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Ehrenamtliches Engagement: Kinderbeirat Hannover

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Ehrenamtliches Engagement: Kinderbeirat Hannover


„Kinder für Kinder – das fanden wir sofort charmant“, sagt Michaela Necke und lächelt Stephanie Michel an, die sofort ergänzt: „Und dass Kinder wirklich selbst entscheiden dürfen, nicht wir Erwachsenen – das ist das Besondere.“ Sie sind die Initiatorinnen des Kinderbeirats Hannover, der seit 2019 zum bundesweiten Netzwerk von „Children for a better World“ gehört. Die Idee dahinter ist, früh für Kinder erlebbar zu machen, dass ihre Stimme zählt und ihr gesellschaftliches Engagement etwas verändern kann.

Die Kinder und Jugendlichen sind zwischen sieben und 18 Jahre alt und entscheiden gemeinsam über Fördergelder für soziale Projekte. Bis zu 1.500 Euro können pro Projekt vergeben werden. Ob ein Musical an einer Brennpunktschule, ein Schul-Avatar für ein krebskrankes Kind an der MHH oder ein Aufenthaltsraum im Jugendzentrum Roderbruch: Die Entscheidungen über die Vergabe der Fördergelder treffen die Kinder vollkommen eigenständig. Stephanie und Michaela organisieren nur den Rahmen, legen aber großen Wert drauf, dass die Hilfe möglichst direkt ankommt.

Wer den beiden zuhört, merkt schnell, sie reden nicht einfach über ein Ehrenamt, sondern über eine Herzensangelegenheit. Im Gespräch mit den beiden wird viel gelacht und geschwärmt, vor allem dann, wenn es um „ihre“ Kinder geht – die Mitglieder des Kinderbeirats. Auch, was bei den Beiratstreffen passiert, klingt sehr vertraut. Es hört sich weniger nach Vereinssitzung und vielmehr nach einem ziemlich lebendigen Nachmittag und Freund*innen an. Es gibt Pizza oder Hotdogs, die Hunde laufen zwischen den Kindern hindurch, es wird Tischtennis gespielt – und erst dann wird über Kosten, Gerechtigkeit und darüber, was wirklich sinnvoll ist, diskutiert.

„Die Kinder rechnen richtig mit“, berichten die zwei Frauen begeistert. Einmal habe ein Projekt den kompletten zur Verfügung stehenden Betrag von 1.500 Euro für einen Schwimmbadausflug beantragt – inklusive Busfahrt. „Dann haben die Kinder gesagt: Wieso braucht ihr einen Bus? Mit der Bahn kostet das doch viel weniger.“ Also rechneten sie Fahrkartenpreise aus, kalkulierten Freibadeintritte und kamen am Ende zu dem Schluss, dass das Projekt toll, aber günstiger machbar ist. Genau diese Mischung aus Mitgefühl und Pragmatismus beeindruckt die beiden Initiatorinnen immer wieder. „Gerade die kleinsten Mäuse überraschen einen manchmal am meisten.“

Der Kinderbeirat stellt einen Ort dar, an dem schon die Jüngsten schnell lernen, Verantwortung zu übernehmen. Manche entwickeln sich zu echten Finanzprofis, andere zu Vermittlerinnen oder Teamplayern. „Da sieht man schon richtige Persönlichkeiten“, erzählt Stephanie. „Der eine weiß immer ganz genau, wie viel Geld noch da ist. Und der nächste achtet darauf, dass jede Meinung gehört wird.“

Dass die jungen Mitglieder ihre Verantwortung ernst nehmen, zeigt sich längst auch außerhalb der Treffen. Eine Teilnehmerin schlug inzwischen zum Beispiel selbst ein Schulprojekt vor, ein anderes Mädchen entwickelte eine Idee für ein Projekt für hörgeschädigte Kinder. „Das ist eigentlich der größte Erfolg“, strahlen Stepahnie und Michaela. „Dass ,unsere‘ Kinder anfangen, selbst hinzuschauen.“

Obwohl der Kinderbeirat gut in der Stadt vernetzt ist und zahlreiche Unterstützer*innen hat, fehlt es oft an Anträgen. „Wir brauchen mehr Projekte“, betonen die beiden Frauen. „Wir sind da, wenn jemand Unterstützung braucht, und wir helfen gern! Die Antragstellung funktioniert ganz unkompliziert über unsere Webseite.“

Vielleicht liegt die größte Stärke des Vereins aber auch genau darin, dass sie nicht groß für sich werben und, dass nicht groß von gesellschaftlicher Verantwortung gesprochen, sondern sie einfach übernommen wird. „Es ist uns einfach eine Herzensangelegenheit. Und deshalb möchten wir gern noch mehr Kindern in Hannover helfen, die finanziell benachteiligt, körperlich oder geistig beeinträchtigt sind. Meldet euch bei uns!“

» Laura Druselmann

Kinderbeirat Hannover
www.kinderbeirathannover.de
info@kinderbeirathannover.de
Förderanträge lassen sich ganz einfach über die Webseite ausfüllen und einreichen.

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Zur guten Nacht: Die nubische Akazien-Hornisse

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Zur guten Nacht: Die nubische Akazien-Hornisse


An einem warmen Juliustage saß die Großherzogin des Großherzogtums Klein-Unterniedern auf ihrer Veranda, eingepfercht zwischen Sahnetorten, Teekännchen und -tässchen sowie einer launigen Lektüre, mit der sie sich schon seit Tagen ihre Zeit vertrieb. Gerade wollte sie ihre Gabel wieder in besagte Torte versenken, als mit lautem Klatschen ein gefiedertes, faustgroßes Vogelvieh in selbige hineinschoss. Mit offener Kinnlade schaute die Großherzogin empört auf den bemerkenswert hässlichen Vogel, der mit aufgerissenem Schnabel, wie irrsinnig kullernden Augen und krampfartig zuckenden Flügeln und Beinchen in der großherzoglichen Torte ruderte und zu allem großherzoglichen Überdruss auch noch unkontrolliert Ausscheidungen in die besudelte Creme de la creme hineinschiss. „Pfui Spinne!“, entfuhr es der Großherzogin, die sich ein Herz nahm und nach ihrem Mediziner läutete, der als Hofgelehrter auch ein kundiger Ornithologe und Veterinär war. Dieser erschien auch kurz darauf und blickte bekümmert auf seine Herzogin und regelrecht bestürzt auf die Torte, in der das Vogeltier einen regelrechten Veitstanz aufführte. „Was“, wollte die Herzogin wissen, „ist denn nur in diesen garstigen Vogel gefahren, Johann?“ Es schwang eine Sorge in ihrer Stimme, die weniger der sich windenden und zuckenden Kreatur galt als vielmehr dem großherzoglichen Vogelbestand, dem eine elendige Seuche natürlich nicht gut zu Gesicht gestanden hätte. Johann, der Gelehrte, zückte sein Monokel, beugte sich dicht über das Tier im Sahnehaufen und strich ihm vorsichtig mit seinem Zeigefinger durchs Gefieder. Dann, mit durchaus triumphierenden, aber noch beherrschtem „Aha!“ blickte er wieder empor, hob schulmeisterlich einen Finger in die Höhe und sprach: „Vespa acaciae nubensis! Die nubische Akazien-Hornisse!“ Die Herzogin hatte ihre zu entgleisen drohenden Gesichtszüge gerade noch so im Griff. „Hornisse?“, fragte sie latent entgeistert. „Gewiss“, erläuterte der Gelehrte betont zustimmend. „Die nubische Akazien-Hornisse ähnelt ein bisschen der orientalischen Mörtelwespe, befällt allerdings auch Vögel und Säugetiere.“ Ein großherzogliches Auge verengte sich skeptisch, während Johann fortfuhr: „Im Grunde ganz einfach: Das Insekt sucht sich einen Wirt, fliegt ihn an, sticht und lähmt ihn. Dann befestigt die Hornisse ein Ei in Nähe der Tränendrüse und aus selbigem schlüpft alsbald eine Larve, die sich fortan in den Kopf des Wirtes vorarbeitet, um selbigen auszusaugen und sich zu nähren. Der Wirt neigt, wenn das Gift nachlässt, gelegentlich zu starken Muskelzuckungen und -krämpfen, die im Laufe der Zeit bloß noch peristaltischen Bewegungen weichen, ehe der Tod eintritt.“

„Pfui“, ekelte sich die Großherzogin, „pfui, pfui, pfui!“ Sie schnappte sich den Tortenheber und katapultierte das noch immer zuckende Bündel aus Federn und Sahne in die äußerste Ecke der Veranda. „Kümmern sie sich darum, Johann!“, trug sie dem Hofgelehrten auf, der sich souverän umwandte, die große Heilige Schrift vom Bücherstapel nahm und das auf den Verandafliesen herumhüpfende Tier – Klatsch! – zerschmetterte. Dann hob er die Heilige Schrift, wischte das tote Tier über die Verandabrüstung, reinigte den Ledereinband mit seinem Ärmel und machte sich daran, die Großherzogin zu beruhigen, die sich ängstigte, dass das scheußliche Insekt die schönsten Singvögel des Großherzogtums befallen könnte. Die Angst nahm ihr Johann geschickt und wortgewandt, sprach von invasiven Arten und Gegenmaßnahmen und stieß auf großes Gehör bei seiner Zuhörerin. Aber von Tag zu Tag und von Sahnetorte zu Sahnetorte fand sich das bizarre Schauspiel weniger und weniger in den Erinnerungen der Großherzogin, derweil die Belehrungen Johanns auf sie immer enervierender und dreister wirkten. Schließlich sprach er davon, dass es auf lange Sicht vonnöten sei, den großherzoglichen Reisedrang zu drosseln, die Holzöfen im Winter weniger zu nutzen und bei den großherzoglichen Forstgeschäften mehr Rücksicht auf natürliche Lebensräume zu nehmen. So ging das Tag für Tag, Woche für Woche: Johann redete sich immer mehr in Rage – und die Großherzogin bewegte sich zunehmend von Zustimmung zu Ablehnung, was aber Johann nur umso mehr anstachelte. Und schließlich kam der Tag, an dem der Großherzogin die nubische Akazien-Hornisse das kleinste aller Übel zu sein schien. So läutete sie an besagtem Tag, wieder eingepfercht zwischen Sahnetorte, Teekännchen und -tassen, nach Johann und setzte ihm bei sich bietender Gelegenheit eine zuvor eingefangene Vespa acaciae nubensis in den Nacken. Damit war ihr Problem dank der hilfreichen neuen Hornissenart gelöst und die Großherzogin aß Tag für Tag auf ihrer Veranda Sahnetorten, während Johann halb auf der Verandabrüstung hängend von Tag zu Tag weniger und weniger zuckte und ruderte. Und er würde wohl noch heute so zucken, hätte sich die Vespa acaciae nubensis nicht so restlos und gründlich gelabt.

» CK

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Stadtkinder kochen Zitronenpizza

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Stadtkinder kochen Zitronenpizza


„Eine ganze Zitrone! Gekocht, püriert und in Keksen verarbeitet! Langsam gehst du ein bisschen zu weit mit deiner Zitronensucht. Was kommt als Nächstes, Zitronen auf einer Pizza?“ „Halt mein Bier!“ So ungefähr ging das los. Ich fühlte mich herausgefordert und habe überlegt, wie sich das wohl am besten bewerkstelligen ließe. Natürlich, man kann seine Thunfischpizza mit Zitrone verfeinern. Oder Sardellen. Manche mögen sogar Shrimps auf ihrer Pizza (erinnert mich persönlich an Fahrradreifen, aber jeder so, wie er eben möchte) und auch dazu passt Zitrone. Der Star bleibt dabei aber der Fisch, bzw. das Krustentier. Wie gelingt es also, eine zitronigliche Vollumfänglichkeit zu erreichen? Nach einigem Tüfteln stellte sich das Ergebnis als zufriedenstellend dar:

Hefeteig, damit steht und fällt alles. Worüber sich diese oder jene Italiener untereinander kloppen, ist letztlich eine Geschmackssache: Möchte man den Teig höher und fluffiger haben, macht man den Hefeteig frisch, für einen flacheren Boden mit großen Poren gönnt man dem Teig einen Tag Ruhe. Vorstellbar ist, dass beide Varianten traditionell sind – das sagen einem logischer Menschenverstand und Ökonomie: Wenn man schon Teig ansetzt, warum dann nicht gleich für mehrere Tage? Mir persönlich ist der Teig lieber, wenn er geruht hat; knuspriger und weniger nach Hefe schmeckend. Für eine einzelne runde Pizza nehme ich also ein Teigstück in der Größe einer – ha! – Zitrone und rolle ihn mithilfe von etwas Hartweizengrieß rund aus. Aus einigen Esslöffeln Olivenöl, etwas Salz, einer fein gehackten Knoblauchzehe und Zitronenabrieb stelle ich nun die Basissauce her – Tomate ist an dieser Stelle nicht gefragt. Als Kräuter passen natürlich Oregano oder, um es auf die Spitze zu treiben, Zitronenthymian ganz hervorragend. Nachdem ich das Öl großzügig auf dem Teigfladen verteilt habe, bestreue ich ihn mit Käse, vorzugsweise schnittfestem Mozzarella. Der Käse sollte nicht zu kräftig sein, da durch die Zitrone noch Bitterstoffe hinzukommen und es dann schnell zu viel werden kann. Darauf verteile ich nun eine in feine Ringe geschnittene Schalotte und einige hauchdünne Zitronenscheiben, höchstens zwei Millimeter stark. Das Ziel ist, den Rand der Zitrone zu bräunen und das Fruchtfleisch schmelzen zu lassen, deshalb keinesfalls zu dick schneiden!

Den Backofen heize ich volle Tüte auf, mit allem, was drin ist, also meistens 250°C, Ober-/Unterhitze. Auf der untersten Schiene findet nun meine Pizza ihren Platz für etwa 8 Minuten. Dann sollte sie braun genug sein, während es in der Küche unwahrscheinlich lecker riecht. Kann davon bitte mal jemand ein Raumspray herstellen? Nach dem Herausnehmen bestreue ich die Pizza noch mit etwas Fleur de Sel und Zitronenpfeffer, einigen Blättchen Basilikum (Zitronenmelisse könnte auch fetzig sein) und esse alles auf. Niemand soll mir sagen, was ich nicht tun kann und erst recht nicht, was ich mit meinen Zitronen anstellen soll!

» IH

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Stadtkinder essen: Changle Noodle House

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Stadtkinder essen: Changle Noodle House


Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht irgendwelche neuen asiatischen Foodtrends aus dem Digital gekrabbelt kommen. Seit einiger Zeit sind von Hand gezogene Nudeln das große, heiße und ziemlich lange Ding. Man stellt sich natürlich sofort eine Szene vor wie seinerzeit bei „Susi und Strolch“. Ob es tatsächlich auch so romantisch ist, so gut schmeckt und ob wir einen singenden Hundechor vorfinden würden, haben wir eruiert und waren in der zweiten, neueren Filiale des Changle Noodle Houses auf der Marienstraße. Deren Partnerfiliale ist schon seit längerem auf der Lister Meile zu finden und die Spezialität des Hauses sind eben nämliche Nudeln. Mit Pho oder ohne, warm, kalt, mit Gemüse und/oder Fleisch – jegliche denkbare Zubereitung. Wir fragen uns, ob der Hype berechtigt ist.

Zur Vorspeise gönnen wir uns frittierte Dumplings (5 Stück für 4,90 Euro) mit Schweinefleischfüllung, trinken ein Bier (0,33l für 4,90 Euro) und eine große Johannisbeer-Saftschorle (0,4l für 4,90 Euro) Innerhalb kürzester Zeit bekommen wir die Vorspeise serviert.

Die Dumplings sind knusprig und obwohl ein bisschen salzarm, schmecken sie doch recht gut. Wir können uns nicht ganz einigen, ob es sich um selbstgemachte oder gekaufte Ware handelt, was am Ende aber auch gar nicht so furchtbar wichtig ist. Während wir noch kauen, kommt schon eines unserer Hauptgerichte. Zum einen haben wir das zweifach gebratene Schweinefleisch mit Reis (15,90 Euro) bestellt und zum anderen natürlich das Gericht, weshalb wir hier sind: handgezogene Nudeln mit Salat, Gemüse, Hackfleisch und Five Spice-Würzung (13,90 Euro). Letzteres Gericht wird zuerst serviert, was ein bisschen ärgerlich ist. Wenn die Gerichte nicht zeitgleich kommen, wartet der Eine natürlich aus Höflichkeitsgründen auf den anderen und muss dann später lauwarmes Essen essen.

Nach einer gewissen Wartezeit wird dann auch das Schweinefleisch gebracht. Was sich als erstes bei beiden Gerichten herausgestellt: Das mit der Salzarmut zieht sich durch, generell ist das Würzen hier anscheinend verpasst worden, es schmeckt doch alles sehr… tja… naturbelassen. Leider ist auf dem Tisch weder eine Menagerie zu finden noch ist das Servicepersonal aufmerksam genug (wenn auch sehr freundlich) nachzufragen, ob alles in Ordnung sei.

Bei der Five-Spice-Gewürzmischung, die für die asiatische Küche typisch ist, schmeckt man am deutlichsten den Sternanis hervor, was das Ganze in Kombination mit den nahezu ungewürzten Restzutaten nach Nudeln mit Hustensaft schmecken lässt. Das zweifach gebratene Schweinefleisch ist, so soll es ja auch sein, ein bisschen gummig, ja fast toffeeartig klebrig. Handwerklich wirklich gut gemacht, dünn geschnitten, schön glasiert aber ebenfalls relativ geschmacksarm. Da sieht man mal wieder: Optik ist nicht alles.

Alles in allem sind wir zwar satt, besonders begeistert aber nicht. Nicht von der Einrichtung – statt der erhofften „Susi und Strolch“-Romantik hat das Changle eher Kantinencharakter – und das Signature Dish: Nun, letzten Endes sind es dann doch nur ein paar ungewöhnlich lange Eiernudeln (ohne Hundechor) für vergleichsweise viel Geld bei wenig Gewürzen. Hält sich unserer Meinung nach nicht die Waage, wiederkommen werden wir wohl eher nicht.

» IH

Changle Noodle House
Marienstraße 54
30171 Hannover
Di-So: 12-15 Uhr und 17-21.30 Uhr

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Neu in der Stadt: Vitrine Hannover, Perlenfischer, Zur guten Absicht und Sleep With Me

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Neu in der Stadt: Vitrine Hannover, Perlenfischer, Zur guten Absicht und Sleep With Me


Vitrine Hannover – Ein Raum für Ideen

Mit der Vitrine Hannover entsteht in der Innenstadt ein temporärer Raum für migrantische Gründungen. Vom 8. Juli bis Ende Oktober erhalten Gründerinnen die Möglichkeit, ihre Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsideen unter realen Bedingungen zu präsentieren, weiterzuentwickeln und wertvolle Erfahrungen im direkten Austausch mit der Öffentlichkeit zu sammeln. Die Vitrine versteht sich als Ort des Ausprobierens, Lernens und Vernetzens. Besucherinnen können die Menschen hinter den Ideen kennenlernen, Feedback geben und die Entwicklung der Projekte hautnah begleiten. Die teilnehmenden Gründerinnen präsentieren dabei ein vielfältiges Angebot aus den Bereichen Mode, Schmuck, Floristik, Coaching, Bildung, Beauty und digitale Dienstleistungen. Das Projekt schafft Verbindungen zwischen Gründerinnen, Kundinnen, Communities und Unterstützungsangeboten. Es setzt ein Zeichen für Vielfalt, Teilhabe und Dialog und macht unternehmerische Ideen sichtbar, bevor sie perfekt sein müssen. Das Projekt wird vom kreHtiv Netzwerk Hannover e.V. umgesetzt und im Rahmen des Förderprogramms WIR 2.0 der Landeshauptstadt Hannover gefördert.

Grupenstraße 3, 30159 Hannover. 8. Juli bis Ende Oktober 2026, mindestens Mi-Sa, 12-18 Uhr (darüber hinaus individuell). Mehr Infos auf www.krehtiv.de/projekte/vitrine-hannover.

Perlenfischer

„Die Lister Meile war für uns von Anfang an der ideale Standort für unseren Perlenfischer Store in Hannover. Umso mehr freuen wir uns, dass wir hier so offen und herzlich empfangen wurden. Die positive Resonanz der Nachbarschaft und unserer Kunden hat uns den Start leicht gemacht, und wir fühlen uns auf der Lister Meile bereits sehr wohl“, freuen sich die Betreiber*innen von Perlenfischer. Im Mittelpunkt des Sortiments stehen die charakteristischen Design-Stempel sowie kreative Produkte, mit denen individuelle Ideen gestaltet und umgesetzt werden können. Von Grußkarten und Geschenkverpackungen über Papeterie bis hin zu persönlichen DIY-Projekten. Die Motive werden in Frankfurt am Main entworfen und in einer deutschen Manufaktur gefertigt. So verbindet Perlenfischer modernes Design, hochwertige Materialien und die Freude am kreativen Gestalten. Neben den eigenen Produkten bietet der Store eine sorgfältig kuratierte Auswahl an besonderen Geschenkartikeln, hochwertiger Papeterie und inspirierenden Kleinigkeiten für alle, die Schönes lieben. Ab Juli erweitert Perlenfischer das Angebot um Workshops, in denen Interessierte das Stempeln  kennenlernen und gemeinsam kreativ werden können. Der neue Store versteht sich damit nicht nur als Geschäft, sondern auch als Ort der Inspiration und Begegnung für Kreative, Designliebhaber und alle, die Freude am Selbermachen haben.

Lister Meile 66, 30161 Hannover. Mo-Fr 10.30-18.30 Uhr, Sa 10-16 Uhr. Mehr Infos auf www.perlenfischerdesign.de.

Zur guten Absicht

Mitten in der Altstadt Hannovers ist mit Zur guten Absicht ein besonderer Ort entstanden – eine Galerie für Utopien, die Menschen zusammenbringt und dazu einlädt, die Zukunft der Stadt gemeinsam zu gestalten. Hier stehen nicht Konsum und Hektik im Mittelpunkt, sondern Ideen, Begegnungen und die Frage, wie ein gutes Zusammenleben in Hannover aussehen kann. Herzstück des Projekts ist die Sammelstelle für wertschätzende Kritik. Besucher*innen können hier ihre Beobachtungen, Wünsche, Fragen, Anregungen oder auch Kritik zum Leben in Hannover teilen. Die gesammelten Beiträge werden sichtbar gemacht und gemeinsam mit Vereinen, Initiativen, Expert*innen sowie interessierten Bürger*innen weitergedacht. So entstehen Gespräche, Veranstaltungen und neue Impulse für die Stadtgesellschaft. Zur guten Absicht vereint Café, Bibliothek, Treffpunkt, Kiosk, Projektraum und Forum unter einem Dach. Bei einem Çay, Kaffee oder einer Limonade können Gäste verweilen, in ausgewählten Büchern zu Gesellschaft, Kultur und Zusammenleben stöbern oder besondere Produkte und Ideen aus Hannovers Partnerstädten entdecken. Ein vielfältiges Programm aus Workshops, Lesungen, Gesprächen, Ausstellungen und kreativen Begegnungsformaten ergänzt das Angebot. Abseits der Öffnungszeiten, dient der Raum Vereinen und Initiativen als Werkstatt für neue Projekte und Kooperationen. So wird Zur guten Absicht zu einem Ort, an dem aus Gedanken konkrete Ideen werden – und aus Ideen gemeinsames Handeln.

Schuhstraße 9, 30159 Hannover. So-Mi, 10-18 Uhr. Mehr Infos auf www.zurgutenabsicht.de und bei Instagram @zurgutenabsicht.

Sleep with me.

Der gemütliche Laden stellt die Schönheit hochwertiger Materialien, zeitloses Design und bewusst ausgewählte Alltagsgegenstände in den Mittelpunkt: Sleep with me. vereint Handwerkskunst, Ästhetik und die Freude an Dingen, die lange bleiben und mit den Jahren an Charakter gewinnen. Im Zentrum der Kollektion steht die von der Ladenbesitzerin mit viel Liebe zum Detail handgefertigte Leinenbettwäsche. Leinen gilt seit Jahrhunderten als besonders langlebiges und natürliches Material. Es wird mit jeder Wäsche weicher, sorgt für ein angenehmes Schlafklima und bringt Ruhe und Natürlichkeit in den Wohnraum. Jedes Stück verbindet Komfort, Qualität und zeitlose Gestaltung. Ergänzt wird das Sortiment durch eine sorgfältig kuratierte Auswahl besonderer Produkte für das Zuhause. Dazu gehören ausgewählte Designklassiker, handgefertigte Unikate, hochwertige Handtücher, feines japanisches Porzellan sowie weitere Fundstücke, die durch Qualität, Handwerkskunst und eine klare, zeitlose Ästhetik überzeugen. Statt kurzlebigen Trends stehen hier Beständigkeit, Funktionalität und die Freude an gut gestalteten Dingen im Vordergrund. Sleep with me. ist ein Ort für Menschen, die Wert auf bewusstes Wohnen legen und sich mit Dingen umgeben möchten, die den Alltag bereichern. Produkte, die gerne genutzt werden, eine Geschichte erzählen und über viele Jahre hinweg Freude bereiten.

Edenstraße 42, 30161 Hannover. Fr 16-19 Uhr, Sa 11-19 Uhr. Mehr Infos auf Instagram @sleep.with.me_hannover.

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Der besondere Laden: Nanosfootballjerseys

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Der besondere Laden: Nanosfootballjerseys


Dieses Geschäft in der Deisterstraße ist weit mehr als nur ein Fanshop. Nanosfootballjerseys verbindet jahrzehntelange Fußballgeschichte geballt an einem Ort. Jedes Trikot trägt Erinnerungen, erzählt von Siegen und Niederlagen, vom Mitfiebern, von Verzweiflung. Und mittendrin: Inhaber Manuel, der zufrieden lächelt. „Ich wollte schon immer etwas Eigenes schaffen, mein Hobby zum Beruf machen – und jetzt stehe ich hier in meinem Laden.“

Als Manuel Said klein ist, bekommt er sein erstes Fußballtrikot geschenkt. Wahrscheinlich ahnt damals niemand, dass aus diesem Stück Stoff einmal ein ganzes Geschäft werden würde. Aber irgendwo zwischen spannenden Bundesliga-Wochenenden in seinen Kinderzimmerwänden entsteht etwas, das sicher viele Fußballfans kennen: die emotionale Bindung an ein Trikot. Nicht nur an dessen Verein, sondern an besondere Erinnerungen und Spieler, die damit verknüpft sind.

Heute hängen hunderte dieser Erinnerungen dicht an dicht in Manuels Laden in Linden. Vintage-96-Trikots, internationale Shirts, seltene Spielerflocks, Trainingsjacken und weitere Schätze aus längst vergangenen Saisons füllen etliche Kleiderstangen. Mehr als 500 Vintage-Trikots hängen im Sortiment und lassen Fußballfans sofort nostalgisch werden. Nanosfootballjerseys bietet ihnen ein Erlebnis irgendwo zwischen Fußballmuseum, Sammlerzimmer und Streetwear-Store.

Dabei hatte der 25-Jährige, als er vor ein paar Jahren von Winterberg für sein Studium nach Hannover zog, ganz andere Pläne. Er studierte Informationsmanagement mit Schwerpunkt Online-Marketing und dachte gar nicht daran, einmal auf diese Weise Fußballfans aus ganz Deutschland begeistern zu können.

Neben dem Studium ging er einfach weiter seinem Sammlerhobby nach. Flohmärkte wurden für Manuel zu gezielten Schatzsuchen, Kleinanzeigen zu Handelsplätzen. „Es wurde immer mehr Trikots, immer mehr und mehr“, berichtet er und lacht. „Aber dann kam irgendwann der Punkt, an dem ich gesagt habe, ich möchte doppelte Trikots wieder loswerden und mit anderen teilen.“

Also fing er an, seine Funde auf Instagram zu posten. Dort teilte Nanosfootballjerseys seine Retro-Shirts, seltene Matchworn-Trikots und neue Fundstücke aus ganz Europa. „Ich habe eigentlich nur meine privaten Sachen gezeigt“, erzählt er. Doch immer häufiger fragten Follower*innen, woher die Trikots stammen, ob man sie kaufen könne und wann neue kommen. Also begann Manuel mit ersten Story-Verkäufen: Ein Trikot posten, Preis dazuschreiben und warten, bis sich Interessierte melden. Eine erste Business-Idee war geboren.

Parallel besuchte er Fußballmessen und stellte auch dort fest, dass Vintage-Fußballtrikots längst mehr als Fanartikel sind. Vielmehr sind sie Sammlerstücke, Modeobjekte und Erinnerungsarchive für die Menschen. Die alten Stoffe erzählen von Weltmeisterschaften, Kreisliga-Nachmittagen oder Champions-League-Abenden, die man in der Kindheit miterleben durfte. Und in seinem Laden in Linden kann Manuel mit diesem Nostalgie-Faktor punkten.

Denn letztlich geht es bei den Trikots oft genau darum: um ihre Geschichten. Das weiß der Inhaber längst. Auf die Frage nach seinem Lieblingsstück im Laden muss er nicht lange überlegen, denn auch er verbindet damit eine Geschichte. Es ist ein Spielertrikot von Hannover-96-Legende Altin Lala. „Das habe ich mir von ihm persönlich signieren lassen“, strahlt Manuel. Zum Erreichen seiner ersten 10.000 Instagram-Follower schrieb er den ehemaligen Profi einfach an. „Das war das erste Mal, dass ich von einem Spieler persönlich etwas bekommen habe.“

Und spätestens an diesem Punkt wird deutlich, dass hier kein knallharter Verkäufer hinter dem Tresen steht, sondern ein passionierter Fan, der seine Leidenschaft für den Fußball mit anderen teilen möchte. Während so mancher bei diesem Verkaufserfolg vermutlich längst über Expansion sprechen würden, bleibt Manuel erstaunlich ruhig. „Ich lebe im Hier und Jetzt und schaue, was kommt“, sagt er. Er macht keine großen Fünfjahrespläne oder entwickelt Franchise-Ideen. Manuel will einfach nur Fußballfans glücklich machen.

» Laura Druselmann

Nanosfootballjerseys
Deisterstraße 31, 30449 Hannover
Tel. 0176 42283310
E-Mail: saidjerseys@gmail.com
www.nanosfootballjerseys.com
Instagram @nanosfootballjerseys

Öffnungszeiten
Di. bis Fr. 13 bis 19 Uhr
Sa. 12 bis 19 Uhr

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