas runter zu holen – und die beginnt mit einem längeren Intro zu dem Song „The Girl“, bei dem Steve Crawford das Duo mit Percussions unterstützt. Spätestens hier fällt auf, wie wunderbar die glasklare Akustikgitarre mit der einfühlsam-rauen Stimme harmoniert. Überhaupt scheint die Band aus Bonn mit sich und der Welt im Reinen zu sein, was möglicherweise an der klaren Aufgabenregelung liegt: Sängerin Barbara Hoefgen schreibt die Texte und Melodien, der Gitarrist Chris Wiegelmann kümmert sich um die Gitarrenparts.</p>
<p>Weiter geht’s mit „Further“. Bei diesem emotionalem und eingängigem Liebeslied sowie der betörenden Gitarrendarbietung, unterstützt durch Steve Crawford, würden selbst die Oasis-Brüder Liam und Noel Gallagher vor Neid erblassen. Der Song „This House“ ist ein ganz persönliches Stück. Wer genau hinhört, kann zwischen den Songzeilen über Kindheit, Heimatgefühl und die Abwesenheit eines Familienmitglieds eine melancholische Geschichte hören. Dann darf auch wieder getanzt werden. Mit der Preisfrage „Wie heißt der zweite Mann, der auf dem Mond war?“ stimmt Barbara Hoefgen zu „The Astronaut“ ein. Und wer außerdem die Antwort „Buzz Aldrin“ weiß, kann sich jetzt über eine Live-EP von Precious Few freuen. Mit „Precious Life“, das in der Einleitung an Simon &amp; Garfunkels „Cecilia“ erinnert und in beinahe rockige Passagen übergeht, entlassen Precious Few das Publikum in die Partynacht. Ein runder Auftritt mit Indie-Akustik-Melodien, der länger dauerte als jedes bisherige Ruby-Tuesday-Konzert, aber trotzdem verging die Zeit wie im Flug!</p>
<p><strong>Text: Anna Pakosch, Fotos: Christian Becker</strong></p>
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		<title>herbert grönemeyer, awd-arena</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 11:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[hauskritik]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahnsinn! Das hannoversche Stadion ist ohnehin eines der beeindruckendsten der Republik. Aber wenn 45.000 bestens gelaunte Menschen bei traumhaften Sonnenschein, und noch ehe der Chef persönlich das Stadion betritt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/54-88_SK_Juli_2011_724.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13352" title="herbert grönemeyer" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/54-88_SK_Juli_2011_724-237x300.jpg" alt="" width="237" height="300" /></a>Wahnsinn! Das hannoversche Stadion ist ohnehin eines der beeindruckendsten der Republik. Aber wenn 45.000 bestens gelaunte Menschen bei traumhaften Sonnenschein, und noch ehe der Chef persönlich das Stadion betritt, eine Party steigen lassen, dann ist es einfach unmöglich, sich als unbeteiligter Zaungast dieser Magie zu entziehen! Da betritt aber auch schon Herbert Grönemeyer – mit grauem Sakko und leuchtend-roten Sneakers bekleidet – die Bühne vor der Nordkurve, und stimmt euphorisch zu lauten Bässen „Schiffsverkehr“ an. Auf riesigen Videoleinwänden erscheinen nebenher Ausschnitte des gleichnamigen Videos sowie aktuelle Live-Aufnahmen von Herbert selbst. „Herzlichen Glückwunsch zur Europa League“ – mit dieser Begrüßung hat er spätestens jetzt bei Hannoveranern einen Stein im Brett.</p>
<p>Weiter geht’s mit einem tanzenden Grönemeyer bei „Fernweh“, engagierten Background-Sängerinnen und einheizenden Sprüchen vom Chef: „Seid ihr denn gut eingecremt – oder habt ihr jetzt schon braunen Teint?“ Dann folgt auch schon der erste Knaller des Abends: Als Grönemeyer sein „Tief im Westen“ singt, ist das Publikum schnell außer Rand und Band. Passend zu seinem Song „Bochum“ wird rot gefärbter Dampf von der Bühne in die Luft gewirbelt. Dem Entertainer ist die Freude wahrlich ins Gesicht geschrieben. Er witzelt und flirtet mit dem Publikum. Dabei ist er sich nicht zu schade, sich selbst auf den Arm zu nehmen: „Die zentrale Frage ist doch: Wie sehe ich aus? Dann: Sitzen die Haare? Und dann: Wie ist die Stimmung?“ Und welcher Song könnte daraufhin thematisch besser passen als sein Dauerbrenner „Männer“? 45.000 ergriffene Menschen singen, schreien und gröllen sich die Seele aus dem Leib. Je später der Abend, desto lauter das Stadion. Entsprechend verhält es sich bei Herberts Hit „Was soll das?“ &#8230;</p>
<p>Grönemeyer hat sein Publikum längst im Griff und nutzt jetzt diesen Raum für Emotionen: Bei der Ballade „Der Weg“, einer Widmung an seine verstorbene Frau, lässt das textsichere Publikum keine Zeile aus. Und wer sich umschaut, kann bei gerührten Gästen Tränen kullern sehen. Es folgen ein paar schwächere Stücke vom aktuellen Album „Schiffsverkehr“ sowie einige politische Statements, bei denen Grönemeyer unter anderem den Abzug der Soldaten aus Afghanistan fordert. Doch die meisten Gäste wollen (leider) nichts davon hören und sich lieber den angenehmeren Dingen des Konzerts widmen, wie den darauf folgenden Hits „Alkohol“ und „Mensch“. Die untergehende Sonne, die eingängigen Songzeilen, die tanzenden Gäste sowie Herberts Gitarre und Keyboard im Wechsel tun ein Übriges, und die Stimmung erreicht den Höhepunkt.</p>
<p>Längst liegt der Nachthimmel über dem Stadion, als Grönemeyer zu einem gewaltigen Zugabe-Set ausholt. Bei „Land unter“ und „Flugzeuge in meinem Bauch“ gehen rund 90.000 Hände in die Luft und verwandeln das die AWD-Arena in ein Lichtermeer. Bleibenden Eindruck aber hinterlässt vor allem der offizielle Song der Fußball-WM 2006, „Zeit, dass sich was dreht“. Der vom Publikum gesungene Refrain ist noch lange nach dem Konzert zu hören. Begeisterter Applaus für Herbert Grönemeyer, der sebst sichtlich gerührt in die Menge blickt, ehe er das Stadion verlässt: „Unfassbar! Viel schöner geht’s für mich wirklich nicht.“</p>
<p><strong>Anna Pakosch</strong></p>
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		<title>peace development crew</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 10:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[bandporträt]]></category>
		<category><![CDATA[2011-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Band so groß wie eine Fußballmannschaft – und alle unter einem Hut? Ja seid ihr denn des Wahnsinns? Ganz im Gegenteil! Wenn elf Individuen aufeinander treffen, seit Jahren harmonisch miteinander auskommen und obendrein auch noch gute Musik machen, dann muss es etwas mit Reggae zu tun haben...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/54-88_SK_Juli_2011_72.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13319" title="Peace Development Crew" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/54-88_SK_Juli_2011_72-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a>Eine Band so groß wie eine Fußballmannschaft – und alle unter einem Hut? Ja seid ihr denn des Wahnsinns? Ganz im Gegenteil! Wenn elf Individuen aufeinander treffen, seit Jahren harmonisch miteinander auskommen und obendrein auch noch gute Musik machen, dann muss es etwas mit Reggae zu tun haben! Peace Development Crew (PDC), das sind Mystical Mo (Drums, Vocals), Batida de Loco (Vocals, Samples), MelE (Vocals, Percussion), Martin Homey (Trompete), Simply Cat (Vocals), Olaf Spitzenberg (Keyboard), Oliviè (Gitarre), Wolfgang Mayr (Bass, Kontrabass), Christian Blume (Bass), DJ Reaktionsschwach (DJ) und Tino Seusing (Sax).</p>
<p>Im März 2005 gründete Mystical Mo die PDC. Nach Anfängen mit HipHop und Funk kristallisierte sich für die Combo immer deutlicher ein vielschichtiger Stil heraus. Batida de Loco: „Die PDC versucht Verschiedenes zu verbinden, sodass jeder Musiker sich in das Projekt einbringen kann. Wir spielen in erster Linie Reggae und Dancehall, haben aber auch einige Drum&#8217;n'Bass und Jungle-Stücke im Programm.“ Zahlreiche Bandmitglieder, unterschiedliche Stile, individuelle Vorlieben – dass die PDC harmoniert, beweist ihre beachtliche Bandgeschichte: PDC begleitete bereits Künstler wie Benjie oder Brimstone &amp; Fire und war der hannoversche Support-Act für Nosliw, Jamaram oder Dr. Ring-Ding. Des Weiteren ist die Band auch in Sachen Festival kein unbeschriebenes Blatt: Ob „Weedbeat“ oder „Rock im Gras“ – der Gruppe geht’s darum, mit Musik für den Frieden einzutreten und dies mit tanzbaren „positive vibrations“ zu vermitteln.</p>
<p>Musik als Sprachrohr und friedliche Waffe gegen Hoffnungslosigkeit, Krieg, Unterdrückung und Hass? „Unsere Texte sind meist positive Botschaften: für den Frieden, für das Genießen das Lebens und natürlich gegen Babylon“, erzählt Batida de Loco mit einem Augenzwinkern, „wir haben allerdings auch einige einfache Unterhaltungstexte, Tanzmusik, Dancehall eben. Wir singen über das, was uns bewegt und uns vorantreibt, sei es der Kampf für unsere Ideale oder die Party am nächsten Wochenende.“ An der Songentwicklung sind übrigens alle Musiker beteiligt: Die Bandmitglieder am Mic schreiben die Texte – ob in Englisch, Spanisch oder auf Deutsch – meist zu Riddims oder selbst gebastelten Beats. Anschließend wird das Ganze dann zu einem gemeinsamen Song verarbeitet. Batida de Loco: „Wenn jemand eine gute Idee für ein Stück hat, fangen wir einfach an, ein bisschen zu jammen, dann packt vielleicht jemand einen Text aus und singt dazu. Wenn&#8217;s dann passt, schreiben die anderen entsprechende Strophen dazu. Viele aus unserer Band machen nebenbei noch eigene Musik. Von daher bringt meist jemand ein Stück oder eine Idee mit, die dann eben mit allen zusammen im Proberaum zu einem Lied verarbeitet wird.“</p>
<p>So ist auch der jüngste Song „Stoppt die gelbschwarze Macht“ einige Monate vor dem Unglück in Japan entstanden, der auf www.reverbnation.com/peacedevelopmentcrew zu hören ist. Batida de Loco: „Wir haben den Song einige Male live gespielt und waren, als das Unglück passierte, gerade mit Aufnahmen und dem Mischen des Songs beschäftigt. Wir haben dann versucht, den Song schnellstmöglich fertig zu stellen und zum freien Download anzubieten.“ Das Albumdebüt „Inner Journey“ hingegen ist bereits seit dem letzten Jahr erhältlich. Es beinhaltet eine Sammlung aus den eigenen Lieblingstracks der vergangenen vier Jahre. Doch am liebsten tritt die PDC vor das Publikum. Batida de Loco: „Festivals sind natürlich immer schön, weil die Atmosphäre dort einfach passt, aber ein eigenes Konzert ist einfach einzigartig: Wenn man quasi das Gefühl hat, dass alle im Publikum wegen der Band gekommen sind. Außerdem haben wir auf eigenen Konzerten eben die Möglichkeit, unser ganzes Repertoire zu präsentieren.“ Und wer jetzt Lust bekommen hat, die PDC live zu erleben, geht entweder am 02.07. ab 20 Uhr zum großen Musik- und Kulturfest am Küchengarten oder am 14.07. ins Bad, wo PDC im Vorprogramm der jamaikanischen Band Skatalites spielt (bitte Tagespresse lesen, ob das Konzert in verlegt wird!). Eine Kostprobe von Songs und weitere Infos sind unter www.peacedevelopmentcrew.de einzusehen.</p>
<p><strong>Anna Pakosch</strong></p>
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		<title>hundreds, café glocksee</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 15:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[hauskritik]]></category>
		<category><![CDATA[2011-06]]></category>

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		<description><![CDATA[„Verträumt“ ist das Wort, das die Musik von Hundreds vielleicht am besten beschreibt. Das musikalische Duo mit Evas sanfter und trotzdem kraftvoller Stimme und ihrem sechs Jahre älteren Bruder Philipp, der für die Klavierklänge, elektronischen Drums und Synthiemelodien zuständig ist, begeistert und beflügelt – soviel mal vorweg...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Verträumt“ ist das Wort, das die Musik von Hundreds vielleicht am besten beschreibt. Das musikalische Duo mit Evas sanfter und trotzdem kraftvoller Stimme und ihrem sechs Jahre älteren Bruder Philipp, der für die Klavierklänge, elektronischen Drums und Synthiemelodien zuständig ist, begeistert und beflügelt – soviel mal vorweg – an diesem Abend auch die Zuschauer im Café Glocksee. Philipp studierte Klavier und ist seit Jahren Profimusiker. Wenn man sich so nahe steht, wie es bei Geschwistern der Fall ist, sei auch in der Musik blindes Verständnis möglich, sagt Eva. Vielleicht ist dieses blinde Verständnis auch schon das ganze Geheimnis.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/52-90_SK_Juni_2011_723.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13215" title="hundreds" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/52-90_SK_Juni_2011_723-238x300.jpg" alt="" width="238" height="300" /></a>Was entsteht, wenn die beiden zusammenwirken, ist „Musik zum Hinwegträumen“, atmosphärisch und intensiv – szenig trotz der Popeinschläge. „Wer in die Klangwelt des Geschwisterpaares eintritt, verlässt den festen Boden“, ist auch bei Tracks zu hören, dem Arte-Musikmagazin.</p>
<p>Mit „Wait For My Raccoon“ eröffnete Hundreds das Konzert. Eva wirkt in ihrer Erscheinung elfenhaft und durch das bunte Licht, das die beiden umflutet, und die Lichtmuster der Lichtanlage wird das Publikum noch ein kleines bisschen mehr der Wirklichkeit entrückt. Spätestens bei „Write the Streets“ dürfte die Atmosphäre alle gefangen genommen haben. Es gibt aber auch Songs, die sehr vital daherkommen, zum Beispiel „Song For A Sailor“. Eine junge Frau aus dem Publikum singt begeistert den ganzen Text vor sich hin, wendet die Augen nicht ein einziges Mal von der Bühne ab und demonstriert vermutlich unbewusst mit der Handfläche auf der Brust, dass die Musik von Hundreds längst zu ihrer Herzensangelegenheit geworden ist.</p>
<p>Traumhaft sind die Songs von Hundreds, und passend dazu ist auch die Geschichte um die Entstehung des Bandnamens: Eva hat geträumt, dass sie sich vervielfachen würde, ihr Bruder ebenfalls. „Wir waren Hunderte!“, erzählte sie danach ihrem Bruder. Und so wurde „Hunderte“ zu ihrem Bandnamen. Das Traumhafte ist ein beständiges Motiv in ihrer Musik, ein zweites wiederkehrendes Motiv ist Wasser. „Das ganze Leben lang zieht es mich zum Wasser“, sagt Eva. „Es beruhigt irgendwie.“ In ihre Songs bauen Hundreds Geräusche aus der natürlichen Umwelt ein. Bei „Fighter“ haben sie zum Beispiel einen Stein in einen gefrorenen See geworfen und das Geräusch aufgenommen. „Das klang total toll, deswegen haben wir das dann in das Lied eingebaut.“ Auch das CD-Cover ist passend: Schemenhaft, in einem grauen Blau, zeigt es einen im Wasser schwebenden Körper.</p>
<p>Am Ende des Konzertes werden fleißig CDs und T-Shirts der Band gekauft und anschließend über die Show und die Musik diskutiert. Ein Geheimtipp auf der Kippe, denn lange wird Hundreds kein Geheimtipp mehr sein, da sind sich alle einig. In Rezensionen über das Album von Hundreds ist oftmals von „Melancholie“ die Rede. Melancholie impliziert aber zwangsläufig Schwermut und diese ist in der Musik von Hundreds eigentlich nicht zu finden. Hundreds schafft es, ruhige, gehaltvolle Songs ohne schwermütigen Unterton zu produzieren. Fazit: Nicht nur die Musik, vor allem die Live-Auftritte von Hundreds sind unbedingt zu empfehlen. Demnächst sind die beiden allerdings vorwiegend europaweit unterwegs. Nach den Niederlanden folgen Belgien und Frankreich. Eine zeitnahe Möglichkeit Hundreds, live in der Nähe zu erleben, bietet das Appletreegarden-Festival in Diepholz (zwischen Osnabrück und Bremen) am 23. Juli.</p>
<p><em><strong>Text: Janine Klemmt / Foto: Andreas Körner</strong></em></p>
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		<title>milow, musikzentrum</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 15:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[hauskritik]]></category>
		<category><![CDATA[2011-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Sanfte Klänge, zarte Arrangements und eine charismatische Stimme: Im Mai verzückte der belgische Singer-Songwriter Milow das Publikum im ausverkauften Musikzentrum. Im Gepäck hatte Jonathan Vandenbroeck, wie Milow mit bürgerlichem Namen heißt, sein drittes Studioalbum „North and South“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sanfte Klänge, zarte Arrangements und eine charismatische Stimme: Im Mai verzückte der belgische Singer-Songwriter Milow das Publikum im ausverkauften Musikzentrum. Im Gepäck hatte Jonathan Vandenbroeck, wie Milow mit bürgerlichem Namen heißt, sein drittes Studioalbum „North and South“.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/52-90_SK_Juni_2011_722.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13212" title="Milow" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/52-90_SK_Juni_2011_722-238x300.jpg" alt="" width="238" height="300" /></a>Punkt 20 Uhr betritt der Frauenschwarm mit seiner Akustikgitarre die Bühne. Noch ehe der auf ihn gerichtete Spot angeht, zupft er sanft die Saiten und gibt seine Ballade „I ain&#8217;t Scared“ zum Besten. Bescheiden, fast schüchtern, steht er da, mit wenig Haar, aber viel Gefühl in der Stimme. Dann betritt auch Milows Band die Bühne und stimmt mit dem 29-Jährigen zum Gute-Laune-Pop an: „Dreamers and Renegades“ und „Rambo“ vom aktuellen Album. Letzteres Lied handelt von Kindheitshelden: Rambo, Feuerwehrmann, Magier – es sind die typischen Träume eines kleinen Jungen. „Hi, alles gut?“, begrüßt Milow im überraschend dialektfreien Deutsch sein Publikum und verzaubert damit seine weiblichen Gäste endgültig. Weiter geht’s mit fröhlichen Up-Tempo-Nummern wie „She Might She Might“ und „Little in the Middle“, die das Publikum auf die Höhepunkte des Konzerts einstimmen. Bei „Ayo Technology“, seinem europaweit erfolgreichen Nr.-1-Coverhits des gleichnamigen Songs von 50 Cent, Justin Timberlake und Timbaland gerät das Publikum in euphorische Tanz-stimmung. Was Milow animiert, den Song in die Länge zu ziehen. Dann wird es ruhig, und der Belgier präsentiert dem Publikum seine verletzliche Seite: „KGB“ ist ein Song, in dem der Musiker den Tod seines Vaters balladesk verarbeitet. Das geht unter die Haut, Milows Fans bekommen Gänsehaut, und auch der er zeigt sich anschließend sichtlich gerührt und etwas verloren: „It&#8217;s so cold outside. But talking about the weather is shit. I&#8217;m sorry.“ Doch spätestens beim aktuellen Ohrwurm „You and Me (in my Pocket)“ ist die gelöste Atmosphäre wieder hergestellt. Frauen und Männer schwingen die Hüften, und Milow legt noch eins drauf: Bei seinem Hit „You don&#8217;t Know“ singen alle mit.</p>
<p>Übrigens: Mit diesem Song trat der Sänger 2004 zum ersten Mal im Rahmen des Musikwettbewerbs Humo&#8217;s Rock Rally vor einem größeren Publikum auf. Obwohl sein Stück die Jury begeisterte, konnte sich Milow damals im Finale nicht einen der begehrten Podiumsplätze sichern. Trotzdem brachte er unter Eigenregie und mithilfe des Produzenten Nigel Powell sein Debütalbum „The Bigger Picture“ heraus. Und obwohl auch dieses vorerst erfolglos blieb, gab Milow nicht auf. Seine Wettbewerbslied brachte schließlich doch Glück: Mit der Veröffentlichung der Single „You don&#8217;t Know“ begann im Frühjahr 2007 der kommerzielle Erfolg, sodass die Telekom den Song für ihre Werbung nutzte. Im Zuge dessen stieg schließlich auch Milows Debüt in die Charts.</p>
<p>Weiter geht&#8217;s mit einem Bunte-Tüte-Mix aus sanften Balladen und leichten, heiteren Up-Tempo-Nummern: Auch „Never Gonna Stop“ fügt sich in das typisch musikalische Milow-Muster ein und „Little In The Middle“ lädt zu weiteren Publikumshüpfern ein. Alles in allem eine kompakte Liveshow voller Pop zum Träumen ohne rockige Ausreißer oder viel Raum für Improvisationen. Milow liefert lieber eine authentische Präsentation seiner drei Studioalben ab, und dem Publikum gefällt&#8217;s. Zum Schluss darf dann noch einmal gekuschelt werden: Mit seiner Background-Sängerin schmettert Milow im Duett gefühlvoll „Out of my Hands“. Das Lied, im Original mit der norwegischen Sängerin Marit Larson aufgenommen, animiert alle Verliebten zum Küssen.</p>
<p>Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, gibt’s eine gute Nachricht: Aufgrund der großen Nachfrage kommt Milow am 03. November 2011 wieder nach Hannover – dann in die AWD-Hall!</p>
<p><em><strong>Lotta Caspers</strong></em></p>
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		<title>vinyl</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 14:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[bandporträt]]></category>
		<category><![CDATA[2011-06]]></category>

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		<description><![CDATA[„Transmigration of Souls“ heißt das Debüt von Vinyl. „Transmigration“ steht in diesem Fall für eine Pendelmigration, eine Vereinigung, zweier Seelen. Die Albumproduktion der Band beweist: Die Seelen des Musikers Ramin und der Sängerin Siedda haben tatsächlich zueinandergefunden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Transmigration of Souls“ heißt das Debüt von Vinyl. „Transmigration“ steht in diesem Fall für eine Pendelmigration, eine Vereinigung, zweier Seelen. Die Albumproduktion der Band beweist: Die Seelen des Musikers Ramin und der Sängerin Siedda haben tatsächlich zueinandergefunden.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/52-90_SK_Juni_2011-1_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13171" title="vinyl" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/08/52-90_SK_Juni_2011-1_72-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a>Ramin und Siedda &#8211; zwei ungewöhnliche Vornamen, zwei ungewöhnliche Persönlichkeiten: Siedda kommt aus dem nordischen Rendsburg, und ihr Name ist eine Verschmelzung ihres Nachnamens und einer hessischen Verniedlichungsform. Ramin wiederum ist Deutsch-Iraner und trägt einen beliebten, persischen Vornamen, der übersetzt „erfreut“ oder auch „fröhlich“ bedeutet. Und erfreut war der Musiker sicher auch, als er zufällig im August 2009 auf Siedda traf. Zumal er zum damaligen Zeitpunkt einige instrumentale Songs vorproduziert hatte, denen Siedda zu einem späteren Zeitpunkt die poetische und stimmliche Seele verleihen sollte. Doch ehe es dazu kam, hätten Siedda und Ramin nicht daran geglaubt, dass sich ihre Wege einmal kreuzen. sind doch beide zunächst unterschiedliche musikalische Wege gegangen.</p>
<p>Vollblutmusikerin Siedda nahm schon früh Jazzunterricht, spielt Cello und Gitarre, verfügt über eine klassische Klavierausbildung und lässt sich von musikalischen Vorbildern wie Lizz Wright, Pink oder Sting inspirieren. Ehe sie auf Ramin aufmerksam wurde, sang und spielte sie Keyboard in einer Coverband und leitete außerdem jahrelang einen Pop-Chor. Heute ist sie bei Vinyl für den Gesang und die Texte verantwortlich. Ramin hingegen ist eher technisch orientiert und für die Instrumente sowie für das Abmischen verantwortlich. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählt er Bands wie Porcupine Tree, Element Of Crime, aber auch die elektronische  Musik von Depeche Mode und Human League. Erste Banderfahrungen sammelte Ramin mit der Guppe Recall, die mit dem Ex-Yello-Produzenten Carlos Péron das Album „Best of Beginning“ veröffentlichte.</p>
<p>Aber zurück zu Vinyl und dem Anliegen des Duos,  Elektro mit Klassik zu verbinden. Ramin und Siedda sind von verschiedenen Stilrichtungen beeinflusst und gehen in ihrer Musik eine ganz eigene Art der Symbiose oder eben auch eine „seelische Transmigration“ ein. Und wie klingt das Ganze? Im Großen und Ganzen wie eine Mischung aus sphärischen Rock und mystischen Pop. Das Debütalbum ist geprägt von zarten Akustik- und lärmenden Rockgitarren, drängenden Drumbeats und Synthesizer-Klängen. Getragen wird dieser charakteristische Sound von Sieddas melodiösem Gesang. Passend zur musikalischen Atmosphäre handeln die melancholischen Texte von Verzweiflung und Schmerz, gleichzeitig aber auch von Kraft und Hoffnung. Des Weiteren wurden zwei Gedichte der Briten Thomas Wyatt und Emily Bronte auf dem Album integriert. Innerhalb nur eines knappen Jahres haben Vinyl die neun Tracks auf „Transmigration of Souls“ fertiggestellt. Das lag daran, dass Ramin bereits die Instumentalparts nicht nur komponiert, sondern auch schon eingespielt hatte. Erst in einem zweiten Durchlauf war Siedda an der Produktion beteiligt, entwickelte die Gesangsmelodie und schrieb die Texte. Aufgenommen und gemischt wurde das Ganze dann in den hannoverschen Tune Studios. Songs aus dem endgültigen Produkt gibt’s via www.myspace.com/vinylhannover oder via www.youtube.de samt Videos (Stichwort: „Vinyl Transmigration of Souls“) im Internet. Demnächst geht das Duo auch auf Tour. Dafür haben Ramin und Siedda Anfang des Jahres den Schlagzeuger Veetam engagiert.</p>
<p>Übrigens: Bassisten, Gitarristen, Keyboarder und andere Musiker aufgepasst. Die Band Vinyl braucht noch Live-Unterstützung. Wer ebenfalls mit den musikalischen Seelen transmigrieren will, meldet sich bei Ramin unter Ramin.Sattari@gmx.de!</p>
<p><em><strong>Anna Pakosch</strong></em></p>
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		<title>soon is now</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2011/05/soon-is-now/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 10:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[bandporträt]]></category>
		<category><![CDATA[2011-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Emotionaler Gesang, Hybrid-Pop, elektronische Beats und atmosphärische Gitarren – das sind die Markenzeichen der Hannoverschen Band „Soon Is Now“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7225.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11668" title="46-89_Stadtkind_Mai_11_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7225-300x264.jpg" alt="" width="300" height="264" /></a>Emotionaler Gesang, Hybrid-Pop, elektronische Beats und atmosphärische Gitarren – das sind die Markenzeichen der Hannoverschen Band „Soon Is Now“. Im März 2011 hat die Band nun ihren ersten Longplayer vorgelegt. „Passing by“, so der Titel des 42-minütigen Albums – ein beeindruckendes Stück Musik.</p>
<p>Und das ist kein großes Wunder, denn bei „Soon Is Now“ versammeln sich mit Kai Hornung (Gesang), Ernie Schadow (Schlagzeug), Kolja Schwab (Gitarre), Andreas von Kessinger (Bass) und Arman Gregor (Keyboards) gleich fünf erfahrene Musiker. Die üblichen, vielleicht etwas nachsichtigeren Maßstäbe an ein Debüt darf man also nicht anlegen. Muss man auch gar nicht. Der Erstling ist gelungen vom ersten bis zum letzten Ton, und man sollte sich tatsächlich die Zeit nehmen, und den Longplayer genau so hören, in einem Rutsch. Erst dann erschließt sich das stimmige Gesamtbild eines bis zur letzten Note durchdachten Albums. Von der Songreihenfolge über das Klangbild bis zum Artwork erscheint alles irgendwie aus einem Guss. Man merkt bereits nach den ersten Sekunden, dass hier jahrelange Band- und Bühnenerfahrung die Feder geführt haben.</p>
<p>Dabei war „Passing By“ alles andere als eine leichte Geburt. Bereits im Mai 2009 wurden die ersten Töne eingespielt. Damals waren die fünf Musiker noch unschlüssig, ob eine EP oder tatsächlich gleich ein ganzes Album entstehen sollte. Man wollte einfach die seinerzeit besten Songs mit möglichst geringem Aufwand und in maximaler Qualität aufnehmen. Schlagzeuger Ernie Schadow spielte zunächst seine Spuren im Glocksee-Studio von Krösus ein. Das Ergebnis brachte dann die Entscheidung für die Variante Album. Gittarist Kolja Schwab und Bassist Andreas von Kessinger erarbeiteten ihre Parts im Anschluss jeweils am heimischen Computer, während Kai Hornung für seinen Gesang die Atmosphäre des Proberaums bevorzugte. Arman Gregor tüftelte ebenfalls zu Hause am Computer an seinen Sounds und schließlich begann Leonard Boeck, das fertige Material zu mischen und zu produzieren. Doch welchen Anstrich man dem gesamten Album geben wollte, welcher Bandsound am Ende bei all dem für „Soon Is Now“ stehen sollte, war den Mitgliedern der Band zu jenem Zeitpunkt noch nicht klar. Es gab eine gemeinsame Vision, entstanden bei etlichen Liveauftritten und nach intensivem Songwriting, doch diese Vision zu vermitteln, das stellte sich als äußerst schwierig heraus. Als auch nach einem Jahr die Zwischenergebnisse nicht das ausdrückten, was die Band wollte, und der schwierige Prozess allmählich auch für Frust und Unstimmigkeiten unter den Bandmitgliedern sorgte, entschloss man sich zu einem radikalen Schritt und trennte sich vom bisherigen Produzenten. Was blieb, war zunächst die Übenrzeugung von der Qualität der Songs. Und wie sich herausstellte, hatte die gemeinsame <a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11.bmp2_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11669" title="46-89_Stadtkind_Mai_11.bmp2_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11.bmp2_72-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Karthasis dann auch etwas Gutes: Man wusste nun sehr genau, wie man nicht klingen wollte unde  Produzent drei zu begeben. Im Herbst 2010 übernahm schließlich Willi Dammeier vom Institut für Wohlklangforschung die Regie. Er hatte in den Jahren zuvor bereits mit den unterschiedlichen Bands der Soon Is Now-Bandmitglieder zusammengearbeitet und darüber hinaus einen Großteil der Soon Is Now-Konzerte gemischt. Arman Gregor übernahm im Studio viele der notwendigen Vorarbeiten für das Mischen des Albums. Dammeier übernahm dann den Feinschliff, wenn er während der Tourpausen der Apoptygma Berzerek-Europatour im heimischen Studio war. Und endlich, in enger Abstimmung mit der Band war man sich schließlich im Januar 2011 einig. Genau so soll es sein!</p>
<p>Die Mühe hat sich gelohnt. Kompakt und zugänglich sind die Songs „Starracer“ und „Travelling through snow“, wobei sie ganz ohne poppige Anbiederung auskommen, „Sorryful“ und „Cover me“ überzeugen durch ihre intime Intensität, während „The soil“ eher die Energie der Soon Is Now-Liveauftritte transportiert. Die Zwischenstücke „Interlude one“ und Interlude two“ unterteilen das Album in drei Kapitel. „Interlude two“ fällt dabei mit dem gesprochenen deutschen Text leicht aus der Rolle, fügt sich aber in seiner Stimmung sehr schön in den Charakter des Albums. Und mit „Sad movies“ folgt zum Ende ein eindrucksvoller Ausklang. Eine Kostprobe des Titels „Travelling through Snow“ gibt es als Gratis-Download auf der Band-Homepage unter www.soonisnow.de.</p>
<p><strong>Lotta Caspers</strong></p>
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		<title>tok, tok, tok, pavillion</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 09:45:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles in allem ein exquisites Beatlesprogramm voller wunderbarer Entfremdung, das den gecoverten Songs der britischen Pilzköpfe neue Seele verleiht, ohne dabei die Identität Tok Tok Toks zu verleugnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7221.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11653" title="46-89_Stadtkind_Mai_11_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7221-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Deutschlands Soul-Jazz-Export Nummer 1: Seit Jahren sind Tok Tok Tok aus der europäischen Acoustic-Soul- und Jazz-Szene nicht mehr wegzudenken, wie ihre zahlreichen nationalen und internationalen Preise beweisen. Zum zehnjährigen Bandjubiläum sind sie erneut im Pavillon, wieder einmal mit einem besonderen, musikalischen Leckerbissen im Gepäck: Die bekennenden Beatles-Fans stellen ihr aktuelles Album „Revolution 69“ vor, auf dem sie 15 ihrer liebsten Songs quer durch alle Schaffensperioden der Beatles und in ihrem unvergleichlichen Acoustic-Soul-Sound präsentieren.</p>
<p>Punkt 20 Uhr betreten Morten Klein (Tenorsaxofon, Schlagzeug, Gitarre), Ritchie Staringer (Fender Rhodes) und Christian Flohr (Kontrabass, E-Bass) die rötlich-blau beleuchtete Bühne. Mit leisen Saxofon-Tönen stimmt Morten Klein zu einem betörenden Intro ein, ehe sie erscheint und zum Mikro greift: Tokunbo Akinro (Gesang) – im schwarzen Hosenanzug, einem taillenbetonenden Gürtel und glitzernden High Heels. Drei Takte später entpuppt sich das Saxofon-Intro als groovige Version des Beatles-Klassikers „All The Lonely People“. Kurze Zeit später bewegt sich die gebürtige Nigerianerin mit geschlossenen Augenlidern und einem sexy Hüftschwung zu „Day Tripper“ und in ihrer anmutigen Stimme liegt etwas Liebes, Weiches, dass sogar Schokolade zum Schmelzen bringen könnte: „Wir wollen euch alle auf eine Entdeckungsreise einladen und haben einige Anekdoten der Beatles mitgebracht!“ Vor etwa vier Jahrzehnten kam das Finanzamt auf Paul McCartney zu und verlangte eine satte Nachzahlung. Daraufhin bekam der Pilzkopf den Blues und schrieb „Taxman“. Tok Tok Tok drehen den Spieß um und verarbeiten den Song zu einer Up-Tempo-Nummer. Den Blues allerdings bekamen die Jazzer auch, als sie vor Jahren auf Baltrum eine Ode an Ray Charles im Südstaaten Flair komponierten. Heraus gekommen ist dank der Schlecht-Wetter-Front der wunderschöne Blues „Oh Lord“ vom „Soul II Soul“-Album, den sie nun zum Besten geben. Und während Tokunbo ihn singt, erinnert sie in ihrem Stil und ihrem wilden, krausen Haar an die junge Aretha Franklin oder Etta James. Weiter geht’s mit dem Fab Four-Erfolgshit „Help“, den John Lennon ursprünglich in einer melancholischen Version verfasste. Tok Tok Tok tun ihm den Gefallen und das Ergebnis kann sich hören lassen. Tokumbo setzt zum A-cappella an und ihre Stimme sorgt für Gänsehaut-Feeling. Auch beim Song „You drive me crazy“ vom Album „Ruby Soul“ wird sie lediglich von Morten per Gitarre sanft begleitet. Es handelt von Freundschaft, vom Kirschenklauen beim Nachbarn und all den tollen Sachen, die man mit Freunden gerne macht. Dann wird es wieder fetziger: Das bunt gemischte Publikum schnipst mit den Fingern und wippt mit den Füßen zur Soul-Adaption des Beatles-Songs „Come together“. Lediglich die balladeske Cover-Version zu „Lady Madonna“ wirkt etwas verloren in ihrer äußerst ruhigen Interpretation. Zum Schluss gibt’s noch einige ganz besondere Glanzstücke: „Invitation“, eines der ersten Tok-Tok-Tok-Stücke, das die Band je aufgenommen hat, entpuppt sich als zauberhafte Old-School-Perle: Dominanter Bass gewürzt mit gekonnt platzierten Saxofon-Akzenten und dazu Tokunbos zurückhaltender Gesang – einfach klasse. Zum Schluss darf dann noch einmal britisch gegroovt werden zu „Working Day And Night“. Die Jungs hauen in die Tasten und zupfen die Saiten in abwechselnden Soli während Tokunbo ausgelassen tanzt und ihre sinnlich-betörende Stimme den Zuschauern ein letztes Lächeln entlockt. Kleine elektrische Spielereien runden die Version ab. Fast wirkt die Interpretation wie eine experimentelle Disco-Nummer.</p>
<p>Alles in allem ein exquisites Beatlesprogramm voller wunderbarer Entfremdung, das den gecoverten Songs der britischen Pilzköpfe neue Seele verleiht, ohne dabei die Identität Tok Tok Toks zu verleugnen. Mehr Soul geht nicht!</p>
<p><strong>Anna Pakosch</strong></p>
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		<title>nosliw, faust</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 09:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer die Wahl hat, hat die Qual: „Es sind so viele hier, dabei ist doch Lena in der Stadt“, begrüßt Nosliw das gut gelaunte Faust-Publikum. Entsprechend begeistert klatscht dieses dem erfolgreichen Reggae-/Dancehall-Sänger zu und stößt ein paar „Buh“-Rufe für die Grand Prix-Gewinnerin aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11649" title="46-89_Stadtkind_Mai_11" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Wer die Wahl hat, hat die Qual: „Es sind so viele hier, dabei ist doch Lena in der Stadt“, begrüßt Nosliw das gut gelaunte Faust-Publikum. Entsprechend begeistert klatscht dieses dem erfolgreichen Reggae-/Dancehall-Sänger zu und stößt ein paar „Buh“-Rufe für die Grand Prix-Gewinnerin aus. Kein Wunder: Hat doch das hannoversche Soundsystem Rebel Sound den Gästen zuvor am Mic und an den Reglern mit Beats von Gentleman, Sean Paul bis hin zu UB 40 ordentlich eingeheizt. Bescheiden betritt Nosliw die Bühne, nachdem er bereits aus dem Hintergrund sein Intro ins Mic schmetterte. Im Gepäck hat er eine Remix-Version von „Soulforce“ auf seinem aktuellen Album „Heiß &amp; Laut“.</p>
<p>Bereits beim den Openern „Yes“ und „Pramm Pramm“ tanzen die Faust-Gäste ordentlich mit: Hüftschwung seitens der Damen mit Dreads, HipHop-Gesten von den harten Kerlen. Nosliw selbst trägt Baggyjeans, ein dunkles Shirt und natürlich zwei seiner Markenzeichen: markanter Bart und Cap. Schließlich stammt er selbst aus der klassischen HipHop-Szene inklusive englischer Texte, ehe er Mitte der 90er dank seines Kumpels Nattyflo die Pforten in Richtung Reggae, Dancehall und deutschsprachiger Texte öffnete. Weiter geht’s mit dem Song „Heiß &amp; Laut“ von dem gleichnamigen Album. Hat der Berliner bisher Gas gegeben, schaltet er jetzt noch einen Gang höher in Richtung Drum &amp; Bass. Dem Publikum gefällt’s: Es ist niemand mehr im Raum, der bei diesem Sound stillstehen kann. Hier und da sind ein paar süßlich-grüne Krautwolken zu bemerken, die das Event geschmacklich unterstreichen. Dann wird es etwas ruhiger: „Hier ist so viel Liebe im Raum! Das nächste Stück ist für alle, die an Liebe glauben!“ Mit „Königen“, einem Duett mit Max Herre von Nosliws Debütalbum „Mittendrin“, bringt der Gute-Laune-Mann auch seine romantische Seite zum Ausdruck. Und wieder ein Übergang: diesmal zu Sunshine-Reggae-Roots. Die Mädels tragen inzwischen kurze Tops – in der Faust herrschen an diesem Abend bereits jetzt schon sommerliche Temperaturen. Dann gibt es einen besonderen Leckerbissen, und zwar nicht nur für die Ladies. Mit „Walk like an Egyptian“ hat Nosliw den Song der „Bangles“ adaptiert und auf seine Beats gemünzt. Überall im Raum erklingt nun ein einheitliches „Eeeeeooooeeeeeooo“. Aber auch Sozialkritik spielt bei Eric Alain Wilson, wie Nosliw mit bürgerlichem Namen heißt, eine wichtige Rolle: „Geht es uns an“ und „Nur dabei“, das auf Seed-Beats basiert, handeln von politischen und sozialen Missständen unserer Gesellschaft. Was für eine geballte Energie: Nosliw weiß, was sein Publikum will. Und es will definitiv eine groovige Zugabe. Mit den treibenden Titeln „Alarm“, „Yeahyeahyeahyeahyeah“ und einem Freestyle-Rap überlässt er das Publikum wieder dem für die After-Show-Party sorgenden Soundsystem „Rebel Sound“. Dabei holt er seine Crew und sämtliche Fans auf die Bühne, die ausgelassen mit Nosliw tanzen, feiern und ihre Shirts ins Publikum werfen. Ein perfekter Abend voller feinster und abwechslungsreicher Reggae-, Dancehall- und HipHop-Tunes, wie sie im Buche stehen. Höhepunkt des Abend aber bleibt wohl Nosliws eingängigster Song, eine Ode an die schönste Nebensache der Welt: die Musik! „Du warst schon lange da und du wirst immer sein, solang die Luft deinen Schall trägt. Du bist das Bindeglied das alle Welt vereint, was uns den Schutz und Halt gibt. Du nimmst mir das Gewicht in harten Zeiten, hilfst mir meine Horizonte stetig zu erweitern. Du bringst mich wieder runter oder kickst mich wieder rauf. Ja, ich kann sagen, dass ich dich zum Überleben brauch! Eines der größten Geschenke, doch ich geb’ dich gerne weiter, weil ich weiß, dass du immer bei mir bleibst, yah!“</p>
<p><strong>Anna Pakosch</strong></p>
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		<title>tobias klug: bass-spielereien, konzertlokal kanapee</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 08:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[klassisches]]></category>
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		<description><![CDATA[„Der deutsche Kontrabass, wo steht er heute?“ Das ist die Eingangsfrage und Gegenstand einer ebenso unterhaltsamen wie inhaltsreichen Lehrstunde des Musikkabarettisten Tobias Klug.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7218.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11630" title="46-89_Stadtkind_Mai_11_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/46-89_Stadtkind_Mai_11_7218-267x300.jpg" alt="" width="267" height="300" /></a>„Der deutsche Kontrabass, wo steht er heute?“ Das ist die Eingangsfrage und Gegenstand einer ebenso unterhaltsamen wie inhaltsreichen Lehrstunde des Musikkabarettisten Tobias Klug. Für die Kanapee-„Schüler“ steht das Instrument heute Abend eindeutig im Mittelpunkt. Im schwarzen Anzug, mit weißem Hemd und silbergrauer Krawatte betritt Klug die Bühne und betreibt knackiges Marketing für seinen hölzern-bäuchigen Freund. Umweltfreundlich, biologisch abbaubar und weiblich geschwungen sei er, außerdem habe das Instrument den Elch-Test mit Bravour bestanden: „Beim Vorspiel fiel der Elch nach drei Takten um.“ Damit hat er die Publikumslacher auf seiner Seite. Was folgt sind Klassik und Komik im Einklang: 90 geballte Minuten voller Sprachwitz, Tempo und Politik-Satire, musikalisch angereichert durch Swing, Jazz, Blues, Klassik, Evergreens sowie eigene Kompositionen und Texte von Christian Morgenstern und Erich Kästner.</p>
<p>Los geht’s mit einer Adaption des Volksliedes „Wenn ich ein Vöglein wär“, bei der der Dresdener gleich mal verdeutlicht, was für ein virtuoser Musiker in ihm steckt. Bei seiner Komposition „Im Sägewerk für drei Kontrabässe“ schaltet er begleitende, musikalische Aufnahmen seiner Frau und seiner beiden Töchter per Fußhebel aus dem Off zu. Zeitweilig kommt sogar romantische Stimmung auf, die wunderbar mit dem edlen und farblich abgestimmten Interieur des Kanapees harmoniert. Leidenschaft und Kraft zeigt der klassische Kontrabassist, wenn er bei Schumanns „Wildem Reiter“ seinen Bass schlichtweg als Schaukelpferd oder als Gitarre zupft – eine Haltung, die bedauerlicherweise „vom Orchester aufgegeben wurde“, wie Klug betont. Es folgt die dritte Strophe von Mozarts „Liebes Mädchen“. Das Opus, das „lange Zeit auf dem Index des Köchelverzeichnisses stand“ hat der Musiker persönlich wiederentdeckt und gibt nun das Lied rund um das Liebesspiel in angemessenem Mozart-Ton zum Besten. Gekonnte Pointen und skurrile Einlagen runden die abwechslungsreiche Bühnenshow ab. Dabei bedient Klug jegliches Repertoire zwischen Köchel- und „Knöchelverzeichnis“. Je später der Abend, desto fröhlicher die Schüler. Klug selbst weiß, dass in diesem Zustand kleine Missgeschicke passieren können und entlarvt das Geheimnis rund um die „Kleine Nachtmusik“: „Das singen die Musiker, wenn sie angeheitert nach Hause kommen!“ Weiter geht’s mit der Musik-Collage „Heimatbild mit Naturwunder“, bei der er mit einem Flageolett und wechselnden Akzenten (bayerisch, britisch, sächsisch) brilliert. Dabei überträgt er jegliche Dramatik in seine Mimik: Die weit geöffneten Augen sind seine clownesken Instrumente. Überhaupt erinnert er mit seiner mitunter gewollt-unbeholfenen Gestik und dem haarigen Oberlippenschmuck verdächtig an Charly Chaplin.</p>
<p>Zum Schluss kommen die mehr als 25 Jahre Bühnenerfahrung Klugs zum Tragen: Bei den Up-Tempo-Klängen von „Tiko, Tiko“ lautet „Hüpfsprung mit Hüftschwung“ seine Devise. Neben der Persiflage auf die zeitgenössische Musik darf auch eine Erinnerung an den bedeutenden Komponisten Hans Eisler nicht fehlen, humorvoll angereichert durch das Brecht-Lied „Mutter Beimlein“. Ein Highlight aber ist auch die eigene Vertonung von Beethovens „Freude schöner Götterfunken“, die mit „Heilig ist die Unterhose“ praktische Gebrauchstipps beinhaltet. Lediglich an den frauenverletzenden Anspielungen sollte er ein wenig arbeiten. Die Gesichter der anwesenden Gäste ließen das erkennen. Übrigens: Für sein Bühnenprogramm erhielt Klug 1998 den Rotary-Kunstförderpreis seiner Wahlheimat Landsberg am Lech. Dass er Musikkabarettist geworden ist, verdankt er seinem Kabarett-Vorbild Franz Hohler aus der Schweiz, der sich selbst zum Cello begleitet. Auch Klug steht quasi als „Ich-Orchester“ auf der Bühne. Eine Anregung der Agentur für Arbeit, arbeitslose Orchestermusiker wieder zu Lohn und Brot zu bringen. Lehrstunde geglückt: Der Auftrag, die Schüler von der wahren Größe der Randerscheinung Kontrabass zu überzeugen, ist in jedem Fall gelungen. Nachsitzen erwünscht!</p>
<p><strong>Anna Pakosch</strong></p>
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		<title>beatsteaks, awd-hall</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 16:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[hauskritik]]></category>
		<category><![CDATA[2011-04]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beatsteaks-Konzert ist wie ein schweißtreibender Fat-Burner-Kurs im Sportstudio. Einfach mal die Sau rauslassen! Punkt 21 Uhr fährt eine gigantische Vinylplatte die Bühnenleinwand hoch und Arnim Teutoburg-Weiß (Gesang, Rhythmus-Gitarre), Bernd Kurtzke (Lead-Gitarre, Hintergrundgesang), Peter Baumann (Rhythmus-Gitarre), Thomas Götz (Schlagzeug, Hintergrundgesang) und Torsten Scholz (E-Bass) stürmen die ausverkaufte AWD-Hall. Die Stimmung auf und vor der Bühne ist bombastisch und bereits beim Opener „Atomic Love“ wird wild gepogt und abgespackt.</p>
<p>Im schwarzweißen Streifenshirt und mit Hut flitzt Arnim wie eine brennende Hummel mit Vollgas über die Bühne. Sein verschwitztes Shirt wird er an diesem Abend noch ganze fünf Mal wechseln. „Hannover hat 600.000 Einwohner, die geilsten und best aussehendsten 6.000 sind heute Abend hier!“ Und die Menge jubelt den Jungs so zu wie den Hannover 96-Spielern beim jüngsten Sieg gegen die Bayern im heimischen Stadion.</p>
<p>Bierbecher, Wasserflaschen und aufgeblasene Kondome fliegen durch den Inneraum. Bei „Milk &amp; Honey“ lässt der Frontman seine Lenden kreisen und bringt das weibliche Publikum in Rage. Auch die harten Jungs werden umsorgt: „Sind hier einige Punker unter euch?“ Da Turbostaat als Vorband ausfiel, übernehmen jetzt die Beatsteaks diesen Part. Arnim greift zur Gitarre, Thomas verprügelt sein Schlagzeug und Bernd schreit sich bei dem Turbostaat-Klopper „Frieda Und Die Tauben“ die Punkerseele aus dem Leib. Als bei Arnim kurzfristig die E-Gitarre ausfällt, animiert er die Leute den Beatles-Klassiker „Hey Jude“ zu schmettern, während er sein Instrument wieder zum Laufen bringt. Es soll nicht das letzte Cover des Auftritts gewesen sein.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011_722.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11168" title="beatsteaks" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011_722-291x300.jpg" alt="" width="291" height="300" /></a>Text-unsicherheiten gibt’s lediglich auf der Publikumsseite bei den Titeln „Under A Clear Blue Sky“ und „Boombox“ vom aktuellen, gleichnamigen Album. Der Sound ist weniger alternative-punkig als seine Vorgänger, dafür umso reggaemäßiger und poppiger durchgespült. Aber auch die Jungs von Beatsteaks dürfen sich dem Kommerz in die Arme werfen und ans Geld verdienen denken. Der Großteil der Fans stört sich daran jedenfalls nicht: We don’t care as long as you sing! Weiter geht’s mit „Big Attack“, „Cut Off The Top“ und „Jane Became Insane“ – Arnim wie immer in hyperaktiver Bewegung, reizt das Potenzial der Bühne aus, läuft von einem Ende zum nächsten und wagt einen Sprung ins Publikum! Wie ein Stück Seife gleitet er über einige der 12.000 rettenden Hände. Bei „Hello Joe“ sind die Fans dann vollkommen außer sich. Die Wangen glühen, die Luft ist stickig, heiß und säuerlich angereichert vom Tanzschweiß – das ist purer Rock’n’Roll!</p>
<p>Dann wird es dunkel und das Scheinwerferlicht fällt nur auf Alleinunterhalter Arnim und sein Keyboard: „Man kann mich ja auch für Hochzeiten buchen“, grinst er und gibt Paul Ankas Schmachtfetzen „Put Your Hand On My Shoulder“ zum Besten. Das Ding kann noch ganz andere, tolle Sachen und entführt das Publikum auf eine Zeitreise durch die Popmusik: Chemical Brothers, The White Stripes und sogar Daft Punk werden angerissen. Dabei tanzt der Leadsänger technomäßig wie ein galoppierender Hengst auf der Stelle. Wird Arnim niemals heiser? Jetzt heißt es noch einmal sammeln: Bei der Interpretation von „Let Me In“ und „Summer“, den Titeln die die Beatsteaks erst berühmt machten, werden die Fans Zeugen der geballten 15-jährigen Bandgeschichte.</p>
<p>Die Zeit vergeht wie im Sturzflug. Mit dem Rausschmeißer „I Don’t Care As Long As You Sing“ in Überlänge und einer Lobeshymne auf die hannoverschen Musiker von den Scorpions ziehen die Jungs in den wohl verdienten Feierabend. Um die Bühnenpräsenz in ihrer Vollkommenheit zu erfassen, fehlt es der deutschen Sprache an euphorischen Kraftausdrücken: explosiv, atemberaubend, berauschend, energetisch. Was für ein Fest!</p>
<p><strong>Text: Anna Pakosch, Foto: Holger Bücker<br />
</strong></p>
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		<title>anajo, faust</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 16:23:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2011-04]]></category>

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		<description><![CDATA[Spätestens seit dem Bundesvision Song Contest 2007 haben sich Anajo in der bunten Welt der Popmusik und Festivals etabliert. Im März stellten Anajo ihr frischgepresstes, drittes Studioalbum „Drei“ in der Faust vor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spätestens seit dem Bundesvision Song Contest 2007 haben sich Anajo in der bunten Welt der Popmusik und Festivals etabliert. Dafür hat sie die bayerische Regierung höchstpersönlich mit dem Musiklöwen für die beste bayerische Indieband ausgezeichnet. Im März stellten Anajo ihr frischgepresstes, drittes Studioalbum „Drei“ in der Faust vor.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011_721.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11165" title="anajo" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011_721-288x300.jpg" alt="" width="288" height="300" /></a>Leicht verspätet, wie es sich für eine anständige Band gehört, erscheinen die Bandmitglieder Michael Schmidt am Bass und Keyboard, Ingolf Nössner am Schlagzeug und Leadsänger plus Gitarrist Oliver Gottwald auf der Bühne, umgeben von mit Weihrauch angereicherten Nebelschwaden. Anfangs noch etwas zurückhaltend, eröffnen die drei Augsburger mit dem Titel „Meine Wege“ den Abend. Doch schon bei „Schattenkabinett“ ist von dem katholischen Weihrauchduft nichts mehr zu merken: Die Musiker sind voll in ihrem Element und verwöhnen das Publikum rund zwei Stunden lang mit Uptempo-Nummern vom Feinsten. Sie singen über „aufgewärmte“ Liebe, Homosexualität oder subtile Alltagssituationen. „Kein Platz mehr“ handelt vom traurigen Tod des Rock’n’Roll, nur, um sich kurz darauf selbst mit den eigenen Waffen zu schlagen und die eigene „Mädchenmusik“ durch den Kakao zu ziehen. Die Texte sind witzig, skurril und angenehm durchgeknallt. Aber stets so, dass man anschließend noch immer gelassen durch die Welt schlendern kann, selbst wenn es mal etwas trauriger zugeht. Ein Mix aus Pop-, leichten Rock- und Indiemelodien – zeitweilig angereichert mit klassischen Orgelklängen. Sogar eine Prise Electro und Punk sind bei einigen Titeln am Rande zu vernehmen, wenn auch stets mit Handbremse gespielt. Alles in allem leichte, geschmackvolle, wenn auch nicht ganz innovative Musikarrangements.</p>
<p>In ihrer sympathischen, natürlichen und bescheidenen Art erinnern die Musiker von Anajo irgendwie an frühere Auftritte der Sportfreunde Stiller oder von Virginia Jetzt! Genauso liebenswert sind sie allemal: Olivers komödiantische Moderation durch den Abend erinnert ein bisschen an den Nightwash-Moderator Klaus-Jürgen Deuser. So charmant wie er die Songs ankündigt, stets mit einem Augenzwinkern, ist es fast unmöglich, sich seinem Bann zu entziehen. Schade nur für all die weiblichen Gäste, dass er, wie auch seine Songtexte belegen, auf Männer steht. Die Stimmung ist dennoch, oder vielleicht genau deswegen, gut, ja irgendwie magisch. Die Band flirtet gekonnt mit dem Publikum und verwöhnt die Hannoveraner mit Stadt-Komplimenten. Dabei schadet die kurzfristige Verlegung des Konzerts ins Mephisto der Show überhaupt nicht. Im Gegenteil: Anajo sind die netten Jungs von nebenan, sorgen durch ihren ungekünstelten Auftritt im kleineren Etablissement für eine besondere Publikumsatmosphäre und klingen authentischer als auf ihren bisher drei veröffentlichten Studioalben.</p>
<p>Übrigens: Der Bandname ist rein zufällig entstanden: Alle drei Musiker sind passionierte Bud-Spencer- und Terrence-Hill-Fans. Während des gemeinsamen Fernsehens auf einem defekten TV-Gerät, bei dem Teile des Bilds abgeschnitten wurden, war von dem Spielfilm-Klassiker „Banana Joe“ nur noch „ana Jo“ zu lesen. Für Oliver, Michael und Ingolf wohl ein Wink des Schicksals. Schnell einigte man sich auf den magischen Bandnamen.</p>
<p>Zum Ende hin gibt es für die heimischen Stadtkinder noch einen ganz besonderen Leckerbissen vom aktuellen Album: Anajos vom Titel her stark an die R.E.M.-Version erinnerndes „Mann auf dem Mond“. Umso überraschender ist der Acid-Rock-Einschlag, der beinahe einem psychedelischen Jefferson-Airplane-Remake der 60er Jahre ähnelt. Mit diesem perfekter Ausklang entlassen Anajo die recht jungen Konzertbesucher mit einem Lächeln auf den Lippen in die nicht mehr ganz so junge Nacht.</p>
<p><strong>Lotta Caspers</strong></p>
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		<title>treibhaus</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 10:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[bandporträt]]></category>
		<category><![CDATA[2011-04]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie sehen schon ganz schön fies aus: Curt Doernberg (Gesang), Martin Blankenburg (Gitarre), Klaus Alberti (E-Bass) und Michael Wolpers (Schlagzeug) heißen die Bandmitglieder von Treibhaus, und sie sind wild tätowiert, kahl rasiert, markant definiert und tierisch durchtrainiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011_726.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11408" title="56-89_April_SK_2011_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011_726-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a>Sie sehen schon ganz schön fies aus: Curt Doernberg (Gesang), Martin Blankenburg (Gitarre), Klaus Alberti (E-Bass) und Michael Wolpers (Schlagzeug) heißen die Bandmitglieder von Treibhaus, und sie sind wild tätowiert, kahl rasiert, markant definiert und tierisch durchtrainiert. Tatsächlich ist die hannoversche Combo, die im Bereich Neue Deutsche Härte anzusiedeln ist und sich stilistisch in etwa an Rammstein oder Eisbrecher orientiert, eine Art Konzeptband. Musik, Erscheinungsbild und Plattencover sind bestens aufeinander abgestimmt.</p>
<p>Die visuelle und akustische Verschmelzung liegt dem Frontman und Songwriter der Band, Curt Doernberg, besonders am Herzen. Als ehemaliger Schlagzeuger diverser kleinerer Formationen, entschied er sich 2004 eine eigene Band zu gründen. Bereits ein Jahr später erschien das Treibhaus-Debüt „Unsterblich“ unter Doernbergs Label „Kneeve Records“ und dem Co-Label „Danse Macabre“. Die Eigenproduktion war und ist insofern von Vorteil, als dass Treibhaus bis heute absolut unabhängig sind und keiner musikalischen oder textlichen Zensur unterliegen.</p>
<p>Es folgten weitere Alben, beim Debüt noch mit der Sängerin Kai Rudat am Mikrofon, die zuvor bei Welle:Erdball mitgewirkt hatte, doch schon beim Nachfolger „Feindbild“ nahm Produzent und Sänger Curt Doernberg dann das Zepter endgültig selbst in die Hand. Der Erfolg gab ihm Recht: „Feindbild“ stieg 2006 von Null auf Platz zehn der Deutschen Alternativ-Charts ein und erntete zahlreiche positive Reaktionen in den Medien.</p>
<p>Damit wurde das Quartett zum Selbstläufer: Kaum war das erste Video „Maschinen“ im Kasten, wurde der Horrorfilmproduzent Michael Effenberger auf die Band aufmerksam und integrierte das Video in seinen Zombiefilm „Infekt“ (2007). Nach der Veröffentlichung des dritten Studioalbums „Alarmstufe Rot“, auf dem Treibhaus unter anderem mit einer Neuinterpretation des Kinderlieds „Pippi Langstrumpf“ überraschten, fasste die Band sogar in der Werbebranche Fuß: Im Frühjahr 2009 wurden der Song „Lauf“ von Focus Money für einen TV-Werbespot und der Song „Maschinen“ für die „Germany’s  Next Topmodel“-DVD 2009 lizensiert.</p>
<p>Im gleichen Jahr feierten Treibhaus das fünfjährige Bestehen und bedankten sich bei allen Fans mit dem limitierten Livealbum „Treibhaus live in Hannover“.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011-2_721.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11409" title="56-89_April_SK_2011-2_72" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/05/56-89_April_SK_2011-2_721-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Einst im Genre Elektro, Metal und Industrialrock beheimatet, erweiterten Treibhaus mit jedem veröffentlichten Album ihr musikalisches Spektrum. Spätestens seit ihrem aktuellen Studioalbum „Alphatier“ (2011) ist die Band nun auch im Bereich Gothic zu Hause. Die Einflüsse aus dem Bereich EBM sind unverkennbar.</p>
<p>Ähnlich dem Stil ihrer Vorgänger fügen sich neue Titel wie „Tanz der Teufel“, „Wahrheit tut weh“ oder „Helden von gestern“ in das typische Treibhaus-Konzept ein, klingen aber wesentlich reifer und persönlicher. „Alphatier“ ist der ganze Stolz von Curt Doernberg, dem Perfektionisten: Fast alle Instrumente auf dem Album hat er selbst eingespielt und in seinem Tonstudio Schall und Rauch Soundstudios aufgenommen, gemischt und gemastert. Das Cover-Artwork, das an Originalschauplätzen im ehemaligen Gefängnis S-21 in Kambodscha und Syrien geschossen wurde, rundet das vierte Studioalbum visuell ab. Dabei haben alle Treibhaus-Songs eins gemeinsam: sie sind treibend und schnell, aber dennoch kontrolliert und melodisch. Der Aufbau der einzelnen Lieder ist überschaubar und erinnert an das Schema aggressiver Popsongs, was die Musik für viele unterschiedliche Hörer zugänglich macht. Treibhaus hat für alle was auf die Ohren, wie man der Website entnehmen kann: „Liebst du Treibhaus, schenk sie deinen Freunden, hasst du sie, schenk sie deinen Feinden.“</p>
<p><strong>Lotta Caspers</strong></p>
<p><strong>Fotos: Frederic Bozada</strong></p>
<p>Weitere Infos unter www.treibhaus-sound.de oder unter www.myspace.de/treibhaus!</p>
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		<title>die bewegte chornacht, pavillon</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 16:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[hauskritik]]></category>
		<category><![CDATA[2011-03]]></category>

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		<description><![CDATA[Highlight des Abends blieb für uns aber die Chorleiterin selbst. In ihrem kleinen Schwarzen, mit filigranen Tanzeinlagen und einem bezaubernen Lächeln blieb Ilka der Hingucker!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Die-bewegte-Chornacht.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10289" title="Die bewegte Chornacht" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Die-bewegte-Chornacht-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> „Willkommen auf unserer Baustelle!“ Unter diesem Motto hat der Pavillon im vergangenen Monat zur bewegten Chornacht eingeladen. Nach dem überaus erfolgreichen „Kleinen Festival mit Ilkas Chören“ 2009 im Freizeitheim Döhren ließ der Erfolg auch jetzt nicht lang auf die insgesamt 96 Hobbysänger und -sängerinnen warten. Vor ausverkauftem Haus und einer ansprechenden Bühnendeko führten die sechs Freizeitchöre unter der Leitung von Ilka Lehnort und Holger Kirleis am Flügel durch einen bewegten Abend mit flippigen Performances. Abdeckplanen, Baustellenschilder, Baugerüste – die Bühnendeko diente gleichzeitig als Statement: „Humorlose Perfektionisten haben bei uns nichts verloren.“ Hier ging es nicht um Perfektion, sondern um den Spaß an der Sache und um das Spiel mit der Stimme.</p>
<p>Eingeleitet wurde die Veranstaltung vom Männerchor Figaros Rache – selbstverständlich im Blaumann – mit dem feurigen Queen-Cover „We Will Rock You“. Dazu hatte die älteste Boygroup Hannovers, als die sich Figaros Rache gern bezeichnet, eine passende Choreografie parat: Folienrascheln und Hammerklopfen auf Farbeimern, was ihnen schallendes Gelächter einbrachte. Und natürlich durfte auf einer Baustelle eine waschechte Rauferei zwischen Kerlen nicht fehlen. Dazu passte das Ärzte-Cover „Schrei nach Liebe“! Danach gaben die betagten Herren aber wieder brav Goethes „Zauberberg“ zum Besten – eine ordentliche Portion Kreativität, gepaart mit einem großzügigen Schuss Selbstironie – so konnte es weitergehen. Schließlich kam auch die weibliche Power zum Zug: Der Chor daChor, eine farbenfroh gekleidete Damentruppe mit Perücken, Stola und farbigen Strumpfhosen, schmetterte deutschsprachige Songs wie „Deine blauen Augen“ und „Bei mir bist du schön“ und setzte damit auf schrägen, weiblichen Charme – hier nahm man sich gern selbst auf die Schippe. Auch für die Kauleiste gab es akkustische Appetizer: Delira famosa con tacte – das Kuschel-Ensemble aus der Bürgerschule – präsentierte ein stimmsinnliches Drei-Gänge-Menü inklusive Zitrusfrüchte-Hüte. Als Vorspeise wurden verschiedene, undefinierbare Laute ins Publikum „gereicht“. Der Hauptgang bestach mit Variationen bewegter Lenden zwischen Stillstand und völliger Verdrehtheit zum Beatles-Klassiker „Eight Days Days A Week“. Zum Dessert naschte das Publikum die zähneknirschend-süße Schmonzette „When I Fall In Love“.</p>
<p>Kurze Performances in bunter Reihenfolge, in denen sich die Laienchöre abwechselten oder immer mal wieder untereinander formierten, sorgten für Bewegung und Dynamik im Programmablauf. Der heimliche Favorit des Abend aber blieb der kabarettreife Auftritt des KSD-Chors. Der „Kommunale Singdienst Hannover“, der nach eigenen Angaben im Berufsalltag im engen, muffigen Amtsstuben zwischen staubigen Aktendeckeln sein Dasein fristet, lehrte das Publikum, wie man sich vor Depressionen schützt: „Das Leben kann so bunt sein (Pause) – wenn man beim KSD arbeitet (rhetorische Pause) – sieht’s ganz anders aus!“ Um dem Druck standzuhalten, setzten die taffen Damen im Berufsalltag auf drei Säulen: „Heimatpflege“, „Heimpflege“ und „Körperpflege“. Einmal pro Woche lassen die Mädels im Dirndl, Försterdress oder im piekfeinen Bürokostüm so richtig die Sau raus. Dazu wird die selbstkomponierte „Ode an Hannover“ gerappt und durch ein hartes „Bauch-Beine-Po“-Training visuell unterstützt. Ob die Showgirls-Tanzeinlagen zu AC/DCs „Highway To Hell“ aufgrund der physisch-unüberbrückbaren Body-Differenzen scheiterten oder Teil des selbstironischen Spektakels waren, ist uns bis heute nicht bekannt. Abgerundet wurde die bewegte Chornacht mit einem Live-Act. Mp6, Ilkas powervolle Girlgroup, animierte am Ende der Show im kleinen Saal zum Tanzen – und das alles A-Cappella zur Musik von Aretha Franklin bis Gossip. Alles in allem ein fast kabarettreifer Abend mit Höhen und Tiefen, in dem die Laienchöre aus ihrem Status kein Geheimnis machten. Highlight des Abends blieb für uns aber die Chorleiterin selbst. In ihrem kleinen Schwarzen, mit filigranen Tanzeinlagen und einem bezaubernen Lächeln blieb Ilka der Hingucker!</p>
<p><strong>Lotta Caspers</strong></p>
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		<title>transmitter</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 10:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[bandporträt]]></category>
		<category><![CDATA[2011-03]]></category>

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		<description><![CDATA[„Welche Genres wir in unserer Musik verarbeiten? Die Frage ist wohl eher: welche nicht?“ Grob kann man Transmitter dem Genre Alternative/Electronica zuordnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Electro, Big Beat, Hip Hop, Industrial, Rock. „Welche Genres wir in unserer Musik verarbeiten? Die Frage ist wohl eher: welche nicht?“ Grob kann man Transmitter dem Genre Alternative/Electronica zuordnen. Eines der Erfolgsrezepte der auch international erfolgreichen Band aus Hannover ist jedoch, dass sie sich aus jedem Musikbereich das nimmt, was ihr gefällt. Als eine der ersten Gruppen kreuzte sie ganz selbstverständlich Electro mit E-Gitarren: Hauptsache „die Energie stimmt“!</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Transmitter.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10241" title="Transmitter" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2011/03/Transmitter-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Transmitter, das sind Produzent Mo Heidrich, Sänger Jeff Ogle, Schlagzeuger Stefan Bielesch und VJ Ti Schimschal (v. l.). Einen Visual Jockey besitzt nicht jede Band, bei Transmitter ist er allerdings fester Bestandteil: „Wir benutzen die Visuals wie ein Instrument.“ Bei allen Liveauftritten sorgt der VJ mit Grafiken, Schriftzeichen und Videos auf der Background-Leinwand dafür, dass die treibende Musik von Transmitter zu einem musikalischem Showspektakel expandiert. Visuell soll die gleiche energetische Intensität ausgedrückt werden wie musikalisch.</p>
<p>Doch obwohl Transmitter so viel Wert auf eine große Bühnenshow legen, bevorzugen sie minimalen Abstand zum Publikum. „Wir spielen lieber in einem kleinen, stickigen Club, als auf einer großen Bühne. Man ist dem Publikum viel näher, kann mit den Zuschauern interagieren und ihre Reaktionen mitbekommen.“ Einen der besten Gigs hatten Transmitter, als sie in einem Club gespielt haben, der gar keine Bühne besaß.</p>
<p>Gab es noch andere ungewöhnliche Gigs in der Laufbahn von Transmitter? Ja – ein Gig, der leider negativ in Erinnerung blieb und Transmitter fast zur Weißglut brachte, fand natürlich auf einer großen Bühne statt: „Der Auftritt auf dem E-Lake Festival. Es sollte einer der größten Gigs werden, die wir je gespielt haben. Doch dann haben</p>
<p>Seeed aufgrund von nicht enden wollenden Zugaberufen überzogen. Als wir auf die Bühne kamen, wurden wir kurze Zeit später von der Polizei wieder heruntergeholt. Die Zeit war abgelaufen.“ Auch die Fans konnten es nicht fassen und schimpften, aber es half alles nichts. Zum Glück stehen solchen Gigs sehr viele andere gegenüber, bei denen es wie gewünscht läuft und bei denen die Atmosphäre stimmt. Da Transmitter so intensiv genreübergreifend arbeiten, erleben sie immer wieder, wie sie bei ihren Auftritten Menschen überzeugen können, die eigentlich aus ganz anderen Musikrichtungen kommen.</p>
<p>Wie hat sich Transmitter in den letzten Jahren entwickelt? „Früher war unsere Musik eher tracklastig. Heute schreiben wir keine Songs mehr. Wir schreiben Alben.“ Bevor sie sich dem musikalischem Part widmen, wird ein Thema festgelegt und ein lyrisches Konzept entwickelt. Das zieht sich dann wie ein roter Faden durch das Album. „Wichtig ist, dass die Atmosphäre stimmt.“ Es entstehen Teile, die dann wie bei einem Puzzle zusammengesteckt werden und demnach isoliert nicht richtig zu begreifen sind. Deswegen solle man das Album von vorne nach hinten hören. Und was ist, wenn man einen Lieblingssong hat, zum Beispiel „Never Mess“, den fünften Track des aktuellen Albums „Overloader“ und sich nur diesen anhören will? „Das ist nicht erlaubt“, sagen die vier mit einem ironischen Lächeln. „Jeder Song kann natürlich auch für sich stehen“, lenken sie ein. Aber das Gesamtwerk sei eben nur richtig zu verstehen, wenn man alle Stücke hört.</p>
<p>Wie wird es weitergehen? Die neue Single „Kick and Rush“ wird voraussichtlich im April herausgekommen. „Ein Video dazu wird es auf jeden Fall auch geben. Aber da wollen wir noch nicht zu viel verraten.“</p>
<p>Der nächster Gig: Transmitter treten am 11.03. um 21 Uhr mit Psyche (Electro aus Kanada) als Support von DAF im MusikZentrum auf. Bis dahin freuen sich Transmitter über Facebook-Nachrichten von euch: www.facebook.com/ TRANSMITTERbackstage. Ihr könnt auch die offizielle Website unter www.TRANSMITTERmusic.de besuchen. Achtung! Stadtkind verlost zwei Transmitter-T-Shirts. Einfach eine E-Mail mit Größe und dem Stichwort „Transmitter“ an redaktion@stadtkind-hannover und vielleicht gewinnen. Viel Glück!</p>
<p><strong>JK</strong></p>
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