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Wohnzimmeratmosphäre im Dinky Café

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Wohnzimmeratmosphäre im Dinky Café


Mitten in der Nordstadt, ein paar Schritte abseits vom Trubel, fühlt sich das Dinky Café an wie ein Besuch bei Freund*innen: klein, warm, ein bisschen zusammengewürfelt – und genau deshalb so charmant. Gründerin Lena Mähnß hat sich hier ihren Traum erfüllt: ein Café, das nicht auf Lautstärke setzt, sondern auf Atmosphäre.

Zwölf Plätze gibt es drinnen, sechs draußen – und schon für 2026 sind zusätzliche Sitzplätze im Außenbereich geplant. Der Name passt perfekt zum Konzept: Dinky bedeutet im Englischen „klein“ und „schnuckelig“. Oder wie Lena es selbst beschreibt: „Es ist die Wohnzimmeratmosphäre – das Gemütliche und vielleicht auch das leicht Zusammengewürfelte mit viel Liebe zum Detail.“

Tatsächlich erzählt jeder Winkel im Dinky eine kleine Geschichte. An den Wänden hängt Kunst von lokalen Künstler*innen, auf den Tischen stehen Pflanzen, und sogar die Keramik hat ihren eigenen Ursprung: „Wir verkaufen Keramik aus einem kleinen Studio aus der Südstadt. Dort wurden auch unsere Flat-White-Tassen von Hand getöpfert“, sagt Lena. Dazu kommen kleine Formate, die das Café zu einem Treffpunkt machen – nicht nur für Kaffeefans, sondern für Menschen, die sich nach Gemeinschaft sehnen.

Auch das Angebot folgt einer klaren Idee: Qualität, Transparenz – und konsequente Haltung. Der Kaffee stammt aus einer kleinen Rösterei, die Bohnen sind fair gehandelt, die Lieferkette nachvollziehbar, die Herkunft sortenrein von einer einzelnen Plantage. Dazu gibt’s ausschließlich vegane Kuchen und Backwaren – und ein Aushängeschild, das mittlerweile vielen in der Nordstadt ein Begriff sein dürfte: „Lenns selbstgemachte Zimtschnecke“. Ergänzt wird die Karte durch gefüllte Donuts und hausgemachte Quiche. Lenas Zielgruppe? Möglichst alle. „Alle sind herzlich willkommen: Menschen aus der Nachbarschaft, aus der Uni, jüngere und ältere Gäste – alle, die gerne guten Kaffee trinken“, sagt sie. Und auch hier setzt sie einen Akzent, der zum Dinky passt: „Bei uns kostet Kuhmilch einen Aufpreis. So drehe ich den Spieß um und schaffe einen Anreiz für Hafermilch. Und es funktioniert tatsächlich.“

Dass Lena einmal ihr eigenes Café führen würde, war nicht von Beginn an Plan A: „Während meines Studiums habe ich in der Gastronomie in der Küche gearbeitet – und hatte richtig Spaß daran. Außerdem backe ich sehr gerne“, erinnert sie sich. Nach dem Bachelor in Wirtschaftsmathematik wurde aus der Idee schließlich ein echtes Vorhaben: „Die Idee eines eigenen Cafés hat aber erst nach meinem Bachelor richtig Fahrt aufgenommen.“

Mutig war dabei nicht nur die Idee – sondern vor allem das Durchhalten. Denn ursprünglich war das Projekt nicht als Solo-Nummer gedacht. „Anfangs waren wir zu dritt. Als im Februar der Mietvertrag anstand, sind die anderen beiden abgesprungen. Ich wollte es aber unbedingt – und habe es dann allein durchgezogen.“ Heute arbeitet Lena mit einer Teilzeitkraft und drei Minijobberinnen zusammen. Und weil kreative Synergien in der Nordstadt oft nur eine Tür weiter liegen, teilt sie sich die Miete mit einem kleinen Tattoo-Studio im selben Gebäude. Beide Unternehmen sind eigenständig, aber eng verbunden: Tattoo-Kund*innen bekommen Rabatt im Café – und die Kunst der Artists ist im Dinky ausgestellt.

Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit fand Lena auch bei hannoverimpuls. „Ich habe dort alle wichtigen Informationen bekommen, zum Beispiel zum Gründungszuschuss und zu den Voraussetzungen“, sagt sie. Besonders entscheidend sei die Hilfe beim Finanzplan gewesen: „Das Team stand mir bei allen Fragen zur Seite.“ Für Lena war nicht nur das Wissen wichtig, sondern auch das Gefühl, ernst genommen zu werden. „Die respektvolle und persönliche Betreuung war großartig und hat mein Selbstbewusstsein für die Umsetzung meines Traums enorm gestärkt.“

Auch Kristina Ebel, Projektleitung Gründerinnen-Consult bei hannoverimpuls, erinnert sich an den Start: „In Lena spürte ich direkt, dass das Dinky ihr Herzensprojekt ist. Sie ist die Seele des Cafés – und das merken sicherlich auch die Gäste.“ Genau das sei der Kern der Beratung: „Wir unterstützen, vernetzen und stehen mit Rat und Tat zur Seite, um Träume wie den von Lena Wirklichkeit werden zu lassen.“

Lena dazu: „Einfach mal machen – auch wenn es leichter gesagt als getan ist. Geht zu Beratungsstellen wie hannoverimpuls und holt euch Unterstützung. Die wissen, wie es geht.“

Wer im Dinky Café sitzt, eine Zimtschnecke vor sich und die handgetöpferte Tasse in der Hand, merkt schnell: Das hier ist nicht einfach nur ein Geschäftsmodell. Es ist ein Gefühl. Und genau das macht das Dinky so besonders.

AL

Dinky Café
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 10–18 Uhr
An der Lutherkirche 5
30167 Hannover

Instagram: @dinky.cafe

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Gründungsstory Januar 2026: All About Midlife – Wie zwei Gründerinnen die zweite Lebenshälfte neu definieren wollen

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Gründungsstory Januar 2026: All About Midlife – Wie zwei Gründerinnen die zweite Lebenshälfte neu definieren wollen


Eine Milliarde Frauen weltweit werden im Jahr 2030 in den Wechseljahren sein. Zwei Drittel von ihnen kämpfen schon heute mit Beschwerden – körperlich, emotional, hormonell. Viele schweigen, viele suchen vergeblich nach kompetenten Ansprechpartner*innen. Für Constanze Stock und Katja Ohly-Nauber ist genau das ein unhaltbarer Zustand. Mit ihrem Startup ALL ABOUT MIDLIFE wollen sie „die weibliche Lebensmitte radikal neu definieren“ – hin zu mehr Gesundheit, Selbstbestimmung und einem neuen, positiven Narrativ über diese Lebensphase.

Die Plattform, die die beiden im März 2025 gegründet haben, verbindet Wissen und Praxis aus Physiotherapie, Ernährung, Beckenbodentraining und Hormoncoaching mit einer aktiven Community. Constanze bringt ihre Expertise als Fitness-Trainerin, Ernährungsberaterin und Atemtherapeutin ein, während Katja als Holistic Health & Wellbeing Coach mit Ausbildungen in Hypnose und Mindset-Arbeit Frauen mental stärkt. Ihr Ziel: Frauen durch eine oft turbulente Zeit begleiten – klar, kompetent, nahbar.

Eine Idee, die aus Erfahrung gewachsen ist

Die Entscheidung zur Gründung fiel zwar erst 2025, doch im Grunde arbeiten die beiden schon seit 15 Jahren auf dieses Projekt hin. „Unsere beruflichen Wurzeln liegen in der Wirtschaft – wir kennen Führungspositionen, aber auch die Bedürfnisse von Frauen in herausfordernden Lebensphasen“, sagt Katja. Mit ihrem ersten „Business-Baby“ LAUFMAMALAUF brachten sie bereits über 100.000 Frauen in Bewegung – ein Erfolg, der deutlich zeigt, wie sehr ihnen Frauengesundheit am Herzen liegt.

Jetzt widmen sie sich der Lebensmitte. „Wir wollen, dass Frauen die körperliche Umstellungsphase stark und energiegeladen durchlaufen“, ergänzt Constanze. ALL ABOUT MIDLIFE kombiniert dafür vier Komponenten: Digital Education, Tracking, Austausch und Telemedizin, gegliedert in die Bereiche Food, Move und Mind. Es geht um Aufklärung, praktische Umsetzung – und darum, endlich über Themen zu sprechen, die lange tabuisiert waren: von Hormonen über Achtsamkeit bis hin zu Sexualität.

Mehr als ein Kurs – ein Kompass für die Lebensmitte

Die Plattform versteht sich nicht als klassisches Online-Programm, sondern als Begleiterin durch eine Zeit, die oft mit Unsicherheit verbunden ist. „Wir sind ein Kompass für eine Lebensphase, die häufig von Tabus, Unwissen und Isolation geprägt ist“, erklären die Gründerinnen. Ihr Angebot reicht von 30 thematischen Kurseinheiten über Workout-Videos, einen dreiwöchigen Trainingsplan, Ernährungspläne mit Kochvideos, ein Rezept-E-Book, Mindset-Tools, Hypnosen und Meditationen bis hin zu digitalen Workbooks, Checklisten und Habit-Trackern.

Wer einsteigen möchte, kann zwischen einem dreiwöchigen Starter-Kurs und dem umfassenden 360°-Online-Kurs über neun Wochen wählen. Einmal gebucht, bleibt der Zugang lebenslang – und wer nicht zufrieden ist, bekommt innerhalb von 14 Tagen sein Geld zurück.

Doch die Gründerinnen denken größer. Immer häufiger werden sie von Unternehmen angefragt, um für das Thema Frauengesundheit am Arbeitsplatz zu sensibilisieren. „Das wird oft unterschätzt, hat aber massive Auswirkungen auf Zufriedenheit und Bindung“, betonen sie. Ihre Vorträge sind inzwischen stark nachgefragt.

Unterstützung durch hannoverimpuls: „Eine echte Möglichmacherin“

Auf ihrem Weg begleitet sie hannoverimpuls – und zwar mit spürbarem Engagement. „hannoverimpuls ist für uns eine echte Möglichmacherin“, sagen Constanze und Katja. Über das Female Startup Mentoring Programm erhalten sie Zugang zu einem starken Netzwerk, Workshops, Mentorinnen und gezielter Unterstützung beim Geschäftsmodell. Auch Wettbewerbe wie Startup-Impuls oder die „Höhle der Karpfen“ brachten große Sichtbarkeit.

Besonders wertvoll sei jedoch die Haltung: „Es geht nicht nur um Beratung, sondern um echtes Mitfiebern und Mitdenken – ein partnerschaftliches Miteinander, das uns enorm vorangebracht hat.

Dass die Energie der beiden im Netzwerk ankommt, bestätigt auch Vivica Bree, Leiterin Gründerinnen-Consult bei hannoverimpuls: „Zwei starke Frauen, die seit vielen Jahren für ihr Thema brennen. Constanze und Katja bringen viel Erfahrung mit und bereichern unsere Netzwerke. Bei unseren eigenen Veranstaltungen sind sie inzwischen sehr gefragte Speakerinnen.

Der Rat der Gründerinnen: Netzwerke nutzen

Anderen Gründer*innen raten die beiden deshalb: „Nutzt die Angebote von hannoverimpuls! Sie helfen, den Blick zu schärfen, Netzwerke aufzubauen und in allen zentralen Bereichen Unterstützung zu bekommen.

Mit ALL ABOUT MIDLIFE wollen Constanze Stock und Katja Ohly-Nauber nicht weniger als eine Kulturveränderung anstoßen – weg vom Defizitblick, hin zu einer starken, sichtbaren, selbstbewussten zweiten Lebenshälfte. Ihre Mission: Frauen dabei unterstützen, diese Phase nicht als Krise, sondern als kraftvollen Neubeginn zu erleben.

Kontakt:

ALL ABOUT MIDLIFE GMBH

0177 5283234

info@allaboutmidlife.com

allaboutmidlife.com

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Gründungsstory Dezember 2025: HERZ-BLATT

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Gründungsstory Dezember 2025: HERZ-BLATT


Die farbstarken Statement-Ohrringe von HERZ-BLATT fallen auf – und zwar nicht nur durch ihre Farben. Sie waren bereits im Fernsehen zu sehen, schmücken die Museumsshops im Sprengel Museum Hannover und ziehen auf Designmärkten in ganz Norddeutschland die Blicke auf sich. Hinter dem Label steht Melina Leibelt, eine erfahrene Grafikdesignerin, die seit über 20 Jahren in der Kreativbranche tätig ist.

„Ich arbeite mit geometrischen Formen in Kombination mit extravaganten Acrylfarben“, sagt sie. „Die Formen erinnern an das elegante Art-Déco der 1920er-Jahre, während meine Farben eher an die 80er und 90er angelehnt sind. Retro trifft Eleganz und Glanz – zumal ich auch mit Spiegelmaterialien arbeite.“

Erste Erfahrungen mit professionellen Industrielasern sammelte Melina bereits 2016 – zunächst für Beschilderungen und grafische Projekte. Im Sommer 2023 gründete sie schließlich ihr HERZ-BLATT DESIGN Studio. Der Start verlief klassisch über einen Etsy-Shop für hochwertige Event-Ausstattung. In einem kleinen Studio in Langenhagen, das Werkstatt, Grafikbüro und Showroom zugleich war, entstanden die ersten Produkte.

Doch der Online-Markt wandelte sich rasant. Die Plattform wurde zunehmend von Billiganbietern dominiert – ein Problem, das viele Kreative kennen. „Billige Kopien aus China haben mein ursprüngliches Geschäftsmodell zerstört“, erinnert sich Melina. „Das war ein harter Schlag, der mir zunächst den Boden unter den Füßen weggezogen hat.“ Anstatt aufzugeben, entschied sie sich für einen Neustart. Sie gab die Räume auf, blieb aber selbstständig – und entdeckte das Material Acryl neu: diesmal nicht für Dekoartikel, sondern für Schmuck.

„Ich begann, erste Stücke für mich selbst zu entwerfen – und plötzlich fragten Freundinnen und Kolleginnen, woher ich die Ohrringe habe. So entstand meine erste kleine Kollektion“, erzählt sie.

Heute bietet HERZ-BLATT handgefertigten Statement-Schmuck aus Acryl – in kleinen Serien oder als Unikate. Produziert wird mit einem eigenen Industrielaser in Hannover: farbenfroh, präzise und mit klarer Formsprache.

Besonders beliebt ist die neue „Words“-Kollektion. „‚NÖ‘ kommt übrigens in Hamburg besonders gut an“, lacht Melina. „Aber man kann sich auch ‚LOVE‘, ‚KISS‘ oder ‚FUCK‘ ans Ohr hängen – der Neon-Schmuck leuchtet sogar unter Schwarzlicht.“ Ihre Materialien bezieht sie überwiegend von deutschen Lieferanten, vieles ist bereits recycelt. „Made in Hannover“ ist für sie kein Werbespruch, sondern Überzeugung.

„Ob Leo oder Neon, filigrane Herzen oder auffällige Ohrhänger – jedes Stück entsteht mit Liebe, egal ob in Serie oder als Unikat“, sagt sie. „Und 2026 biete ich wieder Workshops an, bei denen Teilnehmende ihren ganz persönlichen Schmuck selbst gestalten können.“

Ihre Kundschaft ist so bunt wie ihre Designs. „Überwiegend sind es Frauen ab 30, die mit meinem Schmuck eigene Statements setzen möchten“, erklärt sie. Auch Drag-Queens und Style-Coaches gehören zu ihrem Netzwerk.

Mittlerweile sind HERZ-BLATT-Kollektionen in ausgewählten Concept Stores vertreten – unter anderem in Hamburg, Hildesheim und im Sprengel Museum Hannover. Dort passen ihre „Gute-Laune-Farben“ perfekt zur aktuellen Ausstellung. Und selbst Stylist*innen großer Fernsehproduktionen haben ihre Entwürfe entdeckt: „Meine Ohrringe wurden bereits bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten getragen“, erzählt sie stolz.

Seit 2024 arbeitet Melina wieder 30 Stunden pro Woche als Grafikdesignerin – HERZ-BLATT ist ihr Herzensprojekt, das sie parallel mit neuer Energie weiterentwickelt. „Ich bin ein Beispiel dafür, dass es sich lohnt, dranzubleiben – auch wenn der Weg nicht immer gradlinig verläuft“, sagt sie. Ihr wichtigster Tipp für Gründer*innen: „Man sollte sich bewusst sein, was eine Gründung wirklich bedeutet. Es geht nicht nur um Raummiete und Personalkosten – auch Bürokratie spielt eine große Rolle. Und man braucht gute Dienstleister, die einem Aufgaben abnehmen, die man selbst nicht so gut kann oder mag.“

Auf ihrem Weg wurde Melina Leibelt von hannoverimpuls begleitet. Sie nutzte den Mikrostarter-Kredit, um ihre Werkstatt auszustatten. „Bei all dem Papierkram hat mir hannoverimpuls großartig geholfen – vor allem bei den Finanzthemen. Die Beraterinnen erklären alles so lange, bis man es wirklich verstanden hat.“ Auch bei der Erstellung des Businessplans erhielt sie Unterstützung: „Der muss schließlich wasserdicht sein – besonders, wenn man einen Kredit beantragt.“

Ute Rebel, Projektleiterin Gründerinnen-Consult bei hannoverimpuls, sagt über sie:

„Melina Leibelt hat sich nicht entmutigen lassen und an ihre Idee geglaubt. Ihre Produkte zeigen, dass es sich lohnt, weiterzumachen und neue Wege zu gehen. Wir werden sie dabei weiterhin bestmöglich unterstützen.“

HERZ-BLATT ist mehr als Schmuck – es ist ein Symbol für kreative Beharrlichkeit. Melina Leibelt hat bewiesen, dass Wandel auch im Kleinen funktionieren kann: mit Leidenschaft, klarem Design und einem guten Netzwerk. Oder, wie sie selbst sagt: „Glaubt an eure Idee – und überlegt, wie ihr euch noch besser vom internationalen Wettbewerb abheben könnt.“

Kontakt:

HERZ-BLATT DESIGN Studio

Melina Leibelt

0157 86851270
info@herz-blatt.com

herz-blatt.com

instagram.com/herz_blatt_studio/

facebook.com/HERZ.BLATT.STUDIO

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Gründungsstrecke Oktober 2025: Prosimo

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Gründungsstrecke Oktober 2025: Prosimo


Nachhaltigkeit auf zwei Rädern: Elektro-Kits für Vespa-Roller

Aus Leidenschaft für Vespas zur Innovation: Simon Hische elektrifiziert Klassiker

Schon als Kind schraubte Simon Hische an Vespas. Was im elterlichen Geschäft begann, hat er 2024 mit der Gründung der prosimo GmbH in Springe auf eine neue Stufe gehoben: Mit selbst entwickelten Elektro-Kits rüstet er klassische Vespa-Modelle auf Stromantrieb um. Damit bringt er die Zweirad-Ikonen ins Zeitalter der Nachhaltigkeit – und das inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, Italien und den Niederlanden. „Das ist erst der Anfang“, sagt Hische selbstbewusst. Rund 100 Kits hat er bereits verkauft.

Der 36-Jährige vereint Handwerk und Hightech: Meisterbrief in Kfz-Technik, Studium der Elektrotechnik und Informatik, dazu eine Ausbildung als Mechatroniker. „Ich habe immer schon viel an Vespas repariert. 2016 fiel mir auf, dass Motoren zunehmend kaputtgingen. Das war frustrierend. Also habe ich nach einer besseren Lösung gesucht – und bin beim Elektroantrieb gelandet“, erzählt er. Weil es damals kein entsprechendes Produkt gab, entwickelte er kurzerhand einen eigenen Prototyp, der 2018 erstmals legal zugelassen wurde. Schritt für Schritt folgten TÜV-Zertifizierung, Patent und Markenschutz – und schließlich die Gründung der prosimo GmbH. „Alles, was ich einnehme, fließt zurück ins Unternehmen. Meinen Lebensunterhalt verdiene ich bis heute hauptberuflich bei einem Automobilzulieferer in Wolfsburg.“

Die Idee dahinter: Vespa-Fahrer sollen ihre Klassiker nicht wegen drohender Fahrverbote für Zweitakter aufgeben müssen. „Natürlich gibt es viele Elektroroller auf dem Markt – aber keiner hat den Kultstatus einer Vespa. Gerade die alten Modelle will ich retten. Wir machen die Roller leise, sauber und zukunftsfähig – ohne Stil, Form oder Charakter zu zerstören.“ Die Vorteile beschreibt er anschaulich: „Das Schalten entfällt, das Anfahren ist kraftvoll und direkt, es riecht nichts mehr nach Abgas. Statt Minuten dauert es nur Sekunden von 0 auf 80 km/h.“

Hische setzt auf Qualität aus der Region. Produziert, assembliert, getestet und versendet wird in Eldagsen. Sein Baukastensystem bietet vier Leistungsstufen von 45 bis 100 km/h, mit Reichweiten zwischen 50 und 120 Kilometern. Die Akkus sind herausnehmbar, können an öffentlichen Ladesäulen oder der Steckdose geladen werden. Die Kits kosten zwischen 3.999 und 6.999 Euro. „Deutlich günstiger als viele neue Roller – und der Sammlerwert der Vespa bleibt erhalten.“

Doch der Gründer steht vor der nächsten Herausforderung: Wachstum. „Aktuell suche ich einen Investor, um größere Stückzahlen produzieren zu können. Derzeit bin ich regelmäßig ausverkauft, weil ich nur einkaufe, was ich einnehme – das hemmt das Wachstum.“ Parallel baut er ein Netzwerk von Partnerwerkstätten in ganz Europa auf. Sein nächstes Ziel: Elektro-Kits für große Vespas und klassische italienische Dreiräder. „Meine Vision ist ein modulares Baukastensystem, mit dem künftig eine Vielzahl von Zwei- und Dreirädern elektrifiziert werden kann – inklusive vereinfachter Wartung und Reparatur.“

Unterstützung findet er bei hannoverimpuls. „2023 habe ich nach Fördermöglichkeiten gesucht und hannoverimpuls kontaktiert. Kurz darauf meldete sich Olaf Daebler über LinkedIn und machte mich auf einen Pitch-Abend aufmerksam. Seitdem bin ich gut vernetzt, halte Vorträge und werde regelmäßig zu Veranstaltungen eingeladen.“ Besonders schätzt er die professionelle Beratung: „Es ist sehr wertvoll, wenn Profis von außen auf das Geschäftsmodell schauen – gerade bei den Finanzen. Für mich ist das eine große Hilfe.“

Auch von offizieller Seite kommt Rückenwind. „Ich sehe in der prosimo GmbH von Simon Hische enormes Potenzial“, sagt Daniel Bogaerts, Projektleiter Gründung und Entrepreneurship bei hannoverimpuls. „Er ist nicht nur ein ausgewiesener Fachmann, sondern treibt sein Unternehmen mit innovativen Ideen konsequent voran. Wir werden ihn bestmöglich dabei unterstützen, von Hannover aus in ganz Europa durchzustarten.“

Seinen Rat an andere Gründerinnen und Gründer gibt Hische offen weiter: „Kümmert euch frühzeitig um Förderungen und gute Beratung. Ich habe sicher viel Geld verschenkt, weil ich nicht wusste, was möglich ist. Jede Pitch-Präsentation hilft, das Geschäftsmodell zu schärfen. Und: Habt keine Angst, über eure Idee zu sprechen – jede Erfahrung bringt euch weiter.“

Kontaktdaten:

prosimo GmbH
Im Loffenkamp 1
31832 Springe

Telefon:+4915155656397
E-Mail: info@prosimo.de

www.prosimo.de

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Gründungsstrecke 2025: Die Godje Mahn Manufaktur

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Gründungsstrecke 2025: Die Godje Mahn Manufaktur


Kaputte Fahrradschläuche, ausrangierte Airbags, alte Geldsäcke oder nicht mehr gebrauchte Werbebanner: Was anderen als Müll gilt, ist für Godje Mahn der Anfang von etwas Neuem. In ihrer Manufaktur entstehen daraus Taschen in allen Formen und Größen – jedes Stück ein Unikat, jede Naht ein Statement für Nachhaltigkeit und Kreativität. Gemeinsam mit ihrer Tochter Pauline verbindet sie seit über sieben Jahren Upcycling mit anspruchsvollem Design. Ob Airbag-Shopper, Umhängetaschen aus Steppjacken oder Bauchtaschen in Dackel- oder Fischform – hier bekommt ausgedientes Material ein zweites Leben.

Die Godje Mahn Manufaktur ist damit weit mehr als ein kreatives Herzensprojekt: Sie steht für eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, wie aus Leidenschaft, handwerklichem Können und einer guten Portion Mut ein nachhaltiges Geschäftsmodell werden kann – und das ganz bewusst mit Leichtigkeit, im Nebenerwerb und ohne Druck.

„Nähen ist meine Leidenschaft“, erzählt Mahn. „Ich sitze eigentlich seit meinem zwölften Lebensjahr an der Nähmaschine.“ Das Handwerk brachte sie sich zunächst selbst bei, später folgte eine Ausbildung. Ihre Begeisterung galt schon immer dem Gedanken, aus Altem Neues zu schaffen – und dabei nicht nur auf Stoffe zu setzen. Die ersten Upcycling-Taschen, die sie im Freundeskreis verschenkte, fanden schnell Anklang. Vor sieben Jahren meldete sie ein Kleingewerbe an und baute die Manufaktur Schritt für Schritt aus. Tochter Pauline übernahm Marketing, Organisation und entwickelte gemeinsam mit ihr immer neue, auch mal verrückte Ideen.

Besonderen Wert legt Mahn auf Individualität. „Jede Tasche ist ein Einzelstück“, sagt sie. „Wir haben schon aus einem alten Kirchenbanner einen personalisierten Shopper für einen Pastor gefertigt oder ein kaputtes Planschbecken in eine Tasche verwandelt.“ Viele Aufträge entstehen im direkten Austausch mit Kund*innen, von der Idee bis zur fertigen Tasche. Kreativität hat dabei ihren eigenen Rhythmus: „Manches dauert etwas länger, wird dafür aber umso cooler.“ Auch wenn Futterstoffe, Knöpfe oder Reißverschlüsse zugekauft werden müssen, geschieht das ausschließlich regional – oft bei anderen Startups.

Die Zielgruppe ist vielfältig. „Unsere Taschen tragen Kinder, Eltern, Großeltern – und das inzwischen nicht mehr nur in Hannover“, berichtet Mahn. Social Media macht’s möglich: Die handgefertigten Stücke finden ihren Weg bis an die Küste und nach Bayern.

Der Kontakt zu hannoverimpuls entstand aus dem Wunsch, die Manufaktur weiterzuentwickeln. „Wir haben uns gefragt, ob wir alles richtig machen, und welche Möglichkeiten es noch gibt“, erinnert sich Mahn. Über hannoverimpuls erhielt sie nicht nur wertvolle Tipps, sondern auch Kontakte. „Wir haben gelernt, dass wir nicht alles selbst erledigen müssen. Das spart Zeit und Nerven – und wir können uns aufs Wesentliche konzentrieren.“ Die Zusammenarbeit öffnete zudem neue Vertriebswege, von Popup-Stores bis Podcasts, und brachte zahlreiche Begegnungen mit inspirierenden Menschen.

Daniel Bogaerts, Projektleiter Gründung und Entrepreneurship bei hannoverimpuls, beschreibt die Kooperation als Paradebeispiel für erfolgreiche Unterstützung: „Es ist nie zu spät, sich bei uns zu melden. Gemeinsam schauen wir auf das Unternehmen, optimieren und bereiten die nächsten Schritte für weiteres Wachstum vor.“

Für andere Gründer*innen hat Mahn klare Ratschläge: „Bewahre dir die Leichtigkeit und nimm den Druck raus. Natürlich setzen wir uns Ziele, aber ohne Druck. Erlaubt euch, Menschen reinzunehmen und Aufgaben abzugeben. Man muss nicht alles selbst machen.“

Kontakt:

Godje Mahn Manufaktur
kontakt@mahn-manufaktur.de

Instragram: @godjemahnmanufaktur

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Gründungsstrecke August 2025: AI Co.Innovation

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Gründungsstrecke August 2025: AI Co.Innovation


Mit Karten zur KI – Wie ein Startup aus Hannover Innovation neu denkt

Mitten im Herzen Hannovers hat Carl Robert Brand im Januar 2025 das Unternehmen AI Co-Innovation gegründet. Sein Ziel: Die Potenziale Künstlicher Intelligenz (KI) für Innovationsprozesse greifbar und sofort nutzbar zu machen. Herausgekommen ist ein Kartenset, das Methoden aus dem Design Thinking mit intelligenten Prompt-Vorlagen kombiniert – analog, digital und intuitiv einsetzbar. „Innovation soll Spaß machen – und KI darf dazugehören“, bringt Brand sein Credo auf den Punkt.

Die zündende Idee kam ihm während eines Seminars mit dem Titel „Mit KI in 60 Minuten bis zum Prototyp“. „Das hat mich total begeistert – vorher war ich eher skeptisch, ob ChatGPT & Co. wirklich hilfreich sind“, erinnert sich Brand. Der Aha-Moment führte direkt zur Produktidee: „Ich wollte ein Tool schaffen, das den Einstieg in KI für Innovatoren leicht macht – spielerisch, konkret, sofort anwendbar.“

Das Ergebnis ist das AI Co-Innovation Card Deck, ein physisches Kartenset mit digitalen QR-Codes. Jede Karte steht für eine konkrete Innovationsmethode wie Brainstorming, Nutzerinterviews oder Prototyping – ergänzt um einen direkt nutzbaren Prompt für eine KI-Anwendung. „Karte ziehen, scannen, Prompt kopieren – und mit der KI loslegen“, erklärt Brand das einfache Prinzip. Der Ansatz senkt die Hemmschwelle gegenüber KI: „Man muss kein Prompt-Engineer sein. Viele nutzen es für Teamworkshops, andere ganz individuell. Und das Schöne: Man kommt sofort ins Machen.“

Ob Innovationsberater*innen, Coaches, Unternehmen, Hochschulen oder Gründungszentren – das Set spricht eine breite Zielgruppe an. Brand berichtet von Einsätzen an der Hochschule Hannover, bei NEXSTER oder im Innovationsumfeld von Miele. „Innerhalb der ersten drei Monate nach dem Launch wurden über 70 Sets verkauft – das zeigt mir, dass der Bedarf da ist.“

Was AI Co-Innovation besonders macht, ist die enge Verzahnung mit dem regionalen Ökosystem. „Das Kartenset wurde mit der Agentur Senf aus Hannover gestaltet, gedruckt bei qubus.media – alles vor Ort“, so Brand. Auch Hafven, NEXSTER und hannoverimpuls haben unterstützt. „Ich wollte zeigen: Innovation made in Hannover funktioniert.“ Der Mix aus analogem Tool und digitaler KI wird dabei oft als besonders niedrigschwellig empfunden: „KI wird plötzlich praktisch erlebbar.“

Aktuell arbeitet Carl Brand an einer englischen Version des Sets und bereitet erste Einführungs-Workshops vor. Besonders wichtig ist ihm dabei ein positiver Zugang zur Technologie. „Ich sehe KI nicht als Gegner, sondern als Partner. Mein Tool soll Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit bestärken – gerade jetzt, wo viele Angst haben, dass KI ihre Jobs ersetzt.“

Sein Rat an andere Gründungswillige: „Mach dir nicht zu viele Gedanken. Und: Lass dir nicht reinreden. Austausch ist wichtig – aber man muss auch seinen Weg gehen.“ Auch seine eigene Zielgruppe habe sich über die Zeit verändert. „Hab einen Plan – aber sei bereit, ihn loszulassen, wenn du merkst, dass sich Dinge anders entwickeln.“

Unterstützung fand Brand bei der Wirtschaftsförderung hannoverimpuls. „Ich war in der Gründungssprechstunde – das war extrem hilfreich. Dort hat man mir eine Fachberatung in Recht und Marketing vermittelt. Da saßen ein Brandingexperte und ein Anwalt – ich konnte konkret fragen, wie ich mein Angebot sauber aufstelle.“ Gerade die Kombination aus kritischem Blick und spielerischer Neugier habe ihm viel gebracht: „Es ist klasse, wenn jemand mitdenkt – das ist bei hannoverimpuls definitiv der Fall.“

Auch Ulrike Radtke, Projektleiterin Gründung bei hannoverimpuls, zeigt sich überzeugt: „Das Kartenset von Carl Brand macht KI im Innovationsprozess wirklich begreifbar. Es bringt Struktur und Mut in Teams, die sich auf neues Terrain wagen wollen. Besonders beeindruckt hat uns die Konsequenz, mit der hier regional entwickelt wurde – von der Idee über die Gestaltung bis zur Umsetzung. Das ist Hannover im besten Sinne.“

Kontakt:
Carl Robert Brand
E-Mail: carl@ai-coinnovation.de

Website: www.ai-coinnovation.de

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