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Es ist keine kleine Herausforderung, in solchen Zeiten ein Monatsmagazin, ein Veranstaltungsmagazin zu machen. Wir haben seit der Gründung 2005 „Geschichten (gelogen und wahr)“ auf unserem Titel stehen, bei den Veranstaltungen möchten wir aber doch lieber verlässlich Informationen weitergeben. Wie kann das funktionieren, wenn die Veranstalter es selbst nicht so genau wissen, beziehungsweise permanent auf die Entwicklungen reagieren, mit einem gestressten Seitenblick auf den Inzidenzwert? Dass es funktioniert hat, sieht man an dieser Ausgabe, die darüber hinaus sogar sehr dick ist. Wir haben zusätzlich zum Stadtkind noch zwei sehr spannende Beilagen auf die Beine gestellt, eine KaufLust-Sommer-Beilage und eine Theater-Beilage, jeweils mit 32 Seiten. Es war uns wichtig, vor der Sommerpause noch einmal in Erinnerung zu rufen, was wir sogar schon vor der Pandemie „gepredigt“ haben: Kauft nebenan! Wenn unsere Stadt lebendig und vielfältig bleiben soll, und das wird sie aus meiner Sicht unter anderem auch durch einen Mix kreativer kleiner Geschäfte in den Einkaufsstraßen und Seitenstraßen, dann können wir sozusagen mit den Füßen dafür sorgen.

Ähnlich ist es beim Thema Kultur. Die Veranstaltungen, die jetzt demnächst erfreulicherweise wieder stattfinden, die Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Vorstellungen, sie brauchen Publikum, brauchen zugewandte und interessierte Menschen. Wir können unserer Kultur in diesen Zeiten wieder auf die Beine helfen, wenn wir uns jetzt auf den Weg machen, bei aller Vorsicht. Darum war es mir wichtig, noch eine zweite Beilage zum Theater umzusetzen. Entstanden sind 32 Seiten Optimismus – und darüber habe ich mich sehr gefreut. Zuversicht ist genau das, was wir jetzt alle brauchen und was uns zusammenhalten kann.

Womit ich bei unserem Monatsthema bin, den Vereinen. Die Idee ist entstanden, als ich vor ein paar Wochen hörte, dass die Vereine leiden, weil zunehmend Mitgliedschaften gekündigt werden. Vereine sind für mich Orte der Begegnung und Gemeinschaft, sie sind der Kitt, der unsere Gesellschaft an vielen Stellen zusammenhält. Ein ganz wichtiger Baustein für ein funktionierendes Miteinander. Wenn es in diesen Pandemie-Auszeiten nun vermehrt Austritte gab, dann muss man sich gegen so eine Entwicklung stemmen. Wir haben „Mitglied werden – jetzt!“ auf unseren Titel geschrieben und das ist exakt so gemeint, wie es da steht. Es ist ein Appell, in die Vereine zurückzukehren oder sich ganz neu einen Verein zu suchen. Ist gesund, macht Spaß, ist eine hervorragende Medizin gegen alles Mögliche, zum Beispiel auch gegen die Einsamkeit.

Und nun viel Spaß mit dieser Ausgabe aus der „Zwischenzeit“. In der kommenden Juli-Ausgabe könnte es passieren, dass das Stadtkind wieder mit einem Veranstaltungskalender erscheint. Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns einmal über so eine Selbstverständlichkeit derart freuen würden


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