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Ehrenamtliches Engagement: CleanUp Hannover

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Ehrenamtliches Engagement: CleanUp Hannover


Was als Spaziergang im Covid-Lockdown begann, ist heute eine feste Größe im hannoverschen Ehrenamt: CleanUp Hannover mobilisiert zahlreiche Menschen für saubere Stadtteile, mehr Umweltbewusstsein und das gute Gefühl, gemeinsam etwas zu bewegen.

„Ich hatte lange das Gefühl, es interessiert die Leute nicht. Aber es werden immer mehr auf uns und das, was wir tun, aufmerksam“, strahl Jacqueline Perrineau, Projektleiterin bei CleanUp Hannover. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn die Arbeit plötzlich wahrgenommen wird. Und zwar nicht nur als ewige Kleinarbeit, sondern als sichtbare Bewegung in der Stadt.“ Regelmäßig sind die acht Ehrenamtlichen von CleanUp Hannover gemeinsam mit einer Vielzahl von anderen Aktiven in der Stadt unterwegs, um Abfälle einzusammeln und Hannover ein Stück schöner zu machen.

„Man merkt erst, wie viel da liegt, wenn man wirklich hinschaut“, erklärt Leonie Müller, die seit 2023 dabei ist. Das stille Müllproblem, über das viele Hannoveraner*innen hinwegsehen, wird durch die CleanUps sichtbar. „Viele Leute nehmen den Müll gar nicht mehr wahr. Wenn wir aber mit unserem CleanUp fertig sind, fällt ihnen plötzlich auf, wie viel schöner es ist.“

Und der Bedarf ist riesig: Allein bei einem CleanUp-Event im letzten Jahr sind innerhalb kürzester Zeit rund 70 Müllsäcke voll geworden, dabei war die Gruppe nur auf einer kleinen Fläche unterwegs. Auch sperrige Gegenstände wie Autoreifen oder Kühlschränke finden sie immer wieder. „Müll zieht Müll an“, resigniert Jacqueline. „Es dauert keine zehn Minuten nach Beginn eines CleanUps und die ersten kommen schon mit vollen Säcken zurück zum Treffpunkt.“

Die Aktionen des Projektes sind so vielfältig wie die Orte, an denen sie stattfinden: klassische CleanUps mit Zeltstand, bei dem jede*r spontan vorbeikommen kann, Touren mit Bollerwagen durch Parks oder sogar ein „CleanUp Rave“ mit Musik. Bekannt macht Jacqueline die CleanUp-Termine via Instagram. Sie arbeitet oft schon Tage im Voraus an Ablaufplänen, Kooperationsgesprächen und Social-Media-Posts, weil sie will, „dass die Leute wissen, dass wir existieren müssen.“

Dass ihr Engagement Wirkung zeigt, bestätigt die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen und der Stadt: Bei Events wie dem „World Cleanup Day“ arbeiten sie mit lokalen Partnern zusammen und machen gemeinsam auf die Problematik aufmerksam – kostenfrei und offen für alle.

Der Kern des Engagements von CleanUp Hannover geht aber über das bloße Beseitigen von Abfall hinaus. Es geht auch um Sensibilisierung. „Es sollte nicht normal sein, dass überall Müll rumliegt“, betont Leonie. „Wenn ich zum Picknicken in den Park gehe und meine Sachen dafür mitbringe, kann ich den Müll danach doch auch wieder mitnehmen. Das würde schon einen großen Unterschied machen.“

Diese Haltung führt die Gruppe auch zu Gesprächen über Prävention. Jacqueline träumt davon, in Schulen zu gehen und junge Menschen schon früh auf das Thema aufmerksam zu machen, statt ihnen hinterherräumen zu müssen. Auch wenn CleanUp Hannover hauptsächlich bei der Organisation der Sammelaktionen mit Equipment wie Greifzangen, Handschuhen und Beuteln unterstützt, soll Aufklärung langfristig ein zentraler Punkt ihrer Arbeit sein.

Im Grunde hält CleanUp Hannover der Stadtgesellschaft einen Spiegel vor. Die Ehrenamtlichen machen auf das Müllproblem aufmerksam, indem sie anpacken. Sie sind nicht einfach eine Gruppe von Menschen, die Abfall sammelt. Sie sind eine Bewegung für mehr Achtsamkeit und Respekt im öffentlichen Raum und der Natur, mit der klaren Botschaft, dass jede*r das Stadtbild selbst in der Hand hat.

Laura Druselmann

CleanUp Hannover

moin@cleanuphannover.de

Instagram: cleanup.hannover

Nächster Termin

Wann: 15.03.2026, 13 bis 16 Uhr

Wo: Stadtteilzentrum Ricklingen

Foto-Copyright ist CleanUp Hannover.

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Ehrenamtliches Engagement: Hunderettung Europa e.V.

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Ehrenamtliches Engagement: Hunderettung Europa e.V.


Dieses Gefühl, den Tieren eine Stimme zu geben, die ja selbst keine haben – das ist einfach das Schönste daran.“ Mit diesem Satz beschreibt Mattis Robowski, Teamleiter im Social-Media-Bereich der Hunderettung Europa, was ihn antreibt. Seit drei Jahren investiert der Videograf aus Hannover einen großen Teil seiner Freizeit in einen Verein, der in Rumänien Straßenhunde rettet, kastriert und sie vermittelt – und dessen Herz auch in Hannover kräftig schlägt.

Wer Mattis gegenüber sitzt, merkt sofort: Hier erzählt jemand nicht von einem Hobby, sondern von seinem Herzensprojekt. Durch ein Video über eine Rettungsaktion aus einer rumänischen Tötungsstation war er Ende 2022 auf den Verein aufmerksam geworden. „Das war für mich ein kompletter Schock“, erinnert sich Mattis. „Dass es in einem europäischen Land Tötungsstationen gibt, davon hatte ich vorher überhaupt nichts gewusst.“

Heute ist Mattis Teil der Arbeitsgruppe Hannover, einer kleinen, aber lebendigen Regionalgruppe innerhalb des international tätigen Vereins. Rund zehn bis fünfzehn Menschen sind regelmäßig bei lokalen Treffen dabei, erzählt Mattis. Sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel: nachhaltige Tierschutzarbeit.

Statt möglichst viele Hunde nach Deutschland zu holen – deutsche Tierheime sind längst voll – konzentriert sich die Hunderettung Europa auf langfristige Verbesserungen in Rumänien. Rettung, Kastration, Vermittlung, ein Tierheim in Brașov und Aufklärung an Schulen bilden das Zentrum der Arbeit. Unter anderem verzeichnet die Organisation rund 10.000 Kastrationen jährlich, „während wir nur rund 30 Tiere im Monat vermitteln. Der Fokus liegt eben nicht auf Masse, sondern auf Wirkung.“

Genau diese Wirkung macht Mattis mit seiner Arbeit im Verein sichtbar. Zusammen mit einem Team aus sieben Ehrenamtlichen produziert er YouTube-Videos, darunter Vorstellungsvideos von Hunden und auch Katzen, Rettungsberichte sowie Einblicke in die Tierheimarbeit. „Wir zeigen die Tiere in Bewegung, damit man sie richtig kennenlernen kann. Bilder reichen da einfach nicht.“ Und die positive Resonanz ist enorm. Mattis berichtet von Kommentarspalten gefüllt mit Kleeblättern, Herzen und guten Wünschen an die Vierbeiner.

Ein internes Highlight des Vereinslebens ist das jährliche Sommerfest in Duisburg, wo die Hunderettung Europa gegründet wurde. Dort treffen die deutschen Teams auf die rumänischen Tierheimmitarbeiter*innen. „Es ist jedes Mal wie ein Familientreffen“, lächelt Mattis. Die enge Verbindung der Vereinsmitglieder ist elementar für ihre Zusammenarbeit, denn die verschiedenen Abteilungen greifen eng ineinander. Das zeigt sich besonders, während ihrer Rumänienreisen. Regelmäßig sind Ehrenamtliche der Hunderettung Europa vor Ort. Sie besuchen das Tierheim in Brașov, berichten von den Zuständen in Tötungsstationen und statten Mattis und die anderen Teams in Deutschland mit Foto- und Videomaterial für Social Media aus. „Manchmal sitze ich dann bis fünf Uhr morgens im Videoschnitt. Das bringt kein Geld, aber es fühlt sich einfach richtig an!“

Selbst war Mattis noch nicht in Rumänien, aber 2026 soll es so weit sein – trotz Tierhaarallergie, wie er lachend zugibt. „Dann nehme ich eben Tabletten. Ich will endlich die Dankbarkeit dieser Hunde persönlich spüren.“ Langfristig träumt er, wie viele im Verein, von einem Lebenshof in Deutschland. Der Hof soll eine Begegnungsstätte für gerettete Tiere und für Menschen werden, samt Bildungsangeboten und Schulungen für andere Tierschutzorganisationen.

Außerdem möchte Mattis auch selbst bald einem Hund aus Rumänien ein Zuhause geben. „Sobald es möglich ist, wird definitiv jemand bei uns einziehen“, strahlt er. Bis dahin sorgt er weiter dafür, dass die Geschichten der Tiere gesehen und gehört werden. Schließlich reicht manchmal schon ein einziges Video, um ein Leben zu verändern.

Laura Druselmann

Hunderettung Europa e.V.
Rheinpreußenstraße 40, 47198 Duisburg
Tel.: 02066 5024311
Email: info@hunderettungeuropa.de
www.hunderettung-europa.de

Spendenkonto:
Hunderettung Europa e.V.
IBAN: DE59354611067617256015
BIC: GENODED1NRH
Oder via Paypal: spenden@hunderettungeuropa.de

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Ehrenamtliches Engagement: UNICEF Arbeitsgruppe Hannover

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Ehrenamtliches Engagement: UNICEF Arbeitsgruppe Hannover


Verborgen in einem kleinen Büro in der Brüderstraße nahe des Steintors findet sich eine Gruppe Ehrenamtlicher, die mit ihrem Engagement für die Kleinsten unter uns ganz Großes bewirkt: Die hannoversche Arbeitsgruppe von UNICEF Deutschland. Sie machen sich für Kinderrechte stark und zeigen, wie internationale Themen auch lokal wirksam angepackt werden können.

„Jedes Kind auf der Welt hat das Recht auf eine Kindheit – und wir helfen mit, dass aus diesem Recht Wirklichkeit wird“, heißt es auf der Webseite der Gruppe. In Hannover äußert sich ihre Arbeit unter anderem durch Schulbesuche, Initiativen in der Universität und Infostände, aber auch durch kreative Aktionen und den Verkauf von UNICEF-Grußkarten, deren Motive von Snoopy bis hin zu Likörellen von Udo Lindenberg reichen. Der Erlös aus dem Kartenverkauf wird für den guten Zweck genutzt. „Eine Packung mit zehn Karten, sichert zum Beispiel zehn Impfungen“, erklärt Yafang, die den Verkauf in diesem Jahr koordiniert.

„Das Schöne ist, dass wir total flexibel sind“, erzählt Josephine. Sie ist bereits seit mehreren Jahren dabei und leitet inzwischen die Hochschulgruppe. „Man kann sich je nach Zeit und Interesse ganz individuell einbringen“. Auf diese Weise ist ein Netzwerk von Menschen entstanden, die Kinderrechte nicht nur erklären, sondern auch für die Kleinen und ihre Familien erlebbar machen. Bei Workshops behandeln sie unter anderem Themen wie Meinungsfreiheit, Bildung oder Gleichberechtigung. „Ich erinnere mich gern an eine Aktion, bei der wir für die Kinder eine Bühne mit Mikro aufgebaut habe, auf der sie von sich erzählen und sich zu verschiedenen Themen äußern konnten. So lernen sie spielerisch, was es bedeutet, meinungsfrei zu sein“.

Aktuell zählt die Gruppe rund 80 aktive Ehrenamtliche. Sie organisieren Benefizaktionen, vertreten UNICEF auf Märkten und städtischen Events und informieren über weltweite Hilfsprogramme „Bei uns läuft so gut wie alles über Freiwillige“, erklärt Yafang. „Das ist natürlich toll, bedeutet aber auch, dass wir immer auf der Suche nach neuen Mitstreiterinnen und Mitstreitern sind“.

Wer sich engagieren möchte, findet leicht Anschluss. Eine kurze Mail oder Kontaktanfrage per Instagram reicht aus und schon steht die Einladung zum nächsten Treffen. „Wer interessiert ist, kann einfach zu einer unserer Sitzungen kommen und mal reinschnuppern“, sagt Josephine. So hat es auch ihre Kommilitonin Lena im vergangenen Jahr gemacht – und ist geblieben. „Nach den EU-Wahlen 2024 dachte ich, ich möchte mich einbringen, aber nicht in Form von Parteiarbeit“, erzählt sie. „Dann kam Josi mit UNICEF auf mich zu und ich dachte ‚Das ist genau das Richtige, Einfach was Gutes tun, ohne an parteipolitische Linien gebunden zu sein“.

Gemeinsam erinnern sich die drei Frauen an ihre jüngsten Projekte und Erfolge. „Beim CSD hatten wir eigentlich einen Stand geplant, den wir aber wegen des Sturms nicht aufbauen konnten. Dann haben wir spontan mit Kreide Kinderrechtsbotschaften auf den Boden geschrieben“, erzählt Lena. „Das war so ein Moment, in dem ich gemerkt habe, dass das richtige Engagement immer seinen Weg findet“, strahlt sie. Alle drei sind sich einig, dass sie durch ihr Engagement in der UNICEF Arbeitsgruppe gelernt haben, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. „Man lässt sich nicht mehr so leicht von etwas abbringen, denn man denkt in solchen Momenten nicht an sich selbst, sondern an die Kinder. Sie sind eine besonders verletzliche Gruppe in der Gesellschaft und Verantwortung für sie zu übernehmen, fühlt sich richtig an“, lächelt Josephine.

Für die Zukunft wünschen sich die Mitglieder von UNICEF Hannover vor allem eines: mehr Menschen, die mitmachen. „Jede Stunde zählt“, betont Yafang. „Ob jemand drei Stunden beim Kartenverkauf hilft oder regelmäßig Treffen organisiert – alles ist wertvoll“. Und Lena ergänzt: „Wir freuen uns über jede Unterstützung!“.

Laura Druselmann

UNICEF Arbeitsgruppe Hannover

Brüderstraße 2, 30159 Hannover

Tel.: 0511 131440

E-Mail: info@hannover.unicef.de

www.hannover.unicef.de

Spendenkonto:

SozialBank AG

IBAN: DE32 3702 0500 3030 2037 02

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Ehrenamtliches Engagement: Kleine Herzen Hannover e. V.

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Ehrenamtliches Engagement: Kleine Herzen Hannover e. V.


Seit rund 20 Jahren setzen sich Ira Thorsting und ihr Team mit Herz und Hand dafür ein, dass herzkranke Kinder und ihre Eltern in der MHH nicht in sterilen Räumen, sondern in geborgener Umgebung umsorgt werden. Angeregt von einer persönlichen Erfahrung entstand die Idee zum Verein Kleine Herzen Hannover, der seither Projekte ins Leben ruft, die ihre Wirkung weit über Klinikflure hinaus entfalten.

„Alles war grau und hässlich und überhaupt nicht kindgerecht“, erinnert sich Thorsting an die einstige Kinderherzklinik in der MHH. „Mein Sohn, der vor 40 Jahren mit einem schweren Herzfehler auf die Welt kam, war in diesen trostlosen Räumen untergebracht. Daran musste sich etwas ändern.“ Durch einen Zufallsgewinn auf dem Landespresseball 2006 hatte die Vereinsgründerin einige Jahre, nachdem der Kinderkardiologie Prof. Dr. Kallfelz ihrem Sohn das Leben gerettet hatte, schließlich 40.000 Euro für umfangreiche Renovierungsarbeiten in der Klinik zur Verfügung. „Das war für mich der Startschuss!“. Von einladenden Elefantenstatuen am Eingang, über eine farbenfrohere Einrichtung und Kuscheltiere für die kleinen Patient*innen, bis hin zu Spielzimmern und Ruheräumen wurde die gesamte Station erneuert. „Meine Herzkinder und ihre Eltern sollen nicht vom Krankenhaus abgeschreckt werden, sondern sich dort so wohl wie möglich fühlen.“

Das Wohlfühlen, von dem Thorsting spricht, umfasst weit mehr als Renovierungsmaßnahmen. Der Verein kümmert sich nicht nur um die Gestaltung der Krankenhausräumlichkeiten, sondern vor allem um die emotionale und seelische Betreuung der erkrankten Kinder und ihrer Familien. Kleine Herzen Hannover fungiert als Brückenbauer zwischen der notwendigen medizinischen Versorgung und zwischenmenschlicher Nähe.

Insbesondere Eltern, die nicht in der Nähe der Klinik wohnen und daher nicht rund um die Uhr vor Ort sein können, wollen ihre Kinder in sicheren Händen und einer herzlichen Umgebung wissen. Durch das Engagement des Vereins sind in den letzten Jahren Projekte wie Kunst-, Musik- und Klangtherapie, professionell ausgebildete Clowns und psychologische Beratung fester Bestandteil des Klinikalltags geworden. „So gibt’s ein bisschen Farbe und Freude zurück“, lächelt Thorsting. Sie berichtet von Momenten, in denen augenscheinlich einfachste Mittel für Jung und Alt einen wichtigen Ausgleich in Krisensituationen geschaffen haben.

Eine entsprechend sensible Betreuung der Herzkinder und ihrer Eltern wird außerdem durch ein Projekt des Vereins zur Ausbildung von Krisenbegleiter*innen gewährleistet. Ärzt*innen und Pflegekräfte werden ebenso wie Betreuer*innen und Therapeut*innen seit 2015 psychologisch geschult, um betroffenen Familien in schwierigen Situationen zur Seite stehen zu können. Jene Teams benötigen zudem regelmäßige Fortbildungen, beispielsweise zu Themen wie Selbstschutz und Resilienz, damit auch die Mitarbeiter*innen der Kinderintensivstation mit den seelischen Belastungen ihres Dienstes umgehen können.

Genauso schafft Kleine Herzen Hannover hinsichtlich sprachlicher Herausforderungen Abhilfe. Für Familien mit Migrationshintergrund sowie internationales Klinikpersonal werden in Zusammenarbeit mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum Dolmetschdienste in über 50 Sprachen angeboten. „Zum Wohlfühlen gehört schließlich auch, dass alle einander verstehen können“, so Thorsting. Dolmetscher*innen mit medizinischem Hintergrund können über Behandlungen aufklären, Fragen beantworten und in einem fremden Umfeld auf diese Weise für ein Gefühl von Sicherheit sorgen.

Letztlich setzen alle Projekte von Kleine Herzen Hannover auf Austausch, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. „Gemeinsam schaffen wir mehr“ ist das Credo von Ira Thorsting. Und so ist es kein Wunder, dass in den vergangenen 20 Jahren ein Netzwerk um die Gründerin und ihren Verein entstanden ist, das nicht nur deutschlandweit Anerkennung findet, sondern bereits mehrfach für sein wertvolles Engagement ausgezeichnet wurde. Tagtäglich setzt sich der Verein dafür ein, Kindern mit einer Herzerkrankung und ihren Familien das Leben etwas zu erleichtern. Jedes der Projekte von Kleine Herzen Hannover wird überwiegend durch Spenden finanziert und von zahlreichen, engagierten Menschen an der Seite von Ira Thorsting getragen. „Wir sind sehr dankbar für das Interesse der Öffentlichkeit, unsere tatkräftigen Unterstützer und wir freuen uns über jede Hilfe!“.

Laura Druselmann

Kleine Herzen Hannover e. V.

Lendorfstraße 16, 30974 Wennigsen

Tel.: 0179 5097103

E-Mail: info@ideen-texte-bilder.de

www.kleineherzen.de

www.kleine-herzen-hannover.de

Spendenkonto:

Kleine Herzen Hannover e.V.

Sparkasse Hannover

IBAN: DE82 2505 0180 0900 4504 01

BIC: SPKHDE2HXXX

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Ehrenamtliches Engagement: AMANDA e.V. Frauen*Therapie- und Beratungszentrum

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Ehrenamtliches Engagement: AMANDA e.V. Frauen*Therapie- und Beratungszentrum


Mitten in Hannover gibt es einen Ort, an dem Frauen* füreinander da sind, sich zuhören und durch verschiedene Lebensphasen begleiten: Das AMANDA e.V. Frauen*Therapie- und Beratungszentrum. Das engagierte Team begegnet seinen Klientinnen nicht nur stets mit Herz und fachlicher Kompetenz, sondern ergreift Partei und macht sich für feministische Interessen stark.

Gegründet 1991, ist AMANDA seit über 30 Jahren eine feste Anlaufstelle für Mädchen und Frauen*, die Unterstützung brauchen. Von einem Fachbereich für Traumata und Gewalterfahrungen, über Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, reicht die Hilfe des Vereins bis hin zu psychosozialer Betreuung und Sprechstunden zum Thema Essstörungen. „Im alltäglichen Klinik- oder Beratungskontext werden viele weibliche Themen nicht ausreichend beleuchtet“, erklärt Mitarbeiterin Kaja Götze. „Weil wir eine feministische Haltung verfolgen, können wir viel besser auf die Lebensrealitäten von Frauen* eingehen.“

Und das funktioniert: Die Frauen*, die Beratung bei AMANDA in Anspruch nehmen, fühlen sich hier nicht nur gehört, sondern auch verstanden. Oftmals äußert sich das in sehr einfachem, aber dennoch tiefgreifendem Feedback. „Viele Frauen sind total überrascht, wenn wir tatsächlich zurückrufen, oder sie sagen, bei AMANDA sei ihnen das erste Mal Verständnis entgegengebracht worden“, erzählt Lena Rother, Leitung des Bereichs für Frauen* und Mädchen mit Essstörungen. Jene Sätze verdeutlichen, welch großen Unterschied schon bloßes Zuhören ausmachen kann.

Doch die Arbeit von AMANDA geht weit über das Zuhören hinaus. Es finden unter anderem Krisengespräche, längerfristige Beratungen und Online-Sprechstunden statt, aber auch gemeinsame Aktivitäten wie Waldspaziergänge in der Eilenriede oder Aktionen zum Weltfrauentag. In jedem Kontext können sich Frauen*, die zu AMANDA kommen auf eine Beratung auf Augenhöhe verlassen, ohne dass sie befürchten müssen, mit Vorurteilen konfrontiert zu werden. „Bei uns zählt nicht die Diagnose, sondern der Mensch“, so Julia Faust, Fachbereichsleiterin für Trauma und Gewalt. „Genau! Uns ist es wichtig, dass die Betroffenen nicht nur auf ihre Symptome reduziert werden“, ergänzt Danielle Winterhalter, die Leitung der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung. Außerdem wird alles, was die Frauen* während ihrer Zeit bei AMANDA teilen, streng vertraulich behandelt und ihre Anonymität gewahrt.

Um traumatisierenden Erfahrungen vorzubeugen, spielt auch Prävention bei AMANDA eine große Rolle. Das Team des Frauen*Therapie- und Beratungszentrums geht in Schulen und möchte die Kinder und Jugendlichen dort für persönliche Grenzen und Grenzüberschreitung sensibilisieren. „Für viele Schüler*innen war es ein richtiger Aha-Moment, als sie verstanden haben, dass sie selbst bestimmen, wo ihre Grenzen liegen“, berichtet Faust. „Alle dürfen so sein, wie sie sind – ohne Druck von außen und ohne irgendwelche Erwartungen erfüllen zu müssen. Es ist wichtig, dass sie das schon früh verinnerlichen.“

Trotz solch positiver Effekte, die die Arbeit der Frauen von AMANDA hat, müssen sie auch nach über 30 Jahren noch jedes Jahr aufs Neue dieselben Anträge schreiben, Gelder beantragen und Nachweise erbringen. „So langsam wird es doch mal Zeit, die Beratungsstellenlandschaft langfristig abzusichern“, fordert Rother. AMANDA ist eine der Einrichtungen in Hannover, die Frauen eine Lobby bietet, in einer Gesellschaft, in der sie an vielen Stellen noch immer eine Nebenrolle zu spielen scheinen. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit“, betont Winterhalter, denn bei AMANDA ist Solidarität nicht nur ein Wort, sondern wird tagtäglich gelebt – von Frauen für Frauen*.

Laura Druselmann

AMANDA e.V. Frauen*Therapie- und Beratungszentrum

Roscherstraße 12, 30161 Hannover

Tel.: 0511 885970

E-Mail: mail@amanda-ev.de

www.amanda-ev.de

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Ehrenamtliches Engagement: Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover e.V. (VFS)

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Ehrenamtliches Engagement: Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover e.V. (VFS)


Wer bei dem Stichwort „Steuerrecht“ an endlose Paragraphenwüsten, meterhohe Aktenstapel und trockene Gesetzestexte denkt, kennt den VFS noch nicht. Dieser Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft ist alles andere als verstaubt – er ist jung, dynamisch und arbeitet realitätsnah. „Wir wollen Steuerrecht verständlich vermitteln und nahbar machen“, so Lennart Sindermann, Präsident der studentischen Vereinigung des VFS und stellvertretender Vorsitzender.

Gegründet wurde der Verein 2015 aus einer Notsituation heraus. Damals gab es in Hannover kaum Anlaufstellen für steuerrechtliche Lehre, was viele Jahre zu einem mangelnden Praxisbezug für interessierte Jurastudierende an der Leibniz Universität führte. Ein Thema, das jede*n mindestens einmal im Jahr umtreibt, konnte nicht erschöpfend vermittelt werden.

An genau diesem Punkt haben Gründer Dr. Thomas Keß, Richter am Niedersächsischen Finanzgericht und Lehrbeauftragter für Steuerrecht, und weitere Mitstreiter*innen angesetzt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre haben sie eine Plattform geschaffen, die die Steuerrechtslehre am Standort Hannover nicht nur stärkt, sondern Studierende und steuerrechtliche Praktiker*innen aus Beratung, Unternehmen, Verwaltung und Gerichten miteinander vernetzt. „Der gegenseitige Austausch steht bei uns an erster Stelle“, erklärt Sindermann. „Dabei begegnen wir einander auf Augenhöhe, packen die Projekte gemeinsam an und können alle voneinander lernen. Das ist sehr bereichernd!“

Neben Vorträgen, Stammtischen und Symposien zu verschiedenen steuerrechtlichen Themen organisiert der VFS außerdem jährliche Studienfahrten, etwa nach Berlin, München oder auch Brüssel. Jene Fahrten sind für die Studierenden kostenlos und eröffnen neben einem Blick hinter die Kulissen etwa des Bundestags oder Bundesfinanzhofs auch neue Perspektiven auf das eigene Studium. „Vor allem nach der Coronazeit war es wichtig, wieder lebendige Formate anzubieten. Das Jurastudium ist nun mal sehr theorielastig und umso wichtiger ist es, zu zeigen, wie viel das Steuerrecht mit der realen Welt zu tun hat.“

Eines der Herzensprojekte von Keß, Sindermann und den anderen Vorstandsmitgliedern ist die so genannte Tax Law Clinic. Hiermit möchten sie in Zukunft unentgeltliche Rechtsberatung durch Studierende anbieten. Auf diese Weise bekommt der juristische Nachwuchs einen realitätsnahen Praxisbezug und kann gleichzeitig Menschen helfen, die steuerrechtlichen Rat brauchen, sich aber keine professionelle Beratung leisten können. „Kompetente Steuerberatung soll keine Frage des Geldbeutels sein, sondern es muss ein Angebot für alle geben.“

Noch ist eine steuerrechtliche Beratung durch Studierende allerdings per Gesetz verboten. „Diese Regelung stammt aus dem Jahr 1935 und hat einen höchstproblematischen Hintergrund“, erklärt Sindermann. Damals seien jüdische Anwälte systematisch aus dem Berufsleben verdrängt worden und man habe ihnen jede Möglichkeit genommen, beratend aktiv zu werden. „Das Verbot unentgeltlicher Rechtsberatung wurde später eins zu eins kopiert und steht bis heute im Steuerberatungsgesetz. In anderen Rechtsgebieten ist es längst außer Kraft getreten.“

Damit der VFS allen so schnell wie möglich Beratung über die Tax Law Clinic anbieten kann, haben die Mitglieder vor geraumer Zeit Verfassungsbeschwerde eingereicht. Gleichzeitig plane die Bundesregierung, das Verbot gesetzlich zu kippen. „Und wenn es endlich so weit ist, dann stehen wir bereit“, strahlt Sindermann. Über eine entsprechende Webseite soll das Angebot bald für alle zugänglich sein, die es brauchen – unkompliziert, kostenfrei und persönlich.

Was vor zehn Jahren als kleine Initiative gegen ein Lehrdefizit begann, hat sich mittlerweile zu einem aktiven Netzwerk entwickelt, das nicht nur Praxiswissen vermittelt, sondern auch Haltung zeigt, sich für Chancengleichheit einsetzt und jenen Menschen Hilfe anbieten möchte, die sonst übersehen würden.

Laura Druselmann

VFS Hannover
Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft
an der Leibniz Universität Hannover e.V.
Königsworther Platz 1, 30167 Hannover
E-Mail: info@vfs-hannover.de

www.vfs-hannover.de

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