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Musikerportrait Mai 2026: Jens Bernewitz

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Musikerportrait Mai 2026: Jens Bernewitz


Jens Bernewitz – Musiker und Musikproduzent in seinem eigenen Studio, den Noah Studios, feiert dieses Jahr seinen 60. Geburtstag. Anlässlich dieses persönlichen Meilensteines ist es an der Zeit, seine facettenreiche Geschichte zu erzählen und ein Gesicht hinter den vielen bekannten Arbeiten zu zeigen.

Begonnen hat Jens’ musikalische Reise bereits in seiner Kindheit. Schon vor der Schule fing er klassisch mit Instrumentalunterricht an: Noten lesen, Noten schreiben lernen und ein Gefühl für die Musik bekommen. Gestartet habe er mit Blockflöte im Alter von 6 Jahren. Später begeisterte er sich für Gitarre und Bass und war mit 13 Jahren Mitglied in der Jugendband Hannover, die damals von Bodo Schmidt geleitet wurde. In dieser Band entstanden seine ersten Berührungspunkte mit der Bühne und damit, wie es sich anfühlt, Teil einer Band zu sein. Geprägt habe ihn auch sein älterer Bruder Torsten, mit dem er damals zusammen Bands wie Pink Floyd oder die Beatles gehört habe. Mit Auftritten in verschiedenen Bands verdiente Jens schon während seiner Schulzeit sein erstes Geld und entschied sich nach dem Abitur für ein Studium in Popularmusik an der Hochschule für Musik in Hamburg.

Nach seinem 1991 erfolgreich abgeschlossen Studium, begannen „intensive Jahre als Musiker“, berichtet Jens. Auf den Bühnen von Hannover, wie etwa dem Leine Domicil, dem Pavillon oder dem Capitol, fühlte er sich zu Hause. In verschieden Bandbesetzungen erklomm er die ersten wichtigen Meilensteine seines Lebens: Ende der 80er Jahre war Jens Bassist in der Band Steinwolke. In einer reduzierten Besetzung mit dem Schlagzeuger Dominic Dias und dem Sänger Konrad Haas landeten sie sogar im Fernsehen: Als Minipigs spielten sie in ein paar Folgen in der Lindenstraße im Keller von Benny Beimer den Song „Die Kuh“. Da zeitgleich ihre neue Platte erschien, waren sie auch in großen Musiksendungen willkommen, wie zum Beispiel der ZDF-Hitparade oder Formel 1 und schafften den Absprung in die Charts.

Mit seiner anschließend gegründeten Band Los Tumpolòs lebte er Ende der 90er Jahre ausschließlich von der Musik. Gemeinsam spielten sie 120 bis 130 Konzerte im Jahr, brachten insgesamt vier Alben raus. Bis heute haben sie noch engen Kontakt. Mit ihnen habe er auch sein absolutes Highlight erlebt: „Wir haben auf dem Splash Festival in Jamaika vor 15.000 Leuten gespielt und waren die einzige europäische Band unter den ganzen Reggae-Bands. Ziggy Marley, der Sohn von Bob Marley, hat performt und unsere für jamaikanische Ohren eher ,exotischen‘ Sounds kamen doch echt gut bei der Menge an. Das war ein absolut berauschender Moment“, erzählt Jens.

Während seiner Arbeit als Musiker entdeckte Jens auch sein Interesse für die Technik und das Arbeiten mit Tonaufnahmen. Aus einer Faszination entstand eine Leidenschaft und nun arbeitet Jens in Hannover in seinem eigenen Studio: den Noah Studios. Entwickelt habe sich diese Idee bereits in den Achtzigern, da das Aufnehmen in vielen Tonstudios immer sehr teuer gewesen sei und das Geld oftmals verpuffte. Beim Überlegen, nach einer Alternativlösung kam ihm der Gedanke seine Technikfaszination und die Musik zu vereinen. Eine Investition in Räumlichkeiten und Technik später konnte es losgehen. Begonnen habe Jens mit einer analogen Bandmaschine mit 16 Spuren, heute nutze er die neuste Technik. In seinem Studio verwirklicht er vielerlei unterschiedliche Projekte. „Ich habe eine ziemliche Bandbreite an Leuten, mit denen ich arbeite“, erzählt Jens. „Von Musikern, die jahrzehntelange Aufnahmeerfahrung haben bis hin zu Schülerbands, die das erste Mal im Studio sind.“

Über die Jahre findet sich sein Produktionsstil in ganz unterschiedlichen Werken wieder: Das Album „Hier rein da raus“ von Heinz Rudolf Kunze erreichte die Charts, die Titelmusik „Eule findet den Beat“ gewann Gold und Platin und gemeinsam mit dem Kabarettisten Matthias Brodowy sowie Musikern wie unter anderem Wolfgang Stute an der Gitarre und dem mittlerweile verstorbenen Geiger Hajo Hoffmann entstand das Werk „In Begleitung“, dass 2013 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde. Dazu kommt das Vertonen von Werbespots, Dokumentarfilmen oder Erklärvideos. Ein weiterer Schwerpunkt, in dem er momentan tätig sei, ist der Bildungsbereich. Angefangen habe er mit Begleitmaterialien für Musikbände im Westermann Verlag. Nach und nach etablierte sich dann die Produktion von Sprachaufnahmen für den Deutschunterricht und schließlich auch für die fremdsprachlichen Fächer, wie Französisch, Englisch und Spanisch. Von kleinen Hörspielen, über gelesene Textauszüge aus Büchern bis hin zu Abituraufgaben für das Hörverstehen, die jährlich für das Kultusministerium neu produziert werden.

Ans Aufhören kann Jens noch lange nicht denken – die Leidenschaft und der Spaß am Arbeiten sei viel zu groß. Für seinen 60.Geburtstag ist eine große Feier mit fast all seinen Weggefährten, Freunden und der Familie geplant. Seine Band Los Tumpolòs findet für ein paar gemeinsame Lieder an diesem Tag ebenfalls wieder zusammen. Das Stadtkind wünscht alles Gute für zukünftige Projekte und Happy Birthday!

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Musikerporträt November 2025: Chrispy

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Musikerporträt November 2025: Chrispy


„Plan A wird durchgezogen bis zum Ende und ich bin mir sicher, ich schaffe das auch!“ Christian Derabin ist entschlossen: Musik, Rap soll sein Leben werden. Christian alias Chrispy ist 16 Jahre alt und Rapper. Im Frühjahr ist er bei der Fernsehshow „The Voice Kids“ aufgetreten. Seitdem ist es sein Traum, Musik zu seinem Beruf zu machen. „,The Voice Kids‘ hat mir die Inspiration und den Push gegeben, der nötig war, um eigene Songs zu machen.“ Gemeinsam mit Sänger und Coach Clueso ist Christian in der Show in die Knockouts, ins Halbfinale, gekommen. Für Musik interessiert er sich schon länger, aber richtig angefangen, selbst Musik zu machen, hat Christian erst durch die Teilnahme bei „The Voice Kids“.

Jetzt geht er in die 11. Klasse eines Gymnasiums und hat vor kurzem seine ersten eigenen Songs veröffentlicht: „Louis V“ und „Bipolarstern“. Letzterer ist von einem gleichnamigen Gedicht inspiriert, das seine Mutter geschrieben hat. „Da ging es vor allem um Emotionen, die man so fühlt, um Verlust, um Liebe und so.“ Christians Gefühle fließen auch in seine Beats. „Ich produce meine Beats selbst, also ohne KI. Schon bevor ich angefangen hab, Songs zu schreiben. In den Beats stecken immer Emotionen und Seele drin.“ Die Beats für seine Songs erstellt er auf dem Handy. Nur für den Feinschliff nutzt er den Laptop. Christian meint, das würde vielleicht einfach klingen, aber „dafür braucht es ganz viel Kreativität und Übung“. Orientierung für seine Musik findet er bei den „Styles“ seiner Lieblingskünstler*innen The Weeknd, Drake und Luciano.

„The Voice Kids“ war für Christian ein „großer und sehr cooler Start“: „Die Erfahrung und das Coaching von den Leuten da haben mir auf jeden Fall Inspiration und Motivation für eigene Musik gegeben.“ Jetzt kann er sich ein Leben ohne Musik gar nicht mehr vorstellen. „Ich habe mich so oft gefragt, warum mir das so liegt und bin dann zu dem Schluss gekommen, dass ich einfach dafür geschaffen wurde. Ich bin dafür geboren, das ist meine Berufung.“

Christian ist christlich und Religion spielt in seinem Leben eine große Rolle. Besonders wenn es um Kritik an seiner Musik geht: „Da ist nicht nur Support, manche Leute haten auch. Aber das finde ich gut, denn das ist ja normal. Würde jeder supporten, dann wäre irgendwas falsch. Aber ich weiß, dass alles, was passiert, aus einem Grund passiert, der einfach über mir steht. Deswegen gehe ich auch an die Kritik sehr entspannt ran.“ Der Umgang mit Kritik gehört für den jungen Musiker zum „Artistleben“ dazu.

Von seinem Umfeld wird Christian in seinem Werdegang unterstützt. Seine Mutter schreibt: „Dass ein Jugendlicher sich musikalisch derart engagiert und losstartet, ist eine Seltenheit – und ich gehe fest davon aus, dass Christians Musikkarriere jetzt erst richtig beginnt!“ Irgendwann möchte Christian Musik zu seinem Beruf machen: „Das ist Plan A.“ Aber fürs Erste will er die Schule zu Ende machen und – „je nachdem, wie gut Musik läuft“ – weiterhin Songs und „vielleicht sogar ein Album releasen“. Der junge Rapper hat wie viele andere in der Musik einen Ausdruck gefunden: „Man könnte schon sagen, dass Musik mein Leben verändert hat. Was ich da mache, kommt von der Seele. Ich könnte nicht aufhören.“

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Musikerporträt August 2025: Christian Fahrenheit

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Musikerporträt August 2025: Christian Fahrenheit


Christian Fahrenheit ist Musiker und erklärt Hannover in seinem Debütalbum „Träum doch weiter“ seine Liebe. Die Wahlheimat des Künstlers ist für ihn noch viel mehr als nur sein Lebensraum.

Am 1. Juli erschien Christian Fahrenheits Debütalbum „Träum doch weiter“. Ein musikalisches Potpourri aus 15 Songs, die von Freiheit, Lebensfreude, Liebe, Menschlichkeit und Hannover – Fahrenheits Wahlheimat – erzählen. „Mit dem Album bedanke ich mich sozusagen an Hannover“, sagt der 48-jährige Musiker.

Christian Fahrenheit heißt eigentlich Christian Rolf. Fahrenheit ist sein Künstlername. Vor mehr als 20 Jahren ist er nach Hannover gezogen: „Und dann bin ich irgendwie hier hängen geblieben“. Ursprünglich kommt Fahrenheit aus dem Weserbergland. Hier ist er, wie er selbst sagt, in einem „kulturfernen Haushalt“ aufgewachsen. „Bei uns hat niemand ein Instrument gespielt oder solche Sachen.“ An der Volkshochschule besuchte Fahrenheit einen Gitarren-Kurs: „Und so bin ich dann langsam zur Musik gekommen. Das hat mich alles immer sehr fasziniert; Musik zu machen und auch selber dazu zu singen.“

Immer der Gitarre treu geblieben, gibt Fahrenheit heute Unterricht – und auch auf seinem neuen Album ist das Instrument sein Mittel der Wahl. Dazu singt Fahrenheit – oder erzählt vielmehr. Denn Fahrenheits Lieder sind kleine Geschichten: aus dem Leben, aus Hannover. Ob abends auf der Limmerstraße klönen („Egal ob Kiosk, oder Spätkauf…“) oder an Hannovers grünen Ufern flanieren („Hannover, hier will ich immer sein”), Fahrenheit schreibt das, was er selbst erlebt. „Für den Limmerstraßen-Song („Egal ob Kiosk, oder Spätkauf…“) bin ich schon vor etwa zwei Jahren auf eine Textzeile gekommen. Da habe ich mir eines Abends gedacht: Mensch, ohne diese Kioskbesitzer und ohne diese Kioskkultur hätten wir gar nicht die Möglichkeit, so lange zusammen zu sitzen und die Nächte so zu verbringen, wie man es in Linden so gerne macht. Und da ist mir diese markante Stelle eingefallen: Egal ob Kiosk, oder Spätkauf, abends bin ich gut drauf.“

Fahrenheit wohnt selbst in Linden-Nord und hat am sogenannten Limmern großen Gefallen gefunden. Ob Kiosk, Büdchen, Spätkauf, Trinkhalle oder Lädchen: „Das sind halt die Orte, wo man sich trifft.“ Aber Hannover ist für ihn noch viel mehr: „Diese Kombination aus Wasser und Grün finde ich hier besonders schön. Da ist einerseits diese Großstadt und gleichzeitig gibt es so viele Rückzugsorte mit einfach Natur um sich herum.“ Auch diese „Kombination“ besingt Fahrenheit in seinem Song „Hannover, hier will ich immer sein.” Hier heißt es zum Beispiel: „Hannover, ja, du bist mein Revier. Und ich lebe mit ganzem Herzen hier.“

Um Christian Fahrenheit gibt es zwar keine feste Band, aber Menschen, die ihn in seinem Schaffensprozess unterstützen. „Ich schreibe selber und produzieren tue ich im Land’s End Studio mit Robby Ballhause zusammen.“ Auch Christian Loh – Fahrenheits Schlagzeuger – „ist immer mit dabei“, bestätigt Fahrenheit. So auch im Februar im Café Erhardt. „Das war sozusagen die Initialzündung. Da habe ich das Konzertprogramm, was ich bisher hatte, das erste Mal vorgestellt.“ Inspiriert, aus diesen Songs überhaupt ein Album zu machen, hat ihn sein Umfeld. „Die haben dann auch gemerkt: Hey, das, was der Christian da macht, das sind irgendwie Ohrwürmer, die bleiben im Kopf. Und dann ging es ins Studio. Das war alles gar nicht so richtig geplant, sondern ist einfach irgendwie passiert.“

Jetzt plant Fahrenheit zwei Musikvideos zu drehen, und schreibt nebenbei schon an weiteren Stücken. Demnächst könnte es also weitere Lobgesänge auf Hannover – und alles, was die Stadt zu bieten hat – aus Fahrenheits Feder geben.

Pia Frenk

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Musikerporträt Januar 2024: Veit Lindau

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Musikerporträt Januar 2024: Veit Lindau


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Musikerporträt Dezember 2023: Christof Stein-Schneider


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Musikerporträt November 2023: Ingvay

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Musikerporträt November 2023: Ingvay


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