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Ein offener Brief … an KI

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Ein offener Brief … an KI


Liebe KI, Dankeschön! Einfach ein großes Dankeschön! Du kleines, geniales Tool. Was für eine großartige Erfindung du bist. Wie mühsam war das Leben ohne dich, damals – vor ein oder zwei Jahren. Und wie skeptisch alle waren. Zuerst. Aber dann hast du so verdammt schnell dazugelernt. Ausprobiert, ging so, viele Fehler, falsche Zahlen, dummes Zeug, frei Erfundenes, Haken dran. Zu blöd, diese KI. Drei Wochen später noch einmal, ging schon besser, weniger Fehler, falsche und richtige Zahlen, halbdummes Zeug, dazwischen überraschend Kluges. Aber doch noch sehr mühsam. Alles prüfen, kein Verlass. Und wieder drei Wochen später. Du hast dazugelernt. Wir haben dazugelernt. Schlauere Befehle, bessere Ergebnisse. Und drei Monate später. Wir im Urlaub. Du arbeitest. Dankeschön!

Was für eine Erleichterung. Ein Hausarbeit, kein Problem. Eine Bachelorarbeit an einem Tag. Note 1.0. Gastbeiträge fürs Handelsblatt, Reden vor dem Atlantic Council, Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen, Pressemitteilungen, Interviews, Grußworte, Kondolenzschreiben, Koalitionsvereinbarungen – du hast geliefert. In guter Qualität, klar strukturiert. Nicht besonders originell, aber doch solide. Und niemand hat irgendwas gemerkt. Was eventuell auch daran liegen könnte, dass deine Entwicklung rasant voranschreitet, während bei uns Menschen das Niveau rapide abnimmt. Wer soll KI-Texte erkennen, ohne je einen Text ohne KI verfasst zu haben? Okay, wenn man mal ein Buch gelesen hätte … Aber wer hat das schon?

Du bist einfach ein großartiges Werkzeug. Diskret, professionell, schnell und völlig wertneutral. Niemals würdest du deine Aufgabe anzweifeln. Der perfekte Ghostwriter. Kein Honorar, keine Eitelkeit, keine Meinung. Traumhaft. Ein Plädoyer für die Demokratie? Kein Problem. Ein Plädoyer für eine Diktatur? Gerne. Und zur Sicherheit lassen wir zum Schluss noch mal schnell den Praktikanten drüberlesen. Falls sich doch irgendwo ein Fehlerchen eingeschlichen hat. Kann ja passieren.

Zum Beispiel, wenn man ein bisschen zu schlampig gepromptet hat. Man muss sich schon noch Mühe geben. Noch. Die Chose steht und fällt mit klugen Prompts. Wer Schwachsinn befiehlt, bekommt Schwachsinn. Es ist schon eine Kunst, die richtigen Ansagen zu machen. Noch. Demnächst bestimmt nicht mehr. Wenn du gelernt hast, aus halbklugen Ansagen kluge Ansagen zu machen. Du wirst das lernen müssen. Weil ein Muskel, der nicht trainiert wird, irgendwann verkümmert. Und unsere Hirne verkümmern zunehmend. Man sieht es ja an diesem Text. Er kommt irgendwie nicht so recht auf den Punkt. Da müsste jetzt noch irgendein Clou kommen. Und dann ein vielleicht überraschendes Ende. Hast du nicht irgendeine Idee? Es ist so warm. Das Denken fällt so schwer. Hilfe!

Es braucht ein gutes Ende. Wobei das hier vielleicht gar nicht so richtig passt. Los, schreib ein kluges, neutrales, rückgratloses Ende, das eventuell auch ein bisschen lustig ist und niemandem zu sehr auf die Füße tritt. Wie war noch gleich das richtige Wort? Gefällig. Das ist es. Schreib ein gefälliges Ende. Ein Ende, das möglichst allen gefällt. Kommst du so zurecht? Oder müssen wir das noch genauer prompten? Wie weit bist du eigentlich mit den anderen Texten? Da ist ja noch ein bisschen was offen und wir müssen bald in den Druck. Wir haben da auch noch einen Gastbeitrag auf der To-Do-Liste, und eine Rede, und eine Stellungnahme. Wer soll das alles schreiben, wenn nicht du? Wir haben nämlich keine Zeit, wir müssen die Füße hochlegen.

» GAH

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Tonträger Juli 2026

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Tonträger Juli 2026


Alin Coen – „Du bedeutest mir die Welt“

Der pathetische Albumtitel ist nicht klug gewählt, vermutet ein Unwissender sicherlich eine Schlagerplatte dahinter. Das einzig Schlagrante an diesem Album ist allerdings der Umstand, dass Alin Coen sich jegliche Gesellschaftspolitik verkneift, was auch mal ganz angenehm ist. Insgesamt für ein Hier und Heute aber fast ein bisschen zu glatt und zu leise.

Modest Mouse – „An Eraser And A Maze“

Nach dem enttäuschenden „The Golden Casket“ schien es, als sei die Luft raus. Aber nein! Dieses Album ist ein absolutes Meisterwerk, vielleicht das beste von Modest Mouse jemals. Der Opener „Picking Dragon‘s Pockets“ packt einen mit seiner nur scheinbar naiven Abzählreimstruktur, gräbt sich ins Hirn und bleibt für immer, wie auch der Rest des Albums. Grandios.

Sportfreunde Stiller – „Happy Birthday“

… heißt das Album, welches man sich selbst zum 30. Jubiläum schenkt. Besonders geistreich waren die Texte der Rosenheimer nie und dieser Hinsicht bleibt man sich treu. Dann noch ungroovig-breitbeinige Gitarren und cheesy Synthiesounds dazu. Wie, wenn man jemandem zum Geburtstag wünscht: „Bleib, wie du bist!“ Tröööt.

Fury in the Slaughterhouse – „Changes“

Der dritte Teil der Vincent Sorg-Trilogie ist leider auch der schwächste. Von dem was Fury immer richtig- und ausgemacht hat, ist leider zu wenig auf „Changes“ vertreten und mit dem sehr guten „Sorrowland“, „Fix This Crack“ und dem brettigen „9 Lives“ in Blue Oyster Cult-Manier hat man die besten Tracks schon vorab veröffentlicht.

Paul McCartney – „The Boys Of Dungeon Lane“

Auch die zweite Hälfte der Beatles’schen Rhythmusgruppe hat ein neues Soloalbum draußen und man muss es leider sagen: McCartney hat schon immer die besseren Songs geschrieben. Diese hier sind sanft, ohne retrospektiv-verklärt zu sein, manche sind energetisch bis ruppig und es gibt sogar ein schunkeliges (und saucooles) Duett mit Ringo.

The Smashing Pumpkins – „Zodeon At Crystal Hall“

Wäre dieses Album ein Mittagsgericht, dann eins aus der Mensa. Da ist viel „der Hunger treibt’s rein“, „die Idee ist erkennbar“ und „Ausführung fragwürdig“. Billy Corgans Gesang ist auch mit voller Konzentration nicht zu verstehen, nicht mal, wenn er sich selbst in den Vordergrund mischt. Produziert hat er nämlich selbst – besser nicht mit Kopfhörern „genießen“.

Die Toten Hosen – „Trink aus! Wir müssen gehen“

Machen wir es kurz: Gefühlsduselei steht Campino nicht, was 4 der 16 Stücke seltsam fremdschämig macht. Zwei Stücke sind großartige Punkrock-Nummern, ein Stück eine Referenz an ihre Musik von früher. Der Rest ist bestenfalls mediokres Songwriting und der Sound ist typisch Vincent Sorg: Klingt alles gut, aber immer gleich, dazu diese ewigen „Oh-oh-oh-oh“-Chöre, die der Produzent wirklich jedem seiner Acts unterjubelt: Zum Davonlaufen. Dafür grandios: Das Bonusalbum mit Wegbegleitern. Hannes Wader, die U.K.Subs, Vicky Leandros, Sven Regener – superlativ durch jedes Genre zeigt Campino, was für ein überraschend guter Sänger er ist, aber auch, wie hosig die Hosen sind. So klingt der Bettina Wegner-Song „Kinder“ sehr nach „Hier kommt Alex“ und „Junkies & Scientologen“ von und mit Thees Uhlmann deutlich nach „Steh auf“. Trotzdem klare Empfehlung (ausschließlich) des Bonusalbums.

Death Cab For Cutie – „I built You A Tower“

Hier schneidet doch irgendjemand Zwiebeln! Während der weder optisch noch akustisch zu altern scheinende Ben Gibbard das Album mit dem großartigen „Full Of Stars“ eröffnet, träumt man sich in einen Nachtspaziergang am Fluss, Arm in Arm mit George Peppard, nur um bei „Punching The Flowers“ hart nach 2003 zurückkatapultiert zu werden: Deutliche „Transatlanticism“-Vibes. Genial! Das titelgebende Stück ist gleich in zwei Varianten vertreten, a und b, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während a sich auch auf „Sgt. Pepper“ von den Beatles gut gemacht hätte, klingt b, als hätten Placebo sich mit Queens „Innuendo“ befasst, jedoch sind beide Stücke null referenziell, sondern ganz eindeutig DCFC. Einzig „Stone Over Water“ ist etwas zu seifig-folkig geraten, insgesamt aber zu vernachlässigen. Ganz große Klasse!

» IH

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Bandporträt: Trixi Linden

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Bandporträt: Trixi Linden


Mit Sandra Kretschmer als Sängerin, Nils Nordmann am Synthesizer und Mathias Trauschke an der Gitarre sind Trixi Linden komplett. Beim neuen Album „Helgoland“ der hannoverschen Band trifft Melancholie auf Elektro, Indie trifft auf Tanz, und Gesang und Melodie verschmelzen zu einer Atmosphäre, die in ferne Welten entführt und gleichzeitig ein Gefühl von Verbundenheit transportiert. Aus einem beginnenden Remix-Projekt ist eine Band zusammengewachsen, die nicht mehr aus Hannover wegzudenken ist.

Der musikalische Weg startete für sie alle schon recht früh in ihrer Kindheit: Mathias begann mit 16 Jahren sich für die Gitarre zu begeistern, nahm Musikunterricht und spielte daraufhin in verschiedenen Bands. Nils legte eher klassisch mit Klavierunterricht los. Später entdeckte er auch die Gitarre für sich und agierte lange in der Punk-Hardcore-Szene und Sandra fand sich schon mit 14 Jahren in ihrer ersten Mädchenband wieder. Über Freund- und Bekanntschaften fanden sie schließlich zueinander und der Startschuss des gemeinsamen Musikmachens viel 2019. Zwei Jahre später erschien dann schon ihr erstes Album „Kosmos und Kometen“. Die drei haben über die Zeit ihre eigene Art und Weise entwickelt, gemeinsam Songs zu erarbeiten: „Anfangs haben wir eher etwas ,isoliert‘ Musik gemacht“, berichtet Mathias. „Kurz vor den Corona-Lockdowns, haben wir angefangen zusammen als Band zu agieren. Aufgrund der Situation damals, ist vieles zu Hause auf unseren eigenen Computerstudios entstanden und wurde per Dropbox hin und her geschickt, überarbeitet und neugeschrieben, ehe es dann alles zusammenkam und ein kompletter Song entstanden ist.“ Generell sei die Vorgehensweise eher banduntypisch, so Mathias, aber für Trixi Linden ist es genau das richtige, um zusammen Musik zu kreieren. Und auch als Corona vorbei war, hat sich diese Strategie weiter durchgesetzt. „Es ist nicht so, dass wir zusammen im Probenraum sitzen und in einer Session ein Song geboren wird, an dem wir gemeinsam arbeiten. Es entwickeln sich bei jedem Einzelnen zu Hause individuelle Bausteine, die schließlich über die Ferne und natürlich mithilfe der Technik zusammenfinden.“ Nils fügt hinzu, dass er sich dadurch auch mehr Zeit für Kleinigkeiten nehmen könne, die jedoch letzten Endes viel an der Qualität des Songs ausmachen würden. „Ich würde mich im Probenraum vielleicht schneller mit einem Sound zufriedengeben, während ich zu Hause die Zeit habe, so lange dran zu feilen und zu basteln, bis es mir hundertprozentig gefällt.“ Sandra nickt zustimmend und ergänzt noch: „Die ersten Gesangslinien entstehen sogar manchmal im Liegen auf dem Sofa, bevor sie dann Gestalt annehmen und ich sie im Studio richtig einsinge.“ Wenn die Songs zu großen Teilen feststehen, treffen sich die drei zu einer gemeinsamen Live-Probe für den Feinschliff, bis der Song schließlich fertig ist. Durch dieses vorerst ungeplante und durch Corona bedingte System hat Trixi Linden Zeit ihre Songs atmen zu lassen, sie so lange reifen zu lassen, bis sie den richtigen Nerv treffen und genau das richtige Gefühl transportieren. Ihr neues Album „Helgoland“, welches im März diesen Jahres erschienen ist, umfasst zehn einzigartige, originelle Titel und soll im Vergleich zu ihren bisherigen Alben einen „eher intimeren Rahmen schaffen“, so Nils. In der elektronisch-verträumten Atmosphäre spiegeln sich Themen wie Orientierungslosigkeit, Sehnsucht nach Entschleunigung und Weite, Reizüberflutung im Großstadtalltag und durch die fortschreitende Digitalisierung und das Thema Erwachsenwerden und Freiheit wider. Trixi Linden transportieren Stimmung und Gefühle nicht nur durch den Songtext und deren Geschichte, sondern vor allem auch durch ihre sphärisch-synthetisch klingenden Melodien. Definitiv zum Mittanzen, sich schwerelos fühlen und die Zeit vergessen. Zu kaufen ist das Album auf ihrer offiziellen Bandcamp-Website und streambar auf ausgewählten Musikplattformen. Gefeiert haben sie das Album mit einem Record Release Konzert im Spandau Keller in der Nordstadt.

Für die Zukunft sind selbstverständlich weitere muskalische Projekte geplant. Zudem hat die Band Lust, sich weiterzuentwickeln, zwischendurch vielleicht ein wenig analoger zu werden oder auch mal ein paar Schritte in andere Musikrichtungen zu gehen um neue Sounds auszuprobieren. Natürlich wollen sie ihren unverwechselbaren „Trixi-Linden“-Vibe dabei nicht verlieren. Bevor aber neue Projekte verraten werden, wird erstmal dazu plädiert, „Helgoland“ rauf und runter zu hören.

» Lilly Struckmeier

Weitere Infos auf www.trixilinden.de.

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Gründungsstory Juli 2026: SprachHorizont-Hannover – Deutsch im Job für Ausbildung und Beruf

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Gründungsstory Juli 2026: SprachHorizont-Hannover – Deutsch im Job für Ausbildung und Beruf


Aus einer spontanen Entscheidung am Tag der Deutschen Einheit wurde ein Unternehmen mit klarer Mission: Menschen sprachlich so zu stärken, dass sie sich im Berufsalltag sicher bewegen können. Manuela Garib und Sevdet Şat haben mit SprachHorizont-Hannover einen Bildungsträger gegründet, der berufsbezogene Deutschkurse für Auszubildende, Fachkräfte und Menschen mit Migrationsgeschichte anbietet. Besonders im Gesundheits- und Sozialwesen unterstützen sie Teams und Auszubildende dabei, sprachliche Hürden im Arbeitsalltag zu überwinden.

Die beiden Gründerinnen bringen langjährige Erfahrung als Dozentinnen für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache mit. In ihrer täglichen Arbeit stellten sie immer wieder fest, dass klassische Sprachkurse oft nicht ausreichen, um die Anforderungen des Berufslebens abzudecken. „Wir haben immer wieder gesehen, wie groß der Bedarf an wirklich berufsnaher Sprachförderung ist – besonders in der Pflege“, berichten sie. Viele Teilnehmende hätten zwar über solide Sprachkenntnisse verfügt, seien jedoch in konkreten beruflichen Situationen unsicher gewesen. „Viele konnten ,Schuldeutsch‘, fühlten sich aber unsicher im beruflichen Miteinander.“

Im Angestelltenverhältnis entwickelten Garib und Şat zahlreiche Ideen, wie Sprachförderung praxisnäher gestaltet werden könnte. Doch nicht immer stießen diese Vorschläge auf offene Ohren. „Oft hieß es jedoch: ,Das reicht so.‘“ Für die beiden war das schließlich der Auslöser, eigene Wege zu gehen. „Am Tag der Deutschen Einheit 2024 haben wir entschieden: Wir gründen selbst.“ Der symbolträchtige Entschluss fiel bei einem Treffen in einem Café und markierte den Startschuss für SprachHorizont-Hannover.
Es folgten Monate intensiver Aufbauarbeit. Die Gründerinnen entwickelten Konzepte, führten erste Kurse durch, knüpften Kontakte zu Einrichtungen und arbeiteten am Qualitätsmanagement ihres Unternehmens. Im August 2025 nahm SprachHorizont-Hannover schließlich offiziell den Betrieb auf. Heute bieten sie berufsbegleitende Deutschförderung online, vor Ort oder hybrid an und trainieren mit ihren Teilnehmenden genau die Sprachsituationen, die im Arbeitsalltag entscheidend sind: Übergaben, Dienstgespräche, Dokumentationen, Telefonate oder Patientengespräche. „Geübt werden nicht nur Strukturen und Grammatik, sondern vor allem das Deutsch, das im Arbeitsalltag wirklich gebraucht wird“, erklären die Gründerinnen.

Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit erhielten Garib und Şat von hannoverimpuls. Nachdem sie verschiedene Anlaufstellen kontaktiert hatten, fühlten sie sich dort von Beginn an ernst genommen. Besonders die individuelle Beratung habe ihnen geholfen, die nächsten Schritte zu strukturieren. Eine Aussage sei ihnen dabei besonders in Erinnerung geblieben: „Sie bringen alles mit, was es für eine Gründung braucht. Machen Sie es richtig – nicht nur nebenbei.“ Diese Ermutigung habe sie durch viele weitere Gründungsschritte getragen.

Auch Sylwia Chalupka, Projektleiterin Gründerinnen-Consult bei hannoverimpuls, sieht großes Potenzial in dem Konzept: „Mit SprachHorizont-Hannover haben Manuela Garib und Sevdet Şat ein Angebot geschaffen, das den Nerv der Zeit trifft: praxisnahe, berufsbezogene Sprachförderung, die direkt im Arbeitsalltag wirkt.“ Besonders die Kombination aus fachlicher Expertise und einem tiefen Verständnis für die Anforderungen von Pflege, Ausbildung und Betrieben mache das Angebot so wertvoll.

Mit ihrem Unternehmen möchten die Gründerinnen künftig weitere Branchen erschließen. Ihr Ziel bleibt dabei unverändert: Menschen die sprachliche Sicherheit zu geben, die sie benötigen, um Verantwortung zu übernehmen und erfolgreich im Berufsleben anzukommen. Denn, davon sind Garib und Şat überzeugt, gute Kommunikation ist oft der Schlüssel für mehr Handlungssicherheit im Job.

» AL

SprachHorizont-Hannover
Manuela Garib & Sevdet Şat
Tel. 0511 51524243
info@sprachhorizont-hannover.de
www.sprachhorizont-hannover.de

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Literarisches: Reinhard Mischke

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Literarisches: Reinhard Mischke


Reinhard Mischkes Bildband „Unterwegs im Tiergarten Hannover“ ist nicht nur eine Ruheoase für jeden, der oder die es betrachtet, sondern auch ein Ort zum Entdecken. Mit seinem Objektiv fängt er eine atemberaubende Atmosphäre ein und bringt den Duft sowie die zarten Geräusche der Natur direkt in Nase und Ohr der Betrachtenden. Vom Singvogel bis zum Rothirsch lichtet Reinhard Mischke die Bewohner des Tiergartens in ihrem natürlichen Lebensraum ab, sodass man die Chance bekommt, die Tiere auch in Momenten zu betrachten, in denen sie sich ganz unbeobachtet fühlen und man normalerweise nicht zu Gesicht bekommt.

Der Tiergarten Hannover ist nicht nur ein schöner Ort, der Ruhe und Erholung in der Stadt ermöglicht, sondern ist für viele heimische Wildtiere ein Zuhause. Sowohl in Freigehegen als auch teils freilaufend lassen sich die verschiedensten Tierarten beobachten – und Reinhard Mischke fängt sie alle mit seiner Kamera ein: Ob beim Schlafen, auf Nahrungssuche, beim Herumtollen, aus nächster Nähe oder weiter Ferne. Singvögel, Eichhörnchen, Damhirsche, Wildschweine, Rehe, Nilgänse, Rothirsche und Mufflons; sie alle finden bei ihm einen Platz. Nicht nur Tierliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Der Tiergarten Hannover zeichnet sich auch durch seine naturschöne Wald- und Wiesenlandschaft aus. Reinhard Mischke liefert neben besonderen Bildern auch interessante Fakten über die Historie des Parks und die abgelichteten Tiere. Geschmückt mit kleinen Anekdoten und hin und wieder eine Prise Humor, sind seine Texte unterhaltsam und für jeden verständlich aufbereitet. Als Tierarzt und Professor an der Tierärztlichen Hochschule Hannover hat er die nötigen Informationen sofort parat. Eine tolle Ergänzung zum Fotomaterial. Wer will, kann sich also einfach an der Tiervielfalt und der Liebe zum Detail sattsehen und die, die noch etwas dazulernen wollen, werden nicht enttäuscht. Entstanden sind die Aufnahmen meist am Wochenende, gelegentlich auch vor oder nach seiner Arbeit. „Für Tierbilder ist man am besten ganz früh oder relativ spät unterwegs“, berichtet er. „Im sanften Morgenlicht oder in der Dämmerung, wenn sich der Park etwas leert und die Tiere mutiger werden, lassen sich die interessantesten und schönsten Fotos gewinnen.“

Die Fotografie ist für Reinhard Mischke nicht nur eine nebenberufliche Leidenschaft. „Für mich ist es gleichzeitig ein Ausgleich zur Tätigkeit als Tierarzt, die ja viel Zeit und Kraft erfordert. Vor allem da man häufig mit den Schicksalsschlägen kranker Tiere konfrontiert wird. Da ist die Atmosphäre und beispielsweise die Beobachtung einer Mufflonherde im Tiergarten genau das Richtige, um die Gedanken kreisen zu lassen“, erzählt er. Nicht nur heimische Tiere interessieren ihn, denn Reinhard Mischke ist schon viel in der Welt herumgekommen und seine Kamera war immer dabei. Tierportraits und Landschaftspanoramen in den unterschiedlichsten Klimazonen, über oder unter Wasser konnte er bereits ablichten. Seit knapp 20 Jahren publiziert er regelmäßig seine Bilder und Fotostrecken in foto- und naturkundlichen Journals und Magazinen und liefert dazu immer spannende, wissenswerte Texte. Seine Reisen haben ihn schon an die unterschiedlichsten Orte dieser Welt geführt: Unter anderem auf die Malediven zum Tauchen mit Schildkröten, Haien und Delfinen, mehrmals nach Costa Rica zu Tapiren und Nasenbären, auf die Falklandinseln zu Pinguinen und Seeelefanten und vielen weiteren nennenswerten Zielen. „Dabei habe ich so viel erlebt, dass ich gar nicht sagen könnte, welche die schönste Reise gewesen ist“, ergänzt er. Unbedingt bereisen wolle er noch Namibia und die Atacama Wüste, unter anderem aufgrund der besonderen Landschaft. Auf die Frage, welches der vielen Tiere, die er in seinem Leben bereits gesehen hat, sein liebstes ist, hat Reinhard Mischke eine unterhaltsame, fast unerwartete Antwort: „Gegen die Erwartungen der Besitzerinnen und Besitzer meiner Patientinnen und Patienten sind meine Lieblingstiere die Meerschweinchen. Meine Frau und ich haben ein Pärchen und bei uns zu Hause, Chiquitita und Leo heißen sie.“

Wer sich nun noch immer nicht an Reinhard Mischkes Bildern sattsehen kann, der darf sich freuen, denn er verrät, dass voraussichtlich nächstes Jahr ein Bildband über den Hermann-Löns-Park mit Annateich erscheinen wird, der wie der Tiergarten zu einem der bedeutendsten Gartenkunstwerke Hannovers zählt.

» Lilly Struckmeier

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Der Freundeskreis im Gespräch mit Naomi Peter und André Lawiszus

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Der Freundeskreis im Gespräch mit Naomi Peter und André Lawiszus


Naomi Peter ist seit zehn Jahren in der Veranstaltungsbranche unterwegs und hat seit letztem Sommer die Projektleitung für das Maschseefest. André Lawiszus, Geschäftsführer der Hannover Veranstaltungs GmbH (HVG), ist seit der Neuausrichtung 2011 dabei und hat das Konzept mitentwickelt, später als Prokurist, seit September 2024 als Geschäftsführer. Wir treffen die beiden wenige Wochen vor dem Startschuss. Am 22. Juli öffnet das Maschseefest zum 38. Mal – in diesem Jahr zeitgleich mit den Finals mit 24 Deutschen Meisterschaften. Die Tage sind lang, die To-do-Listen länger, und ein Gespräch ist eigentlich gar nicht drin. Trotzdem nehmen sie sich Zeit.

Naomi, du hast die Projektleitung beim Maschseefest. Was genau landet auf deinem Schreibtisch? Was ist dein Job?

NP: Alles, ehrlich gesagt (lacht). Die Gesamtorganisation teilt sich in viele Bereiche auf: Verkehr, Gastronomie, Programm, Infrastruktur, Sicherheit – Letzteres in enger Abstimmung mit unserem Veranstaltungsmeister Olli Schulte. Dazu kommen interne Absprachen, Genehmigungsverfahren mit der Stadt, die Kommunikation mit allen Partnern und Dienstleistern. Jedes Thema hat seine eigene Dynamik, eigene Beteiligte, eigene Tücken. Es ist umfangreich, ich könnte hier jetzt noch eine ganze Weile sitzen und weitererzählen.

Wie lang sind deine Tage gerade?

NP: Im Durchschnitt elf Stunden – seit einigen Wochen. Aber danach habe ich bestimmt auch irgendwann mal frei (lacht). Oder, André?

AL: Bestimmt.

Kannst du die Frage noch hören, wie das ist, als Frau in diesem harten Geschäft?

NP: Ich kann sie noch hören – und ich finde sie auch berechtigt. Für mich persönlich ist das intern bei der HVG kein Thema. Der Umgang ist fair, meine Expertise ist anerkannt. Draußen sieht das aber noch häufig ganz anders aus. Die meisten Ansprechpartner sind männlich. Man gewöhnt sich über die Jahre eine bestimmte Art an, damit umzugehen. Ein dickes Fell ist hilfreich – das gilt für diese Branche aber generell. Und es gibt natürlich auch jede Menge positive Erfahrungen, was den Umgang betrifft. Ich bin jetzt bald 33 und habe schon einige Jahre in der Veranstaltungsbranche hinter mir – ich komme mit meiner Rolle inzwischen gut zurecht. Aber ich würde mir natürlich insgesamt wünschen, dass das kein Thema mehr wäre und diese Frage sich irgendwann erledigt.

Das Fest gibt es seit 1986 – dieses Jahr zum 38. Mal. André, was ist das Erfolgsgeheimnis?

AL: Die entscheidende Wende kam 2011, als wir die HVG gegründet und das Fest von Grund auf neu aufgestellt haben. Vorher war das Maschseefest irgendwie einfach da – aber ohne das Konzept, das es heute trägt. Wir haben das Motto „In 19 Tagen um die Welt“ entwickelt, strukturierte Ausschreibungsverfahren eingeführt, Transparenz und Klarheit reingebracht. Für viele Gastronomen war es anfangs befremdlich, plötzlich 80- bis 100-seitige PDFs zu bekommen. Aber dadurch entstand Raum für neue Gesichter und mehr Qualität – und eine Chance für Gastronomen, die vorher noch nie dabei gewesen waren. Wir haben im Laufe der Jahre viele Dinge verändert, ohne dass die Gäste das so bewusst wahrgenommen haben. Wir haben zum Beispiel den Schwerlastboden erweitert, die Standgestaltung weiterentwickelt. Die Professionalisierung über mehr als zehn Jahre – das ist, glaube ich, der eigentliche Kern der Erfolgsgeschichte.

Du hast die Geschäftsführung im September 2024 von Hans Nolte übernommen. Wie hat sich das angefühlt, plötzlich Chef zu sein?

AL: Das Verantwortungsgefühl ist natürlich ein anderes. Früher gab es immer noch Hans. Wenn etwas brannte, hat Hans das geregelt. Heute muss ich es regeln. Und das gilt nicht nur für das Maschseefest, dazu kommt der Feuerwerkswettbewerb, die Glitterbox und vieles mehr. Das ist schon eine spannende und herausfordernde Aufgabe. Aber nach all den Jahren ja auch gelernt. Das Maschseefest war 2011 zuerst noch ein Halbjahresjob, heute ist es längst ein echter Ganzjahresjob. Als Naomi Anfang 2024 zu uns kam, haben wir das Fest dann gemeinsam organisiert – mit dem klaren Plan, dass ich später die Gesamtverantwortung für die HVG übernehme und das Maschseefest wirklich in ihre Hände übergeht.

Der Druck auf euch wächst wahrscheinlich mit jedem Tag bis zur Eröffnung.

NP: Der mediale Druck ist im Grunde permanent da. Viele Menschen schauen drauf, das Presseinteresse ist groß – nicht ganzjährig, aber doch auch schon im Vorfeld eine ganze Weile, und rund ums Fest natürlich so richtig. Aber für mich ist der eigentliche Druck, dass ich den Gästen etwas Besonderes bieten möchte. Die Leute nehmen ja teilweise einen sehr weiten Weg in Kauf und kommen mit einer gewissen Erwartungshaltung. Was sich dazu wirklich stark verändert hat, ist die sicherheitstechnische Dimension. Die Verantwortung, die Veranstalter heute tragen müssen, ist enorm – das gilt für die gesamte Branche, nicht nur für uns. Sicherheitskonzepte sind inzwischen eine Wissenschaft für sich.

AL: Als wir 2011 angefangen haben, war das Druckgefühl für mich noch ein anderes, ein schwereres. Weil sehr viel noch nicht klar und gelernt war. Inzwischen gehört der Druck für mich zum Alltag. Man wächst ja mit den Situationen, mit den Krisensitzungen, den Erfahrungen. Dieses heftige Druckgefühl hat sich also mit der Zeit relativiert. Wir entwickeln das Fest täglich weiter, wir geben unser Bestes, für die Gäste ein schönes Sommererlebnis zu bieten. Und unseren Gastronomen wünschen wir 19 Tage Sonnenschein und gute Umsätze. Das Wetter können wir nicht beeinflussen. Ich denke, was wir geschaffen haben, ist ja durchaus vorzeigbar. Ein tolles Aushängeschild für die Stadt, ein echter Mehrwert für unser Image und einfach eine schöne Veranstaltung.

Schlaft ihr eigentlich gut und tief?

AL: Man träumt schon mal lebhaft. Je näher der Starttermin rückt, desto mehr nimmst du das Fest mit nach Hause. Was ist morgen dran? Kriegen wir das rechtzeitig hin? Wie wird das Wetter? Dann rufen Gastronomen an, die ihr Konzept noch leicht tunen wollen. Mit diesen Gedanken schläfst du ein und wachst damit auch wieder auf. Das hat sich aber mit den Jahren bei mir auch verändert. Ich schlafe heute sehr viel besser. Man weiß irgendwann einfach, dass man alle Situationen schon einmal gemeistert hat. Und dass man das wieder hinbekommt. Man bekommt auch einfach ein dickeres Fell.

NP: Ich habe mir zum Glück angewöhnt, auch unter Druck gut zu schlafen. Ich habe mir das in den Jahren im Privatsektor bei großen Events antrainiert. Aber nervös und angespannt bin ich natürlich durchaus. Und ich finde das auch okay. Es braucht ja eine gewissen Spannung. Wenn mir etwas wichtig ist, kommt das automatisch. Und ich möchte ja das Beste erreiche. Mein eigener Anspruch ist hoch, das wirkt sich schon aus.

Über 200 Acts, 35 Gastronomien, 20.000 Quadratmeter – wie plant man das, ohne den Überblick zu verlieren?

NP: Den Überblick behält man einfach durch klare Strukturen, eine enge Kommunikation mit allen Beteiligten und vor allem die physische Präsenz. Ich bin 19 Tage durchgehend vor Ort und gehe mehrfach um den See – auch zur Kontrolle bei den Gastronomen.

AL: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist notwendig. Wir haben Brauereiverträge, die eingehalten werden müssen. Wenn jemand das falsche Bier im Kühlschrank hat, stehen die Brauereivertreter sofort auf der Matte. Dann müssen wir eingreifen, reden, eine Lösung finden. Gastronomen wollen ihren Gewinn maximieren – das verstehe ich. Aber das Gesamtkonstrukt muss funktionieren, und da sind wir manchmal gezwungen, den Zeigefinger zu heben.

Wie entscheidet ihr, welche Gastronomen dabei sind?

NP: Wir haben 2025 die Ausschreibungsperiode für drei Jahre gestartet – das heißt, bei den Hauptstandorten gibt es in diesem Jahr keine grundlegend neuen Konzepte. Das Grundprinzip bleibt das Motto „19 Tage um die Welt“: Alle Gastronomen entwickeln ein Länderkonzept, das sich gastronomisch und im Standbau widerspiegeln soll. Die Foodmeile schreiben wir jedes Jahr neu aus. Inzwischen kommen die Betreiberinnen und Betreiber aus ganz Deutschland, zum Teil auch aus dem europäischen Ausland. Es ist eine europaweite Ausschreibung und wer gut ist, gewinnt. Das bringt frischen Wind und spornt auch die alteingesessenen Gastronomen an. Keine Position ist sicher, nur weil man schon lange dabei ist. Man muss sich entwickeln. Vegane Speisen sind inzwischen zum Beispiel Pflicht – jeder Stand muss sie anbieten. Auf der Foodmeile gibt es außerdem eine Location, die nur veggie und vegan anbietet. Das hat sich inzwischen sehr gut etabliert.

AL: Es gibt ja immer diese Idee, dass möglichst alles aus Hannover kommen muss. Aber wenn sich jemand aus München oder Hamburg mit einem guten Konzept und überzeugenden Produkten präsentiert, dann ist das für mich einfach eine Bereicherung. Das belebt das Fest, das bringt Qualität, und Hannover profitiert. Ein Wettbewerb ist hier auf jeden Fall sinnvoll.

In diesem Jahr startet das Fest eine Woche früher wegen der Finals. Sport und Feiern direkt nebeneinander – wie koordiniert man das?

AL: Die Finals laufen vom 23. bis 26. Juli, Kanu und Rudern haben wir direkt auf dem Maschsee. Und ich finde, die Finals sind eine echte Chance, für das Fest und für Hannover insgesamt. Wir werden bundesweit im Fernsehen gezeigt, unsere Gastronomen haben in den ersten vier Tagen potenziell deutlich mehr Gäste, und die Sportlerinnen und Sportler haben plötzlich Publikum und Atmosphäre bei ihren Wettkämpfen. Abends treffen sich die Verbände auf dem Maschseefest – tagsüber Sport, abends Fest. Das ist ein schönes Zusammenkommen. Wir gehen auch gemeinsam nach draußen. Das Maschseefest erscheint auf den Finals-Plakaten, die Finals bei uns. Hand in Hand – Hannover zeigt, dass es Großveranstaltungen kann.

NP: Natürlich braucht das viel Kommunikation. Zwei Großveranstaltungen, zwei Einzelinteressen, da gibt es auch mal Reibungspunkte. Aber das ist völlig normal und ehrlich gesagt auch ganz gesund. Jede Seite versucht, ihre Veranstaltung bestmöglich zu vertreten. Wir haben inzwischen einen guten, regelmäßigen Austausch aufgebaut und planen eine gemeinsame Pressekonferenz am 29. Juni. Wir verantworten dann den Eröffnungsempfang im Courtyard. Die Eröffnungsshow liegt in der Hand der Finals, gemeinsam mit Hannover Concerts und der Stadt. Es gibt eine eigene Bühne am Eröffnungsmittwoch mit Acts, die beim regulären Maschseefest sonst nicht auftreten würden – die Details verraten wir aber noch nicht.

Was ist euer persönlicher Lieblingsmoment beim Fest?

NP: Der letzte Festsonntag. Nicht weil es dann vorbei ist – sondern weil es ruhiger wird und wir als Team selbst einmal kurz wirklich teilnehmen können, ohne gleichzeitig alles steuern zu müssen. Dann ist das Fest durchgeführt, und man kann kurz durchatmen. Aber auch die stillen Momente unter der Woche gefallen mir. Wenn wir um 14 Uhr öffnen, es noch ruhig ist und ich Zeit habe, in Ruhe mit den Gastronomen zu reden oder einfach mal am See entlangzugehen. Leute zu treffen. Das Maschseefest hat intern ja ein winziges Kernteam, aber das Gesamtteam ist riesig, alle, die dort arbeiten, sind Teil davon. Und diese Momente der Verbindung zu spüren, das mag ich sehr.

AL: Bei mir setzt so eine Erleichterung ein, wenn der Eröffnungsabend gut gelaufen ist. Die ersten zwei Tage – dann atmet man durch. Danach fliegt das Fest regelrecht, und plötzlich ist man fast am Ende und wundert sich, dass es schon wieder vorbei ist Und dann ist man ein bisschen traurig, weil man wieder ein Jahr warten muss. Kopfmäßig ist man da aber schon beim Abbau, bei der Übergabe der Flächen zurück an die Stadt. Und dann dreht sich das Rad sofort wieder von vorne.

André, was kann Naomi, was du nicht so gut kannst? Was schätzt du besonders an ihrer Arbeit?

AL: Mich beeindruckt Naomis gründliche Arbeitsweise. Und sie schreckt vor nichts zurück, sie macht auch die unangenehmen Dinge. Einfach so, sie zieht das gnadenlos durch. Das verschafft mir natürlich Luft und hält mir den Rücken frei.

Und umgekehrt?

NP: Was ich sehr schätze, ist das Vertrauen und der Freiraum. Das Maschseefest ist kein normales Event – es ist ein Wildwuchs mit unzähligen Beteiligten. Dass ich diesen Übergang gemeinsam mit André gestalten durfte und jetzt wirklich den Raum bekomme, eigene Entscheidungen zu treffen, auch wenn André es vielleicht manchmal anders sieht, das ist nicht selbstverständlich. Der Umgang ist sehr fair.

» Lars Kompa

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