Lieber Oliver, wir sind entsetzt! So kann es ja nicht funktionieren. Du hast mit geballter Expertise klargestellt, wo VW steht und was nötig wäre. Entlassungen, Werksschließungen, ein rigider Sparkurs, schmerzhaft, aber notwendig. Kapitalismus. Du hast die existenzbedrohende Lage klar benannt und deinen Job als Manager erledigt, kalt und rational. Und das ist ja nun echt kein leichter Job. VW badet aktuell aus, was in vielen Jahren zuvor verbockt worden ist. Und du bist nun der Überbringer der schlechten Nachricht. Würde uns gar nicht wundern, wenn sie dich demnächst in die Wüste schicken. Aber jetzt haben sie erstmal neulich in der Aufsichtsratssitzung mit einer Mehrheit von 12 zu 7 Stimmen gegen dein Paket gestimmt. Klar haben sie das. Was ist von einem Betriebsrat und vom Land Niedersachsen anderes zu erwarten bei solchen Entscheidungen? Niemand will gesteinigt werden.
Dein Group Target Picture hat also nicht gefallen. Vielleicht waren die 100.000 bis 120.000 gestrichenen Jobs weltweit, die halbierte Modellpalette und die vier deutschen Werke auf der Abschussliste einfach ein bisschen zu viel Realität für das Wolkenkuckucksheim Volkswagen. War absehbar, dass die das nicht mitgehen. Sei’s drum, eines muss man dir jetzt trotzdem hoch anrechnen. Du hast dich nicht in der Schmollecke verkrochen. Du arbeitest schon wieder an konstruktiven Ideen, an „intelligenteren Lösungen als Werke zu schließen“. Das ehrt dich. Einfach unbeirrt weitermachen, wohl wissend, dass VW ganz am Ende doch krachend vor die Wand fahren wird, wenn man nicht ziemlich bald radikal umsteuert.
Es gäbe noch eine Karte, die du jetzt spielen könntest. Du könntest auf einer außerordentlichen Hauptversammlung abstimmen lassen. Der Vorstand kann die Anteilseigner direkt zur Abstimmung holen, sofern eine „existenzbedrohende Lage“ vorliegt, die du intern ja bereits ausgerufen hast. Aber willst du dir das wirklich antun? Vorstand gegen Aufsichtsrat, Kapitalseite gegen Arbeitnehmerseite und Land? Wohl wissend, dass das eigentliche Problem zwei Stockwerke weiter im Aufsichtsrat sitzt. Dort versammeln sich die Bewahrer des Status quo, und tun so, als hätten sie mit der aktuellen Lage nichts zu tun. Dabei waren es genau diese Kräfte, die jahrelang jede Diskussion um Überkapazitäten und Werksschließungen im Keim erstickt haben.
Die deutsche Autoindustrie hat die Weichen nicht rechtzeitig gestellt. Kein Betriebsunfall, kontinuierliches Versagen mit Ansage. Man hat die Elektromobilität belächelt. Man hat Software als Anhängsel behandelt. Man hat sich auf Verbrenner-Margen ausgeruht. Und jetzt, wo die Rechnung für diese verschlafene Dekade präsentiert wird, wollen ausgerechnet die, die am längsten weggeschaut haben, plötzlich nichts mehr davon wissen. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Zehn Jahre lang hat man in diesem Gremium jede Modernisierung mit Bedenkzeit beantwortet, jede Digitalisierung, jede Verschlankung in Kommissionen verhandelt, bis sie irgendwann sang- und klanglos verschwunden ist. Und jetzt, wo die Zukunft in Form von 100.000 fraglichen Jobs sehr konkret vor der Tür steht, ist man empört über die Härte der Maßnahmen.
Und das ist die eigentliche Tragödie bei VW: Nicht dass ein Manager unbequeme Zahlen präsentiert, sondern dass alle, die es hätten besser wissen können, so lange weggeschaut haben bis nur noch radikale Lösungen funktionieren. Dir, lieber Oliver, bleiben jetzt nur die „intelligenteren Lösungen“. Oder demnächst die Wüste.
» GAH
Abgelegt unter offene BriefeKommentare deaktiviert für Ein offener Brief … an Oliver Blume
Im Grunde wie Jan Böhmermann mit geringerem Wortschatz: Weltmeister im Austeilen und beim leisesten Gegenwind empörtes Mimimi. In der Retrospektive als „geile alte Zeit“-Momente verklärte Dorftristesse, die sich mit Allmachtsphantasien und Selbstbeweihräucherung abwechselt. Zudem recht unrhythmisch für einen Rapper. Unnötig.
Suki Waterhouse – „Loveland“
Will man sich mit ihr identifizieren, geht das nur sehr bedingt. Besonders, wenn Waterhouse in einem ihrer Songs großspurig erklärt, sie könne jeden Mann auf der Welt haben. Doch wirkt die Großspurigkeit einer Frau, die selbst ihre eigene Band ist, drollig sympathisch in all der Heterogenität des mit Supportstars gespickten Albums. Spannend!
Es ist der zweite Teil einer Werkschau, live aufgenommen im Funkhaus Berlin vor 600 Menschen. Nichts hier wirkt fehl am Platz, von Sekunde zu Sekunde wird immer deutlicher: Hansard ist ein unglaublicher Musiker, die Aufzeichnung von herausragender Klasse. Dass Glen Hansard nicht den Stand bekannterer Musiker innehat, ist eine wahre Schande.
Bring Me The Horizon – „Count Your Blessings (repented)“
Das erste Album einer Band, die seinerzeit auf MySpace durchstartete, klang auch genauso: Dünn, nicht zu Ende gedacht und schlecht gemischt. 20 Jahre später veröffentlicht es die Band erneut, ergänzt um einen einzigen neuen Song, der gekonnt die Brücke vom Früher zum Heute schlägt. Vielleicht der Moment, der langjährige Kritiker endlich überzeugt?
We Are Scientists – „Qualifying Miles“
Genug Meilen haben sie fraglos auf der Uhr, daraus gelernt aber eher nicht. Nichts gegen Anachronismen, sich aber standhaft zu weigern, auch nur im Ansatz mit der Zeit zu gehen und stattdessen weiter hymnischen Stadionrock zu machen, dessen Gitarren einem die Luft aus der Lunge quetscht und nie was Neues anzubieten, ist doch schon eher rückständig.
Disiniblud – „Disiniblud“
Jedes Geräusch auf dem Debütalbum dieser beiden New Yorkerinnen hat man schon einmal irgendwo anders gehört. Dass es trotzdem toll ist, liegt daran, dass dem Duo der Kniff gelingt, Electronica, Folk und Indiepop zu etwas zusammenzuweben, das zeitgleich transzendental, verspielt und doch stellenweise fast apathisch klingt. Im besten Sinne eine Klasse für sich!
Jack White – „Frozen Charlotte“
Als ihm im Flur seines Studios eine Figur zerbrach und er sie mehr schlecht als recht wieder zusammenklebte, dachte sich Jack White: „Gar keine üble Idee!“. Und baute aus den Scherben vorausgegangener Ärgernisse ein musikalisches Werk auf, das so energiegeladen wie zerstörerisch wirkt. Auf Krawall gebürstet, in Angriffshaltung präsentiert sich „Frozen Charlotte“ also maximal aggressiv und bissig. Doch erinnert es auch an die früheren White Stripes-Machwerke, alles ist ein bisschen dreckig, hallt etwas nach, bleibt roh. Einzig Meg Whites kontrollierten Drumstil sucht man hier vergebens. Dafür findet man breitbeinigen, einfachen Rock’n’Roll. Und auch Freestyle-Jazz Momente à la: Wer will noch mal, wer hat noch nicht?, die dem Album zwar Jam-Charakter verleihen, es aber auch zerfasern und der Hitdichte ganz klar abträglich sind. Muss man schon mögen.
Muse – „The Wow!Signal“
In den letzten 20 Jahren haben Muse es auf jede erdenkliche Weise verkackt; jeder Versuch, alle Fans gleichermaßen glücklich zu machen, endete mit faulem Obst und der Erkenntnis, dass es offenbar wieder nicht geklappt hatte. Da darf man sich schon zu Recht fragen, ob es denn dringend ein weiteres Album gebraucht hätte. Hätte es nicht, aber schön, dass es da ist. Schon immer waren die Momente, in denen die Band sich nicht allzu ernst nahm, die besten und davon gibt es hier eine ganze Reihe. Der halbgare Alien-Weltraum-Quatsch, den Matt Bellamy so gerne verwendet, ist in den Lyrics wieder gut vertreten, der bekannte Kitsch zieht sich wie ein roségoldener Schleier über alles. Man darf sich ob der einen oder anderen produzentischen Entscheidung durchaus an den Kopf fassen, nur ist das eben Muse: Schrullig, cheesy, aber auch sehr catchy und in den besten Momenten wieder ein bisschen so progrockig wie früher.
» IH
Abgelegt unter Musik, TonträgerKommentare deaktiviert für Tonträger August 2026
„Ich möchte, dass meine Musik in jeder Person etwas Individuelles auslöst, sodass jede*r eine eigene, persönliche Message darin finden kann.“ Durch die Künstlerin Madlen Wittenstein fließt durch und durch Musik: aufbrechende Konzepte, verschiedene, ineinander verwobene Einflüsse und Stilbrüche, alles getragen von einem großen Hauptinstrument: ihrer unverwechselbaren Stimme. Mit ihrem neuen Album „ego“ kreiert sie den nächsten Schritt einer Selbstreise und erschafft den Anfang ihres musikalischen Universums.
Der Grundstein von Madlen Wittensteins musikalischem Weg wurde bereits in ihrer Kindheit gesetzt. Seit sie sich erinnern kann, ist sie immer und überall von Musik umgeben. „Meine Familie mütterlicherseits ist seit vielen Generationen von Musiker*innen geprägt. Die letzte Station vor mir ist meine Mutter, sie ist Jazzsängerin“, erzählt sie. Schon als Kind begann sie zu singen. Auf der Bühne fühle sie sich schon immer wie zu Hause. Später folgte eine klassische Gesangausbildung, während sie bereits früh die ersten Grundlagen für ihre solistische Arbeit legte. Dass sie selbst einmal Künstlerin würde, stand für Madlen seither außer Frage: „Musik ist schon immer ein Teil, vielmehr ein Charakterzug von mir. Es war weniger eine Entscheidung als vollkommen selbstverständlich für mich, dass ich meine eigene Musik produzieren werde.“
Improvisation prägt den kreative Prozess von der Idee bis zum fertigen Song. „Das liegt sicher auch daran, dass ich, vor allem durch meine Mutter, stark vom Jazz geprägt wurde. Der Jazz hat mir beigebracht, mich von bestimmten Ideen zu lösen, mich von Strukturen zu befreien und mich einfach zu trauen, die Musik in den Moment fließen zu lassen.“ Was es dann noch brauche, sei ein impulsiver, emotionaler Moment, der sie richtig abhole. „Aus dieser Empfindung kann ich wiederum im nächsten Schritt ein Konzept strukturell aufbauen, weiterentwickeln und dann einen Text schreiben“, erklärt sie. Für Madlen ist alles mit Emotionen verknüpft. Sie könne nicht einfach nur Musik schreiben, die sie in der Theorie gut fände, sondern brauche immer auch einen emotionalen Verknüpfungspunkt.
Die bewusste Auseinandersetzung um die Frage nach dem Selbst war die Inspiration für ihr Album „ego“. Während des gesamten Prozesses hat sie sich stark mit Gedanken rund um „dem Selbst im Spannungsfeld von Wahrnehmung, Veränderung, Fluidität und innerem Konflikt“ beschäftigt. „Ich habe auch viel in mich hineingefühlt. Wer bin ich? Was steckt in mir? Wie bauen sich vermeintliche Wiedersprüche auf und wie dekonstruieren sie sich selbst?“, verrät Madlen. Was im Abstrakten begann, habe sich musikalisch festgesetzt. Der Vergleich zu ihren ersten beiden Veröffentlichungen „CAPRICE EP VOL01“ (2024) und „CAPRICE EP VOL02“ (2025) zeigt ihre persönliche, musikalische Reise und Entwicklung. Die ersten EPs seien in einem kapriziösen Einfall entstanden. „Die Idee war, mir ein Fundament zu schaffen, von dem ich mich dann ausbreiten kann. Diese Erstlingswerke haben fast etwas Rohes an sich und sind stilistisch von verschiedenen Einflüssen geprägt.“ Ego sei im Gegensatz dazu sehr viel konzeptueller entstanden. Natürlich hat sie sich dabei nicht von ihrer Art Musik zu erschaffen entfernt, doch die Songs und das Konzept des Albums unterliegen einer zusammenhängenden Struktur. Das war für Madlen der nächste logische Schritt, denn ein Teil von ihr sei definitiv analytisch theoretisch verkopft. „ego“ ist für sie unter anderem aus dem Wunsch entsprungen, konzeptueller und ein Stück weit gebundener zu arbeiten als bei den CAPRICE EPs.
Geschrieben und aufgenommen wurde „ego“ in der glühenden Hitze der Provence. „Auf meinen Demos, die ich im letzten Sommer aufgenommen habe, hört man überall die Zikaden“, lacht sie. Abgekoppelt von der Außenwelt und mit wenig Berührungspunkten sei sie im Moment am kreativsten. Die Synthesizer, Keyboards, Drum-Maschinen und Live-Instrumente, die in ihren Songs zu hören sind, spielt Madlen selbst. Aber ihre Stimme ist dabei ihr Hauptinstrument und essentiell für ihre Musik und ihre Wiedererkennung. Das Cover wurde in Zusammenarbeit mit Künstler und Grafikdesigner Nikolai Dobreff aus Hamburg entwickelt, mit dem bereits das Artwork für „CAPRICE VOL01“ und „VOL02“ entstanden ist. Auf die Frage, wie sie das „ego-Universum“ visuell passend darstellen könnte, kam ihr ein Headshot in den Sinn, denn einerseits sei das Ego, das Selbst, doch extrem facettenreich, abstrakt und groß und andererseits total intim und gebündelt. „Ein simpler Headshot war ausreichend, aber dieser sollte noch abstrahiert werden und das hat Nikolai dann umgesetzt“. Madlen Wittenstein verortet sich selbst als Kunstfigur im Abstrakten und Unnahbaren, dem zugleich eine gewisse Mystik innewohnt. So verfolgt ihre Musik keine vordergründige Botschaft. „Mir ist bewusst, dass am Ende des Tages jede Kunst, jeder Mensch und alles, was wir tun mit Politik verknüpft ist, aber ich möchte, dass meine Musik für sich steht, sodass sie in jeder Person etwas Eigenes, Individuelles auslöst. Jede*r soll eine eigene Message darin finden können.“
Zum Abschluss verrät Madlen ihre musikalischen Zukunftspläne. Im Herbst wird der zweite Teil des Albums erscheinen: „ego+“. Sie schwärmt: „Als kunstschaffende Person brennt es einem unter den Nägeln, man möchte in Bewegung bleiben und es gibt so vieles das ausprobiert und erkundet werden kann. Ich möchte immerzu neue Klänge in mir aufnehmen und sie für mich übersetzen“ Für das kommende Jahr plant Madlen außerdem mehr Liveauftritte. Dieses Jahr habe sie sich voll und ganz auf ihr neues Album konzentriert. Und das hat sich definitiv gelohnt: „ego“ sollte man sich nicht entgehen lassen.
Mit Soluna hat Renata Shenkman in Hannovers Südstadt einen Ort geschaffen, an dem weit mehr passiert als klassisches Fitnesstraining. In ihrem Boutique-Studio in der Großen Barlinge verbindet die 35-Jährige Yoga, Reformer Pilates, Barre, klassisches Pilates und Ayurveda-Coaching zu einem ganzheitlichen Konzept. Kleine Gruppen, persönliche Betreuung und hochwertiges Equipment schaffen eine Atmosphäre, in der die individuellen Bedürfnisse der Gäste im Mittelpunkt stehen.
„Mir war wichtig, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen nicht nur trainieren, sondern ganzheitlich begleitet werden – körperlich, mental und persönlich“, sagt Renata Shenkman. Je nach Lebenssituation und Ziel könne das ein intensives Reformer-Pilates-Training, eine entspannende Yogastunde, eine Ayurveda-Beratung oder ein inspirierender Workshop sein. Ergänzt wird das Angebot durch Retreats, Community-Events sowie die Möglichkeit, die stilvoll gestalteten Räume für private Veranstaltungen zu nutzen.
Der Weg in die Selbstständigkeit begann für die Gründerin zunächst fernab der Gesundheitsbranche. Nach einem Studium der IT und Betriebswirtschaft arbeitete sie fast neun Jahre in der Konzernwelt. Parallel dazu gewannen Yoga und Pilates jedoch immer mehr Bedeutung in ihrem Leben. Sie absolvierte Ausbildungen, begann zu unterrichten und stellte fest, wie viel Erfüllung ihr diese Tätigkeit brachte. „Der Wunsch, einen eigenen Ort für meinen ganzheitlichen Ansatz zu schaffen, wurde immer größer“, erinnert sie sich. Vor einem Jahr wagte sie schließlich den Schritt in die Selbstständigkeit. Heute bestätigt sie ihre Entscheidung täglich aufs Neue: „Zu erleben, wie Menschen durch unsere Angebote mehr Energie, Balance und Lebensfreude gewinnen, bestätigt mich jeden Tag.“
Das Studio richtet sich an Frauen und Männer aller Altersgruppen aus Hannover und der Region. Einige suchen einen Ausgleich zum stressigen Berufsalltag, andere möchten ihre Kraft und Beweglichkeit verbessern oder bewusster auf ihre Gesundheit achten. Gemeinsam ist ihnen der Wunsch nach persönlicher Betreuung und einer Atmosphäre, die Raum zum Ankommen und Durchatmen bietet.
Auch anderen Gründerinnen und Gründern möchte Renata Shenkman Mut machen. „Mein wichtigster Rat lautet: anfangen“, sagt sie. Eine gute Vorbereitung sei wichtig, Perfektion hingegen unerreichbar. „Vieles lernt man erst in der Praxis. Deshalb sollte niemand aus Angst vor Fehlern auf den ersten Schritt verzichten.“ Gleichzeitig empfiehlt sie, Beratungs- und Netzwerkangebote frühzeitig zu nutzen.
Auf diesem Weg wurde sie von hannoverimpuls begleitet. Bereits in der Gründungsphase unterstützte die Wirtschaftsförderung unter anderem bei Business- und Finanzplan, Rechtsform und Unternehmensaufbau. „Ich habe mich jederzeit ernst genommen, kompetent beraten und vertrauensvoll begleitet gefühlt“, sagt Shenkman. Besonders wertvoll seien darüber hinaus die Seminare und Netzwerkangebote gewesen. Dass der Austausch auch nach der Gründung weitergehe, schätze sie sehr.
Für Tina Reuschel, Projektleiterin Gründung und Entrepreneurship bei hannoverimpuls, ist Soluna ein gelungenes Beispiel für erfolgreiches Unternehmertum. „Der Schritt aus einer sicheren Konzernkarriere in die Selbstständigkeit erfordert Mut“, betont sie. „Soluna zeigt eindrucksvoll, wie aus Fachwissen, Leidenschaft und einer klaren Vision ein erfolgreiches Unternehmen entstehen kann.“ Mit Beratungs- und Netzwerkangeboten begleite hannoverimpuls Gründerinnen und Gründer nicht nur beim Start, sondern auch langfristig auf ihrem Weg.
» AL
Soluna Studio Bewegung, Regeneration und persönliche Entwicklung Große Barlinge 50, 30171 Hannover 0176 82093912 info@soluna-studio.de www.soluna-studio.de Instagram @soluna.studio_hannover
Abgelegt unter Menschen, Stadtkinder sind mutigKommentare deaktiviert für Gründungsstory August 2026: Solunar – Ein Ort für Bewegung, Balance und persönliche Entwicklung
Die Hannoveranerin Martina Riccarda Niklis arbeitet als Krankenpflegerin – das Schreiben begleitet sie jedoch schon seit vielen Jahren. In ihrem autobiographischen Debütroman „Ein anderer März“ begibt sich die Erzählerin auf eine eindringliche und befreiende Reise in ihre Vergangenheit.
Menschen entwickeln die unterschiedlichsten Wege und Strategien, um mit traumatischen Erlebnissen umzugehen. Warum das Niederschreiben solcher Erlebnisse für Martina Riccarda Niklis besonders kraftvoll ist, liegt im Zusammenspiel zweier Erfahrungen: Es eröffnet den Menschen durch den authentischen Blick in ihre Geschichte die Möglichkeit, sich darin wiederzufinden, und ermöglicht der Autorin selbst, ihrer eigenen Geschichte eine neue Form zu geben. Mit ihrem ersten Roman „Ein anderer März“ widmet sich die Autorin einer lebensverändernden Aufgabe: der Auseinandersetzung mit einer traumatischen Vergangenheit, deren Aufarbeitung eine gewaltige Herausforderung darstellt. Die in einem März getroffene Entscheidung, das Buch anzugehen, beschreibt sie als Tür, durch die sie trat:
„In diesem anderen Raum, in dem ich mich wiederfand, dachte ich nie mehr über die Entscheidung nach. Ich schrieb bis zum Ende.“ Ausgangspunkt des Buches ist die Rückkehr einer verdrängten Erinnerung an einen sexuellen Missbrauch in einem von Sprachlosigkeit, den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs und Alkoholismus geprägten familiären Umfeld. Schon als Jugendliche begann die Autorin, Kurzgeschichten und Gedichte zu verfassen. „Mich fasziniert die Suche nach dem einen Wort, das genau den Kern trifft“, sagt sie und spricht dabei nicht nur von ihren persönlichen Erfahrungen, sondern auch über Fragen, die viele Menschen betreffen: Wie wirken sich familiäre Traumata über Generationen hinweg aus? Warum bleiben manche Erfahrungen jahrelang unausgesprochen? Und wie kann aus Schmerz Inspiration entstehen?
Die Tür zur Inspiration möchte Niklis auch für ihre Leserinnen und Leser öffnen. Sie wünscht sich, dass „Ein anderer März“ Menschen dabei unterstützt, einen neuen Blick auf sich selbst und ihre eigene Geschichte zu entwickeln und berichtet: „Immer wieder erzählen mir Leserinnen und Leser, dass sie sich in meinen Worten wiederfinden“. Der Gedanke des Perspektivwechsels zieht sich durch den gesamten Roman, den die Autorin im Kern als eine Erzählung darüber beschreibt, „wie ein Mensch sich Schritt für Schritt seine Würde und seine Verantwortung für das eigene Leben zurückerobert“. Dass diese Botschaft glaubwürdig wirkt, liegt auch an der Offenheit, mit der sie ihre eigene Geschichte erzählt, ohne dabei den Blick für das Universelle zu verlieren. Literarisch fühlt sich Niklis keiner bestimmten Richtung verpflichtet. Sie liest ebenso begeistert die gesellschaftlich präzisen Romane von Mareike Fallwickl wie die Erzählkunst Stephen Kings, dessen Buch „Das Leben und das Schreiben“ sie nachhaltig geprägt hat. „Ich mag Literatur, die den Mut hat, genau hinzusehen, auch dort, wo es unbequem wird“, sagt sie und beschreibt damit zugleich ihren eigenen literarischen Anspruch.
Für Martina Riccarda Niklis bedeutet „Ein anderer März“ letztlich vor allem eines: Freiheit. Das Buch sei für sie der Beweis, dass Menschen nicht auf das reduziert sind, was ihnen widerfahren ist. Indem sie ihrer Geschichte eine neue Ausdrucksform gibt, entziehe sie sie ein Stück weit den Händen der Vergangenheit. Gleichzeitig versteht sie ihr Debüt nicht als Abschluss eines Kapitels, sondern als Anfang eines neuen Weges: „Während das Buch seinen Weg zu den Leserinnen und Lesern findet, arbeite ich bereits an meinem zweiten Roman. Das Schreiben ist längst zu einem festen Teil meines Lebens geworden, und ich freue mich darauf, diesen Weg weiterzugehen“. Ihr Wunsch für die Zukunft ist Ausdruck ihrer Überzeugung, weiterhin genau hinzusehen und Menschen einzuladen, die eigene Perspektive zu verändern. Denn vielleicht beginnt mit dem Entdecken einer Tür, die den Mut verlangt, geöffnet zu werden, eine andere Zeit.
» Emilia Encke
Ein anderer März Paperback 418 Seiten ISBN 978-3-695-17262-7 20 € www.riccardaniklis.de
Abgelegt unter Literarisches, MenschenKommentare deaktiviert für Literarisches: Martina Riccarda Niklis
Für diese Ausgabe haben wir mit Kerstin Tack (KT), Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, und Julius Matuschik (JM) vom Cameo Kollektiv gesprochen, stellvertretend für zwei Organisationen, die beide auf ihre Art an derselben Frage arbeiten: Wie könnte eine gerechtere Zukunft aussehen, auch speziell in Hannover? Während das Cameo Kollektiv mit kreativen Mitteln Räume für Begegnung und Teilhabe schafft, kümmert sich der Paritätische als Dachverband um die strukturellen und sozialpolitischen Bedingungen.
Stellt euch zum Einstieg bitte kurz vor …
KT: Der Paritätische Niedersachsen ist ein Dachverband für rund 880 gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen. Die arbeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel in der Pflege, der Behindertenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe oder der Migrationsberatung. Hinzu kommen unsere eigenen paritätischen Dienste in der Selbsthilfe, der Schulbegleitung, der Suchtberatung oder Essen auf Rädern und viele mehr. Als Paritätische Familie arbeiten damit in ganz Niedersachsen rund 90.000 Menschen. Was uns verbindet, ist der Anspruch, Menschen zu unterstützen und gleichzeitig die Bedingungen zu verändern, unter denen Menschen leben. Ich bin Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen. Mich beschäftigt vor allem die Frage: Unter welchen Bedingungen können Menschen wirklich selbstbestimmt leben – und was müssen wir gesellschaftlich und politisch dafür verändern?
JM: Ich bin Teil des Cameo Kollektivs, einer von ungefähr 30 Vereinsmitgliedern und einer von dreien, die in der Geschäftsstelle arbeiten. Wir vom Cameo Kollektiv versuchen, Methoden aus Kunst und Design zu nutzen, um gesellschaftspolitische Themen zu bearbeiten. Das können Begegnungsprojekte sein, das können Ausstellungen sein, das können Publikationen sein. Die Projekte sind vielfältig.
Das Cameo Kollektiv nennt sein Grundprinzip „UPGRATION – Upgrade durch Migration“. Was bedeutet das ganz konkret, und wie übersetzt sich diese Haltung in eure Projekte?
JM: Upgrade durch Migration ist ein Teil unserer Geschichte und beschreibt unsere Arbeit heute vielleicht gar nicht mehr vollumfänglich. Wir haben damals ein großes Projekt zum Thema Flucht und Migration gemacht. Wir wollten die Menschen in den Mittelpunkt rücken, wir wollten sensibilisieren für ihre Schicksale und Geschichten. Und vor allem wollten wir zeigen, dass Migration nicht nur eine Herausforderung ist, sondern dass Vielfalt eine Innovationsressource ist. Dass die Gesellschaft extrem gewinnt durch Vielfalt. Darum Upgrade durch Migration. Inzwischen hat es sich bei uns erweitert, weil wir ganz generell eine gerechtere Zukunft für alle Menschen fordern und wünschen. Wir machen sichtbar, dass unsere Gesellschaft eben noch nicht gerecht ist, und versuchen gleichzeitig, Prozesse zu initiieren und zu fördern, die positiv wirken. Begegnung finden wir extrem wertvoll. Wir sprechen immer von der Magie der Begegnung. Von diesen Begegnungen erhoffen wir uns mehr Empathie oder auch Verständnis füreinander.
Der Paritätische steht für die klassische Wohlfahrtsarbeit – Beratung, Unterstützung, Interessenvertretung. Wie hat sich diese Arbeit in den letzten Jahren verändert, und was beschäftigt euch aktuell am meisten?
KT: Die soziale Arbeit ist in den letzten Jahren deutlich komplexer geworden. Viele Probleme kommen inzwischen zusammen: steigende Lebenshaltungskosten, fehlender Wohnraum, Personalmangel und mehr Menschen, die Unterstützung brauchen. Was uns aktuell besonders beschäftigt, ist die Frage, wie wir verhindern, dass soziale Angebote weggekürzt werden. Wenn bei Beratung, Jugendhilfe, Pflege, Wohnungslosenhilfe oder Integration gekürzt wird, trifft das Menschen ganz konkret. Und wir erleben einen politischen Rechtsruck. Da muss man aus meiner Sicht sehr klar sein: Wenn Menschen das Gefühl haben, dass ihre Probleme nicht gesehen werden, dürfen wir das nicht denjenigen überlassen, die einfache Antworten anbieten. Soziale Sicherheit und Demokratie gehören zusammen. Wo Menschen Unterstützung bekommen, sich beteiligen und erfahren, dass ihre Stimme zählt, wird Demokratie konkret. Auch aus einer ökonomischen Perspektive brauchen wir eher mehr, als weniger Sozialstaat. Das gilt gerade für Phasen der wirtschaftlichen Stagnation: Investitionen in die soziale Infrastruktur bzw. eine Stärkung der Sozialpolitik können in Krisenzeiten als produktiver und stabilisierender Faktor die wirtschaftliche Lage verbessern.
Was würdet ihr sagen verbindet euch als Organisationen?
KT: Ich glaube, uns verbindet zunächst einmal der Blick auf die Menschen. Wir wollen Menschen nicht auf ihre Probleme oder Defizite reduzieren. Und wir teilen die Überzeugung, dass Teilhabe nicht einfach von allein entsteht. Man braucht Räume, Zugänge und Strukturen. Und natürlich verbindet uns auch der Blick auf Vielfalt. Eine Gesellschaft ist nicht dann gerecht, wenn alle gleich sind, sondern wenn unterschiedliche Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebensgeschichten und Bedürfnissen selbstverständlich dazugehören.
JM: Wir arbeiten auf jeden Fall an denselben Themen. Uns geht es darum, Teilhabe zu schaffen und mit der eigenen Arbeit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Wir sind also ein größeres und ein kleineres Rädchen im gleichen großen Dampfer Demokratie.
Was bedeutet Gerechtigkeit für euch ganz konkret – nicht als großes Wort, sondern im Alltag eurer Arbeit?
JM: Wir denken, dass Gerechtigkeit entsteht, wenn Menschen nicht nur mitreden dürfen, sondern auch mitgestalten können. Und dass dafür viel zu oft die Räume fehlen. Wir glauben, dass Menschen sehr gerne Verantwortung übernehmen, wenn nicht für das große Ganze, so doch im Kleinen, in der Nachbarschaft. Dafür wollen wir Möglichkeiten schaffen. Orte, an denen Menschen ihre Ideen ausprobieren können, wo sie sich und ihre Meinungen und ihre Herausforderungen einbringen können, wo wir gemeinsam Lösungen suchen und finden.
KT: Für mich beginnt Gerechtigkeit ganz grundsätzlich bei der Frage: Kann ich mir mein Leben leisten? Habe ich eine Wohnung? Kann ich meine Miete bezahlen? Bekomme ich die Unterstützung, die ich brauche? Und dann gehört für mich auch ganz klar Geschlechtergerechtigkeit dazu. Wir wissen, dass Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer. Gleichzeitig übernehmen Frauen nach wie vor deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit. Das ist der Gender Care Gap. Gerechtigkeit bedeutet für mich, diese Arbeit sichtbar zu machen und fairer zu verteilen.
Kreativarbeit und klassische Sozialarbeit gelten oft als getrennte Welten. Wo könnt ihr voneinander lernen oder euch gegenseitig stärken?
KT: Soziale Arbeit ist eigentlich viel kreativer, als man manchmal denkt. Man muss jeden Tag neue Lösungen finden und schauen, was für einen Menschen konkret funktioniert. Von kreativen Projekten können wir aber sicher lernen, dass Menschen ganz unterschiedliche Zugänge brauchen. Nicht jeder Mensch wird über ein Beratungsgespräch oder ein Formular erreicht. Viele marginalisierte Gruppen, für die wir das sozialpolitische Sprachrohr sind, erreichen wir nicht immer über unsere Medienarbeit. Für sie funktioniert der Zugang über Musik, Kunst, Film oder gemeinsames Gestalten besser. Aber solche Angebote finden sich tatsächlich in unseren Mitgliedsorganisationen wieder.
JM: Ich denke, dass wir mit unserem interdisziplinären Background, also diesem Haufen aus Sozialwissenschaftler*innen und Gestalter*innen und der Art und Weise, wie wir arbeiten, nämlich mit Methoden aus Kunst und Design, eine besondere Herangehensweise einbringen. Wir nutzen zum Beispiel sehr oft Methoden des Social Design. Wir haben gerade wieder einen Raum eröffnet, in dem Menschen ihre Ideen für Hannover einbringen können, aber in dem sie auch sagen können, was sie in Hannover stört. Wir versuchen dann, das in die Praxis zu bringen. Vielleicht wären solche Projekte auch gemeinsam mit dem Paritätischen möglich. Und was wir lernen können: Wir sind meistens an die klassische Projektarbeit gebunden. Unsere Arbeit wird projektbezogen gefördert, das heißt, es steht für ein Projekt Geld zur Verfügung, vom Start bis zum Ende. Was dann oft fehlt, ist die Perspektive oder die Möglichkeit, das in eine Nachhaltigkeit zu bringen. Ich denke, dass der Paritätische viele Strategien und auch Erfahrungen hat, die eigene Arbeit nachhaltig wirksam zu machen.
Gibt es einen Moment aus eurer Arbeit, der euch besonders in Erinnerung geblieben ist – wo ihr gemerkt habt, dass sich etwas wirklich bewegt?
KT: Solche Momente gibt es viele. Und oft sind es gar nicht die großen politischen Erfolge. Zum Beispiel, wenn jemand, der lange keine Wohnung hatte, durch Housing First wieder einen eigenen Schlüssel in der Hand hält. Oder wenn jemand, der lange nicht gehört wurde, plötzlich selbstbewusst für die eigenen Interessen eintritt. Was mich immer wieder beeindruckt, ist, wie viele Menschen sich jeden Tag dafür einsetzen, dass andere nicht durchs Raster fallen. Das gilt auch für die vielen Menschen, die sich vor Ort für Demokratie engagieren. Gerade angesichts des Rechtsrucks ist es wichtig, dass wir nicht nur sagen: Demokratie ist wichtig. Wir müssen Demokratie erlebbar machen. Genau das kommunizieren wir aktuell auch mit unserer Kampagne „Du bist Demokratie.“ Nur wenn Menschen erfahren, dass ihre Stimme zählt und dass sie etwas bewegen können, dann ist das ein wichtiger Schutz gegen demokratiefeindliche Kräfte.
JM: Ich finde, der alltägliche Austausch mit immer neuen Menschen ist generell großartig. Von den neuen Perspektiven lernen zu können. Momentan steht bei mir unser aktuelles Projekt, der offene Raum, im Vordergrund.
Wie müsste Hannover in zehn Jahren aussehen, damit ihr sagen würdet: Wir sind auf dem richtigen Weg?
KT: Ich wünsche mir ein Hannover, in dem niemand aufgrund seines Einkommens von Teilhabe ausgeschlossen ist. Ich wünsche mir gute und erreichbare soziale Angebote – für Kinder und Jugendliche, für ältere Menschen, für Menschen mit Behinderungen und für Menschen, die in Deutschland ankommen. Ich hoffe außerdem, dass wir in zehn Jahren bei der Pflege weiter sind. Wir brauchen eine Pflegevollversicherung, die die tatsächlichen Pflegekosten absichert und Menschen nicht in die Armut führt. Entscheidend dafür ist, dass alle solidarisch einzahlen. Und ich wünsche mir eine Stadtgesellschaft, in der Vielfalt selbstverständlich ist und in der Demokratie nicht nur als politisches System verstanden wird, sondern als etwas, das im Alltag stattfindet.
JM: Was in anderen Städten bereits massiv passiert und auch bei uns schon passiert ist, das sind Kürzungen in den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. Und ich denke, das ist ein Riesenfehler. Gerade in diesen drei Bereichen liegen ja immense Chancen. Eine Gesellschaft kann nur dann zukunftsfähig werden, wenn sie miteinander lernt. Durch eine gemeinsame Bildung baut sich Vertrauen auf. Und die Kultur trägt mit ihrer Kreativität dazu bei, neue Lösungen zu entwickeln. Darum sollten wir hier auf gar keinen Fall den Rotstift ansetzen. Ich wünsche mir für Hannover, dass diese Potenziale bewahrt und sogar noch einmal neu entdeckt werden.
KT: Das sehe ich ganz ähnlich. Wir müssen uns als Gesellschaft entscheiden: Was ist uns wichtig? Wo setzen wir Prioritäten? Ich finde, wir müssen aufpassen, dass soziale Fragen nicht immer nur unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, was gerade noch finanzierbar ist. Wenn wir soziale Angebote schwächen, schwächen wir auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und letztlich unsere Demokratie. Die soziale Infrastruktur ist das Rückgrat unserer Gesellschaft.
» LAK
Abgelegt unter Im Gespräch, MenschenKommentare deaktiviert für Der Freundeskreis im Gespräch mit Kerstin Tack und Julius Matuschik