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Beim-Abspann-Aufsteher

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Beim-Abspann-Aufsteher


Aus der Rubrik „Randgruppenbeleidigung“

Der Genuss von Kubricks Kultfilm „A Clockwork Orange“ ist nicht perfekt, wenn man nicht nach der galligen Handlung auch noch das zynische „Singin‘ in the Rain“-Geträller des Abspanns über sich ergehen lässt. Und wer hat bei Wes Andersons Kritiker- und Publikumsliebling „Grand Budapest Hotel“ nicht gerne noch den witzigen Strichmännchen im Abspann zugeschaut? Davon abgesehen warten mittlerweile auch zahlreiche Blockbuster wie etwa das „Ghostbusters“-Reboot oder die Marvel-Superhelden-Filme mit Post-Credit-Scenes auf, die manch einer mit Vorfreude erwartet.

Warum also, zum Donnerwetter, erheben sich in jedem Kino stets irgendwelche Chaoten pünktlich zum Abspann und versperren einem die Sicht? Nach einem guten (oder weniger guten) Film den letzten Klängen des Soundtracks zu lauschen und dabei die Namen der Beteiligten in ihren sonderbarsten Funktionen zu lesen, ist für viele Cineasten der perfekte Ausklang. Nicht bloß, weil man bei den Coens „No Jews Were Harmed“ oder in Enyedis oscar-nominiertem „Körper und Seele“ ein bitteres „Animals Were Harmed“ lesen kann… oder weil einem Francos „Disaster Artist“ eine an Verschrobenheit kaum zu überbietende Post-Credit-Scene nach einem doch eher mäßigen Film schenkt. Nein, manch einer findet bereits Gefallen daran, anmutigen, aber unbekannten Namen wie Marc Mnémosyne wieder und wieder aufs Neue zu begegnen und dabei zu erahnen, wie viele Unbekannte eigentlich hinter einer Vielzahl der bekanntesten Filme stecken. Das ermöglicht eine ganz vertrauliche, intime Beziehung zum Film.

Oder man erfreut sich einfach daran, ganze Familienbanden im Abspann ein und desselben Films wiederzufinden. Das war mir zuletzt bei „Djam“ vergönnt – und diese Infos finde ich bislang noch nicht einmal auf der weltgrößten Internet-Filmseite. Der Abspann ist nun einmal auch (oh Wunder!) informativ! Und dass der Regisseur von „Djam“ zugleich auch für Text und Arrangement der Musik verantwortlich war, die in dem Film von so großer Bedeutung ist, ist einem Mit-Kinogänger ganz einfach deshalb entgangen, weil sich gedankenlose Egoisten rudelweise durch sein Sichtfeld geschoben haben. Und das im Koki, wo eigentlich die selbsternannten Cineasten sitzen! In den großen Multiplex-Kinos wird man bisweilen sogar regelrecht angefeindet, wenn man sich nicht zu Beginn des Abspanns erhebt.

Woran liegts? Analphabetismus? Blasenschwäche? Desinteresse an anderen Kinogängern und Kunstschaffenden? Einfach bloß sehen und unterhalten werden wollen und dann einfach auf alles und jeden scheißen, sobald man sich nicht mehr unterhalten fühlt? Weil man ein Kino mit einer Achterbahn verwechselt – und die Leinwand mit einem Schaufenster? In dumpfer Selbstgefällig erhebt man sich also aus dem Stuhl, sobald die Phase beginnt, in der man nicht bloß schauen, sondern lesen müsste. Man lässt sein Handy leuchten, trabt dem Ausgang entgegen und verharrt gegebenenfalls irritiert und unentschlossen auf eine unerwartete Filmszene blickend, die der Regisseur hinterlistig irgendwo in den Abspann hineingemogelt hat. Herrgott, dann geht doch einfach gar nicht erst ins Kino! Bleibt mit eurem Handy zu Hause! Wer sich für Filmkunst gar nicht interessiert, der hat im Kino nichts zu suchen! (Von den Arschlöchern, die einen Film im Kino lautstark geistreich kommentieren, damit jeder ihre Genialität bewundern kann, will ich jetzt gar nicht erst anfangen.) Aber man ist den Irren ja hilflos ausgeliefert: Freundliches Bitten stößt auf taube Ohren oder wird noch mit Unverständnis oder Verachtung quittiert.

Da ist es ein Lichtblick, wenn etwa eine Claire Denis ihren Abspann einfach gleich über die letzten zehn Filmminuten legt, während Handlung und Dialoge noch immer wie selbstverständlich weiterlaufen und der im Trailer großspurig verkündete Gérard Depardieu eigentlich überhaupt erst so richtig in Erscheinung tritt. Ich liebe Claire Denis aufrichtig dafür, obwohl „Meine schöne innere Sonne“ mitunter eine gehörige Geduldsprobe ist. Aber ein stöhnendes Publikum zu erleben, das sich restlos irritiert durch einen vollständigen und recht langen Abspann kämpft, weil eben noch der (wie seine Hauptfigur ziellos mäandernde) Film weiterfließt und doch kein befriedigendes Ende findet, entschädigt ungemein. Wenn das Publikum nach den Filmaufnahmen keine Stabangaben mehr lesen will, dann muss man eben die Stabangaben über oder zwischen die Filmbilder legen. Das sollte Schule machen. Damit das nervige Publikum endlich bekommt, was es verdient!

Christian Kaiser
Illustration: Illi Hinzberg

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Birgit Lapp-Schumacher & Esther Leger-Stier

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Birgit Lapp-Schumacher & Esther Leger-Stier


Der Frauen-Treffpunkt

Frauen, die unter Einsamkeit, Depressionen, Burn-Out, Ess-Störungen, Traumata und/oder Gewalterfahrungen leiden, können sich seit über 30 Jahren im Rahmen des Frauen-Treffpunkts Unterstützung suchen. Trotz finanzieller Einschnitte zu Beginn der 90er und 00er Jahre hat sich der Treffpunkt als wichtiger Schutzort etablieren können – seit 18 Jahren in der Jakobistraße 2 am Lister Platz. Wir haben mit zwei langjährigen Mitarbeiterinnen über ihre Arbeit, die Notwendigkeit und die Zukunft dieser Arbeit gesprochen.

Frau Lapp-Schumacher, wie müssen wir uns die Arbeit im Frauen-Treffpunkt vorstellen?
Birgit Lapp-Schumacher (B. L.-S.): Wir haben fünf hauptamtlich angestellte Kolleginnen mit ½- oder ¾-Stellen und elf Beraterinnen mit ca. 5-7 Wochenstunden. Alle verfügen über eine Therapie- und/oder Beratungsausbildung. Die Bezahlung ist an den öffentlichen Dienst angelehnt. Wir bieten kurz-, mittel- und längerfristige Beratungen an, je nach Notwendigkeiten und Bedürfnissen. Nach wie vor haben Frauen mit traumatischen Erfahrungen in ihrer Lebensbiographie Probleme, zeitnah einen kassenfinanzierten Therapieplatz zu finden. Wir bieten darum eine Übergangsberatung an, die aber durchaus 1,5 bis 2 Jahre dauern kann. In diesem Zeitraum entwickeln sich naturgemäß therapienahe Prozesse, die über die Beratungsebene weit hinausgehen. Durch das Angebot sind wir im Versorgungssystem eine wichtige Schnittstelle und leisten im Gesundheitssystem einen wichtigen Beitrag, der allerdings von den Krankenkassen weder wahrgenommen, geschweige denn honoriert wird.

Die Arbeit ist auch für die Beraterinnen sicher belastend.
B. L.-S.: Ja, die Arbeitsbedingungen für Beraterinnen im Gewaltbereich, der inhaltlich den größten Teil unserer Arbeit ausmacht, bringen auf Dauer die Gefahr der sekundären Traumatisierung der Beraterin mit sich. Wichtig ist darum eine strukturierte, systematische Vorgehensweise im Beratungsprozess. Nicht das traumatische Geschehen steht primär im Fokus der Gespräche, sondern die bisherigen Überlebensstrategien. Die resilienten Faktoren und Ressourcen jeder betroffenen Frau sind zu verdeutlichen und gemeinsam mit ihr weiter zu entwickeln. Stabilisierung ist das Hauptziel. Es gilt, den Verlust des Arbeitsplatzes zu vermeiden, ebenso Krisen in Partner- und Freundschaften. Und darüber hinaus soll die transgenerative Weitergabe der Traumafolgen vermieden werden. Da geht es um den Schutz der Kinder. Wenn Beratung und Therapie wirken, wird die transgenerative Weitergabe unterbrochen. Gelingt die vertrauensvolle und emphatische Beratungsarbeit, kann man von schöpferischen Prozessen sprechen, die beiden, die Beraterin vor sekundärer und die Klientin vor wiederholter Traumatisierung schützen. Ebenso wichtig für gute Arbeitsbedingungen ist natürlich eine gute Teamarbeit. Supervisorinnen unterstützen uns bei der Teampflege und begleiten uns inhaltlich bei schweren Fällen. Humor, Kunst und Musik sind außerdem wichtige Ressourcen. Belastend ist dagegen in letzter Zeit der gesellschaftliche Wandel. Der allgemeine Rechtsruck geht wie selbstverständlich einher mit der Herabsetzung der Frauen, uns begegnen vermehrt völlig rückwärts gewandte, (ur)alte Rollenzuweisungen. Befeuert durch einen amerikanischen Präsidenten, der sich infantil damit brüstet, Frauen dahin zu fassen, woer will. Es gab schon bessere Botschafter in Sachen Gleichberechtigung…

Kommen wir mal zur Beratung: Die versteht sich ja als feministische Beratung – und richtet sich ausdrücklich an Frauen. Wie passt das mit dem Einsatz für Geschlechtervielfalt und Frauen* zusammen, der in ihrer Broschüre zum Ausdruck kommt?
B. L.-S.: Es gibt für uns keinen Widerspruch zwischen einer feministischen Haltung und der Anerkennung vorhandener Geschlechtervielfalt. Im Gegenteil, wir fordern ausdrücklich deren Anerkennung in allen Lebensbereichen. Und wenn jemand kommt, der Beratungsbedarf hat, werden wir ihn sicherlich nicht abweisen. Es gibt ja vereinzelt Menschen, die sich haben umwandeln lassen und die in den Krankenhäusern teilweise durchaus traumatisierende Erfahrungen gemacht haben. Es gibt zudem Fälle, bei denen schon im Babyalter einfach eine Entscheidung für ein Geschlecht getroffen wurde. Das ist heute glücklicherweise seltener geworden. Und es gibt inzwischen andere Einrichtungen, die sich speziell darum kümmern. Mit denen sind wir gut vernetzt. Hier bei uns sind das aber Ausnahmen, zu uns kommen überwiegend Frauen.

Aber nicht nur Frauen?
B. L.-S.: Wenn eine Frau kommt, bei der sich herausstellt, dass nicht nur sie diejenige ist, die Therapiebedarf hat, bieten wir in Ausnahmefällen auch mal Paargespräche an. Aber einer Beratung nur mit Männern machen wir nicht. Entweder schicken wir sie zum Männerbüro oder schauen, was für Gruppenangebote es gibt, und empfehlen das entsprechend weiter. Umgekehrt machen es die anderen Beratungsstellen genauso.

Welche Rolle spielt denn Weiblichkeit in der Beratung?
Esther Leger-Stier (E. L.-St.): Sexuelle Gewalt bedeutet ja, dass die Weiblichkeit verletzt ist. Es gibt bei jedem Menschen den Wunsch nach erfüllter Sexualität und sexueller Identität. Daher geht es in den Beratungen auch darum, wie man mit den Erfahrungen und Verletzungen irgendwann dennoch eine gesunde oder zusprechende Sexualität erleben kann. Allerdings ist das meistens erst nach längerer Zeit der Aufarbeitung des Traumas möglich. Wir haben körpertherapeutische Ausbildungen, wo das in den Ausbildungsgängen thematisiert wird. Ich habe zum Beispiel eine Ausbildung in bioenergetischer Analyse, die über fünf Jahre ging. Eines der Hauptziele ist dabei die Befreiung und Förderung körperlicher und auch sexueller Energien gewesen. Grundsätzlich ist es immer wieder spannend, in den Beratungen auch über die Fragen der Bewertungen von Weiblichkeit zu diskutieren, gesellschaftliche und persönliche. Wer empfindet sich selbst und andere wann wieso und weshalb als weiblich und männlich? Fühlen sich Frauen vielleicht lediglich durch den „männlichen Blick“ als weiblich? Was macht Weiblichkeit aus? Oder ist das alles lediglich eine Konstruktion und dient unter anderem vielleicht nur der Zuordnung, wobei marktwirtschaftliche Verwendungszwecke im Vordergrund stehen? Im Rahmen von Geschlechtervielfalt ist die Einordnung in „männlich/weiblich“ und den ihnen zugeschriebenen Bewertungen eh defizitär und zu überprüfen.

Wie fallen die Rückmeldungen zur Beratung aus? Gelingt es, nachhaltig zu helfen?
B. L.-S.: Am Ende jeder Beratung steht zunächst ein Resümee. Erarbeitetes wird noch mal angeschaut und Feedbacks angesprochen. Eine überwiegend hohe Zahl der Frauen beschreiben unsere Arbeit als hilfreich, konstruktiv, vertrauenswürdig, wichtig und bereichernd. Viele empfehlen uns darum im Freundinnenkreis weiter. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, sich bei erneuten Krisen wieder zu melden. Und wir bieten an, dass sich die Frauen auch nach der Stabilisierung einmal im Monat melden können. Da sind wir sehr frei in den Entscheidungen, wie wir das handhaben, wir sind ja nicht an die Bedingungen der Krankenkassen gebunden.
E. L.-St.: Das finde ich in einem weiteren Zusammenhang sehr wichtig. Bei uns herrscht Anonymität. Wir führen zwar Statistiken, anonymisieren diese aber komplett. Meine Erfahrung ist ebenfalls, dass wir sehr viele ausgesprochen positive Rückmeldungen haben. Das liegt ganz sicher auch daran, dass wir eben nicht ausschließlich eine Beratungs- und Therapieeinrichtung sind. Man kann nicht nur kommen, wenn man ein Problem hat. Es gibt Möglichkeiten, zum Beispiel das Frauen-Frühstück, da können Frauen – ob in Therapie oder nicht – einfach kommen, um nicht alleine zu sein und um sich auszutauschen. Es gibt Bewegungsgruppen, Rhythmik und Tanz. Und ich leite die Kunstgruppe, in der Frauen sich in entspannter Atmosphäre ausdrücken und ausprobieren können. All diese Möglichkeiten werden von den Frauen sehr geschätzt. Und der Zugang ist sehr einfach gestaltet. Hinzu kommen seit einiger Zeit noch integrative Gruppen. Geflüchtete Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund haben uns schon von Anfang an aufgesucht, seit der neusten Flüchtlingswelle wieder mehr. Mit dem Wissen über erlebte Traumata während des Krieges und der Flucht haben wir speziell verschiedene Gruppen eingerichtet, in deren Verlauf die Teilnehmerinnen die Möglichkeit haben, abgelenkt vom Trauma zur Ruhe zu kommen und Musik, Tanz und Malerei zu genießen.

Es gibt also ein Zusammenspiel zwischen dem Gespräch unter vier Augen und dem Austausch mit anderen?
B. L.-S.: Die Gruppenarbeit wurde von den Mitarbeiterinnen schon immer als ganz wichtig bewertet. Es laufen darum immer wieder unterschiedliche Gruppenangebote, über die auch unsere Website informiert. Darüber hinaus bieten wir natürlich auch Sprechzeiten, Telefonsprechzeiten und eine Online-Beratung an.

Gibt es von ihrer Seite bei akuten Fällen Hilfe, Plätze in psychiatrischen Einrichtungen zu bekommen?
B. L.-S.: Das kommt eher selten vor, aber mit Hilfe des zuständigen sozialpsychiatrischen Dienstes geht eine Einweisung recht schnell. Es gibt dann natürlich das Angebot, dass die Frau wiederkommen kann, wenn sie wieder stabil ist.

Gibt es eine Art „Erfolgsquote“?
B. L.-S.: Prozentangaben sind leider nicht möglich, Bürokratie in dem Sinne ist leider immer noch ein Mangel bei uns (lacht). Wir sind im Moment dabei, uns darauf einzurichten, künftig mehr Verwaltungsarbeit zu machen, um unsere guten Ergebnisse auch dokumentieren zu können. Denn solche Zahlen brauchen wir schon.

In einer idealen Welt würde es den Frauen-Treffpunkt nicht geben, oder?
B. L.-S.: Das ist die Frage. Das wäre sicher wünschenswert, ist aber wohl unrealistisch. Momentan erleben wir ja ohnehin, wie schon gesagt, eher einen Rollback in Sachen Geschlechterrollen. Und ganz am Ende wird sich die Geschlechterfrage wohl nie ganz lösen lassen. Was treibt Männer und Frauen um? Letztlich geht es sehr oft zum Beispiel um Macht. Und es stellen sich darüber hinaus ja auch noch ganz andere Fragen. Ist beispielsweise die Kleinfamilie wirklich die ideale Form des Zusammenlebens – oder ist sie womöglich eher das große Übel, das ständig Beziehungsstörungen produziert? Sind vielleicht andere Formen des Zusammenlebens wesentlich geeigneter?

Gibt es aktuelle Entwicklungen im Frauen-Treffpunkt?
B. L.-S.: Ja, wir haben das letzte Jahr noch einmal eine zusätzliche Förderung vom Land Niedersachsen bekommen und konnten so eine neue Kollegin einstellen mit einer ¾-Stelle. Und insgesamt bemerken wir mehr Interesse an unserer Arbeit. Denn das Thema „Gewalt gegen Frauen“ ist ja im Zuge der aktuellen #MeToo-Kampagne in aller Munde. Was gut ist. Wir machen diese Arbeit schon seit 30 Jahren und wissen darum sehr genau, dass es all diese Themen schon immer gegeben hat. Wenn jetzt das Thema der sexuellen Belästigung, auch am Arbeitsplatz, mehr Aufmerksamkeit erfährt, ist das höchste Zeit. Mit welcher Selbstverständlichkeit solche Übergriffe vorkommen, wird ja momentan immer deutlicher. Wir bekommen im Frauen-Treffpunkt immer sehr direkt mit, welche aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen es gibt und was von irgendwelchen Leuten in die Welt gesetzt wird. Es ist ja nicht allein ein Donald Trump in den USA, der seine Botschaften verbreitet, wie man Frauen behandeln darf. Ihm folgen etliche rechtskonservative Politiker, die dann Rollenmuster predigen, die eher ins tiefste Mittelalter gehören.

Gibt es die Sorge, dass aufgrund der Tendenz nach rechts irgendwann Gelder wegfallen könnten?
B. L.-S.: Natürlich. Mit dem Rechtsruck in Deutschland bekommen ja auch eigentlich längst obsolete Rollenmuster wieder Konjunktur. Und wenn bei uns demnächst rechtskonservative Kräfte vermehrt in den Räten und Parlamenten sitzen, wird das für uns schnell existenziell. Natürlich würden solche Politiker uns die Gelder kürzen oder ganz streichen. Denn wir arbeiten ja im Grunde gegen diese tradierten Muster. Dass mit den momentanen Veränderungen in der Gesellschaft unsere Arbeit anscheinend immer wichtiger wird, spüren wir übrigens schon jetzt sehr deutlich. Wir sind komplett ausgelastet. Und so ergibt sich ein unschönes Szenario: Je mehr Einrichtungen wie die unsere gebraucht werden, desto höher ist das Risiko, dass solche Einrichtungen von der Politik ausgeschaltet werden.
E. L.-St.: Wir müssen ja jedes Jahr die Gelder neu beantragen, theoretisch könnten also auch nach über 30 Jahren erfolgreicher Arbeit jedes Jahr die Finanzen gekürzt werden. Wir sind darum sehr glücklich, dass man unsere Arbeit in Hannover durchaus wertschätzt. Aber das kann sich mit anderen politischen Konstellationen und Mehrheiten natürlich schnell ändern. Wir wollen es nicht hoffen…

 

Birgit Lapp-Schumacher (B. L.-S.) ist Sozialpädagogin und hat seit 1984 stationär in der Drogentherapie gearbeitet, ehe sie 1992 in den Frauenprojekten tätig wurde. Sie hat eine körpertherapeutische Zusatzausbildung sowie Fortbildungen zu Essstörungen und Traumatherapie absolviert. Nebenberuflich arbeitet sie auch im Frauentherapie- und Beratungszentrum Amanda e.V.

Esther Leger-Stier (E. L.-St.) ist bildende Künstlerin, Kunsttherapeutin und Sozialpädagogin. Sie arbeitet seit 15 Jahren beim Frauen-Treffpunkt und hat eine Ausbildung zur Traumaberaterin absolviert. Da 85 Prozent der Frauen, die zum Treffpunkt gehen, Gewalterfahrungen gemacht haben, ist diese von besonderer Wichtigkeit. Aber schon zuvor wurde Leger-Stier als „nur“ bildende Künstlerin wegen ihrer neuen Kompetenzen mit offenen Armen im Team empfangen, da auf die ausgewogene Mischung aus bildender Kunst, Pädagogik und Beratung/Therapie viel Wert gelegt wird.

Interview: Saskia Gehrke, Christian Kaiser

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Elbsegler

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Elbsegler


„Rucksack, Ziegelsteine, Spree oder Leben“? Diese Frage stellte sich irgendwann der gebürtige Hannoveraner Elbsegler. Gleichzeitig war das der Startschuss für die Arbeiten an seinem Debütalbum „Fluss statt Land“, das am 20. Juli 2018 erscheinen wird – der Versuch, Antworten zu finden. Der Singer-Songwriter beschreibt in seinen Liedern authentische Episoden aus seinem Leben von der Jugend bis zur Gegenwart.

Doch Ausgangspunkt für den Einstieg in die Album-Produktion war auch ein glücklicher Zufall. 2014 traf der 43-jährige Musiker seinen alten Schlagzeuglehrer wieder, Albrecht „Albi“ Husen. Und nachdem man ins Gespräch kam und natürlich auch die Musik Thema war, entstand zeitnah der Gedanke, das Potenzial des Singer-Songwriters mit den Produktionskenntnissen von Husen zu verbinden und zusammen Tracks aufzunehmen.

Auf seinem Debütalbum finden sich nun zehn sehr persönliche Geschichten, die über die dreijährige Produktionszeit langsam zu einem Ganzen heranwuchsen, tatsächlich zu einem Album. Wobei alle zehn Stücke jeweils ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Gleichberechtigt stehen sie nebeneinander, ganz bewusst wurde darauf verzichtet, einen ausgewählten Song besonders radiotauglich zu arrangieren und damit hervorzuheben. Denn das hätte dem Grundgedanken des Singer-Songwriters widersprochen, eben keine Schubladen zu bedienen. Glücklicherweise hat der Elbsegler mit dem Osnabrücker Musiklabel „Timezone Records“ Mitstreiter gefunden, die seine Prioritäten und Wünsche ernst genommen und akzeptiert haben.

„Fluss statt Land“ ist ein abwechslungsreiches Hörerlebnis. Monotonie? Fehlanzeige! Immer wieder überrascht das Album mit verschiedenen Features. Beispielsweise erklingt in „Gedanken“ und insbesondere in „Blumenkinder“ neben dem Singer-Songwriter auch eine Frauenstimme – sehr passend, denn in den Stücken geht es um Interaktion, das Wechselspiel der Stimmen gibt dem Text Authentizität und lässt ihn lebendiger wirken. Dazu bereichern und beleben einige Gastmusiker die Stücke, unter anderem Christoph van Hal, bekannt durch das Poesie-Pop-Duo „Milou & Flint“, der mit seiner Trompete Akzente setzt. Profitiert hat das Album in diesem Zusammenhang natürlich von der 20-jährigen Projekterfahrung von Albi Husen und seinen guten Kontakte zu vielen Musikern.

Die Figur Elbsegler ist angelehnt an die kultige Kopfbedeckung. Der Beatle John Lennon hat in den 60ern seinen „Lennon-Hat“ getragen, der bekennende Beatles- und Lennon-Fan aus der Region Hannover trägt nun seinen Elbsegler – passend, auch wegen der hörbaren Britpop-Einflüsse auf seinem Album.

Auftritte sind in nächster Zeit nicht geplant, aber es gibt bereits Ideen für ein kommendes zweites Album. Fans des Singer-Songwriters mit der Gitarre in der Hand können sich also auch künftig auf neue Einblicke in die Lebenswelt des Elbseglers freuen.

Text: Saskia Gehrke, Foto: A. Fuchs

Weitere Infos, Musik und Videos unter:
www.elbsegler.info

Das Debütalbum erscheint am 20. Juli!

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Kia Kahawa

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Kia Kahawa


Bei unserem Treffen im Café CoffeeTime, wo sie sonst auch oft mit ihrem Co-Autoren an einem ihrer drei laufenden Buch-Projekte arbeitet, erzählt die Vollzeit-Hybrid-Autorin Kia Kahawa von Ideenfindung und Arbeitsweisen, ihrer bewussten Teil-Entscheidung für das Selfpublishing und dessen Stationen. Die aktuelle ist besonders spannend: Am 1. Juni startet die Crowdfunding Kampagne zu ihrer Hannover-Novelle „Hanover‘s Blind“.

Das fabulöse Pseudonym „Kia Kahawa“ stammt noch aus Abiturzeiten, als die heute 24-jährige (Sas-)Kia eine Kanne Kaffee am Tag konsumierte und sich dieses Faible – im Suaheli-Wort für Kaffee ausgedrückt – als Spitz- und späterer Künstlername niederschlug. Auf der Buchmesse im letzten Jahr war Kia noch als „Die mit den Steuern“ bekannt, denn die ehemalige Steuerfachangestellte bietet AutorInnen Hilfe zur Selbsthilfe auf ihrem Blog „Autoren an die Steuer“. Inzwischen ist sie als weit facettenreichere Autorin etabliert und jetzt „Die, deren Protagonisten einen an der Waffel haben“. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist, dass ihre Protagonisten ihre eigenen Antagonisten sind: Fiona aus „Die Krankheitensammlerin“ (2016 erschienen) ist übergewichtig und depressiv, quasi ‚der Fehler in der Welt‘, Alois aus „Irre sind menschlich“ ist der Coolste – kriegt eine manische Psychose und kommt in die Psychiatrie, die der Narzisst dann gehörig auf den Kopf stellt (wird im März 2019 bei einem Verlag veröffentlicht). Das Projekt „Zwei Seelen“ (in Arbeit) handelt von zwei Jugendlichen – sie ist überfordert und wird gemobbt, er ist unterfordert und wird zum Mobber. Ebenfalls noch im Entstehen ist ein gemeinsames Projekt mit Kias Co-Autor Florian Eckardt, das den Arbeitstitel „Der Abschalter“ trägt. Aus einer Schnapsidee beim Autorenstammtisch geboren und zunächst als Kurzgeschichte geplant, wächst es sich inzwischen zu einer Trilogie aus (2020 wird der erste Teil erscheinen). Darin geht es um eine Welt in der Zukunft, in der die Sozialversicherung den Staat übernommen hat– und in der diejenigen der (sich rätselhaft häufenden) Komapatienten, die zu arm sind, „abgeschaltet“ werden.

Kias schon vollendetes Werk „Hanover‘s Blind“ dreht sich um Adam, der sein Studium in Cambridge abgebrochen hat und in seine Traumstadt Hannover zieht. Hier hat er als Kind gewohnt, als er noch gesund war. Hier möchte er auf eigenen Beinen stehen, einen Job und ein Leben mit Erfüllung haben, nicht – so wie es für Menschen mit Beeinträchtigungen oft Standard ist – das geringste Übel. Deswegen entscheidet er sich dazu, seine Sehbehinderung zu verheimlichen. In Hannover lernt er lieben, tanzen und scheitern – und dass es vielleicht doch nicht seine beste Idee war, seine Sehbehinderung zu verstecken.

Adams kreative Lösungen, um an sein Recht auf Glück zu kommen, finden sich auf 180 humorvollen Seiten. Die Novelle umfasst 13 Kapitel, die jeweils nach Orten bzw. Haltestellen in Hannover benannt sind. Kia hat an allen diesen Orten Details gesucht und gefunden, die Sehende im Alltag nicht wahrnehmen. Auch die werden Hannover also nach dem Lesen mit anderen Augen sehen. Seit Januar arbeitet Kia an der Crowdfunding Kampagne zu „Hanover‘s Blind“, denn sie wollte ihre Novelle weder ändern noch in eine bestimmte Schublade einsortieren, so wie es einige Verlage zur Bedingung für das Verlegen gemacht hatten. Sie hat sich deshalb bewusst für eine Veröffentlichung über die Plattform der Randomhouse Gruppe und Books on Demand, Twentysix, entschieden. Ab dem 1. Juni bis Anfang Juli kann man Kia Geld spenden, damit sie ihr Projekt verwirklichen kann, und erhält dafür ein Dankeschön: Wenn das Fundingziel erreicht wird, kommen im September (abhängig von der Spendensumme) das E-Book, das Taschenbuch, die limitierte, exklusiv nur für die Kampagne gedruckte Hardcover-Auflage oder die anderen Goodies zu den Unterstützern. Und „Hanover‘s Blind“ kommt regulär in die Buchläden. Wir wünschen viel Erfolg und freuen uns auf die Lektüre!

Text: Anke Wittkopp Foto: Lily Wildfire

Kia Kahawa unterstützen und die Veröffentlichung von „Hanover‘s Blind“ ermöglichen:
www.startnext.com/hanovers-blind

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Kazumi Sushi Manufaktur

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Kazumi Sushi Manufaktur


Die zwei Freunde Alan Temirov und Kaiyuan Chen haben ihren gemeinsamen Traum von einem modernen japanischen Sushi-Restaurant auf der Lister Meile verwirklicht. Seit sieben Monaten kann man Sushi-Meister Kai in der Kazumi Sushi Manufaktur live dabei zusehen, wie er die hübschen Häppchen fingerfertig auf Bestellung zubereitet. Alan kümmert sich im minimalistischen Ambiente um die Gäste und serviert neben traditionellem Sushi auch witzige Variationen mit Mango, Spargel oder geräuchertem Aal.

Vereinzelte Mangas an Wänden und Säulen, cleane Lampen, zarte heimische Blumen, schiefergrauer Steinboden und helle Holzmöbel – das Kazumi vermittelt dank zweier Glaswände und Blick in den anliegende Friseursalon eindeutig Tokio-Flair. Hektisch geht es hier aber nicht zu, die transparente Optik findet vielmehr ihre Entsprechung im offenem Wesen von Alan und der Minimalismus spiegelt sich in der Sushi-Kunst von Kai. Der verzichtet bewusst auf Geschmacksverstärker und künstliche Produkte wie z.B. Surimi, und setzt voll auf Frische und Natürlichkeit, wie wir vom ersten Bissen an feststellen.

Der Thunfischsalat bietet mit schierem, nur unmerklich gewürztem Thunfisch den Spaß, selbst kleinste Nuancen der beigemengten Paprika-, Gurken- und Ingwerstückchen und ihren Einfluss auf den Fisch bemerken zu können. Auch alle folgenden Sushi lassen einem das Vergnügen, ihre Hauptkomponenten erst einmal recht pur belassen zu verköstigen, bevor man mit Sojasauce und/oder Wasabi und Ingwer weitere Geschmacksregister zieht. Schön sämigen, nicht trockenen Reis und durchweg wünschenswerte Konsistenzen weisen sowohl die rohen Fischspezialitäten als auch die vegetarischen Rollen auf. Die acht Sushi mit Ente (für 7,60 Euro) etwa bekommen schon vom knisternden Tempurateig um das gebackene Entenfleisch und von einem Salatblatt zusätzliche Knusprigkeit verliehen. Bereits beim Kauen gesund klingt zum Beispiel der Frische-Sieger aus dem Gunkan Mix (für 9,80 Euro), das Sushi aus mit Gurke umhüllten Seealgen und feinem Sesamhauch. Auf der Kazumi-Spezial-Platte (für 13,90 Euro) findet sich mit Sushi aus Thunasalada und Kresse in Gurkenblatt noch so ein knackiger, salatiger Happen. Wer es geschmacksintensiver liebt, dem seien die Philadelphia-Rolle (auch auf verschiedenen Mix-Tellern zu finden) mit Lachs, entzückendem Frischkäse-Schaum und Avocado, oder die Sushi mit Mousse aus gekochtem Lachs oder Thunfisch und Mayo ans Herz gelegt – Suchtgefahr! Originelle Sushi-Kreationen wie die Spargelrolle mit Frischkäseschicht um die akkurat gegarte Stange lassen regionale Klassiker im Sushi-Gewand aus einer ganz neuen Perspektive erleben. Eine witzige Idee ist es auch, den nordischen Aal, wie hier üblich, geräuchert als Nigiri-Variante anzubieten.

Richtig kreativ wird es abschließend beim Mochi-Klebreisdessert, das in zartem Teig Eisfüllungen mit kräftigen Geschmäckern von Kokos, grünem Tee und Yuzu (der weniger sauren, fruchtig-bitter-süßen japanischen Zitrone) beherbergt (für 4,20 Euro). Die Variante mit Creme-Füllung in Form einer kakaobestäubten Tiramisukugel oder von rundem Käsekuchen mit Erdbeeren darf man sich genausowenig entgehen lassen – daran sollte man beim Bestellen denken. Telefonisch oder per Internet kann man übrigens auch ordern und die frisch vorbereiteten Sushi zum gewünschten Zeitpunkt selbst abholen, einen Sushi-Catering-Service bietet das Kazumi-Duo zusätzlich an. Ob in der Mittagspause, abends oder zur Firmenfeier – hier eröffnen sich reichlich Gelegenheiten zum Genießen der handgemachten Sushi-Delikatessen.

 Anke Wittkopp

Lister Meile 17, 30161 Hannover
Tel. (0511) 10 53 19 71
Öffnungszeiten:
Mo-Do 12-15 Uhr und 17-22 Uhr
Fr & Sa 12-22 Uhr
So & Feiertage 15-22 Uhr

www.kazumi-sushi.de

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Gunilla

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Gunilla


Kleidung für Kinder

Klamotten für Kinder zu finden, kann ganz schön nervenaufreibend sein: Mal ist es nicht die richtige Größe, dann gefällt die Farbe nicht oder der Stoff ist zu empfindlich für den Alltag in der Kita. Da ist es gut, dass man bei „Gunilla Kinderkleidung“ auf geduldige Beratung und ein praktisches Umtauschrecht zählen kann. Ob Jacken, Gummistiefel oder Hausschuhe: In dem schnuckeligen Laden in Linden findet sich etwas für jeden Geschmack. Im Juni feiert Gunilla ihren Geburtstag mit einem Sommerrabatt.

Vor zehn Jahren hat es mit einem Raum bei „Rosine & Gunilla“ angefangen, wo Dine Schlenzig ihre Näharbeiten anbot. Mittlerweile hat sie den Laden übernommen und ihr Sortiment im Bereich Kinderkleidung deutlich ausgebaut. Zwar könnte ein Mehr an Platz nicht schaden, aber dafür den geliebten Kiez zu verlassen käme für Dine nicht infrage. Immerhin kennt sie viele Kunden und Kinder persönlich und weiß oft recht gut, wer sich für welches Produkt interessieren könnte.

Seit zwei Jahren führt sie das kleine Geschäft in der Stephanusstraße gemeinsam mit ihrer Schwester Pia. Als gebürtige Norwegerinnen sammeln die beiden mit Vorliebe Artikel mit skandinavischem Flair, lieben frech-bunte Farben ohne die Funktionalität aus den Augen zu verlieren. In ihrem Sortiment für Babys und Kinder bis Größe 140 mischen sich unter große Namen auch unbekanntere Labels, die sie für sich und ihre Kundschaft auf Messen entdecken. Dazu gehören etwa die Regenoveralls von der belgischen Firma Ducksday, romantische Kleider von NoaNoa, lustige Sommerschuhe von Natural World oder die beliebten Mini-A-Ture-Jacken. Ein wahrer Verkaufsschlager sind die Rucksäcke von Blafre, für die die Schwestern auf Anfrage ihrer Kunden auch passende Brotdosen und Trinkbehälter gefunden haben. Aber nicht nur praktisch, sondern auch möglichst umweltfreundlich sollen die Artikel bei Gunilla sein. Deshalb wird beispielsweise auf die biologischen Baumwollstoffe des GOTS-zertifizierten LabelsLoud&Proud, chromfreies Leder oder Gummistiefel aus Naturkautschuk gesetzt.

Bei kleinen Kindern kann es oft recht anstrengend werden, die neuen Klamotten direkt im Laden anzuprobieren. Deshalb darf man das auch zu Hause tun, denn die Kleidung kann innerhalb von zwei Wochen problemlos zurückgegeben oder umgetauscht werden. Das gilt natürlich auch für Kleidergeschenke, die nicht passen. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, kann einfach einen schick verpackten Geschenkgutschein kaufen.

Ein langjähriger Wunsch von Dine und Pia ist es übrigens, eine eigene Kollektion zu designen und im Laden anzubieten. Zwar fehlte dafür bislang die Zeit, es gibt aber auch so immer wieder handgearbeitete Stücke im Angebot, zum Beispiel gehäkelte Babyschuhe oder gestrickte Pullover und Accessoires in der Winterzeit.

Um ihren zehnten Geburtstag zu feiern, veranstaltet Gunilla pünktlich zum Sommeranfang vom 21. bis zum 23. Juni eine Rabattaktion mit 20 Prozent auf alle Artikel. Außerdem verlängert der Laden am Samstag, den 23., seine Öffnungszeit bis 18 Uhr. Wer vor den Sommerferien also noch schnell ein paar Badesachen oder einen leichten Sommerhut braucht, kann bei Gunilla günstig shoppen.

Anja Dolatta

Stephanusstraße 21
Tel. (0511) 123 41 84

Öffnungszeiten:
Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr
www.gunillakinderkleidung.com

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