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Der besondere Laden: Einzigartig Stilfrei

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Der besondere Laden: Einzigartig Stilfrei


„Farbenfroh, originell, qualitativ hochwertig“ – so beschreibt Tina von Einzigartig Stilfrei, die Schätze, die Second-Hand-Begeisterte in ihrem Laden erstöbern können. Seit Mitte Januar ist Tina mit ihrem bunten Sammelsurium in der Calenberger Neustadt zu finden.

In der Calenberger Straße findet man bei Einzigartig Stilfrei Kleidung, die zu neuen Lieblingsstücken werden können, selbstgemachten Schmuck und so manch andere kreative Kleinigkeit.
„Bei mir gibt es die bunte Vielfalt. Farbenfroh und originell, auch gewagte Farben und Muster – das macht mich aus. Stilfrei, weil mein Sortiment nicht an einen Stil gebunden ist, aber trotzdem jeder Mensch hier seinen eigenen Stil finden kann. Man findet hier aber natürlich auch ganz simple Jeans und T-Shirts. Das ist das Schöne, das viele verschiedene Leute hier fündig werden“, erklärt Gründerin und Inhaberin Tina.

„Ich möchte mit diesem Laden einen Ort der Begegnung schaffen, wo Menschen hereinkommen und stöbern wollen. Es geht hier nicht darum, hektisch und schnell etwas zu finden. Diese Entschleunigung ist ganz wichtig. Sich Zeit nehmen, runterkommen“, erzählt sie.
Die Kleidungsstücke, die in Tinas eigens kreierter Schmuckschatulle gefunden werden können, kommen von Menschen, die ihren alten Schätzen ein zweites Leben geben. Auf Kommission nimmt Tina Kleidung an und vermittelt so ein neues Zuhause. „Teilweise haben die Leute so viele Klamotten in ihren Schränken. Es ist toll, wenn die wieder in den Kreislauf gebracht werden.“
Viele Kund*innen werden bei Einzigartig Stilfrei nicht nur fündig oder bereichern den Fundus, sie treten auch miteinander in Kontakt. „Das ist oft eine so nette Atmosphäre im Laden. Die Leute kommen auch untereinander ins Gespräch, noch mehr als bei gewöhnlichen Läden. Es kommen wirklich total interessante Menschen vorbei – dieser Austausch macht einfach Spaß“, meint sie.
„Der Faible für Second-Hand und Gebrauchtes war bei mir schon immer da. Und eben auch das Kreative. Dann gab es die Möglichkeit, eigenen Second-Hand-Laden zu eröffnen, und ich hab’s einfach gewagt. Um der Kreativität und den Farben mehr Raum zu geben“, erzählt Tina über die Idee für Einzigartig Stilfrei.
„Wenn du dein Herz in etwas reinsteckst, dann reagiert das ganze Herum auf dieses Gefühl, dass du mitbringst – das ist quasi meine Lebensphilosophie.“

Für die Zukunft plant Tina auch „kreative Akzente reinzubringen“: Produkte von ausgewählten Kleinkunsthandwerker*innen zu verkaufen und Workshops anzubieten – selbst Schmuck machen, gemeinsam Häkeln, Mosaike erstellen. „Erstmal konzentriere ich mich aber auf den Laden, dass der seine Form bekommt, das ist ja noch alles im Werden. Aber für die kurze Zeit ist hier schon sehr viel passiert.“
Nicht immer alles Neu kaufen – ein Aspekt, der auch der Umwelt guttut und sich noch mehr in den Köpfen der Menschen verankern sollte. „Diesen Umweltaspekt finde ich ganz wichtig. Das, was schon da ist, zu verwerten und wertzuschätzen – das finde ich schön. Es geht dabei um Energie, Ressourcen und darum, die Umwelt zu entlasten. Man muss nicht immer alles neu kaufen. Weniger ist manchmal mehr.“

Einzigartig Stilfrei
Calenberger Straße 31, 30169 Hannover
Öffnungszeiten Mo & Mi 13-18 Uhr, Fr 12.30-17 Uhr
Telefon 0171 3193782

Jule Merx

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Der besondere Laden: Pâtisserie Elysée

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Der besondere Laden: Pâtisserie Elysée


An der Auslage der Pâtisserie Elysée am Vahrenheider Markt kann man sich kaum satt sehen – und kaum satt essen. Fein säuberlich verzierte Tartes und Törtchen, Macarons, Praliné, Eclairs und Croissants buhlen hier um die Aufmerksamkeit der Kundschaft. Das Verlangen, alle essbaren Kunstwerke einmal zu probieren, ist groß …

365 Tage im Jahr, 24 Stunden, rund um die Uhr – in der Backstube der Pâtisserie Elysée ist immer etwas los. Es ist der Ort, an dem täglich die französischen Feinbackwaren mit viel Leidenschaft und handwerklichem Geschick entstehen. Serge Maranzana ist der Maître Pâtissier, der Konditormeister, und verantwortlich für die kleinen zuckrigen Wunder. „Unser Maître Pâtissier ist das Besondere. Er hat sein Handwerk in Paris im berühmten Café Lenôtre gelernt. Dieses französische Handwerk tragen wir in unsere Pâtisserie“, erzählt Christina Hochheuser, die Geschäftspartnerin von Maranzana.

Hochheuser und Maranzana lernten sich vor mehr als zwei Jahrzehnten über ihre damalige Arbeit kennen. „Schon damals haben mich französische Backwaren sehr fasziniert. Die sehen ganz anderes aus als etwa die deutschen Erzeugnisse und auch das Handwerk ist ein ganz anderes“, meint Hochheuser.
Die geteilte Leidenschaft wurde zur Geschäftsidee. Im April 2003 eröffneten sie das Café am Vahrenheider Markt. „Das war schon recht abenteuerlich, weil wir bei null angefangen haben. Wir mussten alles von der Pike an aufbauen“, erinnert sich Hochheuser.
Doch das Geschäft läuft gut, heute haben sich die Beiden einen Namen in Hannover gemacht. „Die Torte, nach der wir uns benannt haben, ist die Elysée-Torte, eine Mousse au chocolat mit einer leichten Himbeernote und dunklem Biskuit. Außerdem ist der Élysée-Vertrag der Vertrag der deutsch-französischen Freundschaft – das prägt unser Unternehmen natürlich ebenfalls sehr“, erklärt Hochheuser. „Wir sind stolz darauf, dass wir schon so lange zusammen arbeiten, dass wir uns verstehen, dass alles klappt. Und das vor allem, weil wir uns respektieren“, betont sie.

Die Freude und Leidenschaft für französische Feinbackwaren trägt der Laden auch nach außen: „In den letzten zwanzig Jahren gab es natürlich sehr viele schöne Momente, aber das Schönste ist die Wertschätzung unserer Kundschaft, wenn jemand begeistert ist, von dem, was wir hier machen.“ Seit 20 Jahren ist die Pâtisserie Elysée am Vahrenheider Markt die Anlaufstelle für qualitativ hochwertige, französische Feinbackwaren – weitere Filialen sind im Laufe der Zeit hinzugekommen. Und auch Großkunden wie etwa Hotels werden mit französischen Leckereien versorgt.

Für die Zukunft haben sie noch einiges vor. „Wichtig ist, dass man immer offen bleibt für neue Ideen und Ansätze. Wir wollen uns weiterentwickeln, vielleicht deutschlandweit unsere Produkte vertreiben. Was bei uns so schön ist: Wir sind klein genug, um Dinge schnell umzusetzen und schnell zu reagieren, wenn besondere Anfragen kommen. Wir verstricken uns nicht in Verwaltungsakten, sondern können sehr schnell etwas Schönes zaubern – das macht einfach Spaß.“

Jule Merx

Pâtisserie Elysée

Vahrenheider Markt 1, 30179 Hannover

Öffnungszeit Mo – Mi & Fr 8-18 Uhr. Do & So 8.30-17 Uhr, Sa 8-17 Uhr

E-Mail mail@patisserie-elysee.de

www.patisserie-elysee.de

Weitere Filialen gibt es auf dem Engelbosteler Damm 26, in der Joachimstraße 6 und in der Großer Hillen 12.

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Der besondere Laden: niceZeit

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Der besondere Laden: niceZeit


Lindener Eiskonzept

Bei „Rote Beete“, „Safran“ oder „Lavendel“ denken wahrscheinlich die wenigsten zuerst an Eis. Doch eben diese Sorten findet man in der Vitrine von nicezeit zentral am Schmuckplatz in Linden. Was früher eine Schlecker-Filiale war, ist heute ein Ort, an dem Groß und Klein ganz besonderes Eis genießen können.

Ob eine Kugel auf die Hand, eine Kugel im Laden oder im großen To-Go-Becher – mitten in Linden-Nord bekommen Eisliebhaber*innen haus- und handgemachtes Premiumeis. nicezeit verzichtet bei der Herstellung der kalten Köstlichkeiten vollständig auf künstliche Aromen und Farbstoffe. „Wir arbeiten nur mit reinen Rohstoffen. In unserem Rote-Beete-Eis ist auch wirklich Rote Beete drin“, erzählt Jan, Mitinhaber der nicezeit. „Außerdem ist unser Eis so besonders, weil es hier vor Ort von Hand, mit viel Liebe, produziert wird“, fährt er fort. Und dabei kann man den Eiskonditor*innen auch ganz genau auf die Finger schauen. Ein Fenster zum Eislabor ermöglicht Neugierigen einen direkten Blick in die Eisproduktion. „Bei uns kann man genau sehen, was alles in das Eis reinkommt. Ob Nussmuse, dunkle Schokolade oder Frucht – wir wollen transparent sein.“ Neben den üblichen Sorten wie Erdbeere, Schokolade und Vanille landen auch immer wieder neue, ungewöhnliche Sorten im Verkauf. „Wir probieren immer mal wieder Neues aus. Und wenn die neue Kreation schmeckt, landet sie in der Vitrine.“

Erst letztes Jahr im Mai hat Jan, gemeinsam mit anderen, den Laden übernommen. „Ich arbeite schon mein Leben lang in der Gastro und fand Eis immer spannend, weil jeder damit etwas Positives verbindet. nicezeit war genau das, was wir gesucht haben. Und dann lag es nahe, den Laden zu übernehmen“, erinnert er sich. Eine Zeit, die nicht sehr leicht war. Schwankende Rohstoffpreise gehörten zu den größten Herausforderungen. „Das war eine schwere Zeit, aber wir haben es geschafft und konnten die Qualität halten“. Die Übernahme war sogar so erfolgreich, dass sich nun bald auch die List über das Eis aus der Lindener Eisproduktion freuen kann. Die nicezeit eröffnet hier eine kleine To-Go-Filiale in der Podbielskistrasse 6.

Doch Eis ist nicht das Einzige, was die nicezeit in petto hat, es gibt außerdem Suppen und Café.

Und ein mietbares Eisfahrrad, sowie ein „Mini-Eis-Tresen“, gefüllt mit zwei oder drei leckeren nicezeit Sorten, welches man samt Equipment mieten kann, sorgt darüber hinaus bei Feierlichkeiten, Kindergeburtstagen oder Gartenparties, für leckere Abkühlungen. Der neuste Streich ist eine mietbare „Gulaschkanone“ – eine alte, restaurierte Feldküche der Bundeswehr, in der für bis zu 700 Leute gekocht werden kann.

Auch für die Zukunft hat Jan für die nicezeit noch einige Pläne: „Wir versuchen mit anderen Gastronomen oder Unternehmen neue Projekte anzukurbeln.“ Denn so kann das Eis von nicezeit noch mehr Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. „Wir kommen hier mit vielen Menschen zusammen und ziehen mit vielen wirklich engagierten Mitarbeiter*innen und Geschäftspartner*innen etwas hoch. Das Gefühl dabei, das Lächeln und die Freude der Leute an diesem Produkt, ist einfach toll.“

Jule Merx

nicezeit
Velberstraße 15, 30451 Hannover
Öffnungszeiten Mo-So 14-18 Uhr
www.nicezeit.com

E-Mail info@nicezeit.com

Instagram: @nicezeit

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Der besondere Laden – YVNT Interior

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Der besondere Laden – YVNT Interior


Der besondere Laden – YVNT Interior

Ende Oktober letzten Jahres haben die Einzelhändler*innen in der Podbielskistraße in der List Zuwachs bekommen: YVNT Interior. „Eigentlich träume ich von meinem eigenen Geschäft schon seitdem ich 16 bin“, erzählt die stolze Gründerin Yvonne. Jetzt hat sie ihren Traum verwirklicht und bietet ihren Kund*innen im skandinavischen Design „eine bunte Mischung – alles, was das Wohnen schöner macht“ an.

YVNT – ausgesprochen „fint“ bedeutet im Schwedsichen „schön“ und setzt sich aus den Buchstaben des Vor- und Nachnamen der Gründerin Yvonne von Gustedt zusammen. „Das Konzept meines Ladens ist, dass es sich so anfühlt, wie eine kleine Wohnung. Ich wollte eben nicht diese typische Ladeneinrichtung mit Regalen und einem riesigen Kassentresen“, erzählt sie. Oft war Yvonne aus beruflichen Gründen in Skandinavien und hat die Länder, mit all ihren Facetten, lieben gelernt: „Die skandinavischen Länder haben mir schon immer gut gefallen. Die Stimmung dort hat mich begeistert, die entspannte Lebensart. Alle sind, gefühlt, schön eingerichtet – jede*r hat so einen schönen Geschmack.“

In ihrem „großen Wohnzimmer“ bietet sie neben bekannten skandinavischen Marken wie Fine Little Days, OyOy Living Design und Klippan auch Produkte an, die man bisher in Hannover nicht kaufen konnte. Dazu gehören Karamellbonbons von Pärlans aus Stockholm oder handgetöpferte Keramik von Ami Cvelbar aus Slowenien.

Der Laden besteht aus meinen Lieblingsfirmen. Deswegen macht das auch so viel Spaß. Ich könnte nichts im Sortiment haben, hinter dem ich nicht stehe. Fast alles, was ich verkaufe, habe ich entweder selbst zu Hause oder kann es empfehlen und habe es getestet“, erzählt sie.

Doch der Sprung in die Selbstständigkeit war keineswegs ein leichter, die Zeiten sind aufgrund der aktuellen Krisen, wie etwa der Inflation oder dem Krieg in der Ukraine, denkbar ungünstig: „Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht, ob es überhaupt Sinn macht, in solchen Zeiten ein Geschäft zu eröffnen. Aber ich habe das jetzt einfach durchgezogen, weil ich dachte, ich kann meinen Traum nicht noch länger vor mir herschieben.“ Denn schon vor zehn Jahren hatte Yvonne konkrete Pläne für ein eigenes Geschäft – sich dann aber nicht getraut. „Ich hatte natürlich ein paar schlaflose Nächte vor dieser Entscheidung. Aber diesmal dachte ich, ich mach das jetzt, sonst wird’s nichts mehr. Deshalb habe ich mich einfach getraut – trotz der Zeiten“, erzählt sie.

Ihr Mut macht sich bezahlt – die Nachbarschaft hat Yvonne „total lieb und herzlich“ aufgenommen und auch die Rückmeldungen der Kund*innen sind positiv. Für Yvonne ist mit YVNT im Oktober ihr Traum in Erfüllung gegangen. „Kurz vor der Eröffnung war es noch ein bisschen kritisch, ob alles wirklich fertiggestellt wird, weil ein Abend vorher noch die Handwerker*innen da waren. Es war knapp, aber am Ende hat alles geklappt“, erzählt Yvonne. „Ich bin noch nie so gerne zur Arbeit gegangen“, meint sie. „Ich würde gerne auch andere ermutigen, die davon träumen, den Schritt zu wagen. Wenn noch mehr Leute das wagen, wird auch das Stadtbild belebter und attraktiver. Man muss sich eben nur trauen!“

YVNT Interior

Podbielskistraße 7, 30163 Hannover

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr

Instagram: @yvnt_interior

0179 2120022

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Der besondere Laden: Christels Puppenstube

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Der besondere Laden: Christels Puppenstube


Christels Puppenstube

Es gibt wohl kaum jemanden in Hannover, der so viel über Puppen weiß wie Christel Bechter. Seit 2006 restauriert, schneidert und flickt sie in der Podbielskistraße in der List mit ruhiger Hand Puppen, Puppenkleidung und geliebte Kuscheltiere.

Die Geschichte von Christels Puppenstube beginnt mit Handwerkern auf ihrem Dachboden. Hier hatte sie eine schön verpackt Puppe gelagert, die sie aber bei Beginn von Bauarbeiten in ihre Wohnung rettete. „Ich habe mir die Puppe geschnappt, mit in die Wohnung genommen und schön auf der Couch dekoriert.“ So entdeckt sie ihre Begeisterung für Puppen wieder und beginnt „ein paar schöne“ Puppen zu sammeln. „Und dann war die Couch langsam voll. Da hat mein Mann geschimpft – der konnte sich gar nicht mehr hinlegen“, erzählt Christel Bechter lachend.

Eine andere Lösung musste her. Am 15. März 2006 eröffnete sie in der Podbielskistraße 150a ihre Puppenstube. Ob Schildkröt-Puppen, Hummel-Puppen, Zapf-Puppen oder Künstlerpuppen von Götz – Christel Bechter haucht alten Puppen neues Leben ein. Bechter kennt sich aus mit den verschiedenen Materialien, kommt auch dann an Ersatzteile ran, wenn die produzierende Firma längst nicht mehr produziert und weiß genau, wie sie es schafft, ihren kleinen Patienten neuen Glanz zu verleihen.

Wie lange eine Reparatur dauert, ist sehr unterschiedlich. „Das kommt immer darauf an, was für einen Schaden sie hat“, erklärt Bechter. Ob ausgerissene Arme und Beine, ein kaputter Körper oder ein Loch im Kopf – sie nimmt sich der Sache mit ruhiger Hand an. Nur die Puppen von BABY born haben es ihr nicht angetan: „Ich bin gegen diese BABY born Puppen, weil sie nicht zu reparieren sind. Das ist unmöglich.“ Nebenher schneidert sie auch Kleider für die kleinen Geschöpfe oder flickt das vom Hund zerfetzte Kuscheltier.

Auf 15 Quadratmetern finden sich in Christels Puppenstube die verschiedensten Ausführungen der kleinen, zierlichen Schönheiten, die sich fast bis unter die Decke türmen. Wie viele Puppen in Christels Puppen ein Zuhause gefunden haben, bleibt ungeklärt. „Ich habe noch nicht gezählt“, erklärt sie lachend.
Unter den zahllosen Puppen steht auch Inge – eine ganz besondere Puppe für Frau Bechter. „Inge ist durch die Kriegsjahre mitgekommen. Die habe ich immer mit in den Keller geschleppt, wenn Fliegeralarm war, wenn es eben gefährlich wurde. Die habe ich nicht aus den Augen gelassen!“
Wie für Frau Bechter haben die Puppen auch für die Kund*innen oft einen hohen emotionalen Wert. Umso größer ist die Freude, die restaurierte Puppe wieder in den Armen halten zu können. Der Moment, wenn Kund*innen ihre fertigen Puppen abholen, sei ein ganz besonderer, meint Bechter. „Ich sage erstmal gar nichts und setzte die Puppe einfach hin, dass sie sie beobachten können. Die stehen dann erstmal da und sind ganz begeistert“, erzählt sie. „Die ist dann praktisch wie neu!“ Doch auf ihrer Coach zu Hause kann ihr Mann trotzdem immer noch nicht liegen – „weil ich die ganzen Reparaturen da liegen habe“, lacht Christel Bechter.

Jule Merx

Christels Puppenstube
Podbielskistraße 150 a, 30177 Hannover
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-13 Uhr und 15-18 Uhr
www.christels-puppenstube.de
0160 92102537
bechterchristel@gmail.com

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ey Linda

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ey Linda


Machen wir uns nichts vor, der 25. Mai 2002 war ein schwarzer Tag. Was hatte es vorher für große Hoffnungen gegeben bei uns allen – man hatte sie ja als Favoritin gehandelt. Doch dann dieses Desaster. Corinna May landete beim 47. europäischen Schlager-Grand-Prix in Tallin nur auf dem 21. Platz von 24 Teilnehmerstaaten. Inzwischen sind wir solche Platzierungen ja gewohnt, aber damals war das noch eine echte Katastrophe.
So könnte man den 25. Mai 2002 eigentlich aus den Geschichtsbüchern streichen – wäre da nicht in Hannover Sarah Schröder gewesen, die an diesem 25. Mai 2002 einfach mal ein Ausrufezeichen hinter eine Idee und einen Traum gesetzt hat, indem sie ihren Laden ey Linda eröffnete. Ein schlimmer Tag in Tallin, ein großer Tag für Linden!

Der Laden war damals, vor 20 Jahren, eine ziemlich spontane Idee. Sarah war vielen im Stadtteil bereits bekannt als Floristinnen-Auszubildende im Indigo, sie hatte zuvor ein Französisch-Sport-Lehramt-Studium geschmissen.
Und was macht man nun als 25-Jährige mit einer Floristinnen-Ausbildung? Genau, man eröffnet seinen eigenen Klamotten-Laden, den ersten in Linden-Mitte. Aus den ziemlich maroden
Räumen einer ehemaligen Fahrschule wurde mit viel Liebe, Farbe und Fleiß ein wunderschönes, buntes Elfenparadies mit Wand-Kunst von Valeska und Möbeln von sam nok. Natürlich alles finanziert ohne Bankkredite, denn dass so ein, damals noch einzigartiges Geschäft, in einem Stadtteil wie Linden-Mitte funktionieren könnte, dafür fehlte der Bank dann doch die Fantasie.

Sarah hat diese Fantasie nicht gefehlt. Sie hat im Gegenteil gebrannt für ihre Idee. Und gekämpft. Ein großes Glück für den Stadtteil, denn heute hat sich Linden gemausert zu einer kleinen
Schatzkiste mit vielen inhabergeführten Geschäften und Cafés in den Straßen rund um den Lindener Marktplatz und weit darüber hinaus.
Und was verkauft man bestenfalls in seinem eigenen Klamotten-Laden? Ganz einfach, Kleider, in die man selbst verliebt ist. Sarah ist einfach ihrem Geschmack gefolgt. Noch heute trägt sie am liebsten das, was sie auch in ihrem Geschäft verkauft. Die Schwäne an den Ohren dürfen dabei nie fehlen, die farbenfrohen Clogs sind ebenfalls ein Muss.
Die ersten Kollektionen für ihren Laden besorgte sich Sarah in Paris in unterschiedlichsten Geschäften. Linda, die zierliche, rothaarige Schaufensterpuppe mit den zwei Zöpfen freute sich über hellgrüne, verschnörkelte Frühlingsmode und landete bald darauf mit zarten Flügeln ausgestattet als Libelle im Schaufenster. Ein Blickfang. So auch die Mode. Sarah musste nun alle zwei Wochen nach Paris, um für Nachschub zu sorgen. Das ging ein paar Monate so, bis sie Noa Noa entdeckte. Sie hat sich auf der Stelle in das skandinavische Label verliebt.
Lysgaard, Kaffe, Cream und Pilgrim kamen später hinzu. Und noch ein paar Jahre später folgten die Blutsgeschwister. Dann wurde zwischendurch alles ein bisschen größer, ein zweites Geschäft auf der Lister Meile öffnete die Türen, später der Noa Noa Shop. Heute ist Sarah aber glücklich zurück in Linden, back to the roots, wo auch der Ableger ey Linda Outlet entstand, die erste Adresse für umwerfende Schnäppchen mit Teilen aus der vergangenen Saison bis 50 Prozent reduziert. Schon fast so lange wie ey Linda existiert übrigens auch die Website www.eylinda.de.

Zuerst hat Sarah für die Präsentationen auf der Seite noch Puppen dekoriert, dann aber kam sie auf die Idee, die feinen Lieblingsstücke Freundinnen und Mitarbeiterinnen anzuziehen. Auch Sarah selbst war und ist bis heute gerne Model in eigener Sache. Und der Spaß, den alle bei den Shootings haben, ist auf den vielen Fotos ganz offensichtlich. Überhaupt ist die Stimmung im Geschäft entspannt und locker. Sarah schwärmt von ihrem Team.
Und natürlich von ihrem Angebot. Es sprudelt dann regelrecht aus ihr heraus. In dieser Saison hat sie auch ein paar knallige kleine Kollektionen für Mädels. Von Cissi och Selma aus Schweden und von blutsgeschwister gibt es Kleider, Jumpsuits, Leggings und Shirts. Und Shirts mit Bienchen, bee nice, mit denen beim Kauf für die Bienen gespendet wird. Für die Damenwelt reicht das farbenfrohe, blumige Sortiment von Kopf bis Fuß: Haarbänder, Mützen, Tücher, Schals, durchgeknallte Ohrringe (die Schwäne), Shirts, Basics und Cardigans en masse in allen  Farben, die das Herz begehrt, mit oder ohne Lochmuster, ⁄ oder Langarm, V- oder Rundausschnitt, kurz oder lang, Hemden, Blusen, Tops, Tuniken, viele, viele wunderschöne Kleider und Röcke, bequeme Leggings mit oder ohne Print, Hosen z.B. Culottes, Schlaghosen, Jeans, Strumpfhosen, herrliche Jumpsuits, Wäsche, Bikinis, Gürtel, Strümpfe ohne Ende, alles in XS bis XL, manches auch größer. Und natürlich Clogs von Grünbein, von denen Sarah behauptet, dass man mit ihnen läufst wie auf Wolke 7.
Ob das stimmt? Wer es ausprobieren möchte, ist herzlich willkommen! 
ey Linda
Stephanusstraße 23, 30449 Linden
Mo – Fr 11 – 14 und 15 – 18.30 Uhr, Sa. 11 – 14 Uhr
Tel. 0511 – 54 35 35 32, kontakt@eylinda.de
www.eylinda.de

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