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Tonträger Juli 2026

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Tonträger Juli 2026


Alin Coen – „Du bedeutest mir die Welt“

Der pathetische Albumtitel ist nicht klug gewählt, vermutet ein Unwissender sicherlich eine Schlagerplatte dahinter. Das einzig Schlagrante an diesem Album ist allerdings der Umstand, dass Alin Coen sich jegliche Gesellschaftspolitik verkneift, was auch mal ganz angenehm ist. Insgesamt für ein Hier und Heute aber fast ein bisschen zu glatt und zu leise.

Modest Mouse – „An Eraser And A Maze“

Nach dem enttäuschenden „The Golden Casket“ schien es, als sei die Luft raus. Aber nein! Dieses Album ist ein absolutes Meisterwerk, vielleicht das beste von Modest Mouse jemals. Der Opener „Picking Dragon‘s Pockets“ packt einen mit seiner nur scheinbar naiven Abzählreimstruktur, gräbt sich ins Hirn und bleibt für immer, wie auch der Rest des Albums. Grandios.

Sportfreunde Stiller – „Happy Birthday“

… heißt das Album, welches man sich selbst zum 30. Jubiläum schenkt. Besonders geistreich waren die Texte der Rosenheimer nie und dieser Hinsicht bleibt man sich treu. Dann noch ungroovig-breitbeinige Gitarren und cheesy Synthiesounds dazu. Wie, wenn man jemandem zum Geburtstag wünscht: „Bleib, wie du bist!“ Tröööt.

Fury in the Slaughterhouse – „Changes“

Der dritte Teil der Vincent Sorg-Trilogie ist leider auch der schwächste. Von dem was Fury immer richtig- und ausgemacht hat, ist leider zu wenig auf „Changes“ vertreten und mit dem sehr guten „Sorrowland“, „Fix This Crack“ und dem brettigen „9 Lives“ in Blue Oyster Cult-Manier hat man die besten Tracks schon vorab veröffentlicht.

Paul McCartney – „The Boys Of Dungeon Lane“

Auch die zweite Hälfte der Beatles’schen Rhythmusgruppe hat ein neues Soloalbum draußen und man muss es leider sagen: McCartney hat schon immer die besseren Songs geschrieben. Diese hier sind sanft, ohne retrospektiv-verklärt zu sein, manche sind energetisch bis ruppig und es gibt sogar ein schunkeliges (und saucooles) Duett mit Ringo.

The Smashing Pumpkins – „Zodeon At Crystal Hall“

Wäre dieses Album ein Mittagsgericht, dann eins aus der Mensa. Da ist viel „der Hunger treibt’s rein“, „die Idee ist erkennbar“ und „Ausführung fragwürdig“. Billy Corgans Gesang ist auch mit voller Konzentration nicht zu verstehen, nicht mal, wenn er sich selbst in den Vordergrund mischt. Produziert hat er nämlich selbst – besser nicht mit Kopfhörern „genießen“.

Die Toten Hosen – „Trink aus! Wir müssen gehen“

Machen wir es kurz: Gefühlsduselei steht Campino nicht, was 4 der 16 Stücke seltsam fremdschämig macht. Zwei Stücke sind großartige Punkrock-Nummern, ein Stück eine Referenz an ihre Musik von früher. Der Rest ist bestenfalls mediokres Songwriting und der Sound ist typisch Vincent Sorg: Klingt alles gut, aber immer gleich, dazu diese ewigen „Oh-oh-oh-oh“-Chöre, die der Produzent wirklich jedem seiner Acts unterjubelt: Zum Davonlaufen. Dafür grandios: Das Bonusalbum mit Wegbegleitern. Hannes Wader, die U.K.Subs, Vicky Leandros, Sven Regener – superlativ durch jedes Genre zeigt Campino, was für ein überraschend guter Sänger er ist, aber auch, wie hosig die Hosen sind. So klingt der Bettina Wegner-Song „Kinder“ sehr nach „Hier kommt Alex“ und „Junkies & Scientologen“ von und mit Thees Uhlmann deutlich nach „Steh auf“. Trotzdem klare Empfehlung (ausschließlich) des Bonusalbums.

Death Cab For Cutie – „I built You A Tower“

Hier schneidet doch irgendjemand Zwiebeln! Während der weder optisch noch akustisch zu altern scheinende Ben Gibbard das Album mit dem großartigen „Full Of Stars“ eröffnet, träumt man sich in einen Nachtspaziergang am Fluss, Arm in Arm mit George Peppard, nur um bei „Punching The Flowers“ hart nach 2003 zurückkatapultiert zu werden: Deutliche „Transatlanticism“-Vibes. Genial! Das titelgebende Stück ist gleich in zwei Varianten vertreten, a und b, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während a sich auch auf „Sgt. Pepper“ von den Beatles gut gemacht hätte, klingt b, als hätten Placebo sich mit Queens „Innuendo“ befasst, jedoch sind beide Stücke null referenziell, sondern ganz eindeutig DCFC. Einzig „Stone Over Water“ ist etwas zu seifig-folkig geraten, insgesamt aber zu vernachlässigen. Ganz große Klasse!

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Tonträger Juni 2026

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Tonträger Juni 2026


Maite Kelly – „24/7“

Im Schlager ist die Welt noch in Ordnung. Liebe, Freundschaft, girls support girls, Durchhalteparolen und Sex. Allein in den ersten drei Songs hat Maite Kelly erstaunlich viel Sex, was bestimmt auch gut geht bei immer gleichem Beat und stoisch pumpender Bassdrum. Tja. Man muss diese Art von Musik schon aktiv gut finden wollen.

Melanie C – „Sweat“

Man stelle sich ein Jane Fonda-Aerobic-Video vor, textlich kommentiert von DJ Bobo, dann hat man’s ungefähr. Sackdoof stampfende Beats und dümmliche Motivationssprüche à la „take your chance, it’s time to dance“ oder solcher Quatsch. Einzig „One Track Mind“ hat Potenzial. Ein verdammt guter Song, der aber in Summe nichts reißt.

Foo Fighters – „Your Favorite Toy“

Deutlich angriffslustiger als sein Vorgänger „But here we are“ präsentiert sich das neue Werk mit neuem Drummer Ilan Rubin. Dabei wünschte man sich, vielleicht nicht ganz so oft angeschrien zu werden, irgendwann ist ja auch mal gut mit ostentativer Katharsis. Abgesehen vom bereits bekannten „Asking for a friend“ und dem sensationellen „Child Actor“ nur mittel.

Ringo Starr – „Long Long Road“

Der Mann ist sehr alt und er darf machen, wonach auch immer ihm der Sinn steht. Seit einiger Zeit ist das anscheinend Country. Auch wenn er mit der einen oder anderen Fab-Four-Referenz zurückblickt, klingt es, als fände Ringo sein Leben, so wie es jetzt ist, absolut spitze und es macht große Freude, ihm dabei zuzuhören.

Social Distortion – „Born to kill“

Endlich! 15 Jahre nach ihrem letzten Album schmeißen Mike Ness und seine Jungs was Neues auf den Markt. Oldschool-Attitüde trifft auf Eleganz und Hook trifft Hook trifft Hook. Ein besonderes Highlight dürfte der Honky-Tonk „Crazy Dreamer“ mit Lucinda Williams sein, während das Chris Isaak-Cover „Wicked Games“ wirklich nicht sein musste.

Thomas D – „Neocortex“

Es gibt wenig Schlimmeres, als wenn einem jemand auf spirituelle Art und Weise die Welt erklärt. Thomas D rappt hier ein ganzes Selbsthilfebuch, zwar mit Flow und bekannter musikalischer Qualität, aber doch lästig, während die wirklich schönen Storytelling-Momente wie in „Kurz zu mir“, „Auf Wiedersehen“ oder „Mein Nachbar“ leider zu kurz kommen.

V.A. – „We love Udo“ Das Udo Lindenberg Tribute-Album

Noch ein Album von der Sorte, na, darauf hat die Welt gewartet. Alles, was in der deutschen Musikszene Rang und Namen hat und ganz sicher ohne Udo völlig andere Wege eingeschlagen hätte, versammelt sich hier zur kollektiven Denkmalpflege. Während manche erwartungsgemäß farblos bleiben (Max Giesinger, Johannes Oerding, Michael Schulte oder Ina Müller), überbieten sich andere an Scheußlichkeiten. The Boss Hoss schunkeln sich unangenehm durch „Reeperbahn“ (nicht das „Penny Lane“-Cover, das andere), bei Thomas D. hofft man, der Sonderzug nach Pankow fährt durch bis Australien und Samy Amara und Deine Cousine – was hätte schön sein können – arbeiten sich bei „Horizont“ nervig aneinander ab. Positive Ausreißer sind Gentlemans Reggae-Version von „Eldorado“ und, man staune, „Na und?“ in der Interpretation von Tokio Hotel.

Madsen – „Smile“

Vielleicht ist das der Sound, den wir jetzt gerade brauchen. Wie immer treffen Madsen den kleinen, sensiblen Punkt zwischen Umarmung, Bestärkung und Eskapismus. Der letzte Longplayer „Hollywood“ schoss just an dem Tag auf Platz 1 der Albumcharts, da die Wendländer bei „Jamel rockt den Förster“ gegen Rechts auftraten. Das gibt einem ein bisschen Hoffnung. Ebenso wie die Tatsache, dass Madsen sich von dem gegen sie und den mitwirkenden Scheeßeler Kinderchor gerichteten Netz-Hass nach VÖ der Single „Auf die Barrikaden“ nicht einschüchtern ließen. Das ist exemplarisch für „Smile“. Du darfst durchhängen, du darfst auch straucheln, aber aufgeben darfst du nicht. Für alle, die lächeln, auch wenn ihnen gerade nicht danach ist: Madsens mittlerweile zehntes Album ist der Soundtrack zum Durchhalten.

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Bandporträt Januar 2026: MANTRA

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Bandporträt Januar 2026: MANTRA


MANTRA machen Jazz auf ihre ganz eigene Art. Kürzlich veröffentlichten sie ihr Debütalbum „In Motion“, das die Unruhe und Energie ihrer Generation widerspiegelt.

MANTRA – das sind Valentin Seidl als Songwriter und Pianist, Linus Hutzler am Bass und Dejan Hauch am Schlagzeug.

Valentin und Linus sind beide in Bayern aufgewachsen und haben sich an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl kennengelernt, wo sie beide eine zweijährige Ausbildung zum Ensemble- und Chorleiter absolvierten. 2022 zogen beide nach Hannover, um im Bereich Popular Music der Hochschule für Musik, Theater und Medien zu studieren. Hier trafen sie auf Dejan, der nach einem Vorstudium an der Glen Buschmann Jazz-Akademie in Dortmund ebenfalls an die HMTMH kam.

Die Musik begleitet alle drei seit der Kindheit. Linus begann auf Wunsch seiner Eltern mit Blockflötenunterricht, wechselte später zur Gitarre und zum Bass, nahm zeitweise Geigenunterricht und spielte in der Bigband und im Orchester seiner Schule. Valentin wuchs in einer musikalischen Familie auf, sein älterer Bruder ist Schlagzeuger – gemeinsam machten sie früh Musik. Auch Dejan kommt aus einer musikalischen Familie.

Obwohl sie Popmusik studieren, machen sie gemeinsam Jazz. Oder genauer: Musik, in der Jazz, Pop und Rock zusammenfinden. Ihre Mission sei es, die Welten miteinander zu verbinden. Valentin schreibt gerne „Songs, die diese ganzen Jazzelemente wie Improvisation und das Zusammenspiel haben, sich aber mehr auf Melodien zentrieren als der klassische Jazz.“ Dabei soll Jazz mit Ohrwurm-Potenzial entstehen. „Ich habe jetzt schon mehrfach mitbekommen, dass Leute einen Ohrwurm von unseren Songs hatten, Das hat mich immer extrem gefreut, weil das eigentlich genau das Ziel ist“, sagt er.

Nach zwei Jahren gemeinsamer Arbeit, veröffentlichte das Trio 2024 ihre erste gemeinsame EP „The Quiet Mind“ mit fünf Songs. Im November 2025 folgte nun das Debütalbum „In Motion“. Der Titel „In Motion“ steht dabei sowohl für den Sound und die Art, wie MANTRA Musik macht – kreativ und offen für Neues – als auch für die Lebensphase der drei Musiker. „Ich glaube der Titel ist ein ganz guter Oberbegriff. Unsere Generation ist irgendwie ein bisschen lost und verwirrt, weil einfach so viel passiert, zum Beispiel in der Politik. Außerdem ist die Phase von 20 bis 25 auch eine, in der privat extrem viel passiert. Manchmal merke ich erst nach dem Schreiben, dass ich dieses Gefühl der Verwirrtheit und das Chaos in den Songs ein bisschen verarbeite“, sagt Valentin. „Ich glaube ‘In Motion‘ steht für ganz viele Gefühle und Gegensätze: Durcheinander, Ruhe und vor allem dafür, in dem ganzen Chaos Balance zu finden“, ergänzt Linus.

Ein Highlight ihrer bisherigen Karriere war das Releasekonzert im Jazzclub Hannover. In Zukunft würden sie gerne in weiteren großen Jazzclubs in Deutschland spielen. Doch als junge, selbstorganisierte Band ist das mit viel Arbeit im Hintergrund verbunden. Bisher kümmern sie sich selbst um alles: Bookings, PR, CD-Produktion und ihre Präsenz in den sozialen Medien. Für Proben und Aufnahmen kommt ihnen ihr Studium zugute, denn sie können dafür die Räume der Hochschule nutzen.

Langfristig möchte die Band bei einem Label unter Vertrag kommen, auf Festivals wie der Jazzwoche spielen und offen bleiben für neue Konstellationen: andere Instrumente, Features und vielleicht Gesang.

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Ulrike Brenning: Wenn sich die Welt auftut. Auf Flügeln des Gesanges

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Ulrike Brenning: Wenn sich die Welt auftut. Auf Flügeln des Gesanges


Foto: Anke_SchroefelIm Jahr 2022 feiert der Mädchenchor Hannover sein 70-jähriges Bestehen. Um dieses Ereignis zünftig zu feiern, wurde die Journalistin und Autorin Ulrike Brenning damit beauftragt, eine Biografie über den weltberühmten Chor aus Hannover zu verfassen. In „Wenn sich die Welt auftut. Auf den Flügeln des Gesangs“ taucht sie mit voller Wucht in den Mikrokosmos des Mädchenchor Hannover ein und macht seine facettenreiche Geschichte voller großartiger Erfolge, seinen Aufbau und seine Bedeutung in der Welt der Chormusik für die Leser*innen spürbar. Das Buch ist Anfang des Jahres bei zu Klampen erschienen.

Der Mädchenchor Hannover ist für seinen betörenden Klang berühmt. Seine Sängerinnen durchlaufen eine mehrstufige Ausbildung, der ein eigenes musikpädagogisches Konzept zugrunde liegt. Seine Interpretationen gelten inzwischen als Referenz für andere Mädchenchöre – mit dem Resultat, dass bedeutende Komponist*innen Werke für den Chor geschrieben haben. So hat der Mädchenchor Hannover mittlerweile ein Renommee erlangt, das dem der berühmtesten Knabenchöre, den Dresdner Kruzianern und den Leipziger Thomanern, in nichts nachsteht. Im Gegensatz zu den genannten und vielen anderen Knabenchören ist der Mädchenchor Hannover aber nicht an ein Internat gekoppelt, sondern er bezieht seine Leistungsstärke aus einem vierstufigen Bildungssystem, das die Mädchen nicht aus ihren familiären und schulischen Zusammenhängen reißt. So umfasst der Konzertchor des Mädchenchor Hannover 85 aktive Sängerinnen im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren.
Zu seinem 70-jährigen Bestehen gibt dieses Buch Einblick in Geschichte und Eigenart des Chors. Der Titel „Wenn sich die Welt auftut“ ist übrigens dem gleichnamigen Werk von Einojuhani Rautavaara entlehnt, das der Mädchenchor Hannover im Jahr 2000 uraufgeführt hat. Der finnische Komponist hatte den Auftrag für das EXPO-Jahr 2000 von Chorleiterin Gudrun Schröfel erhalten.
Das Buch beginnt mit einer Erläuterung der relativ kurzen Geschichte von Mädchenchören – die haben nämlich noch keine allzu lange Tradition. Während gemischte Chöre, Männerchöre, Knabenchöre mit und ohne Männerstimmen und Frauenchöre bereits seit langem in der Musikwelt etabliert sind, mussten Mädchenchöre sich diesen Rang zuerst noch erarbeiten. In einem historischen Abriss werden ganz allgemein die Geschichte des Frauengesangs sowie die Entwicklung des Mädchenchor Hannover hin zu einem professionellen Chor dargestellt, dessen Chorleiter*innenstelle an eine Professur an der HMTMH gekoppelt ist. Des Weiteren werden die aktuellen wie ehemaligen Chorleiter*innen porträtiert und ihre jeweilige Vision für den Chor vorgestellt. Außerdem kommen ehemalige Chorsängerinnen zu Wort und erzählen, wie der Chor den Grundstein für ihre späteren Karrieren gelegt hat. Die Statements, die häufig nicht nur von musikalischen Erfolgen, sondern auch schönen Erinnerungen an gemeinschaftlich geweckten Ehrgeiz, von Freundschaften und persönlicher Charakterentwicklung erzählen, sind im ganzen Buch verteilt als längere Interviews zu lesen. Auch Pianist*innen und Stimmbildner*innen berichten über ihre Arbeit mit den Sängerinnen. Ein Kapitel widmet sich überdies den vielen Auslandskonzerten des Mädchenchor Hannover, der schon in fast alle europäischen Länder, außerdem nach Israel, Brasilien, Chile, Russland, Japan, China und in die USA eingeladen wurde. Eine Dokumentation der CDs, Auftragskompositionen und bedeutender Konzertereignisse und -säle rundet die mit spürbarer Begeisterung, aber auch detaillierter Sorgfalt verfasste Biografie ab.
Ulrike Brenning ist promovierte Musikwissenschaftlerin, Kulturjournalistin sowie Professorin für Fernsehjournalismus mit dem Schwerpunkt Kultur an der Hochschule Hannover. Geboren in Hamburg hat sie dort auch ihre musikalische Ausbildung erhalten – zunächst im Kindergarten, wo viel gesungen wurde, dann in der Grundschule. Gerne wäre sie in Hannover aufgewachsen und hätte im Mädchenchor mitgewirkt. Immerhin hat sie aber als Journalistin und Autorin den Chor immer wieder begleiten können – und in mehr als 20 Jahren erfahren, welche große Bedeutung er für die Persönlichkeitsentwicklung und das Wachsen von Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftssinn bei den jungen Sängerinnen hat.                                                ● Anja Dolatta

Foto: Anke Schroefel

 

 

Wenn sich die Welt auftut.
Auf Flügeln des Gesanges
von Ulrike Brenning
zu Klampen Verlag
160 Seiten
25 Euro14 Euro

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