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Ehrenamtliches Engagement: Netzwerk Taubenrettung Hannover e.V.

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Ehrenamtliches Engagement: Netzwerk Taubenrettung Hannover e.V.


Zwischen Taubenschlägen, Tierarztbesuchen und Rettungsaktionen setzen sich die Ehrenamtlichen der Taubenrettung Hannover für Tiere ein, die viele Menschen am liebsten übersehen. Sie wollen mit ihrer Arbeit aber nicht nur verletzte Tauben retten, sondern auch mit Vorurteilen aufräumen und zeigen, warum die ungeliebten Stadtvögel mehr Aufmerksamkeit und Schutz verdienen.

In der Fußgängerzone herrscht reges Treiben – mittendrin: eine Taube. Hastig humpelt sie von einer Stelle zur anderen. Immer wieder startet der kleine Vogel Flugversuche, doch nach wenigen Flügelschlägen landet er wieder auf seinen dünnen Beinen. Die Taube wirkt gestresst und der Grund dafür scheint simpel. Eine Gruppe Kinder jagt ihr nach und versucht, sie einzufangen. Immer wieder greifen ihre Hände nach dem Vogel.

Aus der Ferne beobachtet Sabrina die Szene zunächst irritiert. Doch dann erkennt sie, dass die Kinder helfen wollen. Die Taube ist verletzt und muss dringend zu einem Tierarzt. Also zögert die junge Frau nicht länger und kommt den Kindern zur Hilfe – und plötzlich hält sie dieses kleine, warme Geschöpf in ihren Händen. „Das war so ein krasses Erlebnis“, erinnert sie sich. „Genau deswegen bin ich zur Taubenrettung gekommen.“

Ähnlich ging es auch ihrem Kollegen Felix. Zwar war es keine spontane Rettungsaktion, die ihn auf die Taubenrettung aufmerksam machte, aber auch er bemerkte im Stadtbild immer wieder verletzte oder kranke Tauben. „Ich wollte ihnen unbedingt helfen!“

Als Mitglieder der Taubenrettung Hannover sind ihre Aufgaben vielfältig. Von der Versorgung von Tauben in der Auffangstation und privaten Pflegestellen über die Reinigung und den Eiertausch in Taubenschlägen reichen sie bis hin zum Sichern verletzter Tiere und Entschnüren von Vögeln, die sich zum Beispiel in Plastikmüll verfangen haben.

Besonders aufwendig sind Einsätze an schwer zugänglichen Brutplätzen. In Tunneln und unter Brücken werden regelmäßig Taubeneier kontrolliert und gegen Attrappen ausgetauscht – in Absprache mit der ÜSTRA. Dahinter steckt ein Grundgedanke des Vereins: Die Tauben sollen nicht durch Vergrämung oder Leid aus dem Stadtbild verschwinden. Stattdessen soll ihre Population tierschutzgerecht kontrolliert werden.

„Tauben gehören zur Stadt dazu“, steht für Sabrina und Felix fest. Und gleichzeitig bemerken sie, wie die Vögel in der breiten Bevölkerung immer unbeliebter werden. „Dreck, Krankheiten und Überpopulation – diese Vorurteile halten sich echt hartnäckig. Dabei sind Tauben völlig ungefährlich.“ Die Abneigung der Menschen gegenüber Tauben greift sogar so weit, dass die Ehrenamtlichen beschimpft und in einzelnen Fällen sogar angegriffen werden, wenn sie eine Taube retten wollen.

Doch solche Auseinandersetzungen sind bisher Einzelfälle. Immer wieder treffen Sabrina und Felix auch auf Menschen, die ihr Engagement unterstützen. „Viele sind sehr dankbar für das, was wir machen, und gehen selbst auch viel aufmerksamer durch die Stadt.“ Wer eine hilfsbedürftige Taube findet, kann sich per Nachricht direkt an die Taubenrettung wenden. „Wenn es möglich ist, sollte das Tier aber gesichert werden, zum Beispiel in einem luftdurchlässigen Karton oder kurzfristig auch in einem Stoffbeutel. Als Ehrenamtliche können wir im Alltag ja nicht immer sofort vor Ort sein.“

Und auch auf anderem Weg kann man die Arbeit der Taubenrettung Hannover unterstützen: Sabrina und Felix wünschen sich für den Verein noch mehr Mitglieder. „Wir sind immer voll bis oben hin mit Arbeit“, sagt Felix. „Es braucht aber gar kein Engagement rund um die Uhr. Auch jede kleine Unterstützung zählt und kann manchmal sogar über Leben und Tod entscheiden.“

Laura Druselmann

Netzwerk Taubenrettung Hannover e.V.

Fössestraße 73, 30451 Hannover

Tel.: 0175 8266832

E-Mail: taubenrettung_hannover@yahoo.de

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Ehrenamtliches Engagement: Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen für das Ehrenamt in Niedersachsen e.V. (LAGFA)

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Ehrenamtliches Engagement: Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen für das Ehrenamt in Niedersachsen e.V. (LAGFA)


„Es gibt nichts Schöneres, als sich dafür einzusetzen, dass Menschen sehen: Ihr Ehrenamt wird wahr- und ernstgenommen“, sagt Monika Fricke strahlend. Seit Jahren setzt sie sich in ihrer Funktion als Leiterin der Stabsstelle Ehrenamt und Freiwilligenagentur des Landkreises Leer und im geschäftsführenden Vorstand der LAGFA Niedersachsen dafür ein, Strukturen zu schaffen, in denen das Ehrenamt wachsen kann.

Mit der LAGFA wurde vor rund 20 Jahren ein Netzwerk geschaffen, das Menschen zusammenbringt, die freiwilliges Engagement fördern möchten. Freiwilligenagenturen in ganz Niedersachsen sind über die LAGFA verbunden und stärken einander. Inzwischen gehören rund 115 Mitglieder dazu – von kommunalen Agenturen, über Wohlfahrtsverbände, bis hin zu kleinen Vereinen, die kommunale Ehrenamtsstrukturen aufbauen. „Man kann sagen, die LAGFA gibt es nicht nur einmal, sondern über hundert Mal in Niedersachsen“, so Fricke.

Zugunsten jener Mitglieder organisiert die LAGFA Fortbildungen, Netzwerktreffen, unterstützt bei Qualitätsmanagement und entwickelt gemeinsam mit Politik und Verwaltung Strategien für die Zukunft des Engagements.

„Die Agenturen profitieren aber vor allem vom Netzwerk“, sagt Fricke. „Sie lernen voneinander und miteinander.“ Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder zu einer großen Fachtagung, bei der aktuelle Themen diskutiert werden. Wie können ältere Menschen für ein Engagement gewonnen werden? Welche Konzepte sprechen junge Leute an? Welche Rolle spielt Inklusion? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Onlineformate, sogenannte Spotlights, in denen Expert*innen aus der Praxis ihr Wissen teilen.

Fricke erklärt: „Unser Netzwerk kostet nichts, bringt aber unglaublich viel für die tägliche Arbeit“, denn viele der Freiwilligenagenturen stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Sie beraten Menschen, vermitteln verschiedene Möglichkeiten des Engagements und müssen gleichzeitig Strukturen aufbauen, die langfristig funktionieren. Damit das funktioniert, „versuchen wir alles miteinander zu verknüpfen. Wissen, Netzwerk und Förderung sollen miteinander einhergehen“.

Dass die Arbeit der LAGFA Wirkung zeigt, lässt sich vielerorts beobachten. Ehrenamt findet sich in Niedersachsen in nahezu allen Lebensbereichen: im Sportverein, in der Feuerwehr, in der Hospizbegleitung, im Kulturverein oder im Umwelt- und Naturschutz. „Es gibt mindestens 15 große Engagementbereiche“, erklärt Fricke. „Und eigentlich stehen sie alle gleichberechtigt nebeneinander.“ Die LAGFA sorgt durch Qualitätsmanagementschulungen dafür, dass die ehrenamtliche Arbeit in all diesen Bereichen durch hauptamtliche Koordinator*innen durchgeführt werden kann.

Für die Zukunft hat die LAGFA klare Ziele. Unter anderem unterstützt sie die niedersächsische Landesregierung bei der Umsetzung einer langfristigen Ehrenamtsstrategie. Ein aktuelles Beispiel ist die sogenannte Mikroförderung. Dadurch werden kleine finanzielle Zuschüsse für Vereine und Initiativen zur Verfügung gestellt. Bis zu 2.500 Euro können Organisationen für konkrete Projekte beantragen – etwa für neue Instrumente im Musikverein, für eine Obstwiese im Kleingartenverein oder für notwendige Renovierungen im Vereinsheim. „Das sind keine riesigen Summen, aber genau diese kleinen Beträge machen oft den Unterschied“, merkt Fricke an.

Und der Bedarf ist riesig: „Innerhalb weniger Tage waren Förderanträge für die gesamte bereitgestellte Summe des Landes eingegangen“, berichtet Fricke. Sie ist begeistert, wie passioniert die vielen Ehrenamtlichen bei der Sache sind. „Wer sich engagiert, gibt das Wichtigste, was er hat: seine Lebenszeit. Und Menschen, die sich engagieren, strahlen. Das ist wunderbar!“

Laura Druselmann

Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen für das Ehrenamt in Niedersachsen e.V. (LAGFA)

Werkhof Hannover Nordstadt

Schaufelder Str. 11, 30167 Hannover

Tel.: 0511 96922949

E-Mail: post@LAGFA-Niedersachsen.de

www.lagfa-niedersachsen.de

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Ehrenamtliches Engagement: CleanUp Hannover

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Ehrenamtliches Engagement: CleanUp Hannover


Was als Spaziergang im Covid-Lockdown begann, ist heute eine feste Größe im hannoverschen Ehrenamt: CleanUp Hannover mobilisiert zahlreiche Menschen für saubere Stadtteile, mehr Umweltbewusstsein und das gute Gefühl, gemeinsam etwas zu bewegen.

„Ich hatte lange das Gefühl, es interessiert die Leute nicht. Aber es werden immer mehr auf uns und das, was wir tun, aufmerksam“, strahl Jacqueline Perrineau, Projektleiterin bei CleanUp Hannover. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn die Arbeit plötzlich wahrgenommen wird. Und zwar nicht nur als ewige Kleinarbeit, sondern als sichtbare Bewegung in der Stadt.“ Regelmäßig sind die acht Ehrenamtlichen von CleanUp Hannover gemeinsam mit einer Vielzahl von anderen Aktiven in der Stadt unterwegs, um Abfälle einzusammeln und Hannover ein Stück schöner zu machen.

„Man merkt erst, wie viel da liegt, wenn man wirklich hinschaut“, erklärt Leonie Müller, die seit 2023 dabei ist. Das stille Müllproblem, über das viele Hannoveraner*innen hinwegsehen, wird durch die CleanUps sichtbar. „Viele Leute nehmen den Müll gar nicht mehr wahr. Wenn wir aber mit unserem CleanUp fertig sind, fällt ihnen plötzlich auf, wie viel schöner es ist.“

Und der Bedarf ist riesig: Allein bei einem CleanUp-Event im letzten Jahr sind innerhalb kürzester Zeit rund 70 Müllsäcke voll geworden, dabei war die Gruppe nur auf einer kleinen Fläche unterwegs. Auch sperrige Gegenstände wie Autoreifen oder Kühlschränke finden sie immer wieder. „Müll zieht Müll an“, resigniert Jacqueline. „Es dauert keine zehn Minuten nach Beginn eines CleanUps und die ersten kommen schon mit vollen Säcken zurück zum Treffpunkt.“

Die Aktionen des Projektes sind so vielfältig wie die Orte, an denen sie stattfinden: klassische CleanUps mit Zeltstand, bei dem jede*r spontan vorbeikommen kann, Touren mit Bollerwagen durch Parks oder sogar ein „CleanUp Rave“ mit Musik. Bekannt macht Jacqueline die CleanUp-Termine via Instagram. Sie arbeitet oft schon Tage im Voraus an Ablaufplänen, Kooperationsgesprächen und Social-Media-Posts, weil sie will, „dass die Leute wissen, dass wir existieren müssen.“

Dass ihr Engagement Wirkung zeigt, bestätigt die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen und der Stadt: Bei Events wie dem „World Cleanup Day“ arbeiten sie mit lokalen Partnern zusammen und machen gemeinsam auf die Problematik aufmerksam – kostenfrei und offen für alle.

Der Kern des Engagements von CleanUp Hannover geht aber über das bloße Beseitigen von Abfall hinaus. Es geht auch um Sensibilisierung. „Es sollte nicht normal sein, dass überall Müll rumliegt“, betont Leonie. „Wenn ich zum Picknicken in den Park gehe und meine Sachen dafür mitbringe, kann ich den Müll danach doch auch wieder mitnehmen. Das würde schon einen großen Unterschied machen.“

Diese Haltung führt die Gruppe auch zu Gesprächen über Prävention. Jacqueline träumt davon, in Schulen zu gehen und junge Menschen schon früh auf das Thema aufmerksam zu machen, statt ihnen hinterherräumen zu müssen. Auch wenn CleanUp Hannover hauptsächlich bei der Organisation der Sammelaktionen mit Equipment wie Greifzangen, Handschuhen und Beuteln unterstützt, soll Aufklärung langfristig ein zentraler Punkt ihrer Arbeit sein.

Im Grunde hält CleanUp Hannover der Stadtgesellschaft einen Spiegel vor. Die Ehrenamtlichen machen auf das Müllproblem aufmerksam, indem sie anpacken. Sie sind nicht einfach eine Gruppe von Menschen, die Abfall sammelt. Sie sind eine Bewegung für mehr Achtsamkeit und Respekt im öffentlichen Raum und der Natur, mit der klaren Botschaft, dass jede*r das Stadtbild selbst in der Hand hat.

Laura Druselmann

CleanUp Hannover

moin@cleanuphannover.de

Instagram: cleanup.hannover

Nächster Termin

Wann: 15.03.2026, 13 bis 16 Uhr

Wo: Stadtteilzentrum Ricklingen

Foto-Copyright ist CleanUp Hannover.

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Ehrenamtliches Engagement: Hunderettung Europa e.V.

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Ehrenamtliches Engagement: Hunderettung Europa e.V.


„Dieses Gefühl, den Tieren eine Stimme zu geben, die ja selbst keine haben – das ist einfach das Schönste daran.“ Mit diesem Satz beschreibt Mattis Robowski, Teamleiter im Social-Media-Bereich der Hunderettung Europa, was ihn antreibt. Seit drei Jahren investiert der Videograf aus Hannover einen großen Teil seiner Freizeit in einen Verein, der in Rumänien Straßenhunde rettet, kastriert und sie vermittelt – und dessen Herz auch in Hannover kräftig schlägt.

Wer Mattis gegenüber sitzt, merkt sofort: Hier erzählt jemand nicht von einem Hobby, sondern von seinem Herzensprojekt. Durch ein Video über eine Rettungsaktion aus einer rumänischen Tötungsstation war er Ende 2022 auf den Verein aufmerksam geworden. „Das war für mich ein kompletter Schock“, erinnert sich Mattis. „Dass es in einem europäischen Land Tötungsstationen gibt, davon hatte ich vorher überhaupt nichts gewusst.“

Heute ist Mattis Teil der Arbeitsgruppe Hannover, einer kleinen, aber lebendigen Regionalgruppe innerhalb des international tätigen Vereins. Rund zehn bis fünfzehn Menschen sind regelmäßig bei lokalen Treffen dabei, erzählt Mattis. Sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel: nachhaltige Tierschutzarbeit.

Statt möglichst viele Hunde nach Deutschland zu holen – deutsche Tierheime sind längst voll – konzentriert sich die Hunderettung Europa auf langfristige Verbesserungen in Rumänien. Rettung, Kastration, Vermittlung, ein Tierheim in Brașov und Aufklärung an Schulen bilden das Zentrum der Arbeit. Unter anderem verzeichnet die Organisation rund 10.000 Kastrationen jährlich, „während wir nur rund 30 Tiere im Monat vermitteln. Der Fokus liegt eben nicht auf Masse, sondern auf Wirkung.“

Genau diese Wirkung macht Mattis mit seiner Arbeit im Verein sichtbar. Zusammen mit einem Team aus sieben Ehrenamtlichen produziert er YouTube-Videos, darunter Vorstellungsvideos von Hunden und auch Katzen, Rettungsberichte sowie Einblicke in die Tierheimarbeit. „Wir zeigen die Tiere in Bewegung, damit man sie richtig kennenlernen kann. Bilder reichen da einfach nicht.“ Und die positive Resonanz ist enorm. Mattis berichtet von Kommentarspalten gefüllt mit Kleeblättern, Herzen und guten Wünschen an die Vierbeiner.

Ein internes Highlight des Vereinslebens ist das jährliche Sommerfest in Duisburg, wo die Hunderettung Europa gegründet wurde. Dort treffen die deutschen Teams auf die rumänischen Tierheimmitarbeiter*innen. „Es ist jedes Mal wie ein Familientreffen“, lächelt Mattis. Die enge Verbindung der Vereinsmitglieder ist elementar für ihre Zusammenarbeit, denn die verschiedenen Abteilungen greifen eng ineinander. Das zeigt sich besonders, während ihrer Rumänienreisen. Regelmäßig sind Ehrenamtliche der Hunderettung Europa vor Ort. Sie besuchen das Tierheim in Brașov, berichten von den Zuständen in Tötungsstationen und statten Mattis und die anderen Teams in Deutschland mit Foto- und Videomaterial für Social Media aus. „Manchmal sitze ich dann bis fünf Uhr morgens im Videoschnitt. Das bringt kein Geld, aber es fühlt sich einfach richtig an!“

Selbst war Mattis noch nicht in Rumänien, aber 2026 soll es so weit sein – trotz Tierhaarallergie, wie er lachend zugibt. „Dann nehme ich eben Tabletten. Ich will endlich die Dankbarkeit dieser Hunde persönlich spüren.“ Langfristig träumt er, wie viele im Verein, von einem Lebenshof in Deutschland. Der Hof soll eine Begegnungsstätte für gerettete Tiere und für Menschen werden, samt Bildungsangeboten und Schulungen für andere Tierschutzorganisationen.

Außerdem möchte Mattis auch selbst bald einem Hund aus Rumänien ein Zuhause geben. „Sobald es möglich ist, wird definitiv jemand bei uns einziehen“, strahlt er. Bis dahin sorgt er weiter dafür, dass die Geschichten der Tiere gesehen und gehört werden. Schließlich reicht manchmal schon ein einziges Video, um ein Leben zu verändern.

Laura Druselmann

Hunderettung Europa e.V.
Rheinpreußenstraße 40, 47198 Duisburg
Tel.: 02066 5024311
Email: info@hunderettungeuropa.de
www.hunderettung-europa.de

Spendenkonto:
Hunderettung Europa e.V.
IBAN: DE59354611067617256015
BIC: GENODED1NRH
Oder via Paypal: spenden@hunderettungeuropa.de

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Ehrenamtliches Engagement: UNICEF Arbeitsgruppe Hannover

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Ehrenamtliches Engagement: UNICEF Arbeitsgruppe Hannover


Verborgen in einem kleinen Büro in der Brüderstraße nahe des Steintors findet sich eine Gruppe Ehrenamtlicher, die mit ihrem Engagement für die Kleinsten unter uns ganz Großes bewirkt: Die hannoversche Arbeitsgruppe von UNICEF Deutschland. Sie machen sich für Kinderrechte stark und zeigen, wie internationale Themen auch lokal wirksam angepackt werden können.

„Jedes Kind auf der Welt hat das Recht auf eine Kindheit – und wir helfen mit, dass aus diesem Recht Wirklichkeit wird“, heißt es auf der Webseite der Gruppe. In Hannover äußert sich ihre Arbeit unter anderem durch Schulbesuche, Initiativen in der Universität und Infostände, aber auch durch kreative Aktionen und den Verkauf von UNICEF-Grußkarten, deren Motive von Snoopy bis hin zu Likörellen von Udo Lindenberg reichen. Der Erlös aus dem Kartenverkauf wird für den guten Zweck genutzt. „Eine Packung mit zehn Karten, sichert zum Beispiel zehn Impfungen“, erklärt Yafang, die den Verkauf in diesem Jahr koordiniert.

„Das Schöne ist, dass wir total flexibel sind“, erzählt Josephine. Sie ist bereits seit mehreren Jahren dabei und leitet inzwischen die Hochschulgruppe. „Man kann sich je nach Zeit und Interesse ganz individuell einbringen“. Auf diese Weise ist ein Netzwerk von Menschen entstanden, die Kinderrechte nicht nur erklären, sondern auch für die Kleinen und ihre Familien erlebbar machen. Bei Workshops behandeln sie unter anderem Themen wie Meinungsfreiheit, Bildung oder Gleichberechtigung. „Ich erinnere mich gern an eine Aktion, bei der wir für die Kinder eine Bühne mit Mikro aufgebaut habe, auf der sie von sich erzählen und sich zu verschiedenen Themen äußern konnten. So lernen sie spielerisch, was es bedeutet, meinungsfrei zu sein“.

Aktuell zählt die Gruppe rund 80 aktive Ehrenamtliche. Sie organisieren Benefizaktionen, vertreten UNICEF auf Märkten und städtischen Events und informieren über weltweite Hilfsprogramme „Bei uns läuft so gut wie alles über Freiwillige“, erklärt Yafang. „Das ist natürlich toll, bedeutet aber auch, dass wir immer auf der Suche nach neuen Mitstreiterinnen und Mitstreitern sind“.

Wer sich engagieren möchte, findet leicht Anschluss. Eine kurze Mail oder Kontaktanfrage per Instagram reicht aus und schon steht die Einladung zum nächsten Treffen. „Wer interessiert ist, kann einfach zu einer unserer Sitzungen kommen und mal reinschnuppern“, sagt Josephine. So hat es auch ihre Kommilitonin Lena im vergangenen Jahr gemacht – und ist geblieben. „Nach den EU-Wahlen 2024 dachte ich, ich möchte mich einbringen, aber nicht in Form von Parteiarbeit“, erzählt sie. „Dann kam Josi mit UNICEF auf mich zu und ich dachte ‚Das ist genau das Richtige, Einfach was Gutes tun, ohne an parteipolitische Linien gebunden zu sein“.

Gemeinsam erinnern sich die drei Frauen an ihre jüngsten Projekte und Erfolge. „Beim CSD hatten wir eigentlich einen Stand geplant, den wir aber wegen des Sturms nicht aufbauen konnten. Dann haben wir spontan mit Kreide Kinderrechtsbotschaften auf den Boden geschrieben“, erzählt Lena. „Das war so ein Moment, in dem ich gemerkt habe, dass das richtige Engagement immer seinen Weg findet“, strahlt sie. Alle drei sind sich einig, dass sie durch ihr Engagement in der UNICEF Arbeitsgruppe gelernt haben, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. „Man lässt sich nicht mehr so leicht von etwas abbringen, denn man denkt in solchen Momenten nicht an sich selbst, sondern an die Kinder. Sie sind eine besonders verletzliche Gruppe in der Gesellschaft und Verantwortung für sie zu übernehmen, fühlt sich richtig an“, lächelt Josephine.

Für die Zukunft wünschen sich die Mitglieder von UNICEF Hannover vor allem eines: mehr Menschen, die mitmachen. „Jede Stunde zählt“, betont Yafang. „Ob jemand drei Stunden beim Kartenverkauf hilft oder regelmäßig Treffen organisiert – alles ist wertvoll“. Und Lena ergänzt: „Wir freuen uns über jede Unterstützung!“.

Laura Druselmann

UNICEF Arbeitsgruppe Hannover

Brüderstraße 2, 30159 Hannover

Tel.: 0511 131440

E-Mail: info@hannover.unicef.de

www.hannover.unicef.de

Spendenkonto:

SozialBank AG

IBAN: DE32 3702 0500 3030 2037 02

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Ehrenamtliches Engagement: Kleine Herzen Hannover e. V.

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Ehrenamtliches Engagement: Kleine Herzen Hannover e. V.


Seit rund 20 Jahren setzen sich Ira Thorsting und ihr Team mit Herz und Hand dafür ein, dass herzkranke Kinder und ihre Eltern in der MHH nicht in sterilen Räumen, sondern in geborgener Umgebung umsorgt werden. Angeregt von einer persönlichen Erfahrung entstand die Idee zum Verein Kleine Herzen Hannover, der seither Projekte ins Leben ruft, die ihre Wirkung weit über Klinikflure hinaus entfalten.

„Alles war grau und hässlich und überhaupt nicht kindgerecht“, erinnert sich Thorsting an die einstige Kinderherzklinik in der MHH. „Mein Sohn, der vor 40 Jahren mit einem schweren Herzfehler auf die Welt kam, war in diesen trostlosen Räumen untergebracht. Daran musste sich etwas ändern.“ Durch einen Zufallsgewinn auf dem Landespresseball 2006 hatte die Vereinsgründerin einige Jahre, nachdem der Kinderkardiologie Prof. Dr. Kallfelz ihrem Sohn das Leben gerettet hatte, schließlich 40.000 Euro für umfangreiche Renovierungsarbeiten in der Klinik zur Verfügung. „Das war für mich der Startschuss!“. Von einladenden Elefantenstatuen am Eingang, über eine farbenfrohere Einrichtung und Kuscheltiere für die kleinen Patient*innen, bis hin zu Spielzimmern und Ruheräumen wurde die gesamte Station erneuert. „Meine Herzkinder und ihre Eltern sollen nicht vom Krankenhaus abgeschreckt werden, sondern sich dort so wohl wie möglich fühlen.“

Das Wohlfühlen, von dem Thorsting spricht, umfasst weit mehr als Renovierungsmaßnahmen. Der Verein kümmert sich nicht nur um die Gestaltung der Krankenhausräumlichkeiten, sondern vor allem um die emotionale und seelische Betreuung der erkrankten Kinder und ihrer Familien. Kleine Herzen Hannover fungiert als Brückenbauer zwischen der notwendigen medizinischen Versorgung und zwischenmenschlicher Nähe.

Insbesondere Eltern, die nicht in der Nähe der Klinik wohnen und daher nicht rund um die Uhr vor Ort sein können, wollen ihre Kinder in sicheren Händen und einer herzlichen Umgebung wissen. Durch das Engagement des Vereins sind in den letzten Jahren Projekte wie Kunst-, Musik- und Klangtherapie, professionell ausgebildete Clowns und psychologische Beratung fester Bestandteil des Klinikalltags geworden. „So gibt’s ein bisschen Farbe und Freude zurück“, lächelt Thorsting. Sie berichtet von Momenten, in denen augenscheinlich einfachste Mittel für Jung und Alt einen wichtigen Ausgleich in Krisensituationen geschaffen haben.

Eine entsprechend sensible Betreuung der Herzkinder und ihrer Eltern wird außerdem durch ein Projekt des Vereins zur Ausbildung von Krisenbegleiter*innen gewährleistet. Ärzt*innen und Pflegekräfte werden ebenso wie Betreuer*innen und Therapeut*innen seit 2015 psychologisch geschult, um betroffenen Familien in schwierigen Situationen zur Seite stehen zu können. Jene Teams benötigen zudem regelmäßige Fortbildungen, beispielsweise zu Themen wie Selbstschutz und Resilienz, damit auch die Mitarbeiter*innen der Kinderintensivstation mit den seelischen Belastungen ihres Dienstes umgehen können.

Genauso schafft Kleine Herzen Hannover hinsichtlich sprachlicher Herausforderungen Abhilfe. Für Familien mit Migrationshintergrund sowie internationales Klinikpersonal werden in Zusammenarbeit mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum Dolmetschdienste in über 50 Sprachen angeboten. „Zum Wohlfühlen gehört schließlich auch, dass alle einander verstehen können“, so Thorsting. Dolmetscher*innen mit medizinischem Hintergrund können über Behandlungen aufklären, Fragen beantworten und in einem fremden Umfeld auf diese Weise für ein Gefühl von Sicherheit sorgen.

Letztlich setzen alle Projekte von Kleine Herzen Hannover auf Austausch, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. „Gemeinsam schaffen wir mehr“ ist das Credo von Ira Thorsting. Und so ist es kein Wunder, dass in den vergangenen 20 Jahren ein Netzwerk um die Gründerin und ihren Verein entstanden ist, das nicht nur deutschlandweit Anerkennung findet, sondern bereits mehrfach für sein wertvolles Engagement ausgezeichnet wurde. Tagtäglich setzt sich der Verein dafür ein, Kindern mit einer Herzerkrankung und ihren Familien das Leben etwas zu erleichtern. Jedes der Projekte von Kleine Herzen Hannover wird überwiegend durch Spenden finanziert und von zahlreichen, engagierten Menschen an der Seite von Ira Thorsting getragen. „Wir sind sehr dankbar für das Interesse der Öffentlichkeit, unsere tatkräftigen Unterstützer und wir freuen uns über jede Hilfe!“.

Laura Druselmann

Kleine Herzen Hannover e. V.

Lendorfstraße 16, 30974 Wennigsen

Tel.: 0179 5097103

E-Mail: info@ideen-texte-bilder.de

www.kleineherzen.de

www.kleine-herzen-hannover.de

Spendenkonto:

Kleine Herzen Hannover e.V.

Sparkasse Hannover

IBAN: DE82 2505 0180 0900 4504 01

BIC: SPKHDE2HXXX

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