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Ehrenamtliches Engagement: Hannah Janßen, Zusammen für Ghana e.V.

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Ehrenamtliches Engagement: Hannah Janßen, Zusammen für Ghana e.V.


Von den Siedlungen südlich der ghanaischen Hauptstadt Accra ist der Weg zur nächsten Schule oft länger als die Kraft eines wissbegierigen Kindes reicht – und das Geld der Familien zu knapp für Schulgebühren, Bücher oder Uniformen. Die einzige Perspektive war lange Zeit: keine Perspektive. Bis Hannah Janßen darauf aufmerksam wurde und angepackt hat.

Die 24-jährige Studentin aus Hannover war 2019 für die Mitarbeit an einem gemeinnützigen Projekt in Accra und lernte dort den ghanaischen Lehrer Antonio Freeman kennen. „Er ist der selbstloseste Mensch, den ich kenne!“, sagt sie über ihn. Nach einigen Gesprächen und gemeinsamer Arbeit war beiden schnell klar, dass sie dieselbe Vision teilen: Kindern im ländlichen Ghana Zugang zu Bildung ermöglichen.

Aus ihrer Idee erwuchs 2020 schließlich der Verein Zusammen für Ghana e.V. „Anfangs hatten wir gar keinen richtigen Plan, wir hatten einfach diese Verbindung“, erzählt Hannah. Mit Spendenaktionen und der Unterstützung durch Familie und Freund*innen sammelte das junge Team zunächst Geld für erste Bauvorhaben wie Klassenzimmer, einen elektrisch betriebenen Brunnen und Sanitäranlagen. Schon im Gründungsjahr konnte dadurch der Bau der ersten drei Räume beginnen, in denen 2023 der Betrieb mit zwei Klassen gestartet ist.

Inzwischen gibt es sieben Klassenzimmer und über 150 Schüler*innen, die vom Kindergarten bis zur fünften Klasse unterrichtet werden. Auch warmes Mittagessen, Bücher und Schulmaterialien werden für jedes der Kinder erfolgreich durch Spenden- und Patenschaftsbeiträge ermöglicht. „Das ist ein wirklich guter Anfang!“ Langfristig haben Hannah und Antonio das Ziel, eine Junior High School mit insgesamt zwölf Klassen auf die Beine zu stellen.

In enger Zusammenarbeit mit dem ghanaischen NPO-Partner „Kinder Zentrum International“ schreiten der Bau und Betrieb der Schule dafür immer weiter voran. Hannah und ihr Team in Deutschland kümmern sich vor allem und die Finanzierung und Vernetzung, während Antonio vor Ort die Baumaßnahmen koordiniert und mittlerweile auch als Direktor der Schule tätig ist.

„Als ich dann das erste Mal den funktionierenden Schulalltag gesehen habe und die vielen glücklichen Kinder dort auf dem Schulhof, hat mich das so überwältigt, dass ich kaum Worte dafür finde“, berichtet Hannah strahlend.

Und doch bleibt sie bei all diesen Erfolgen und ihrem jüngst verliehenen Bundesverdienstkreuz demütig. „Es ist nicht so, dass mir von Anfang an klar war, dass das klappt. Ich habe es mir sehr gewünscht und in Antonio den perfekten Projektpartner gefunden, aber trotzdem habe ich gezweifelt und tue das auch heute manchmal noch.“ Sie erzählt von schlaflosen Nächten und dem unerwarteten Druck einer Rolle, die in vielen Aspekten fast dem einer Unternehmensführung gleicht. Doch gerade in solchen Momenten, sagt Hannah, wird ihr klar, wie stark Gemeinschaften auch über geografische und kulturelle Grenzen hinweg wirken können.

Für sie ist das Projekt nicht nur humanitäre Hilfe, sondern ein Brückenschlag zwischen zwei Welten. „Es soll nicht einfach nur Geld von hier nach da geschoben werden. Es geht mir um Austausch, Geschichten und Begegnungen.“

Gemeinsam mit Antonio möchte sie Kindern in Ghana Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen, aber vor allem möchte sie Perspektiven schenken. „Den Zugang zu Schulbildung zu öffnen, bedeutet auch, Selbstbestimmung zu ermöglichen und langfristig Strukturen zu schaffen, in denen Kinder nicht nur lernen, sondern selbst ihre Zukunft gestalten können.“

Laura Druselmann

Zusammen für Ghana e.V.

Schnabelstr. 51, 30459 Hannover

Tel.: 0151 70108528

E-Mail: schuleghana@gmail.com

www.zusammenfuerghana.de

Instagram: zusammenfuerghana

Spendenkonto

Zusammen für Ghana e.V.

Deutsche Skatbank.

IBAN: DE71 8306 5408 0004 2516 36

BIC: GENO DEF1 SLR

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Stadtkinder haben Töne: Was man so singt

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Stadtkinder haben Töne: Was man so singt


Vor ein paar Jahren war ich zu Gast in einem Podcast, bereitgestellt von einem privaten deutschlandweiten Radionetzwerk, wo ich meine Expertise zu einer gewissen Band zum Besten gab. Der Moderator dieses Podcasts ist ein feiner Kerl mit angenehmer Stimme und weil ich ausgesprochen loyal bin, habe ich mir auch noch einen anderen Podcast angehört, den er moderiert. Voll mein Ding! Es geht nämlich um Musik und Verbrechen in Kombination (Hörempfehlung an dieser Stelle: „True Crime Tracklist“ mit Nina Loges und André Dostal). Eine der letzten Folgen drehte sich um die Story hinter einem der größten Hits meiner Jugend, „Teenage Dirtbag“ von Wheatus. Wheatus’ Frontmann Brendan B. Brown ist eine ziemlich tragische Figur der Rockmusik – er hat’s großflächig verkackt. Das selbstbetitelte Album der Band, das im Jahr 2000 herauskam, ist wirklich gut und macht immer noch Spaß zu hören. Es ist ein Jammer, dass Tracks wie „Sunshine“ oder „Leroy“ nicht denselben Impact wie „Teenage Dirtbag“ hatten, denn das hätte die Band nicht als One Hit Wonder gebrandmarkt. Den Sophomore wollte Brown gerne selbst produzieren, Sony war dagegen und ließ Wheatus fallen. Brown stand dumm da, fluchte wild und verpasste seinem zweiten Album aus Rache den Untertitel „Suck Fony“, man kann sich ausrechnen, dass das der Karriere nicht förderlich war. Seither dümpeln Wheatus in wechselnder Besetzung im Hades der Bedeutungslosigkeit herum. Aber was eben kaum jemand weiß: Der fröhliche Song mit dem drolligen Video (und der wunderschönen Mena Suvari und Jason Biggs, dem zu groß geratenen 5-Jährigen aus „American Pie“), hat einen sinistren Hintergrund. Als Brendan B. Brown 10 war, passierte bei ihm um die Ecke ein ziemlich schockierender Mord. Ein 17jähriger, obdachloser und drogensüchtiger Metalfan wurde von einem Exemplar gleichem Kalibers um die Ecke gebracht. Die ersten Wochen interessierte sich buchstäblich niemand dafür, obwohl sich der Täter damit brüstete und Kumpels zu dem im Wald versteckten Leichnam führte, um ordentlich anzugeben. Aber das Opfer, Gary Lauwers, war nur ein „Dirtbag“ gewesen, am Rand, wenn denn überhaupt, der Gesellschaft lebend. Dieser Vorfall im Jahr 1984 raubte Brown nach eigener Aussage eine normale Pubertät, weshalb er sich einfach eine ausdachte und sie mit „Teenage Dirtbag“ vertonte. Tragisch – aber unsereins singt fröhlich mit.

Bei einem anderen Song singt man auch fröhlich mit – bis man dann merkt, was man da singt! Der „Independent Love Song“ aus 1994 von dem aus Hull stammenden Popduo „Scarlet“ ist eine wörtliche Aufforderung zu gut gemachtem Cunnilingus. Gar nicht groß verhohlen, und betrachtet man das Video, könnte man auf den Gedanken kommen, es ginge sogar um lesbische Liebe. Ist mir recht. Nur frag ich mich: Warum genau wurde das Mitte der 90er kein Skandal? Wieso sind da keine Muttchen schockstarr von den Kirchenbänken gekippt? Wieso hat keiner beim damaligen Tory-Premier John Major angeklopft und die unmittelbare Hinrichtung, zumindest aber ein Verbot der satanischen Lesbierinnen (Lesben = Satanismus. Immer.) gefordert? Wie viele Eltern haben ihre Kinder das Lied hören und mitträllern lassen, ohne was zu merken, oder, noch spannender: Wie viele haben in sich reingegrinst und gedacht „wenn du wüsstest!“? Aber es war ein Hit! Und nicht nur für Scarlet, sondern auch für eine deutsche Band. Die qualitativ eher unterdurchschnittliche Band „The Bates“ aus Nordhessen landete nur drei Jahre nach Originalrelease einen Hit damit. Deren Sänger Zimbl starb 2006 an Herz-Kreislauf-Versagen, das auf seinen Drogenkonsum zurückzuführen war und gewissermaßen war auch er eine Art Dirtbag. So schließt sich der Kreis dieser Kolumne. Also ehrlich. Man sollte sich viel öfter zuhören, was man so singt.

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Stadtkinder kochen einen Osterkranz

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Stadtkinder kochen einen Osterkranz


Es gibt österliche Gebäcktraditionen, die muss man schon gut finden wollen. Hot Cross Buns zum Beispiel. Die armen Engländer! Gewürzte Hefebrötchen – nicht schlecht eigentlich – süß verziert. „Süß“ in diesem Fall bedeutet, einfach etwas Mehl, Zucker und Wasser zusammen zu patschen und kreuzweise auf die Brötchen zu spritzen. Eingeführt Ende des 16. Jahrhunderts von Elizabeth I. – vermutlich als Zeichen ausgelassener Dekadenz. Abgelehnt! Auch die ukrainischen Lerchen überzeugen mich nicht. Süßer Hefeteig ohne Gewürze, der so geformt wird, dass er aussieht wie ein in der Mitte zerhackter Kraken mit Rosinenaugen? Nein, danke! Oder gar Jidáše, ein tschechisches Ostergebäck: Der selbe Hefeteig, nur anders geformt. Soll das ein Paragraphenzeichen sein? Nicht doch, es symbolisiert den Galgenstrick, an dem Judas sich erhängt hat. Kaum morbide oder so! Ab-ge-lehnt!

Wir machen das ganz anders und backen einen schönen Osterkranz mit Marzipan und Mohn.

Aus 500g Mehl, einem Viertelwürfel Hefe, 250ml warmer Milch, 50g Zucker, 80g geschmolzener Butter, einem großen Ei und einer Prise Salz kneten wir einen Hefeteig, der über Nacht im Kühlschrank wohnt. Aus vielerlei Hinsicht ist die Nacht- oder Kühlgare sinnvoll. Zum einen verfliegt der Hefegeschmack ein bisschen und die anderen Aromen kommen besser zur Geltung. Man braucht auch weniger Hefe als beim direkten Backen. Die Krume wird feinporiger. Die lange Gehzeit begünstigt den Abbau einiger Stoffe, was die Bekömmlichkeit erhöht. Und, hier fast am wichtigsten: Der Teig wird deutlich elastischer und lässt sich besser verarbeiten.

Den gegangen Teig holen wir aus der Kälte und teilen ihn in zwei gleich große Stücke, die wir dann jeweils auf etwa 40x25cm ausrollen und sich kurz entspannen lassen. In der Zwischenzeit halbieren wir 300g Marzipanrohmasse und 150g Mohnfüllung (ruhig die Fertige kaufen, macht nix). Die Marzipanhälften werden pi mal Auge zu je einem Streifen gerollt, der etwa 5x35cm misst. Dann kommt je eine Hälfte der Mohnmasse auf eine Teigplatte, mit einem kleinen Rand. Mittig auf die Platten platzieren wir die Marzipanstreifen und rollen nun von der breiten Seite gewissenhaft auf. So gleichmäßig, wie es möglich ist. Das letzte unbestrichene Stück „kämmen“ wir ein bisschen mit der Gabel und feuchten es an, damit der Teig besser schließt. Zusätzlich drücken wir vorsichtig sämtliche Nähte mit den Fingerspitzen zusammen und legen die so entstandenen Rollen mit dem Schluss nach unten zur Ruhe. Nach einer weiteren Stunde schneiden wir sie der Länge nach in Hälfte, aber nicht ganz durch, sondern lassen mittig ca. 3cm stehen. Jeden Teigstrang drehen wir nun um etwa 90 Grad nach außen, damit die gefüllte Seite nach oben zeigt. Beide Teiglinge legen wir dicht nebeneinander und flechten die jeweils vier Stränge zusammen (wer nicht flechten kann: Jeweils zwei Stränge helixmäßig verdrehen und die entstandenen zwei dann noch mal miteinander verschnurpseln geht auch). Den ganzen Zopf bugsieren wir irgendwie auf ein Blech und formen ihn zum Kranz. Jetzt wird erst der Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorgeheizt. Unmittelbar vor dem Weg in den Ofen bepinseln wir den Kranz mit einem mit etwas Milch verquirltem Dotter und backen ihn für 30 Minuten. Dann nehmen wir ihn kurz heraus und tragen die Aprikotur auf: Eine helle Konfitüre (meist, wer hätte es gedacht, Aprikose) wird erwärmt, bis sie flüssig ist – 2 Esslöffel voll reichen – und auf den Kranz gepinselt. Darüber streuen wir eine Handvoll Mandelblättchen und backen noch mal zehn Minuten bei 150° Grad. Und das, verehrte Herrschaften, war schon alles. Anlassbedingte Standardphrase und viele bunte Eier!

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Stadtkinder essen: Cape Town

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Stadtkinder essen: Cape Town


Cape Town

Die Entfernung zwischen Hannover und Kapstadt beträgt 9632,78 Kilometer Luftlinie. Das sind ungefähr 11,5 Stunden mit dem Flugzeug, keine akzeptable Strecke also für Lieferando oder Uber eats. Darüber nachzudenken ist aber auch gar nicht nötig, gibt es doch seit ein paar Monaten die Möglichkeit, authentisches südafrikanisches Essen in Hannovers Altstadt zu genießen. Die Online-Bewertungen überschlagen sich, Südafrikaner finden, es schmecke „wie zuhause“. Aber wie schmeckt das denn wohl, da zuhause? Finden wir’s raus!

Da im selben Gebäude zuvor ebenfalls ein afrikanisches Restaurant untergebracht war, hat man, ganz pragmatisch, an der Deko nicht viel gemacht. Holzmasken glotzen von den Wänden, schweigen sich aber darüber aus, ob sie süd- oder zentralafrikanischer Herkunft sind. Soll uns egal sein, bedrohlich wirken sie nicht. Im Gegenteil, es ist recht gemütlich hier: Dekostoffe mit Giraffenprint als Tischdecken, das Personal ist aufmerksam und zugewandt. Als erstes werfen wir einen Blick auf die Weinkarte. Aus Südafrika kommt sehr guter Wein, das weiß man schließlich. Wir entscheiden uns für Sauvignon Blanc und Pinotage zu je 7 Euro pro Glas mit 0,2 Liter.

Boah. Gute Wahl. Eine sehr gute Wahl.

Als Vorspeise bestellen wir uns Samosas mit Lammfüllung (3 Stück 7,90 Euro). Richtig gut! Der Teig ist blättrig, sehr knusprig und die Füllung aus Lammhack und Erbsen ist toll gewürzt, das Aprikosenchutney passt sehr gut dazu. Daneben finden wir eine frische Salatbeilage mit Dressing – aber nicht zu viel – und Saatengarnitur. Alles in allem ein exzellentes Entrée. Beim Hauptgang sind wir unschlüssig. Ja, sicher, Zebrafleisch ist exotisch und alles, aber wir haben keine Vergleichsmöglichkeiten. Wir können sagen: schmeckt oder schmeckt nicht. Ganz subjektiv – wenig repräsentativ also. Nein, wir machen das anders. Bei Bobotie (14,50 Euro) handelt es sich um ein südafrikanisches Nationalgericht, das mit uns durchaus bekannten Zutaten hergestellt wird: Eine stark gewürzte, mit Aprikosen verfeinerte Masse aus Hackfleisch und eingeweichtem Weißbrot, die mit einer Haube aus Eiern und Sahne bedeckt und gegart wird. Im Grunde Hackbraten mit Mütze. Die starken Gewürze, besonders Zimt kommt hier deutlich zum Ausdruck, und die Süße der Aprikose harmonieren sehr gut miteinander. Ein richtiges Wohlfühlgericht, das man am liebsten mit einem großen Löffel einstrudeln möchte. Auch zum Bobotie wird eine Salatbeilage serviert, was Sinn ergibt, denn ohne wäre das Gericht vielleicht zu schwer und mächtig – Fresskomaalarm wegen lecker.

In Durban leben 25% Asiaten, die meisten davon haben, geografisch bedingt, indischen Hintergrund. Deshalb ist es auch kaum verwunderlich, dass uns ein Durban Curry angeboten wird. Erhältlich ist es mit Huhn (15,90 Euro) und ohne. Auch, wenn die Karte es als scharf ausweist, ist es das nicht, eher recht würzig. Zwiebeln, grüne Bohnen und Blumenkohl herrschen hier vor. Das Hühnerfleisch hingegen wirkt etwas fehl am Platz, als sei es separat gekocht und erst gegen Ende hinzugefügt worden. Nichts Falsches daran, aber nicht so richtig unser Geschmack, deshalb unser Tipp: Das Curry lieber vegetarisch bestellen. Auch hätte hier eine frische Note in Form von Salat nicht geschadet; bei Curry läuft man schnell mal Gefahr, dass der Geschmack leicht staubig gerät. Alles in allem sind wir aber sehr angetan von Essen, Getränken und Service und werden sicher noch einmal wieder kommen – vielleicht trauen wir uns dann ans Zebra.

Cape Town

Knochenhauerstraße 2

30159 Hannover

www.restaurant-capetown.de

Di-So 17.00-23.00 Uhr

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Neu in der Stadt: Kaffeeklein und Lista Concierge

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Neu in der Stadt: Kaffeeklein und Lista Concierge


Wenn man durch Vinnhorst schlendert und Lust auf guten Kaffee hat, hat man jetzt eine neue Anlaufstelle. Mitten im Stadtteil hat das Kaffeeklein eröffnet – ein kleines Café, das auf das Wesentliche setzt – Qualität, Ruhe und echte Begegnungen. Die Betreiber*in Gabriella und Ioannis Sterkas möchten hier auch einen Ort der Verkostung schaffen. Bei ihnen dreht sich alles um hochwertigen Kaffee, der mit großer Sorgfalt ausgewählt und im Haus schonend geröstet wird. Die Bohnen stammen aus direkten Partnerschaften mit ausgewählten Kaffeebauern – transparent, nachhaltig und mit Respekt für das Produkt und die Menschen dahinter. Die kleine Rösterei im Café macht den Prozess sichtbar und erlebbar – vom Rohkaffee bis zur fertigen Bohne und schließlich zum beliebten Heißgetränk – so erleben Gäste ihren Kaffee nicht nur im Geschmack, sondern können auch das Handwerk entdecken, dass dahintersteckt. Die Innenausstattung des kleinen Cafés ist bewusst reduziert gehalten – es gibt nur ein paar Sitzplätze, doch wenn man einen ergattert hat, laden warme Materialien und sanftes Licht zum verweilen ein. Drinnen wie draußen möchten die Sterkas hier einen Ort der Entschleunigung etablieren, an dem Nachbarschaft gelebt wird, an dem Menschen zusammenkommen um einen Moment Ruhe im Alltag zu genießen.

KAFFEEklein

Friedenauer Str. 2

30419 Hannover

Mo und Mi-So 10-16 Uhr

Mehr Infos bei Instagram @kaffee.klein

Lista Concierge

In Hannover gibt es nun mit „Lista Concierge“ einen Service, der den Alltag vielbeschäftigter Menschen erleichtern soll. Hinter dem Konzept steht die 29-jährige Gründerin Dajana Xhemalaj, die sich mit ihrem Angebot an Menschen richtet, deren Zeit im Berufs- und Privatleben stark beansprucht ist. Ihr Ziel: mehr Freiraum schaffen, indem sie Aufgaben übernimmt, die sonst zusätzlich belasten. Die Idee entwickelte sich aus einer einfachen Beobachtung: Viele Verpflichtungen lassen sich im Alltag kaum unterbringen, obwohl sie notwendig sind. Genau hier setzt ihr Service an. Ob Terminabstimmungen, Einkäufe, die Koordination mit Handwerker*innen oder Unterstützung bei Reisen und Veranstaltungen – die Leistungen werden individuell abgestimmt und flexibel gestaltet. Das Angebot konzentriert sich auf die Stadtteile List, Zooviertel und Oststadt, wo besonders viele Berufstätige und Familien leben. Dort sieht Xhemalaj einen hohen Bedarf an verlässlicher Unterstützung im Alltag. Mit ihrer kaufmännischen Ausbildung und Erfahrung im Marketing bringt sie die nötigen Grundlagen mit, um ihr Konzept professionell umzusetzen. Wichtig sind ihr dabei vor allem Vertrauen, Diskretion und persönliche Betreuung.

Mehr Infos unter Tel. 0175 9659111, per E-Mail an lista.concierge@gmx.de oder bei Instagram @lista.concierge.

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Der besondere Laden: Majolie – botanische Kerzen

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Der besondere Laden: Majolie – botanische Kerzen


Wenn Katya und Varduhi über majolie sprechen, leuchten die Augen der zwei Gründerinnen. Mit einer Mischung aus Mut, Stolz und dem festen Glauben daran, dass Kreativität manchmal größere Wünsche erfüllen kann als jede noch so perfekte Karriereplanung, kreieren sie ihre eigenen Kerzen und verschenken persönliche Botschaften „durch die Blume“.

Die beiden Schwestern, ursprünglich aus Armenien, wirken schon auf den ersten Blick wie ein eingespieltes Duo, das längst weiß, wohin es will. Doch der Weg zu ihren botanischen Kerzen war weniger Businessplan als Bauchgefühl. Angefangen hat alles mit Stress, Sehnsucht nach Ruhe und dem Wunsch, am Ende eines langen Tages „einfach mal was Schönes zu machen.“ Das Kerzengießen war zunächst ein ganz privates Ritual gegen den Druck, der sich im Berufsalltag aufgebaut hatte – und wuchs schnell darüber hinaus.

„Als hätten wir die Gedanken der anderen gelesen, kam uns beiden gleichzeitig die Idee, mit den Kerzen ein Business aufzubauen“, so Katya. „Es hat uns so gut gefallen, dass wir immer mehr machen wollten“, lächeln die zwei. Aus ihren Hauptberufen bringen die beiden die idealen Voraussetzungen mit. Katya ist als Augenoptikerin tätig, kennt den persönlichen Kontakt zu Kund*innen und weiß, auf deren Wünsche einzugehen. Varduhi bringt ihre Erfahrung aus Management und Buchhaltung mit. Die zwei ergänzen sich perfekt und haben in sich eine Balance zwischen Gefühl und Ordnung, zwischen Herz und Kopf gefunden.

Mit majolie, was übersetzt aus dem Französischen „Meine Schöne“ bedeutet, erweitern sie den Kerzenmarkt um einzigartige Blütenvariationen. In ihren botanischen Kerzen wirken liebevoll zusammengestellte Blumenkombinationen, als wären sie gerade erst gepflückt worden. Damit das gelingt, braucht es viel Geduld. Eine botanische Zylinderkerze zu gießen, dauert zum Beispiel etwa drei Tage. Drei Tage Schichten, Aushärten und Glätten – als würden die Schwestern sorgfältig eine Frühlingsblume wässern, die schon bald darauf erblüht.

„Die Idee zu den Blumen kam uns, weil wir etwas machen wollten, was es noch nicht gab. Etwas, das Ausdruck hat, ein Gefühl vermittelt. Wir wollten nicht einfach Kerzen machen, sondern Emotionen gießen. Mit Blumen geht das sehr gut.“

Wenn die zwei mit ihren botanischen Kerzen auf Märkte gehen, ist die Reaktion der Kund*innen oft verblüfft. „Viele Fragen, ob das tatsächlich echte Blumen sind, und sind total begeistert.“ Noch begeisterter sind sie, wenn sie hören, dass die Schwestern auch ganz individuelle Kerzen nach Kund*innenwünschen gießen. „Unsere Kerzen sollen nicht in ein Raster passen, sondern zu den Menschen, zu ihren Persönlichkeiten und Lebensphasen“, erklärt Varduhi. Düfte, Blüten und Farben können beliebig variiert und zu echten Unikaten vereint werden.

Und die Vision dahinter, Persönlichkeiten zu stärken, reicht noch weit über das Kerzenglas hinaus. Katya und Varduhi möchten Räume schaffen „in denen Frauen kommunizieren können, sich wohlfühlen und einfach Frau sein dürfen.“ Ob mit Workshops, Community-Treffen oder Expertinnen-Talks, ob es um Selbstständigkeit, Sicherheit oder berufliche Fragen geht – „wir wollen einen Ort erschaffen, an dem Frauen Antworten auf all ihre Fragen finden, sich gegenseitig stärken und Mut machen.“

Die Schwestern folgen mit majolie nicht einfach einem weiteren Trend, sondern verbinden die Schönheit eines Deko-Elements mit einer wichtigen Botschaft: Du darfst wachsen wie eine Blume, du darfst leuchten wie das Licht einer Kerze, du darfst einfach du selbst sein.

Laura Druselmann

majolie – botanische Kerzen

Podbielskistraße 270

Tel.: 01516 1608334

E-Mail: info@majolie-candles.de

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