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Andersch: Die Lizenz zum Stöbern

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Andersch: Die Lizenz zum Stöbern


Kurz vor Silvester erreichte mich ein Anruf mit unterdrückter Nummer. „Anne, wie geht es Ihnen?“, hörte ich am anderen Ende der Leitung meine Chefin Bärbel Dea, CEO von Ex Machina Solutions fragen. Erleichtert erwiderte ich, dass es mir blendend gehe – wenn man mal davon absah, dass ich in ständiger Angst vor der Rache eines Putzmanns lebte, dessen Hochzeit ich gesprengt hatte, und aus diesem Grund mein Liebster und ich uns seit zwei Monaten in wechselnden Unterschlüpfen verstecken mussten. Dea lachte.
„Köstlich! Sammeln Sie nur weiter Inspirationen für Ihre nächste Spiele-App! Aber zuerst müssen Sie für mich einen kleinen Auftrag erledigen.“ Und dann berichtete sie mir von kuriosen Vorgängen im Hauptquartier von Ex Machina Solutions. Obwohl alle Mitarbeiter aktuell im Home Office saßen, war der Stromverbrauch in den Räumlichkeiten ungebrochen hoch. Außerdem wollten Nachbarn nächtens seltsame Geräusche gehört haben… Dea hegte den Verdacht, dass irgendjemand von der Belegschaft sich regelmäßig ins Büro schlich und die örtlichen Einrichtungen nutzte. Wer das war, sollte ich herausfinden – und zwar mit allen Mitteln. Sie gab mir sogar grünes Licht dafür, in den privaten Spinden und Schubladen meiner Kollegen zu schnüffeln, sollte das der Wahrheitsfindung dienen. Als sie abschließend wissen wollte, ob ich bereits in der nächsten Nacht mit der Observierung starten könne, hatte ich bloß noch eine Frage: „Warum ich?“ Deas Schmunzeln war nicht zu überhören.
„Weil Sie meine beste Mitarbeiterin sind und ich Ihnen zu 100 Prozent vertraue, Anne – darum! Und weil ich durch den GPS-Tracker auf Ihrem Handy genau weiß, dass Sie nicht die heimliche Hausbesetzerin sind. Also, übernehmen Sie den Fall?“
Ich übernahm. Gleich in der folgenden Nacht begab ich mich kurz nach Anbruch der Dunkelheit in die vertrauten Räumlichkeiten von Ex Machina Solutions und machte mich, mit nichts weiter als meinem Verstand und einer Taschenlampe bewaffnet, an die Lösung des Rätsels. Doch … der war ich auch sechs Stunden, vier Ersatzbatterien und eine akribische Suche später immer noch keinen Deut näher gekommen. Zwar hatte ich herausgebracht, dass mein Kollege Bertil hinter seinem Tower einen Aktenordner voller Fotos von Hamstern in Speedos verbarg und dass meine Kollegin Larissa alle ihre Popel unter den Tisch klebte. Aber ihre PCs hatten sie seit Monaten nicht hochgefahren, wie ich aus den System-Protokollen entnehmen konnte. Und auch ihre Arbeitsplätze waren blitzblank, zumindest die Oberseite. Von der Ergebnislosigkeit meines Stöberns enttäuscht setzte ich mich an ein Fenster, blickte hinaus in die düstere Nacht und gab mich einem Gedanken hin, der mich schon seit jenem Moment beschäftigte, als ich Deas Auftrag angenommen hatte: War es wirklich in Ordnung, unter dem Vorwand der Verbrechensbekämpfung die Geheimnisse anderer Leute zu erforschen? Zugegeben: Die meisten davon waren bei Lichte besehen einfach nur lächerlich. Doch das hinderte ihre Bewacher nicht daran, sie mit Zähnen und Klauen gegen die neugierigen Augen der Öffentlichkeit zu verteidigen. Diese sogenannte „Geheimniskrämerei“ ist etwas, das ich als kreuzehrliche und offensiv offene Person nie so recht habe verstehen können – und dennoch früh zu respektieren gelernt habe durch einen Vorfall in meiner Kindheit, als ich unbedingt das Geheimnis meines Bruders Hannes lüften wollte. Am Ende bestand das nur in dem Geständnis, dass er sich in irgendeinen pickeligen Mitschüler verliebt hatte, und diese langweilige Enthüllung hatte mich schon sehr geärgert. Weitaus mehr noch als der gebrochene Arm, den ich mir in der Bärenfalle zugezogen hatte, mit der Hannes damals sein Tagebuch zu sichern pflegte.
Enttäuscht und ermattet wünschte ich mich in die dunkle Stadtbibliothek zurück, in der ich mich und Lachlan für diese Woche einquartiert hatte und in der er vermutlich genau in diesem Augenblick den Macbeth-Monolog oder ein Ringelnatz-Gedicht auswendig lernte, um mich mit dessen Vortrag nach meiner Rückkehr beglücken zu können … als plötzlich alle Lichter im Raum angingen und mich zeitgleich ein heftiger Schlag auf den Hinterkopf traf …

Keine Ahnung, wie lange ich bewusstlos war, doch in der Zwischenzeit musste ziemlich viel passiert sein. Als ich nämlich wieder zu mir kam, lag ich in einer Ecke des hellerleuchteten Chefinnenbüros gefesselt und geknebelt auf dem Boden. Ich wusste, dass ich derart außer Gefecht gesetzt meinem Gegner, einem riesenhaften Hünen mit einer Gasmaske auf dem Gesicht, hilflos ausgeliefert war – nur interessierte der sich momentan gar nicht für mich. Tatsächlich hatte er mir den Rücken zugewandt und sprach stattdessen in einer Zoom-Konferenz zu irgendwelchen Leuten, deren besorgte Gesichter über die vielen Bildschirme auf Deas Schreibtisch flackerten. Nachdem das durch den Schlag bedingte Pfeifen in meinen Ohren verklungen war, konnte ich auch endlich hören, was er zu ihnen sagte.
„… werde ich mit einem einzigen Klick das gesamte Internet löschen! Und was werden die Menschen wohl tun, wenn sie nicht mehr online Kühlschränke bestellen oder Schachserien streamen können – also all die hirnlosen Beschäftigungen wegfallen, mit denen ihr sie bislang so erfolgreich in den eigenen vier Wänden gefangenhalten konntet? Natürlich werden sie erwachen und hinausströmen auf die Straßen, um endlich den ganz großen Bürgerkrieg anzuzetteln, der euch und eure verbrecherische Gesundheitsdiktatur zu Fall bringt! Nur ein Klick und eure Macht ist für immer gebrochen! MUAHAHAHAHA!!“
Während des Gelächters warfen sich die anderen Zoom-Teilnehmer verunsicherte Blicke zu. Ich dachte kurz, die eine Frau würde dem Gasmaskenmann gleich den Mittelfinger ausstrecken, doch dann glitten ihre Hände zur Formung eines Rhombus zusammen. Während ich noch überlegte, wo ich diese Geste schon einmal gesehen hatte, erschien auf dem mittleren Screen ein nervtötend blinkender Zahlencountdown.
„Euch bleibt nur noch eine Möglichkeit, das Desaster abzuwenden“, fuhr der Hüne in plötzlichem Bierernst fort. „Ich will, dass ihr euer bestgehütetstes Geheimnis hier und heute lüftet! Sagt es mir: Wo ist der Eingang zu den unterirdischen Geheimlaboren, in denen ihr euer Jungbrunnenelixier produziert? Wo haltet ihr die verängstigten Robbenbabys gefangen, aus deren Nieren ihr euren Lebenssaft filtert? Antwortet mir, ihr verfluchten Echsen-“ Sein Redeschwall brach unvollendet ab, da in diesem Moment der zweite Schlag des Abends fiel, diesmal jedoch auf den Schädel des Hünen. Während der noch in Zeitlupe vom Bürostuhl fiel, drückte sein Angreifer mit einer flinken Bewegung auf die Escape-Taste, was den Countdown sofort beendete.
Nach einem Moment der Stille brach heller Jubel unter den zugeschalteten Konferenzteilnehmern aus. Mit unverkennbar ostdeutschem Akzent fragte die Rhombusfrau nach dem Namen ihres Retters, der von soviel Beifall ganz eingeschüchtert den obersten Knopf seiner Putzkluft öffnete und seine Waffe, einen Besen, gegen den Tisch lehnte. Dann antwortete er ein wenig verschämt:
„Bond. Jan Bond. Genauer gesagt Jan Bond-Bayülken – genau das wollte ich dir schon seit geraumer Zeit sagen, Anne …“
Zu meiner Überraschung drehte sich der geheimnisvolle Fremde zu mir um und ich erkannte in ihm meinen (ehemals?) sehr guten Freund Jan. Bevor ich auch nur blinzeln konnte, hatte er sich bereits den Gummihandschuh von seiner rechten Hand gezogen und präsentierte mir stolz den fetten Goldring, der auf dem entsprechenden Finger saß.
„Gleich, nachdem du mit dem Pfarrer abgehauen bist“, erklärte Jan, „hat Songül eine ihrer Pastafari-Freundinnen aufgegabelt, die uns dann doch noch getraut hat. Seit Monaten versuche ich dir das zu sagen! Abwechselnd habe ich in deiner Wohnung und an deinem Arbeitsplatz auf dich gewartet! Und weil mir dabei langweilig wurde, hab‘ ich ein wenig geputzt …“
Ich stöhnte, da sich mir nun die nur allzu offensichtliche Lösung zu Deas mysteriösem Fall offenbarte. War mir vorhin nicht höchstselbst aufgefallen, dass alle Büros blitzsauber sind? Während ich über das fatale Ausmaß meiner Dummheit still vor mich hin wimmerte, bückte Jan sich zu mir herunter und riss mit einem Ruck das Gaffertape von meinem Mund. Sogleich füllten sich meine Augen mit Tränen, jedoch rührten die nicht von dem schmerzvollen Entfernen meines Oberlippenbartes, sondern von dem aufwühlenden Gefühlserguss in meiner Brust, da ich nun eine längst verlorengeglaubte Freundschaft wiederbelebt wusste. Jan ging es wohl ganz ähnlich, denn er tätschelte mir kameradschaftlich den Kopf.
Während wir so dasaßen und der sich langsam von seiner Kopfnuss erholende Hüne in seine Gasmaske kotzte, begannen die Zoom-Teilnehmer auf den Bildschirmen einen Countdown herunterzuzählen – diesmal jedoch einen völlig harmlosen. Ich blickte durch das Fenster und sah, wie eine einzelne, einsame Rakete über den Nachthimmel zog, und es klang, als würde sie mir mit einem dünnen Stimmchen zurufen: Prost Neujahr, Anne!
● Anne Andersch

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Mit Geld nicht zu bezahlen

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Mit Geld nicht zu bezahlen


Nun ist es geschafft – und noch nichts ist geschafft. Das Corona-Jahr 2020 ist Geschichte, willkommen im Corona-Jahr 2021. Anstrengend wird es in den kommenden Wochen und wahrscheinlich Monaten bleiben, für diese Voraussage muss man kein Prophet sein. Wir wünschen uns Geduld und Zuversicht. IWir wünschen uns Mut, pragmatisch und unbürokratisch zu handeln. Und wir wünschen uns, dass wir nicht überdrehen, dass wir nachsichtig sind mit allen, die Entscheidungen treffen müssen, die Verantwortung übernehmen.

Wer handelt, der macht Fehler. Wenn sich alle immer gleich auf die Fehler stürzen, wird irgendwann niemand mehr handeln – oder überzogen handeln, um bloß nichts falsch zu machen. Beide Varianten erleben wir momentan in Deutschland.

Wir dürfen ruhig ein bisschen Respekt haben vor jenen, die momentan Verantwortung übernehmen. Und gleichzeitig sollten wir sehr kritisch sein gegenüber jenen, die nur kritisieren, wohl wissend, dass sie nicht handeln müssen (und hoffentlich niemals in Positionen kommen, in denen sie handeln dürfen).

Gleichwohl muss konstruktive Kritik erlaubt sein und erlaubt bleiben. Herausgestellt hat sich in den vergangenen Monaten beispielsweise, dass viele Politikerinnen und Politiker kaum eine Ahnung von der Lebenswirklichkeit Kulturschaffender haben. Und entsprechend absurd waren manche Vorschläge oder Ratschläge. Auch hier muss man zunächst nachsichtig sein. Aber man darf auch etwas fordern, nämlich, dass Politikerinnen und Politiker erkennbare Wissensdefizite schleunigst beheben, dass sie sich schlau machen, dass sie zuhören, um die tatsächlichen Bedürfnisse und Probleme zu erkennen und entsprechend zu reagieren, dass sie es im Nachgang dann besser machen.

Die Kultur wird voraussichtlich am längsten unter dieser Pandemie zu leiden haben, es braucht darum dringend passgenaue Konzepte, die langfristig angelegt sind.

Kultur ist nicht darauf ausgerichtet, selbst widerstandsfähig zu sein, sie soll in erster Linie schön sein, anregend, sinnlich, humorvoll, klug, inspirierend, unterhaltend, damit hat sie genug zu tun. „Survival of the Fittest“, das hört man momentan sehr oft. Wer nicht gut aufgestellt ist in diesen Krisenzeiten, wer vielleicht schon vorher nicht gut aufgestellt war, der hat jetzt eben Pech gehabt. Das mag, traurig genug, für unsere Märkte gelten, für die Kultur müssen wir aber ganz andere Maßstäbe anlegen, ihr Wert ist eigentlich nicht mit Geld zu messen und auch nicht zu bezahlen. Trotzdem muss sie natürlich bezahlt werden. Lessing lässt in seiner Emilia Galotti den Prinzen fragen: „[…] Was macht die Kunst? “ Und der Hofmaler Conti antwortet: „Prinz, die Kunst geht nach Brot.“

Natürlich, auch Künstlerinnen und Künstler müssen essen und ihre Miete bezahlen. Also malt Conti, was dem Prinzen gefällt. Von diesem Deal mit der Kunst haben wir uns glücklicherweise weitgehend verabschiedet, wir bezahlen die Kultur – und lassen uns dann gerne überraschen, wir lassen den Kulturschaffenden (zumindest im Idealfall) ihre Freiheit. Diese Freiheit in der Kultur ist es, die wir jetzt dringend erhalten müssen.

In unserer Stadtkind-Januarausgabe haben wir auf rund 20 Seiten Platz geschaffen für die Kunst. Warum? Darum!

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Mit Geld nicht zu bezahlen

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Mit Geld nicht zu bezahlen


Nun ist es geschafft – und noch nichts ist geschafft. Das Corona-Jahr 2020 ist Geschichte, willkommen im Corona-Jahr 2021. Anstrengend wird es in den kommenden Wochen und wahrscheinlich Monaten bleiben, für diese Voraussage muss man kein Prophet sein. Wir wünschen uns Geduld und Zuversicht. IWir wünschen uns Mut, pragmatisch und unbürokratisch zu handeln. Und wir wünschen uns, dass wir nicht überdrehen, dass wir nachsichtig sind mit allen, die Entscheidungen treffen müssen, die Verantwortung übernehmen.

Wer handelt, der macht Fehler. Wenn sich alle immer gleich auf die Fehler stürzen, wird irgendwann niemand mehr handeln – oder überzogen handeln, um bloß nichts falsch zu machen. Beide Varianten erleben wir momentan in Deutschland.

Wir dürfen ruhig ein bisschen Respekt haben vor jenen, die momentan Verantwortung übernehmen. Und gleichzeitig sollten wir sehr kritisch sein gegenüber jenen, die nur kritisieren, wohl wissend, dass sie nicht handeln müssen (und hoffentlich niemals in Positionen kommen, in denen sie handeln dürfen).

Gleichwohl muss konstruktive Kritik erlaubt sein und erlaubt bleiben. Herausgestellt hat sich in den vergangenen Monaten beispielsweise, dass viele Politikerinnen und Politiker kaum eine Ahnung von der Lebenswirklichkeit Kulturschaffender haben. Und entsprechend absurd waren manche Vorschläge oder Ratschläge. Auch hier muss man zunächst nachsichtig sein. Aber man darf auch etwas fordern, nämlich, dass Politikerinnen und Politiker erkennbare Wissensdefizite schleunigst beheben, dass sie sich schlau machen, dass sie zuhören, um die tatsächlichen Bedürfnisse und Probleme zu erkennen und entsprechend zu reagieren, dass sie es im Nachgang dann besser machen.

Die Kultur wird voraussichtlich am längsten unter dieser Pandemie zu leiden haben, es braucht darum dringend passgenaue Konzepte, die langfristig angelegt sind.

Kultur ist nicht darauf ausgerichtet, selbst widerstandsfähig zu sein, sie soll in erster Linie schön sein, anregend, sinnlich, humorvoll, klug, inspirierend, unterhaltend, damit hat sie genug zu tun. „Survival of the Fittest“, das hört man momentan sehr oft. Wer nicht gut aufgestellt ist in diesen Krisenzeiten, wer vielleicht schon vorher nicht gut aufgestellt war, der hat jetzt eben Pech gehabt. Das mag, traurig genug, für unsere Märkte gelten, für die Kultur müssen wir aber ganz andere Maßstäbe anlegen, ihr Wert ist eigentlich nicht mit Geld zu messen und auch nicht zu bezahlen. Trotzdem muss sie natürlich bezahlt werden. Lessing lässt in seiner Emilia Galotti den Prinzen fragen: „[…] Was macht die Kunst? “ Und der Hofmaler Conti antwortet: „Prinz, die Kunst geht nach Brot.“

Natürlich, auch Künstlerinnen und Künstler müssen essen und ihre Miete bezahlen. Also malt Conti, was dem Prinzen gefällt. Von diesem Deal mit der Kunst haben wir uns glücklicherweise weitgehend verabschiedet, wir bezahlen die Kultur – und lassen uns dann gerne überraschen, wir lassen den Kulturschaffenden (zumindest im Idealfall) ihre Freiheit. Diese Freiheit in der Kultur ist es, die wir jetzt dringend erhalten müssen.

In unserer Stadtkind-Januarausgabe haben wir auf rund 20 Seiten Platz geschaffen für die Kunst. Warum? Darum!

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Café Safran

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Café Safran


Seit über 35 Jahren zeichnet sich das Café an der Kreuzung zwischen den beiden Stadtteilen Calenberger Neustadt und Linden, direkt an der Haltestelle Glocksee gelegen, durch seine unkonventionelle, lockere Atmosphäre aus. Mit Blick auf Lindens Wahrzeichen, die „drei warmen Brüder“ sowie das Ihme-Zentrum am Flussufer, kann man bei warmen Temperaturen das Kommen und Gehen per pedes, Rad, Bus oder Bahn und das muntere Treiben sämtlicher individualmotorisierter Verkehrsteilnehmer vom Strandkorb oder vom bunten Plastikwebstuhl aus beobachten. Im gemütlichen Innenraum mit WG-Küchencharakter ist für jede Gelegenheit ein Ort zum Wohlfühlen, ob zum ausführlichen Frühstück, auf einen Kaffee, zum Mittagstisch oder zum Sattessen und Vorglühen am Abend – im Treffpunkt für Jung und Alt, für Studierende, Familien oder Freunde, zum Kartenspielen oder einfach zum Lesen im großen Zeitschriftensortiment ist jeder willkommen.
 
Das engagierte Küchenteam zaubert rund um die Uhr verschiedenste Köstlichkeiten vom gutbürgerlichen Schweinemedaillon in Champignon-Sahne-Sauce bis hin zum mediterran-gewürfelten Lachs auf Blattspinat mit Weißweinsauce, hausgebackenen Kuchen, schmackhaft-wärmende Suppen, wechselnde Pizzen und verschiedene Aufläufe. Dabei wird auf hohe Qualität und saisonale Produkte viel Wert gelegt und daher die Karte zusätzlich durch eine monatlich wechselnde Sonderkarte ergänzt. Während des Lockdowns bietet das Eckcafé täglich von 15 bis 21 Uhr einen Außer-Haus-Verkauf an – sehr praktisch für hungrige STADTKINDER, die so wie wir in der (Nord-)Stadt arbeiten und auf dem Heimweg nach Linden oder auch nach dem Spaziergang am Fluss hier kurz Halt machen und eine köstliche Safran-Mahlzeit zum Verzehr zu Hause mitnehmen können.
Durch das Verkaufsfenster gibt es vom freundlichen, von Lichterketten leuchtend umrahmten Tresenmädchen einige Leckereien angereicht: Grünkohl mit Bregenwurst und Kartoffeln (für 11,60 Euro), herzhafte (mit Gemüse, Mozzarella/Tomate oder Käse und Schinken belegte) sowie süße Crêpes (mit Zimt und Zucker für 3 Euro bis zum Baileys-Crêpe für 5 Euro), veganes Chili (für 5,50 Euro), oder man nimmt zum Spaziergang einen Granatapfelpunsch (für 3,50 Euro) bzw. eine heiße Kaffeespezialität und eine Tüte hausgemachte Adventsplätzchen (für 4,80 Euro) mit. Auf der Lockdown-Sonderkarte stehen außerdem gut gemachte Klassiker wie Tomatensuppe mit Pizzabrötchen, Kartoffelecken mit Dip, Bauernfrühstück, Currywurst oder Schnitzel mit Pommes sowie vegetarische Penne, Pizzen und Baguettes, wahlweise auch mit (Koch- oder Serrano) Schinken oder Salami – für den großen Hunger und den kleinen Geldbeutel genau das Richtige.
Wir haben zwanzig Minuten vorher angerufen und können unsere Tüte mit dem Essen daher bald nach unserem Eintreffen in Empfang nehmen, wer vor Ort bestellt und warten muss, kann in der Zwischenzeit etwa auf dem sich neben dem Gebäude befindlichen Grünstreifen ein Heißgetränk zu sich nehmen – direkt vor dem Verkaufsfenster (um Gedränge zu vermeiden) bitte nicht. Als wir zu Hause ankommen und das Mitnehmessen auspacken, sind die Aluschalen der Aufläufe sogar noch heiß, der Salat mit kräftigem Schafskäse im bemerkenswert knusprigen Speckmantel (für 10,50 Euro) bringt seine sehr senfige Vinaigrette in einem extra Plastikdöschen mit. Auch die hausgebackenen Pizzabrötchen finden wir gut, ansonsten macht der Eisbergsalat mit den wenigen Tomatenstücken, Oliven, Gurkenspalten, zwei hauchdünnen Paprikastreifen und einer einsamen Pepperoni leider nicht viel her. Ähnlich verhält es sich mit dem Nudelauflauf mit Spinat und Mandelblättern (für 8,50 Euro), der zwar deutlich nach Mandeln und damit sympathisch und leicht süßlich schmeckt, darüber hinaus aber an Spinat und Sauce nicht viel Geschmack mitbekommen hat. Hier hätten es ruhig mehr Gewürze, Salz und Käse sein dürfen! Der Kürbis-Curry-Auflauf (für 8,50 Euro) dagegen ist aussagekräftiger. Neben bunten Farbtupfern von tieforangenem Kürbis und knalliger Karotte, feuerroter Paprika, buttergelber Kartoffel und tannengrüner Zucchini schmecken wir farbige Nuancen von Curry über Zwiebel bis zum goldgelben Käse. Ein Leckerbissen. Und ein empfehlenswertes Kneipenessen für einen soliden Preis, wie man es sich wünscht.
Für den geselligen Abend, den wir uns in Zeiten von Kontaktbeschränkungen wohl alle immer sehnlicher wünschen, steht am gegenüberliegenden Eck die Safrans Bar in der Königsworther Str. 32, wohin normalerweise von Montag bis Samstag ab 18 Uhr ein umfangreiches Angebot an Cocktails und vielen anderen Drinks lockt. Im Raucherbereich gibt es einen Krökeltisch, an dem sich neben den üblichen Kneipengängern auch schon Bundesligaspieler ausprobiert haben, außerdem kann man hier in ebenfalls angenehm-studentischem Ambiente mit größeren Gruppen feiern und sogar das Tanzbein schwingen. Für Anfragen für die Zeit nach dem Lockdown einfach eine Mail schreiben oder anrufen, das Safran-Team bereitet gerne einen individuellen Abend in den netten Räumlichkeiten vor.
Anke Wittkopp

Königsworther Str. 39
30167 Hannover
Tel: (0511) 13 17 936
www.cafesafran.de
Außer-Haus-Verkauf momentan 15 bis 21 Uhr

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Neu in der Stadt im Januar

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Neu in der Stadt im Januar


Foto: Martin BargielHannoversche Kaffeemanufaktur in der Altstadt
Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 steht die Hannoversche Kaffeemanufaktur für hochwertige Kaffeesorten, schonende Röstungen und professionelle Barista-Kurse. Im Dezember hat die Privatrösterei ihren vierten Standort eröffnet, und zwar in der Altstadt direkt gegenüber der Marktkirche. Nicht von ungefähr fiel dabei die Wahl auf das historische „Haus Werner“ – so genannt, weil das zwischen 1884 und 1887 von Christoph Hehl errichtete Gebäude im Auftrag des Lebensmittelkaufmanns Hermann Werner entstand. Früher befand sich hier nämlich dieFoto: Martin Bargiel vermutlich erste Rösterei der Stadt, und zwar nicht nur das Ladengeschäft, sondern auch die Röstkammer für den Kaffee im Dachgeschoss des Hauses. Bei der Eröffnung empfing der Gründer der hannoverschen Kaffeemanufaktur Andreas Berndt Oberbürgermeister Belit Onay und den Regionspräsidenten Hauke Jagau, mit denen gemeinsam er die neue Filiale eröffnete. Der neue Standort soll zu einem Anlaufpunkt für Hannoveraner*innen und Tourist*innen werden, die auf ca. 70 Quadratmetern Ladenfläche ein Sortiment aus über 40 handgerösteten Kaffeesorten aus der Manufaktur vorfinden. Neben edlen Blends und Röstspezialitäten bekommt man hier auch das Zubehör, das für verschiedene Arten der Zubereitung benötigt wird, sowie eine professionelle Fachberatung rund um das Thema Kaffee. Ab dem neuen Jahr sind hier Showröstungen geplant, die Einblicke in das traditionelle Handwerk der Röstkunst geben sollen. Auch Barista-Kurse werden ab 2021 voraussichtlich wieder stattfinden. Kramerstr. 25, 30159 Hannover. Öffnungszeiten: Mo–Sa 9.30–18 Uhr, Sa 9.30–16 Uhr. Tel. (0511) 310 104 50, www.hannoversche-kaffeemanufaktur.de.

Fotos: Martin Bargiel

 

raumzeit: F23
Nachdem raumzeit erst kürzlich seine zweite Location für Teambüros und Meetingräume in der Haeckelstraße 11 eröffnet hat, wurde jetzt noch ein weiterer Co-Working-Space im Stadtteil Bult eingerichtet. Seit Dezember sind unter dem Namen „F23“ in der Freundallee Räumlichkeiten mit professioneller Büroausstattung zu buchen. Das Gebäude punktet schon wegen seiner zentralen Lage, die neben einer guten Verkehrsanbindung auch ausreichend Parkmöglichkeiten bietet. Im Inneren erwarten Interessierte vielfältige Private Offices und Teambüros für bis zu drei Personen, außerdem kleine Büroräume mit Flex oder Fix Desks, die Arbeitsmöglichkeiten für zwei bis acht Personen bereitstellen. Auch die Meetingräume sind klassisch und hochwertig ausgestattet, u.a. mit einem großen Konferenztisch, einem Bildschirm für Powerpoint-Präsentationen, Flipcharts und Whiteboards sowie diversen Workshopmaterialien. Eine gemütliche Atmosphäre bietet der Coachingraum, der für Beratungen und Schulungen für bis zu drei Personen eingerichtet ist. Ein weiterer Trainingsraum mit technischer Vollausstattung ist als klassischer Unterrichtsraum für Kurse und Seminare geeignet. Für Gespräche in ganz kleinem Kreis gibt es außerdem verschiedene Besprechungsecken, für die Pause zwischendurch stehen Ruhezonen bereit. Schließlich sorgt eine Kaffeebar inklusive verschiedener Heißgetränke wie Kaffee und Tee fürs leibliche Wohl. Damit steht auch die neuste raumzeit-Location für eine professionelle Arbeitsatmosphäre und gut ausgerüstete Räumlichkeiten, die sich nach dem individuellen Bedarf der Kund*innen anpassen lassen. Freundallee 23, 30173 Hannover. Tel. (0511) 936 808 00, Servicezeiten: Mo–Fr 8–16 Uhr. E-Mail: hello@raumzeit.online. Mehr Infos gibt es auf www.raumzeit.online.

Foto: Johannes David Helsberg, Fine Art Fotograf

 

Wucherpfennig Deli
Mehr als hundert Jahre ist es her, dass Frieda Wucherpfennig ihren ersten Lebensmittelmarkt in der Bödekerstraße 14 eröffnete. Ihr kleiner Markt befand sich in einem Zimmer vor der Wohnstube – damals reichten eben wenige Quadratmeter aus, um die Hannoveraner*innen mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen. Seitdem ist der Bedarf und mit ihm das Geschäft natürlich ordentlich gewachsen, sodass in den Einkaufscentern der Wucherpfennig-Filialen mittlerweile auf vielen tausend Quadratmetern verschiedenste Artikel zum Verkauf angeboten werden. So ganz auf das beschauliche Gefühl einer kleinen Ladenfläche mit ausgewähltem Warensortiment möchte man aber auch in der hektischen Moderne nicht verzichten, weshalb man sich unlängst zu einem kleinen Nostalgie-Trip entschlossen hat: Direkt an der Haltestelle Vier Grenzen in Hannover List hat im November des letzten Jahres das „Wucherpfennig Deli“ eröffnet. Auf einer überschaubaren Fläche von nur zweihundert Quadratmetern finden Kund*innen eine kleine, aber sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Lebensmitteln, darunter Obst und Gemüse, Tiefkühlwaren, Süßigkeiten, knackige Salate, herzhafte Sandwichs, fruchtige Smoothies und vieles mehr. Eine großzügig angelegte Backwaren-Bedientheke bietet zusätzlich herzhafte und süße Snacks, einen wechselnden Suppenmittagstisch und Kaffeespezialitäten. Praktisch verpackt können sämtliche frisch zubereiteten Snacks auch to-go mitgenommen werden. Der kleinste Wucherpfennig-Standort wartet aber auch in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit ein paar innovativen Konzepten auf. So sorgt zum Beispiel ein leistungsstarker Plattenwärmetauscher für eine optimale Temperierung der Fläche, gleichzeitig senkt die moderne LED-Beleuchtung den Energiebedarf. Matthiasstraße 1, 30177 Hannover. Öffnungszeiten: Mo–Fr 7–21 Uhr, Sa 7–18 Uhr.

 

 

Fahrradcafé Linden
Drahtesel und Heißgetränke – passt sowas zusammen? Auf jeden Fall, findet Florian Schubert. Seit 2015 betreibt er in der Nordstadt sein Fahrradcafé, das sich mittlerweile zu einem beliebten Treffpunkt für Radler*innen entwickelt hat, die während der Reparatur gerne einen Bio-Kaffee und einen kleinen Plausch genießen. Pünktlich zum fünfjährigen Jubiläum hat Schubert nun den nächsten Schritt gewagt und ein zweites Fahrradcafé mitten in Linden eröffnet. Eine zünftige Eröffnungsparty konnte es am 1. Dezember Corona-bedingt zwar nicht geben und auch der Cafébereich muss vorerst noch geschlossen bleiben; dennoch blickt das Team des zweiten Standorts optimistisch in die Zukunft und freut sich darauf, das bewährte Konzept auch in Linden anzubieten – und das erschöpft sich schließlich nicht nur im Kaffeeausschank, sondern beruht vor allem auf schnellem Service und hochwertigen Rädern. Wer für den anstehenden Frühling noch kein Rad besitzt, sollte die Hollandräder und Pedelecs von Batavus oder City- und Trekkingräder der Marke Green’s oder Müsing bei einer Probefahrt testen. Außerdem führt das Fahrradcafé unter anderem Cyclocrosser, Singlespeeder und Rennräder sowie Lastenräder, Falträder von Brompton und Urbanbikes von mika amaro. In den bereitliegenden Büchern und Zeitschriften zum Thema „Fahrrad“ gibt es darüber hinaus reichlich Ideen, um sich Inspirationen für ein neues Rad zu holen. Denn das bietet das Fahrradcafé ebenfalls: eine individuelle Fahrradgestaltung, bei der man auch mal selbst Hand anlegen kann. Und wer es besonders eilig hat, kann, sofern es zeitlich passt, durch den Schnellservice einfach bei einem Latte Macchiato auf sein Fahrrad warten und dank des kostenlosen W-LANs noch schnell seine E-Mails checken. Fröbelstraße 1 (Ecke Kötnerholzweg), 30451 Hannover. Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–18 Uhr. Tel. (0511) 22 85 93 31, E-Mail: post@fahrradcafe.de. Mehr Infos gibt es auf www.fahrradcafe.de.

 

GLORIOSUS edel & süß
Bei diesem Laden ist der Name Programm: In Thomas Papenbergs frisch eröffneten Geschäft für Wohnaccessoires versammeln sich nur die ausgesuchtesten Herrlichkeiten. Im Juni 2020 hat der gelernte Florist, Gärtner und Handelskaufmann die Räumlichkeiten am Marstall bezogen und mit einer Vielfalt an handverlesenen Deko-Artikeln und Genussmitteln ausgestattet – eine Kombination, die es so in der Innenstadt bisher noch nicht gab. Zu dem außergewöhnlichen Sortiment gehören zum Beispiel edle Kleinmöbel, ungewöhnliche Schmuckgläser, Porzellanobjekte sowie frische Blumensträuße, die in einzigartigen Vasen aus dem 3D-Drucker arrangiert sind. In Fragen der Auswahl lässt sich Papenberg übrigens von einem berühmten Ausspruch Oscar Wildes leiten: „Mit dem guten Geschmack ist es ganz einfach: Man nehme von allem nur das Beste.“ Das „Beste“ sind in diesem Fall außergewöhnliche Einzelstücke, die Papenberg auf Messen wie der Frankfurter Ambiente findet. Häufig pflegt er aber auch einen direkten Kontakt zu den verschiedenen Hersteller*innen, von denen manche in Ländern wie Argentinien oder Burkina Faso leben und viele andere wiederum quasi um die Ecke in Hannover und Region kreativ sind. Denn Papenberg arbeitet am liebsten mit lokalen Traditionsmanufakturen und selbstständigen Künstler*innen, die seinen Geschmack für Edles und Süßes teilen. Apropos süß: Auch verschiedene Schokoladensorten z.B. von Zotter aus Österreich gibt es hier zu entdecken. Wer will, kann sie zusammen mit den feinen Spirituosen von Luchs-Gin genießen, die in Nordhausen im Harz produziert werden. Zu den Deko-Highlights gehören kuriose Raritäten wie zum Beispiel die federleichten Schalen aus Kordelporzellan oder seltene Champagnertassen und Beistelltischchen aus 100 Prozent Porzellan. Wenn einem etwas gefällt, sollte man auf jeden Fall gleich zugreifen – nicht, dass das Unikat beim nächsten Besuch schon vergriffen ist! Am Marstall 21 (kleiner Rundgang), 30159 Hannover. Öffnungszeiten: Di–Sa 11–19 Uhr. Tel. (0511) 94 04 08 31, E-Mail: edel@gloriosus.de. Mehr Infos gibts auf www.gloriosus.de.

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Musimiet  Musikinstrumente

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Musimiet Musikinstrumente


Bei diesem Laden ist der zusammengesetzte Name Programm: Hier kann man Musikinstrumente nämlich nicht nur schlicht kaufen, sondern auch mieten. So wird der Einstieg in ein neues Hobby oder die Reaktivierung schlummernder Talente noch einfacher gemacht, denn es kann nach Lust und Laune ausprobiert werden, für welches musikalische Equipment das Herz schlägt. Inhaber Hajo Lehmann hilft aber auch, wenn das eigene Instrument repariert werden muss, und bietet sinnvolles Zubehör sowie kurzfristigen Ersatz, wenn etwa ein Profi-Instrument mal während eines Auftritts schwächelt.
Hajo Lehmann, der selbst mehrere Instrumente beherrscht, ist gerne bereit, jedes Instrument in der hauseigenen Werkstatt zu optimieren und unterstützt ebenso motiviert bei der Suche nach kompetenten LehrerInnen. 1989 fiel dem Schlagzeuger und Klarinettisten auf, dass es viele Leute gibt, die gerne einmal unterschiedliche Musikinstrumente ausprobieren würden, aber weniger Menschen, die sich die Anschaffung von Geige, Saxophon und Gitarre etwa zusätzlich zum Klavier oder Schlagzeug leisten können. Lehmann begann aus dieser Erkenntnis heraus, Musikinstrumente zu verleihen – und hilft heute noch besonders gern bei der Entscheidung, welches Instrument am besten zu einem passt. Darüber hinaus liefert er praktische Tipps zu Spielweisen sowie Pflege und kann, da er mit Musikschulen und LehrerInnen von Musikklassen zusammenarbeitet, gut gewartete, hochqualitative Instrumente ausleihen, mit denen der (Neu-)Einstieg einfach Spaß macht.
An Blasinstrumenten stehen Klarinetten, Querflöten, Fagotte, Trompeten, Flügel- und Waldhörner neben Posaunen ebenso wie ausgefallenere Instrumente, beispielsweise das trompetenähnliche Kornett, das Euphonium oder das Mellophon zur Wahl, das vor allem in US-amerikanischen Marching Bands eine große Tradition hat. Ein perfektes Tenorsaxophon ist laut Musimiet-Experte Lehmann das „Experience”, Nachfolgemodell des legendären „Ergo Sound”, das seit über 12 Jahren mit großem Erfolg in der Vermietung eingesetzt wurde. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt schlägt sich im Mietset für monatlich 35 Euro nieder, in dem ein König & Meyer Saxophonstativ und auf Wunsch ein Korg-Stimmgerät sowie ein Notenpult enthalten sind. Das Kinder-Waldhorn von Roy Benson mit verstellbaren Fingerhaken und Handstütze (Flipper) sowie leichtem Formetui mit Rucksackgarnitur und einem Gewicht von nur 1,9 kg gibt es zum Beispiel für eine Monatsmiete ab 24 Euro.

Für die Neu- oder Wiedergitarristen hat Musimiet Klassikgitarren, Akustikgitarren und E-Gitarren-Sets parat, zum Beispiel die V-ST21 von Vineyard mit dem 15 Watt Amp von Nux. Bei der E-Gitarren-Frage hat sich Hajo für eine klassische Strat-Variante mit ausgesuchtem Erlen-Korpus entschieden. Sie wird vom Werk mit einem 9er-Saitensatz bestückt, sodass auch Einsteiger mit wenig Kraftaufwand arbeiten können. Die Kombination wird mit einem Gitarrengurt, einem Korg-Stimmgerät, einem Gigbag sowie dem genialen MW Gitarrenstativ vermietet (ab 22 Euro monatlich).
Streichinstrumente wie Violine und Kontrabass stehen zur Probe bereit, ebenso wie ein Cello der Traditionsfirma Stentor im Komplett-Set mit Koffer, Bogen, Cellostativ zum Abstellen des Instrumentes sowie Kolophonium. Das Drum-Set für den soundbewussten Einsteiger ist 6- teilig mit Ständern für Ride und Crash-Becken, gutem Sonor Beckensatz und Beckentasche, vorgestimmten Fellen und optimierter Snare sowie einem sehr stabilen Drum-Hocker.
Digitalpianos gibt es inklusive authentischer vintage E-Pianosounds und 30 weiterer ausgesuchter Klänge aus vielen Bereichen, verkleidet im stilvollen, eleganten und schlanken Design in Schwarz oder Weiß (Monatsmiete ab 30 Euro). Auch Schüler- und Einsteigerakkordeons aus der Bravo-Serie von Hohner werden bereitgehalten, wobei die robusten und musikalisch vielseitigen Instrumente Leistungsmerkmale bieten, die bisher nur in wesentlich teureren Instrumenten zu finden waren. So ist hier schon die T-Tastatur im Einsatz, die ein hervorragendes Spielgefühl bietet und dabei äußerst servicefreundlich konzipiert ist (Monatsmiete ab 26 Euro).
Wer loslegen möchte, ruft einfach an und lässt sich ein Instrument reservieren, abholen kann man es im Ladengeschäft in Vahrenwald. Das gespielte Wunschinstrument mietet man monatsweise (auch einzelne Monate sind machbar), Neuinstrumente haben eine Mindestmietzeit von 6 bis 12 Monaten. Natürlich kann man bei Gefallen das zunächst gemietete Instrument im Anschluss übernehmen und behalten, wofür es mehrere Varianten der Anrechnung von Monatsmieten auf den Kaufpreis und auch die Möglichkeit des Mietkaufs gibt.● Anke Wittkopp

Dörnbergstraße 6
30161 Hannover
Tel. (0511) 31 22 96
www.musimiet.de

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr
8:30 – 13 Uhr und 15 – 18 Uhr

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