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Ein offener Brief … an Kouri Richins

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Ein offener Brief … an Kouri Richins


Liebe Kouri, tja. Was kann man sagen? Glückwunsch? Und wenn, wozu genau? Einmal kurz rekapitulieren: Es ist doch richtig, dass du eines Nachts deinen Mann tot im Ehebett gefunden und daraufhin ein Kinderbuch über Trauerbewältigung geschrieben hast, weil du nicht wusstest, wie du deinen drei kleinen Söhnen sonst dieses Dilemma verklickern solltest? Und es stimmt doch, dass das Kinderbuch durch die Decke ging, from Utah to the world, du durch sämtliche Frühstücksfernseh-Formate getingelt bist und dich für dein kindgerechtes und einfühlsames Buch hast feiern und für den Verlust deines Mannes hast bemitleiden lassen? Und es ist doch auch korrekt, dass dieses Buch in Wahrheit von einem Ghostwriter geschrieben wurde, du deinen Mann mit einer Moscow-Mule-Fetanylmischung vergiftet hast und dafür zu lebenslanger Haft verurteilt wurdest, oder? Na, da wissen wir ja jetzt, wozu wir gratulieren können: Zu so viel Kaltschnäuzigkeit, alle Achtung. Das muss man erst mal fertigbringen – oder besser nicht. Da wolltest du doch nur medienwirksam die trauernde Witwe und Mutter geben und dann kam doch alles raus, das ist wirklich dumm gelaufen.

Aber wir müssen da ganz pragmatisch denken: Zum Glück wurdest du erwischt. Nicht nur, weil Mörder*innen bestraft gehören, mit oder ohne Kinderbuch. Nein, wärst du damit durchgekommen, stünde zu befürchten, dass dein Beispiel Schule macht. Bei uns in Deutschland könnte das etwa so aussehen: Unser Kanzler Friedrich Merz (musst du dir nicht merken, wir versuchen, ihn bald loszuwerden) probiert gerade, das „Stadtbild zu säubern“. Klingt etwas eleganter als bei eurem Präsidenten, meint aber das Gleiche, nämlich Ausländer raus. Angenommen, ihm gelänge das jetzt und er würde nach der Richins-Methode vorgehen: Das Stadtbild wäre sauber, alle Ausländer und Menschen, die ihm aus anderen Gründen nicht gefallen (Queere, Behinderte, Arbeitslose, such dir was aus), wären weg. Es gäbe jetzt nur noch deutsche Restaurants, was natürlich extrem einseitig und langweilig wäre. Servicepersonal wäre auch Mangelware, weil sich der gemeine Deutsche in diesem Job meist als unterbezahlt wahrnimmt. Man müsste also sehr lange auf seine Portion Königsberger Klopse warten, egal, in welches Restaurant man geht.

Das wäre Merz nicht recht, ist anzunehmen. Also würde er Markus Söder (den Namen merk dir bitte auch nicht, Verschwendung von Speicherplatz) von seinem Ärger (und Hunger) erzählen. Dieser wiederum würde in Merz’ Namen ein Buch schreiben mit dem Titel „In Deutschland kann man nirgends mehr richtig essen gehen“ und Merz würde sich dann mit Leichenbittermiene vor seine Wähler stellen und sagen: „Das ist wirklich traurig. Aber es ist ganz bestimmt nicht die Schuld von uns Deutschen, dass der Pizzabaum und der Dönerstrauch hier nicht wachsen. Da war das Universum einfach sehr fies zu uns.“ Und schon wäre unser einfühlsamer Kanzler im Frühstücksfernsehen. Kann man sich ja gar nicht blöder ausdenken. Nein, bevor dein Vorgehen sich rumspricht, intervenieren wir lieber, besonders im Hinblick auf unseren Kanzler und seinen Hiwi Söder! Diesbezüglich noch eine rein hypothetische Frage: Wieviel Fentanyl müsste man denn da wohl so nehmen pro Cocktail? Und wie heißt eigentlich dein Ghostwriter?

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Tonträger Juni 2026

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Tonträger Juni 2026


Maite Kelly – „24/7“

Im Schlager ist die Welt noch in Ordnung. Liebe, Freundschaft, girls support girls, Durchhalteparolen und Sex. Allein in den ersten drei Songs hat Maite Kelly erstaunlich viel Sex, was bestimmt auch gut geht bei immer gleichem Beat und stoisch pumpender Bassdrum. Tja. Man muss diese Art von Musik schon aktiv gut finden wollen.

Melanie C – „Sweat“

Man stelle sich ein Jane Fonda-Aerobic-Video vor, textlich kommentiert von DJ Bobo, dann hat man’s ungefähr. Sackdoof stampfende Beats und dümmliche Motivationssprüche à la „take your chance, it’s time to dance“ oder solcher Quatsch. Einzig „One Track Mind“ hat Potenzial. Ein verdammt guter Song, der aber in Summe nichts reißt.

Foo Fighters – „Your Favorite Toy“

Deutlich angriffslustiger als sein Vorgänger „But here we are“ präsentiert sich das neue Werk mit neuem Drummer Ilan Rubin. Dabei wünschte man sich, vielleicht nicht ganz so oft angeschrien zu werden, irgendwann ist ja auch mal gut mit ostentativer Katharsis. Abgesehen vom bereits bekannten „Asking for a friend“ und dem sensationellen „Child Actor“ nur mittel.

Ringo Starr – „Long Long Road“

Der Mann ist sehr alt und er darf machen, wonach auch immer ihm der Sinn steht. Seit einiger Zeit ist das anscheinend Country. Auch wenn er mit der einen oder anderen Fab-Four-Referenz zurückblickt, klingt es, als fände Ringo sein Leben, so wie es jetzt ist, absolut spitze und es macht große Freude, ihm dabei zuzuhören.

Social Distortion – „Born to kill“

Endlich! 15 Jahre nach ihrem letzten Album schmeißen Mike Ness und seine Jungs was Neues auf den Markt. Oldschool-Attitüde trifft auf Eleganz und Hook trifft Hook trifft Hook. Ein besonderes Highlight dürfte der Honky-Tonk „Crazy Dreamer“ mit Lucinda Williams sein, während das Chris Isaak-Cover „Wicked Games“ wirklich nicht sein musste.

Thomas D – „Neocortex“

Es gibt wenig Schlimmeres, als wenn einem jemand auf spirituelle Art und Weise die Welt erklärt. Thomas D rappt hier ein ganzes Selbsthilfebuch, zwar mit Flow und bekannter musikalischer Qualität, aber doch lästig, während die wirklich schönen Storytelling-Momente wie in „Kurz zu mir“, „Auf Wiedersehen“ oder „Mein Nachbar“ leider zu kurz kommen.

V.A. – „We love Udo“ Das Udo Lindenberg Tribute-Album

Noch ein Album von der Sorte, na, darauf hat die Welt gewartet. Alles, was in der deutschen Musikszene Rang und Namen hat und ganz sicher ohne Udo völlig andere Wege eingeschlagen hätte, versammelt sich hier zur kollektiven Denkmalpflege. Während manche erwartungsgemäß farblos bleiben (Max Giesinger, Johannes Oerding, Michael Schulte oder Ina Müller), überbieten sich andere an Scheußlichkeiten. The Boss Hoss schunkeln sich unangenehm durch „Reeperbahn“ (nicht das „Penny Lane“-Cover, das andere), bei Thomas D. hofft man, der Sonderzug nach Pankow fährt durch bis Australien und Samy Amara und Deine Cousine – was hätte schön sein können – arbeiten sich bei „Horizont“ nervig aneinander ab. Positive Ausreißer sind Gentlemans Reggae-Version von „Eldorado“ und, man staune, „Na und?“ in der Interpretation von Tokio Hotel.

Madsen – „Smile“

Vielleicht ist das der Sound, den wir jetzt gerade brauchen. Wie immer treffen Madsen den kleinen, sensiblen Punkt zwischen Umarmung, Bestärkung und Eskapismus. Der letzte Longplayer „Hollywood“ schoss just an dem Tag auf Platz 1 der Albumcharts, da die Wendländer bei „Jamel rockt den Förster“ gegen Rechts auftraten. Das gibt einem ein bisschen Hoffnung. Ebenso wie die Tatsache, dass Madsen sich von dem gegen sie und den mitwirkenden Scheeßeler Kinderchor gerichteten Netz-Hass nach VÖ der Single „Auf die Barrikaden“ nicht einschüchtern ließen. Das ist exemplarisch für „Smile“. Du darfst durchhängen, du darfst auch straucheln, aber aufgeben darfst du nicht. Für alle, die lächeln, auch wenn ihnen gerade nicht danach ist: Madsens mittlerweile zehntes Album ist der Soundtrack zum Durchhalten.

» IH

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Bandporträt Juni 2026: Duo Suchanek & Peters

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Bandporträt Juni 2026: Duo Suchanek & Peters


Wir leben in einer Zeit, in der Algorithmen bestimmen, welche Musik wir finden und letztendlich mögen. Konzerttickets werden teurer, Clubs schließen und aufstrebende Musiker*innen hoffen, mit ihrem neuesten Kurzvideo möglichst viele Menschen zu erreichen. Es ist in der Musiklandschaft heutzutage nicht einfach, Fuß zu fassen. Was also tun? Das Duo Suchanek & Peters verfolgt einen ganz anderen Ansatz – sie suchen Verbindungen über Festivals, Begegnungen und Jamsessions, was nicht zuletzt an ihrem Genre liegt: Sie spielen Folk.

Duo Suchanek & Peters – das sind Ursula Suchanek (Quinton und Gesang) und Alexander „Alex“ Peters (Gitarre, Mandoline und Waldzither), Mitte 30 und Ende 20. Ihre musikalische Reise begann jeweils mit Instrumentalunterricht im Grundschulalter. Während Alex an der weiterführenden Schule seine ersten Berührungspunkte in einer Folk-AG hatte, war Folk für Ursula schon immer ein Thema – wobei sie nicht davon ausging, es selbst einmal zu spielen: „Ich dachte, man muss Folk mit der Muttermilch aufsaugen. Dabei ist das gerade das Besondere für mich am Folk: Er ist für alle erreichbar und hat so viele Gesichter: Gemeinschaft, Meditation, Party, Kunst, Ernst, überbordende Freude und vieles mehr.“ Folk biete zudem ein ganz anderes Verhältnis zwischen Künstler*innen und Publikum, sagt Alex: „In populären Musikrichtungen geht’s immer stark darum, eine Bühnensituation zu haben, quasi eine Top-Down-Beziehung. Einen Zusammenhalt gibt es dort in Fangemeinden. Im Folk hingegen wird gemeinsam musiziert und getanzt, und er stiftet auf eine ganz andere Art Gemeinschaft.“

Bevor sie zusammenfanden, haben beide bereits in der Folk-Szene koexistiert, etwa bei Festivals. Erste Gespräche und einige Jamsessions später kam dann die Idee für eine eigene Platte. „Wir haben überlegt: Was wäre, wenn man eine Session macht, auf Grundlage des Materials, was wir kennen, improvisiert, sich musikalisch die Bälle zuwirft und so eine musikalische Konversation führt?“ Drei Tage lang haben sie versucht, so viel wie möglich aufzunehmen. Das Ergebnis: Ihr erstes gemeinsames Album mit dem passenden Titel „Momentaufnahme“, erschienen am 2. Mai. Die Inspiration für ihre Musik nehmen sie aus den seit 300 Jahren existierenden, handschriftlich festgehaltenen Stücken der Tanzmusik. Folk gilt als immaterielles Kulturerbe – es geht also ums Bewahren, Erinnern, aber auch ums Adaptieren von nicht mehr zeitgemäßen Inhalten.

Bleibt die Frage, wie man die Leute von ihren Bildschirmen auf die Tanzfläche holt. Vor allem bei Festivals kann Folk ausprobiert werden – wie es sich anfühlt, die Musik zu spielen, darüber zu sprechen oder sich eben dazu zu bewegen. „Wir versuchen, Angebote gezielt für junge Leute zu schaffen, aber natürlich ist das nicht so einfach. Ich glaube, wer sich in der Popkultur schon wohl genug fühlt, hat schon alles. Aber allen, die Zweifel haben, ob Teil eines Fandoms zu sein genug Aufgehen in einer Gemeinschaft gibt, kann ich nur Mut machen, sich dem Folk einmal zu nähern“, so Alex. „Gerade die jungen Leute unter 18 sind wahnsinnig motiviert, weil es damit die Möglichkeit gibt, sich nicht nur gemeinsam zu betrinken, sondern auch kreativ zu sein, akustische Musik zu spielen und dadurch in direkter Verbindung zu stehen.“

Der Release des Albums wurde bereits mit einer kleinen Tour quer durch Deutschland gefeiert, Konzerte in Hannover und Umgebung sind, zumindest zusammen als Duo, erst einmal nicht geplant. In Zukunft möchten die beiden mit ihren Folk-Kolleg*innen weiterhin der Tanzmusik eine Bühne bieten und sie stärker im kulturellen Leben verankern.

» Larissa Peters

Mehr Infos und Termine auf duosuchanekpeters.de oder Instagram @duosuchanekpeters.

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Gründungsstory Juni 2026: Nartillus macht Wissenschaft sichtbar

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Gründungsstory Juni 2026: Nartillus macht Wissenschaft sichtbar


Wer mit seiner Familie schon einmal das Niedersächsische Landesmuseum Hannover besucht hat, kennt ihn vielleicht: den animierten T-Rex, der dort seit Jahren als stereoskopischer 3D-Film läuft. Hinter der Animation steckt Arthur Ulmann – damals Student, heute Gründer des hannoverschen Studios Nartillus.

Mit Nartillus spezialisiert sich Ulmann auf die Visualisierung naturwissenschaftlicher Inhalte. Für Museen, Science Center und Forschungseinrichtungen entwickelt er 3D-Animationen, interaktive Exponate und wissenschaftliche Datenvisualisierungen. Sein Ziel: komplexe Inhalte verständlich und erlebbar machen.

„Es geht darum, Dinge sichtbar zu machen, die man sonst nicht sehen kann – und sie so zu erzählen, dass sie hängen bleiben“, sagt Ulmann. Der Grundstein dafür wurde früh gelegt. Parallel zu seinem Kommunikationsdesignstudium arbeitete Ulmann in der Forschung und Entwicklung bei Volkswagen – mit Aussicht auf einen sicheren Berufseinstieg. Gleichzeitig erhielt er vom Landesmuseum Hannover den Auftrag für eine T-Rex-Animation. „Ich habe mich für den T-Rex entschieden. Und damit eigentlich auch für meinen Weg.“

Nach dem Museumsprojekt folgten weitere Anfragen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Um die Arbeitsweise von Forschenden besser zu verstehen, absolvierte Ulmann zusätzlich ein Biologiestudium und beschäftigte sich intensiv mit Laborarbeit, Datenanalyse und wissenschaftlichen Publikationen. „Heute verstehe ich die Inhalte – und kann sie gleichzeitig so übersetzen, dass sie auch für eine breite Öffentlichkeit nachvollziehbar sind.“

Schon während des Studiums entwickelte er Animationen für Hochschulen und Forschungseinrichtungen, später sammelte er Erfahrungen in Werbung, Film- und Startup-Umfeldern und schärfte dabei sein eigenes Profil. Heute bewegt sich Nartillus nach eigener Beschreibung zwischen dem Vergangenen, dem Verborgenen, dem Unsichtbaren und dem Unerreichbaren – von ausgestorbenen Tieren über biologische Prozesse bis hin zu Molekülen oder fernen Galaxien. „Entscheidend ist nicht nur die Visualisierung, sondern die Reduktion. Ich filtere heraus, was wirklich wichtig ist, und baue daraus eine verständliche Geschichte.“

Zu den Auftraggebern zählen unter anderem das Niedersächsische Landesmuseum Hannover, das phaeno Wolfsburg sowie internationale Einrichtungen wie das Naturalis Biodiversity Center in Leiden oder das Natural History Museum Abu Dhabi. Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit erhielt Ulmann auch von hannoverimpuls – unter anderem bei Businessplan, Positionierung und Netzwerkaufbau. Anke Pawla, Projektleiterin Gründung und Entrepreneurship bei hannoverimpuls, sagt: „Mit Nartillus zeigt Arthur Ulmann eindrucksvoll, wie aus wissenschaftlicher Expertise, kreativer Exzellenz und unternehmerischem Mut ein innovatives Geschäftsmodell entstehen kann.“

Für Ulmann ist die Richtung klar: Nartillus soll international weiter wachsen. Denn der Bedarf an verständlicher Wissenschaftskommunikation nehme stetig zu. „Am Ende geht es immer um dieselbe Frage: Wie machen wir Wissen sichtbar?“

» AL

www.nartillus.de
Tel. 0511 53460790

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Literarisches: Marco Finkenstein

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Literarisches: Marco Finkenstein


Marco Finkenstein, Zeichendozent aus Hannover, lässt sich von allem inspirieren, was ihm unter die Nase gerät. Ganz besonders schlägt sein Herz jedoch für das Fantasy-Genre. Deshalb begann er eines Tages seine eigene fantastische Welt zu Papier zu bringen und hält heute seine erste lange Comicerzählung in den Händen: „Maximillo und der Gloriogant“.

Seine künstlerische Reise startete bereits in seiner Kindheit. „Ich zeichne schon mein Leben lang. Von Kinderbildern, über Wettbewerbe und Werbung, bis hin zu Mathelehrern mit Gurkennasen“, erzählt er. Marcos Vorbilder in der Comicwelt sind zahlreich: Darunter unter anderem Carl Barks, der bekannteste Zeichner und Autor der Disney-Comics rund um die Familie Duck, Karikaturist Walt Kelly und seine „Pogo“-Comicstrips und Bill Watterson, der mit „Calvin und Hobbes“ eine Freundschaft zwischen Kind und Tiger aufs Papier brachte. Schließlich Jeff Smith, der amerikanische Zeichner und Autor der Fantasy-Reihe „Bone“, von dem sich Marco am meisten hat inspirieren lassen: „Inhaltlich ist mein Comic wohl der Welt von Jeff Smith am nächsten. Auch bei ihm gibt es kleine, eher unbedarfte Wesen, die in etwas Riesiges hineingeworfen werden. Im „Gloriogant“ geht es zunächst um Schrulliges und Obskures, dann öffnet sich das Tor ins Epische. Aus kleinen Zufällen wird plötzlich ein Gesamtbild, da lauert etwas hinter all dem Bunten. Und da geht dann richtig die Post ab.“ Im gleichen Atemzug verrät er, dass zwei Fortsetzungen geplant sind – dazu später mehr.

An Inspiration fehlt es Marco nicht, denn seine ganze Umwelt kitzelt kreative Ideen und Gedanken aus ihm heraus: „Mich inspiriert alles, von der Handseife im Waschbecken über zerknüllte Papierkugeln bis hin zu allem, was kreucht und fleucht.“ Hintergrunderzählungen und Charakterzüge kommen ihm mal ganz spontan in den Sinn, mal lassen sie ein wenig auf sich warten und entwickeln sich dann aber im Handumdrehen. So entstand die Figur „Maximillo“ in ihrer Rohform schon 2013. Nach vielen anderen Projekten wurde Marco schließlich von seiner Frau dazu bekräftigt, dieser Figur endlich ein eigenes Universum zu geben. Ab da begann Marco wie im Rausch, der Welt um Maximillo turbulentes Leben einzuhauchen. Gezeichnet habe er mit schwarzen Tuschestiften auf Papier, Vorzeichnungen mache er mit Bleistift. Dann werde die Zeichnung gescannt und in Photoshop nach seinem Geschmack koloriert. Nach 1.000 Arbeitsstunden war der erste Teil der Comicerzählung abgeschlossen. „Ein bisschen aufwendig war das schon“, berichtet Marco. „Organisiert habe ich das neben meinem Hauptjob als Zeichendozent so, dass ich einfach morgens um vier aufgestanden bin und dann gezeichnet habe. Zweieinhalb Jahre lang.“ Entstanden sind die Abenteuer um Maximillos Welt überall: in allen möglichen Cafés, an verschiedenen Stränden, in Hotelbars, auf dem Fußboden liegend und an knarzenden Tischen. In Hannover, Paderborn, Lübeck, Kiel, Rostock und Mailand. „Meine Frau kann sich mich überhaupt nicht mehr ohne einen ,Maximillo‘-Zeichenblock vorstellen.“

Was macht Marcos Fantasy-Welt so besonders? Für ihn ist Fantasy mehr als nur das Abrufen von Standards wie Elfen, Orks und Tolkien. „Fantasy heißt Spinnen, Fühlen, Erfinden“, sagt Marco. „Meine Welt quillt über vor seltsamen Kreaturen mit noch seltsameren Namen, alles ist irgendwie miteinander im Groove, es gibt so eine Lockerheit der Geschehnisse. Und manches ist einfach ungewöhnlich und unerwartet. Damit meine ich gar nicht so sehr die große ganze Gesamtheit der Story, sondern eher das kleine Extrazeug, was plötzlich ins Bild flupst.“ Das stimmt, denn auf ausnahmslos jeder Seite ist irgendeine, wenn auch kleine Kuriosität zu entdecken. Auch hat die Geschichte eine dezente politische Message, denn sie warnt vor zu viel Eitelkeit und Machtrausch und kann somit alle Altersklassen erreichen. „Für Kids und Verrückte!“, lacht Marco.

Momentan ist Marco auf Seite vierzehn des zweiten Bandes und kann somit ganz offiziell verraten, dass es nicht nur eine, sondern gleich zwei Fortsetzungen geben wird. Ihm gefalle jetzt schon der Schaffensprozess, das Sich-Freuen, das Handwerkliche und die innere Einkehr beim Zeichnen. „Bald werde ich auch den Titel des zweiten Buches verraten“, berichtet er, denn die komplette Story für Band zwei ist schon fertig. Jetzt freue er sich aber erstmal, dass sein Lesepublikum den ersten Teil in den Händen halten und in die Geschichte eintauchen kann. Ein kleiner Traum von ihm ist, „irgendwann mal Post von Lesenden zu bekommen, welche eine Psia, einen Maximillo oder den Glorioganten gezeichnet haben. Dann platze ich vor Glück.“ Also los, ran an die Comics und Stifte!

» Lilly Struckmeier

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Der Freundeskreis im Gespräch mit Alexandra Dzaack und Rainer Müller-Brandes

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Der Freundeskreis im Gespräch mit Alexandra Dzaack und Rainer Müller-Brandes


Für diese Ausgabe haben wir uns mit der Vizepräsidentin der Special Olympics Hannover Alexandra Dzaack (AD) und dem Stadtsuperintendanten des Kirchenkreises Hannover Rainer Müller-Brandes (RMB) getroffen. Was die beiden zum Thema Inklusion zu sagen haben, warum ihre Werte-DNA eigentlich die gleiche ist und welchen Weg Hannover beim Thema „Barrierefreiheit & gesamtgesellschaftliche Teilhabe“ noch zu bestreiten hat, darüber mehr im Interview …

Stellt euch zum Einstieg bitte kurz vor und erzählt, wie ihr ins Vereinsleben gekommen seid.

AD: Ich bin seit drei Jahren ehrenamtliche Vizepräsidentin von Special Olympics Niedersachsen. Meine primäre Aufgabe besteht in der Begleitung unseres Athletinnenrats, der über 1.500 Sportlerinnen in ganz Niedersachsen vertritt. Es geht also um Teilhabe, Sichtbarkeit und vor allem darum, Menschen Räume zu geben, in die sie gehören. Dem etwas entgegenzusetzen, macht mein Ehrenamt als Vizepräsidentin von Special Olympics Niedersachsen aus.

RMB: Ich vertrete den Kirchenkreis Hannover. Das umfasst circa 50 Kirchengemeinden und 70 Kindergärten. Dazu eine ganze Menge anderer Einrichtungen. Das nennt sich dann formal Stadtsuperintendent. Außerdem bin ich der Pastor der Kirche nebenan, der Marktkirche.

Kirchenkreis und Special Olympics – das klingt ja auf den ersten Blick nach zwei verschiedenen Welten. Was verbindet euch?

AD: Was uns verbindet, sind die Menschen, nicht die Grenzen.

RMB: Genau, nicht auf Grenzen schauen wir, sondern auf das Potenzial der Menschen. Dieses Potenzial wird nicht nur durch Sport erlebbar, wir versuchen das auch im Kirchenalltag umzusetzen. Ob in der Kita, in der Gemeinde oder der Diakonie. In der Bibel heißt es schließlich „Ein Leib, viele Glieder“. Das ist zwar ein uraltes biblisches Bild, aber gleichzeitig auch unsere DNA: alle haben verschiedene Fähigkeiten. Schaut man dabei nicht nur defizitorientiert, kann dann in der Gemeinschaft etwas Gutes geschaffen werden.

AD: Die Kernaussage ist ein gesellschaftliches Miteinander. Dafür stehen wir beide, auch wenn unsere Arbeit unterschiedlich aussieht. Es geht im Grunde um Begegnung, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Egal wo man herkommt, egal wer man ist. Das brauchen wir ja momentan mehr denn je.

RMB: Gleichzeitig ist das auch ein Lernprozess. Auch bei uns in der Kirche ist noch Luft nach oben, was Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe angeht. Klar bieten wir Möglichkeiten für Schwerhörige beim Gottesdienst und natürlich sind wir teils barrierefrei. Aber eben längst nicht immer. Von unserer christlichen Theologie aus haben wir Inklusion dagegen längst verstanden. Gott macht keine Beschränkungen. Menschen mit Behinderung sagen mir zum Beispiel ganz selbstverständlich, dass sie ein Ebenbild Gottes sind. Wunderbar.

Der Begriff Inklusion ist ja seit einigen Jahren in aller Munde. Was bedeutet für euch Inklusion ganz konkret?

AD: Inklusion bedeutet auf jeden Fall nicht, einmal im Jahr eine schöne Veranstaltung zu machen und dann ist wieder gut. Für uns bei Special Olympics muss sich Inklusion im Alltag zeigen. Wer entscheidet mit? Wer sitzt mit am Tisch? Wer darf mitmachen? Menschen mit Behinderung nicht auszuschließen, ist unsere Kernaufgabe. Da gibt es immer noch ganz viele Hürden und Barrieren. Das Wichtige ist, dass Menschen mit Behinderung in Entscheidungsprozesse geholt werden. Es wird viel über Menschen mit Behinderung gesprochen, aber selten mit ihnen. Deshalb ist Inklusion für mich immer auch eine Haltung.

RMB: Haltung ist das Stichwort. Inklusion ist für mich kein Konzept, sondern dass man Dinge von Anfang an gemeinsam für alle mitdenkt. Ehrlich gesagt, gelingt uns das auch nicht immer. Trotzdem versucht die Kirche Barrieren aufzubrechen. Viele unserer Kitas arbeiten inklusiv und für Kinder ist es dann ganz selbstverständlich, zusammen zu spielen und aufzuwachsen. Auch im Jugendbereich versuchen wir etwas zu bewegen. So gibt es den inklusiven Jugendtreff FREI!RAUM, der übrigens das einzige inklusive Jugendzentrum in Hannover ist. Konzepte sind immer schön und gut, aber es müssen auch Taten folgen. So etwas auch immer wieder finanziell auszuhandeln, ist nicht einfach, aber das Wichtigste ist Haltung mit Herzblut beim Thema Inklusion.

Alexandra, bei den Special Olympics kann man erleben, wie Sport etwas in Menschen freisetzt, das sonst oft unsichtbar bleibt …

AD: Das stimmt. Da werden unglaubliche Energien freigesetzt. Rainer, du warst ja auch bei unseren Spielen letztes Jahr und hast das live erleben dürfen. Auch wenn das Regelwerk für Menschen mit Behiderung angepasst ist, steht doch wie bei anderen Sportevents Wettkampf, Teamgeist und vor allem Leidenschaft an erste Stelle. Schließlich machen auch die Athletinnen der hannoverschen Special Olympics das nicht nur „just for Fun“, sondern das sind immer auch Qualifizierungsspiele. Das spielt sich nicht nur auf Landesebene ab, sondern auch national. Bis zur Weltmeisterschaft nächstes Jahr in Chile. Aber auch, wenn es bei den Wettkämpfen der Sportlerinnen um Qualifizierungen geht, habe ich noch nie Sportevents mit so viel guter Laune erlebt. Leidenschaft pur. Diese Freude ist natürlich noch einmal größer, wenn wir im Verein tolle Erfolge feiern können. Unsere Helena Klintschar, Para-Skiläuferin, ist jetzt grade überraschenderweise als Behindertensportlerin des Jahres gekürt worden.

RMB: Auch der Glaube setzt natürlich Energien frei. Glaube hat dieses Credo: „Wir schaffen das zusammen.“ Da gibt es immer wieder schöne Begegnungen, auch im Kirchenalltag. Wir haben zum Beispiel mal Wohnungslosen eine kirchliche Hochzeit ermöglicht. Das Brautkleid haben wir von der Oper geliehen. Und dann diesen beiden Menschen vorm Altar diesen Augenblick zu schenken, das war wunderbar. Genauso merke ich diese Energien, wenn wir den „Konfi-Cup“ veranstalten die in gemischten Mannschaften gegeneinander antreten. Klar geht es um den Sieg, aber vor allem um das Miteinander, die Gemeinschaft. Auch die integrativen Turniere von unserem FREI!RAUM-Projekt sind immer beides: Energie und Gemeinschaft. Und das mittlerweile seit 12 Jahren.

Hannover positioniert sich selbst ja als sehr inklusive Stadt, was meint ihr: wie inklusiv ist Hannover wirklich?

RMB: Ich finde, Hannover ist schon sehr engagiert und auch auf dem richtigen Weg, aber es ist eben ein langer Weg. Der auch viel Geld kostet. Zum Beispiel der Ausbau der Hochbahnsteige. Ich habe mal bei der Aktion „Ein Tag im Rollstuhl“ mitgemacht – da bemerkt man erst viele der Hilfsmittel in der städtischen Infrastruktur, also Ampelhilfen, Fahrstühle, behindertengerechte Toiletten. Aber eben auch, dass da noch Luft nach oben ist. Da kommt die Stadt immer wieder an ihre Grenzen. Inklusion soll dafür sorgen, dass alle in der Stadt zusammenkommen können.

AD: Ich glaube schon, dass wir uns als Stadt schon gut positioniert haben, was die Barrierefreiheit angeht. Dazu gehört für mich auch noch viel mehr. Ich denke zum Beispiel gerade an den CSD. Zu einer inklusiven Stadt gehört, dass wir alle unter einem Dach gemeinsam feiern können. Schaut man auf die anderen inklusiven Angebote, besonders in den Schulen und im Sport, tut sich schon etwas. Zum Beispiel machen wir zusammen mit dem Hockeyverein Hannover 78 seit 2024 das Special Hockey. Sportler*innen mit und ohne Behinderung spielen gemeinsam. Das wird super angenommen. Wir von den Special Olympics machen oft Schnupper-Angebote mit Vereinen, unterstützen Trainer*innen in der inklusiven Arbeit und das Beispiel mit Hannover 78 zeigt eben auch, dass es möglich ist, eine inklusive Sportgesellschaft in Hannover zu schaffen. Dass die Stadt das auch will und uns unterstützen möchte, merken wir. Als wir die Länderspiele hatten, wollten wir nicht in abgelegene Sportstätten, sondern mitten in die Stadt vors Rathaus. Die Stadt war sofort bereit, das umzusetzen und uns Support zu geben.

Wo scheitert Inklusion noch? Und woran liegt das? Am Geld, an Haltungen, an Strukturen?

RMB: Am guten Willen scheitert es nicht, sondern an Strukturen und Ressourcen. Aber ich versuche das immer auch positiv zu sehen, dass wir nicht scheitern, sondern dass wir einfach noch nicht am Ziel sind.

AD: Ich bin in meinen Urteil ein wenig härter, vor allem, wenn ich mir die Frage auf bundespolitischer Ebene anschaue. Ich glaube, es scheitert an allem ein bisschen. An Haltung, Struktur und auch finanziellen Mitteln. Doch am meisten scheitert es an falschen Priorisierungen. Auf Bundesebene merkt man ja gerade sehr deutlich, wo Gelder eingespart werden. Da gibt es keine Priorisierung für Menschen mit Behinderung, keine Priorisierung für Inklusion. Barrierefreiheit wird immer noch als Zusatz gewertet, dabei sollte das eine Selbstverständlichkeit sein. Da müssen wir hinkommen.

Während die Special Olympics immer mehr an Sichtbarkeit gewinnen, verliert die Kirche gegenwärtig immer mehr Mitglieder. Was kann die Kirche von einer Bewegung wie den Special Olympics lernen?

RMB: Die Special Olympics machen deutlich, dass alle Menschen einzigartig sind. Das ist auch unsere Kirchen-DNA. Und daran halten wir fest. Trotz der gesellschaftlichen Entwicklung sind unsere Inhalte nicht schlechter, sondern immer noch genauso wichtig. Jeder Mensch ist gleich viel wert. Dass die Kirche für alle anschlussfähig bleibt, das haben wir offensichtlich dennoch verpasst. Man merkt aber gerade einen Generationswandel. Unsere Kirche wird immer anschlussfähiger für Menschen aus aller Welt. Viele junge Kolleg*innen kommen nicht aus Deutschland. Es folgt jetzt eine nächste Generation. Und unsere Aufgabe ist es jetzt, die Weichen zu stellen für eine kleinere und spirituelle Kirche. Dabei bleibt die Einzigartigkeit des Menschen als Grundidee bestehen. Die ist schon ziemlich alt, und deshalb auch so gut.

Ihr arbeitet beide mit sehr viel ehrenamtlichen Engagement. Was hält Menschen bei der Stange – und was treibt sie weg?

AD: Menschen bleiben, wenn sie merken, dass sie etwas bewegen mit dem, was sie tun. Und sie gehen, wenn sie gegen Mauern laufen, nicht das Gefühl haben, sich wirklich einbringen zu können. Das vertreibt. Egal ob im Sportverein oder in der Kirche. Menschen die ehrenamtlich arbeiten, brauchen neben der Selbstwirksamkeit auch Anerkennung. Unsere Gesellschaft ist sowieso unglaublich leistungsorientiert und lobt viel zu selten. Vor allem im Ehrenamt muss die Arbeit wahrgenommen und geschätzt werden.

RMB: Das kann ich zu 100 % unterstreichen. Vor allem bei Gläubigen – zum Glück nicht nur – gibt es diesen inneren Impuls, die Welt besser zu machen. Das motiviert. Aber es braucht auch Zuspruch von außen. Wir als Kirche sind beim Thema Ehrenamt weit vorne. Unsere Strukturen sind sehr auf das Ehrenamt ausgelegt und wir sind an dieser Stelle auch selbstbewusst. Den Urlaub des Bischofs genehmigt eine Ehrenamtliche. Auch in Kirchenkreisvorständen ist die Arbeit der Ehrenamtlichen von großem Gewicht. Gleichzeitig hat die Kirche aber immer noch Strukturen, die das fluide gemeinsame Arbeiten verlangsamen. Da sind wir noch nicht am Ziel angekommen. Aber das Grundprinzip im Ehrenamt bleibt: Ich bin dabei, weil ich etwas bewegen kann.

Kurz zum Schluss: Wie könnte eine Zusammenarbeit zwischen Special Olympics und dem Kirchenkreis konkret aussehen?

AD: Wir hatten schon schöne Begegnungen. Zum Beispiel letztes Jahr beim Evangelischen Kirchentag. Es gab eine kleine Sportmeile hinter dem Rathaus, bei der wir von den Special Olympics vertreten waren. Das war klasse. Die Menschen hatten keine Berührungsängste und die Athletinnen sind mit den Besucherinnen ins Gespräch gekommen. Wir haben uns beim Kirchentag unglaublich gut aufgenommen gefühlt. Das war sehr schön, auch weil es mal eine andere Art der Begegnung war. Und ich würde mich freuen, wenn so etwas in Zukunft mehr etabliert werden kann.

RMB: Von meiner Seite sehr gerne. Der Kirchentag war auch für mich ein Symbol, wie es eben auch anders geht. Dass ein Miteinander inklusiv und genauso gut funktionieren kann. Wir hatten viele Besprechungen im Voraus mit der Stadt bezüglich der Sicherheit, der Polizeipräsenz und so weiter. Die Tage selber selbst war dann so ruhig wie nie. Das hat gezeigt, dass so etwas wunderbar funktioniert. Ansonsten gibt es von uns viele kleine Aktionen. Nur ein kleines Bespiel: So spielt die Bronzegewinnern der Special Olympics in unserer Jugendkirche mit vielen anderen Tischtennis.

AD: Wer übrigens die diesjährigen nationalen Spiele der Special Olympics live erleben will, kann im gesamten Saarland dabei sein. Es kommen Athlet*innen aus ganz Deutschland zusammen und zeigen, wie Sport und Gesellschaft eigentlich funktionieren könnten, wenn man Menschen nicht zuerst nach ihren Einschränkungen bewerten würde.

» Lars Kompa

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