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Tonträger Mai 2026

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Tonträger Mai 2026


Bosse – „Stabile Poesie“

Aki Bosse ist genau so nett, wie man immer annimmt. Kein Etikettenschwindel. Gleiches gilt für „Stabile Poesie“, die ist nämlich das Gegenteil der allgegenwärtigen KI-Musik. Gleich der erste Titel, „Liebe hat nicht ewig Zeit“, könnte dem Namen nach auch von Zarah Leander oder Hildegard Knef sein, weshalb es überhaupt nicht verwundert, dass ein Gesangsbeitrag von der letzten großen Diva, Tim Fischer, kommt. In 12 Tracks gibt es maximale Seele, aber auch maximale Haltung: Nicht zuletzt „Lass dich nicht f!cken“, in dem es um Hass und Hetze im Netz geht, legt zärtlich aber bestimmt den Finger in eine Wunder unserer Zeit. „Stabile Poesie“ hat nichts Gekünsteltes, ist echt, ohne allzu pathetisch zu sein und lebt von unmittelbaren Betrachtungen bei gleichzeitigem Verweigern der Hoffnungslosigkeit. Ein Album, das die Welt für kurze Zeit ein bisschen schöner macht.

Marteria – „Zum Glück in die Zukunft III“

Da haben wir gedacht, der dritte Teil der Trilogie müsste doch jetzt ein Knaller werden, Hit an Hit, ein Finale wie ein Feuerwerk. Nun ja. Das Feuerwerk hat eher was von der Silvesternacht um halb vier. Ab und zu ist noch mal was Aufregendes dabei, das Meiste ist aber eher Geballer. Und tatsächlich muss man die leisen Töne auf dem Album ziemlich suchen, bei „Sad Holiday (Schwarzer Sand)“ wird man aber fündig und fühlt sich vielleicht ein bisschen an die lila Wolken von früher erinnert. Auch in Sachen Gesellschaftskritik hält sich Marteria dieses Mal ziemlich zurück, was aber das Middle of the Road-Gefühl, das einen beim Hören befällt, nur unterstreicht. „Mehr davon, nur weniger Reibungsfläche“, mach alle Tracks wie immer, nur glatter. Das ist nicht schlecht oder gar scheußlich, aber leider ausgesprochen vorhersehbar und deshalb relativ schade.

Katja Krasavice – „Bundeskanzlerin“

Die Einen halten sie für eine coole, feministische Geschäftsfrau, die Anderen finden, sie atmet nur unnötig Luft weg (hier: Team 2). Auch ihr aktuelles Album ist wieder vollgepackt mit Plastiksounds, semi-gutem Rap, mehr Koprolalie und Fäkalsprache, als ein normaler Mensch ertragen kann. Wer sich Tiefe wünscht, sollte lieber ne Wendy lesen.

Das Lumpenpack – „Bevor der Mut dich verlässt“

Der Vorteil bei den ehemaligen Poetry-Slammern ist natürlich, dass die Texte gut sind. Das können sie. Und vieles auf der Platte macht auch Spaß, allerdings ist das Feld mittlerweile doch sehr abgegrast. Sehr radiotauglich, sehr glatt geschliffen, sehr poliert und nur sehr selten kommt ein rebellisches „das können wir so nicht lassen“ durch.

Voodoo Jürgens – „Gschnas“

Im Jahr 2026 mit Mundart-Folk noch was zu reißen, ist so einfach nicht. Along comes Voodoo Jürgens und wienert lässig und charmant vor sich hin. Aktuell und doch zeitlos trifft Wolfgang Ambros auf Bob Dylan, man ergeht sich in Betrachtungen zu den schönsten Melodien und am Ende regnet’s für alle Faschingskrapfen. Leiwand!

Long Distance calling – „The Phantom Void“

Düstere, fast retrofuturistische Klangästhetiken werden, Schlagzeug und Drumcomputer tanzen und verzahnen sich miteinander, dazu die Delaygitarren – so kennt man die Musik von Long Distance Calling. Verspielt und ausufernd ineffizient. Aber dieses Mal nicht, statt Klangpanorama klingt es eher etwas nach Gruselfilmsoundtrack. Aber spannend allemal.

Hawel/McPhail – „Sorrow Wonderland“

Was willst du von Indie-Garagenrock erwarten, den zwei nicht mehr junge Männer aus Spaß an der Freude spielen? Am besten nichts. Und dann wird man überrascht: War das Debüt der beiden doch eher schraddelig, reflektiert man hier über Mid-Life-Probleme, Freundschaft und Resilienz und kleidet das in ein Gewand aus erstaunlich viel Kraft, Melodie und Tiefe.

Jessie Ware – „Superbloom“

Mit großer Opulenz orchestrierter Soul-Disco-Funk, den man schon fast riechen kann, so sinnlich ist er. Sexy, sehr saftig und eine knappe Dreiviertelstunde lang geht es auf 13 Stücken in erster Linie um körperliche Freuden, die sich im vorletzten Track in einem epischen Chor-Breakdown entladen. Ein Hörorgasmus wie aus dem Lehrbuch.

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Tonträger April 2024

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Tonträger April 2024


H-Blockx – „Fillin‘_The_Blank“

Wer irgendwann in der 90ern auch nur einen kleinen Zeh in Richtung Crossover gestreckt hat, kam an den H-Blockx nicht vorbei und kann jetzt nicht umhin, eine kleine Reise in die eigene Vergangenheit zu machen. Wem damals „Time to Move“ gefallen hat, der ist vielleicht versucht, der Verheißung zu verfallen, dass „Fillin‘_The_Blank“ an selbiges anknüpfen soll. Und in der Tat, das tut es, auf eine Art. Nach wie vor wissen die Münsteraner um Henning Wehland, wie man dicke Hooks schreibt, „Last Summer“, ganz bestimmt der beste Track des Albums, beweist das. Und ja, es ist toll, seinem eigenen Sound treu zu bleiben. Nur nimmt man die herrliche Unbekümmertheit, mit der vorgetragen wird, einem Twen eher ab als einem Mittfünfziger. Und ob diese Unbekümmertheit für einen selbst noch stimmt und die Platte somit verfängt, muss dann letztlich jeder selbst entscheiden.

The toten Crackhuren im Kofferraum – „Love, Hate & Engelenergie“

Seit fast zwei Jahrzehnten gibt es das Berliner Kollektiv jetzt schon. Und schon immer waren sie bissig, punkig, klug und schwarzhumorig. Vom ersten Attribut mal abgesehen, unterscheidet sie das von vielen feministischen Musiker*innen, die meinen, es reicht, lediglich mit platten und misandrischen Parolen zu werfen und selbstbestimmt ihre Möpse zu zeigen. Hier ist das ganz anders: Alt-Pop, Indie-Rock, Rap und Schlager stapeln sich auf, überlagern einander, sich im besten Sinne überfrachtend. Auch die Texte handeln nicht ausschließlich vom Kampf gegen das Patriarchat, sondern davon, womit sich Menschen befassen, die nicht permanent in Kampfstellung sind: Datingdynamiken, Freundschaft, Selbstzweifel. Feministisch? Ganz klar. Aber eben auch ein tolles Beispiel dafür, das feministische Musik nicht automatisch ein um-sich-Schlagen bedeutet.

The Fray – „A Light That Waits“

Tauscht man bei einer Band den Sänger, lädt man zum Vergleich ein. Ist so. Wo Isaac Slade also mit soviel Pathos und Substanz litt, dass man selbst beim Zuhören einen Swimmingpool vollheulte, weint Joe King eher subtil auf Zimmerlautstärke. Leider exemplarisch fürs ganze Album, Ausnahme: „My Heart‘s Crowded Room“. Schade.

Harry Styles – „Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“

Von einem, der so singen kann, erwartet man gefälligst ein Vocal-Pop-Album. Oder zumindest Hitnummern wie „As it was“ der „Sign of the times“. Nichts dergleichen! Der Vocoder erledigt das Meiste und das Songwriting wurde derart vernachlässigt, dass von einer Nummer abgesehen nichts hängen bleibt. Erträglich die ganze Zeit. Gut manchmal.

The Notwist – „News from Planet Zombie“

Sie haben mittlerweile vielleicht jede Stilart durchgespielt – und das auf hohem Niveau. Es macht enormen Spaß, da zuzuhören. Auch das aktuelle Album, das insbesondere durch ein Cover von Neil Young (!!! „Red Sun“) glänzt, reich und satt instrumentiert ist, bildet da keine Ausnahme. Wie ein Baum, der durch ein verlassenes Auto wächst: Das muss so.

Clueso – „Déja Vu 1 / 2“

Bei Clueso hat die Stanze für glatte Pop-Sänger etwas geklemmt. Aber diese kleinen Grate und Unregelmäßigkeiten, die auch dem seichtesten Song einen kleinen schrägen Twist verleihen, machen das Ganze besonders, auch, wenn es dann im Grunde doch eher Midtempo-Wellness-Pop ist. Für Zwei von Zwei vielleicht ein paar bpm drauf?

Gorillaz – „The Mountain“

„Britpop-Hegemonie am Arsch, ich mach jetzt Weltmusik.“ Und das hat Damon Albarn getan, unter Zurhilfenahme von Bollywoodgrößen, Tony Allen-Samples, Johnny Marr und, man halte sich fest, The Sparks. Dabei ist das alles aber weder Ethnokitsch noch kulturelle Aneignung oder sonst was: Es ist komplett artsy und bekloppt. Es ist grandios!

Unheilig – „Glaube, Liebe, Monster“

Man nehme einen Würfel und beschrifte ihn mit Phrasen wie: Nach den Sternen greifen, Ketten sprengen, jeder Atemzug, (neues) Leben, et cetera und würfele sich einen Popsong – oder 16. Dazu einen getragenen Bass-Bariton und eine Prise Beerdigungsstimmung, zack, fertig ist die neue Unheilig-Platte. Das ist ganz, ganz schlimm.

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Tonträger März 2026

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Tonträger März 2026


Morrissey – „Make-up is a lie“

Wenn man von „Kunst und Künstler voneinander trennen“ spricht, ist meist die Rede von Rammstein oder von Morrissey. Und von Letzterem ist ja nun hinlänglich bekannt, dass in dessen Oberstübchen irgendwas ganz und gar nicht richtig ist. Da soll er doch statt Polemik lieber Musik machen, oder? Naja. Sein am 6. März erscheinendes Album dient leider nicht zur Stützung dieser These. Zu zwei Dritteln ist es nämlich zunächst einmal eines: langweilig. 8 von 12 Songs, bei denen einem die Füße einschlafen, ist wirklich keine gute Bilanz. Zudem klingt es auf störende Art heterogen, unruhig. Und ob man will oder nicht, man fahndet halt doch immer irgendwie, ob in den Texten nicht vielleicht eine Morrissey‘sche Scheußlichkeit steckt. Gute Nachricht: Man muss Künstler und Werk hier nicht trennen, man kann getrost beides scheiße finden.

Robbie Williams – „Britpop“

Ein kleiner Witz meinerseits, die Alben dieser beiden Künstler hier neben einander zu präsentieren. Zum einen sehen die sich mittlerweile ziemlich ähnlich, zum anderen hat Williams seinem Idol Morrissey auch einen gleichnamigen Track auf diesem Album gewidmet (Co-Autor war Gary Barlow), der, Trommelwirbel, schlecht ist. Ja, sogar der Schwächste auf dem Album und das will was heißen. Denn was mit „Rocket“ richtig stark und breitbeinig anfängt (mit einem Gitarrensolo von Tony Iommi), zerfasert leider mittendrin. Denn da macht Robbie komprimiert alle Fehler, die er zuvor auf mehrere Platten verteilt hatte: Pseudolustige Anekdoten aus seiner Drogenzeit, überkitschte Balladen, affenscheußlicher Sprechgesang und schlecht geklaute Kinks-Rhythmik. Alles weder wirklich Britpop (bis auf das Oasis-Soundalike) noch wirklich schön.

Mika – „Hyperlove“

Nach seinem 2007er Debüt „Life In Cartoon Motion“ verschluckte ihn die Erde und spuckte ihn nun als blinke-buntes Partyeinhorn wieder aus. Dabei ist aber das zauberhaft Exaltierte ziemlich verloren gegangen. Alles klingt sehr glatt, sehr clean, sehr gezähmt – eher wie ein Tanzlehrer für die Disco-Fox-Klasse auf MDMA. Aber schön bunt.

Lina – „Melodrama“

Ein Melodrama findet man auf dieser Platte nicht. Ein Drama aber schon: Da hat die Frau so eine spannende Stimme und macht so wenig damit. Ausgesprochen schade, denn das hätte den doch recht generischen und gleich klingenden Deutschpopsongs ein bisschen Tiefe verliehen – die findet man nämlich nur im Rausschmeißer „Morgen ist auch noch ein Tag“.

Moby – „Future Quiet“

Das Tolle an Moby ist, dass er keine Angst vor Einfachheit hat. Gott, wie sympathisch und ein schöner Gegenentwurf zu den Nils Frahms unserer Zeit. Diese Einfachheit nun auf anderthalb Stunden Spieldauer auszudehnen, ist fast schon frech. Aber darüber tröstet einen das wunderschöne „When it‘s cold, I‘d like to die“ locker hinweg.

Mumford & Sons – „Prizefighter“

Nicht einmal ein Jahr liegt „Rushmere“ zurück, da kommt schon das nächste volle Album auf den Markt. Und zwar eins mit 14 Stücken! Mit tollen Melodien, ausgeklügeltem Folk-Handwerk und hymnischen Refrains. Am Tollsten aber sind nach wie vor die kleinen, leisen Momente – wie zum Beispiel das Hozier Feature „Rubber Band Man“.

Rosa Hoelger – „Für immer Gummistiefel“

Da ist schon viel Schönes bei! Ein recht spannendes Debüt, breit angelegte Arrangements und viel Raum für Ausflüge in beispielsweise Bar-Jazz oder Chanson. Tolle Texte auch! Leider werden die von der einen oder anderen unklug/unnötig platzierten Feminismuskeule zu Klump gehauen, aber das ist verzeihlich. Trotz des kruden Titels schön!

Bianca Stücker & Mark Benecke – „Abysmal Affairs“ (EP)

Ja, genau, der Käfermann singt. Es wäre besser, er täte das nicht – und erst recht nicht das ikonische „Henry Lee“ von Nick Cave – aber verbieten kann man‘s ihm wohl kaum. Wer nicht gerade ein Riesenfan von Gothic-Folk oder Finster-Electronica ist, verpasst an dieser Stelle nichts und kann stattdessen lieber „Medical Detectives“ gucken.

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Tonträger Februar 2026

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Tonträger Februar 2026


Zah1de – „Pretty Privilege“
Niemand fühlt Musik intensiver als ein Teenager. Das gilt auch für die Rapperin, deren Name irgendwie an eine BIC erinnert. Künstlerisch eher uninteressant, da nichts davon ihrer eigenen Feder entstammt, aber hand- und mundwerklich extrem beeindruckend. Wenn es zu einem zweiten Album kommt, müssen sich einige alten Hasen sehr warm anziehen.

J.B.O. – „Haus of the Rising Fun“
Die sind lustig, wenn du unter 20, betrunken und gerade in Erlangen bist (eigene Erfahrung). Danach: Schlimm und peinlich. Als Beweis dafür dient auf diesem Album u.a. „Woke on the Smater“. Die 90er-Jahre haben angerufen, sie wollen ihre Spoonerismen genau so sehr zurück wie die Original-Songs ihre Würde. An die Band: Bitte löst euch auf.

Von Wegen Lisbeth – „Strandbad Eldena“
Top-Idee: Ins Wachsfigurenkabinett gehen. Man ist unter Leuten, aber alle halten die Fresse. Der beste Gedanke auf diesem Album. Der Rest ist eine Aneinanderreihung „unterhaltsamer“ Gleichnisse, bei denen man die Stimmen junger Leute im Hinterkopf hat „Voll random! Aber same here, total relatable!“. Kann weg.

Alter Bridge – self titled
Wer immer noch Creed hinterher trauert, dem ist auch nicht zu helfen. Harte Riffs, komplexes Songwriting, wuchtiger, kompromissloser Sound, darüber treiben Tremonti und Kennedy einander an und singen sogar gemeinsam (und beide gut). Das Album schließt mit einem 8minütigen Meisterwerk – wird von Genrevertretern in 2026 hart zu schlagen sein.

Beyond The Black – „Break The Silence“
Musikalische Übertötung! Von den meisten Effekten hätten ein paar Tropfen gereicht, aber die Band bevorzugt einen Eimer voll. Es ist zu viel von allem, gepaart mit einem bulgarischen Chor hier, französischem oder deutschem Gesang dort. Als hätte man ein Kleinkind eine ohnehin zu süße Hochzeitstorte dekorieren lassen. Schade eigentlich.

Hinterlandgang – „Vielleicht wird alles gut“
Sie sind nicht die größten Rapper oder akrobatischsten Wortzauberer, aber sie haben ein untrügliches und exzellentes Auge für Bilder. Hört man ihnen zu, wähnt man sich selbst im Hinterland, grau und verlassen in einem Ort, der auf -ow oder -in endet, irgendwo in MeckPomm. End- 80er- Klangästhetik trifft auf Wende-Vibes, Rap und Liebe. Skurril.

Versengold – „Eingenordet“
Es ist rund, abwechslungsreich und hitdicht, Freunde von Mythen kommen ebenso auf ihre Kosten wie Melancholiker und Trunkenbolde. Also alles richtig gemacht, könnte man meinen. Oder? Hm, weiß nicht: Irgendetwas stört. Versengold haben die (ostentativ) richtige Haltung, das wird unterstrichen, indem man ein Feature mit einem anderen Großen auf die Beine stellt (hier Sebastian Madsen, „Falscher Leuchtturm“), denn schließlich machen das heute alle so. Man gönnt sich Klamauk und Lustigkeiten, mit dem Ergebnis, dass es klingt, als hätte man den Ballermann nach Kappeln an der Schlei verlegt (vgl. „Klabauterfrau“, „Dans op de Deel“). Letztlich bleiben es Haus-Maus-Reime, gewandet in – man verzeihe das Wortspiel – Seemannsgarn, gewoben aus In Extremo, J.B.O. und den Dubliners. Kann man bestimmt gut finden, wenn man denn will, aber eigentlich zu viel von zu viel.

Die Sterne – „Wenn es Liebe ist“
„Langeweile ist ein Pulverfass, am Ende bist du Fan von irgendwas“. Da komm ich ins Schwitzen: Ist mir etwa langweilig? Denn: Was ist das für eine gute Platte, bitte? Ich habe diesen ganzen Hamburger Schule-Diskurs-Pop immer verstehen wollen, was mir aber nie gelang, da viel zu ernstgemeint und spaßbefreit, das alles. Along comes Frank Spilker. Schon der erste Track, „Ich nehme das Amt nicht an“ (großartig auch das Video in schwarz-weiß: Spilker als Atze Schröder-Lookalike mit Vampirzähnen) macht Freude und versprüht ein bisschen David Byrne-Vibes, während beim zweiten („Ändern wir je den Akkord?“) die Rhythmusgruppe treibend und eindrucksvoll The Ruts-mäßig vor sich hin rametert. Und so schön geht‘s weiter bis Track 10, das Highlight ist aber Nummer 6, „Ich habe nichts gemacht (außer weiter)“. Nahezu herrlich! Ja, warum denn nicht gleich so?

IH

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Tonträger Januar 2026

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Tonträger Januar 2026


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Weihnachtstonträger Dezember 2025

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Weihnachtstonträger Dezember 2025


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