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Der besondere Laden: Designer Sinfonie Modecafé

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Der besondere Laden: Designer Sinfonie Modecafé


Ein Hauch von Kaffee liegt in der Luft, wenn man durch eine große Glastür die Boutique betritt und das farben- wie musterfrohe Sortiment erblickt. Bereits der erste Schritt in das Designer Sinfonie Modecafé verrät, dass es Inhaber Jörg Brakel um viel mehr geht als das bloße Verkaufen von Kleidung. „Für viele ist unsere Boutique wie ein zweites Wohnzimmer“, lächelt er. „Wer zu uns kommt, darf bei einer Tasse Kaffee in Ruhe stöbern, wird kompetent und ehrlich beraten.“

Der Name des Geschäfts ist im Designer Sinfonie Modecafé Programm: Boutique und Café verschmelzen zu einem Ort und bilden so keineswegs nur ein herkömmliches Bekleidungsgeschäft, sondern einen Treffpunkt für Modeinteressierte und alle, die Wert auf das Besondere legen. Jörg Brakel verspricht „Nichts, das es an jeder Ecke gibt“. Wer sich in seiner Boutique zwischen den Kleiderstangen bewegt, sucht vergeblich nach eintönigen Farbreihen. Das Sortiment ist bunt, abwechslungsreich und ausgefallen. So zieren zum Beispiel Hunde und Katzen eine Auswahl an Halstüchern und Schals. „Manche sagen mir ‚Mach doch alles etwas einheitlicher, vor allem die Schaufenster‘“, erzählt der Ladeninhaber. „Aber nein, ich will es bunt! Stilbruch ist super, wenn man es gut macht.“

Besonders stolz ist er auf die große Auswahl an Hosen von Stehmann, für die das Modecafé inzwischen bekannt ist. „Wir sind Hannovers größter Stehmann-Händler“, erklärt Jörg Brakel. „Und was uns auszeichnet, ist die Vielfalt. Wir haben jede Länge, jeden Schnitt, alles von Größe 32 bis 48. Dazu eine Farbpalette, die man so nirgends sonst findet.“

Hinzu kommen ausgewählte Stücke anderer Labels, vorzugsweise aus Europa. Von klassischen Marlenehosen, über Blusen und Shirts, bis hin zu Kleidern, die im Alltag ebenso glänzen wie am Abend. Immer wieder wählt der Inhaber des Modecafés bewusst Eyecatcher für sein Sortiment. „Es muss etwas dabei sein, das unsere Kundinnen nicht schon überall gesehen haben. Unsere Auswahl ist ungewöhnlich, aber genau das macht uns aus.“

Neben der Passform und der Qualität der Kleidungsauswahl ist für Jörg Brakel vor allem eines entscheidend: Nachhaltigkeit. Auf billig produzierte Fast Fashion aus synthetischem Material verzichtet er komplett. Seine Kundinnen können sich darauf verlassen, dass alles, was sie im Designer Sinfonie Modecafé finden, in Europa oder Kanada fair produziert worden ist. Außerdem achtet der Boutiqueinhaber darauf, dass Naturmaterialien verwendet wurden. Elastan und Kunstfasern kommen nur dann ins Spiel, „wenn es für die Stabilität und Passform der Kleidung notwendig ist.“ Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit hat Jörg Brakel außerdem eine eigene Linie entwickelt. EDDER by UMASAN umfasst vegane Kleidung für Damen und Herren, inspiriert von japanischem Design. „Das ist elegante Yogamode, könnte man sagen: bequem, aber trotzdem schick.“ Die Kollektion aus Bio-Baumwolle, Bambus und Algenfasern gibt es mit individueller Beratung in der EDDER by UMASAN-Lounge.

Bei ihrem Besuch im Designer Sinfonie Modecafé möchte Jörg Brakel seinen Kundinnen vermitteln, Mode nicht nur als Konsumgut, sondern als Teil eines guten Lebens zu verstehen. „Oft sagen wir ihnen ‚Warten Sie nicht auf den nächsten Sonntag oder einen besonderen Anlass. Ziehen Sie die Sachen sofort an, die Sie gekauft haben und machen Sie sich das Leben damit schön!‘“ Seine Boutique soll mehr Farbe in den Alltag bringen – in der Altstadt ebenso wie in der Garderobe seiner Kundinnen. Ergänzt wird dies durch Jörg Brakels jahrelange Erfahrung in der Design- und Modeindustrie, seine Expertise und herzliche Art.

Letztlich ist es sicher genau diese Mischung, die dem Designer Sinfonie Modecafé die nötige Harmonie verleiht. Mit einem Zusammenspiel von Vielfalt, Qualität und einer wohligen Atmosphäre laden Jörg Brakel und sein Team zum Stöbern und Verweilen ein. „Wenn wir unseren Kundinnen damit das Leben schöner machen können und ein gutes Gefühl vermitteln, dann machen wir das von Herzen gern!“

Laura Druselmann

Designer Sinfonie Modecafé

Knochenhauerstr. 20, 30159 Hannover

Tel.: 0511 52489840

E-Mail: jb@designer-sinfonie.de

www.modecafe-hannover.de

Öffnungszeiten:

Di bis Fr: 11bis 18 Uhr

Sa: 10 bis 14 Uhr

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Editorial 11-2025

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Editorial 11-2025


Für unsere November-Ausgabe habe ich Anne Gemeinhardt getroffen, die Direktorin der Museen für Kulturgeschichte Hannover. Sie ist in Saarlouis aufgewachsen. Frankreich ist gleich um die Ecke und Geschichte gehört zum Stadtbild. Hier entsteht die Liebe zu Europa. Mal kurz über die Grenze und zurück, ohne Kontrollen. Nach dem Abitur wollte sie eigentlich Sozialpädagogik studieren, aber dann war da dieser Studiengang „Europäische Kulturgeschichte“ in Augsburg … Und heute ist sie in Hannover verantwortlich für gleich drei Häuser: das Historische Museum, das Museum August Kestner und das Museum Schloss Herrenhausen. Und Anne Gemeinhardt hat einen Plan. Die laufenden Sanierungen, die Schließungen, das alles ist zwar anstrengend, aber auch eine Phase großer Chancen.

Anne Gemeinhardt will Orte schaffen, an denen Menschen sich begegnen. Und während das Historische Museum die Türen für eine ganze Weile schließen muss, platziert sie mit ihrem Team Geschichte im Stadtraum, auf Plätzen, in Schulen, in Pflegeheimen. Und schafft mit dem „Hannover Kiosk“ ein offenes Labor mitten in der Innenstadt, wo die Begegnung mit Geschichte neu gedacht und diskutiert werden darf. Sie will Museen zu interaktiven, gemeinschaftsorientierten Orten weiterentwickeln, die das Publikum zur Partizipation einladen. Mit modernen Präsentationsformen, mit vielen Kooperationen, möglichst direkt und barrierefrei. Sie möchte Wissen auf vielfältige Weise vermitteln und versteht das Museum dabei als atmenden, sich ständig verändernden Raum. Einen Raum, in dem Kinder ruhig laut sein dürfen, Fragen stellen dürfen, staunen dürfen. Erwachsene natürlich auch. Wobei der Respekt vor den Dingen immer bleibt, vielleicht sogar mehr denn je, denn in einer Welt, die immer digitaler wird, sind Originale wieder magisch. Sie erzählen von Menschen, die vor Jahrhunderten lebten, liebten, lachten – und plötzlich wird Geschichte ganz nahbar.

Wenn Anne Gemeinhardt erzählt, spürt man ihre Leidenschaft, die Lust am Experiment, aber auch die Demut vor dem, was war. Sie möchte, dass wir miteinander ins Gespräch kommen – über Geschichte, über Kultur, über Wandel, über das Verbindende. Sie begreift Museen als lebendige Teile einer Stadt, als Orte, die nicht nur sammeln, sondern Sinn stiften. Wir können uns in Hannover darauf freuen, Geschichte künftig immer wieder neu entdecken zu dürfen. Mehr im Interview ab Seite 54.

Und wie schaffe ich hier jetzt einen eleganten Übergang zu Friedrich Merz? Gar nicht. Das geht nur mit einem klaren Bruch. Denn unterschiedlicher können Konzepte ja kaum sein. Merz sucht nicht nach dem Verbindenden, er spaltet. Ich habe eine Weile gegrübelt, ob es sich lohnt, überhaupt auf dieses unsägliche Stadtbild-Gelaber einzugehen. Ich verspüre immer weniger Lust, mich mit diesen hohlen Scheindebatten zu beschäftigen. Aber es nützt ja nichts. Den Kopf zu schütteln, zu resignieren, nichts zu sagen, weil auf der anderen Seite eh niemand zuhört, das scheint mir auch nicht ganz der richtige Weg. Ich habe mich gefragt, wie sich jetzt in Deutschland diejenigen fühlen, die nicht „deutsch genug“ aussehen. Ich schäme mich für Friedrich Merz. Ich habe das Bedürfnis, mich für diesen Kanzler bei allen zu entschuldigen, die er aus dem Stadtbild entfernen möchte. Ich würde mir für Deutschland wirklich einen würdigeren und klügeren Kanzler wünschen. Oder eine Kanzlerin. Ganz egal, Hauptsache integer, respektvoll und uneitel. Diese aktuelle Debatte macht mich nicht wütend, sie macht mich einfach nur traurig und ratlos. Deutschland biegt mehr und mehr falsch ab. Und anstatt entschieden ins Lenkrad zu greifen und klug, nachhaltig und umsichtig umzusteuern, lenkt Friedrich Merz den Karren noch weiter nach rechts und gibt Gas. Leider fährt er Deutschland so vor die Wand.

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Das November-Kind ist da!

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Das November-Kind ist da!


Über Hannover…

im Gespräch mit Anne Gemeinhardt, Direktorin der Museen für Kulturgeschichte Hannover

Ganz schön beeindruckend, wenn man diesen Titel auf seiner Visitenkarte stehen hat. Bestimmt kriegt man damit immer einen Fensterplatz im Restaurant. Aber so eindrucksvoll der Titel auch klingt, so unprätentiös ist Anne Gemeinhardt im Interview mit Lars Kompa. Nachzulesen ab Seite 54.

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Ein offener Brief … an Karsten Wildberger und Patrick Schnieder

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Ein offener Brief … an Karsten Wildberger und Patrick Schnieder


Großartig! Dabei hatten wir die Hoffnung schon fast aufgegeben. Aber es scheint sie noch zu geben, Politiker, die sich nicht ständig in den Vordergrund drängen. Lieber Karsten und lieber Patrick, ihr seid ein Vorbild, ein Leuchtturm im Dunkel der populistischen Dampfplauderer. Das tut gut in einer Welt der Söders und Spahns. Kein grenzdebiles Burgergefresse auf Insta, keine AfD-Lookalike-Dummschwätzerei. Ihr bleibt bisher konsequent unsichtbar. Ihr seid die personifizierte Eine-Millionen-Frage bei Günther Jauch. Wie heißt aktuell der Minister für Digitales und Staatsmodernisierung? Und wie heißt der Verkehrsminister? Kleiner Tipp: beide CDU. Na? Eine Idee? Niemand? Genau, niemand! Und das ist doch das Geniale.

Das ist der Weg. Druck vom Kessel nehmen, keine Ideen zur Diskussion stellen, am besten gar keine Ideen haben, keine großen Ankündigungen machen, sich besser rarmachen, sich nicht jeden Tag in Talkshows setzen, sich einfach komplett raushalten. Deutschland braucht jetzt vor allem Ruhe und keine Schnellschüsse. Die Staatsmodernisierung ist beispielsweise ein komplexes Schätzchen. Entbürokratisierung, so könnte man die große Aufgabe synonym beschreiben. Da ist über viele Jahre ein Moloch gewachsen. Da muss man nun sehr vorsichtig dran schrauben, sonst wackelt am Ende das gesamte System.

Klar, die Unternehmen sind ungeduldig. Alle reden von Überregulierung und dass man schleunigst etwas tun müsse, weil sonst die Wirtschaft angesichts der Welt, wie Donald Trump sie sich wide-wide-macht, hier in Deutschland demnächst vollends zugrunde geht. Aber das ist bestimmt auch nur wieder so eine Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Nur weil ein paar Unternehmer schimpfen, muss man jetzt nicht gleich hektisch werden. Natürlich, einige werden noch in die Insolvenz müssen, bevor sich etwas verändert. Aber das ist nun mal so. Das ist Wettbewerb. Da sollte sich Politik ohnehin raushalten. Das ist einfach Markwirtschaft. Die bürokratie-resilienten Unternehmen, die sich eine eigene Rechtsabteilung leisten können und die genug Platz haben, um all die Akten aufzubewahren, die dereinst vielleicht irgendein Amt sehen will, sie werden am Ende umso potenter sein.

Gut, sie werden in der Fläche vielleicht nicht mehr so zahlreich sein. Und vielleicht wird auch der eine oder andere Handwerksbetrieb demnächst fehlen. Aber überstürzen sollte man jetzt trotzdem nichts. Wo wären wir denn ohne unsere Regeln? Bürokratie ist ja nicht nur schlecht. Sie schützt uns vor dem Chaos. Und manchmal auch vor uns selbst. Formulare, Vorschriften, Zuständigkeiten, Aktenstapel – das ist unser Sicherheitsgurt. Und wo wir gerade beim Thema sind. Wenn man ein Tempolimit auf Teufel komm raus nicht mehr thematisiert, kräht irgendwann kein Hahn mehr danach. Läuft!

Lieber Karsten, lieber Patrick, genau darum seid ihr unsere Helden. Ambitionen sind doch was für Anfänger. Ihr lasst es einfach laufen. Das ist klug. Das nimmt euch aus der Schusslinie. Ihr nehmt das Tempo raus. Während die anderen, die Söders und Spahns nur zu gern in die Lücke springen. Ihr seid unsere Geheimwaffe gegen all die panischen Innovationsrausch-Anfälle, gegen dieses permanente „Lasst uns jetzt alles umkrempeln!“-Getöse. Keine dröhnenden Pressekonferenzen, keine lauten Tweets, keine gehetzten Ankündigungs-Wettbewerbe, keine Schlagzeilen. Das ist brillant. Öffentlichkeit erzeugt nur Stress. Aufmerksamkeit zwingt zu Entscheidungen. Entscheidungen führen zu Fehlern. Fehler führen zu Kritik. Kritik führt zu Twitter-Shitstorms. Ein Teufelskreis. Ihr kennt das Spiel. Ihr macht nicht mit.

Und das ist großartig. Und sehr cool, sehr professionell. Sollen die Unternehmen doch nörgeln, wie sie wollen. Mehr Tempo, fordern sie. Mehr schnelle Hilfe. Mimimi! Man darf sich als Bundesminister einfach nicht unter Druck setzen lassen, dann macht man schon ganz viel richtig. Und wenn die Kritik zu laut wird, sagt man einfach auf irgendeinem Wirtschaftskongress „Technologieoffenheit!“ und schon haben einen alle wieder lieb.

So kann es doch jetzt gut (für euch) weitergehen. Wir sind begeistert von eurer erstaunlichen Fähigkeit, einfach da zu sein, ohne dass irgendjemand wirklich bemerkt, was ihr tut. Viele bekommen nicht mal mit, dass ihr überhaupt existiert. Danke für dieses mutige Raus-Halten, für eure vorbildliche Zurückhaltung und für die Gewissheit, dass wir uns wenigsten an manchen Stellen darauf verlassen können, dass alles so bleibt wie es ist. Das beruhigt wirklich ungemein. GAH

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Tonträger Oktober 2025

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Tonträger Oktober 2025


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Bandporträt Oktober 2025: Sondaschule

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Bandporträt Oktober 2025: Sondaschule


Sondaschule gibt es schon länger als Ronja Malzahn Dreadlocks trägt. Ein ziemlich unsinniger Satz, aber nur auf den ersten Blick: Kulturelle Aneignung wird schon deutlich länger diskutiert als von dem Moment an, in dem Fridays for Future sich an der Frisur einer kaukasischen Musikerin störte. Hardliner und solche, die im Kommisston deklamieren, wer welche Musik machen darf, gab es wahrscheinlich schon immer. Was Ska betrifft, ist die Liste kurz: Man ist entweder Jamaikaner, hat mit Desmond Dekker Kaffee getrunken oder wurde von Laurel Aitken gesegnet. Vielleicht ist man aber auch ein englischer Dockarbeiter. Deutscher Ska? Auf gar keinen Fall!

Nach dem jamaikanischen Ska der 60er und dem britischen Revival mit dem 2-Tone-Ska der 80er-Jahre rollte die dritte Welle heran und mit ihr auch erstmals Ska in deutscher Sprache. Beeinflusst von Punk und New Wave veränderte sich das Klangbild merklich: Ska-Punk war geboren. Und warum auch nicht? In Mülheim an der Ruhr wird es schon den einen oder anderen Zechenmalocher gegeben haben, da ist es nur legitim, wenn eine lokale Band Musik für ihre eigenen Rudeboys spielt. Wenn diese Band sich aber nicht festlegen will und genervt ist von diesen ganzen Old School- und New School- und Wave-Labels, nennt sie sich Sondaschule. Im Gründungsjahr 1999 konnte ja schließlich noch keiner ahnen, dass der Name später mal suggerieren könnte, es handele sich dabei um ein Berliner Gangster-Rap-Trio. Dankenswerterweise spielen Sondaschule aber vergnüglichen Ska-Punk, mit Betonung auf vergnüglich. Wo anderen Genrevertretern allzu oft die Leichtigkeit abhanden kommt, weil die Welt eine schlimme ist, gibt es bei Sondaschule immer ein Augenzwinkern und Spaß. Selbstironisch handelt ein großer Teil ihrer Songs vom selbsterklärten Unvermögen, mit dem Alltag zurecht zu kommen. Nahezu hymnisch widmet man sich mitunter dem übermäßigen Verzehr unterschiedlichster Alkoholika und sonstiger Rauschmittel. Sänger Tim Kleinrensing inszenierte einst ein fiktives Telefonat zwischen seinem Alias Costa Cannabis und Peter von Frosta, in dem die Markteinführung einer Cannabispizza diskutiert wird. Will sagen: Oft ist auch Quatsch dabei, aber herrlicher Quatsch. Haufenweise adoleszente Albernheiten, hier und da gespickt mit erstaunlich hellsichtiger Sozialkritik, untermalt mit den typischen Offbeat-Gitarren und kurzatmigen Bläsersätzen. Wenn man es mit einer solchen Melange dann noch in die Albumcharts schafft, ist das schon etwas Besonderes. So geschehen im Februar 2022, als Sondaschule mit „Unbesiegbar“ auf Platz 2 der Albumcharts landeten. Ein bisschen Balsam auf eine Bandseele, die kurz zuvor einen traurigen Verlust wegstecken musste: Ihr langjähriger Gitarrist starb nach kurzer schwerer Krankheit. Dieser Schicksalsschlag wird auf ihrem gerade erschienenen Album titelgebend verarbeitet: „Wir bleiben wach“ ist nicht nur der Name ihrer Neuerscheinung, sondern auch der Opening Track. Trotz des traurigen Themas ist der Song ein druckvolles, energiegeladenes Versprechen, weiterzumachen. Unterstrichen wird dieses Vorhaben durch die Ankündigung einer Tournee. In zehn deutschen Städten spielen Sondaschule ihre bislang größte Hallen-Tour. Darunter auch in Hannover: Am 29. November um 20 Uhr sind die Ruhrpottler in der Swiss Life Hall zu Gast. Tickets gibt es für 52,60 Euro online und an den bekannten Vorverkaufsstellen.

IH

Foto: Flo Ehlich

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