Lieber Donald,
wir haben schon wieder so lange nichts von uns hören lassen, aber jetzt, nach all dem Glück und Unglück, und Glück im Unglück der letzten Zeit, ist es wirklich dran, dass wir dir mal wieder ein bisschen den Rücken stärken aus der Ferne. Du weißt, wir waren schon damals vor deiner Wahl zum Präsidenten deine Fünfte Kolonne in Deutschland. Und erst recht, nachdem sie dir dann die Wahl geklaut hatten bei der nächsten Runde. Wir haben so sehr mitgefiebert beim Sturm aufs Kapitol. Mit dem Herzen waren wir dabei, mit Fähnchen vor dem Fernseher. Wir hätten auch zeitgleich die amerikanische Botschaft in Berlin gestürmt, wenn du ein Wort gesagt hättest. Hast du aber nicht. Was schade ist. Aber das ist auch die einzige Kritik, die wir haben, dass unsere Brieffreundschaft bisher doch eher einseitig verläuft. Dass wir bisher nie eine Antwort bekommen haben, nicht mal auf Truth Social. Kein Lebenszeichen von Donald. Wobei, wer sind wir? Du hast ganz sicher weitaus Wichtigeres zu tun, als unsere Fanpost zu beantworten. Du bist immerhin der rechtmäßige Präsident der USA. So bitter, dass diese linken Zecken dir damals die Wahl geklaut haben. Und jetzt versuchen sie genau das schon wieder …
Du musst gerade völlig fertig sein, du Armer. Erst das Fernsehduell, bei dem sich der liebe Joe so wunderbar selbst demontiert hat und dann auch noch dieses Attentat, bestimmt ein Schock, aber du warst stark und hast deinen Feinden die Faust entgegengestreckt. Der Sieg war dir damit eigentlich gewiss. Aber jetzt hat dieser Feigling einfach zurückgezogen und plötzlich ist da diese Kamala Harris. Kamala – was ist das eigentlich für ein Name? Kamala, Camilla, Carmelia. Bei uns heißen Damenbinden so. Und die Verrückte holt auf. Hat schon gleichgezogen in den Umfragen, hat dich teilweise sogar überholt. Geht’s noch? Das kann doch alles gar nicht wahr sein. Diese Umfragen werden offensichtlich schon jetzt gefälscht. Kamala hat dieses irre Lachen, sie ist eine Kommunistin – wer würde denn so eine wählen? Jetzt mal ernsthaft. It’s a fraud! Völlig klar. Sie ist eine Frau, eine schwarze Frau. Wer bitte würde denn eine schwarze Frau zur Präsidentin der Vereinigten Staaten wählen? Genau, niemand!
Aber was tun gegen diese große, miese Verschwörung der Demokraten? Anzweifeln, ob die Nominierung überhaupt rechtens war? Kamala inflationär durchbeleidigen? Sie für alles verantwortlich machen, was in den USA schlecht läuft? Lügen über sie verbreiten? Mit Dreck werfen? Hast du alles schon gemacht. Hat aber leider nicht viel gebracht. Eher im Gegenteil. Es braucht jetzt dringend eine ganz neue Strategie, lieber Donald. Unsere Vorschläge: Erstens nicht jammern. Mimimi bringt es nicht. Zweitens den Tatsachen ins Auge blicken. Sie wird definitiv auf den Wahlzetteln stehen. Drittens nicht auf die Idee kommen, sie erschießen zu lassen. Du bist gerade nicht Präsident und genießt darum auch keine Immunität. Viertens eine Charmeoffensive starten. Du siehst viel besser aus als sie. Die wartet doch nur drauf. Mach sie einfach frontal an. Lade sie zum Essen ein. Trink ein, zwei Gläschen mit ihr. Und dann, im Hotelzimmer, drehst du ein schmutziges Filmchen von euch und das stellst du ins Netz. Dir wird es nicht schaden, aber Kamala kann danach einpacken, ganz sicher. Ist das ein Plan?
Ach ja, und falls du wieder Präsident wirst – wir hatten dir damals so ein Beteiligungsmodell für unser Stadtmagazin geschickt, erinnerst du dich? Eine Millionen für ein Prozent. 20 Prozent könntest du übernehmen. Und wir würden dafür ab und zu einen netten Artikel über dich schreiben. Denk noch mal drüber nach, ein bisschen positive Berichterstattung hat noch niemandem geschadet. Und 20 Millionen sind echt ein Schnapper, die merkst du doch gar nicht. Aber wie auch immer, wir drücken dir natürlich so oder so die Daumen, denn selbstverständlich geht es uns in erster Linie darum, dass das Gute über das Böse siegt.
● GAH
Foto: Gerd Altmann / Pixabay.com

Allerorten fordern jetzt Menschen, man müsse „die Pandemie aufarbeiten“. Sie meinen damit jedoch keine wertfreie Evaluierung der Maßnahmen, im Sinne von: Was hat funktioniert? Was hat nicht funktioniert? Welche Maßnahmen waren übertrieben und welche zu lasch? Und was lernen wir aus der vergangenen für die nächste Pandemie, die – da sind sich alle seriösen Wissenschaftler*innen sicher – irgendwann kommen wird?
Im Süden Hannovers, genauer an der Hildesheimer Straße, hat die Volkswagen Automobile Hannover GmbH kürzlich ein neues und zukunftsweisendes Autohaus eröffnet, in das nun auch der alte Standort Bischoff & Hamel integriert wird.
Mit dem Chai ’n More gibt es am Weißekreuzplatz nicht nur ein neues Café in der Oststadt, Hannover darf sich auch über eine weitere Art der Fusionsküche freuen.
So hat man kurzerhand die indische Küche mit der deutschen kombiniert und beispielsweise die deutsche Stulle mit indischem Butterchicken und Salat belegt, ergänzt mit einer Joghurt-Tomaten-Cremesauce. Eine Variante, die man vermutlich in den wenigsten Restaurants serviert bekommt.
Dazu bietet die Speisekarte neben dem Frühstück auch ein Dinner an mit verschiedensten indische Spezialitäten, von Thali, bis Daal sowie Salate und Suppen.
Die Einrichtung des Cafés ist dezent und minimalistisch. Industrial Look mit Eyecatcher – eine Leuchttafel mit dem Logo des Cafés.
Neben den Sitzmöglichkeiten im Café selbst bietet der Außenbereich außerdem einen netten Blick auf das Grün des Weißekreuzplatzes.
In der Seilerstraße hat ein neuer Friseursalon aufgemacht. Wobei neu hier nicht ganz richtig ist: blnd hair gibt es schon seit drei Jahren, jetzt allerdings mit Standort in der Südstadt.
Die gesamte Ästhetik, die sich in Einrichtung und Gestaltung niederschlägt, bietet etwas, was man vermutlich nicht bei vielen Friseuren so entdeckt.
blnd hair
Das neue Heft ist da.