Manchmal führt der Weg zur eigenen Gründung nicht geradeaus. Bei Stefanie Klinger brauchte es sogar einen zweiten Anlauf. Heute hat sie mit ihrer Praxis für Gesundheitsprävention und Vitalanalyse in Neustadt am Rübenberge einen Ort geschaffen, an dem sie Menschen dabei unterstützen möchte, ihre Gesundheit besser zu verstehen und präventiv zu stärken. Ihr Ansatz: nicht vermuten, sondern messen – und aus den Ergebnissen konkrete Schritte für den Alltag ableiten.
„Ich begleite Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit – analysebasiert und individuell“, sagt Klinger. „Statt Vermutungen anzustellen, arbeite ich mit Zahlen, Daten und Fakten.“ Dafür nutzt sie unter anderem Trockenblutanalysen, Herzratenvariabilität (HRV) und Vitalanalysen. Die Ergebnisse sollen Hinweise auf Nährstoffversorgung, Stressregulation, Regeneration und Belastungen geben. Anschließend geht es um die Frage, was sich im täglichen Leben verändern lässt – bei Ernährung und Bewegung ebenso wie bei Schlaf, Stressmanagement und Entspannung. Entscheidend ist für Klinger dabei, dass ihre Kundinnen und Kunden die Zusammenhänge nachvollziehen können: „Mir ist wichtig, dass Menschen verstehen, was in ihrem Körper passiert, damit sie ihre Gesundheit aktiv mitgestalten können.“
Dass Klinger heute auf Prävention setzt, hat viel mit ihrer beruflichen Vergangenheit zu tun. Sie kommt aus der Kinderintensivpflege und war dort viele Jahre auch in leitender Funktion tätig. Dabei erlebte sie, welche Folgen es haben kann, wenn Gesundheit erst dann in den Mittelpunkt rückt, wenn bereits ernsthafte Probleme entstanden sind.
Parallel zu ihrer Arbeit beschäftigte sie sich intensiv mit Ernährung, Prävention und Stressregulation und absolvierte zahlreiche Aus- und Weiterbildungen zur analysebasierten Ernährungsberaterin. Irgendwann entstand daraus der Wunsch, sich selbstständig zu machen. Der erste Versuch verlief allerdings anders als geplant. Nach der Elternzeit hatte sich Klingers Lebenssituation verändert. Sie entschied sich zunächst, wieder in eine Festanstellung zurückzukehren. Die Idee von der Selbstständigkeit verschwand jedoch nicht. „Eine gute Idee darf auch nach einigen Jahren noch einmal aufgegriffen und weiterentwickelt werden“, sagt sie heute.
Der entscheidende neue Impuls kam schließlich durch den „Business Brunch“, den Klinger gemeinsam mit zwei weiteren Frauen in Neustadt gründete. Darüber ergab sich die Möglichkeit, einen eigenen Praxisraum zu übernehmen. Gleichzeitig stellte sie fest, dass ein klassischer Teilzeitjob weder zu ihren familiären Anforderungen noch zu ihrer Vorstellung einer zugewandten Gesundheitsarbeit passte. So wurde aus dem ersten Gründungsversuch kein Endpunkt, sondern die Grundlage für einen zweiten Start: die Praxis für Gesundheitsprävention und Vitalanalyse mit einem neu geschärften Konzept.
Zu ihr kommen Menschen, die sich beispielsweise müde oder erschöpft fühlen, unter Schlafproblemen oder innerer Unruhe leiden. Sie arbeitet außerdem mit Familien und Paaren mit Kinderwunsch sowie mit Menschen mit chronischen Erkrankungen, die ihre ärztliche Therapie im Bereich der Prävention ergänzen möchten. Zunehmend interessieren sich nach ihrer Erfahrung auch Unternehmen für Angebote zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeitenden.
Dabei setzt Klinger wirtschaftlich bewusst nicht alles auf eine Karte. Neben der Praxis hat sie ein Network und eine Gesundheitscommunity aufgebaut. Hinzu kommt ihr regionales Netzwerk, darunter der von ihr mitgegründete Woman Business Brunch. Mehrere Standbeine seien für sie ein wichtiger Stabilitätsfaktor – und ermöglichten es ihr zugleich, sich für die einzelnen Menschen ausreichend Zeit zu nehmen.
Bei ihrem Neustart wurde Klinger von hannoverimpuls begleitet. Besonders wichtig war für sie dabei die Kontinuität: Ihre Ansprechpartnerin kannte bereits die Geschichte des ersten Gründungsversuchs und konnte ihre neue Situation entsprechend einordnen. „Wege entstehen beim Gehen“, sagt Klinger heute. „Entscheidend ist, den ersten Schritt zu machen und offen für Veränderungen und Weiterentwicklung zu bleiben.“
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Healthcare Praxis für Gesundheitsprävention und Vitalanalyse Wunstorfer Str. 34, 31535 Neustadt am Rübenberge Tel. 01573 9132238 E-Mail: info@carelinchen.de www.carelinchen.de
Abgelegt unter Menschen, Stadtkinder sind mutigKommentare deaktiviert für Gründungsstory September 2026: Healthcare Praxis für Gesundheitsprävention und Vitalanalyse
Stefan Heuers neuer Gedichtband „und später die nacht“ mit ihrem aufgerissenen maul, erschienen im März dieses Jahres im Elif Verlag, beeindruckt mit Intensität und Dichte, ohne in Krokodilstränen und Kitsch abzurutschen. Persönlich und poetisch, ohne sich um größtmögliche Zugänglichkeit zu bemühen. Denn Heuer scheut nicht vor dem Unsagbaren zurück, gibt dem Verlust eine Sprache und fängt dadurch die „[sprachlosigkeit der anderen]“ ein. Der Ursprung liegt dabei in einem zufälligen Ereignis, das den in Burgdorf lebenden Autor so ergriff, dass er darüber schreiben musste.
Wobei eine Veröffentlichung im Verlag damals noch gar nicht geplant war. „Du triffst einen alten Schulfreund. Na, wie geht’s? Normalerweise kommt ein ‚ganz okay‘. Doch er sagt: ‚Nicht gut, ich sterbe bald.‘ Wie führt man das Gespräch weiter? Schon das nächste Wort ist das Schwerste“, erzählt Heuer. Aus diesem schweren ersten Wort folgten Gespräche, Notizen, Gedanken, Sätze und schließlich ein Buch. „Einmal im Prozess, stellt sich nicht mehr die Frage, ob man weiterschreibt – man tut es einfach“, sagt Heuer. Auch wenn während des Schreibens – und noch jetzt nach der Veröffentlichung – für ihn oft die Frage aufkam, ob er das überhaupt könne: so persönlich über die Krebserkrankung eines ehemaligen Schulfreunds zu schreiben. „Was fällt mir ein, über das Leben von jemandem zu schreiben? Ich bin ja kein Biograph“, reflektiert er. Trotz der Zweifel ermutigte ihn der Verleger des Elif Verlags, das Thema literarisch weiter zu gestalten. Erfahrung im Schreiben bringt Heuer dabei reichlich mit: Seit 1997 veröffentlichte er regelmäßig Werke der Lyrik, Prosa und experimentellen Kurzdramatik.
Der 80 seitenlange Gedichtband „und später die nacht mit ihrem aufgerissenen maul“ ist letztlich kein Krebstagebuch geworden, sondern „ein poetisches Werk über Freundschaft und Tod“. Er bietet Raum für Rückblicke und Reflexionen und ist das Persönlichste, was Heuer bis jetzt schrieb. Das merkte er, als er öffentlich daraus lesen sollte und es nicht konnte: „Vielleicht kann ich in ein, zwei Jahren locker darauf schauen, aber jetzt ist es noch zu nah.“ Dabei ist ihm die Auseinandersetzung mit Realität und Vergangenheit nicht fremd. Seine bisherigen Werke greifen oft die Wirklichkeit auf. Umso überraschender, dass diesmal das Schreiben ihn näher ans Thema brachte, statt Abstand zu schaffen. „Wenn du monatelang an so einem Buch arbeitest, bist du Tag und Nacht gedanklich darin. Das hat mich ausgelaugt“, meint Heuer. Als Leser*in ist das zum Glück anders: Die Sätze fordern, ohne zu überfordern.
Vielleicht liegt es an Heuers Wortakrobatik, seinen Vergleichen und Metaphern, den Zeitsprüngen, die in die Kindheit und Jugend zurückführen. Der Tod ist unausweichlich, doch Heuer vermeidet große Rührseligkeit. Er fängt dagegen das große Ganze ein: „[das spiel und sein limit]“, die Vergänglichkeit des Seins, das Leben, das man ins Feuer wirft: „[hör doch, wie du knisterst]“. „So zu schreiben, dass es für andere verständlich bleibt, war die größte Herausforderung“, hebt der 1957 geborene Künstler hervor. Heuer nutzt auch andere Ausdrucksformen: Collagen auf Röntgenbildern, Symbole des Kassettenrekorders – „das typische Ding aus meiner Jugendzeit“. Rewind, Play, Stop. „Es drängte mich, alles nicht nur in Worten, sondern auch visuell festzuhalten.“ Diese Elemente geben dem Buch Struktur. Mal spult auch der Text vor, dann wieder zurück. Hält inne, entzieht sich oft chronologischer und szenischer Reihenfolge. Oft der Blick zurück, wenn nach vorn nichts mehr kommt. Im Vordergrund steht dabei die Verdichtung der Realität „[ein letzter bissen licht. dann nacht]“, egal ob als Erinnerung [von den lerchen lernten wir flug und gesang, und mit getreidestoppeln bewaffnet zogen wir in den krieg] oder schonungslose Momentaufnahme im Krankenhaus „[kein duft nach weiter welt, nur frische kotze und urin]“. Trotz anfänglicher thematischer Scheu von Rezensierenden bestätigen ihm vor allem Leser*innen, dass die Veröffentlichung richtig war. Vielleicht, weil sie doch irgendwie Trost spendet, indem sie Krankheit, Abschied und Erinnerung poetisch ausdrückt, wenn eigene Worte fehlen und alle „[gedanken und lichter gedimmt]“ sind. Das Prinzip des Lebenswillens, der Kampf im kranken Menschen. Als Metapher: „[Die Schlange und der Mungo]“. Ein Buch, das sich ehrlich, abstrakt und doch ganz direkt dem Furchtbaren widmet, ohne das Schöne darin zu vergessen. Denn auf die eine oder andere Weise kämpft jede*r irgendwann mit der Schlange.
» AS
und später die nacht mit ihrem aufgerissenen maul Stefan Heuer Elif Verlag, 22 Euro
Foto: Matthias Stehr
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Für diese Ausgabe haben wir mit Sabine Busmann (SB), Geschäftsführerin des MusikZentrums Hannover, und Dr. Benedikt Poensgen (BP), der den Veranstaltungsbereich der Herrenhäuser Gärten leitet, gesprochen, stellvertretend für zwei Orte, die Hannovers Musikleben auf ganz unterschiedlichen Ebenen prägen: Während das MusikZentrum Nachwuchs fördert und niedrigschwellige Teilhabe ermöglicht, bringt Herrenhausen Musik auf die große, historische Bühne.
Skizziert zum Einstieg am besten kurz ein bisschen euren Werdegang …
SB: Ich bin vor 29 Jahren über eine Zeitungsannonce im MusikZentrum gelandet und habe seitdem fast alle Bereiche mit aufgebaut, vom Ausbildungs- und Projektbereich bis zum Veranstaltungsbetrieb. Ursprünglich komme ich als Geografin und biologisch-technische Assistentin aus den Naturwissenschaften – ein klassischer Quereinstieg in die Kultur.
BP: Und ich bin promovierter Musikwissenschaftler, war zwölf Jahre geschäftsführender Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und habe dann 2010 das städtische Kulturbüro Hannover geleitet. 2021/22 war ich ein Jahr Geschäftsführer für die Musikkultur Rheinsberg GmbH und seit 2022 leite ich nun den Veranstaltungsbereich der Herrenhäuser Gärten.
Sabine, was macht das MusikZentrum Hannover eigentlich genau – und für wen?
SB: Wir sind eine gemeinnützige Einrichtung, die Musikkultur fördert und dabei soziale Ziele verfolgt. Soziales, Wirtschaft, Migration und Jugend – das ist bei uns sehr vielfältig. Ziel ist, dass möglichst viele Menschen aktiv Musik machen und niedrigschwellig teilhaben können. Wir sind Ausbildungsbetrieb der Stadt, mittlerweile in sechs Musikberufen. Unsere Veranstaltungshalle und unser Tonstudio sind wichtige Infrastruktur – für Nachwuchs und Ausbildung, aber auch für unseren eigenen Geschäftsbetrieb.
Benedikt, wie viele Veranstaltungen laufen im Jahr durch die Herrenhäuser Gärten, und was für Anfragen bekommst du, bzw. was ist dein Anspruch?
BP: Wir haben jährlich eine Vielzahl an Veranstaltungen in Herrenhausen – Eigenveranstaltungen wie das Kleine Fest, die Sommernächte im Gartentheater oder Herrenhausen Barock, dazu Kooperationen und Vermietungen wie das Wintervarieté oder die Kammermusikreihe, sowie eigene Vermittlungsprojekte wie die Akademie der Spiele oder die Early Birds für Schulklassen. Wichtig ist uns, dass eine Veranstaltung atmosphärisch zu uns passt – unabhängig vom Genre. 2023 haben wir etwa mit dem Asambura Ensemble ein Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in Syrien und der Türkei veranstaltet, mit Musikern aus den betroffenen Ländern. Viele im Publikum haben die Galerie zum ersten Mal gesehen. Auch die jährliche Klubnacht im Gartentheater im August hat sich inzwischen weit herumgesprochen und lockt Menschen in den Garten, die sonst ohne einen solchen Anlass nie kämen – und die sich bei uns frei und wie in eine andere Welt entführt fühlen.
Was ist das Schönste an eurer Arbeit?
BP: Immer wieder zu erleben, wie sich Menschen aller Generationen und jeglicher Herkunft im Garten wohlfühlen. Sich durch das bei uns Erlebte anregen lassen und darüber hinaus nicht nur etwas gemeinsam erleben, sondern häufig sogar miteinander ins Gespräch kommen. Der Garten und seine historischen Gebäude bieten eine Atmosphäre, die zum Nachdenken, zur Begegnung, zum Austausch und zum Feiern einlädt – genau dafür wurde dieser Garten mit seinen Gebäuden einst gebaut und konzipiert.
SB: Kein Tag ist wie der andere, die Arbeit im MusikZentrum ist unfassbar facettenreich. Wir arbeiten in vielen Kooperationen und meist dezentral, dabei lernt man viele Menschen aus Hannover kennen. Gemeinsame Ideen mit unterschiedlichen Akteur*innen zu entwickeln, macht bessere und tragfähigere Lösungen möglich. Und durch die Ausbildung haben wir immer junge Menschen im Team, die frische Perspektiven mitbringen – für mich ist das MusikZentrum lebenslanges Lernen, und das macht mir große Freude.
Und auf was könntet ihr verzichten?
BP: Auf extremes Wetter bei Open-Air-Veranstaltungen. Die Sommer werden heißer, Gewitter heftiger – diesen Sommer mussten wir erstmals sogar Indoor-Termine wegen der Hitze absagen, denn die historischen Räume lassen sich nicht klimatisieren.
SB: Wir müssen immer wiederkehrend neue Anträge stellen, um insbesondere unsere Projektarbeit gewährleisten zu können. Eine langfristige Zukunftssicherung und Planbarkeit ist nie gegeben. Betrachtet man den Jahreshaushalt, begleitet einen da schon eine gewisse Angespanntheit im Hinblick auf mögliche Zukunftsszenarien – Planungssicherheit würde vieles erleichtern. Lange Wege innerhalb bürokratischer Verwaltungsvorgänge gehören auch dazu: Die Kulturszene arbeitet überwiegend mit kreativen Lösungsansätzen, die leider oftmals langwierig geprüft und am Ende nicht genehmigt werden, weil die Gesetzesgrundlage zu wenig Ermessensspielraum lässt.
Wie würdet ihr die Musik- bzw. Kulturszene Hannovers von eurem jeweiligen Blickwinkel aus beschreiben?
SB: Für mich ist die Musik- und Kulturszene Hannovers kein fertiges Produkt, sondern ein lebendiges, spartenübergreifendes Netzwerk. Als UNESCO City of Music ist Hannover weniger eine repräsentative „Musikstadt“ als eine Stadt vieler musikalischer Mikroszenen – vielfältig, oft selbstorganisiert. Die freie Szene ist dabei kein Gegenmodell zur etablierten Kultur, sondern ein eigener Produktionsapparat. Sie bringt neue Künstler*innen hervor, schafft Räume und Publika und sorgt für kulturelle Erneuerung – und sie ist damit auch politisch relevant, weil sie Fragen nach Räumen, Finanzierung, Sichtbarkeit, Teilhabe und Arbeitsbedingungen aufwirft. BP: Hannovers große Stärke ist die gleichzeitig vorhandene Vielfalt und Qualität über viele Genres hinweg – kombiniert mit Infrastruktur in Ausbildung und Örtlichkeiten sowie großer Bereitschaft zur Zusammenarbeit quer durch die Szenen. Genau diese Kombination gibt jungen Künstler*innen die Möglichkeit, zu wachsen.
Wo überschneiden sich eure Welten – Nachwuchsförderung auf der einen, große historische Bühne auf der anderen Seite?
SB: Ich glaube, wir überschneiden uns in der kulturellen Wertschöpfungskette: Wir fördern und unterstützen Künstler*innen und Formate, während die Herrenhäuser Gärten die Möglichkeit haben, diese auf eine größere, öffentliche Bühne zu bringen. Auch im Bereich der elektronischen Musik haben wir zuletzt neue Ideen initiieren können, und in Bezug auf Schulen ergibt sich mit den Gärten eine riesige Spielwiese – ich merke gerade, dass diese Überschneidungen auf jeden Fall ausbaufähig wären. BP: Herrenhausen ist Teil dieses Musik-Kosmos: Bühne für Konzerte der HMTMH-Studierenden bei Herrenhausen Barock oder den Chortagen, Ort für das Jubiläumskonzert der Musikschule Hannover und für das Schulkulturfestival, bei dem bis zu 4.000 Schüler*innen den Garten mit eigenen Produktionen bereichern. Ich bin mir sicher, Kurfürstin Sophie freut sich hierüber.
Gibt es einen Punkt, an dem eure Arbeit sich schon einmal berührt hat?
BP: Beim Kleinen Fest hatten wir dieses Jahr erstmals eine UNESCO City of Music Bühne, auf der Musiker*innen des Hidden Kollektiv mit Gästen aus Partnerstädten gejammt haben – ein Format, das auch ins MusikZentrum passen würde. Wir kennen uns ja noch aus meiner Kulturbüro-Zeit, auch über die Idee, Azubis des MusikZentrums beim Kleinen Fest Open-Air-Erfahrung sammeln zu lassen. Das greifen wir sicher noch mal auf, oder Sabine?!
SB: Wir begleiten seit Jahren das Schulprojekt „Akademie der Spiele“ in den Gärten, organisatorisch wie inhaltlich, und waren früher an einem Programmpunkt der Kunstfestspiele beteiligt. Das Gesprächsangebot zur Nachwuchsförderung greife ich sehr gerne auf.
Wie hat sich euer Bereich in den letzten Jahren verändert?
SB: Corona wirkt spürbar nach. Planbare Ticketkalkulationen gibt es kaum noch, Entscheidungen fallen spontan und kurzfristig, während der Getränkeverkauf zurückgeht. Man geht ins wirtschaftliche Risiko, ohne zu wissen, wie lange man das tragen kann. Viele Formate bekommen Eventcharakter, was Clubkultur und Nachwuchsförderung zusätzlich erschwert – das Publikum bleibt aus, und ich frage mich oft, ob niemand mehr neugierig auf neue Künstler*innen ist?
BP: Ich bin erst seit vier Jahren in Herrenhausen. Die größte Veränderung war 2024 die Übernahme der Veranstalterrolle für das Kleine Fest – zunächst mit Casper de Vries. Und dann der kurzfristige Wechsel zu Desimo, dessen Konzept unter ziemlichen Zeitdruck umgesetzt werden musste – eine echte Herausforderung für uns alle. Zudem galt es, die nötigen personellen Ressourcen aufzubauen, denn es gab keinerlei personelle Kontinuität aus der Böhlmann-Ära. Ein solches Großevent in die vorhandenen Strukturen zu integrieren, war und ist nicht ohne.
Was beschäftigt euch aktuell am meisten – wirtschaftlich, gesellschaftlich, kulturpolitisch?
BP: Vor allem das Kleine Fest: Es bringt ganz Hannover zusammen, oft über drei Generationen, in diesem Jahr wieder mit 60.000 Besucher*innen. Meine Aufgabe ist, dass es sich gut entwickeln kann und auch wirtschaftlich in ruhigem Fahrwasser bleibt. Daneben arbeite ich am Programm für das Steffani-Jahr 2028: Agostino Steffani wirkte in Hannover und Herrenhausen, vermittelte Händel an den Hof und trug zur Kurwürde des Welfenhauses bei – Grundlage der späteren Personalunion mit England. Seine Musik ist bis heute teils unaufgeführt geblieben. Das hoffen wir in 2028 in Kooperation mit anderen Kulturinstitutionen der Stadt ändern zu können. Genau diese Bandbreite an Themen macht mir auch besondere Freude.
SB: Das MusikZentrum muss wirtschaftlich arbeiten, darf als gGmbH aber primär nicht wirtschaftlich handeln – kostendeckende Veranstaltungen stehen oft gegen kulturelle Teilhabe. Besonders beschäftigt uns momentan der Investitionsbedarf. Seit dem 1. Januar 2026 sind wir Erbpachtnehmer, und unsere Gebäude weisen einen hohen Sanierungsstau auf, da müssen wir neue Wege finden. Kulturpolitisch passen wir meines Erachtens gut in die von der Stadt entwickelte Musikstrategie. Interessant wird die Frage, wer am Ende verantwortlich ist, wenn die Haushaltslage in eine Schieflage gerät.
Was braucht es, damit junge Musiker*innen in Hannover eine Zukunft haben?
BP: Raum und Möglichkeiten, sich auszuprobieren – niederschwellige Infrastruktur, Veranstaltungsreihen, die junge Musiker*innen einbinden, offene Türen bei Förderern und Ausbildungsstrukturen, die sich mit der Stadt vernetzen. Die Chorszene ist dafür ein großartiges Beispiel: Viele studieren hier Chorleitung oder singen zumindest im Rahmen ihrer Ausbildung, singen in städtischen Chören oder gründen eigene Ensembles und bringen neues Repertoire und Impulse mit. Bei den letzten Chortagen gab es sogar ein Konzert nur mit Chorleiter*innen, quer durch alle Generationen und Stilrichtungen – da entsteht viel Kollegialität und gemeinsame Verantwortung für die Szene. SB: Eigentlich alles, was Benedikt gerade genannt hat. Dazu könnte es noch mehr Synergien zwischen Hochkultur und Subkultur geben – die eine steht für Repräsentation und Sichtbarkeit, die andere für Nachwuchs, Teilhabe und Mut zur Innovation. Rücken beide enger zusammen, entsteht eine wirklich zukunftsfähige Perspektive für junge Musiker*innen.
Was ist euer persönlicher Lieblingsort in Hannover, wenn es um Musik oder Kultur geht?
SB: Natürlich liebe ich das MusikZentrum, aber ich gehe auch gerne in die Faust oder ins Lux – meist kommt es darauf an, wo gerade eine Künstlerin oder ein Künstler spielt, die oder den ich entdecken will. Der Ort selbst ist da zweitrangig, jede Spielstätte hat ihren eigenen Reiz.
BP: Wenig überraschend, auch wenn es langweilig klingen mag: Die Herrenhäuser Gärten in all Ihren Facetten. Ob beim Open Air mit dem Jugend Symphonie Orchester im Georgengarten – wieder junge Leute! –, bei Konzerten mit Elektro-, Jazz-, Klub- oder Bigband-Sounds im Gartentheater oder bei feiner und manchmal bombastischer Barockmusik im historischen Galeriegebäude.
Was wünscht ihr euch von der Stadt für die Kulturszene?
BP: Ein Bewusstsein für die Qualität, Vielfalt und Bedeutung der Kulturszene. Sie ist zentral für Lebensqualität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Identifikation mit der Stadt – und bietet Raum für Reflexion und Kreativität. Natürlich muss sich diese Szene verändern dürfen, aber es gilt auch, Strukturen zu erhalten und finanziell angemessen auszustatten, damit Entwicklung stattfinden und Qualität erhalten bleiben kann, während gleichzeitig Neues entsteht.
SB: Ich sehe die Kulturszene wie Benedikt als Gradmesser für die Lebensqualität einer Stadt und als Treiber des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ich wünsche mir, dass Räume nicht einfach nur erhalten, sondern als Kulturinfrastruktur verstanden werden und die freie Szene stärker als Partner behandelt wird. Erste Wege dahin gibt es bereits mit der Vereinten Kultur, die aber sicherlich noch ausbaufähig sind. Entscheidungen für die Kulturszene sollten gemeinsam mit Akteur*innen aus Kultur, Politik und Verwaltung getroffen werden – vielleicht muss man das Rathaus dafür neu denken, etwa über Kulturbeiräte.
» LAK
Abgelegt unter Im Gespräch, MenschenKommentare deaktiviert für Der Freundeskreis im Gespräch mit Sabine Busmann und Dr. Benedikt Poensgen
Jürgen Müller lehnt sich zurück und lächelt. Vor ihm liegen Förderanträge und Notizen – ein Stapel Unterlagen, die darüber entscheiden werden, welche Ideen in Linden und Limmer schon bald in die Realität umgesetzt werden. Seit fast 20 Jahren unterstützt die LindenLimmerStiftung Menschen, Vereine und Initiativen im Stadtbezirk, „weil gesellschaftliches Engagement für uns alle unverzichtbar ist.“
Die Projekte sind vielfältig: Mal entstehen neue Begegnungsorte, mal werden Kulturprojekte möglich, mal erhalten Kinder und Jugendliche Freizeitausstattung, die ihnen bislang gefehlt hat. Es sind selten die großen Schlagzeilen, die hier entstehen, sondern vielmehr kleine Veränderungen, die den Alltag der Menschen im Stadtteil langfristig besser machen sollen.
Die Stiftung versteht sich dabei nicht als Geldgeber im Hintergrund. Wer gefördert wird, wird häufig auch persönlich begleitet. Mitglieder aus Vorstand und Beirat besuchen Veranstaltungen, schauen sich Projekte vor Ort an oder bleiben mit den Verantwortlichen in Kontakt. „Viele Stiftungen machen das nicht“, erzählt Jürgen. „Wir versuchen aber, immer irgendwie da zu sein.“ Sichtbar wird das Engagement der LindenLimmerStiftung inzwischen auch im Stadtbild. Auf vielen geförderten Projekten weist eine kleine Plakette auf die Unterstützung der Stiftung hin und setzt ein bewusstes Zeichen dafür, dass gemeinsames Engagement sichtbar werden darf.
Rund 10.000 Euro investiert die Stiftung jedes Jahr in Projekte aus Linden und Limmer. Viel Geld ist das nicht. Gerade deshalb wird jede Anfrage sorgfältig geprüft. Für manche Antragsteller ist der Papierkram eine kleine Herausforderung, doch dann wird einfach gemeinsam nach einer Lösung gesucht. „Manche Anträge sind etwas holprig formuliert“, schmunzelt Jürgen. „Da leisten wir durchaus auch mal Schützenhilfe, damit was draus wird.“ Wer am Ende gefördert wird und wer nicht, entscheiden Vorstand und Beirat im Anschluss gemeinsam und demokratisch.
Erst vor Kurzem erhielt zum Beispiel der Kinder- und Jugendzirkus CircO neue Bühnentechnik und Kletterausrüstung. Aktuell fördert die Stiftung außerdem ein Kunstprojekt für ältere Menschen. Dieses Projekt liegt Vorstandsmitglied Petra Gremmel besonders am Herzen. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in der Stiftung und erlebt immer wieder, welche Wirkung gemeinsame Erlebnisse entfalten können. „Viele Menschen sind im Alter einsam“, stellt sie fest. „Wenn sich aus dem Projekt ein fester Termin für sie entwickelt und Menschen vielleicht mit 70 noch entdecken, wie kreativ sie eigentlich sind, würde ich das richtig gut finden.“ Für sie sind es genau diese Projekte, die den Unterschied machen: nicht Dinge, die einfach gekauft werden können, sondern Begegnungen, aus denen etwas wachsen kann.
Möglich sind all die Projekte und Erfolge der LindenLimmerStiftung nur durch Spenden und das Vertrauen vieler Menschen, die die Stiftungsarbeit schätzen. Unternehmen stellen Spendendosen auf, Pfandflaschen werden gesammelt und Einzelspender*innen sichern ihre regelmäßige Unterstützung zu.
Und dass die Arbeit der Stiftung auch von den Geförderten sehr geschätzt wird, merkt das Team immer wieder. Zwischen den Förderanträgen landen regelmäßig handgeschriebene Dankesbriefe auf Jürgens Schreibtisch. Kinder malen Bilder, Projektgruppen schicken Karten oder laden zu Veranstaltungen ein.
Für die Zukunft wünschen sich die Vorstandsmitglieder der LindenLimmerStiftung, dass „noch mehr Menschen gemeinsam etwas auf die Beine stellen und die Förderung der Stiftung anfragen.“ Sie finden, es gibt jede Menge besonderer Ideen und auch bereits bestehende Projekte im Stadtteil, die mehr Unterstützung und Sichtbarkeit verdienen.
Sommerfeeling. Hüttenzauber. Wohlfühlmoment. Genusserlebnis. Man liest es auf Speisekarten, in Prospekten, an Hotelwänden, auf Kaffepäckchen. Bestimmt bald auch auf Grabsteinen. „Hier nimmt ein Mensch nach Momenten voller Lebensfreude die letzte Auszeit vom Alltag“. Was zur Hölle?!
Die Werbebranche hat uns nämlich etwas Großartiges geschenkt: die Möglichkeit, nicht mehr einfach Dinge zu erleben, sondern sie auch gleich mit einem passenden Kompositum zu versehen. Ein Kaffee ist kein Kaffee mehr, er ist jetzt ein Genussmoment. Ein Wochenende ist eine kleine Auszeit. Ein verschneiter Parkplatz vor einem Möbelhaus ist neuerdings Winterzauber. Überhaupt ist „Zauber“ ein erstaunlich leistungsfähiges Wort. Man kann damit praktisch alles aufwerten, was andernfalls nach einer ziemlich gewöhnlichen Angelegenheit aussehen würde. Hüttenzauber. Weihnachtszauber. Adventszauber. Winterzauber. Sommerzauber. Frühlingszauber. Alle zaubern plötzlich! Neue Rubrik ab Oktober: Stadtkinder zaubern. Na, am Arsch, ganz sicher nicht!
Besonders beliebt ist auch die Kombination aus Jahreszeit und Gefühlszustand. Sommerfeeling. Herbststimmung. Winterfreude. Frühlingsgefühle. Ich frag mich, wie ich früher überhaupt durch das Jahr gekommen bin, ohne meinen Gemütszustand nach jeder Kalenderwoche korrekt zu benennen. Es reicht nicht mehr, dass es warm ist. Wir brauchen Sommerfeeling.
Noch bekloppter wird es, wenn simple Bedürfnisse und Handlungen zur spirituellen Erfahrungen aufgeblasen werden. Man geht baden und erlebt „Me-Time“. Man sitzt auf dem Balkon und „lässt die Seele baumeln“ (da keiner weiß, wo die sitzt, kann man doch gar nicht sagen, wie lang das Seil und wie groß der Karabiner sein müssen. Was für eine absurd dummes Idiom ist das also?!). Man isst Kuchen und „gönnt sich eine kleine Auszeit“. Mit dem Entzünden einer Duftkerze schafft man sich „Wohlfühlatmosphäre“. Früher nannte man das sitzen, essen und eine Kerze anzünden.
Die Königsdisziplin dieser Idiotie ist allerdings das „Genusserlebnis“. Dieses Wort hat die bemerkenswerte Eigenschaft, selbst das banalste Lebensmittel in eine Expedition zu verwandeln. Ein Brötchen mit Frischkäse wird zur kulinarischen Reise. Drei Scheiben Käse sind plötzlich ein Geschmackserlebnis und ein Joghurt mit Mango eine exotische Genusswelt, Junge, Junge. Dann gibt es noch die tollen Wörter „Liebe“ und „Herz“. Mal stark alleinstehend, wie in „Mit Liebe gemacht“, „Liebe zum Detail“ oder „Von Herzen“. Aber auch eindrucksvoll als Präfix: Herzensangelegenheit. Lieblingsplatz. Lieblingsstück. Lieblingsmensch. Oder gar als Suffix: „Beerenliebe“. Da stellt man sich vor, wie Mr. Schwartau höchstpersönlich kleine Küsschen auf jedes fertig abgefüllte Glas Erdbeermarmelade drückt. Von Herzen!
Natürlich darf auch die „Auszeit“ nicht fehlen. Niemand macht heute mehr Pause. Man nimmt sich eine Auszeit, schlimmer noch, man „gönnt“ sie sich, „schafft Raum“ dafür. Offenbar ist der Alltag inzwischen so dramatisch geworden, dass fünfzehn als Pause deklarierte Minuten auf einer Parkbank untragbar sind.
Die Werbesprache hat aus dem normalen Leben eine permanente Erlebnislandschaft gemacht. Alles ist entweder Zauber, Genuss, Liebe, Balance oder Moment. Und wenn etwas nicht absolut emotionsträchtig aufregend ist, wird es eben „besonders“. Besonders gemütlich. Besonders lecker. Besonders herzlich. Besonders nachhaltig. Besonders besonders. Dagegen sollten wir uns unbedingt wehren. Nicht bloß als Zeichen des gelebten Understatements, sondern weil es irgendwann keine Superlative mehr gibt. Vielleicht sollten wir wieder einfach sagen: Das Essen war lecker. Der Urlaub war schön. Die Hütte war kalt. Der Kaffee war Kaffee. Ich saß im Garten und habe nichts gemacht.
» IH
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„Heißester Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen“, heißt es, und „Deutschland glüht“. Aber kann das stimmen? Mein Eindruck ist, dass es ein Sommer ist wie jeder andere, außer vielleicht, dass dieser ein hohes Maß an Tagen bietet, an denen das Wetter absolut beschissen ist. Aber ich will mich nun wirklich nicht mit Jörg Kachelmann anlegen, der wird da schon Bescheid wissen. Dafür koche ich besser, mutmaßlich. Diesen Monat etwas Kaltes und Süßes, weil es, mit oder ohne Aufzeichnung, nicht das richtige Wetter für einen Schweinebraten ist. Darum gibt’s heute ein sommerliches Dessert.
Es ist ziemlich schnell gemacht und auch relativ idiotensicher. Für sechs Portionen dieses tropischen Zauberzeugs brauchen wir unter anderem Kekse. Butterkekse zum Beispiel sind sehr gut geeignet, und zwar 400g. Das sind meistens zwei Verpackungseinheiten, je nach Hersteller. Die geben wir ruppig und unvorsichtig in eine große Schüssel und drücken danach noch aggressiv darauf herum. Das ist vonnöten, denn diese Nachspeise enthält einige Kalorien, die ja auch irgendwie verbrannt werden wollen. Jetzt nehmen wir 500g Mangofleisch zur Hand – und zwar das aus der Dose, gießen es ab und fangen 300ml von der Einlegeflüssigkeit auf, die wir direkt auf die Kekse gießen, kurz umrühren und dann einweichen lassen. Man kann auch durchaus 100ml dieser Flüssigkeit durch Rum ersetzen, schmeckt prima! Das Mangofleisch hacken wir ganz fein und werfen es in einen Kochtopf, wo wir es mit 100ml Milch und einem Tütchen Vanillezucker zum Kochen bringen. Mit weiteren 50ml Milch verrühren wir ein Päckchen Puddingpulver und ziehen es, sobald die Mangomasse kocht, zügig unter selbige, lassen das Ganze noch einmal kurz aufblubbern und nehmen den Topf vom Herd.
In der Zwischenzeit widmen wir uns wieder dem, was irgendwann mal Kekse waren. Die Flüssigkeit dürfte sie mittlerweile in einen Matsch verwandelt haben, der in Farbe und Konsistenz irgendwie an Leberwurst erinnert. Wir rühren den Matsch schön glatt, stellen ein Drittel davon beiseite und verteilen den Rest auf sechs Dessertgläser als eine Art Boden.
In einer Pfanne schmelzen wir nun einen Esslöffel Butter und lassen sie leicht braun werden, ehe der restliche Keksmatsch dazukommt und Gesellschaft von je 4EL Mandelblättchen und Kokosraspeln erfährt. Die Keksmasse teilen wir mit dem Pfannenwender grob und rösten die Mischung bei kleiner bis mittlerer Hitze, bis sie braun und leicht krümelig ist und lecker riecht.
Jetzt verteilen wir den etwas abgekühlten Mangopudding in die sechs Gläser und somit auf die Keksböden, ehe der Inhalt der Bratpfanne als Topping obendrauf kommt. Zum Schluss bestäuben wir unsere Kunstwerke noch mit Puderzucker und servieren sie dann. Egal ob warm, lauwarm oder aus dem Kühlschrank, das Dessert schmeckt wirklich erfrischend (und die Mango aus irgendwelchen Gründen ein kleines Bisschen nach Rhabarber). Voll toll lecker!