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	<title>STADTKIND - hannovermagazin &#187; leben neben</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
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		<title>mountainbiken für frauen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 22:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2010-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Angst, liebe Herren, dieser Verein richtet sich nicht gegen euch. Er ist einfach nur für Frauen gemacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist eigentlich ein Phänomen, dieser Mensch, der einem bei längeren Fahrradtouren begegnet: Er ist der typische Hummeltyp, also deutlich untersetzt, kurze Stumpenbeine und roter Kopf. Auf seinem Drahtesel sitzt er leicht nach vorn gebeugt, sein massiger Bauch zwingt ihn ins Hohlkreuz. Stark schnaubend bewegt sich diese Gattung Radfahrer vorwärts.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/Für-Frauen_72.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8402" title="Bienen vs Hummeln" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/Für-Frauen_72-300x258.jpg" alt="" width="300" height="258" /></a>Und dazu gesellt sich Phänomen Nummer Zwei: In einem Abstand von circa zwei Metern fährt eine Dame, die von ihm mehr oder weniger liebevoll „Frauchen“ genannt wird. Sie hat eine Frisur, der kein Fahrtwind, keine Regenschauer oder zu viel Sonne etwas anhaben kann. In den Modefarben gelb und weiß radelt sie ihrem Ungetüm von Mann hinterher. Dieser erklärt durch Fingerzeige die Umgebung, das Fahrradfahren und das Leben an sich. Eine häufige Fahrradkonstellation von Ehepaaren um die 60.</p>
<p>Jüngere, sportliche Paare fahren nicht auf einem gewöhnlichen Drahtesel, sie nutzten das Mountainbike.</p>
<p>Es wird zwar nicht so viel gestikuliert und erklärt, aber trotzdem wird eine Parallele deutlich: Der Mann fährt nämlich meistens vorneweg. Nach Spaß sieht das häufig nicht aus und zwar für beide. Er muss vielleicht auf sie warten, und sie fühlt sich durch ihn gestresst. Frau kann da leicht die Freude an diesem netten Sport verlieren.</p>
<p>„Wir möchten unseren Mitgliedern die Lust am Mountainbiken vermitteln“, sagt Wiebke Henschel, erste Vorsitzende der ATBienen, des ersten Frauenradsportvereins Hannovers. Keine Angst, liebe Herren, dieser Verein richtet sich nicht gegen euch. Er ist einfach nur für Frauen gemacht. Den Mitgliedern werden nicht nur die Fahrtechniken vermittelt, sondern auch die Fahrradtechnik. „Wir zeigen, wie man sein Sportgerät richtig pflegt, wie man es reparieren kann und wie es funktioniert.“</p>
<p>Bei den ATBienen handelt es sich aber nicht um einen Technikclub, sondern um einen Sportverein. Zweimal wöchentlich wird sich entweder zum Laufen oder Mountainbiken getroffen.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/Mountainbiking_72.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8401" title="Ein paar Frauen im Wald" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/07/Mountainbiking_72-300x259.jpg" alt="" width="270" height="233" /></a>„Den Lauftermin haben wir eingeführt, weil das Wetter so schlecht war, dass wir die Räder nicht nutzen konnten“, so Wiebke Henschel. Ein zweiter Rad-Termin soll im Sommer folgen. Beim Mountainbiken werden die üblichen Ziele – Benther Berg oder der Deister – genutzt.</p>
<p>„Wir machen Touren und üben dann an verschiedenen Stellen, wie man beispielsweise richtig den Berg abfährt.“ Es geht um Fahrsicherheit und das Erweitern des eigenen Könnens. „Unser Angebot richtet sich an alle Frauen, die Lust aufs Mountainbiken haben. Wir sind eine sehr gemischte Gruppe.“</p>
<p>Zusätzlich bieten die ATBienen auch Kurse an, bei denen externe Experten wie die mehrfache Olympiateilnehmerin Regina Marunde die Übungen anleiten. Solche Extras finden an Wochenenden statt, beispielsweise am 4. und 5. September. Hier dürfen nicht nur Vereinsmitglieder mitfahren, sondern auch andere interessierte Frauen.</p>
<p>Komische Blicke von männlichen Kollegen ernteten die Radlerinnen bislang nicht. „Ich glaube, die Herren freuen sich eher über ein paar Frauen im Wald“, lacht Wiebke Henschel. Durch die ATBienen können vielleicht auch bald Paare nebeneinander her fahren und niemand muss mehr auf den anderen warten. Es könnte dann allerdings reichlich eng auf den Mountainbikestrecken werden.<br />
<strong><br />
Christian Lawendel, Foto: Peter Schulz</strong></p>
<p><strong>Weitere Infos unter www.atbienen.de</strong></p>
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		<title>dart</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 22:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2010-05]]></category>

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		<description><![CDATA[Außer mit dem Anfertigen von Klosettdeckeln, beschäftige sich der Junge aus Burslem vor allem mit Dart. [...] Der mittlerweile 50-jährige Taylor ist nun ein gemachter Mann und mehrere Millionen schwer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit seinem leicht schütteren Haar und der hohen Stirn sieht er nicht mehr ganz jung aus. Etwas Bubenhaftes kann er sich aber durch sein Lächeln und die Blumenkohlohren bewahren. Der Oberkörper steckt in einem zu großen Hemd. Ein Klassiker bei Menschen, deren Oberkörper einer Birne gleicht. An den Schultern schlabbern die Ärmel, während der Stoff am Bauch gehörig spannt. Die Unterarme sind tätowiert. Es ist das typische Klischee eines Fernfahrers und eben genau so sieht Phil „The Power“ Taylor aus. Dieser Mann fährt aber keine LKW, sondern ist der wahrscheinlich beste Dartspieler der Welt. Der Engländer wirft seit 1988 Dartpfeile auf die runde Scheibe und ist 15-maliger World Darts Champion.</p>
<p>In Sportbars und ähnlichen Etablissements startete der kleine Phil seine große Karriere. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, verließ er mit 16 Jahren die Schule und wurde Arbeiter in einer Keramik-Manufaktur. Ganze 52 Pfund verdiente er damals in einer Woche. Außer mit dem Anfertigen von Klosettdeckeln, beschäftige sich der Junge aus Burslem vor allem mit Dart. Das Hobby wurde zum Sprungbrett aus dem entbehrungsreichen Leben. Der mittlerweile 50-jährige Taylor ist nun ein gemachter Mann und mehrere Millionen schwer. Eine Geschichte, wie man sie eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt. Aber bitte jetzt nicht weinen. Emotionen sind unangebracht! Dart ist ein Sport der Ruhe und Konzentration, nichts für rührselige und unruhige Zeitgenossen. Wer sich leicht ablenken lässt, braucht sich um höhere taylor’sche Sphären keine Gedanken machen. Die meisten Spielstätten in Hannover sind nämlich Kneipen, also nicht gerade Orte der Ruhe.</p>
<p>Man kann Dart in verschiedenen Varianten spielen. Sie heißen beispielsweise 50, 51, All Fives, Baseball, Blind Killer, Blind Killer reverse, Bullrunde, Check it, Cricket, Double Round the Clock, Elimination, Fuchsjagd, Große 6 oder Hektik. Das ganz normale Standartspiel bietet sich besonders für Anfänger an. Man kann von 301, 501, 701 oder 1001 auf Null Punkte herunterspielen. Das heißt konkret, dass jeder Spieler mit diesen Punkten startet. Auf der Dartscheibe sind verschiedene Flächen, die unterschiedliche Punkte einbringen. Mit Pfeilen wirft der Spieler auf die Scheibe und erzielt seine Punkte. Wer zuerst seinen Punktstand auf Null reduziert hat, ist der Sieger.</p>
<p>Die Flächen, die die hohen Punktzahlen einbringen, sind sehr klein und dementsprechend schwer zu treffen. Um Dart zu spielen, benötigt man also eine gewisse Fingerfertigkeit und ein gutes Auge. Es sind weniger Kraft und Ausdauer (Stichwort: Birnenkörper). Das hat den Vorteil, dass man nicht mit Dreißig schon zum alten Eisen gehört. Phil Taylor ist 1960 geboren und gehört zur absoluten Weltspitze. Die meisten Kneipen haben auch einen Dartautomaten. Das hat den Vorteil, dass man nicht selber mitschreiben muss und sich ganz aufs Spiel konzentrieren kann. Wer aber zu Hause üben möchte, kann sich ab 140 Euro auch schon einen eigenen Automaten kaufen. Pfeile gibt es ab 45 Euro. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Es gibt sogar Online-Shops, bei denen man original Phil-Taylor-Shirts kaufen kann.</p>
<p>Ob man dann genau so gut wirft, wie der große Held, sei einmal dahin gestellt. Um den Look zu imitieren reicht es aber, obwohl das wirklich nicht zu wünschen ist. Mit dem Shirt kann man sich aber vielleicht genau so zielsicher fühlen und das ist doch auch schon mal was.</p>
<p><strong>Christian Lawendel</strong></p>
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		<title>einen drachen steigen lassen</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2010/04/einen-drachen-steigen-lassen/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 22:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2010-04]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Drachen aus dem Rektum einer Dame zu ziehen, hätte sicherlich ein Trauma fürs Leben ausgelöst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Blick aus dem Fenster verheißt nichts Gutes. Grau und regnerisch präsentiert sich die Welt, die wahrscheinlich nie wieder warm wird. Der Blick schweift vom nassen Hannover ins warme Zimmer und verharrt einen Moment auf den Fotoalben, die sich im Regal stapeln. Fotos gucken ist an solchen Tagen genau das Richtige. „Sylt 1989“ steht auf einem rot eingebundenen Buch. Das war der Urlaub, als der kleine Christian zum ersten Mal das Vergnügen hatte, einen Drachen steigen zu lassen. Es war damals ähnlich stürmisch wie Anfang März in Hannover.</p>
<p><a href="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/46-65_Stadtkind_April_10_723.jpg"><img class="size-medium wp-image-6996 alignright" title="Der Herr des Windes" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wp-content/uploads/2010/05/46-65_Stadtkind_April_10_723-300x259.jpg" alt="" width="300" height="259" /></a>Wir waren am Strand. Nur ein Schild verriet, welche Körperpracht sich hier in heißeren Jahreszeiten zur Schau stellt. FKK stand in großen Lettern auf der Holztafel, die an einen Pflock genagelt aus dem feuchten Sand ragte. Mein Bruder und ich hatten keine besondere Lust auf lange Strandspaziergänge und forderten von den Erziehungsbeauftragten mehr Abwechslung. Schließlich waren ja auch wir im Urlaub. Der Drache war ganz neu, gerade erst bei einer dieser völlig überteuerten Buden an der Promenade gekauft. Es war nicht nur eine einfache Raute aus Papier, die man mit einer Schnur gen Himmel schicken konnte. Wir waren damals stolze Besitzer eines Lenkdrachens, das tollste und beste Spielzeug, das man Ende der 1980er an deutschen Stränden finden konnte.</p>
<p>Bei gefühlter Windstärke zwölf war das Auspacken leider nicht ganz so einfach. Zwei quängelnde Jungs taten ihr übriges. Nach einiger Zeit, ein paar unterdrückten Flüchen und drei enttäuschenden Versuchen später, war er fertig. Der Drache sah aus wie ein Tarnkappenbomber, dreieckig, circa 1,50 Meter breit – für ein Kind gigantisch. Die Schnüre waren extrem lang, so kam es mir zumindest vor. Mein großer Bruder war der Auserwählte, der den Jungfernflug steuern durfte. Mit einem Ruck spannte er die Schnüre, jede in einer Hand, machte ein paar Schritte rückwärts und der Wind packte zu. Der Drache schnellte empor. Wahnsinn. Toll. Fantastisch. Mit rausguckender Zungenspitze und starrem Blick lenkte der Erstgeborene sicher den neuen Familienstolz.</p>
<p>Es surrte, wenn der Drache einen Bogen flog, und schien richtig Spaß zu machen. Das bloße Zuschauen verlor schnell seinen Reiz und ich wollte auch mal. Nur widerwillig ließ der große Bruder vom Objekt der Begierde ab und es kam mein großer Moment. Ich stellte mich zwischen seine Arme. Erst die rechte, dann die linke Schnur bekam ich zu fassen. Nun war ich der Herr des Drachens, der Herr des Windes.</p>
<p>Ich wollte auch ein paar Bögen fliegen und zog leicht an der rechten Schnur. Nichts passierte. Nach stärkerem Ziehen flog der Drachen schnell nach rechts, dann nach links. Es surrte, ich versuchte gegenzusteuern, ruderte mit den Armen, zog an den Schnüren. Mein Bruder rief irgendetwas von Vorsicht und anderen Leuten. Ich hatte die Kontrolle über das Ding schon lange nicht mehr. Von einer Böe gepackt, jagte der Drache zu Boden. Kurz vor dem Aufprall änderte er die Richtung und schoss parallel zum Boden in Hüfthöhe auf eine Frau zu, die dem Geschehen den Rücken zugewandt hatte und verträumt aufs Meer hinaus schaute. Die Drachenspitze beendete ihren Flug am jeansbedeckten Hintern der Dame, die die Situation mit einem lauten „Huch“ kommentierte.</p>
<p>„Gott sei Dank war es heute so kalt und alle angezogen“, sagte mein Bruder abends beim Essen. Den Drachen aus dem Rektum einer Dame zu ziehen, hätte sicherlich ein Trauma fürs Leben ausgelöst. Und was lernt man aus dieser Geschichte? Schlechtes Wetter muss nicht immer schlecht sein. Außerdem kann man sich auch in stürmischen Momenten einen schönen sportlichen Tag machen.<br />
<strong><br />
Christian Lawendel</strong></p>
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		<title>handball</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 22:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2010-03]]></category>

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		<description><![CDATA[Es werden Entscheidungen kritisiert und lamentiert, dass ein Heiner Brandt seine helle Freude hätte. Auch wenn es um den Spaß geht, ernst nimmt das hier jeder!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Handball in Hannover bedeutet großer Sport, Bundesliga und Spiele in der AWD-Hall. Der THW Kiel oder die SG Flensburg-Handewitt sind die prominenten Gegner. Handball in Hannover ist aber auch Training am Donnerstagabend in einer Grundschulsporthalle in Stöcken. Hier trainiert einmal in der Woche die dritte Mannschaft des MTV Herrenhausen von 1893.</p>
<p>„Eigentlich trainieren und spielen wir in der Wendlandhalle. Die wird aber gerade umgebaut“, sagt der Trainer Ingo von Bylandt. Auch das ist Handball in Hannover. Wird die eigene Halle umgebaut, muss man sich mit neuen Trainingsbedingungen engagieren. Die Dritte des MTV hat nämlich nur eine Hallenhälfte zur Verfügung. Auf der anderen Seite trainieren die alten Herren des Vereins. „In den beiden Mannschaften spielen aber zum Teil die gleichen Leute. Also passt das auch“, erklärt Ingo von Bylandt.</p>
<p>Die Reserve der Reserve des Männer Turnvereins ist aber keine Riege aus betagten Handballern. Neben Studenten, denen der sportliche Ehrgeiz für höhere Ziele verloren gegangen ist, Spielern, die sich erst seit kurzem für den Handball interessieren,oder einfach Menschen, denen die lockere Art einer dritten Mannschaft gefällt, gehören eben auch ein paar ältere Spieler zum Team.</p>
<p>Auch wenn es Freizeitsport ist, wird das Training ernst genommen. Neben Schnelligkeits-, Konditions- und Wurfeinheiten, findet am Ende ein Trainingsspiel gegen die alten Herren statt. Und es wird ambitioniert geführt. Der Schiri, ein verletzter Spieler, der trotzdem zum Training gekommen ist, pfeift in Jeanshosen nach bestem Wissen. Das reicht offenbar nicht jedem. Es werden Entscheidungen kritisiert und lamentiert, dass ein Heiner Brandt seine helle Freude hätte. Auch wenn es um den Spaß geht, ernst nimmt das hier jeder!</p>
<p>Ein vielleicht spezielles Charakteristikum des MTV ist eine ganz eigene Sprache. Beim Training fallen Worte, die dem Außenstehenden eher fremd sind. „Ey, den musst du richtig reinmameln.“ Was? Wie bitte? „Ja sicher, der im Tor ist doch nicht aus Zucker. Einfach draufmameln.“ Wie ein Insider später berichtete, handelt es sich bei dem Wort „mameln“ um eine eigene Kreation für den bekannteren Begriff „werfen“.</p>
<p>Richtig zu „mameln“ ist gar nicht so einfach. Und genau hier liegt der besondere Wert einer dritten Mannschaft. Beim MTV III darf sich jeder im Handball probieren. „Bei uns kann man die Grundlagen lernen. Wir haben hier beispielsweise jemanden, der erst mit 23 angefangen hat und jetzt zur Mannschaft gehört. Der hat alles neu erlernt“, sagt Ingo von Bylandt nicht ganz ohne Stolz.</p>
<p>Ein wichtiger Teil beim Training einer dritten Mannschaft ist immer die Zeit danach. Beim Duschen und Anziehen werden natürlich die besten und erfolgreichsten Würfe und Treffer diskutiert. Stichwort „mameln“! Die Mannschaft ist aber thematisch so breit aufgestellt, dass sich neben dem Sport auch andere Dinge finden, über die es sich zu reden lohnt. Die Anatomie des Menschen, Pilzerkrankungen oder Berichte über das vergangene Wochenende haben gleichbedeutend ihren Stellenwert. In manchen Monologen finden sich gleich alle drei Themen wieder. Ob das bei den Profis auch so ist?</p>
<p><strong>Christian Lawendel</strong></p>
<p>Weitere Infos unter <a href="http://www.mtv-herrenhausen.de">www.mtv-herrenhausen.de</a>.</p>
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		<title>rodeln</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 22:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wolke</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2010-02]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Rodeln braucht es nicht viel, nur ein bisschen Schnee und einen Hang zum runter fahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Straßen, Bäume und Autos sind mit einer weißen Schicht bedeckt. Tritt man aus dem Haus, knartscht es unter den Füßen, echtes Alpenfeeling. Doch ein Blick in den Geldbeutel lässt alle Träume vom Trip in den winterlichen Süden platzen. Die teure Ski-Ausrüstung ist nicht bezahlbar und doch ist er da, der Traum vom Wintersport. Gerade in Krisenzeiten sollte man sich dann auf Altgedientes verlassen – den guten alten Schlitten. Zum Rodeln braucht es nicht viel, nur ein bisschen Schnee und einen Hang zum runter fahren.</p>
<p>Bei einem Spaziergang durch die vorweihnachtliche Eilenriede, nahe der Lister Meile, kann man einen Topspot des Rodelsports ausfindig machen. Zwischen den Bäumen versteckt, doch durch lautes Kindergejohle leicht zu finden, liegt mitten in Hannover ein schöner Hügel. Zugegeben ist er nicht sehr groß. Dem Quieken der zumeist jungen Abfahrer zu Folge mindert das aber nicht den Spaßfaktor.</p>
<p>Wer jedoch richtige Berge herunterbrettern möchte, sollte in Richtung Harz fahren. Das Torfhaus bietet eigentlich immer super Bedingungen. Snowboarden, Skifahren, Rodeln oder Langlauf sind auf dem Dach Niedersachsens möglich. Hier gibt es für besonders Faule sogar einen Lift, der einen samt Schlitten die Piste wieder hinauf zieht. Profis sparen aber Geld und Zeit und ziehen den Schlitten eigenhändig den Hügel hoch. Das hält warm und gibt ordentlich Beinmuckis.</p>
<p>Wer sich beim Rodeln eine Pause gönnt, erkennt, dass der gute alte Holzschlitten zwar immer noch gerne genutzt wird, mittlerweile aber reichlich Konkurrenzprodukte neben sich dulden muss. Neben den baugleichen Gefährten aus Plastik, scheint der Siegeszug der aufblasbaren Gerätschaften unaufhaltsam eingeleitet zu sein. Ein Qualitätshinweis ist aber an dieser Stelle nützlich. Achtet auf gutes Material! Man stelle sich vor, die Kinder sitzen hinten im Auto, quengeln, wollen endlich raus in den Schnee. Im Anschluss einer nach Kindergefühl viel zu langen Autofahrt, hat man endlich einen Parkplatz gefunden. Der Schlitten ist aufgepustet, nichts steht einem Tag im Schnee mehr im Weg. Die Kinder fiebern der ersten Fahrt entgegen. Doch nach ein paar Metern berührt das Gummigeschoss einen kleinen Stein, nicht sehr groß, aber spitz genug, um diesen Tag zu einer großen Enttäuschung für die lieben Kleinen werden zu lassen. Also vielleicht doch ein bisschen mehr Geld investieren und einen richtigen Schlitten kaufen. Der lässt sich auch besser steuern. Apropros Kinder. Wer sich zum Rodeln zu alt fühlt, findet im eigenen Nachwuchs ein perfekte Legitimation zum Ritt auf dem rasanten Geschoss. „Komm Kevin, ich fahr&#8217; jetzt erstmal allein. Da kannst du mal gucken, wie der Papa das so macht.“ So oder so ähnlich darf man auch mal ungestört fahren.</p>
<p>Rodeln ist grundsätzlich aber nichts für Einzelkämpfer. Gerne werden lange Ketten gebildet, die zwar nicht so schnell sind, dafür aber einen hohen Spaßfaktor bieten. Wichtige Regel: Die Dicken müssen nach hinten. Erstens sorgen sie so für den letzten Schub. Zweitens kann man dann auch sehen, was vor einem auf der Piste passiert und rast nicht im Blindflug den Hügel hinab. Möglich ist aber auch das so genannte „Sandwich.“ Dabei legen sich so viele Leute aufeinander, bis der Unterste rot anläuft. Gerade für eine Gruppe mit hohem Singleanteil ist diese Form des Abfahrens zu empfehlen, Stichwort „Après Rödeln“.</p>
<p><strong>Christian Lawendel</strong></p>
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		<title>radsport</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2009/08/radsport/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 22:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Sender</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2009-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist erstaunlich, was man mit seinem Körper machen kann, an welche Grenzen man ihn bringen kann. Man kann von Hannover nach Hamburg fahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Sommer, ein Sonntag. Die meisten Menschen haben frei, erholen sich von der Arbeit. Man schläft aus, lässt den Tag ruhig angehen. Und weil man die ganze Woche im Büro gesessen hat, denkt man über ein bisschen Bewegung nach. Also holt man den alten Drahtesel hervor, putzt die Spinnweben aus den Speichen und schwingt sich auf den Sattel. Schon nach ein paar Metern merkt man, dass die Reifen ein wenig Luft vertragen könnten. Und man selbst vielleicht ein bisschen Training. Warum also nicht sofort starten mit dem persönlichen Trainingsprogramm?</p>
<p>Auf zum Maschsee. Die Nachbarin kommt auch mit. Und dann dreht man Runde um Runde, die Nachbarin in ihrem blumigen Sommerkleid vorne weg auf ihrem Hollandrad, man selbst klebt an ihrem Hinterrad, aber Tempo 20 lässt irgendwie kein richtiges Rennfeeling aufkommen. Ist das Radsport? Bei der Tour de France sieht das alles doch etwas anders aus. Also stemmt man sich in die Pedale und greift an, überholt die Nachbarin, doch die lässt sich den Angriff nicht gefallen, startet einen Gegenangriff und setzt sich schnell wieder an die Spitze. Das ist schon eher Radsport. Aber leider werden plötzlich die Beine schwer und schließlich überredet man die Gegnerin zu einem kühlen Weizen und verlegt das nächste Training auf den kommenden Sonntag. Nein, das ist kein Radsport.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-4462" title="Radsport" src="/wp-content/uploads/2009/08/radsport_net-300x200.jpg" alt="Radsport" width="300" height="200" />„Wenn man Radsport betreibt, bekommt man eine unglaubliche Ausdauer. Es wird viel trainiert. Es ist erstaunlich, was man mit seinem Körper machen kann, an welche Grenzen man ihn bringen kann. Man kann von Hannover nach Hamburg fahren. Das ist nicht utopisch! Und wenn du so trainiert bist, ist es einfach super, wenn du dich mit anderen Rennfahrern messen kannst“, sagt Jens Ostwaldt, Jugendtrainer und Fahrer beim Hannoverschen Radsport Club. „Das macht den Reiz aus. Den Körper durch Training und die richtige Ernährung zu entwickeln. Natürlich nur durch erlaubte Mittel“, fügt er lächelnd hinzu.</p>
<p>Doping ist leider noch nicht aus dem Radsport verschwunden. Der Nachsatz gehört zum obligatorischen Repertoire im Jugendund Amateurbereich. Die Skandale haben ganz konkrete Folgen für die Vereine. Zu den guten Zeiten von Erik Zabel und Jan Ullrich kamen viele kleine Kinder und wollten Radsportler werden. Heute ist das anders. „Das Thema nervt inzwischen manchmal. Man wird als Radsportler nicht mehr wertfrei gesehen. Es ist ein wichtiges Thema, und wir klären die Jugendlichen auf. Dabei geht es nicht nur um die moralische Ebene. Wir versuchen zu erklären, was Doping mit dem Körper anstellt.“</p>
<p>Echten, sozusagen handgemachten Radsport findet man heute wahrscheinlich nur noch dort, wo Geld keine Rolle spielt. Beim Hannoverschen Radsport Club, dem ältesten in Deutschland, sitzen kleine und große Sportler im Sattel. Im Jugendbereich fahren Jungen und Mädchen zusammen. Leider fehlt es vor allem am weiblichen Nachwuchs. Natürlich werden in den verschiedenen Altersklassen Rennen gefahren. Im Radsport gibt es Lizenzund Hobbyklassen, und seit kurzem sogar „Jedermann-Rennen“. Hier kann jeder mitfahren, der Lust auf ein Kräftemessen und ein wenig Rennatmosphäre hat. Aber man sollte entsprechend ausgerüstet sein, denn Radsport auf dem falschen Rad ist meistens eine schmerzhafte Erfahrung. Für den Einstieg reichen gebrauchte Räder, doch wer fahren möchte wie die Großen, der muss schon ein bisschen Geld in die Hand nehmen. Ein gutes Rad, ein sicherer Helm und die richtige Kleidung erleichtern vieles. Weiße Socken sind übrigens nicht mehr vorgeschrieben, aber immer noch gern gesehen.</p>
<p><strong>Text und Foto: Christian Lawendel</strong></p>
<p><strong>weitere Infos unter: www.hannoverscher-radsport-club.de</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Es gibt ein Leben neben&#8230;Rhythmische Sportgymnastik</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2008/10/es-gibt-ein-leben-nebenrhythmische-sportgymnastik/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 10:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2008-10]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Mädchen läuft seilspringend durch die Halle. „Achtet auf die Körperhaltung“, ruft die Trainerin. „Die Spannung ist wichtig.“ Noch ein paar Sprünge zum Aufwärmen, dann geht das Mädchen schwitzend in den Spagat. Sie dehnt sich für das eigentliche Training. Die Trainerin drückt ein wenig, aber die Dehnung reicht dem Mädchen noch nicht. Mit einem Bein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://skneu.d-1.com/wp-content/uploads/2008/10/2008-10_lebenneben_rhytmsport.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3675" title="2008-10_lebenneben_rhytmsport" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/2008-10_lebenneben_rhytmsport-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" /></a>Ein Mädchen läuft seilspringend durch die Halle. „Achtet auf die Körperhaltung“, ruft die Trainerin. „Die Spannung ist wichtig.“ Noch ein paar Sprünge zum Aufwärmen, dann geht das Mädchen schwitzend in den Spagat. Sie dehnt sich für das eigentliche Training. Die Trainerin drückt ein wenig, aber die Dehnung reicht dem Mädchen noch nicht. Mit einem Bein geht sie auf einen Kasten, das andere liegt auf dem Boden. Was für den Autor dieser Zeilen zu einem Krankenhausaufenthalt führen würde, ist für das Mädchen Teil ihres Sports. Sie macht Rhytmische Sportgymnastik. „Man braucht schon eine gewisse Beweglichkeit. Ohne Training sind diese Übungen nicht möglich“, erklärt Simone Haupt. Sie ist Trainer für Rhythmische Sportgymnastik beim TUS Ricklingen. In dieser Sportart tanzen junge Frauen zur Musik. Kombiniert wird der Tanz mit dem Ball, der Keule oder dem Band. Entscheidend sind die gymnastischen Elemente. Es geht um die Harmonie der Bewegungen. Eine Kür soll einen Fluss der gezeigten Elemente darstellen. Geturnt wird auf einer 13 mal 13 Meter großen Fläche. „Wenn man eine gewisse Fingerfertigkeit hat, man gut mit den Handgeräten umgehen kann, sieht das sehr schön aus.“</p>
<p>Gleichberechtigung wird in dieser Sportart nicht groß geschrieben. Rhythmische Sportgymnastik ist in Deutschland nur den Frauen vorbehalten. Männer dürfen zwar zuschauen, selber aber nicht zum Band greifen. Simone Haupt erklärt sich diesen Zustand am mangelnden Interesse seitens der männlichen Turnerschaft. „In Japan gibt es aber auch einige wenige Männer, die diese Sportart ausüben.“ Die Mädchen starten idealerweise schon sehr jung. Mit 5 oder 6 Jahren fällt es leichter, den Körper in die entsprechenden Dehnungen zu bringen. Das Erlernen der Übungen ist spielerischer. Es gibt aber auch Gymnastinnen, die erst später starten. „Das geht natürlich. Wir haben auch zwei Mädchen, die älter waren, als sie bei uns anfingen. Mit Anfang zwanzig wird es aber schwierig, da dann oft die Zeit für das Training fehlt. Zwei mal sollte man mindestens in der Woche trainieren“, verdeutlicht Simone Haupt.</p>
<p>Disziplin ist eine entscheidende Eigenschaft bei der Rhytmischen Sportgymnastik. Wer nicht bereit ist, seinen Körper an Grenzen zu bringen und regelmäßig zu üben, kann diesen Sport nicht betreiben. Gibt es denn bei diesem Programm eine hohe Verletzungsgefahr? „Man muss es langsam aufbauen. Wenn man das erste Mal kommt, ist natürlich noch nicht so viel möglich, wie nach jahrelangem Training. Es gibt auch Mädchen, die einfach nicht so beweglich sind. Das muss man dann erkennen und Übungen auslassen. Wir sind aber auch nicht auf der höchsten Ebene aktiv.“ Typische Verletzungen sind Bänderdehnungen. „Wenn ein Mädchen nicht aufpasst, kann sie natürlich auch eine Keule auf den Kopf bekommen.“</p>
<p>Gibt es denn ein typisches Klischee über Gymnastinnen? „Wenn ich jemandem erzähle, dass ich Trainerin für Rhythmische Sportgymnastik bin, fällt oft der Begriff &#8216;magere Gummipuppen&#8217;. Bei uns sind aber alle gesund“, lacht Simone Haupt. Ob gesund oder ungesund, schmerzverzerrt sehen die Gesichter der Gymnastinnen nicht aus. Das einzig verzerrte Gesicht in der Halle hat der Besucher, der sich schmerzlich über den eigenen Mangel an Gelenkigkeit bewusst wird.</p>
<p>Weitere Infos unter www.tusricklingen.de<br />
Interview und Foto: Christian Lawendel</p>
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		<title>Es gibt ein Leben neben&#8230;Freizeitfußball</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 14:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2008-11]]></category>

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		<description><![CDATA[Er visiert den Gegner an, noch ein paar Meter, dann hat er ihn. Auf Höhe der Mittellinie abgehoben, setzt er nun zum Senkflug auf des Gegners Beine an. Es knallt. Mit dem linken Bein erwischt er das Kniegelenk des anderen. Der rechte Fuß streift nur den Knöchel und berührt dann doch leicht den Ball. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://skneu.d-1.com/wp-content/uploads/2008/10/lebenneben.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3419" title="lebenneben" src="http://skneu.d-1.com/wp-content/uploads/2008/10/lebenneben.jpg" alt="" width="499" height="664" /></a>Er visiert den Gegner an, noch ein paar Meter, dann hat er ihn. Auf Höhe der Mittellinie abgehoben, setzt er nun zum Senkflug auf des Gegners Beine an. Es knallt. Mit dem linken Bein erwischt er das Kniegelenk des anderen. Der rechte Fuß streift nur den Knöchel und berührt dann doch leicht den Ball. Ein Pfiff ertönt. „Schiri, das war nix“, brüllt der Mann mit dünnen Beinen in kurzen Hosen. „Das war Ball“, fügt er nach kurzer Überlegung hinzu und formt mit beiden Händen und unschuldigem Blick einen imaginären Fußball. „So etwas wollen wir hier nicht sehen, wir spielen doch nur zum Spaß“, sagt der Unparteiische und erntet für diese Weisheit zustimmendes Nicken von den restlichen Sportkameraden.</p>
<p>Spaß ist eine wichtige Komponente im Freizeitfußball. Es geht nicht um Gehälter in Millionenhöhe, um Werbeverträge oder die eigene Gesundheit. Wer etwas verdienen möchte, sollte arbeiten gehen, und wer sich fit halten will, geht Joggen oder Schwimmen. Die Freude am Spiel treibt die Faszinierten auf die Bolzplätze und Hobbyturniere.</p>
<p>Gespielt werden solche Turniere meist auf der Hälfte eines normalen Fußballplatzes. Sechs Feldspieler und ein Torwart treten hier gegeneinander an. Die Mannschaften haben eigentümliche Namen, wie „Torpedo Linden“, „Spoko Schwarze Pumpe“ oder „die letzte Held“. Die Spieldauer beträgt in den meisten Fällen eine Viertelstunde, mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger. Ganz genau nimmt es der Schiedsrichter oftmals nicht, ist er doch kein ausgebildeter Referee, sondern meist ein Spieler einer anderen Turniermannschaft. Jeder darf mitspielen. Frauen und Männer treten gemeinsam gegen das runde Leder, Alte und Junge, Sportliche und Untalentierte. Wichtig ist beim Freizeitfußball aber nicht nur der Sport an sich. Das Geplänkel vor und nach den Spielen ist sogar fast noch wichtiger. Es geht darum, den Gegner schon vor der Partie zu beeindrucken. „Das wird ganz schön schwer für euch. Benni kann heute keiner halten. Der schenkt euch schön welche ein. Jetzt könnt ihr euch ganz warm anziehen!“ Die schonungslose Selbstkritik gehört aber auch dazu. „Wenn wir da quer spielen, ist der drin. Ich sag dir, dann ist der drin! Und bei den Ecken müssen wir enger bei den Leuten stehen.“ Es gibt Mannschaften auf solchen Turnieren, die verbrauchen mehr Energie neben dem Platz, als auf dem Feld.</p>
<p>Die Sprache ist überhaupt eine prägendes Element im Freizeitfußball. Ein gewisses Fachvokabular hat sich durchgesetzt und wird fleißig praktiziert. So werden komplizierte Taktiken im Freizeitfußballjargon einfach zusammengefasst: „Wir spielen jetzt Langholz auf Benni, der pflückt das Ding runter und netzt die Kirsche ein.“ Auch für die Defensivarbeit gibt es klare Ansagen: „Da bleibst du dran und nagst den ab, ruhig auch mal ein bisschen mit dem Körper. Wenn du die Pocke dann hast, spielst du sie, zack, zu mir und ich, zack, zu Klaas und der, zack, zu Benni und fertig ist die Kiste.“<br />
Was sich kompliziert und unverständlich anhört, sollte kein Hindernis sein. Gerade für Neueinsteiger ist der Freizeitfußball ideal. Die meisten Mannschaften nehmen gerne neue Mitglieder auf, einen Jahresbeitrag gibt es nicht, und in den seltensten Fällen muss man sich an feste Trainingszeiten halten. Für die Ausrüstung muss man auch nicht tief in die Geldbörse greifen. Eine kurze Hose und ein T-Shirt reichen völlig aus. Richtige Fußballschuhe trägt auch nicht jeder.</p>
<p>Das Einzige, was man vielleicht gebrauchen könnte, sind Schienbeinschützer. Die helfen zwar nicht bei jeder gegnerischen Attacke, lassen aber zumindest die Beine in den Stutzen sportlicher aussehen.</p>
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		<title>Es gibt ein Leben neben&#8230; Lacrosse</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 11:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2008-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist eigentlich eine nette Idee, Konflikte spielerisch zu lösen. Denn Krieg zu führen dezimiert bekanntlich auf recht unschöne Weise die Bevöl- kerung und ist im Allgemeinen nicht zu befürworten! Die kanadischen Ureinwohner spielten beispielsweise Baggataway, um unter anderem Stammesstreitigkeiten zu klären. Es war aber mehr als nur ein sportliches Messen: Auf Deutsch bedeutet Baggataway [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eigentlich eine nette Idee, Konflikte spielerisch zu lösen. Denn Krieg zu führen dezimiert bekanntlich auf recht unschöne Weise die Bevöl-</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">kerung und ist im Allgemeinen nicht zu befürworten! Die kanadischen Ureinwohner spielten beispielsweise Baggataway, um unter anderem Stammesstreitigkeiten zu klären. Es war aber mehr als nur ein sportliches Messen: Auf Deutsch bedeutet Baggataway „der kleine Bruder des Krieges“. In Deutschland und vor allem dem Mutterland Kanada bekriegt man sich heutzutage unter dem Begriff Lacrosse. Zugegeben, Krieg ist etwas anderes &#8211; ein hartes Spiel ist es trotzdem. Körperbetont ist eine treffende Beschreibung.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Im Lacrosse muss zwischen Damen und Herren unterschieden werden. Die Regeln und die Ausrüstung unterscheiden sich beträchtlich. Das Spiel der Herren ähnelt schon eher „dem kleinen Bruder des Krieges“. Entsprechend besteht die Ausrüstung  aus Helm, Schulter-, Ellenbogenschützer und Handschuhen. Attackiert werden darf der Schläger des ballführenden Spielers. Der Unterarm zählt dabei aber ebenfalls zum Spielgerät, was zu  schmerzhaften Erfahrungen mit der gegnerischen Defensive führen kann. Eine Lacrossemannschaft besteht aus 23 Spielern. Zehn sind ständig auf dem Feld. Zum Torhüter gesellen sich jeweils drei Spieler für die Abwehr, das Mittelfeld und den Angriff. Die Schläger der Abwehrrecken haben eine Länge von 1,80 m. Der Rest begnügt sich mit einem 1 m langen Spielgerät. Gespielt wird vier mal 20 Minuten. Die Damen spielen körperlos, was einen Helm und ähnliche Protektoren unnötig macht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schnell sind aber beide Varianten. Ziel ist es, den ca. 200 Gramm schweren Ball ins gegnerische Tor zu schießen. Das klingt simpel, ist aber mit Kondition und vor allem viel Körpergefühl verbunden. Mit schnellen Pässen versucht man, die Angreifer in eine günstige Schussposition zu bringen, ein schneller Antritt und der richtige Körpereinsatz sind  wichtig. „Die meisten Leute sehen im ersten Moment nur ein großes Durcheinander, wenn sie Lacrosse anschauen und nichts von dem Sport verstehen“, erklärt Ryan Leonhard, Trainer des SC Germania List. Der Kanadier liebt diesen Sport, weil er eben nicht klar und einfach ist. „Du kannst alles machen. Schieß wie du willst. Man hat einfach mehr Möglichkeiten, als bei anderen Sportarten.“ Genaue Schussvorgaben gibt es nicht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Spieler trainieren dreimal in der Woche und investieren auch sonst viel in ihr Hobby. Geld verdienen können sie damit nicht. „These guys are great, really“, stellt Trainer Ryan Leonhard in breitem kanadischen Akzent fest. Durch Teamgeist und die richtige Einstellung steht die Mannschaft auf einem respektablen Mittelfeldplatz in der deutschen Liga. Mit einigen erfahrenen Spielern und ein paar Neulingen ist eigentlich jede Spielstärke beim SC Germania List vertreten. Für</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Interessierte also kein Hindernis. „Natürlich wären Sponsoren toll. Vor allem brauchen wir aber mehr Spieler. Mit einem großen Kader hat man mehr Möglichkeiten“, so  Ryan Leonhard. Deutlich wird dies beim Hamburger Team, das mit zwei Mannschaften die Liga dominiert. Die Damen sind übrigens ein bisschen erfolgreicher als die Herren. Über neue Gesichter freut man sich aber auch hier.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Durch neue Leute sind Macht- und Positionskämpfe innerhalb des Teams dann natürlich unumgänglich. Aber Konkurrenz ist bekanntlich gesund und belebt eine Mannschaft. Bei großen Unstimmigkeiten kann man es ja gleich dem „kleinen Bruder des Krieges“ ausfechten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Text und Foto: Christian Lawendel</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">weitere Infos unter www.halax.de</p>
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		<title>Es gibt ein Leben neben&#8230; Reitsport</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 10:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2008-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Reitsport hat mit vielen Klischees zu kämpfen: Teuer, elitär, nicht immer tierfreundlich, die Reihe ließe sich im Detail bequem weiter fortsetzen. Doch wie so oft bei solchen Klischees, ist auf den zweiten Blick an den meisten Vorurteilen relativ wenig dran. Natürlich ist der Reitsport kein besonders günstiger Zeitvertreib. „Generell ist Reitsport ein kostenträchtiger Sport. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Reitsport hat mit vielen Klischees zu kämpfen: Teuer, elitär, nicht immer tierfreundlich, die Reihe ließe sich im Detail bequem weiter fortsetzen. Doch wie so oft bei solchen Klischees, ist auf den zweiten Blick an den meisten Vorurteilen relativ wenig dran. Natürlich ist der Reitsport kein besonders günstiger Zeitvertreib. „Generell ist Reitsport ein kostenträchtiger Sport. Es ist ja nicht nur mit der Anschaffung des Pferdes getan. Die Nebenkosten sind entscheidend. Eine Box kostet 300-400 Euro im Monat. Hinzu kommen der Schmied und der Tierarzt. Zusammen ist man da schon bei 400 Euro im Monat, ohne die Ausbildung“, verdeutlicht Jens Graubohm, selbstständiger Dressurausbilder im Reitverein Hannover. „Im Freizeitbereich sind Pferde in der Anschaffung relativ günstig. Das geht dann bei 1.500 Euro los. Turnierpferde sind natürlich wesentlich teurer.“ Ein Turnierpferd kostet schon mal 25.000 Euro, nach oben sind bekanntlich kaum Grenzen gesetzt. Solche Summen können einen Geldbeutel schon quälen. Und natürlich kann sich auch nur ein bestimmter Kreis solche Summen überhaupt leisten. Gleichwohl hat sich in den letzten Jahren der Reitsport durch besondere Angebote in den verschiedenen Vereinen für die breite Masse geöffnet. Den elitären Stempel hat der Reitsport längst verloren. Aber wie verhält es sich mit der Tierfreundlichkeit? Wie schmerzlich ist der Sport für das Pferd? „Es kommt darauf an. Beim Dressurreiten dressieren wir die Pferde nicht, sondern arbeiten die natürlichen Gegebenheiten heraus, die jedem Pferd gegeben sind. Es ist also gesund für das Pferd. Schwarze Schafe gibt es aber leider überall“, sagt dazu Jens Graubohm und erklärt weiter: „Das Faszinierende ist die Herausforderung, ein solches Tier beherrschen zu können, ohne dass man es schlägt, sondern sich in das Tier einfühlt. Wenn Reiter und Pferd eine Einheit bilden, ist das wunderbar. Ohne Gefühl für das Pferd geht es aber nicht. Man muss auf jedes Pferd individuell eingehen können. Darin liegt der Reiz des Sports. Nicht jeder Reiter kann jedes Pferd reiten.“ Durch die Entwicklung zum Breitensport sieht Graubohm genau hier Probleme. Faktoren wie Ehrgeiz und Neid sind dadurch jetzt öfter ein Thema. „Der Umgang untereinander und der Umgang mit dem Pferd ist dann nicht immer so, wie man sich das wünscht.“ Insgesamt sind das aber eher   Randerscheinungen. Die meisten Reiter sind regelrechte Pferdenarren, sind verliebt in ihr Tier und behandeln es entsprechend. Die Freude am Zusammensein mit dem Tier steht im Vordergrund, seine Bewegungen zu spüren, zu merken man sitzt auf einem Lebewesen, das warme Fell zu streicheln, das ist das Schöne an diesem Sport. Und wenn die Verantwortlichen im Reitverein Hannover den Eindruck haben, dass etwas nicht stimmt zwischen Tier und Mensch, dann gibt es durchaus ernste Gespräche. Überhaupt hat man bei diesem Reitverein ein gutes Gefühl. Mitten in Hannover am Kanal in Vahrenheide ist der Verein seit nunmehr 80 Jahren zu Hause. Das zwölf Hektar große Gelände bietet Pferd und Reiter ideale Möglichkeiten: große Grünflächen, Militarysprünge, Stallungen, Paddocks, Springplätze, Rennbahn, vier große Dressurvierecke sowie eine 80 x 20 Meter große Reithalle. Und vor allem viel sattes Grün und komfortable Ställe. Mangel  herrscht nur beim männlichen Reiternachwuchs. Wo man hinschaut, wuseln hier Mädchen um die großen Vierbeiner. Jungs sieht man kaum. „Es stimmt schon, dass mehr Mädchen reiten. Sie haben wahrscheinlich mehr Spaß am Betüdeln der Tiere“, beschreibt Ulrike Niedergesäß, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim Reitverein Hannover, dieses Phänomen. Ein Klischee stimmt eben doch immer.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Text und Foto: Christian Lawendel</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">www.rv-hannover.de</p>
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		<title>Es gibt ein Leben neben&#8230; Rugby</title>
		<link>http://www.stadtkind-hannover.de/2008/08/es-gibt-ein-leben-neben-rugby/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 14:44:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben neben]]></category>
		<category><![CDATA[2008-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 12. und 13. Juli fand in Hannover die 7er-Rugby-Europameisterschaft statt. Wir sprachen mit dem deutschen Bundestrainer Rainer Kumm über die EM und warum er seine Schützlinge nicht trösten muss. Deutschland hat die EM mit einem siebten Platz beendet. Ist das ein Erfolg für Sie? Das ist leider nicht das, was wir erreichen wollten. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">Am 12. und 13. Juli fand in Hannover die 7er-Rugby-Europameisterschaft statt. Wir sprachen mit dem deutschen Bundestrainer Rainer Kumm über die EM und warum er seine Schützlinge nicht trösten muss.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Deutschland hat die EM mit einem siebten Platz beendet. Ist das ein Erfolg für Sie?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das ist leider nicht das, was wir erreichen wollten. Wenn man aber das ganze Turnier betrachtet, die Stimmung, wenn man in die ganzen Kinderaugen im Publikum schaut, muss man schon von einem Erfolg sprechen!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Deutschland hat nur knapp gegen den späteren Europameister Portugal verloren. Wie weit sind die Teams voneinander entfernt?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Man hat gesehen, dass wir außer gegen Georgien alle Spiele knapp verloren oder gewonnen haben. Das hat gezeigt, dass hier in Hannover alle Mannschaften auf dem gleichen Niveau waren. Wir sind nicht weit entfernt von der Weltspitze.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Was macht das 7er-Rugby besonders?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Dynamik, es kommt keine Langeweile auf. Man kann nicht auf ein Unentschieden spielen, sondern muss immer angreifen, immer wach sein. Bei einem Turnier sind dann über sieben Stunden nur Action und Power. Das ist wunderbar.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Beim Rugby wird hart zugepackt. Müssen Sie die Spieler nach den Partien manchmal trösten?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auf den Kampf sind sie vorbereitet. Wir haben uns neun Wochen darauf eingestellt. Da muss ich keinen trösten!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Immer wieder wird dem Sport vorgeworfen, zu brutal zu sein. Die Waliser hatten im letzten Spiel vier Verletzte zu beklagen&#8230;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Verletzungen passieren immer wieder, wie in jeder Sportart. Brutal würde ja bedeuten, dass wir uns prügeln und in die Beine treten. Wenn man sieht, wie die Teams direkt nach dem Spiel miteinander umgehen, sagt das viel aus. Beim Spiel Deutschland gegen Italien haben sich die Italiener mehr oder weniger bei uns entschuldigt, dass sie gewonnen haben. Es geht also mehr um Fairness und Anerkennung.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Warum sollten mehr Menschen Rugby spielen?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Es ist die schönste Sportart der Welt. Rugby ist hart und fair. Die Fairness und das Flair vom Rugby überträgt sich auf das Publikum. Es gab auf der Tribüne keine Leute, die negativ eingestellt waren. Die Zuschauer sehen einfach, dass da unten auf dem Platz 14 Leute sind, die hart aber fair miteinander umgehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Was macht ein Rugby-Bundestrainer, wenn er nicht die Mannschaft betreut?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Jetzt mache ich erst mal Urlaub. Dann muss ich morgens wieder zur Arbeit gehen und das normale Leben geht weiter.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wohin geht die Entwicklung des deutschen Rugby?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wir sind auf dem aufsteigenden Ast. So wird es auch weitergehen. Wir dürfen uns jetzt nicht hinsetzten und auf dem Erreichten ausruhen, sondern müssen heute schon wieder weitermachen. Wir müssen uns fragen: Wann ist die nächste Europameisterschaft und wann die nächste Weltmeisterschaft? Hier in Hannover haben wir Tausende begeisterte Kinder gesehen. Die müssen wir jetzt weiter bearbeiten, damit sie in zehn Jahren auf dem grünen Platz stehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Vielen Dank für das Gespräch!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Interview und Foto: Christian Lawendel</p>
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