Tag Archive | "Hannover"

Neu in der Stadt: I Mori Bistro & Feinkost

Tags: , , ,

Neu in der Stadt: I Mori Bistro & Feinkost


Das I Mori Bistro & Feinkost öffnete Ende September, nur ein Jahr nach der Eröffnung des I Mori Ristorante in der Bandelstr. 2, in Hannovers Südstadt, ebenfalls seine Türen für alle Begeisterten der traditionellen italienischen Küche. Zu finden ist das Bistro in der Sallstraße 24, 30171 Hannover. Hier ist die Köchin die Mutter des Inhabers Salvatore Allia, die ihre Liebe zur italienischen Küche in die Gerichte einbringt. Traditionelle italienische Gerichte wie Lasagne und Cannelloni werden hier ebenso serviert wie Antipasti, Carpaccio und Vitello Tonnato;

Außerdem gibt es eine wöchentlich wechselnde Mittagskarte und eine wöchentliche Empfehlungskarte.
Das I Mori Bistro bietet ein italienisches Frühstück, ist aber auch der richtige Ort für eine Mittagspause mit Arbeitskollegen oder Familie und eignet sich auch für einen Aperitif, ein Glas Wein nach der Arbeit oder ein entspanntes Abendessen.

Das alles lässt sich im Charme der italienischen Atmosphäre genießen.

 

Sallstraße 24, 30171 Hannover
Tel. 0511 56932047.
E-Mail info@imori-bistro.com.
Öffnungszeiten Mo- Fr 9.30-20.30 Uhr, Sa 10-20.30 Uhr, Feiertags ab 16 Uhr.

Abgelegt unter * Ticker, Aktuelles, Einkauf & Genuss, Neu in der StadtKommentare deaktiviert für Neu in der Stadt: I Mori Bistro & Feinkost

Neu in der Stadt: RIVA Gold

Tags: , , ,

Neu in der Stadt: RIVA Gold


Ein Umzug und ein neues Geschäft: RIVA maison, der feine kleine Laden für alles rund um Wohnen und
Mode, findet sich jetzt am Lindener Marktplatz 6.
Hier gibt’s natürlich weiter nordische Lieblingsstücke!
Regale, Tische, Glasboxen, Kissen, Vasen und Kerzenhalter von Madam Stoltz und Bloomingville, Geschirr und vieles für die Küche von Broste & HK Living plus fairproduzierte Kerzen.
Dazu begeistert das dänische Modelabel Kaffe durch lässige und feminine Mode. Und die nachhaltigen Lampenschirme und Rucksäcke sowie Hip Bags, Basicshirts und Jeans von Herrlicher, Tücher und Börsen sind ebenfalls fester Bestandteil im Sortiment.
Als Geschenkidee jetzt im Dezember sind Räucherbündel und Tees von Kruut ebesonders beliebt.
Geschenke findet man jetzt auch ganz neu am Lindener Marktplatz 9.
Hier hat RIVA Gold seine Türen geöffnet und zu entdecken gibt es jede Menge, zum Beispiel wunderschönen Schmuck aus 925er Silber, vergoldet
und aus Edelstahl oder poetischen Schmuck von Muja Juma, dazu Cooles vom dänischen Label Nordahl sowie hangemachten Schmuck von Fineline Katahati u. v. m.
Auch bunter Arcyl- Schmuck und tolle Haarspangen,Poster und Postkarten von All the way to say und geprintete Taschen und Börsen sind im Angebot.


RIVA Gold in Hannover-Linden
Lindener Marktplatz 9, 30449 Hannover
0511 – 300 23 603,
mail@rivashop.de
www.rivashop.de
Mo-Fr 11-18.30 Uhr und Sa 10-15 Uhr.

Abgelegt unter * Ticker, Aktuelles, Einkauf & Genuss, Neu in der StadtKommentare deaktiviert für Neu in der Stadt: RIVA Gold

Neu in der Stadt: Frittenwerk

Tags: , , ,

Neu in der Stadt: Frittenwerk


Ende Oktober eröffneten in Hannover gleich zwei neue Filialen von Frittenwerk.

Im Frittenwerk treffen Imbissklassiker auf abwechslungsreiche Streetfood-Kreationen aus aller Welt. Seit 2014 steht die Pommesmanufaktur nicht nur für außergewöhnliche Frittengerichte, sondern auch für eine nachhaltige und lebendige Esskultur – erst in Düsseldorf, heute in vielen weiteren Städten deutschlandweit.
Zu finden gibt es die außergewöhnliche kanadischen Frittengerichte in Hannover in der Karmarschstraße, mitten in der City und im Hauptbahnhof.
Die bisherige Beliebtheit des Konzepts verspricht: Hier kommt alles andere als ein gewöhnlicher Imbiss auf die Stadt zu. Ein Hauch Kanada in Hannover. Herzstück der Speisekarte ist das kanadische Nationalgericht Poutine: Frei aus dem Französischen übersetzt heißt der Name so viel wie „Sauerei“. Statt mit einem Klecks Ketchup oder Mayo werden Fritten hierbei mit aufregenden Toppings und Saucen garniert. Neben dem kanadischen Klassiker – Pommes mit Bratensauce und schmelzendem Käse – finden sich unter anderem auch feurige Chili Cheese Fries, frische Guacamole und würziges Pulled Pork oder Schawarma auf der Karte.
Wer auf ungewöhnliche Toppings lieber verzichtet, bekommt natürlich auch die klassische Portion (Vegane-)Currywurst-Pommes. Saisonale Gerichte oder weitere Veggie-Optionen runden das Menü ab.
Der Store auf der Karmarschstraße bietet auf gleich zwei Etagen und der Sonnenterrasse zur Einkaufsstraße viel Platz für Gäste.
Und auch im Hauptbahnhof können sich Hungrige Besucher in ruhigen Sitznischen eine Auszeit gönnen. Auch ein Abhol- und Lieferservice gehört zum Angebot.
Frittenwerk
Ernst-August-Platz 1,
bei Gleis 7/8, 30159 Hannover. Mo-So 11-22 Uhr
Karmarschstr. 12-14, 30159 Hannover. Mo-Do 11-21 Uhr, Fr-Sa 11-22 Uhr, So 11.30-21 Uhr.

Abgelegt unter * Ticker, Aktuelles, Einkauf & Genuss, Neu in der StadtKommentare deaktiviert für Neu in der Stadt: Frittenwerk

Editorial 2023-12

Tags: , , ,

Editorial 2023-12


Liebe Leser*innen,

unsere Welt wird momentan nicht friedlicher, der Hunger wird nicht weniger, immer mehr Menschen sind auf der Flucht vor Elend, Krieg und Terror und gleichzeitig muss man wohl einfach konstatieren, dass der Kampf gegen den Klimawandel mehr und mehr verloren ist. Wir dürfen Angst haben. Wir dürfen überfordert sein. Und wir dürfen uns außerdem Sorgen machen um unsere eigene Zukunft, unseren Wohlstand, unsere Sicherheit.
Aber dürfen wir die Angst dominieren lassen?

Die Angst übernimmt in unserer Gesellschaft inzwischen eine zunehmend bestimmende Rolle, ihre Schatten reichen bis tief in die Grundfesten unserer Gesellschaft. Wie eine unsichtbare Last liegt sie uns allen auf der Seele. Sie kann sich in Gesellschaften ausbreiten wie ein gefährliches, weil zunächst spur- und geruchloses Gift. Sie frisst sich mehr und mehr in allen sozialen Strukturen, offline und online. Was passiert mit Gesellschaften, die von Angst durchdrungen sind?
Das liegt relativ klar auf der Hand: Angst spaltet. Wir werden misstrauisch, wir ziehen uns zurück, wir isolieren uns. Das Gefühl, zu einer Gemeinschaft zu gehören, schwindet. Und auch unsere Kommunikation leidet. Eigentlich soll sie Brücken bauen zwischen verschiedenen Meinungen und Kulturen, aber die Angst blockiert. Der Dialog verkommt mehr und mehr zum Schlachtfeld der Vorurteile. Das Irrationale gewinnt die Oberhand. Und in einem solchen Klima sind kluge und nachhaltige Lösungen nur noch sehr schwer hinzubekommen.

Darum braucht es aus meiner Sicht eine ganz andere Richtung in Deutschland, einen anderen politischen Grundsound. Momentan singen alle mehr oder minder das Lied der AfD. Ich würde mir stattdessen eine Kultur der Achtsamkeit und Solidarität wünschen. Wer es nötig hat, Stimmen mit Angstmacherei einzufangen, der disqualifiziert sich, der entfernt sich von seriöser Politik. Dieses „Geschäft“ sollte man jenen überlassen, die sonst nichts zu bieten haben.

Ich würde mir wünschen, dass man Strategien entwickelt, um die Angst in unserer Gesellschaft abzumildern. Das kann beispielsweise durch Bildung und Aufklärung gelingen, durch die Vermittlung von Bewältigungsstrategien, durch die Förderung von emotionaler Intelligenz. Wir werden uns auf den Klimawandel einstellen müssen, wir werden mit den drohenden Veränderungen leben müssen – genauso werden wir lernen müssen, mit unserer Angst zu leben. Um uns nicht in der Angst zu verlieren. Wir müssen Resilienz entwickeln, Widerstandsfähigkeit. Wir müssen uns der Angst stellen. Und vor allem dieser diffusen Angst, die wir nicht so recht greifen können. Und die uns trotzdem verunsichert. Wir merken deutlich, dass die Welt sich gerade wandelt, wir ahnen schon die Risse, wir erkennen in der Ferne riesige Probleme.
Eine fragwürdige Strategie, solchen diffusen Ängsten zu begegnen, ist aus meiner Sicht übrigens die Ablenkung mit anderen, konkreten und kontrollierbaren Ängsten, die wir uns selbst wählen. Wir schaffen uns giftige Schlangen an und springen an einem Gummiseil hängend 100 Meter in die Tiefe. Und wir haben dabei alles im Griff. Ein schönes Gefühl, derart mächtig zu sein. Das hilft aber nur sehr begrenzt. Und unserer Gesellschaft hilft es gar nicht. Wir müssen stattdessen versuchen, gemeinsam die Ängste einzudämmen. Und das schaffen wir nur mit mutigen, zuversichtlichen Stimmen. Mit Optimismus. Und vor allem mit mehr Zusammenhalt. Der hilft übrigens auch ganz konkret gegen Hass und Hetze. Es ist eine perfide Strategie, neben dem bewussten Schüren von Ängsten, Menschen auch ganz persönlich anzugehen, sie zu bedrohen und zu belästigen. Um sie möglichst mundtot zu machen. Gegen solche Versuche braucht es unbedingt einen breiten und entschiedenen gesellschaftlichen Schulterschluss. Es wäre wirklich schön, wenn sich demnächst mal eine politische Partei in Deutschland vor diesen Karren spannen würde.

Viel Spaß mit dieser Ausgabe, ein fröhliches und entspanntes Weihnachtsfest mit viel Besinnung (trotz allem und gerade deshalb) und schon mal alles erdenklich Gute für das kommende 2024.
Lars Kompa
Herausgeber Stadtkind 

Abgelegt unter * Featured, * Ticker, Aktuelles, EditorialKommentare deaktiviert für Editorial 2023-12

Willkommen im Dezember

Tags: ,

Willkommen im Dezember


Perfekte Lektüre für graue Stunden!

Der Dezember ist da – das neue Stadtkind ist da.
Die Dezember-Ausgabe bringt wieder 116 abwechslungsreiche Seiten zu unserer Stadt.

Wir wünschen Euch einen wonnigen Tag und Monat ❤

Unsere neue Ausgabe bekommt Ihr am gut sortierten Kiosk und Buchandel, im Abo für nur 22,- €/Jahr monatlich druckfrisch in’s Haus und z.B. hier:

Stadtteil Firma Anschrift Telefon Oeffnungszt WEBSITE
Kirchrode-Bemerode-Wülferode Carl Schlüter – Inh. Berthold Schlüter Alte Bemeroder Straße 08,30539 Hannover 0511 511011 Mo.-Fr. 7-18h, Sa. 8-14h www.getraenke-schlueter.de
Linden-Limmer Anne Behne Schuhe Stephanusstraße 17,30449 Hannover 0511 2 615550 Mo-Fr 11-14+15-18.30h
Sa 11-14h
Do vorm.geschlossen
www.anne-behne.de
Linden-Limmer Biologisch Baby & Kind Lindener Marktplatz 12,30449 Hannover 0511 2134209 Mo-Fr 10-18h, Sa 10-14h www.biologisch-hannover.de
Linden-Limmer Biologisch Linden Stephanusstraße 10,30449 Hannover 0511 2135588 Mo-Fr 9-19h, Sa 8.30-16h www.biologisch-linden.de
Linden-Limmer die Lindenblüte Limmer Str. 89,30451 Hannover 0511 2152358 Mo. -Fr. 10-18h, Sa. 10-14h www.lindenbluete.de
Linden-Limmer EyLinda Stephanusstr. 17,30449 Hannover 0511 9208655 M.-Fr.11-14 + 15-18:30h, Sa. 11-14h www.eylinda.de
Linden-Limmer Fabian Schuh & Leder Fabian Schuh & Leder,30449 Hannover 0511 54307864 Di-Fr 9-13; 15-18h
Sa 9-13h
Linden-Limmer Kaffeebar Rossi Weidestraße 6,30453 Hannover Di-Fr 9-18h
Sa & So 11-18h
www.kaffeebar-rossi.de
Linden-Limmer Kopierzentrum Linden Limmerstraße 12,30449 Hannover 0511 447901 Mo-Fr 8.30-18.30h
Sa 10-13h
www.kopierzentrum-linden.de
Linden-Limmer Ohrwurm Deisterstr. 32,30449 Hannover 0511 454265 Mo-Fr 10-19h, Sa 10-18h www.ohrwurm-cds.de
Linden-Limmer Salon Lindener Marktplatz 12,30449 Hannover 0511 4739991 Mo-Fr 10-19h, Sa 10-16h www.salon-loves-you.de
Linden-Limmer Universum(ehemals Burgernah) Offensteinstraße 14,30451 Hannover 0511 47071487 Di-Do 13-21; Fr 13-22h www.burgernah.de
Linden-Limmer Wein und Bild Quellengrund 2,30453 Hannover 0511 1699409 Mi & Fr 15-19h
Sa 10-14h
www.wein-und-bild.de
Mitte Räderwerk Hainhölzer Straße 13,30159 Hannover 04272 9648001 Mo.- Fr 10-18, Mi 14-18 h
Sa 10-14 h
www.raederwerk.com
Nord Internationalismus Buchladen Engelbosteler Damm 4,30167 Hannover 0511 7100441 Mo.-Fr. 9-18:30, Sa. 9-14h
Südstadt-Bult BH-Lounge Kestnerstraße 45a,30159 Hannover 0511 546 17523 Mo,Do,Fr 11-18:00h, Di,Mi,Sa 11-15:00h www.bh-lounge.d
Südstadt-Bult Bio Corner Fiedlerstr. 23,30519 Hannover 0511 836037 Mo-Sa 8-20h
Südstadt-Bult Craftbeerkontor Schlägerstraße 17,30171 Hannover 0511 89865334 Mi -Fr. 14-20, Sa.12-18h www.craftbeerkontor.de
Südstadt-Bult GEA Kleine Düwelstraße 6,30171 Hannover 0511 85645700 Mo. – Fr.: 11 – 19h
Sa.: 11 – 15h
https://gea-hannover.de
Südstadt-Bult Naturkostladen Südstadt Geibelstr. 13,30173 Hannover 0511 8093823 Mo.-Fr. 8:30-19, Sa. 8:30-18h www.naturkostladen-suedstadt.de
Südstadt-Bult SofaLoft GmbH & Co. KG Jordanstr. 26,30173 Hannover 0511 807070 Mo.-Fr. 10-19h, Sa. 10-18h www.sofaloft.de
Südstadt-Bult Zanzarelli Hildesheimer Straße 2,30419 Hannover 0511 235 2923 www.zanzarelli.de
Vahrenwald-List 25 music Kronenstraße 12,30161 Hannover 0511 331330 Mo 15-18h, Di-Mi 11-18h
Do-Fr 10-19h, Sa 10- 16 h
www.25music.de
Vahrenwald-List Bücherstube Konertz Lister Meile 86,30161 Hannover 0511 663918 Mo.-Fr.: 9:30 -18:30
Sa.:10-16 h
www.konertz-buchhandlung.de
Vahrenwald-List Jolie Parisienne Drostestraße 12,30161 Hannover 0160 91527332 Mo.-Fr. 11-19 h
Sa. von 10-16 h
www.jolieparisienne.de
Vahrenwald-List Karla Sedanstr. 35,30161 Hannover 05113480207 Mo-Fr 11-19h, Sa 11-18h
Vahrenwald-List Laden SiebenundSiebzig Bödekerstraße 77,30161 Hannover 0511 2354 6030 Di-Fr 10-18h, Sa 12-16h www.siebenundsiebzig.net
Vahrenwald-List Porzellan Café Jakobistr. 20,30163 Hannover 0511 628701 Mi 10-19, Do + Fr 14-19
Sa 11-14 + 15-18
www.porzellancafe.de
Vahrenwald-List Restaurant Marie Wedekindplatz 1,30161 Hannover 0511 65399074 Mo-Mi 11.30-22
Do-Sa 11.30.-23
www.restaurantmarie.de
Vahrenwald-List Wedevini Wedekindplatz 2,30161 Hannover 0511 3360610 Mo-Fr 10-19h
Sa 10-15h
www.wedevini.de
Vahrenwald-List Wingert Weinhandel Jakobistraße 31,30163 Hannover 0511 620388 Mo-Do 14-19h
Fr 10-19; Sa 10-14h
www.wingertweinhandel.de

Abgelegt unter * Featured, * Ticker, AktuellesKommentare deaktiviert für Willkommen im Dezember

Ein letztes Wort im November

Tags: , , ,

Ein letztes Wort im November


mit dem Ministerpräsidenten Stephan Weil

Herr Weil, wir treffen uns am 11. Oktober, wenige Tage nach dem Angriff der Hamas auf Israel …

Und es ist unfassbar, was dort geschehen ist. Fürchterliche Terrorangriffe, Grausamkeiten, die wirklich sprachlos machen. Mich hat das alles, wie viele andere, zutiefst erschüttert. Es ist völlig klar, dass wir in einer solchen Situation an der Seite Israels stehen. Und wir werden in Niedersachsen Sympathiebekundungen für den Terror der Hamas konsequent unterbinden. Israel hat das Recht, sich zu verteidigen. Das Ende des Terrors ist auch die Voraussetzung dafür, dass es für die Menschen in Gaza wieder zu einigermaßen erträglichen Lebensbedingungen kommt.

Es fällt schwer, so ein Thema in unserem Gespräch auszuklammern, aber wenn das November-Stadtkind in gut zwei Wochen erscheint, haben wir wahrscheinlich schon wieder eine ganz andere Situation in Israel. Wie es dort weitergeht, darüber könnten wir jetzt nur spekulieren. Darum zurück nach Deutschland und zu den aus SPD-Sicht sicher traurigen Wahlen in Hessen und Bayern. In Bayern waren es für die SPD noch 8,4 Prozent …

Ich war drei Tage unterwegs, um in beiden Ländern den Wahlkampf zu unterstützen, und ich muss ehrlich zugeben, dass mich die Ergebnisse dann nicht mehr überrascht haben. Die Stimmung war für die SPD in beiden Ländern spürbar schlecht. Aber was mir in Bayern besondere Sorgen macht, das ist einerseits eine starke AfD mit 14,6 Prozent und dazu die Freien Wähler mit 15,8 Prozent. Das sind zusammen über 30 Prozent! Und hinzu kommt noch eine CSU mit 37 Prozent, die unter diesen Bedingungen dann schon die Partei der Mitte ist. Und weniger als 30 Prozent für Liberale, SPD und Grüne – das beunruhigt mich sehr. Mich haben auch schon die Reaktionen auf die Affäre-Aiwanger erschrocken. Verfehlungen, die vor 35 Jahren geschehen sind, sind natürlich schon lange her, aber wenn so etwas passiert ist, dann muss man wenigstens anständig damit umgehen. Glaubt wirklich irgendjemand, dass Herr Aiwanger die Wahrheit gesagt hat? Und trotzdem fühlen sich viele von ihm nicht etwa hinters Licht geführt, sondern solidarisieren sich mit ihm. Was ist da los? Ich fürchte, dass in unserer Gesellschaft teilweise ein paar moralische Grundlagen verloren zu gehen drohen.

In Hessen waren es für die SPD 15,1 Prozent, weit hinter der CDU mit 34,6 Prozent und auch hinter der AfD mit 18,4 Prozent …

In Hessen müssen wir einfach einen großen Erfolg der CDU konstatieren. Und die SPD dort ist noch mehr als in Bayern in die Bundesdiskussion mit reingezogen worden. Die Stimmung der Ampel gegenüber ist wirklich nicht gut. Hinzu kommt, dass wir tatsächlich zu hohe Zuwanderungszahlen haben. Und die Bundesinnenministerin steckte als Spitzenkandidatin mitten in dieser Debatte. Das hat sicherlich eine Rolle gespielt.

Für die SPD waren die Wahlen ein Desaster.

Da ist so.

Würde es in Niedersachsen am kommenden Sonntag anders aussehen?

Die letzte Umfrage für Niedersachsen gab es im Juli, da war das Ergebnis für die SPD noch sehr passabel. Aber wir werden demnächst zum einjährigen Bestehen der Landesregierung sicher neue Umfragen bekommen. Mal sehen, wie die ausgehen. Niedersachsen ist keine Insel, aber wir sind in Niedersachsen – so mein Eindruck – auf einem wesentlich gefestigteren Boden unterwegs.

Wir sehen in Deutschland ganz eindeutig einen Rechtsruck. Und mich wundert das gar nicht. Denn was ich feststelle, ist, dass sich die demokratischen Parteien allesamt immer wieder vor den Karren der AfD spannen lassen. Die AfD setzt die Themen und treibt die anderen Parteien. Und plötzlich klingen im Sound alle fast gleich. Ich habe mir neulich mal einen Vergleich der europäischen Länder angesehen. Wie werden Flüchtlinge, Asylbewerber*innen, Migrant*innen bei uns behandelt, wie werden sie in anderen Ländern behandelt? Das Ergebnis: In vielen anderen Ländern geht man schäbig mit diesen Menschen um. Sie werden in erbärmlichen Behausungen untergebracht, sie werden schlecht behandelt, sie bekommen keine Unterstützung, keine Freundlichkeit. Nichts. Während wir in Deutschland uns bisher immerhin größte Mühe geben. Bei der Unterbringung, bei der Integration. Da ist sicher Luft nach oben, doch vergleichsweise verhalten wir uns bisher wirklich human, menschlich. Aber sind wir darauf stolz? Sehen wir das positiv? Nein, stattdessen gibt es inzwischen einen Wettbewerb, wie wir es den anderen Ländern nachmachen können, wie auch wir es diesen Menschen, die zum Teil zutiefst traumatisiert sind, möglichst noch schwerer machen können. Das kann es doch nicht sein. Kleine, längere Ansprache, Entschuldigung.

Zum Teil haben sie recht. Wir müssen aber – egal was die AfD sagt – auch einfach feststellen, dass wir in vielen Städten und Gemeinden riesige Probleme mit der Unterbringung und Versorgung der Geflüchteten haben. Wir sind kaum noch in der Lage, grundlegende Integrationsleistungen so zu erbringen, wie wir das für notwendig erachten. Die Situation ist schwieriger als 2015/16, weil der Sockel wesentlich höher ist. Schon im letzten Jahr waren wir deutschlandweit bereits bei etwa 250.000 Menschen, bis Endes des Jahres werden wahrscheinlich noch einmal 300.000 dazukommen. Ganz zu schweigen von den Aufnahmen in den Vorjahren. Hinzu kommen in Niedersachsen noch etwa 130.000 Menschen aus der Ukraine, die bei uns Zuflucht gefunden haben. Die allwöchentlich große Zahl neuer Geflüchteter macht insbesondere den Kommunen große Sorgen. Es hat leider schon einen Grund, wenn die allgemeine Verunsicherung wächst. Und beim Thema Migration wird dann verständlicherweise die Frage gestellt, warum wir acht Jahre nach dem Herbst 2015 noch keine kontrollierte Migration haben. Wir brauchen keine Politik der Schikane, aber wir brauchen eine Kombination aus europäischen und nationalen Maßnahmen, um Menschen ohne Bleibeperspektive zügig zurückschicken und denjenigen, die vor Krieg, Verfolgung und Vertreibung fliehen, effektiv Schutz gewähren zu können.

Und dann kommt Friedrich Merz und spricht davon, dass sich die Leute hier die Zähne machen lassen. Der Chef der Partei mit dem „C“ im Namen. Das ist doch AfD pur und hat mit der Suche nach Lösungen rein gar nichts zu tun.

Das war unterirdisch, da gebe ich Ihnen Recht. Und ja, das war AfD-Sprech, das hilft auch der CDU nicht. Wir müssen die echten Probleme klar benennen und gute Lösungen finden. Der Sound verantwortungsbewusster Politikerinnen und Politiker muss ein anderer sein. Wenn wir Handlungsfähigkeit beweisen, werden wir auch Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen.

Mir fehlt dazu trotzdem eine Art Perspektivwechsel. Wir werden unsere Gesellschaft nicht zusammenhalten, wenn wir Neiddebatten führen, Angst verbreiten, Missgunst sähen, sondern wenn wir uns daran erinnern, dass wir solidarisch und human sein sollten, dass wir über Menschen sprechen, und dass wir nach wie vor ein starker Staat sind, der sehr viel leisten kann. Diese Ansprache fehlt mir momentan.

Aber neben schönen Ansprachen wollen die Menschen auch Taten sehen. Machen wir uns nichts vor, wir brauchen jetzt kontrollierte Verfahren und spürbare Verbesserungen in Europa und in Deutschland. Klar ist, dass wir das Grundrecht auf Asyl schützen und bewahren wollen. Und wir wollen unsere humanitären Verpflichtungen erfüllen. Auch deshalb müssen Menschen, die kein Schutzrecht haben, unser Land wieder verlassen. Geflüchtete aus Nordafrika haben beispielsweise eine Anerkennungsquote von unter einem Prozent. Wir können nicht alle Menschen bei uns aufzunehmen, die sich das wünschen, auch wenn viele Motive nachvollziehbar sind. Ich tue mich schwer mit der Vorstellung, dass Europa sich an seinen Grenzen abriegelt, aber ich halte das inzwischen für notwendig. Und es ist wohl leider auch notwendig, bereits an den Außengrenzen der EU über die Bleibeperspektive zu entscheiden. Und für Deutschland ist es besonders wichtig, dass wir eine gleichmäßige Verteilung über ganz Europa hinbekommen. Das alles ist noch ein dickes Brett, aber zumindest bin ich inzwischen zuversichtlich, dass wir zum ersten Mal zu einer europäischen Asylpolitik kommen. Das wäre ein ganz wichtiger Schritt.

Interview: Lars Kompa

Abgelegt unter * Featured, * Ticker, Aktuelles, Ein letztes WortKommentare deaktiviert für Ein letztes Wort im November

Folge uns