Tag Archive | "2009-09"

aus sparschweinchens oktavheft

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aus sparschweinchens oktavheft


El KurdiAls freischaffender Künstler hat man ständig Angst vorm Verarmen.

Immer, wenn ich einen Obdachlosen sehe, denke ich: So könntest du auch mal enden. Und das ist kein Spaß. Deswegen werfe ich auch jedem Bettler etwas in den Plastikkaffeebecher. Und das, obwohl ich zur extremen Sparsamkeit erzogen worden bin.

Diese Knauser-Erziehung wiederum bewahrt mich davor, permanent panisch zu sein, weil ich weiß, dass ich zur Not auch mit wenig auskomme.

Ich bin nämlich ein Kriegskind. Naja, nicht wirklich, also alterstechnisch, sondern in der Generationenfolge. Da meine Mutter 1924 geboren wurde, hätte ich theoretisch auch 1942 auf die Welt kommen können. Oder gar 1940. Praktisch erblickte ich aber erst 1964 das Licht der Welt, weil sich meine Eltern im hohen Alter dann doch noch einmal zum Geschlechtsverkehr entschlossen. Ich hoffe, sie taten es nicht nur um meiner Willen, sondern hatten auch ein wenig Spaß dabei. So wurde ich aber quasi von der Generation der Großeltern meiner Schulkameraden aufgezogen. Einer Generation, die noch von den harten Entbehrungen des Krieges und der Nachkriegszeit geprägt war und diese Erfahrungen an ihre Kinder weitergab.

Während meine Altersgenossen Tri-Top tranken, Kinderschokolade mampften, kaputtes Spielzeug einfach wegschmissen und im Sommer auf dem Rücksitz des neuen VW-Jahreswagens nach Italien in den Urlaub fuhren, sahen meine 70er-Jahre folgendermaßen aus: Schimmel wurde einfach vom Brot weggeschnitten oder von der Marmelade abgelöffelt und dann: rein mit dem Zeugs! Alte Seifenreste sammelte meine Mutter mit der Passion eines manischen Eichhörnchens und presste sie unter Hochdruck zu neuen kunterbunten und olfaktorisch verwirrenden Patchwork-Waschklötzen. Restaurant-, selbst Stehimbissbesuche kannte ich nur aus dem Fernsehen – wenn man aus dem Haus ging und befürchtete, von Hunger und Durst überrascht zu werden, dann hatte man gefälligst eine Schmalzstulle und eine Thermoskanne mit ungesüßtem Hagebuttentee mitzuführen. Ach, und “UHU” war für mich ein Begriff aus der Ornithologie – für Bastelarbeiten, zum Papierkleben rührte ich in einem ausgewaschenen Joghurtbecher („ohne Geschmack”!) ein wenig Mehl mit Wasser an…

So nützlich solche Low-Budget-Erfahrungen letztlich sind, um die irrationale Angst vorm Verhungern zu vertreiben, so schwierig machen sie aber auch oft den Alltag. Eine Zeitlang musste ich aktiv gegen die Unfähigkeit Dinge wegzuschmeißen angehen. Sowas kann ja schnell zum Messietum eskalieren, wie man aus den diversen Sendungen des Privatfernsehensweiß. Deswegen schmeiße ich neuerdings alles weg, was ich nicht innerhalb des nächsten Monats gebrauchen kann. Naja… das würde ich gerne… Aber schon das Formulieren einer solch radikalen Ausmist- Haltung macht frei und gibt Mut für den nächsten beherzten Wegschmiss. Genauso wie vollkommen haltlose öffentliche Geständnisse. So behauptete ich kürzlich in einer Kolumne, dass ich alle Teebeutel sieben bis neun Mal benutze, um sie anschließend auf der Wäscheleine zu trocknen, mit einem Überzug aus den Resten dünngeschneuzter Stoff- Taschentücher zu versehen und als Federdeckchen für die Playmobilfiguren meiner Tochter zu verwenden. Meine inzwischen des Lesens kundige Tochter schüttelte nur den Kopf über diesen Unsinn. Vor allem, weil sie gar keine Playmobilfiguren besitzt. Die sind nämlich zu teuer. Nein, war nur Quatsch, natürlich hat sie Playmo, so schlimm bin ich auch nicht.

Interessant ist allerdings, dass das Thema Sparsamkeit eine sehr widersprüchliche gesellschaftliche Komponente hat: Einerseits funktioniert unser Wirtschaftssystem nur durch hemmungslosen Konsum. Indem der Bürger das verdiente Geld augenblicklich mit schaufelbaggerartigen Gesten zurück in den Umlauf bringt. Sonst schwächelt die Konjunktur, die Wirtschaft krankt. Folge: Verlust des Wohlstands, gesellschaftliche Destabilisierung, Abendland kopfunter! Asketischer Lebenswandel ist somit Subversion, Sparsamkeit ist Sabotage, Geiz ist Terrorismus. Andererseits verherrlichen die gleichen neoliberalen Politiker, die mich zum Konsumieren auffordern, den öffentlichen Geiz. Dann heißt es, der Staat müsse sparen, vorzugsweise an der Kultur und am Sozialen. Da meine Einnahmen als Künstler allerdings oft von genau diesen weggesparten Subventionen abhängen, katapultieren sie mich damit in ein klassisches Dilemma. Was soll ich denn dann ausgeben? Das soll man einer verstehen. Da presse ich doch gleich wieder revolutionäre Seifenklötzchen…

Hartmut El Kurdi

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lm!

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lm!


Turbulenzen bei 96 und mittendrin muss ich eine Kolumne schreiben, die höchstwahrscheinlich völlig obsolet ist, wenn Ihr Euer Stadtkind in den Händen haltet. Aber natürlich wage ich jetzt mal den Spagat:

Nach den gezeigten Leistungen der Mannschaft in der letzten Saison, bei den Vorbereitungsspielen und vor allem zum Saisonauftakt, war das Ende der Ära Hecking die völlig richtige Konsequenz. Niemand anders als Dieter Hecking war verantwortlich zu machen für diese blutleeren Vorstellungen, obwohl sich die Fans auch auf einzelne Spieler wie z.B. Mike Hanke eingeschossen hatten. Wie simpel der gemeine Fußballer tickt, zeigte sich dann, als der vormalige (und vielleicht inzwischen wieder installierte) 96 II–Coach Andreas Bergmann mit ein paar kleinen Spaß-Einheiten innerhalb von drei Tagen dafür sorgte, dass unsere Jungs den ersten Dreier in Nürnberg einfahren konnten.

Das spricht deutlich für eine ganz miese Arbeitsauffassung der gut bezahlten Profis. Wenn glückliche Umstände zusammen kommen und mal mehr als drei 96-Kicker Lust verspüren, ein wenig mehr zu tun, als darauf zu warten, dass Stajner oder Bruggink einen genialen Einfall umsetzen, läuft es. Normalzustand scheint allerdings eher eine lähmende Zufriedenheit zu sein. Zufrieden, in der ersten Liga zu spielen, zufrieden mit der Gewissheit, dass die Spieler aus der „zweiten“ Reihe auch keinen großen Drang verspüren, sich richtig reinzuknien, bzw. das fußballerische bzw. professionelle Potential einfach nicht haben und somit trotz dürftiger Leistung der Stammplatz kaum gefährdet scheint. Ich glaube nicht, dass Andreas Bergmann diese mir absolut unverständliche Lethargie bei den Spielern dauerhaft beseitigen kann.

Jetzt kann nur noch einer helfen: Lothar Matthäus! Was als lustige Variante in den Köpfen weniger Freidenker begann, formiert sich ob der Umstände zu einer extrem ernsthaften Option. Lothar umgibt nicht nur der Glamour, den Hannover unbedingt braucht, will es nicht zu einer grauen Maus im Bundesliga-Geschäft werden, sondern ist (so komisch es klingt) ein völlig unverbrauchtes Gesicht. 96 wäre Lothars erste Trainerstation in Deutschland, und sicher würde er sich den Allerwertesten aufreißen, um in seiner Heimat endlich die Anerkennung zu kriegen, die ihm gebührt. Des weiteren stünde vor den abgekochten Profis endlich ein Trainer, der in seiner Laufbahn als Spieler alles erreicht hat, wovon schon der jüngste Fußballer nur träumen kann.

Der LoddarWeltfußballer der Jahre 1990 und 1991, Rekordnationalspieler mit 150 Einsätzen, Ehrenspielführer des DFB, Europa- und Weltmeister, unzählige Vereinstitel und ständig heiße Bräute an seiner Seite, die im Schatten seiner Weltgewandtheit die eigene Model-Karriere vorantreiben. Natürlich polarisiert Lothar, und selbstverständlich verlief nicht alles im verbalen Sektor ähnlich geschmeidig wie sein Sololauf anno 1990 beim 4-1 gegen Jugoslawien.

Aber Matthäus ist halt ein Mensch, und geläutert dazu, was er bei seinen Auslandsengagements als Trainer unter Beweis gestellt hat. Seine Mannschaften machte er spielstärker, und der Blick für gute Fußballer ist auch vorhanden – siehe Huszti. Ich hoffe, Martin Kind und Jörg Schmadtke sind als Team mutig genug, ausgetretene, konservative Pfade zu verlassen, und belassen Typen wie Friedhelm Funkel und auch Mirko Slomka bei der Arbeitsagentur.

Sollte Matthäus kommen, wird alles gut, das habe ich im Gespür, bei jeder anderen Variante werden wir in absehbarer Zeit wieder ähnliche Zustände haben, wie in diesem Sommer.
Bis bald im Block

Euer Peter

Peter Staade


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michael kernbach: best of gott

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michael kernbach: best of gott


Im Zeitalter der stetig wachsenden Konsumgesellschaft kann ein Ratgeber zum Thema GLAUBE wegweisend sein. In „Best of Gott – Glaubenshopping leicht gemacht“ schenkt uns der Autor Michael Kernbach mit viel Witz, Humor und einer Spur Ironie einen kurzen Überblick zum Thema Religion und zu den großen, beziehungsweise verbreitetsten Glaubensgemeinschaften dieser Welt. Best of GottHier erhält jeder Verbraucher die Gelegenheit, seine für sich passende Glaubensgemeinschaft zu finden. Neben einer kurzen Einführung für Religions- und Glaubensneulinge werden zunächst auch Sicherheitshinweise und – was für jeden Konsumenten wichtig und unverzichtbar ist – Verbrauchertipps gegeben.

Danach folgen Hilfestellungen über die adäquate Anwendung in Alltag. Familie, Beruf und Freizeit, kein Bereich wird ausgelassen, alles wird eingehend diskutiert. Auch die Auflistung und Gegenüberstellung der detaillierten Speisevorschriften und damit verbundenen Möglichkeiten der Gewichtsreduktion werden eingehend geschildert. Offen bleib, ob Michael Kernbach dem Leser Hilfestellungen zum GlaubenShopping oder vielleicht treffender formuliert für das GlaubensHopping zu geben gedenkt. Ob Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddismus, etc: es wird knallhart verglichen und abgewogen, doch am Ende bleiben alle Möglichkeiten offen. Warum also nicht als Buddhist den Tag beginnen, das Frühstück als Christ einnehmen, den Tag als Moslem verleben und den Abend und somit den Tag gar als Atheist beenden? Je nach Bedürfnislage. Dem interessierten Leser wird dieses Buch die jeweilige Entscheidung sicher erleichtern. Und letztlich gilt: So unterschiedlich alle Religionen und Glaubensrichtungen auch sein mögen, den Glauben haben sie doch alle gemein.

Dorothee Elisa Hentschel

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…aufs richtige kreuz setzen


Ach, papperlapapp bei der Bundestagswahl! Dass es in dieser Hinsicht gar nicht erst die Möglichkeit gibt, ein richtiges Kreuzchen zu machen, und zwar nicht nur im wörtlichen Sinne und seit Umstellung auf das elektronische Tastenwahl-System, ist kein Geheimnis. Lug und Trug von allen Seiten. Dennoch ist es natürlich wichtig, Schadensbegrenzung zu betreiben, die Ärmel hochzukrempeln und Mitbürger, die sich gerade auf dem ihrer Meinung nach rechten Weg zur Wahl befinden, mit einem beherzten Schlag ins Kreuz außer Gefecht zu setzen. Dass man dabei den ein oder anderen Richtigen erwischt, ist immerhin realistischer als bei der Wahl an sich.

MS

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nichts als sand, die kleine bühne

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nichts als sand, die kleine bühne


Das Stück spielt, passend zum hochsommerlichen Wetter, am Meer bzw. am Strand. Und genau dorthin wird der Zuschauer von Beginn an mitgenommen. Auf der Bühne drei kleine Strandhäuschen und ein paar Gartenmöbel, dazu Meeresrauschen aus den Lautsprechern, Möwen hängen hier und da über dem Zuschauerraum und Handtücher auf den Sitzplätzen markieren die reservierten Plätze – genauso, wie es am Strand Sitte ist, um sich das auserwählte Plätzchen freizuhalten, bevor es sich ein anderer schnappt.

Und um eben dieses fragwürdige Verhalten von „Besitz“- Ansprüchen in freier Natur handelt das Stück, das unter Regie und Co-Regie von Andreas Ludin und Kathrin Glöde auf der Kleinen Bühne am 15. August Premiere hatte. Es geht um zwei Ehepaare, die seit Jahren am selben Ort, nämlich in ihren Ferienhäusern, Urlaub machen.

Doch in diesem Jahr ist alles etwas anders. Nicht nur, dass die Scheibners diesmal Birgits Schwester Pauline und Svens resolute und altersstarrsinnige Mutter im Schlepptau haben, das dritte Häuschen hat dieses Jahr jemand anderes gemietet: Jan. Ein junger Mann, der mit seinen beiden Nichten anreist, der vor allem Spaß im Urlaub haben will und der das Leben locker und weniger ernst nimmt. Er passt mit seinem Lebensstil nicht so recht zu den älteren, in ihren Gewohnheiten festgefahrenen Paaren. Als sei dies aber noch nicht genug, tummeln sich immer wieder andere Urlauber auf dem kleinen Strandabschnitt vor den Häuschen der scheinbar Privilegierten und stören deren liebgewonnene Eintönigkeit.

Das sind einfach zu viele Veränderungen für die deutschen Urlauber! Mit allen Mitteln versuchen sie „ihren“ Teil des Strandes zu verteidigen. Kurzerhand werden Grenzen gezogen und Regeln erfunden. Doch die Eindringlinge setzen sich darüber hinweg, erkämpfen sich hartnäckig einen Platz. „Das ist die Abgrenzung!“, ruft ein älterer Herr aus dem Publikum und sagt dann zu der Frau neben sich: „Das sind die Radikalen.“ Doch das Spielen mit den Klischees und die Ironie der Geschichte wird selbst – oder gerade? – auch von den älteren Besuchern mit dem ein oder anderen „Herrlich!“ kommentiert.

Nichts als SandLetztendlich ist es Jan, der mit seinem jungenhaften Charme nicht nur Pauline, sondern auch die beiden Familien für sich gewinnen und so zwischen den Fronten vermitteln kann. „Dieses kleine Refugium macht uns doch alle zu Nachbarn“, heißt es dann am Ende und Alter oder Klasse spielen keine Rolle mehr. Ironisch und mit Leichtigkeit verpackt, transportiert Bob Larbeys Komödie ein gesellschaftskritisches Thema und schafft es durch die liebenswert-skurrilen Charaktere mit hohem Wiedererkennungswert, einen Spiegel vorzuhalten, so dass man gar nicht anders kann, als über die Ebenbilder zu lachen.

Eine rundum gelungene Inszenierung – nicht zuletzt wegen der schauspielerischen Leistungen zum Beispiel einer zum Schreien komischen Kathrin Galas alias Birgit Scheibner, die schon durch ihre großartige Gestik und Mimik überzeugt, oder der Darstellung des „kleinen Mannes“ Sven Scheibner (Hinrich Ennen), der sich ganz groß fühlt und sich so herrlich aufspielt – allerdings nur solange, bis ihm seine Frau sagt, wo es lang geht. Sehr erfrischend und höchst amüsant!

Text und Foto: Christine Meier

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bad-community


Hannover hat ein großes Loch in der Tasche. 300 Millionen Euro werden am Ende des Jahres voraussichtlich fehlen. Besonders kritisch beäugt man da natürlich die Finanzspritze für die Messe. 125 Millionen sind geflossen. Geld, das Hannover nicht hat. Und auch in absehbarer Zeit nicht haben wird. Schulden, die bleiben. Aber was soll man machen? Der Messe kein Geld geben? Muss die Stadt sich von Verlustbringern trennen, so wie Dirk Toepffer jüngst vorgeschlagen hat? Was wäre Hannover ohne seine Messe? „Eine Stadt mit günstigeren Hotelpreisen, sonst ändert sich nichts“, behaupten böse Zungen. Wie auch immer, die Nachrichten über hoch verschuldete Städte und Gemeinden häufen sich. Wir in Hannover sind nicht die einzigen in Deutschland. Nun haben wir uns schon eine Weile gefragt, wie die CDU nach der Wahl, zusammen mit der FDP, ohne Steuererhöhungen klarkommen will. Jetzt ist durchgesickert (uns erreichte eine Mail aus Berlin), dass die CDU einen klugen Plan hat, noch streng geheim, denn man will der SPD natürlich nicht verraten, wie das alles funktionieren kann. Wenn es stimmt, was man sich in Kreisen der CDU zuflüstert, so haben sich die Finanzstrategen etwas recht Bemerkenswertes ausgedacht.

Für die Banken gab es die Idee der Bad- Banks. Faule Wertpapiere werden ausgelagert, die Good-Banks haben wieder eine lupenreine Bilanz, und alles wird gut. Das klingt vernünftig. Warum also nicht dieses Modell auch auf die Städte und Gemeinden in Deutschland anwenden. Bad-Städte und Bad-Gemeinden, das ist der neue Weg der CDU aus der Schuldenfalle. Verschuldete Städte und Gemeinden werden in einer Bad-Community zusammengeschlossen und über die nächsten zwanzig Jahre abgewickelt. Deutschlands Schuldenbilanz wäre wieder einigermaßen im Lot, alles wird gut. Natürlich würde eine solche Bad-Community keinen Cent mehr vom Bund bekommen. Denn das würde ihre Existenz nur unnötig verlängern. Man wirft ja kein Geld in ein offenes Grab. Und so wird es ganz ohne Steuererhöhungen gehen nach der Wahl. Wir in Hannover und die Menschen in allen anderen verschuldeten Städten und Gemeinden Deutschlands können uns nun schon mal Gedanken darüber machen, wohin wir künftig umziehen werden. Denn wer will schon Teil einer Bad-Community sein? Es soll da eine Gemeinde irgendwo in Bayern geben, die nicht verschuldet ist. Wenn das nicht auch wieder nur ein Gerücht ist, sehen wir uns vielleicht dort. Wollen wir hoffen, dass an diesem Gerücht etwas dran ist. Ganz böse Zungen behaupten ja, die CDU hätte gar keinen Plan, und das Wahlversprechen, die Steuern nicht zu erhöhen, sei schlicht eine Lüge. Noch so ein Gerücht…

GAH

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