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Der Freundeskreis im Gespräch mit Ayda Kırcı und Liam Harrold

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Der Freundeskreis im Gespräch mit Ayda Kırcı und Liam Harrold


Für diese Ausgabe haben wir uns mit der Musikerin Ayda Kırcı (AK) und dem grünen Ratsherrn Liam Harrold (LH) getroffen. Was die beiden verbindet, ist ihre Affinität zu Kunst und Kultur und ihr Sorge über die Entwicklungen in unserer Gesellschaft.

Stellt euch zum Start gerne selbst vor:

AK: Ich bin Sängerin und war zwischendurch einige Jahre in Berlin. Ich habe viel für die Wirtschaft gearbeitet, Werbejingles gesungen, Galaveranstaltungen gemacht. Und jetzt bin ich wieder in meiner Heimatstadt Hannover und mache Begegnungskonzerte. Ich versuche, Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammenzubringen und ich fördere junge Talente, meist mit Zuwanderungsgeschichte. Und mit meiner Band Shanaya mache ich Mig-Pop, also Migranten-Pop. Wir verbinden deutschsprachige Popmusik mit orientalischer Musik. Als Jugendliche war ich in Frankreich und habe viel Raï gehört, das ist Musik in französischer Sprache mit arabischen Einflüssen. Das wollte ich in deutscher Sprache etablieren. Wir haben viel experimentiert, um etwas zu kreieren, dass auch eine Mehrheitsgesellschaft ansprechen kann. Ich wollte damit auf keinen Fall in einer Parallelgesellschaft landen, denn ich kämpfe mein Leben lang für das genaue Gegenteil. Ich finde, es ist Gift, wenn Menschen in einer Gesellschaft aneinander vorbeileben und sich nicht begegnen. So entstehen erst gefährliche Spannungen. Und das führt zu nichts Gutem. Dann geht es schnell gegen unsere freiheitlichen, demokratischen Werte. Das erleben wir ja im Moment.

LH: Ich bin in Hannover geboren, die IGS Roderbruch war meine Schule. In der Ecke bin ich aufgewachsen. Also gerade nicht in einer Parallelgesellschaft. Bei uns war alles schön vermischt, da waren Kinder mit bürgerlichen Hintergrund, Kindern mit Zuwanderungsgeschichte. Aber das war alles irgendwie egal, die Herkunft und der Hintergrund haben kaum eine Rolle gespielt. Wir waren eine Gemeinschaft. Das hat mich sehr geprägt und rückblickend wohl auch politisiert. 2013 bin ich bei den Grünen eingetreten, ich habe damals in Bothfeld gewohnt und mich für eine Flüchtlingsunterkunft eingesetzt, die man in der Nachbarschaft teils nicht wollte. Man hatte Angst, dass die Eigenheime an Wert verlieren. Ich war damals 17 und das hat mich sehr aufgeregt. In der HAZ stand dann so ein Zitat von mir: Die Menschenrechte müssen auch für Bothfeld gelten! Das war damals meine politische Initialzündung. Ich wollte, dass die Leute rauskommen aus ihren Wohlfühlecken, dass sie die soziale Realität nicht ausblenden, das hat mich immer angetrieben. Und mich hat unsere Geschichte interessiert, unsere Erinnerungskultur. Ich habe dann angefangen, Geschichte zu studieren und viele Studienfahrten nach Bergen Belsen, nach Auschwitz, zu Gedenkstätten organisiert. Wir waren auch schon mit der Schule in einer KZ-Gedenkstätte, was mich damals sehr bewegt hat. Inzwischen bin ich seit zwei Jahren Dozent an der Uni und treibe meine Promotion voran. 2021 habe ich außerdem für den Rat kandidiert. 2026 ist meine erste Wahlperiode vorbei. Ich werde dann aber nicht mehr kandidieren. Ich mache im Grunde seit 2013 durchgängig Politik in Hannover, angefangen in der Grünen Jugend. Und jetzt muss ich mich mal um meine Promotion kümmern. Ich werde aber politisch weiter aktiv sein und mich einmischen. Ich kann ja nicht meinen Mund halten, wenn ich irgendwas ungerecht finde. Aber erst mal nicht mehr in einem gewählten Amt.

Was euch verbindet, dass ist die Idee einer Gesellschaft, die als Gemeinschaft funktioniert. Dafür habt ihr euch immer eingesetzt, für das Verbindende. Ayda, du hast eben schon unsere freiheitlichen Werte angesprochen. Wo stehen wir denn gerade in Deutschland?

AK: Eigentlich können einem wirklich die Tränen kommen. Ich denke, dass sich da gerade etwas sehr Gefährliches entwickelt. Es gibt so viele Gruppen, die fast gar nichts mehr voneinander wissen. Viele Menschen wenden sich ab von unseren Werten und unserer Demokratie. Das nimmt ständig weiter zu. Und gleichzeitig verschließen so viele Menschen noch die Augen vor diesen Entwicklungen und ziehen sich zurück in ihre Wohlfühlecken. Man schaut einfach weg und lebt ein möglichst angenehmes Leben. Man ist gleichgültig gegenüber dem, was da draußen passiert. Bis es irgendwann kippt und richtig gefährlich wird. Mein Mann und ich machen gerade das Projekt „Demokratie ist wertvoll“, für das wir Schulen in Hannover und der Region besuchen. Gerade an Schulen im ländlichen Bereich gibt es starke rechte Tendenzen. Du, Liam, hast gerade von eurem Zusammenhalt in der IGS erzählt. Davon ist nicht mehr viel übrig. Es gibt Gruppierungen, die nichts miteinander zu tun haben wollen und sich im besten Fall aus dem Weg gehen. Das ist heute die Realität. Dass nicht einmal mehr Kinder und Jugendliche sich verstehen. Und dass auch nicht mehr widersprochen wird, weil sich das einfach niemand traut. Das spiegelt aus meiner Sicht momentan unsere gesamte Gesellschaft. Wir sind zutiefst gespalten, in einer Zeit, in der eigentlich der Zusammenhalt so unglaublich wichtig wäre, bei den Bedrohungen von außen, mit denen wir uns jetzt konfrontiert sehen.

LH: Ich kann das leider nur voll bestätigen. Wir sehen faschistische Tendenzen. Die Zustimmungswerte zu faschistischen und menschenfeindlichen Positionen steigen permanent, das ist erschreckend. Und es wird höchste Zeit, dass wir wirklich alle Mittel des Rechtsstaats nutzen, um die Faschisten zu stoppen. Ich bin darum auch ganz klar für ein Parteiverbot der AfD. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere demokratischen Strukturen weiter unterwandert werden. Klar, es gibt juristische Bedenken, aber zumindest eine Prüfung des Verbots zu machen, das wäre ein Anfang. Immerhin werden damit die wahren Absichten thematisiert. Vielleicht sind die Leute danach nicht mehr ganz so gleichgültig. Und vielleicht fällt auch bei einigen Parteien der Groschen, dass man nicht mehr unbedingt über jedes Stöckchen springt, dass einem diese Nazis hinhalten. Und ich hoffe, dass auch die Medien ihre Sensationslust wieder ein bisschen mehr in den Griff bekommen. Es gibt seit Jahren diesen Trend, alles zu skandalisieren. Und besonders gerne, wenn „Ausländer“ beteiligt sind. Ich finde, wir müssen im Blick behalten, die Hoffnung nicht zu verlieren, sondern im Gegenteil Hoffnung verbreiten. Das ist ja auch ein bisschen die Mission von dir, Ayda. Auf die Probleme hinzuweisen, aber gleichzeitig auch eine Tür aufzumachen. Und ja, natürlich gibt es Probleme. Aber man löst keine Probleme, indem man Faschisten und Demagogen wählt. Aus meiner Sicht ist momentan übrigens eine der größten Gefahren, dass diese rechten Positionen von Demokraten übernommen werden. Das sehen wir ja schon seit einer Weile. Das ist gefährlich, weil damit eine Normalisierung einhergeht. Es wird zum Beispiel normal, Menschen mit anderem Aussehen abzulehnen. Das spaltet unsere Gesellschaft. Wir sollten stattdessen daran arbeiten, die Grenzen zu überwinden und zusammenzukommen.

Womit wir mitten in der Stadtbilddebatte sind. Die CDU ist bereits über einige Stöckchen gesprungen. SPD und FDP ebenfalls …

LH: Auch Teile der Grünen. Anstatt sich darum zu kümmern, die tatsächlichen Probleme zu identifizieren und nach Lösungen zu suchen. Was wiederum dazu führt, dass die Probleme nicht gelöst werden. Und damit steht dann am Ende auch die Demokratie selbst in der Kritik. Wobei so eine Kritik natürlich leicht rausgehauen ist. Wenn man selbst in diesem Betrieb steckt, merkt man, dass es eben manchmal mühsam ist und dass man Kompromisse finden muss. Demokratie ist aber auch nicht nur Parteiendemokratie, da sind wirklich alle gefordert, sich einzubringen. Alle können und müssen sich beteiligen. Auf „die da oben“ zu schimpfen, das ist viel zu einfach. Wir müssen miteinander ins Gespräch kommen. Darum finde ich es auch eine sehr gute Sache, Ayda, dass ihr in die Schulen geht.

AK: Wir machen das, weil dort die Erstwählerinnen und Erstwähler sind. Wir wollen nicht parteipolitisch intervenieren, wir wollen den Blick für das Große und Ganze öffnen. Wir starten immer mit unseren Grundrechten in Deutschland, die ja großartig sind. In vielen anderen Ländern gibt es diese Grundrechte nicht. Wir werfen dann natürlich auch einen Blick auf die aktuellen Umfragen. Viele Jugendliche wissen zum Beispiel nicht, dass die AfD momentan auf Platz eins steht. Wir versuchen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die eigenen Stimme Gewicht hat, dass man sich beteiligen kann, dass man mithelfen kann, unsere Demokratie und unsere Grundrechte zu schützen.

Wir haben jetzt viel über aktuelle Politik und Spaltung gesprochen. Ich würde mit euch gerne noch über ein Gegenmittel sprechen. Obwohl man Kunst und Kultur nicht einem Zweck unterordnen solle. Aber ich finde schon, dass die Kultur durchaus heilende Kräfte haben kann.

LH: Ich denke, Kultur kann vor allem Hoffnung geben. Also nicht im Sinne einer Ablenkung von den aktuellen Problemen, sondern gerade in der Hinwendung. Sie kann die Probleme thematisieren und einen anderen Umgang damit zeigen. Sie kann uns einen Spiegel vorhalten. Und sie kann empowern.

AK: Genau das ist der Ansatz. Wir haben diese Spaltung, auch in Hannover, wir sehen die Bedrohung unserer Demokratie, wir sehen, dass die Leute Angst haben. Und die Kultur kann tatsächlich etwas sein, was in die ganz andere Richtung wirkt. Weil Kultur Begegnung und Miteinander bedeutet. Wenn man zum Beispiel miteinander singt, dann hat das eine Wirkung. Ich glaube, dass die Kultur die besten Wege hat, um die Menschen zu erreichen. Die Kulturschaffenden holen die Menschen emotional ab, wo sie stehen. Auch wenn viele Türen schon zu sind, kann die Kultur die Menschen noch erreichen.

Wie ist es denn momentan um die Kultur in Hannover bestellt? Gibt es genug Support?

AK: Es ist eigentlich so, wie überall. Es wird viel zu gerne gespart. Aber wenn man die Kultur kaputt spart, zerstört man die Demokratie. Die Kultur ist eine große, wichtige Säule unserer Demokratie. Ähnlich wie die Pressefreiheit. Darum muss die Kultur unbedingt gestärkt werden. Kultur sollte in jedem Haushalt eine Pflichtaufgabe sein.

LH: Ich denke, dass uns in Hannover in den letzten Jahren oft der Mut gefehlt hat, Entscheidungen zu treffen, auch im städtischen Haushalt, die für die Kultur wirklich positive Veränderungen gebracht hätten. Es ist natürlich immer alles eine Ressourcenfrage, aber statt zum Beispiel Geld auszugeben, um Geflüchtete zu drangsalieren, weil irgendeine Bundesregierung mit Zahlen glänzen will, wäre es weitaus klüger, die vorhandenen Mittel vor allem in Soziales, Jugend und Kultur zu investieren. Wir müssen die Prioritäten anders setzen. Wir brauchen Investitionspakete für die Zukunft. In der Jugendarbeit brechen momentan Strukturen weg. Das funktioniert immer alles gerade so weiter, auf wackligen Beinen, mit ganz viel ehrenamtlichem Engagement, aber auf Dauer abgesichert ist gar nichts. Das gilt genauso für die Kultur. Und das ist nicht nachhaltig. Ich glaube, man muss grundsätzlich wegkommen von der Projektförderung, hin zu viel mehr Strukturförderung. Man muss das alles langfristig denken und Stabilität schaffen

AK: Der Fokus sollte auf der gesamten Kreativwirtschaft liegen. Wir haben so viele Kulturschaffende in Hannover, nicht nur ein paar Zentren. Wir haben freischaffende Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen, Musiker, unsere Kreativwirtschaft ist riesig. Und die Förderungen sind oft mickrig und verbunden mit ganz viel Bürokratie. Dabei brennen all diese Menschen für ihre Projekte und machen mit ihrem Engagement aus einem Euro zehn Euro. Was dazu schwierig ist: Wenn du nicht aus dem Bereich Klassik kommst, hast du eigentlich schon verloren. Ich habe darum gesagt, dass ich jetzt auch Klassik mache. Und das funktioniert. Ich habe ein Konzert, das im Januar vom NDR ausgestrahlt wird. Ich singe türkische Volkslieder mit dem Kammerorchester Hannover. Das braucht übrigens auch Mut bei den Beteiligten. Es gibt überall noch so ein bürgerliches Denken. Alles, was von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte kommt, wird erstmal skeptisch beäugt. Und im Zweifel als weniger wertig angesehen und dann weniger gefördert. Ich finde, es muss auch darum gehen, diese Gegensätze aufzulösen, also nicht nur die sogenannte Hochkultur im Fokus zu haben.

LH: Es stimmt, dass im Kulturbereich manchmal eher die berühmte Gießkanne ein gutes Mittel wäre. Da kann ein Tausender schon ganz viel in Bewegung bringen. Mich hat immer befremdet, mit welcher Leidenschaft wir in der Kommunalpolitik über Gelder diskutiert haben, wenn es um den Kulturbereich ging. Da gab es die härtesten Auseinandersetzungen über 1.000 oder 5.000 Euro. Während an anderen Stellen die Millionen über den Tisch geschoben werden. Und dann wird gesagt, das seien unterschiedliche Haushalte. Ich finde, man muss das grundsätzlich anders denken. Wir müssen Kulturförderung als Investition verstehen. Und wir müssen begreifen, dass im Zweifel auch sehr kleine Beträge sehr viel bewirken können.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass insgesamt von Teilen der Politik und Verwaltung so ein bisschen herablassend auf die Kulturschaffenden geblickt wird.

LH: Da ist leider eine Menge dran und mich hat das immer total befremdet. Gerade als ich neu im Rat war, hat mich das erschrocken. Wie hinter verschlossener Tür über Kulturschaffende oder auch Kultur geredet wurde. Ich finde, dass die Politik so etwas wie ein Übersetzer sein muss. Wir müssen in der Kommunalpolitik zwischen der Sprache der Kulturschaffenden und der Sprache der Verwaltung übersetzen. Und wir müssen in Politik und Verwaltung wieder mutiger werden. Uns als Verbündete sehen, die im Sinne der Stadtgesellschaft handeln. Das heißt, dass wir auch mal Macht abgeben müssen, es laufen lassen müssen, dass wir nicht immer alles kontrollieren dürfen. Wir müssen diese Angst vor Kontrollverlust ablegen und stattdessen einfach mal Vertrauen haben. Ich fand zum Beispiel den Entschluss großartig, Wiebke und Johannes Thomsen für das Kommunale Kino zu holen. Die kommen aus der Kultur und haben überhaupt keinen Verwaltungshintergrund. Ein Experiment aus Verwaltungssicht. Und ich finde, das ist großartig gelungen. Die machen ein Hammer-Programm. Solche Entscheidungen wünsche ich mir viel mehr. Wir müssen mit den Kulturschaffenden arbeiten und Kultur ermöglichen. Und eben nicht irgendwelche bürokratischen Hürden schaffen oder lenken wollen. Mehr Freiheit und mehr Zutrauen für die Kultur und keine Überformung durch städtischen Ambitionen.

AK: Apropos Ambitionen, ich fühle mich beispielsweise beim Thema Kulturstadt überhaupt nicht mitgenommen. Da fließen unglaubliche Gelder in die Werbung für irgendwelche Plakate mit irgendwelchen Slogans. Und es gibt ein neues Logo: Hurra, wir sind Kulturstadt. Aber bei mir als Kulturschaffende kommt gar nichts an. Stattdessen laufen irgendwelche Aktionen in so einer ganz eigenen Parallelgesellschaft, jenseits der tatsächlichen Kulturszene. Ich empfinde das alles ehrlich gesagt als Comedy.

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Ehrenamtliches Engagement: Hunderettung Europa e.V.

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Ehrenamtliches Engagement: Hunderettung Europa e.V.


Dieses Gefühl, den Tieren eine Stimme zu geben, die ja selbst keine haben – das ist einfach das Schönste daran.“ Mit diesem Satz beschreibt Mattis Robowski, Teamleiter im Social-Media-Bereich der Hunderettung Europa, was ihn antreibt. Seit drei Jahren investiert der Videograf aus Hannover einen großen Teil seiner Freizeit in einen Verein, der in Rumänien Straßenhunde rettet, kastriert und sie vermittelt – und dessen Herz auch in Hannover kräftig schlägt.

Wer Mattis gegenüber sitzt, merkt sofort: Hier erzählt jemand nicht von einem Hobby, sondern von seinem Herzensprojekt. Durch ein Video über eine Rettungsaktion aus einer rumänischen Tötungsstation war er Ende 2022 auf den Verein aufmerksam geworden. „Das war für mich ein kompletter Schock“, erinnert sich Mattis. „Dass es in einem europäischen Land Tötungsstationen gibt, davon hatte ich vorher überhaupt nichts gewusst.“

Heute ist Mattis Teil der Arbeitsgruppe Hannover, einer kleinen, aber lebendigen Regionalgruppe innerhalb des international tätigen Vereins. Rund zehn bis fünfzehn Menschen sind regelmäßig bei lokalen Treffen dabei, erzählt Mattis. Sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel: nachhaltige Tierschutzarbeit.

Statt möglichst viele Hunde nach Deutschland zu holen – deutsche Tierheime sind längst voll – konzentriert sich die Hunderettung Europa auf langfristige Verbesserungen in Rumänien. Rettung, Kastration, Vermittlung, ein Tierheim in Brașov und Aufklärung an Schulen bilden das Zentrum der Arbeit. Unter anderem verzeichnet die Organisation rund 10.000 Kastrationen jährlich, „während wir nur rund 30 Tiere im Monat vermitteln. Der Fokus liegt eben nicht auf Masse, sondern auf Wirkung.“

Genau diese Wirkung macht Mattis mit seiner Arbeit im Verein sichtbar. Zusammen mit einem Team aus sieben Ehrenamtlichen produziert er YouTube-Videos, darunter Vorstellungsvideos von Hunden und auch Katzen, Rettungsberichte sowie Einblicke in die Tierheimarbeit. „Wir zeigen die Tiere in Bewegung, damit man sie richtig kennenlernen kann. Bilder reichen da einfach nicht.“ Und die positive Resonanz ist enorm. Mattis berichtet von Kommentarspalten gefüllt mit Kleeblättern, Herzen und guten Wünschen an die Vierbeiner.

Ein internes Highlight des Vereinslebens ist das jährliche Sommerfest in Duisburg, wo die Hunderettung Europa gegründet wurde. Dort treffen die deutschen Teams auf die rumänischen Tierheimmitarbeiter*innen. „Es ist jedes Mal wie ein Familientreffen“, lächelt Mattis. Die enge Verbindung der Vereinsmitglieder ist elementar für ihre Zusammenarbeit, denn die verschiedenen Abteilungen greifen eng ineinander. Das zeigt sich besonders, während ihrer Rumänienreisen. Regelmäßig sind Ehrenamtliche der Hunderettung Europa vor Ort. Sie besuchen das Tierheim in Brașov, berichten von den Zuständen in Tötungsstationen und statten Mattis und die anderen Teams in Deutschland mit Foto- und Videomaterial für Social Media aus. „Manchmal sitze ich dann bis fünf Uhr morgens im Videoschnitt. Das bringt kein Geld, aber es fühlt sich einfach richtig an!“

Selbst war Mattis noch nicht in Rumänien, aber 2026 soll es so weit sein – trotz Tierhaarallergie, wie er lachend zugibt. „Dann nehme ich eben Tabletten. Ich will endlich die Dankbarkeit dieser Hunde persönlich spüren.“ Langfristig träumt er, wie viele im Verein, von einem Lebenshof in Deutschland. Der Hof soll eine Begegnungsstätte für gerettete Tiere und für Menschen werden, samt Bildungsangeboten und Schulungen für andere Tierschutzorganisationen.

Außerdem möchte Mattis auch selbst bald einem Hund aus Rumänien ein Zuhause geben. „Sobald es möglich ist, wird definitiv jemand bei uns einziehen“, strahlt er. Bis dahin sorgt er weiter dafür, dass die Geschichten der Tiere gesehen und gehört werden. Schließlich reicht manchmal schon ein einziges Video, um ein Leben zu verändern.

Laura Druselmann

Hunderettung Europa e.V.
Rheinpreußenstraße 40, 47198 Duisburg
Tel.: 02066 5024311
Email: info@hunderettungeuropa.de
www.hunderettung-europa.de

Spendenkonto:
Hunderettung Europa e.V.
IBAN: DE59354611067617256015
BIC: GENODED1NRH
Oder via Paypal: spenden@hunderettungeuropa.de

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Stadtkinder kochen Rotkohlcremesuppe

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Stadtkinder kochen Rotkohlcremesuppe


Man soll sich gesund ernähren, sagen die Leute, regional und saisonal einkaufen. Was wächst denn im Winter so? Steine? Nein, ist natürlich Quatsch, es gibt ja zahlreiche Wintergemüse. Einige davon – wie Grünkohl, der mir persönlich absolut zuwider ist – werden vom ersten Frost an bis Ende Februar nahezu glorifiziert. In großen Gruppen versammelt man sich, um die matschig gekochte, nach Treppenhaus riechende (oder ist es andersrum?) und vor Einschreiten der zubereitenden Person bestimmt auch mal Vitamin C-haltige Lumumpe mit reichlich fettigem Fleisch zu verzehren. Wird der Topf mit dem optisch an Kinderkot erinnernden Brei serviert, vom Personal vor sich her getragen wie eine Monstranz, könnte man meinen, die Hungrigen hätten gerade ein Erweckungserlebnis, so verzückt und entrückt, wie sie juchzen. Eine Grünkohl-Epiphanie.

Verglichen damit wird der arme Rotkohl eher stiefmütterlich behandelt und meist auch nur auf eine Art zubereitet, nämlich als Beilage zu Fleischgerichten, und selten bejubelt. Das finde ich unfair. Und weil alle immer über green flags und red flags reden und rot per se schlecht ist, drehe ich heute einmal alles um und behaupte: Grünkohl ist die red flag unter den Gemüsen. Fangt mich doch! Ich mach ne Rotkohlcremesuppe! Das ist einfach, man braucht wenige Zutaten, einen Pürierstab und Geduld – hab ich alles da, los geht es.

Für vier hungrige Menschen brauchen wir einen Liter Gemüsebrühe, 750g frischen Rotkohl, 350g mehlig kochende Kartoffeln (drei Stück etwa), 2 rote Zwiebeln, einen Apfel (ich verwende im Winter gerne Boskop), etwas Butter, den Saft einer Zitrone und einen Becher Crème fraîche. Apfel, Kartoffeln und Zwiebel werden geschält und, so wie auch der Rotkohl, irgendwie klein geschnitten. Würfel, Streifen, Rechtecke, ganz egal, Hauptsache, klein, denn am Ende wird es ohnehin püriert. Dann schwitzen wir die Zwiebeln in Butter an. Sobald sie etwas Farbe genommen haben, kommt der Apfel dazu. Wenn der anfängt, auseinander zu fallen, weil alle Flüssigkeit aus ihm gewichen ist (wie martialisch!), ist der Zeitpunkt gut, um Kartoffeln und Rotkohl hinzuzufügen. Gut umrühren und ein bisschen vor sich hin brutzeln lassen – die eine oder andere dunkle Stelle schadet gar nix, im Gegenteil, nur verkohlt sollte es nicht sein. Dann gießen wir die Brühe dazu, tun den Deckel drauf und reduzieren die Hitze auf mittlere Höhe. Während der nächsten Dreiviertelstunde rühren wir ab und zu mal um, mehr passiert aber nicht. Dafür jetzt: Die Suppe wird mit dem Pürierstab bearbeitet, bis sie keine Stückchen mehr aufweist. Dann rühren wir die Crème fraîche und den Zitronensaft unter und würzen beherzt mit Salz, Pfeffer (eine fruchtige Pfeffersorte harmoniert schön an dieser Stelle) und Muskatnuss. Schon fertig! Dazu passt erstaunlich gut mit Butter in der Pfanne geröstetes Brot. Da haben wir es wieder: Das Brot könnte man zu Grünkohl doch überhaupt nicht essen. Würde ja gar nicht passen! Aber das ist nicht der einzige Grund, warum in meinen Augen eine Rotkohlcremesuppe viel mehr fetzt als dieser überbewertete Grünkohl.

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Stadtkinder essen: Misik

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Stadtkinder essen: Misik


Südkoreanische Exporte sind derzeit der heiße Scheiß. Während der dicke Kim im Norden wie eine schwer bewaffnete Glucke auf allem sitzt, was er als seins betrachtet, haut der Süden einen Trend nach dem anderen raus. K-Pop Demon Hunters, Dalgona-Kaffee, ultrascharfe Ramen – you name it. TikTok sei Dank kennen wir das auch alles und es ist gar kein Wunder, dass koreanischer Krempel hier so boomt. Passend dazu gibt es seit Oktober in der List, genauer gesagt in der Robertstraße, ein neues koreanisches Restaurant. Das Misik konzentriert sich nicht unbedingt auf seit Jahrhunderten tradierte Spezialspezialitäten, sondern auf das, was Koreaner tagtäglich essen. Das koreanische Pendant zu unserem gutbürgerlichen Mittagstisch mit Senfeiern also. Klingt spannend. Wir gehen hin.

„Oh nein!“, denken wir, „Nicht schon wieder diese blöden Piepser am Tisch!“ Sekunden später werfen wir uns mental in den Staub. Diese Piepser sind dafür da, das Personal auf uns aufmerksam zu machen, man läutet wortwörtlich nach ihnen. Schon kommt jemand angeflitzt und nimmt unsere Bestellung auf – fabelhaft! Die Karte ist übersichtlich gestaltet. Drollige Illustrationen und kleine Fun-Facts („Dieses Bier mischen wir Koreaner gerne mit Soju-Schnaps. Frag uns nach dem richtigen Mischungsverhältnis!“) machen sie fast zu einer unterhaltsamen Lektüre. Nur mühsam entscheiden wir uns, obwohl die Karte nicht so groß ist wie bei vielen anderen Lokalen. Aber es klingt nun mal alles sehr lecker! Unsere Wahl fällt auf eine große Cola (5,50 Euro, 0,5l), koreanisches Bier und Soju (3,80 Euro und 3 Euro) – schmeckt spannend! Zur Vorspeise hätten wir gern Mandu (6,50 Euro) und eine kleine Portion Ganjang-Huhn (9 Euro). Bei Mandu handelt es sich um fünf Teigtaschen, die frittiert werden. Dabei ist die Füllung wählbar: Shrimp, Tofu-Gemüse, Kimchi oder Bulgogi. Wir entscheiden uns für Letzteres – zum Thema Bulgogi kommen wir noch. Das Huhn wird paniert, frittiert und kann in mild und scharf bestellt werden, wir nehmen natürlich scharf. Und siehe da: Als wenig später serviert wird, finden wir kleine Chilischoten in der süß-scharf-klebrigen Sauce, die wir begeistert mitessen. Auch das Hühnchen ist klasse. Hörbar knusprig, innen aber saftig. Der Teigmantel ist würzig, aber nicht auf chemisch-schmeckende Art. Auch die Portion ist gut gewählt und dem Preis durchaus angemessen. Die Mandu werden mit einer scharfen Sojasauce und Sriracha-Mayo serviert, sind außen knusprig und durch die fein pürierte Füllung würzig und saftig. Extrem gut! Unsere Hauptgänge bestehen aus Käse-Donkatsu (18,50 Euro) und dem sagenumwobenen Bulgogi (17 Euro). Das ist im Grunde eine Art Barbeque-Marinade. Es gibt sie in süß-würzig und scharf-würzig für jede Art von Fleisch, klassisch – und hier auch so angeboten – ist aber das süß marinierte Rindfleisch. Es ist hauchdünn geschnitten, fast wie Carpaccio, und bei großer Hitze sehr schnell gegart, so dass es ein leichtes Raucharoma entwickelt. Hier ist es, und ja, das ist ein großes Wort, genial. Buttrig, rauchig und würzig – schwer vorstellbar, das besser machen zu können. Absolute Empfehlung! Serviert wird es mit Reis, einer Tasse Katsobushi-Suppe und sauer eingelegtem Gemüse (hier Gurke und Spinat). Beim Käse-Donkatsu handelt es sich um eine Schweinekrokette mit Käsefüllung, die in Scheiben geschnitten wurde. Wie ein Cordon Bleu ohne Schinken, stattdessen aber mit dreifach Käse – unglaublich befriedigend zu essen. Auch dazu gibt es Reis, einen tollen Kohlsalat, eingelegtes Gemüse (Rettich und Sellerie), Wasabi, Maldon-Salz, Trüffelöl, Donkatsu-Sauce (etwa wie fruchtiger Ketchup mit Worcestershire-Sauce) und Katsobushi-Suppe. Letztere ist eher eine Brühe aus getrockneten Bonito-Flocken (Makrelen-Thunfisch-Tier) und wirklich Geschmackssache, göttlich für einige, „Regentonne“ für andere. Sie ist aber sehr gut gemacht und eignet sich prima als Beilage. Wir sind satt. Wir sind begeistert. Und wir werden so was von wieder kommen, denn die Fisch-, vegetarischen und veganen Gerichte wollen schließlich auch probiert werden!

Misik

Robertstraße 7

30161 Hannover

www.misik-hannover.de

Di-Sa: 12-15 Uhr und 18-22 Uhr

So: 18-22 Uhr

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Neu in der Stadt: Peter Pane, kiezkiefer und Zebra Wein

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Neu in der Stadt: Peter Pane, kiezkiefer und Zebra Wein


Peter Pane

Die Burgergrill- und Bar-Marke kommt bei Burger-Fans gut an. Im Dezember öffnete Peter Pane seine bereits zweite Filiale in Hannover. Eine gute Nachricht für Ausgehlustige und Freunde der gepflegten Gastlichkeit! In Top-Lage, direkt gegenüber der Oper, dürfen sich Besucher*innen auf gleichermaßen großzügig und ansprechend gestaltete Räumlichkeiten sowie wirkliche Genuss-Highlights freuen. Das Restaurant erstreckt sich über zwei Etagen und bietet insgesamt mehr als 300 Quadratmeter Platz zum Genießen. Für wärmere Tage wartet zusätzlich eine Terrasse mit 70 Sitzplätzen, die den Standort zu einem lebendigen Treffpunkt mitten in der Innenstadt macht. Bei Speisen und Getränken ist für jeden Geschmack etwas dabei. Neben den klassischen Burgern mit Rind oder Hähnchen sind auch kreative vegetarische und vegane Burger-Varianten, frische Salate, knusprige Beilagen und hausgemachte Soßen zu haben. Mit „Café Pane“ setzt Peter Pane außerdem genussvolle Akzente abseits des Burgers: Die Bar überzeugt mit einer breiten Palette an Getränken und Spezialitäten – von alkoholfreien Drinks und Cocktails bis hin zu Longdrinks und eher ausgefallenen Signature-Cocktails.

Peter Pane an der Oper. Georgstraße 38, 30159 Hannover.

kiezkiefer

Wer für sich oder seinen Nachwuchs bereits erfolglos auf der Suche nach einem Kieferorthopäden war, kann sich nun auf den Weg nach Linden-Mitte machen. Hier eröffnet die kieferorthopädische Fachpraxis kiezkiefer unter der Leitung von Dr. Julia Waaga. Die Praxis bietet moderne Kieferorthopädie mit digitalem Schwerpunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und befindet sich auf 280 Quadratmetern barrierefreier Fläche im Neubauensemble Eleonorenhof. Bei der Gestaltung der Räumlichkeiten hat sich das Team die fachkundige Hilfe eines Architekturbüros geholt. Das Gestaltungskonzept setzt auf klare Linien, warme Materialien und eine strukturierte Raumführung. Der Aufenthalt in der Praxis soll so angenehm wie möglich sein – ohne die Distanz klassischer medizinischer Umgebungen. Und modern geht es weiter, die Diagnostik und Planung erfolgt vollständig digital: 3D-Scans, softwarebasierte Analysen, ein eigenes 3D-Druck-Labor und CAD/CAM-Herstellung individueller Apparaturen gehören zum Standard der Praxis. Dem Praxisteam liegt dabei auch die fundierte Aufklärung und Kommunikation auf Augenhöhe am Herzen – Digitale Visualisierungen und klare Erläuterungen sollen Behandlungsschritte verständlich machen und fachliche Inhalte strukturiert und nachvollziehbar vermitteln. Für maximale Flexibilität gibt es ergänzend zur persönlichen Betreuung, die Möglichkeit der Online-Terminvergabe und einem Chat-Support. Für berufstätige Erwachsene bietet die Praxis Abendsprechstunden an.

Die leitende Ärztin Dr. Julia Waaga ist Fachzahnärztin für Kieferorthopädie und hat schon ihre schulische Laufbahn in Hannover absolviert. Nach ihrem Studium der Zahnheilkunde folgte die fachzahnärztliche Weiterbildung, unter anderem an der Medizinischen Hochschule Hannover. Vor der Gründung von kiezkiefer war sie als Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in der Region tätig. Sie schätzt die Linden-typische Mischung aus Nachbarschaft, Kultur und Offenheit und freut sich, mit der Praxis ein Teil dieses Umfelds zu werden.

Kiezkiefer – Praxis für Kieferorthopädie, Dr. Julia Waaga, Fachärtzin für Kieferorthopädie

Eleonorenstr. 23, 30449 Hannover

Zebra Wein

Zebra Wein hat seine Türen in der Posthornstraße in Linden nun endgültig geschlossen. Aber die Rubrik verrät es schon, das Zebra zieht nur weiter. Genussmenschen müssen sich keine Sorgen machen, der Weinverkauf, die Weinseminare, die Monday Kitchen, kulinarische Veranstaltungen, das Table Quiz, Winzer*innen-Abende und die Veranstaltungsreihe „Musik im Glas“ werden an anderer Stelle und in anderer Weise fortgeführt. Ab Januar 2026 bietet der Besitzer Georg Feiter zweimal im Monat an jeweils zwei bis drei Tagen einen Lagerverkauf an und zwar genau neben der alten Kochschule („Der Geschmacksverstärker“) am Schwarzen Bär. Die genauen Öffnungszeiten sowie die verfügbaren Weine werden auf der Website aufgelistet sein. Zebra Wein bleibt also nach fast 20 Jahren allen Liebhaber*innen eines guten Tröpfchens erhalten. Mit ihrem Sortiment werden weiterhin so ziemlich alle Vorlieben und Wünsche der Kunden*innen erfüllt. Hier findet man Weine in allen Preisklassen mit überwiegender Herkunft aus Europa. Und wer beim Angebot und Fachbezeichnungen ratlos ist, kann sich nach wie auf eine freundliche, kompetente Beratung verlassen.

Zebra Wein, Deisterstr.17B, 30449 Hannover,

Öffnungszeiten und mehr Infos auf www.zebrawein.de.

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Der besondere Laden: Knöpje Kurzwaren und Handarbeiten

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Der besondere Laden: Knöpje Kurzwaren und Handarbeiten


Von außen ganz unscheinbar, eröffnet sich hinter der Tür von Knöpje auf dem Altenbekener Damm ein wahres Paradies für alle, die gern mit Nadel und Faden kreativ werden. Justina Wethkamp-Bettin hat das Geschäft vor einigen Jahren übernommen und erhält seither einen Ort, an dem der Vielfalt von Stoffen, Wollen und Garnen keine Grenzen gesetzt sind.

„Mir ist heute Morgen meine Jacke kaputt gegangen“. Eine ältere Dame schnellt durch die gläserne Eingangstür in das Geschäft von Justina Wethkamp-Bettin und zupft an ihrem Jackenkragen. „Ich brauche ganz dringend einen neuen Knopf!“ Selbstverständlich ist die erfahrene Verkäuferin und Handarbeitsexpertin auf solche Notfälle vorbereitet. „Zeigen Sie mal her, das bekommen wir wieder hin“, beruhigt sie ihre Kundin. Gesagt, getan: Innerhalb weniger Minuten ist nicht nur ein neuer Knopf gefunden, sondern auch angenietet und die Jacke ist wie neu.

Situationen wie diese sind keine Seltenheit bei Knöpje. Tagtäglich kommen Kund*innen zu Justina und ihren zwei Mitarbeiterinnen, weil sie selbst gern Häkeln, Stricken oder Nähen, weil sie einen Nachschub an Wolle brauchen, neues Garn oder Applikationen für ihre Handarbeiten – oder eben, weil die Lieblingsjacke am Morgen unerwartet kaputt gegangen ist. „Es gibt kaum etwas, das es bei uns nicht gibt“, lächelt die Inhaberin. „Und ‚geht nicht‘ gibt’s erst recht nicht!“.

Schon bei den ersten Schritten in das Handarbeitsgeschäft in der Südstadt, wird deutlich, was Justina damit meint. Zur Linken erstreckt sich ein deckenhohes Würfelregal voller Wolle, Garne, Bänder und Reißverschlüsse in allen möglichen Farben und Formen. Zur Rechten füllt ein ebenso großes Sortiment an gemusterten und schlichten Stoffen sowie zahlreichen Knöpfen verschiedenster Ausführungen die Wand. „Auf unsere Knopfwand bin ich besonders stolz. Eine so große Auswahl hat kein anderes Geschäft im Umkreis von 400 Kilometern“, so die Ladeninhaberin.

Gerade ist eine andere Kundin an genau dieser Wand auf der Suche nach dem passenden Knopf für ihre selbstgestrickte Jacke. „Können Sie mir etwas empfehlen?“, fragt sie. Ohne zu zögern beginnt Justina ihre Beratung, fragt nach dem gewünschten Stil von Jacke und Knöpfen, stellt eine Auswahl zusammen und gibt Tipps hinsichtlich der Platzierung und Größe der Knopflöcher. So schnell wie noch vor wenigen Ausgenblicken ein neuer, passender Knopf für die Jacke ihrer vorherigen Kundin gefunden ist, so schnell ist auch die Entscheidung für die Knöpfe an der selbstgemachten Jacke getroffen. „Wunderbar! Ihr Service ist wirklich einzigartig!“, dankt die Kundin.

Viele ihrer Kund*innen kennt Justina bereits beim Namen. Sie kommen regelmäßig zu Knöpje, stöbern durch das Sortiment, durch Handarbeitsbücher und -zeitschriften und holen sich wertvolle Tipps von der gelernten Schneiderin ab. „Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für Handarbeiten und davon gebe ich gern etwas an meine Kundschaft weiter“, sagt sie.

Welches Garn ist für welche Naht am besten geeignet? Welcher Stoff eignet sich für einen Hundemantel an regnerischen Tagen? Welche Wolle sollte für Mütze, Schal und Handschuhe verwendet werden? Es gibt keine Handarbeitsfrage, auf die Justina keine Antwort weiß. Für jede*n ihrer Kund*innen nimmt sie sich die notwendige Zeit und geht auf ihre individuellen Wünsche ein. Auch die ganz Kleinen, die die Vielfalt von Wolle und Co. gerade erst entdecken, dürfen ihr Geschäft erkunden und so möglicherweise ihre eigene Leidenschaft für Handarbeiten finden. „Ich freue mich immer, wenn ich jemanden für dieses kreative Handwerk begeistern kann, wenn ich nützliche Tipps oder auch einfach nur den richtigen Knopf habe!“.

Laura Druselmann

Knöpje

Altenbekener Damm 61, 30173 Hannover

Tel.: 0511 886162

E-Mail: info@knoepje.de

www.knoepje.de

Öffnungszeiten:

Mo, Di, Do, Fr: 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr

Mi & Sa: 10 bis 13 Uhr

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