In einem kleinen Holzhaus im Garten, umgeben von Natur und fernab vom Trubel klassischer Studios, hat Brit Kayser ihr Kosmetikkonzept verwirklicht. Mit ihrem Studio „echt natürlich“ in der Wedemark bei Hannover verbindet die 46-Jährige moderne Schönheitsbehandlungen mit einem konsequent nachhaltigen Ansatz – und trifft damit den Nerv einer wachsenden Zielgruppe.
„Ich habe im Juni 2025 mein eigenes Studio eröffnet – ein kleines Holzhaus in unserem Garten“, erzählt Kayser. Dort bietet sie Kosmetikbehandlungen, Wellness und Fußpflege an. Ihr Fokus liegt auf Naturkosmetik in Kombination mit moderner Hautpflege. Dabei gehe es ihr um mehr als nur äußere Schönheit: „Entscheidend ist für mich, dass sich meine Kundinnen und Kunden wirklich entspannen können – und darauf vertrauen, dass alles, was ich verwende, ihnen und der Umwelt guttut.“ Der Weg in die Selbstständigkeit war für Kayser kein spontaner Schritt, sondern das Ergebnis langjähriger Erfahrung. Nach ihrer Ausbildung zur Kosmetikerin und dem Friseurmeister wechselte sie zunächst in die Forschung. „Nach der Familienphase und weiteren Stationen im Angestelltenverhältnis war klar: Ich möchte mein eigenes Konzept umsetzen“, sagt sie. Nachhaltigkeit, Qualität und persönliche Betreuung seien dabei von Anfang an die Leitlinien gewesen.
Diese Haltung spiegelt sich auch im gesamten Konzept wider: Das Studio wurde mit regionalen Handwerkern gebaut, besteht aus natürlichen Materialien und wird mit Solarstrom betrieben. Zum Einsatz kommen ausschließlich nachhaltige Produkte – frei von Mikroplastik und verantwortungsvoll produziert. „Mir ist wichtig, dass hinter den Produkten transparente Werte stehen. Ich teste alles selbst und empfehle nur, was ich wirklich überzeugt vertreten kann“, betont Kayser. Ihre Kundinnen – überwiegend Frauen zwischen 35 und 70 Jahren – schätzen vor allem die persönliche Atmosphäre. „Viele sagen, es fühlt sich eher an wie ein Besuch bei Freunden als ein Termin im Studio“, berichtet sie. Die Lage im Grünen verstärke diesen Effekt zusätzlich und biete einen bewussten Gegenpol zum oft hektischen Alltag.
Hilfe auf dem Weg in die Selbstständigkeit erhielt Kayser von hannoverimpuls. „Ich habe von Anfang an viel Unterstützung bekommen – von Coachings über Workshops bis hin zur individuellen Beratung“, sagt sie. Besonders bei Themen wie Businessplan, Finanzierung und Fördermöglichkeiten habe ihr das Angebot geholfen. Auch die Zusammenarbeit beschreibt sie positiv: „Ich hatte nie das Gefühl, allein zu sein.“
Für Anke Pawla, Projektleiterin Gründung und Entrepreneurship bei hannoverimpuls, ist das Beispiel „echt natürlich“ ein gelungenes Zusammenspiel aus Erfahrung und Vision: „‚echt natürlich‘ zeigt, wie sich Erfahrung, Familie und persönliche Vision in einer Gründung vereinen lassen. Wir verstehen uns als Partner, der ergänzt und unterstützt – damit aus Ideen konkrete Projekte werden.“ Auch anderen Gründerinnen und Gründern rät Kayser, sich frühzeitig Unterstützung zu holen: „Leidenschaft ist wichtig, aber ein solides Konzept und finanzielle Stabilität sind entscheidend.“ Rückschläge gehörten dazu – doch wer für seine Idee brenne, werde am Ende belohnt.
Abgelegt unter Menschen, Stadtkinder sind mutigKommentare deaktiviert für Gründungsstory Mai 2026: Kosmetik im Einklang mit Natur und Mensch: „echt natürlich“ aus der Wedemark
Ein Förster, ein Mord, und ganz viel Waldwissen. Burkhard von Pappenheim verbindet all das in einem Krimi. Knapp, dialoggetrieben, auf 150 Seiten. Wald, Wild, Tod – ein Försterroman von Burkard Rabe von Pappenheim (B.Rabe). Als Journalist schreibt von Pappenheim sein Buch anders als andere Autorinnen. Eine Krimi-Geschichte, Wissen über den Wald und eine Liebesgeschichte auf 150 Seiten. „Ich mag keine Texte, bei denen ich das Gefühl habe, da wird etwas wiederholt, das ich schon weiß. Redundanzen stören mich. Ich schreibe lieber klar und zielgerichtet“, sagt Burkhard von Pappenheim über sein erstes Buch. Der Journalist und Autor besitzt in Liebenau, im Dreiländereck Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, ein Stück Wald, das er bewirtschaftet. „Dort kümmere ich mich intensiv um unseren kleinen Wald von 100 Hektar und habe angefangen, ihn im Sinne der naturnahen Waldwirtschaft umzubauen. Ich arbeite da auch selbst mit: pflanze und arbeite mit der Motorsäge – immer mit Profis. Dadurch habe ich einen Einblick in die ganze Bandbreite bekommen.“ Schon lange wollte von Pappenheim das, was er dort tagtäglich erlebt, zu Papier bringen und etwas über die Leute schreiben, „die sich schon seit Jahrzehnten dafür einsetzen, den Wald vorsichtig und nachhaltig zu behandeln“. So kam die Idee, Wissenswertes mit einem Krimi zu verbinden – Pappenheims Lieblingsgenre. „Die Geschichte hat in meinem Kopf rumgegeistert. Das hat mich irritiert und ich habe gemerkt, ich werde sie nur los, wenn ich sie aufschreibe.“ Der Förster Alexander Wilesen wird zu einer der Hauptfiguren in Wald, Wild, Tod. In seinem Waldrevier häufen sich die Probleme: Ein Wolf wird erschossen. Dann ein Jäger. Dazu schleichen Wilderer durch Wälder, der Borkenkäfer frisst sich durch Fichten und eine Frau protestiert lautstark gegen die Jagd. Alexander muss entscheiden, ob er eingreift. Ein Krimi über Wald, Mensch, Liebe und die Frage, wie weit man für das einsteht, was man kennt und schützen will. Von Pappenheim ist in seinem Roman nicht der klassische allwissende Erzähler. Er sagt über sich: „Ich bin ein handlungsgetriebener Leser: Wenn jemand aus der Tür geht und nach rechts abbiegt, möchte ich nicht wissen, warum – sondern wohin.“ Als Autor wählt er also Dialoge als Stilmittel, um Handlung, Gesehenes und natürlich auch Gesagtes zu beschreiben. „Dialoge treiben einen Text voran, machen Spaß und bringen Leben ins Buch. Deshalb erkläre ich Dinge lieber im Dialog als in Beschreibungen.“ Durch die fehlenden Ausmalungen liest sich von Pappenheims Roman beinahe protokollartig, kantig. Das Werk eines Journalisten, dem das „Bla-Bla abgewöhnt“ worden ist. Wald, Wild, Tod ist im Eigenverlag erschienen. Dadurch lassen sich kleine Makel finden: Es gibt keine Seitenzahlen, das Buch ist nicht im Blocksatz gelayoutet und ohne professionelles Lektorat haben sich auch kleine Schreibfehler eingeschlichen. Vorerst ist von Pappenheims Försterroman sein einziges Buch. Aber „es irrlichtet wieder etwas in meinem Kopf. Ich denke, irgendwann wird da wieder so viel sein, dass es raus muss.“ Bisher vorwiegend in seinem näheren Umfeld gelesen, „sickert“ das Buch unterdessen in eine breitere Leserinnenschaft. „Ich habe sehr gute Rückmeldungen bekommen, keiner hat sich abfällig geäußert. Ich hätte also den Mut, ein zweites Buch zu schreiben. Dann aber in Zusammenarbeit mit einem Verlag.“ Burkhard von Pappenheim verwebt in Wald, Wild, Tod Sachbuch mit Kriminalroman und erfindet so ein neues Genre, das „amüsant und unterhaltend“ Wissen vermitteln möchte. Der Försterroman ist ein „Plädoyer für die naturnahe Waldwirtschaft im Gewand einer spannenden Geschichte über eine mörderische Auseinandersetzung zwischen Jagdgegnern und Jägern.“
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Wir treffen uns heute mit zwei Mitgliedern im Freundeskreis, die den Vereinssport in Hannover von innen kennen wie kaum jemand sonst. Günter Evert ist Vizepräsident beim VfL-Eintracht Hannover, einem der größten Fußball- und Mehrspartenvereine der Stadt. Er ist erst seit zwei Jahren im Ehrenamt – nach einer langen Karriere in leitenden Positionen bei der Mediengruppe Madsack, zuletzt verantwortlich für HAZ und Hannoversche Presse. Hajo Rosenbrock ist Vorsitzender des Turn-Klubb zu Hannover – mit rund 9.500 Mitgliedern einer der größten Vereine Hannovers überhaupt, hauptberuflich geführt, tief in der Südstadt verankert. Beide kennen die Stadt und ihre Vereinslandschaft seit Jahrzehnten. Und beide haben gelernt: Was Vereine am Leben erhält, sind Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen – ehrenamtlich oder hauptberuflich, mit 25 oder mit 60.
Stellt euch zum Einstieg bitte kurz vor und erzählt, wie ihr ins Vereinsleben gekommen seid?
GE: Ich bin in Hannover aufgewachsen – fünf Generationen meiner Familie kommen aus derselben Straße. Mein Vater war leidenschaftlicher Fußballer, und so habe ich das runde Leder früh entdeckt. Ich habe bei Arminia Hannover gespielt, in Ramlingen Ehlershausen, beim TSV Havelse und der Eintracht – immer Amateur, aber mit viel Leidenschaft. Was mich gehalten hat, war dieser Geruch der Kabine, das Teamspiel, das Gemeinschaftsgefühl. Der Sport hat mich nie losgelassen. Dann habe ich 25 Jahre bei Madsack gearbeitet – und als ich aufgehört habe, war für mich klar: Jetzt machst du etwas Ehrenamtliches. Eintracht war naheliegend. Mein Vater war dort 40 Jahre im Vorstand, meine Tochter Carlotta spielt dort Fußball, und ich kenne die Stadt und ihre Netzwerke. Seit zwei Jahren bin ich Vizepräsident. Und ich merke jeden Tag, wie anders das ist als in einem Unternehmen. Da habe ich im Zweifel gesagt, jetzt machen wir das so. Heute frage ich. Das lernt man schnell – und es ist eigentlich das Schönere, weil man am Ende wirklich gemeinsam etwas bewegt hat.
HR: Ich bin über den CVJM ins Ehrenamt gerutscht. Mit 15 wurde ich Basketballtrainer, mit 16 Jugendleiter – und ich habe schnell gemerkt: Es hängt alles am Menschen, nicht am Inhalt. Wenn du die Gruppe mitreißt, geht sie mit. Das war meine erste wirklich wichtige Lektion. Ich habe bis Mitte des Studiums als Trainer, Spieler und Kümmerer alles Mögliche gemacht, habe nebenbei für ein Stadtmagazin geschrieben und irgendwann gemerkt, dass man das, was Günter heute ehrenamtlich erledigt, auch hauptberuflich machen kann. Nach dem Studium in Göttingen haben die vom Turn-Klubb angerufen – die suchten jemanden. „Da ist einer, der ist knapp unter 30 und will auf die Wiese“, hieß es. So bin ich 2009 hierher gekommen. Es war ein Zufall – aber spätestens nach einem Jahr war klar, dass das total passt. Es gibt wenig attraktivere Jobs. Du kannst etwas für die Gesellschaft tun, damit Geld verdienen und andere Menschen glücklich machen – und du siehst die Ergebnisse: mal an Menschen, mal an Gebäuden und Einrichtungen, mal einfach durch ein Feedback.
Beide Vereine tragen stolze Namen mit einer langen Geschichte. Wie wichtig sind sie heute für den Sport in Hannover?
GE: Der Turn-Klubb ist eine Institution – nicht nur für die Südstadt, sondern für die ganze Stadt. Bei Eintracht sind wir mit rund 1.000 Fußballerinnen und Fußballern der größte Jugend-Fußballverein der Stadt. Vereine sind das Herz der Gesellschaft.
HR: Was funktioniert auf dem Dorf noch? Vielleicht die Feuerwehr – wenn genug Leute da sind. Der Sportverein ist der Ort, wo du einfach hinläufst und etwas machst. Wenn die Menschen nett sind, bleibst du. Wenn die Bedingungen stimmen, kann Sport weit mehr sein als Bewegung: Er leistet Prävention, schafft Begegnung, hält die Gesellschaft zusammen.
GE: Das erlebe ich täglich. Familien, die nie etwas mit Sport zu tun hatten, stehen plötzlich am Spielfeldrand und backen Kuchen – weil ihr Kind Fußball spielt. Und sie stellen fest: Da sind ganz nette Menschen. Das ist Integration, nicht als Programm, sondern als gelebte Praxis. Auf dem Platz sind alle gleich. Der Sparkassendirektor kickt neben dem Maler, und der Automechaniker sagt dir geradeheraus, wo es langgeht. Diese Mischung ist politisch wertvoll – vielleicht heute mehr denn je. Und ich glaube, auch diese Stammtischmentalität hat sich verändert. Wenn heute jemand abwertend über andere redet, gehen sofort Leute dazwischen. Das war vor 20 Jahren noch anders.
Was ist Sport für euch persönlich – und hat sich das im Laufe der Jahre verändert?
HR: Sport war für mich immer vor allem Gemeinschaft. Ich war beim Basketball nie der Beste, aber ich durfte immer in der ersten Fünf mitspielen – das sagt vielleicht alles. Das Getränk hinterher war manchmal wichtiger als das Spiel selbst. Heute bedeutet Sport für mich auch Integration im stadtgesellschaftlichen Sinne: Egal ob jemand hierher geflüchtet ist, ob er viel oder wenig Geld hat – im Sportverein treffen sich alle. Mein eigener Freundeskreis besteht fast ausschließlich aus Lehrerinnen und Lehrern. Im Verein treffe ich den Handwerker, den Maler, den Mechaniker. Der sagt mir auch mal klipp und klar, was er denkt. Das ist gut so. Das braucht eine Gesellschaft. Und ich glaube, dass der Sport gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung wichtiger ist denn je – weil er Begegnung erzwingt, die sonst nicht stattfindet.
GE: Ich habe früh für den Profibereich trainiert – bei Arminia Hannover, mit der Hoffnung, irgendwann den Sprung zu schaffen. Den habe ich nicht geschafft – dafür habe ich mit 28 beim TSV Havelse noch mal gespielt, und da sind wir im Pokal auf den Karlsruher SC getroffen. Ich wurde in der 60. Minute eingewechselt, lief aufs Tor – und Oliver Kahn hält den Ball. Aus Spaß erzähle ich immer: Wäre der reingegangen, hätte meine Karriere vielleicht doch noch begonnen. Aber er hat gehalten, wir haben drei zu null verloren. Heute spiele ich Golf und gehe zweimal die Woche zur Krankengymnastik. Und ich beobachte die Leute über 80, die sich morgens bei Regen auf dem Golfplatz treffen. Neun Loch, zwei Stunden. Das finde ich großartig. Sport so lange wie möglich, in Gemeinschaft – das ist das Ideal.
Gibt es einen Moment in eurer Vereinsarbeit, den ihr so schnell nicht vergessen werdet?
HR: Es ist kein einmaliger Moment, sondern ein wiederkehrendes Bild. Wenn ich am Freitagnachmittag in die Turnhalle schaue und da doppelt so viele Eltern mit Kindern drin sind, wie eigentlich reinpassen sollten. Oder wenn wir in Schulen Turniere ausrichten und ich die Siegerehrung moderiere – und dann rufe ich 150 Kindern zu: „War Alex, unser Koordinator, der Coolste?“ Und 150 Kehlen antworten aus tiefster Seele. In dem Moment denke ich: Die haben alle alles richtig gemacht. Das bewegt mich mehr als jede Gebäudeeinweihung, und das bleibt.
GE: Mein Moment war, als die Zusage aus Berlin kam: Wir sind bei der SportMilliarde dabei. Zwei Jahre Hausaufgaben, Anträge, Architektengutachten – das Aufstellen des Förderantrags hat allein 20.000 Euro gekostet. Dann die Zusage. Jetzt können wir endlich unsere Umkleidekabinen sanieren – die stammen von 1975. Wir haben elf Frauenmannschaften und keine einzige Umkleide für Frauen. Das ist unhaltbar. Wenn das jetzt besser wird, ist das für mich der Moment. Und gleich daneben: unsere Abrissparty. Unser Clubhaus von 1954 wird modernisiert – und vorher darf sich jeder mit Sprühfarbe verewigen. Das ist auch ein Moment.
Mitgliederzahlen, Nachwuchs, Ehrenamt – das beschäftigt viele Vereine. Wo drückt bei euch der Schuh am meisten?
GE: Das größte Problem, das kaum einer laut ausspricht: Wir haben in Hannover zu wenig Sportstätten. Nicht Old-School-Turnhallen, sondern moderne, nutzungsoffene Sportflächen. Und wenn wir bauen wollen, werden uns so viele Steine in den Weg gelegt, dass das Geld nicht das größte Hindernis ist – sondern die Bürokratie. Die Steine aus dem Weg zu räumen dauert länger, als sie aufeinanderzustapeln. Hinzu kommt: Rund 500 Kinder in Hannover stehen auf Wartelisten, weil sie keinen Fußballverein finden. Nicht weil der Wille fehlt – sondern weil uns Trainer und Plätze fehlen. Das ist ein strukturelles Problem, das wir allein nicht lösen können.
HR: Und beim Ehrenamt hat sich etwas grundlegend verschoben. Das alte Modell – einer sitzt 30 Jahre im Vorstand, weil er schon immer da war – funktioniert nicht mehr. Was wir brauchen, sind Menschen, die Erfahrung mitbringen und sich aktiv entscheiden, noch mal etwas zu tun. So wie Günter das gemacht hat. Und wir brauchen eine gesunde Mischung aus Ehrenamt und Hauptberuf. Das hohe Lied des „reinen Ehrenamts“, ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr hören. Das Bürgerschaftliche Engagement an sich ist wichtig, mir ist egal, ob und in welcher Höhe das vergütet wird. Es geht ums Ermöglichen und um ein echtes Dankeschön. Es wäre schön, wenn das Ehrenamt finanziell besser ausgestattet wäre.
Wenn ihr einen jungen Menschen davon überzeugen müsstet, heute Verantwortung in einem Verein zu übernehmen – was würdet ihr sagen?
HR: Ich würde sagen: Engagement lohnt sich – du kriegst Liebe zurück. Die wichtigsten Kompetenzen, die ich beruflich brauche – Durchsetzungsfähigkeit, Leidenschaft, Durchhaltevermögen –, habe ich nicht im Studium gelernt, sondern zwischen 14 und 25 als Ehrenamtlicher. Du organisierst ein Turnier, und es funktioniert nicht. Niemand räumt auf. Du räumst allein auf. Das passiert dir kein zweites Mal. Und wenn du ein FSJ bei uns machst, weißt du nach drei Monaten, ob das dein Weg ist – zu hundert Prozent. Dieses Reinschnuppern, diese echte Verantwortung früh zu übernehmen – das formt einen Menschen mehr als jedes Seminar. Und es macht Spaß.
GE: Wir setzen stark auf FSJ und Bundesfreiwilligendienst – junge Leute, die bei uns reinschnuppern, Trainerscheine machen, Verantwortung übernehmen. Man muss nicht die oder der Beste im Sport sein, man muss Menschen mögen und das wollen. Meine Nichte spielt in der dritten Frauenmannschaft Fußball und hat gar nicht vor, in die Spitze zu kommen. Aber sie trainiert zusätzlich Mädchen mit einer Begeisterung, die ansteckend ist. Das ist genau das, was Vereine brauchen: Menschen, die brennen.
Was schätzt ihr aneinander – und was könnten eure Vereine voneinander lernen?
GE: Wir haben uns bei Madsack kennengelernt – Hajo war überall, wo ich war. Wir haben schnell gemerkt: gleiche Wellenlänge. Er hat mir gezeigt, wie man als Vorsitzender Präsenz zeigt – als Mensch, nicht als Institution. Ich schätze, dass bei ihm alles entspannt ist, ohne Vorbehalte. Wir haben noch keinen einzigen Vertrag miteinander geschrieben – aber wenn ich eine Mail von ihm kriege, steht drin, was ich selbst gedacht habe. Das ist selten. Was ich von ihm lerne: wie man einen Verein führt, ohne selbst im Mittelpunkt zu stehen. Wir wollen weg vom präsidial geführten Verein – hin zu einer starken Geschäftsführung, die wirklich lenkt. Dafür schaue ich gerne auf den Turn-Klubb.
HR: Günter unterlegt alles mit Humor und schafft damit sofort eine besondere Atmosphäre im Raum. Ich bewundere die Bereitschaft, jetzt noch einmal voll einzusteigen – er hätte auch einfach Schiffsreisen machen können. Stattdessen sitzt er hier und kämpft für Fußballplätze und Umkleidekabinen. Das verdient Respekt. Was ich von Eintracht lerne: den Blick fürs Kleine zu bewahren. Bei uns laufen 9.500 Mitglieder, alles funktioniert im Großen. Aber wenn ich sehe, mit welcher Liebe bei Eintracht ein Feriencamp organisiert wird, erinnert mich das daran, wie das war, als wir noch ein oder zwei Camps hatten. Diese Rückbesinnung ist wertvoll – und sie schärft den Blick dafür, was wirklich zählt.
Was wünscht ihr euch für den Vereinssport in Hannover in zehn Jahren?
HR: Dass wir weniger mit Neid umgehen müssen. Wenn ein Verein Fördergeld bekommt, erzählt keiner, dass das Projekt 20 Millionen kostet und der Förderanteil davon nur drei Millionen sind. Am Wochenende wurde ich angesprochen: Ihr kriegt ja so viel Geld! Ich habe gefragt: Weißt du, dass das Projekt 20 Millionen kostet? Danach kam kein Wort mehr. Ich wünsche mir, dass die Vereine – die großen und die kleinen – mehr kooperieren, statt zu konkurrieren. Wir alle sitzen im gleichen Boot, kämpfen um die gleichen Talente, die gleichen Ehrenamtlichen, die gleichen Fördertöpfe. Das sollte verbinden, nicht trennen. Und für den Turn-Klubb: dass unser Bauprojekt gelingt, dass wir wachsen – nicht unbedingt in Mitgliedszahlen, sondern gesellschaftlich. Dass die Menschen, die hier sind, Freude daran haben.
GE: Ich wünsche mir, dass die kleinen Vereine viele Verwaltungsaufgaben loswerden – damit sie sich ums Wesentliche kümmern können: den Sport. Am Maschsee gibt es Paddel- und Rudervereine, die keinen Vorstand mehr finden, weil die Bürokratie sie erdrückt. Das ist tragisch. Und ich wünsche mir, dass die Verbände die Basis endlich mehr hören. Wenn unsere Kapitänin beim Frauenfußball ihre Armbinde vergisst, zahlen wir fünf Euro Strafe. Das sagt alles über den Zustand der Verbandspolitik. Es gibt für alles eine Regelung, und die hat irgendwann mal jemand mit bestem Willen aufgeschrieben – aber die Realität hat sich weitergedreht. Für Eintracht selbst: sanierte Umkleidekabinen, eine funktionierende Gastronomie, eine echte Kooperation mit dem Turn-Klubb im Jugendbereich. Und dass wir aufhören, den anderen mit Argusaugen zu beäugen.
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„Es gibt nichts Schöneres, als sich dafür einzusetzen, dass Menschen sehen: Ihr Ehrenamt wird wahr- und ernstgenommen“, sagt Monika Fricke strahlend. Seit Jahren setzt sie sich in ihrer Funktion als Leiterin der Stabsstelle Ehrenamt und Freiwilligenagentur des Landkreises Leer und im geschäftsführenden Vorstand der LAGFA Niedersachsen dafür ein, Strukturen zu schaffen, in denen das Ehrenamt wachsen kann.
Mit der LAGFA wurde vor rund 20 Jahren ein Netzwerk geschaffen, das Menschen zusammenbringt, die freiwilliges Engagement fördern möchten. Freiwilligenagenturen in ganz Niedersachsen sind über die LAGFA verbunden und stärken einander. Inzwischen gehören rund 115 Mitglieder dazu – von kommunalen Agenturen, über Wohlfahrtsverbände, bis hin zu kleinen Vereinen, die kommunale Ehrenamtsstrukturen aufbauen. „Man kann sagen, die LAGFA gibt es nicht nur einmal, sondern über hundert Mal in Niedersachsen“, so Fricke.
Zugunsten jener Mitglieder organisiert die LAGFA Fortbildungen, Netzwerktreffen, unterstützt bei Qualitätsmanagement und entwickelt gemeinsam mit Politik und Verwaltung Strategien für die Zukunft des Engagements.
„Die Agenturen profitieren aber vor allem vom Netzwerk“, sagt Fricke. „Sie lernen voneinander und miteinander.“ Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder zu einer großen Fachtagung, bei der aktuelle Themen diskutiert werden. Wie können ältere Menschen für ein Engagement gewonnen werden? Welche Konzepte sprechen junge Leute an? Welche Rolle spielt Inklusion? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Onlineformate, sogenannte Spotlights, in denen Expert*innen aus der Praxis ihr Wissen teilen.
Fricke erklärt: „Unser Netzwerk kostet nichts, bringt aber unglaublich viel für die tägliche Arbeit“, denn viele der Freiwilligenagenturen stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Sie beraten Menschen, vermitteln verschiedene Möglichkeiten des Engagements und müssen gleichzeitig Strukturen aufbauen, die langfristig funktionieren. Damit das funktioniert, „versuchen wir alles miteinander zu verknüpfen. Wissen, Netzwerk und Förderung sollen miteinander einhergehen“.
Dass die Arbeit der LAGFA Wirkung zeigt, lässt sich vielerorts beobachten. Ehrenamt findet sich in Niedersachsen in nahezu allen Lebensbereichen: im Sportverein, in der Feuerwehr, in der Hospizbegleitung, im Kulturverein oder im Umwelt- und Naturschutz. „Es gibt mindestens 15 große Engagementbereiche“, erklärt Fricke. „Und eigentlich stehen sie alle gleichberechtigt nebeneinander.“ Die LAGFA sorgt durch Qualitätsmanagementschulungen dafür, dass die ehrenamtliche Arbeit in all diesen Bereichen durch hauptamtliche Koordinator*innen durchgeführt werden kann.
Für die Zukunft hat die LAGFA klare Ziele. Unter anderem unterstützt sie die niedersächsische Landesregierung bei der Umsetzung einer langfristigen Ehrenamtsstrategie. Ein aktuelles Beispiel ist die sogenannte Mikroförderung. Dadurch werden kleine finanzielle Zuschüsse für Vereine und Initiativen zur Verfügung gestellt. Bis zu 2.500 Euro können Organisationen für konkrete Projekte beantragen – etwa für neue Instrumente im Musikverein, für eine Obstwiese im Kleingartenverein oder für notwendige Renovierungen im Vereinsheim. „Das sind keine riesigen Summen, aber genau diese kleinen Beträge machen oft den Unterschied“, merkt Fricke an.
Und der Bedarf ist riesig: „Innerhalb weniger Tage waren Förderanträge für die gesamte bereitgestellte Summe des Landes eingegangen“, berichtet Fricke. Sie ist begeistert, wie passioniert die vielen Ehrenamtlichen bei der Sache sind. „Wer sich engagiert, gibt das Wichtigste, was er hat: seine Lebenszeit. Und Menschen, die sich engagieren, strahlen. Das ist wunderbar!“
Laura Druselmann
Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen für das Ehrenamt in Niedersachsen e.V. (LAGFA)
Werkhof Hannover Nordstadt
Schaufelder Str. 11, 30167 Hannover
Tel.: 0511 96922949
E-Mail: post@LAGFA-Niedersachsen.de
www.lagfa-niedersachsen.de
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Jetzt war ja wieder dieses Ostern. Immer wenn Ostern ist, krieg ich was auf den Deckel, weil ich gerne Jesus-Witze mache. Jesus-Witze sind eben ein saisonales Hobby von mir und ich werde mich dafür nicht entschuldigen, denn ich halte jede Art von Monotheismus für einen Scherz. Ich kann das nicht ernst nehmen, erst recht nicht, wenn darum so ein Riesenbohai gemacht wird.
„Hi, ich bin’s Gott. Ich hätte Lust, ein Kind zu zeugen. Das soll aber kein schönes Leben haben, sondern ein möglichst entbehrungsreiches. Vollkommen fein für mich, wenn es auf grausame Weise stirbt. Jung. Und damit sein Leben auch gleich richtig kacke anfängt, habe ich das perfekte Elternpaar ausgesucht: Zwei Obdachlose. Vertraut mir, das wird spitze!“ Als ob.
Wer glaubt denn an solch einen Kokolores? Und warum?
Und was daran ist es wert, nachgeeifert zu werden?
Kirche: „Sei wie Jesus!“
Mensch: „Wein trinken, Leute als Heuchler entblößen und mächtige Männer in Bedrängnis bringen?“
Kirche: „Nein, so nun auch wieder nicht. Mehr so anderen Leuten die Füße waschen – mit deinen Tränen! Wenn du nur ordentlich leidest, fließen die ganz von selbst.“
Ein Mensch kann sich gar nicht wie Jesus verhalten. Ich zum Beispiel weiß genau, wer meine Eltern sind. Das sieht man nämlich. Als ich meine Mutter fragte, wo die Babys herkommen, gefiel ihr das Thema nicht, aber sie konnte ohne zu stottern antworten. Jetzt stell ich mir vor, Jesus stellt seiner Mutter die gleiche Frage, Joseph kommt um die Ecke und sagt: „Ja, Maria, das würde mich in der Tat auch interessieren.“ Unwahrscheinlich.
Dann: Jesus und seine Kumpels. Insgesamt 13 Leute und nur ein Arschloch dabei? Ist doch schon stochastisch gar nicht möglich.
Und erst recht dieser Hokuspokus mit seiner Houdini-Show an Ostern. Na klar. Jesus ist für unsere Sünden gestorben, gleich vorsorglich für alle Sünden der nächsten paar tausende Jahre mit. Immer, wenn ich nachts ein Stückchen Schokolade esse, strecke ich es zuvor in die Luft und sage dankbar: „Damit’s nicht umsonst war, Brudi.“ Das Ding dabei ist aber, dass der ja nicht tot geblieben ist. Wir reden über lumpige drei Tage. „Danke, dass du dein Wochenende für unsere Sünden geopfert hast, Jesus, du alter Weltenretter! Dafür, dass ich nachts Schokolade essen kann, ohne vom Blitz erschlagen zu werden!“ Drei Tage, jetzt echt? Als sich meine beste Freundin von ihrem Ehemann getrennt hat, habe ich mehr Zeit geopfert, um ihre Welt zu retten.
A propos Welt retten: Wenn die Kirche behauptet, Jesus käme eines Tages zurück, dann wär der Moment doch so langsam mal erreicht, dass er sich die Sandalen schnürt und los latscht, oder nicht? Oder denkt Gott sich: „Lass die mal machen. Letztes Mal hat’s ne Woche gedauert, aber jetzt weiß ich ja wie’s geht, da schaffe ich das in 5 Tagen.“? Und wenn dem so ist: Sollte man einer solchen Person wirklich huldigen? In seinem Namen Kriege führen oder zumindest missionieren gehen? Wer an meine Tür klopft, um mit mir über sein Hobby zu reden, muss theoretisch damit rechnen, dass ich auch was über meins erzähle. Das bedeutet, dass bald ein paar Zeugen Jehovas mit Empfehlungen für oxidativ ausgebauten Weißwein und Bastelprojekten im Kopf herumlaufen könnten. Nur, dass ich das nicht tun werde. Das ist nämlich privat. Geht keinen was an. Genau wie Glaube. Man holt ja auch nicht ungebeten seine Geschlechtsteile raus, wedelt damit rum und präsentiert sie aller Welt. Wobei das vielleicht nützlich wäre, zu Aufklärungszwecken. Bevor wieder irgendjemand eine hanebüchene Geschichte erfindet, in der eine andere obdachlose Jungfrau schwanger wird.
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Die Sozialen Medien sind voll davon: Unzählige Asia-Online-Shops wollen uns animieren, unser Geld bei ihnen für Instant-Ramen oder Tiefkühlblätterteig auszugeben. Klar, es gibt Schlimmeres, in das man investieren könnte. Crack zum Beispiel. Den Wahlkampf von Ursula von der Leyen. Immobilien in Samoskworetschje. Da scheinen Ramen alles in allem die gesündere Option, selbst, wenn man die TikTok-Challenges bedenkt, bei denen sich Teenager mithilfe zu scharfer Tütennudeln regelmäßig ins Koma challengen. Keine Politik jetzt, lieber Essen.
Mit Blick auf koreanisches Fastfood, das man in Gläsern mit nicht lesbarem Aufdruck oder in bunter Plastikfolie, niedlich mit brennenden Pandabären bedruckt, kaufen kann, stellt sich die Frage, wie schwer das sein kann, es selbst herzustellen. Antwort: Einfach.
Wir haben uns an drei superduper Foodtrends versucht und finden: Leider geil! Los geht’s mit Mayak Gyeran. Angeblich heißt das in der Übersetzung so etwas wie „Drogeneier“, weil der Geschmack unwiderstehlich und süchtig machend sein soll. Wollen wir doch mal sehen. Für sechs Eier brauchen wir je 120 Milliliter Sojasauce und Wasser, eine Stange Lauchzwiebel, zwei Esslöffel Honig, zwei Teelöffel Zucker, eine milde Chilischote, eine Knoblauchzehe, Sesamsaat und einen Schuss Soju. Das ist ein traditioneller Reiswein aus Korea. Der ist optional und kann auch weggelassen werden, aber das Rezept sieht ihn nun mal vor und wir haben welchen, also werden wir ihn auch benutzen. Während wir die Eier kochen (eigentlich wachsweich, aber wer Bedenken wegen Salmonellen hat, kann sie natürlich auch hart kochen), hacken wir Lauchzwiebel, Knoblauch und Chili so klein wie es geht. Wasser, Sojasauce, Honig und Zucker verrühren wir, bis sich alles gut verbunden hat, fügen dann die restlichen Zutaten hinzu und baden die gekochten und gepellten Eier darin. Mindestens über Nacht.
Für unser zweites Rezept, Tteokbokki, brauchen wir koreanische Reiskuchen. Das sind zylindrische Teigstücke, die an Penne erinnern, nur, dass sie eben nicht hohl sind. Man bekommt sie im Asialaden getrocknet, so dass sie zuhause erst eingeweicht und dann gekocht werden müssen. Tteokbokki sind der heiße Scheiß und laufen Ramen momentan den Rang ab – gemischt mit Gochujang wird daraus eine scharfe Sache. Gochujang ist gewissermaßen der heilige Gral der koreanischen Küche. Die Antwort auf Maggi, Fondor und alles, was Essen sonst noch rund macht. Es ist eine fermentierte Chilipaste mit süß-scharfem Umami-Geschmack. Auf 200g (trockene) Tteok brauchen wir 2 EL Gochujang, 1 TL Gochugaru (oder anderes Chilipulver), 350ml Gemüsebrühe, 1EL Sojasauce, 2TL Zucker, 1TL Sesamöl, Sesamsaat und zwei Lauchzwiebeln. Die Tteok werden mit kochendem Wasser übergossen und für 20 Minuten eingeweicht. Wir verrühren Brühe, Sojasauce, Zucker, Chili und Gochujang miteinander, lassen es aufkochen und fügen die eingeweichten Reiskuchen hinzu. Durch die darin enthaltene Stärke beginnt die Sauce bald einzudicken. Jetzt fügen wir Zwiebel und Sesam hinzu und lassen das Gemisch gute 8 Minuten köcheln. Kurz vor dem Servieren mischen wir noch das Sesamöl unter.
Für unser letztes Gericht brauchen wir 400g Tofu (natur), abgetupft und gleichmäßig geschnitten, eine große Karotte (gerieben), 3EL Bulgogi-Marinade, 100ml Wasser sowie die unvermeidliche Sesamsaat und Frühlingszwiebel. Den Tofu braten wir mit etwas Öl in der Pfanne an, bis er ein bisschen braun und knusprig ist. Dafür lassen wir uns Zeit – die Regelmäßigkeit macht’s. Ist das geschehen, verrühren wir die Bulgogi-Marinade (im Grunde eine Art Barbecue-Sauce) mit Wasser und erhitzen sie, werfen den Tofu, die Karotte und die gehackte Zwiebel rein und lassen das Ganze bei mittlerer Hitze schmoren, bis die Flüssigkeit aufgesaugt ist. Vor dem Servieren kommt, na klar, Sesam drüber.
Alles kein Hexenwerk und alles schnell gemacht. Finden wir gut und kaufen keine Instant-Tütchen mehr.