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Ehrenamtliches Engagement: LindenLimmerStiftung

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Ehrenamtliches Engagement: LindenLimmerStiftung


Jürgen Müller lehnt sich zurück und lächelt. Vor ihm liegen Förderanträge und Notizen – ein Stapel Unterlagen, die darüber entscheiden werden, welche Ideen in Linden und Limmer schon bald in die Realität umgesetzt werden. Seit fast 20 Jahren unterstützt die LindenLimmerStiftung Menschen, Vereine und Initiativen im Stadtbezirk, „weil gesellschaftliches Engagement für uns alle unverzichtbar ist.“

Die Projekte sind vielfältig: Mal entstehen neue Begegnungsorte, mal werden Kulturprojekte möglich, mal erhalten Kinder und Jugendliche Freizeitausstattung, die ihnen bislang gefehlt hat. Es sind selten die großen Schlagzeilen, die hier entstehen, sondern vielmehr kleine Veränderungen, die den Alltag der Menschen im Stadtteil langfristig besser machen sollen.

Die Stiftung versteht sich dabei nicht als Geldgeber im Hintergrund. Wer gefördert wird, wird häufig auch persönlich begleitet. Mitglieder aus Vorstand und Beirat besuchen Veranstaltungen, schauen sich Projekte vor Ort an oder bleiben mit den Verantwortlichen in Kontakt. „Viele Stiftungen machen das nicht“, erzählt Jürgen. „Wir versuchen aber, immer irgendwie da zu sein.“ Sichtbar wird das Engagement der LindenLimmerStiftung inzwischen auch im Stadtbild. Auf vielen geförderten Projekten weist eine kleine Plakette auf die Unterstützung der Stiftung hin und setzt ein bewusstes Zeichen dafür, dass gemeinsames Engagement sichtbar werden darf.

Rund 10.000 Euro investiert die Stiftung jedes Jahr in Projekte aus Linden und Limmer. Viel Geld ist das nicht. Gerade deshalb wird jede Anfrage sorgfältig geprüft. Für manche Antragsteller ist der Papierkram eine kleine Herausforderung, doch dann wird einfach gemeinsam nach einer Lösung gesucht. „Manche Anträge sind etwas holprig formuliert“, schmunzelt Jürgen. „Da leisten wir durchaus auch mal Schützenhilfe, damit was draus wird.“ Wer am Ende gefördert wird und wer nicht, entscheiden Vorstand und Beirat im Anschluss gemeinsam und demokratisch.

Erst vor Kurzem erhielt zum Beispiel der Kinder- und Jugendzirkus CircO neue Bühnentechnik und Kletterausrüstung. Aktuell fördert die Stiftung außerdem ein Kunstprojekt für ältere Menschen. Dieses Projekt liegt Vorstandsmitglied Petra Gremmel besonders am Herzen. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in der Stiftung und erlebt immer wieder, welche Wirkung gemeinsame Erlebnisse entfalten können. „Viele Menschen sind im Alter einsam“, stellt sie fest. „Wenn sich aus dem Projekt ein fester Termin für sie entwickelt und Menschen vielleicht mit 70 noch entdecken, wie kreativ sie eigentlich sind, würde ich das richtig gut finden.“ Für sie sind es genau diese Projekte, die den Unterschied machen: nicht Dinge, die einfach gekauft werden können, sondern Begegnungen, aus denen etwas wachsen kann.

Möglich sind all die Projekte und Erfolge der LindenLimmerStiftung nur durch Spenden und das Vertrauen vieler Menschen, die die Stiftungsarbeit schätzen. Unternehmen stellen Spendendosen auf, Pfandflaschen werden gesammelt und Einzelspender*innen sichern ihre regelmäßige Unterstützung zu.

Und dass die Arbeit der Stiftung auch von den Geförderten sehr geschätzt wird, merkt das Team immer wieder. Zwischen den Förderanträgen landen regelmäßig handgeschriebene Dankesbriefe auf Jürgens Schreibtisch. Kinder malen Bilder, Projektgruppen schicken Karten oder laden zu Veranstaltungen ein.

Für die Zukunft wünschen sich die Vorstandsmitglieder der LindenLimmerStiftung, dass „noch mehr Menschen gemeinsam etwas auf die Beine stellen und die Förderung der Stiftung anfragen.“ Sie finden, es gibt jede Menge besonderer Ideen und auch bereits bestehende Projekte im Stadtteil, die mehr Unterstützung und Sichtbarkeit verdienen.

» Laura Druselmann

LindenLimmerStiftung
Otto-Brenner-Straße 4, 30159 Hannover
Tel. 0160 7055000
E-Mail: info@lindenlimmerstiftung.de
www.lindenlimmerstiftung.org
www.njf-hannover.de

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Stadtkinder bewältigen den Alltag: Genussweltkompositums-auszeitenzauber

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Stadtkinder bewältigen den Alltag: Genussweltkompositums-auszeitenzauber


Sommerfeeling. Hüttenzauber. Wohlfühlmoment. Genusserlebnis. Man liest es auf Speisekarten, in Prospekten, an Hotelwänden, auf Kaffepäckchen. Bestimmt bald auch auf Grabsteinen. „Hier nimmt ein Mensch nach Momenten voller Lebensfreude die letzte Auszeit vom Alltag“. Was zur Hölle?!

Die Werbebranche hat uns nämlich etwas Großartiges geschenkt: die Möglichkeit, nicht mehr einfach Dinge zu erleben, sondern sie auch gleich mit einem passenden Kompositum zu versehen. Ein Kaffee ist kein Kaffee mehr, er ist jetzt ein Genussmoment. Ein Wochenende ist eine kleine Auszeit. Ein verschneiter Parkplatz vor einem Möbelhaus ist neuerdings Winterzauber. Überhaupt ist „Zauber“ ein erstaunlich leistungsfähiges Wort. Man kann damit praktisch alles aufwerten, was andernfalls nach einer ziemlich gewöhnlichen Angelegenheit aussehen würde. Hüttenzauber. Weihnachtszauber. Adventszauber. Winterzauber. Sommerzauber. Frühlingszauber. Alle zaubern plötzlich! Neue Rubrik ab Oktober: Stadtkinder zaubern. Na, am Arsch, ganz sicher nicht!

Besonders beliebt ist auch die Kombination aus Jahreszeit und Gefühlszustand. Sommerfeeling. Herbststimmung. Winterfreude. Frühlingsgefühle. Ich frag mich, wie ich früher überhaupt durch das Jahr gekommen bin, ohne meinen Gemütszustand nach jeder Kalenderwoche korrekt zu benennen. Es reicht nicht mehr, dass es warm ist. Wir brauchen Sommerfeeling.

Noch bekloppter wird es, wenn simple Bedürfnisse und Handlungen zur spirituellen Erfahrungen aufgeblasen werden. Man geht baden und erlebt „Me-Time“. Man sitzt auf dem Balkon und „lässt die Seele baumeln“ (da keiner weiß, wo die sitzt, kann man doch gar nicht sagen, wie lang das Seil und wie groß der Karabiner sein müssen. Was für eine absurd dummes Idiom ist das also?!). Man isst Kuchen und „gönnt sich eine kleine Auszeit“. Mit dem Entzünden einer Duftkerze schafft man sich „Wohlfühlatmosphäre“. Früher nannte man das sitzen, essen und eine Kerze anzünden.

Die Königsdisziplin dieser Idiotie ist allerdings das „Genusserlebnis“. Dieses Wort hat die bemerkenswerte Eigenschaft, selbst das banalste Lebensmittel in eine Expedition zu verwandeln. Ein Brötchen mit Frischkäse wird zur kulinarischen Reise. Drei Scheiben Käse sind plötzlich ein Geschmackserlebnis und ein Joghurt mit Mango eine exotische Genusswelt, Junge, Junge. Dann gibt es noch die tollen Wörter „Liebe“ und „Herz“. Mal stark alleinstehend, wie in „Mit Liebe gemacht“, „Liebe zum Detail“ oder „Von Herzen“. Aber auch eindrucksvoll als Präfix: Herzensangelegenheit. Lieblingsplatz. Lieblingsstück. Lieblingsmensch. Oder gar als Suffix: „Beerenliebe“. Da stellt man sich vor, wie Mr. Schwartau höchstpersönlich kleine Küsschen auf jedes fertig abgefüllte Glas Erdbeermarmelade drückt. Von Herzen!

Natürlich darf auch die „Auszeit“ nicht fehlen. Niemand macht heute mehr Pause. Man nimmt sich eine Auszeit, schlimmer noch, man „gönnt“ sie sich, „schafft Raum“ dafür. Offenbar ist der Alltag inzwischen so dramatisch geworden, dass fünfzehn als Pause deklarierte Minuten auf einer Parkbank untragbar sind.

Die Werbesprache hat aus dem normalen Leben eine permanente Erlebnislandschaft gemacht. Alles ist entweder Zauber, Genuss, Liebe, Balance oder Moment. Und wenn etwas nicht absolut emotionsträchtig aufregend ist, wird es eben „besonders“. Besonders gemütlich. Besonders lecker. Besonders herzlich. Besonders nachhaltig. Besonders besonders.
Dagegen sollten wir uns unbedingt wehren. Nicht bloß als Zeichen des gelebten Understatements, sondern weil es irgendwann keine Superlative mehr gibt. Vielleicht sollten wir wieder einfach sagen: Das Essen war lecker. Der Urlaub war schön. Die Hütte war kalt. Der Kaffee war Kaffee. Ich saß im Garten und habe nichts gemacht.

» IH

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Stadtkinder kochen Mangodessert

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Stadtkinder kochen Mangodessert


„Heißester Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen“, heißt es, und „Deutschland glüht“. Aber kann das stimmen? Mein Eindruck ist, dass es ein Sommer ist wie jeder andere, außer vielleicht, dass dieser ein hohes Maß an Tagen bietet, an denen das Wetter absolut beschissen ist. Aber ich will mich nun wirklich nicht mit Jörg Kachelmann anlegen, der wird da schon Bescheid wissen. Dafür koche ich besser, mutmaßlich. Diesen Monat etwas Kaltes und Süßes, weil es, mit oder ohne Aufzeichnung, nicht das richtige Wetter für einen Schweinebraten ist. Darum gibt’s heute ein sommerliches Dessert.

Es ist ziemlich schnell gemacht und auch relativ idiotensicher. Für sechs Portionen dieses tropischen Zauberzeugs brauchen wir unter anderem Kekse. Butterkekse zum Beispiel sind sehr gut geeignet, und zwar 400g. Das sind meistens zwei Verpackungseinheiten, je nach Hersteller. Die geben wir ruppig und unvorsichtig in eine große Schüssel und drücken danach noch aggressiv darauf herum. Das ist vonnöten, denn diese Nachspeise enthält einige Kalorien, die ja auch irgendwie verbrannt werden wollen. Jetzt nehmen wir 500g Mangofleisch zur Hand – und zwar das aus der Dose, gießen es ab und fangen 300ml von der Einlegeflüssigkeit auf, die wir direkt auf die Kekse gießen, kurz umrühren und dann einweichen lassen. Man kann auch durchaus 100ml dieser Flüssigkeit durch Rum ersetzen, schmeckt prima! Das Mangofleisch hacken wir ganz fein und werfen es in einen Kochtopf, wo wir es mit 100ml Milch und einem Tütchen Vanillezucker zum Kochen bringen. Mit weiteren 50ml Milch verrühren wir ein Päckchen Puddingpulver und ziehen es, sobald die Mangomasse kocht, zügig unter selbige, lassen das Ganze noch einmal kurz aufblubbern und nehmen den Topf vom Herd.

In der Zwischenzeit widmen wir uns wieder dem, was irgendwann mal Kekse waren. Die Flüssigkeit dürfte sie mittlerweile in einen Matsch verwandelt haben, der in Farbe und Konsistenz irgendwie an Leberwurst erinnert. Wir rühren den Matsch schön glatt, stellen ein Drittel davon beiseite und verteilen den Rest auf sechs Dessertgläser als eine Art Boden.

In einer Pfanne schmelzen wir nun einen Esslöffel Butter und lassen sie leicht braun werden, ehe der restliche Keksmatsch dazukommt und Gesellschaft von je 4EL Mandelblättchen und Kokosraspeln erfährt. Die Keksmasse teilen wir mit dem Pfannenwender grob und rösten die Mischung bei kleiner bis mittlerer Hitze, bis sie braun und leicht krümelig ist und lecker riecht.

Jetzt verteilen wir den etwas abgekühlten Mangopudding in die sechs Gläser und somit auf die Keksböden, ehe der Inhalt der Bratpfanne als Topping obendrauf kommt. Zum Schluss bestäuben wir unsere Kunstwerke noch mit Puderzucker und servieren sie dann. Egal ob warm, lauwarm oder aus dem Kühlschrank, das Dessert schmeckt wirklich erfrischend (und die Mango aus irgendwelchen Gründen ein kleines Bisschen nach Rhabarber). Voll toll lecker!

» IH

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Stadtkinder essen: Lindener Lehmofen

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Stadtkinder essen: Lindener Lehmofen


Türkische Restaurants gibt es viele in Hannover, und genauso viele Meinungen darüber, wo es den besten Döner, den besten Lahmacun oder die leckersten Köfte gibt. Um bei dieser wichtigen Debatte mitreden zu können, besuchen wir das Restaurant Lindener Lehmofen in der Falkenstraße. Das Besondere: der offene Lehmofen, in dem türkische Teigspezialitäten zubereitet werden.

Als wir vor dem Restaurant stehen und uns nicht entscheiden können, ob wir an einem der Tische draußen oder doch lieber drinnen sitzen wollen, werden wir direkt sehr freundlich begrüßt. Wir entscheiden uns dafür, reinzugehen. Anders als draußen sitzt man im Restaurant an relativ kleinen Tischen auf Barhockern, wodurch eine Mischung aus Restaurant- und moderner Imbissatmosphäre entsteht. Hinter dem Tresen in der Mitte des Raumes steht der Lehmofen, vor dem auf einem Tisch bereits Lahmacun und Brote zum Backen bereitliegen. Man kann dabei direkt beobachten, wie diese zubereitet und in den Ofen geschoben werden.

Als wir uns die Speisekarte anschauen, bekommen wir direkt das gegrillte Hähnchen mit Gemüsesoße, Reis, Salat und Fladenbrot (13,50 Euro) empfohlen. Wir entscheiden uns für die Empfehlung und bestellen zusätzlich noch einen gemischten Vorspeisenteller, ebenfalls mit Fladenbrot, (9 Euro) und einen veganen Lahmacun (3 Euro). Dazu trinken wir Çay. Die Vorspeise kommt nach wenigen Minuten. Sie besteht aus sechs unterschiedlichen Dips, etwas Bulgur und sehr gut gebackenem Fladenbrot. Auch der Salat wird schnell gebracht. Die Dips sind alle sehr lecker und abwechslungsreich. Besonders gut gefällt uns die Gemüsecreme mit Aubergine und der scharfe Dip mit Tomate. Die Hauptgerichte kommen noch, bevor wir mit der Vorspeise fertig sind. Wir teilen uns alles zu dritt und müssen deshalb nach zusätzlichen Tellern fragen. Ansonsten ist das Servicepersonal aber sehr aufmerksam und freundlich. Es stellt sich heraus, dass die Gemüsesoße zum gegrillten Hähnchen eigentlich eine Hollandaise ist. Das Gericht ist lecker, Hähnchen und Reis sind sehr gut zubereitet. Trotzdem hatte ich etwas anderes erwartet, da mir Hollandaise in der türkischen Küche bisher noch nicht begegnet ist. Der vegane Lahmacun ist statt mit Fleisch mit Linsen belegt, dazu gibt es die typischen Beilagen, Tomate, Petersilie und Zitrone. Die Soße ist würzig und eine gute vegane Alternative zum Lahmacun mit Fleisch. Das im Lehmofen gebackene Brot ist besonders knusprig und hebt sich von Lahmacun ab, den man sonst aus dem Imbiss kennt. Zwar etwas klein, aber für 3 Euro immer noch absolut preiswert. Zusätzlich zum Lahmacun gibt es auch eine vegane Pide-Option und einige vegetarische Gerichte. Auch wer kein Fleisch isst, wird hier also fündig. Als wir mit dem Essen fertig sind, trinken wir draußen noch einen Çay. Bei gutem Wetter kann man hier sehr gut sitzen und die Tische sind etwas komfortabler als drinnen. Insgesamt waren wir zufrieden und kommen gerne wieder.

» Jona Daum

Lindener Lehmofen
Falkenstraße 21, 30449 Hannover
Tel. 0511 34005267
Mo-Fr 12-21 Uhr, Sa 13-21 Uhr, So 15-21 Uhr

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Neu in der Stadt: Das grüne Pony und Amethyst.de

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Neu in der Stadt: Das grüne Pony und Amethyst.de


Das grüne Pony

Schlendert man vom Moltkeplatz die Husarenstraße entlang, fällt schnell auf, dass einige Seitenstraßen die Namen einstiger Generäle zu Pferd tragen. Auch blinzelt irgendwann zwischen Büschen und Bäumen des Vahrenwalder Parks das rote Gebäude der ehemaligen königlichen Reithalle hervor. Seit Kurzem gibt es an der Ecke zur Bülowstraße nun auch ein Pony. Ein grünes. Hinter dem ungewöhnlichen Namen steckt ein kleines Seniorinnen-Startup, bei dem sich alles um europäisches Leinen dreht. Die Inhaberin verbindet ihre Leinenliebe mit einem ausgeprägten Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Genäht wird mit recyceltem Nähgarn, verwendet werden Stickgarne auf Lyocell-Basis und selbst winzige Stoffreste werden weiterverarbeitet oder upgecycelt. In dem kleinen „Offline-Only-Laden“ präsentiert sie Unikate aus reinem Leinen, Eco-vegan, leise und unaufdringlich. Auch das Ladengeschäft selbst ist umweltbewusst eingerichtet. Im Atelier entstehen in Handarbeit Kulturtaschen – auf Wunsch personalisiert –, Triangle-Täschchen, Kissenbezüge, Lavendelkissen und Windlichter. Leinen-Stickereien als Wohnaccessoires oder Karten bereichern das Angebot ebenso wie die klitzekleine Auswahl an Damen Oberbekleidung aus feinstem Leinen – kreiert für all jene, für die Größe 42 nicht die Lösung ist. Verarbeitet werden unter anderem zertifiziertes Masters of FLAX FIBRE™- Leinen, belgisches Leinen und Reinleinen aus Überproduktionen der Modebranche. So fügt sich das grüne Pony charmant in die pferdeaffine Nachbarschaft ein: klein, eigenwillig und mit einer großen Liebe zu Leinen.

Bülowstr. 8, 30163 Hannover. Di-Fr 15.30-18 Uhr, Sa 11.30-14 Uhr.

Amethyst.de

Besucher*innen des Showrooms von Amethyst.de in Großburgwedel erwartet auf mehreren hundert Quadratmetern eine der größten Ausstellungen hochwertiger Amethyste, Achate und außergewöhnlicher Mineralien. Die Ausstellung wurde nun um zahlreiche neue Sammlerstücke aus international bekannten Fundregionen erweitert. Zu den Neuzugängen gehören Apophyllit und Stilbit aus Ahmednagar in Indien, Bergkristalle,Rauchquarze und Phantomquarze aus dem Himalaya mit natürlichen Einschlüssen von Rutil und Chlorit, Prehnit Exemplare aus Mumbai, Cavansit sowie außergewöhnliche Zeolith Paragenesen aus der Region Mumbai. Sämtliche Neuzugänge wurden in hochwertiger Sammlerqualität ausgewählt und stammen aus renommierten Fundregionen. Das Herzstück des Showrooms ist „Eywa“, ein Amethyst aus Uruguay mit einer Höhe von über vier Metern und einem Gewicht von rund 5,5 Tonnen. Das außergewöhnliche Naturkunstwerk zählt zu den größten Ausstellungsstücken seiner Art. Neben klassischen Amethystdrusen und Achaten kann man zahlreiche Einzelstücke bestaunen und erwerben. Auch künftig soll das Sortiment kontinuierlich erweitert werden. Bereits angekündigt ist unter anderem eine umfangreiche Auswahl an Larimar aus der Dominikanischen Republik sowie weitere seltene Mineralien aus renommierten Fundregionen weltweit. Neben dem Verkauf legt Amethyst.de großen Wert darauf, Besucher*innen die Entstehungsgeschichte und Besonderheiten der Mineralien näherzubringen. Die Ausstellung kann während der regulären Öffnungszeiten oder nach vorheriger Terminvereinbarung besucht werden.

Kokenhorststr. 13, 30938 Burgwedel. Donnerstag und Freitag 15-20 Uhr, Samstag 11-17 Uhr. Mehr Infos auf www.amethyst.de.

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Der besondere Laden: PUSH – Prints und Second Hand

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Der besondere Laden: PUSH – Prints und Second Hand


Die Tür fällt ins Schloss, ein leises Glöckchen erklingt und schon wandert Leonas Blick prüfend durch den Raum. „Du suchst eine Hose?“, fragt sie die Kundin, die gerade ihren Laden betreten hat. Wenige Minuten später präsentiert Leona zwei mögliche Modelle, die Kundin verschwindet in der Umkleide und kommt lächelnd wieder heraus – Volltreffer. Genau das ist es, was Leona an PUSH so liebt.

Der Inhaberin geht es nicht darum, mit ihrem Sortiment Trends zu bedienen oder ihren Kund*innen etwas aufzuschwatzen. Sie möchte ihren eigenen Blick auf Mode mit anderen teilen. „Ich sehe die Leute ein bisschen wie leere Leinwände“, erzählt sie und lächelt. Ganz los wird sie ihre künstlerische Ader nämlich nie. Bevor sie PUSH eröffnete, studierte sie Bildhauerei und arbeitete als freischaffende Künstlerin. Darum gibt es in ihrem Laden nicht nur Kleidung, sondern dazu handgefertigte Prints. So wirkt PUSH auch eher wie ein Atelier als wie ein Geschäft. Hier finden sich keine wahllos zusammengestellten Kleidungsstücke, sondern handverlesene Hingucker. Jedes Teil hat Leona selbst ausgesucht. Hochwertige Vintage-Kleidung, außergewöhnliche Stoffe, alte Schnitte und Marken, die viele längst vergessen haben, reihen sich in allen Farben und Formen auf den Kleiderstangen. Qualität steht für die Inhaberin über allem – genauso wie die Geschichten hinter den einzelnen Teilen.

Leona verbringt viel Zeit auf Flohmärkten oder bei Haushaltsauflösungen. Einmal führte sie dieser Weg ins Ihme-Zentrum: Sie lernte einen älteren Mann kennen, dessen Frau einen außergewöhnlichen Kleiderschrank hinterlassen hatte. Feinste Seidenstoffe, aufwendig bestickte Zweiteiler und maßgeschneiderte Ensembles aus den 1980er-Jahren – für Leona etwas ganz Besonderes. Der Witwer kommt inzwischen regelmäßig bei PUSH vorbei, schaut nach den Kleidungsstücken seiner Frau und hat in Leonas Laden einen neuen Anlaufpunkt gefunden. Fast so, als würden die Erinnerungen an seine Frau zwischen den Kleiderbügeln weiterleben. Es sind Geschichten wie diese, die PUSH von einem gewöhnlichen Second-Hand-Laden unterscheiden. Fast jedes Kleidungsstück hat bereits ein Leben hinter sich. Manche wurden auf Familienfeiern getragen, andere auf Reisen oder im Berufsalltag. Umso enttäuschter ist Leona darüber, wie achtlos heute in der Regel mit Kleidung umgegangen wird. „90 Prozent landen auf der Straße oder im Müll“, sagt sie. Jede Haushaltsauflösung ist für sie darum eine kleine Rettungsmission. Sie will der Schnelllebigkeit und Verschwendung von Kleidung entgegensetzen und hat deshalb zum Beispiel auch keinen Onlineshop. Zwar würden manche ihrer außergewöhnlichsten Stücke online sicher schneller verkauft werden, doch das kommt für Leona nicht infrage. „Dieses Eins-zu-eins ist mir viel lieber als dieses unpersönliche Onlinegeschäft“, erklärt sie. Beratung lasse sich nicht verschicken. Man müsse Menschen sehen, ihre Körpersprache wahrnehmen und manchmal auch den Mut haben, ihnen etwas in die Hand zu drücken, das sie selbst niemals ausgewählt hätten. Ein Kunde beschrieb Leonas Laden einmal als seinen „Safe Space“. Das bewegt sie bis heute. „Er meinte, er hätte sich die Sachen, die ich ihm vorgeschlagen habe, selbst nie ausgesucht. Aber ich habe ihm zwei, drei Teile gegeben und plötzlich hat er sich getraut und total wohl darin gefühlt.“ Wer den kleinen Laden wieder verlässt, trägt deshalb oft mehr nach Hause als nur neue Kleidungsstücke: vielleicht ein bisschen Mut, vielleicht das gute Gefühl, etwas gefunden zu haben, das nicht nur schön aussieht, sondern bereits ein Leben hinter sich hat – und nun ein neues beginnen darf.

» Laura Druselmann

PUSH – Prints und Second Hand
Allerweg 29, 30449 Hannover
Tel. 0511 10540660
E-Mail: info@leonaboltes.de, Instagram @push_hannover
Öffnungszeiten: Do & Fr 14 bis 18 Uhr, jeden ersten Sa 12 bis 16 Uhr

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