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	<title>STADTKIND - hannovermagazin &#187; sport mit handicap</title>
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		<title>Mit Bewegung souverän im Alltag</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 11:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[sport mit handicap]]></category>
		<category><![CDATA[2008-10]]></category>

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		<description><![CDATA[Während der vergangenen Monate haben wir unser Hauptaugenmerk an dieser Stelle – vor dem Hintergrund sportlicher Großereignisse wie der Fußball-EM oder den Paralympics – auf den leistungsorientierten Sport gelegt. Sport mit Handicap bedeutet jedoch weit mehr als nur die Möglichkeit für behinderte Menschen, an Wettkämpfen teilzunehmen. Der Behinderten-Sportverband Niedersachsen e.V. (BSN), der seinen Sitz in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://skneu.d-1.com/wp-content/uploads/2008/10/2008-10_handicapsport.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3682" title="2008-10_handicapsport" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/2008-10_handicapsport-232x300.jpg" alt="" width="232" height="300" /></a>Während der vergangenen Monate haben wir unser Hauptaugenmerk an dieser Stelle – vor dem Hintergrund sportlicher Großereignisse wie der Fußball-EM oder den Paralympics – auf den leistungsorientierten Sport gelegt. Sport mit Handicap bedeutet jedoch weit mehr als nur die Möglichkeit für behinderte Menschen, an Wettkämpfen teilzunehmen. Der Behinderten-Sportverband Niedersachsen e.V. (BSN), der seinen Sitz in Hannover in direkter Nachbarschaft zur AWD-Arena hat, kümmert sich ganz besonders auch um den Rehabilitations- und Breitensport. Wie ist er organisiert, wie kommen Menschen mit Handicap zum Sport, und was sind die Ziele des Behindertensports?</p>
<p>Udo Schulz ist beim BSN zuständig für den Kinder-und Jugendsport und kennt die Bedingungen rund um das Thema Sport für Menschen mit Handicap. „Unser Ziel ist es, von Behinderung betroffenen oder bedrohten Menschen durch den Rehasport in der Gesundheitsförderung voranzubringen und sie zu lebenslangem Sporttreiben zu motivieren“, erläutert er. Um aber beispielsweise in eine Gruppe für Herzkranke aufgenommen zu werden und die Kosten dafür von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, muss der Patient eine  Verordnung vom Arzt erhalten. Dann sucht er sich einen Verein, der den entsprechenden Sport anbietet oder wendet sich an den BSN, der ihm eine Übersicht über das Angebot der einzelnen Vereine zur Verfügung stellt.</p>
<p>Doch die Hilfe, die der Verband leistet, richtet sich auch an Vereine. „Wenn ein Verein Interesse daran hat, Rehasport anzubieten, kümmern wir uns um organisatorische und auch finanzielle Unterstützung“, erklärt Schulz. Das gilt jedoch nur für bestimmte  Sportarten, da nicht jede für den Rehasport geeignet ist. „Es gibt fünf gesetzlich definierte Rehasportarten: Leichtathletik, Schwimmen, Bewegungsspiele in Gruppen, Gymnastik und Herzsport, zum Beispiel für Schlaganfallgeschädigte.“ Für diese Gruppen bildet der BSN gezielt Fachübungsleiter aus, die einen medizinischen Hintergrund haben, kümmert sich um regelmäßige Fortbildung und regelt die finanziellen Angelegenheiten mit den Krankenkassen und Versicherungsträgern, mit denen spezielle Verträge ausgearbeitet werden. „Wenn wir uns um die formal-juristischen Angelegenheiten kümmern, nehmen wir den Übungsleitern eine Menge Druck, so dass sie sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können“, sagt Schulz. Darüber hinaus hilft der BSN auch beim Ausfüllen von Verordnungen und Folgeverordnungen. „Besonders bei Kindern sind diese Folgeverordnungen wichtig, da es bei ihnen &#8211; auch durch die Behinderung bedingt &#8211; länger dauert, bis sie den begonnenen Sport eigenständig weiter betreiben können.“ Optimal wäre es, wenn beispielsweise Kinder, die mit einer Behinderung geboren werden, durch welche sie auf den Rollstuhl angewiesen sind, bereits im jungen Jahren in Mobilitätskursen an Bewegung herangeführt werden. Die Kinder gilt es dann zu fördern und nach und nach herauszufinden, welche Sportart für sie geeignet ist und welches Talent sie mitbringen. „Wenn die Unterstützung durch die Eltern gegeben ist, haben sie die Möglichkeit, einmal in den Bereich des Leistungssports zu kommen, wenn sie das möchten“, sagt Schulz. In diesem Fall übernimmt Leistungssportkoordinator Ralf Lindschulten die Betreuung der Athleten.</p>
<p>Das Ziel des Breitensports für Menschen mit Handicap ist es, die Beteiligten durch den Spaß, den sie an der Bewegung haben, zum weiteren Sporttreiben zu motivieren und durch die gewonnene Mobilität eine gewisse Selbstständigkeit im Alltag zu erwerben. Die Bemühungen des BSN haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass immer  mehr Menschen mit Handicap an den aktiven Sport herangeführt werden. Dennoch ist die Gründung neuer Gruppen nach wie vor schwierig, weil es zu wenige Menschen gibt, die sich für den Aufbau neuer Vereinssparten interessieren. Trotz großen Engagements aller Beteiligten gibt es also immer noch Bedarf an  Unterstützung und Initiative, um Menschen in Bewegung zu bringen und damit Folgeerkrankungen vorzubeugen.<br />
Behinderten-Sportverband Niedersachsen e.V.<br />
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10<br />
30169 Hannover<br />
Tel.0511 / 1268-5100</p>
<p>Text: Heike Werner, langeleine.de<br />
Fotos: pixelio.de</p>
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		<title>Barrierefrei in die neue Saison</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 14:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[sport mit handicap]]></category>
		<category><![CDATA[2008-11]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kracht und scheppert ordentlich im neuen Eisstadion in Langenhagen. Pünktlich zum Saisonbeginn der Ersten Sledgehockey-Bundesliga wurde hier Anfang Oktober das neue „Lenny Soccio Ice &#38; Event Center“ eröffnet, das alle Voraussetzungen erfüllt, um dem rasanten Eissport einen reibungslosen Spielablauf zu gewähren. Die Bänke sind niedriger als normalerweise, die Banden sind im Bereich der Spielerbänke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kracht und scheppert ordentlich im neuen Eisstadion in Langenhagen. Pünktlich zum Saisonbeginn der Ersten Sledgehockey-Bundesliga wurde hier Anfang Oktober das neue „Lenny Soccio Ice &amp; Event Center“ eröffnet, das alle Voraussetzungen erfüllt, um dem rasanten Eissport einen reibungslosen Spielablauf zu gewähren. Die Bänke sind niedriger als normalerweise, die Banden sind im Bereich der Spielerbänke durchsichtig und die Zugänge zum Eis barrierefrei. Denn Sledgehockey ist eine Sportart für Menschen mit einer Behinderung in den Beinen, Querschnittslähmung oder einer Amputation &#8211; „Eishockey eine Etage tiefer“, wie es in der Szene heißt. Die Spieler sitzen auf einem Schlitten (Sledge) mit zwei eng zusammenstehenden Kufen und bewegen sich mit zwei kurzen Schlägern, die an ihren Griffenden mit Spikes ausgestattet sind, über das Eis.</p>
<p>Die rustikale Sportart wurde vor 30 Jahren in Schweden erfunden und ist seit den Spielen in Lillehammer 1994 paralympisch. Sledgehockey war ursprünglich ein integrativer Sport, der es Menschen mit und ohne Behinderung ermöglichte, gemeinsam Eishockey zu spielen. Die Regeln entsprechen auch heute noch denen des Fußgänger-Eishockeys. Lediglich die Spielzeiten unterscheiden sich: Beim Eishockey werden dreimal 20 Minuten, beim Sledgehockey dreimal 15 Minuten gespielt. Mittlerweile ist Sledgehockey mit seinem Tempo eines der spektakulärsten Highlights bei Winter-Paralympics. In Deutschland hielt die Sportart im Jahr 1996 Einzug, als Detlef Zinke in Hannover die erste deutsche Mannschaft im Verein RSG Hannover gründete. Nachdem in der Saison 2000/2001 die Bundesliga ihre Premiere feierte, wurde die RSG Hannover auch erster Deutscher Meister. Innerhalb von nur sechs Jahren gelang es, eine international leistungsstarke Nationalmannschaft aufzubauen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass die erfolgreichste deutsche Mannschaft auch heute noch aus der Region Hannover stammt. Unter dem Label der Hannover Scorpions hat das Team um Kapitän Gerd Bleidorn bisher sieben deutsche Meistertitel errungen. Doch die Partnerschaft mit dem DEL-Verein hat mit dem Umzug der Spieler in die Eissportsparte des SC Langenhagen in dieser Saison ein Ende gefunden. Zukünftig werden die Athleten ihre Erfolgsstory unter dem Namen Ice Lions Langenhagen fortsetzen und hoffen nicht nur auf zahlreiche Zuschauer bei ihren Bundesligabegegnungen. „In den letzten Jahren ist die Nachwuchsarbeit bis auf wenige Ausnahmen stark vernachlässigt worden. In den meisten Vereinen spielen hauptsächlich so genannte Quereinsteiger, Menschen, die durch einen Unfall oder eine Krankheit zu ihrer Behinderung gekommen sind“, erklärt Gerd Bleidorn, der auch als Offensiv-Spieler der Deutschen Nationalmannschaft zum Einsatz kommt. Ein anderes Problem waren die bisherigen Trainingszeiten freitags zwischen 23 und 1 Uhr in Mellendorf: „Für Jugendliche ist das ungeeignet.“ Hinsichtlich der Trainingszeiten und der Möglichkeit, Turniere auszurichten, haben sich die Rahmenbedingungen durch das neue Eiscenter deutlich verbessert. In unmittelbarer Nähe des barrierefreien Bahnhofs Langenhagen Mitte haben ab sofort auch Jugendliche die Chance, die Sportart Sledgehockey kennen zu lernen. Trainiert wird nun jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 19 und 20 Uhr. „Wer einmal auf dem Schlitten gesessen hat, ist meistens vom Virus Sledgehockey sofort infiziert“, sagt Ice Lions-Torhüter Rolf Rabe. Die Ice Lions hoffen auf regen Zuspruch, um eine gute Basis zu schaffen, damit es auch in den kommenden Jahren in der Ersten Bundesliga scheppern kann, wenn die Schlitten beim Kampf um den Puck ineinander krachen.<br />
<a href="http://skneu.d-1.com/wp-content/uploads/2008/10/sporthandycap_01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3427" title="sporthandycap_01" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/sporthandycap_01-277x300.jpg" alt="" width="277" height="300" /></a><a href="http://skneu.d-1.com/wp-content/uploads/2008/10/sporthandycap_02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3428" title="sporthandycap_02" src="http://www.stadtkind-hannover.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/sporthandycap_02-279x300.jpg" alt="" width="279" height="300" /></a></p>
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		<title>Sport mit Handicap im Juni</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 12:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[sport mit handicap]]></category>
		<category><![CDATA[2008-06]]></category>

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		<description><![CDATA[Maren Butterbrodt aus Hannover spielt Basketball in der Nationalmannschaft und wurde 2007 Europameisterin. Mittelstreckler Max Bergmann aus Dedensen hat schon zahlreiche Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen. Beide Sportler trainieren beinahe täglich, um sich in diesem Jahr den großen Traum von Peking zu erfüllen. An den Olympischen Spielen werden sie jedoch nicht teilnehmen, sondern aller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">Maren Butterbrodt aus Hannover spielt Basketball in der Nationalmannschaft und wurde 2007 Europameisterin. Mittelstreckler Max Bergmann aus Dedensen hat schon zahlreiche Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen. Beide Sportler trainieren beinahe täglich, um sich in diesem Jahr den großen Traum von Peking zu erfüllen. An den Olympischen Spielen werden sie jedoch nicht teilnehmen, sondern aller Voraussicht nach zwei Wochen später zu den Paralympics fahren, die an gleicher Stätte stattfinden. Maren und Max sind Behindertensportler, doch kaum jemand weiß von den großartigen Erfolgen der vergangenen Jahre. Grund genug für das Stadtkind, ab sofort in Kooperation mit langeleine.de den Behindertensport in seinen vielseitigen Facetten zu zeigen. Von den Wurzeln des Behindertensports über hoffnungsvolle Nachwuchssportler und</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">erfolgreiche Athleten bis hin zu ungewöhnlichen Sportangeboten für Menschen mit Handicap wollen wir den Behindertensport in der Region Hannover vorstellen und zum Mitmachen anregen. Ob Rollstuhlbasketball oder Goalball, ob Leichtathletik oder Judo &#8211; Sport treiben kann jeder, ob mit oder ohne Handicap.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ging es bis in die 80er Jahre hinein noch in erster Linie darum, kriegsversehrten oder verunfallten Menschen durch sportliche Rehabilitation die besten Voraussetzungen für die Bewältigung ihres Alltags zu schaffen, so hat sich der Behindertensport mittlerweile allen Menschen mit Handicap geöffnet. Sportler aus aller Welt treten heutzutage gegeneinander an, um Europameister, Weltmeister und Paralympicssieger zu ermitteln, und sie unterscheiden sich darin in keiner Weise von den Nichtbehinderten. Sie trainieren hart, gehen oftmals einem Fulltime-Job nach und schaffen es trotz dieser Doppelbelastung, beeindruckende Leistungen zu erbringen. Obwohl die finanzielle Förderung der meisten dieser hochmotivierten Sportler in Deutschland minimal ist, sind die Athleten in der Lage, sich mit ihren Leistungen in der internationalen Konkurrenz zu behaupten. Das wurde einmal mehr bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2006 im holländischen Assen deutlich, wo sich die deutsche Nationalmannschaft</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">mit ihren 40 Aktiven auf Platz zwei in der Medaillenwertung gegen starke Nationen wie Großbritannien und Brasilien durchsetzte. Das einzige anwesende Fernsehteam neben dem lokalen Produzenten aus den Niederlanden war eine dreiköpfige Besetzung aus Angola. Aus Deutschland, dem Nachbarland, war hingegen lediglich ein Fotograf vertreten. Kein Wunder also, dass kaum jemand in Deutschland weiß, dass es in beinahe jeder Sportart Welt- und Europameisterschaften für Menschen mit Handicap gibt, geschweige denn, wann sie stattfinden und wer die Sieger sind.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nur zu Paralympics oder bei außergewöhnlichen Ereignissen tauchen Behindertensportler in den Medien und in der Öffentlichkeit auf. Zum Beispiel wenn in Niedersachsen die Behindertensportler des Jahres gewählt werden. Dabei gibt es allein in Hannover über 40 Vereine, die ein umfassendes sportliches Angebot für behinderte Menschen haben. Von Rudern über Leichtathletik bis hin zu Schwimmen und Herzsport sind die Möglichkeiten zur körperlichen Aktivität breit gefächert. Behinderte können das Sportabzeichen ablegen, und zahlreiche Vereine bieten regelmäßig Veranstaltungen an. Zwar geht es in erster Linie um den Rehabilitations- und Breitensport, doch auch der Leistungssport spielt in der Region Hannover eine bedeutende Rolle. Insgesamt 14 Athleten aus Niedersachsen, unter ihnen Maren Butterbrodt und Max Bergmann, haben in diesem Jahr die Chance, sich bis Mitte Juni für die Paralympics in Peking zu qualifizieren. Drücken wir ihnen die Daumen, dass sich das harte Training während der vergangenen Monate gelohnt hat.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Text und Foto: Heike Werner, langeleine.de</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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		<title>Max Bergmann</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 10:27:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[sport mit handicap]]></category>
		<category><![CDATA[2008-07]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch nicht einmal 18 Jahre alt war Max Bergmann, als er im Jahre 2004 bei den Paralympics in Athen das erste Mal für die deutsche Nationalmannschaft der behinderten Leichtathleten startete. Damals lief er über 800 Meter auf den 7. und über 1500 Meter auf den 5. Platz. Bei den Euro-pameisterschaften 2005 im finnischen Espo gewann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">Noch nicht einmal 18 Jahre alt war Max Bergmann, als er im Jahre 2004 bei den Paralympics in Athen das erste Mal für die deutsche Nationalmannschaft der behinderten Leichtathleten startete. Damals lief er über 800 Meter auf den 7. und über 1500 Meter auf den 5. Platz. Bei den Euro-pameisterschaften 2005 im finnischen Espo gewann er über 5000 Meter überraschend die Silbermedaille. Und mittlerweile trainiert der Athlet, der im Trikot des TSV Kirchdorf auch an Wettkämpfen für Nichtbehinderte teilnimmt, verstärkt für diese Strecke. „Ich habe über 5000 Meter bei den Paralympics eine größere Medaillenchance“, erklärt er.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nachdem Max Bergmann im Mai bei einem internationalen Leichtathletik-Meeting in Koblenz mit 15:17,89 Minuten die Qualifikations-Norm für Peking um über zwei Sekunden unterboten hat, rückt das paralympische Edelmetall näher. Denn der blonde Läufer aus Dedensen ist sich sicher: „Das geht noch schneller.“ Doch die 12 ½ Runden auf dem Tartan-Oval sind in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. „Wenn es anstrengend wird und man sich zu sehr auf das Laufen konzentrieren muss, verzählt man sich schon mal“, meint der Athlet. Umso besser, dass es für jeden Wettkämpfer einen Rundenzähler gibt und Zwischenzeiten durchgegeben werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Max Bergmann hat eine Sehbehinderung. Bei seiner Augenkrankheit, der sogenannten Makuladegeneration, bildet sich der gelbe Fleck auf der Netzhaut zurück, der dafür sorgt, dass der Mensch genau das scharf sieht, was er sehen will &#8211; zum Beispiel beim Lesen. Normalerweise schreitet die Makuladegeneration mit zunehmendem Alter fort, wobei es aber nicht zur vollständigen Erblindung kommt. Seit die Krankheit bei Max Bergmann im Alter von acht Jahren diagnostiziert wurde, stagniert sie. „Daran sind mit Sicherheit der Sport und das gesunde Essen schuld“, freut sich der Athlet. Bergmann startet deshalb in der Klasse T 13 für Athleten mit einem Seh-Rest von maximal 10 Prozent, die ihre Wettkämpfe – im Gegensatz zu den vollständig Erblindeten – ohne Begleitläufer absolvieren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wie die meisten Sportler mit einer Behinderung möchte Max Bergmann nicht durch sein Handicap definiert werden. „Die Leistung zählt und das, was man dafür zu tun bereit ist”, sagt er. Und der sympathische Blonde tut eine Menge: Bis zu neun Mal pro Woche steckt er in den Laufschuhen und absolviert Dauerläufe im Wald, Tempoläufe auf der Bahn sowie Gewichtstraining im Kraftraum. Außerdem studiert er Agrarwissenschaften an der Universität in Göttingen. „Sport und Studium – viel anderes gibt es für mich zurzeit nicht“, sagt er, scheint das aber kaum zu bedauern. Schließlich kommt er durch seinen Sport viel in der Welt herum. Weltmeisterschaften in Brasilien, Höhen-Trainingslager in Südafrika, Paralympics in Peking, und Bergmann überlegt bereits, wie er seinen Aufenthalt in Neuseeland verlängern kann, wenn dort im Jahr 2010 die nächsten Weltmeisterschaften stattfinden. Doch auch jenseits des Sports ist der 22-Jährige recht umtriebig. Während der Schulzeit verbrachte er ein Austauschjahr in Australien, und im vergangenen Jahr absolvierte er ein dreimonatiges Praktikum in Kanada.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Es gibt nicht viel, was Max Bergmann bremst. Nur wenn sich auf der Laufbahn zu viele Menschen tummeln, ist es für ihn schwierig, konzentriert seine Trainingseinheit zu absolvieren. „Ich habe mal jemanden über den Haufen gerannt, weil ich ihn nicht gesehen habe“, erzählt er schmunzelnd. Zum Glück ist bei dieser Kollision kein größerer Personenschaden entstanden. Seitdem läuft er zumindest im Training oftmals etwas verhaltener und versichert sich lieber doppelt, ob ihm jemand in die Quere kommen kann. „Es ist nur schade, dass ich nicht an Crossläufen teilnehmen kann, die häufig über sehr anspruchsvolle Strecken gehen. Die Verletzungsgefahr ist einfach zu groß“, bedauert er. In Peking wird Max Bergmann über 5000 Meter freie Bahn haben und kann dann hoffentlich das Letzte aus sich herausholen. „Mein Ziel ist auf jeden Fall eine Medaille“, betont er.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Text und Foto: Heike Werner, langeleine.de</p>
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		<title>Sport mit Handicap im August</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 15:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Violka</dc:creator>
				<category><![CDATA[sport mit handicap]]></category>
		<category><![CDATA[2008-08]]></category>

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		<description><![CDATA[Garbsener gewinnt bei Fußball-EM Deutschland – Schweiz 3:0, so lautete eine Meldung während der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Und das, obwohl diese beiden Nationen während des Turniers gar nicht gegeneinander gespielt haben. Stimmt nicht ganz: Etwa 75 Minuten vor dem Anpfiff des Viertelfinals zwischen Holland und Russland, trat im Baseler St. Jakob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Garbsener gewinnt bei Fußball-EM</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Deutschland – Schweiz 3:0, so lautete eine Meldung während der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Und das, obwohl diese beiden Nationen während des Turniers gar nicht gegeneinander gespielt haben. Stimmt nicht ganz: Etwa 75 Minuten vor dem Anpfiff des Viertelfinals zwischen Holland und Russland, trat im Baseler St. Jakob Stadion eine deutsche Auswahl körperbehinderter Fußballer in einem Demonstrationsspiel gegen eine Schweizer Auswahl an. Die deutsche Mannschaft setzte sich aus erfolgreichen paralympischen Leichtathleten, Skiläufern und Radrennfahrern zusammen. Einer von ihnen war der Garbsener Frank Pfortmüller, der bei den Winter-Paralympics im Ski alpin bereits eine Vielzahl an Medaillen gewonnen hat. „Die Stimmung im Stadion war riesig“, schwärmte er nach dem Spiel auf Original-EM-Rasen. Nicht nur weil Deutschland als Sieger aus der Begegnung hervorging, sondern auch, weil den Zuschauern rasanter und spektakulärer Sport geboten wurde, der sie restlos begeisterte. Was trainierte Sportler trotz einer Arm- oder Beinamputation mit einem Ball anstellen können, war außergewöhnlich, und bereits beim Einmarsch durch den offiziellen Spielertunnel und der anschließenden Präsentation beider Teams machte sich bei allen Gänsehaut breit. „Die Zuschauer, die vor dem Holland-Russland-Spiel bereits im Stadion waren, haben das Spiel konzentriert verfolgt und uns bei jeder gelungenen Aktion bejubelt“, erzählt Pfortmüller und strahlt bei dem Gedanken an applaudierende Oranje-Fans. Und die russische Nationalmannschaft reihte sich geschlossen am Rand des Kleinfeldes auf und verfolgte die Torejagd über 2&#215;7 Minuten vom ersten bis zum letzten Moment.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Partie, bei der sieben gegen sieben spielten, zeichnete sich von Beginn an durch hohes Tempo aus, und bereits kurz nach dem Anpfiff konnte Pfortmüller mit seinen Teamkollegen das erste Tor bejubeln. Die fliegend eingewechselten Akteure platzierten sich auf dem Kleinfeld geschickt und zeigten trotz der wenigen gemeinsamen Trainingsmöglichkeiten eine clevere Taktik und große Spielfreude. Das Tor zum 2:0 fiel noch vor dem Halbzeitpfiff. Nach dem Seitenwechsel gerieten die Schweizer zunehmend unter Druck, so dass der Treffer zum 3:0-Endstand nur eine Frage der Zeit war. Alles lief nach Plan, nicht nur für die deutsche Mannschaft.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Hoch zufrieden zeigte sich auch Plusport Behindertensport Schweiz, der eidgenössische Dachverband, der in Kooperation mit der UEFA vier derartige Demonstrationsspiele organisiert hatte. „Wir wollten unter dem Projekt-Namen &#8216;Football for All&#8217; zeigen, dass Fußball auch von Menschen mit Handicap gespielt werden kann“, erklärt Johanna Kloimstein von Plusport. Neben den beiden Mannschaften mit körperlicher Behinderung spielten in den EM-Stadien in Wien und Basel auch Blinde, Menschen mit geistiger Behinderung und Sportler mit Lähmung gegeneinander. Und nach dem großen Erfolg wünschen sich nicht nur die Aktiven eine Wiederholung der Aktion. „Wir würden gern bei der WM in Südafrika 2010 einem noch größeren Publikum zeigen, dass Fußball von jedem gespielt werden kann“, sagte Kloimstein nach dem Abschluss des Projekts. „Da wäre ich auf jeden Fall wieder mit dabei“, ist sich auch Frank Pfortmüller sicher. Darüber hinaus planen die Schweizer eine Liga für körperbehinderte Fußballer ins Leben zu rufen – ein weltweit einzigartiges Projekt, das hoffentlich Nachahmer findet und sich ähnlich wie der Blindenfußball und die Liga für geistig Behinderte auch in Deutschland etablieren kann.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Text und Foto: Heike Werner, langeleine.de</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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