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Ehrenamtliches Engagement: Hunderettung Europa e.V.

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Ehrenamtliches Engagement: Hunderettung Europa e.V.


Dieses Gefühl, den Tieren eine Stimme zu geben, die ja selbst keine haben – das ist einfach das Schönste daran.“ Mit diesem Satz beschreibt Mattis Robowski, Teamleiter im Social-Media-Bereich der Hunderettung Europa, was ihn antreibt. Seit drei Jahren investiert der Videograf aus Hannover einen großen Teil seiner Freizeit in einen Verein, der in Rumänien Straßenhunde rettet, kastriert und sie vermittelt – und dessen Herz auch in Hannover kräftig schlägt.

Wer Mattis gegenüber sitzt, merkt sofort: Hier erzählt jemand nicht von einem Hobby, sondern von seinem Herzensprojekt. Durch ein Video über eine Rettungsaktion aus einer rumänischen Tötungsstation war er Ende 2022 auf den Verein aufmerksam geworden. „Das war für mich ein kompletter Schock“, erinnert sich Mattis. „Dass es in einem europäischen Land Tötungsstationen gibt, davon hatte ich vorher überhaupt nichts gewusst.“

Heute ist Mattis Teil der Arbeitsgruppe Hannover, einer kleinen, aber lebendigen Regionalgruppe innerhalb des international tätigen Vereins. Rund zehn bis fünfzehn Menschen sind regelmäßig bei lokalen Treffen dabei, erzählt Mattis. Sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel: nachhaltige Tierschutzarbeit.

Statt möglichst viele Hunde nach Deutschland zu holen – deutsche Tierheime sind längst voll – konzentriert sich die Hunderettung Europa auf langfristige Verbesserungen in Rumänien. Rettung, Kastration, Vermittlung, ein Tierheim in Brașov und Aufklärung an Schulen bilden das Zentrum der Arbeit. Unter anderem verzeichnet die Organisation rund 10.000 Kastrationen jährlich, „während wir nur rund 30 Tiere im Monat vermitteln. Der Fokus liegt eben nicht auf Masse, sondern auf Wirkung.“

Genau diese Wirkung macht Mattis mit seiner Arbeit im Verein sichtbar. Zusammen mit einem Team aus sieben Ehrenamtlichen produziert er YouTube-Videos, darunter Vorstellungsvideos von Hunden und auch Katzen, Rettungsberichte sowie Einblicke in die Tierheimarbeit. „Wir zeigen die Tiere in Bewegung, damit man sie richtig kennenlernen kann. Bilder reichen da einfach nicht.“ Und die positive Resonanz ist enorm. Mattis berichtet von Kommentarspalten gefüllt mit Kleeblättern, Herzen und guten Wünschen an die Vierbeiner.

Ein internes Highlight des Vereinslebens ist das jährliche Sommerfest in Duisburg, wo die Hunderettung Europa gegründet wurde. Dort treffen die deutschen Teams auf die rumänischen Tierheimmitarbeiter*innen. „Es ist jedes Mal wie ein Familientreffen“, lächelt Mattis. Die enge Verbindung der Vereinsmitglieder ist elementar für ihre Zusammenarbeit, denn die verschiedenen Abteilungen greifen eng ineinander. Das zeigt sich besonders, während ihrer Rumänienreisen. Regelmäßig sind Ehrenamtliche der Hunderettung Europa vor Ort. Sie besuchen das Tierheim in Brașov, berichten von den Zuständen in Tötungsstationen und statten Mattis und die anderen Teams in Deutschland mit Foto- und Videomaterial für Social Media aus. „Manchmal sitze ich dann bis fünf Uhr morgens im Videoschnitt. Das bringt kein Geld, aber es fühlt sich einfach richtig an!“

Selbst war Mattis noch nicht in Rumänien, aber 2026 soll es so weit sein – trotz Tierhaarallergie, wie er lachend zugibt. „Dann nehme ich eben Tabletten. Ich will endlich die Dankbarkeit dieser Hunde persönlich spüren.“ Langfristig träumt er, wie viele im Verein, von einem Lebenshof in Deutschland. Der Hof soll eine Begegnungsstätte für gerettete Tiere und für Menschen werden, samt Bildungsangeboten und Schulungen für andere Tierschutzorganisationen.

Außerdem möchte Mattis auch selbst bald einem Hund aus Rumänien ein Zuhause geben. „Sobald es möglich ist, wird definitiv jemand bei uns einziehen“, strahlt er. Bis dahin sorgt er weiter dafür, dass die Geschichten der Tiere gesehen und gehört werden. Schließlich reicht manchmal schon ein einziges Video, um ein Leben zu verändern.

Laura Druselmann

Hunderettung Europa e.V.
Rheinpreußenstraße 40, 47198 Duisburg
Tel.: 02066 5024311
Email: info@hunderettungeuropa.de
www.hunderettung-europa.de

Spendenkonto:
Hunderettung Europa e.V.
IBAN: DE59354611067617256015
BIC: GENODED1NRH
Oder via Paypal: spenden@hunderettungeuropa.de

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Stadtkinder kochen Rotkohlcremesuppe

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Stadtkinder kochen Rotkohlcremesuppe


Man soll sich gesund ernähren, sagen die Leute, regional und saisonal einkaufen. Was wächst denn im Winter so? Steine? Nein, ist natürlich Quatsch, es gibt ja zahlreiche Wintergemüse. Einige davon – wie Grünkohl, der mir persönlich absolut zuwider ist – werden vom ersten Frost an bis Ende Februar nahezu glorifiziert. In großen Gruppen versammelt man sich, um die matschig gekochte, nach Treppenhaus riechende (oder ist es andersrum?) und vor Einschreiten der zubereitenden Person bestimmt auch mal Vitamin C-haltige Lumumpe mit reichlich fettigem Fleisch zu verzehren. Wird der Topf mit dem optisch an Kinderkot erinnernden Brei serviert, vom Personal vor sich her getragen wie eine Monstranz, könnte man meinen, die Hungrigen hätten gerade ein Erweckungserlebnis, so verzückt und entrückt, wie sie juchzen. Eine Grünkohl-Epiphanie.

Verglichen damit wird der arme Rotkohl eher stiefmütterlich behandelt und meist auch nur auf eine Art zubereitet, nämlich als Beilage zu Fleischgerichten, und selten bejubelt. Das finde ich unfair. Und weil alle immer über green flags und red flags reden und rot per se schlecht ist, drehe ich heute einmal alles um und behaupte: Grünkohl ist die red flag unter den Gemüsen. Fangt mich doch! Ich mach ne Rotkohlcremesuppe! Das ist einfach, man braucht wenige Zutaten, einen Pürierstab und Geduld – hab ich alles da, los geht es.

Für vier hungrige Menschen brauchen wir einen Liter Gemüsebrühe, 750g frischen Rotkohl, 350g mehlig kochende Kartoffeln (drei Stück etwa), 2 rote Zwiebeln, einen Apfel (ich verwende im Winter gerne Boskop), etwas Butter, den Saft einer Zitrone und einen Becher Crème fraîche. Apfel, Kartoffeln und Zwiebel werden geschält und, so wie auch der Rotkohl, irgendwie klein geschnitten. Würfel, Streifen, Rechtecke, ganz egal, Hauptsache, klein, denn am Ende wird es ohnehin püriert. Dann schwitzen wir die Zwiebeln in Butter an. Sobald sie etwas Farbe genommen haben, kommt der Apfel dazu. Wenn der anfängt, auseinander zu fallen, weil alle Flüssigkeit aus ihm gewichen ist (wie martialisch!), ist der Zeitpunkt gut, um Kartoffeln und Rotkohl hinzuzufügen. Gut umrühren und ein bisschen vor sich hin brutzeln lassen – die eine oder andere dunkle Stelle schadet gar nix, im Gegenteil, nur verkohlt sollte es nicht sein. Dann gießen wir die Brühe dazu, tun den Deckel drauf und reduzieren die Hitze auf mittlere Höhe. Während der nächsten Dreiviertelstunde rühren wir ab und zu mal um, mehr passiert aber nicht. Dafür jetzt: Die Suppe wird mit dem Pürierstab bearbeitet, bis sie keine Stückchen mehr aufweist. Dann rühren wir die Crème fraîche und den Zitronensaft unter und würzen beherzt mit Salz, Pfeffer (eine fruchtige Pfeffersorte harmoniert schön an dieser Stelle) und Muskatnuss. Schon fertig! Dazu passt erstaunlich gut mit Butter in der Pfanne geröstetes Brot. Da haben wir es wieder: Das Brot könnte man zu Grünkohl doch überhaupt nicht essen. Würde ja gar nicht passen! Aber das ist nicht der einzige Grund, warum in meinen Augen eine Rotkohlcremesuppe viel mehr fetzt als dieser überbewertete Grünkohl.

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Stadtkinder essen: Misik

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Stadtkinder essen: Misik


Südkoreanische Exporte sind derzeit der heiße Scheiß. Während der dicke Kim im Norden wie eine schwer bewaffnete Glucke auf allem sitzt, was er als seins betrachtet, haut der Süden einen Trend nach dem anderen raus. K-Pop Demon Hunters, Dalgona-Kaffee, ultrascharfe Ramen – you name it. TikTok sei Dank kennen wir das auch alles und es ist gar kein Wunder, dass koreanischer Krempel hier so boomt. Passend dazu gibt es seit Oktober in der List, genauer gesagt in der Robertstraße, ein neues koreanisches Restaurant. Das Misik konzentriert sich nicht unbedingt auf seit Jahrhunderten tradierte Spezialspezialitäten, sondern auf das, was Koreaner tagtäglich essen. Das koreanische Pendant zu unserem gutbürgerlichen Mittagstisch mit Senfeiern also. Klingt spannend. Wir gehen hin.

„Oh nein!“, denken wir, „Nicht schon wieder diese blöden Piepser am Tisch!“ Sekunden später werfen wir uns mental in den Staub. Diese Piepser sind dafür da, das Personal auf uns aufmerksam zu machen, man läutet wortwörtlich nach ihnen. Schon kommt jemand angeflitzt und nimmt unsere Bestellung auf – fabelhaft! Die Karte ist übersichtlich gestaltet. Drollige Illustrationen und kleine Fun-Facts („Dieses Bier mischen wir Koreaner gerne mit Soju-Schnaps. Frag uns nach dem richtigen Mischungsverhältnis!“) machen sie fast zu einer unterhaltsamen Lektüre. Nur mühsam entscheiden wir uns, obwohl die Karte nicht so groß ist wie bei vielen anderen Lokalen. Aber es klingt nun mal alles sehr lecker! Unsere Wahl fällt auf eine große Cola (5,50 Euro, 0,5l), koreanisches Bier und Soju (3,80 Euro und 3 Euro) – schmeckt spannend! Zur Vorspeise hätten wir gern Mandu (6,50 Euro) und eine kleine Portion Ganjang-Huhn (9 Euro). Bei Mandu handelt es sich um fünf Teigtaschen, die frittiert werden. Dabei ist die Füllung wählbar: Shrimp, Tofu-Gemüse, Kimchi oder Bulgogi. Wir entscheiden uns für Letzteres – zum Thema Bulgogi kommen wir noch. Das Huhn wird paniert, frittiert und kann in mild und scharf bestellt werden, wir nehmen natürlich scharf. Und siehe da: Als wenig später serviert wird, finden wir kleine Chilischoten in der süß-scharf-klebrigen Sauce, die wir begeistert mitessen. Auch das Hühnchen ist klasse. Hörbar knusprig, innen aber saftig. Der Teigmantel ist würzig, aber nicht auf chemisch-schmeckende Art. Auch die Portion ist gut gewählt und dem Preis durchaus angemessen. Die Mandu werden mit einer scharfen Sojasauce und Sriracha-Mayo serviert, sind außen knusprig und durch die fein pürierte Füllung würzig und saftig. Extrem gut! Unsere Hauptgänge bestehen aus Käse-Donkatsu (18,50 Euro) und dem sagenumwobenen Bulgogi (17 Euro). Das ist im Grunde eine Art Barbeque-Marinade. Es gibt sie in süß-würzig und scharf-würzig für jede Art von Fleisch, klassisch – und hier auch so angeboten – ist aber das süß marinierte Rindfleisch. Es ist hauchdünn geschnitten, fast wie Carpaccio, und bei großer Hitze sehr schnell gegart, so dass es ein leichtes Raucharoma entwickelt. Hier ist es, und ja, das ist ein großes Wort, genial. Buttrig, rauchig und würzig – schwer vorstellbar, das besser machen zu können. Absolute Empfehlung! Serviert wird es mit Reis, einer Tasse Katsobushi-Suppe und sauer eingelegtem Gemüse (hier Gurke und Spinat). Beim Käse-Donkatsu handelt es sich um eine Schweinekrokette mit Käsefüllung, die in Scheiben geschnitten wurde. Wie ein Cordon Bleu ohne Schinken, stattdessen aber mit dreifach Käse – unglaublich befriedigend zu essen. Auch dazu gibt es Reis, einen tollen Kohlsalat, eingelegtes Gemüse (Rettich und Sellerie), Wasabi, Maldon-Salz, Trüffelöl, Donkatsu-Sauce (etwa wie fruchtiger Ketchup mit Worcestershire-Sauce) und Katsobushi-Suppe. Letztere ist eher eine Brühe aus getrockneten Bonito-Flocken (Makrelen-Thunfisch-Tier) und wirklich Geschmackssache, göttlich für einige, „Regentonne“ für andere. Sie ist aber sehr gut gemacht und eignet sich prima als Beilage. Wir sind satt. Wir sind begeistert. Und wir werden so was von wieder kommen, denn die Fisch-, vegetarischen und veganen Gerichte wollen schließlich auch probiert werden!

Misik

Robertstraße 7

30161 Hannover

www.misik-hannover.com

Di-Sa: 12-15 Uhr und 18-22 Uhr

So: 18-22 Uhr

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Neu in der Stadt: Peter Pane, kiezkiefer und Zebra Wein

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Neu in der Stadt: Peter Pane, kiezkiefer und Zebra Wein


Peter Pane

Die Burgergrill- und Bar-Marke kommt bei Burger-Fans gut an. Im Dezember öffnete Peter Pane seine bereits zweite Filiale in Hannover. Eine gute Nachricht für Ausgehlustige und Freunde der gepflegten Gastlichkeit! In Top-Lage, direkt gegenüber der Oper, dürfen sich Besucher*innen auf gleichermaßen großzügig und ansprechend gestaltete Räumlichkeiten sowie wirkliche Genuss-Highlights freuen. Das Restaurant erstreckt sich über zwei Etagen und bietet insgesamt mehr als 300 Quadratmeter Platz zum Genießen. Für wärmere Tage wartet zusätzlich eine Terrasse mit 70 Sitzplätzen, die den Standort zu einem lebendigen Treffpunkt mitten in der Innenstadt macht. Bei Speisen und Getränken ist für jeden Geschmack etwas dabei. Neben den klassischen Burgern mit Rind oder Hähnchen sind auch kreative vegetarische und vegane Burger-Varianten, frische Salate, knusprige Beilagen und hausgemachte Soßen zu haben. Mit „Café Pane“ setzt Peter Pane außerdem genussvolle Akzente abseits des Burgers: Die Bar überzeugt mit einer breiten Palette an Getränken und Spezialitäten – von alkoholfreien Drinks und Cocktails bis hin zu Longdrinks und eher ausgefallenen Signature-Cocktails.

Peter Pane an der Oper. Georgstraße 38, 30159 Hannover.

kiezkiefer

Wer für sich oder seinen Nachwuchs bereits erfolglos auf der Suche nach einem Kieferorthopäden war, kann sich nun auf den Weg nach Linden-Mitte machen. Hier eröffnet die kieferorthopädische Fachpraxis kiezkiefer unter der Leitung von Dr. Julia Waaga. Die Praxis bietet moderne Kieferorthopädie mit digitalem Schwerpunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und befindet sich auf 280 Quadratmetern barrierefreier Fläche im Neubauensemble Eleonorenhof. Bei der Gestaltung der Räumlichkeiten hat sich das Team die fachkundige Hilfe eines Architekturbüros geholt. Das Gestaltungskonzept setzt auf klare Linien, warme Materialien und eine strukturierte Raumführung. Der Aufenthalt in der Praxis soll so angenehm wie möglich sein – ohne die Distanz klassischer medizinischer Umgebungen. Und modern geht es weiter, die Diagnostik und Planung erfolgt vollständig digital: 3D-Scans, softwarebasierte Analysen, ein eigenes 3D-Druck-Labor und CAD/CAM-Herstellung individueller Apparaturen gehören zum Standard der Praxis. Dem Praxisteam liegt dabei auch die fundierte Aufklärung und Kommunikation auf Augenhöhe am Herzen – Digitale Visualisierungen und klare Erläuterungen sollen Behandlungsschritte verständlich machen und fachliche Inhalte strukturiert und nachvollziehbar vermitteln. Für maximale Flexibilität gibt es ergänzend zur persönlichen Betreuung, die Möglichkeit der Online-Terminvergabe und einem Chat-Support. Für berufstätige Erwachsene bietet die Praxis Abendsprechstunden an.

Die leitende Ärztin Dr. Julia Waaga ist Fachzahnärztin für Kieferorthopädie und hat schon ihre schulische Laufbahn in Hannover absolviert. Nach ihrem Studium der Zahnheilkunde folgte die fachzahnärztliche Weiterbildung, unter anderem an der Medizinischen Hochschule Hannover. Vor der Gründung von kiezkiefer war sie als Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in der Region tätig. Sie schätzt die Linden-typische Mischung aus Nachbarschaft, Kultur und Offenheit und freut sich, mit der Praxis ein Teil dieses Umfelds zu werden.

Kiezkiefer – Praxis für Kieferorthopädie, Dr. Julia Waaga, Fachärtzin für Kieferorthopädie

Eleonorenstr. 23, 30449 Hannover

Zebra Wein

Zebra Wein hat seine Türen in der Posthornstraße in Linden nun endgültig geschlossen. Aber die Rubrik verrät es schon, das Zebra zieht nur weiter. Genussmenschen müssen sich keine Sorgen machen, der Weinverkauf, die Weinseminare, die Monday Kitchen, kulinarische Veranstaltungen, das Table Quiz, Winzer*innen-Abende und die Veranstaltungsreihe „Musik im Glas“ werden an anderer Stelle und in anderer Weise fortgeführt. Ab Januar 2026 bietet der Besitzer Georg Feiter zweimal im Monat an jeweils zwei bis drei Tagen einen Lagerverkauf an und zwar genau neben der alten Kochschule („Der Geschmacksverstärker“) am Schwarzen Bär. Die genauen Öffnungszeiten sowie die verfügbaren Weine werden auf der Website aufgelistet sein. Zebra Wein bleibt also nach fast 20 Jahren allen Liebhaber*innen eines guten Tröpfchens erhalten. Mit ihrem Sortiment werden weiterhin so ziemlich alle Vorlieben und Wünsche der Kunden*innen erfüllt. Hier findet man Weine in allen Preisklassen mit überwiegender Herkunft aus Europa. Und wer beim Angebot und Fachbezeichnungen ratlos ist, kann sich nach wie auf eine freundliche, kompetente Beratung verlassen.

Zebra Wein, Deisterstr.17B, 30449 Hannover,

Öffnungszeiten und mehr Infos auf www.zebrawein.de.

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Der besondere Laden: Knöpje Kurzwaren und Handarbeiten

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Der besondere Laden: Knöpje Kurzwaren und Handarbeiten


Von außen ganz unscheinbar, eröffnet sich hinter der Tür von Knöpje auf dem Altenbekener Damm ein wahres Paradies für alle, die gern mit Nadel und Faden kreativ werden. Justina Wethkamp-Bettin hat das Geschäft vor einigen Jahren übernommen und erhält seither einen Ort, an dem der Vielfalt von Stoffen, Wollen und Garnen keine Grenzen gesetzt sind.

„Mir ist heute Morgen meine Jacke kaputt gegangen“. Eine ältere Dame schnellt durch die gläserne Eingangstür in das Geschäft von Justina Wethkamp-Bettin und zupft an ihrem Jackenkragen. „Ich brauche ganz dringend einen neuen Knopf!“ Selbstverständlich ist die erfahrene Verkäuferin und Handarbeitsexpertin auf solche Notfälle vorbereitet. „Zeigen Sie mal her, das bekommen wir wieder hin“, beruhigt sie ihre Kundin. Gesagt, getan: Innerhalb weniger Minuten ist nicht nur ein neuer Knopf gefunden, sondern auch angenietet und die Jacke ist wie neu.

Situationen wie diese sind keine Seltenheit bei Knöpje. Tagtäglich kommen Kund*innen zu Justina und ihren zwei Mitarbeiterinnen, weil sie selbst gern Häkeln, Stricken oder Nähen, weil sie einen Nachschub an Wolle brauchen, neues Garn oder Applikationen für ihre Handarbeiten – oder eben, weil die Lieblingsjacke am Morgen unerwartet kaputt gegangen ist. „Es gibt kaum etwas, das es bei uns nicht gibt“, lächelt die Inhaberin. „Und ‚geht nicht‘ gibt’s erst recht nicht!“.

Schon bei den ersten Schritten in das Handarbeitsgeschäft in der Südstadt, wird deutlich, was Justina damit meint. Zur Linken erstreckt sich ein deckenhohes Würfelregal voller Wolle, Garne, Bänder und Reißverschlüsse in allen möglichen Farben und Formen. Zur Rechten füllt ein ebenso großes Sortiment an gemusterten und schlichten Stoffen sowie zahlreichen Knöpfen verschiedenster Ausführungen die Wand. „Auf unsere Knopfwand bin ich besonders stolz. Eine so große Auswahl hat kein anderes Geschäft im Umkreis von 400 Kilometern“, so die Ladeninhaberin.

Gerade ist eine andere Kundin an genau dieser Wand auf der Suche nach dem passenden Knopf für ihre selbstgestrickte Jacke. „Können Sie mir etwas empfehlen?“, fragt sie. Ohne zu zögern beginnt Justina ihre Beratung, fragt nach dem gewünschten Stil von Jacke und Knöpfen, stellt eine Auswahl zusammen und gibt Tipps hinsichtlich der Platzierung und Größe der Knopflöcher. So schnell wie noch vor wenigen Ausgenblicken ein neuer, passender Knopf für die Jacke ihrer vorherigen Kundin gefunden ist, so schnell ist auch die Entscheidung für die Knöpfe an der selbstgemachten Jacke getroffen. „Wunderbar! Ihr Service ist wirklich einzigartig!“, dankt die Kundin.

Viele ihrer Kund*innen kennt Justina bereits beim Namen. Sie kommen regelmäßig zu Knöpje, stöbern durch das Sortiment, durch Handarbeitsbücher und -zeitschriften und holen sich wertvolle Tipps von der gelernten Schneiderin ab. „Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für Handarbeiten und davon gebe ich gern etwas an meine Kundschaft weiter“, sagt sie.

Welches Garn ist für welche Naht am besten geeignet? Welcher Stoff eignet sich für einen Hundemantel an regnerischen Tagen? Welche Wolle sollte für Mütze, Schal und Handschuhe verwendet werden? Es gibt keine Handarbeitsfrage, auf die Justina keine Antwort weiß. Für jede*n ihrer Kund*innen nimmt sie sich die notwendige Zeit und geht auf ihre individuellen Wünsche ein. Auch die ganz Kleinen, die die Vielfalt von Wolle und Co. gerade erst entdecken, dürfen ihr Geschäft erkunden und so möglicherweise ihre eigene Leidenschaft für Handarbeiten finden. „Ich freue mich immer, wenn ich jemanden für dieses kreative Handwerk begeistern kann, wenn ich nützliche Tipps oder auch einfach nur den richtigen Knopf habe!“.

Laura Druselmann

Knöpje

Altenbekener Damm 61, 30173 Hannover

Tel.: 0511 886162

E-Mail: info@knoepje.de

www.knoepje.de

Öffnungszeiten:

Mo, Di, Do, Fr: 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr

Mi & Sa: 10 bis 13 Uhr

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Ein letztes Wort im Januar

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Ein letztes Wort im Januar


Herr Weil, ich freue mich, dass Sie Lust haben, mir auch künftig Rede und Antwort zu stehen …  

Herzlich willkommen zu Interview Nummer 201.

Es ist vielleicht ganz passend, wenn wir zum Jahresstart über eine tatsächlich ganz neue Welt reden. Spätestens mit der aktuellen US-Sicherheitsstrategie ist klar, dass die Freundschaft vorbei ist, oder? Das Papier begräbt die transatlantische Partnerschaft.

Das scheint leider so zu sein. Und dass die amerikanische Regierung ankündigt, auf die innenpolitischen Verhältnisse in Partnerländern durch eine enge Zusammenarbeit mit rechtsextremen Parteien einwirken zu wollen, das ist qualitativ wirklich neu. Wir dürfen uns keine Illusionen mehr machen. Dieses Papier ist ganz offenbar nicht einer Laune des Augenblicks geschuldet, sondern handfeste Strategie. Trump bleibt sich treu – er macht aus seinen Plänen kein Geheimnis.

Die Sicherheitsstrategie ist ein Papier, an dem viele Köpfe mitarbeiten und das Gewicht hat. Aber dass sich etwas grundlegend ändert, war ja spätestens nach der Rede von JD Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz klar. Meinen Sie, dass nun alle verstanden haben, was die Stunde geschlagen hat?

Ja, das ist nun wirklich nicht mehr zu übersehen und zu überhören. Wobei die Gefühle ja durchaus unterschiedlich sein dürften in Europa. Ich nehme zum Beispiel an, dass Herr Orbán diese Nachrichten mit Freude zur Kenntnis genommen hat. Bei Frau Meloni weiß ich es nicht. Bei anderen habe ich Zweifel. Aber die Mehrheit der Länder in Europa steht klar auf der richtigen Seite und will die Demokratie schützen. Diese Länder müssen alle die Hoffnung aufgeben, dass wir demnächst wieder zu alter Freundschaft und Partnerschaft zurückkehren könnten. Das wird in absehbarer Zeit nicht passieren. Wir sollten diese Illusion jetzt begraben. Deutschland hat ja bereits einmal den Fehler gemacht, im Verhältnis zu Russland deutliche Signale lieber zu ignorieren. Ich nehme mich da nicht aus. Diesen Fehler sollten wir nun aber auf keinen Fall wiederholen.

Das Prinzip ist radikal America First.

Es ist noch mehr als America first. Es wird ja offen angekündigt, die rechtspopulistische und reaktionäre Entwicklung in den Vereinigten Staaten internationalisieren zu wollen.

Und der Stärkere hat Recht. Im Grunde ist es das Ende einer auf gemeinsamen Regeln basierenden Weltordnung.

Das ist es. Donald Trump akzeptiert schlichtweg keine Regeln. Das gilt für das Völkerrecht genauso wie für das nationale Recht. Die innenpolitische Entwicklung in den Vereinigten Staaten ist ja ebenfalls dramatisch. Die Beziehung zwischen Europa und den USA kann sich wohl erst dann wieder verbessern, wenn die USA die Ära Trump überwinden und zu demokratischen Prozessen zurückkehren. 

Wenn ich mir ansehe, was Donald Trump momentan beispielsweise Richtung Venezuela verantwortet, dann wird mir wirklich Angst und Bange. Er lässt Fischerboote mit angeblichen Drogenschmugglern auf Verdacht in die Luft jagen. Aus meiner Sicht ist das Mord.

Das muss man wohl so nennen. Und man muss das alles vor allem Imperialismus nennen. Ein Imperialismus, der letztlich auch vor Europa nicht Halt macht. Die Ankündigung der massiven Einmischung ist ja nun in der Welt. Die Empörung hält sich jedoch bislang noch in Grenzen. Entsprechende Versuche aus Russland haben bei uns wesentlich höhere Wellen geschlagen. Wir müssen uns auf eine immer intensivere Einmischung aus den USA einstellen und darauf reagieren. Diese Einmischung ist auch deshalb so gefährlich, weil sie im Zweifel mit gewaltigen Geldbeträgen unterstützt werden kann. Und die AfD kündigt ja schon stolz einen Delegationsbesuch in den USA an. 

Was sagen sie zu den konkreten Vorwürfen aus den USA? Beschneiden wir die Meinungsfreiheit? Unterdrücken wir Andersdenkende? Grenzen wir rechte Parteien aus? Und was sagen Sie zu der Befürchtung, dass uns durch die Migration eine „zivilisatorische Auslöschung“ droht.

Das sind exakt die kruden und absurden Erzählungen, die auch die AfD verbreitet. Das ist eine vollständige Verzerrung der Realität, die auch in den Köpfen von amerikanischen Rechtsextremisten herumspukt. Man erkennt hier sehr deutlich die Verbindungen innerhalb des mittlerweile erschreckend großen globalen rechten Netzwerks. Es gibt bereits Länder in der Europäischen Union, die Teil dieses extrem rechten Lagers sind, und in der EU stehen in diesem Jahr noch ein paar schwierige Wahlen ins Haus.  Europa wäre um ein Vielfaches stärker, wenn es intern einig wäre. Was mich auch besorgt macht, das ist dieser neue Pakt zwischen politischer und wirtschaftlicher Macht. Die Tech-Konzerne spielen Trumps Spiel alle mit und wahrscheinlich beeinflussen sie im Hintergrund durchaus die Spielregeln. 

Werden wir schon im kommenden Jahr die Einmischung erleben, wenn in Deutschland in mehreren Bundesländern gewählt wird?

Genau das ist zu befürchten. Das, was wir in Deutschland erleben und noch weiter erleben werden, ist Teil einer internationalen Entwicklung. Die liberalen Demokratien stehen überall hart unter Druck. Bei uns wird in Westdeutschland noch anders gewählt als in Ostdeutschland, aber die Betonung liegt auf „noch“. Wir dürfen dieser Entwicklung auf keinen Fall einfach zusehen. Wenn ich mir ganz praktisch vorstelle, was rechte Netzwerke mit entsprechender Unterstützung der Tech-Konzerne anrichten können, dann sollten wir alle hochalarmiert sein. Wir werden erleben, dass alle möglichen Techniken der Manipulation auch bei uns eingesetzt werden. Wenn wir das zulassen. Noch können wir dagegen aufbegehren, eine große Mehrheit der Bevölkerung steht zur Demokratie. Diese Mehrheit muss bestärkt werden, auch durch eine ruhige, aber bestimmte und erfolgreiche Politik.

Bemerkenswert ist in dieser Sicherheitsstrategie auch, dass Russland nicht als Bedrohung oder Gefahr benannt wird, sondern dass die europäischen Staaten das Problem seien, weil sie Russland als existentielle Bedrohung betrachten.

Auch das sind alternative Fakten. Da wird ein ganzes Weltbild so aufgebaut, dass es zu den eigenen Vorstellungen passt. Das ist kein vorübergehendes Strohfeuer, dahinter steckt ein Plan für einen tatsächlich fundamentalen Umbau der Verhältnisse. Das ist die Lehre aus den Entwicklungen in den USA.

Wie ist denn angesichts dieser Entwicklungen ihre Prognose für die Ukraine?

Meine Prognose ist eher pessimistisch. Wenn ich mir etwa die Forderung nach einem Einfrieren des Krieges ansehe, dann wird das inzwischen in der europäischen Öffentlichkeit kaum noch in Frage gestellt. Vor gut einem Jahr ist man über Rolf Mützenich nach dieser Aussage geradezu hergefallen, heute ist das offenbar teilweise westliche Strategie – mit der Faust in der Tasche.  

Wenn man unter all das nun einen Strich macht, sehen wir mit Trump die Abkehr von jeglicher Moral, von vielen liberalen Werten. Empathie wird als Schwäche gesehen. Für mich ein Rückfall tief ins letzte Jahrhundert. Ist die USA auf dem Weg, ein Schurkenstaat zu werden?

Ich glaube, wir kommen nicht mehr darum herum, uns genau diese Frage zu stellen. Der eigene Vorteil einiger weniger steht über allem anderen. Das Wort wäre mir bei keinem anderen amerikanischen Präsidenten über die Lippen gekommen. Aber ich gebe zu, es gibt viele gute Gründe, warum man heute eine solche Gefahr aufzeigen muss. 

Und der Schwiegersohn sitzt mit am Tisch und verhandelt über die Beute …

Ich hoffe, dass die Amerikanerinnen und Amerikaner spätestens bei den Zwischenwahlen im Herbst klarmachen werden, dass sie das alles nicht wollen. Es gibt viele Millionen aufrechter Demokraten in diesem faszinierenden Land. Aber auch Deutschland und Europa müssen Trump und seinen Leuten zeigen, dass sie es mit wehrhaften Demokratien zu tun haben. Europa muss jetzt hart und intensiv an der Herstellung der eigenen Verteidigungsfähigkeit arbeiten. Und Europa muss bereit sein, künftig sehr viel stärker die eigene ökonomische Stärke ins Feld zu führen. Ja, die USA sind eine riesige Wirtschaftsmacht – Europa in Summe aber auch. Und schließlich müssen sich die einzelnen nationalen Demokratien in Europa sehr viel wetterfester aufstellen. Das gilt zuallererst für Deutschland.

Finden Sie, dass die aktuelle Bundesregierung Deutschlands Demokratie momentan wetterfest macht?

Da ist mit Sicherheit noch eine Menge Luft nach oben – vor allem in der Kommunikation. Viele Vorhaben sind sehr vernünftig, aber vor lauten Ärger wegen internem Streit bekommen die Bürgerinnen und Bürger davon kaum etwas mit. 

Damit haben wir dann ja leider schon ein Thema für die 202.

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