Nina Weger

Die Hannoveranerin Nina Weger lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern als freie Autorin in Hannover und schreibt unter anderem Drehbücher für bekannte Fernsehserien sowie Kinderbücher, außerdem leitet sie mit einer Freundin ehrenamtlich den Kinderzirkus Giovanni.

Bei Nina Weger, 1970 geboren, zeichneten sich schon früh zwei Leidenschaften ab: Für das Schreiben und den Zirkus. Mit 13 Jahren begann sie, in einem Kinderzirkus Seil zu tanzen, mit 15 Jahren machte sie ihre ersten Praktika bei Tageszeitungen in Hannover. Nach dem Abitur war sie eine Saison lang als Seiltänzerin mit dem Circus Belly unterwegs, bevor sie eine Journalistenschule besuchte und als Redakteurin und Regieassis­tentin arbeitete. 1997 machte sich Nina Weger als Drehbuch-Autorin selbstständig. Gemeinsam mit Nina Bohlmann schrieb sie u.a. für Serien wie „Edel & Starck“ und „Notruf Hafenkante“. 2005 übernahm sie gemeinsam mit Brigitte Kumkar ehrenamtlich die Leitung des Kinderzirkus Giovanni. In dem Projekt kreieren 50 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und achtzehn Jahren ihr eigenes Zirkusprogramm – und das so erfolgreich, dass der Kinderzirkus 2007 sogar mit dem ersten Deutschen Kinderpreis ausgezeichnet wurde.

Um ihrem lang gehegten Wunsch, ein Kinderbuch zu schreiben, näher zu kommen, nahm Nina auf der Frankfurter Buchmesse 2010 ihren ganzen Mut zusammen und schlug der Oetinger-Verlag-Lektorin Carina Mathern ihre Ideen vor. Tatsächlich erschien im Februar 2012 ihr erstes Kinderbuch „Helden wie Opa und ich“ bei Oetinger, das von Nick erzählt, der neun Jahre alt ist und eine ziemlich seltsame Familie hat. Auch in ihrem zweiten Kinderbuch namens „Ein Krokodil taucht ab (und ich hinterher)“ steht ein ganz normaler Junge im Mittelpunkt, der zehnjährige Paul. Doch als sein bester Freund – ein waschechter Alligator – das Klo runtergespült wird, wagt sich der schüchterne Junge in die düstere Kanalisation – und lernt dort eine ganze Kinder-Bande kennen … Als Vorlage für deren gute Gründe, fernab der Erwachsenenwelt zu leben, dienten der Autorin die Sorgen, die ihr im Laufe der Jahre von den Zirkuskindern erzählt worden waren: Eltern, die immer Super-Leistungen wollten, Eltern, die nie Zeit hatten, Eltern, die Probleme hatten oder krank waren. All diese Nöte hat sie den Kindern der Kanalbande zugeschrieben – und damit den Nerv der Kinderjury getroffen, die alljährlich den Gewinner des „Goldenen Bücherpiraten“ kürt: Die Jury fand die Geschichte fies, spannend und zwischendurch auch mal traurig. Auch die Nina-Weger-Reihe „Die sagenhafte Saubande“ hat schon einige Fans. Der Held der Geschichte heißt Matheo und hat eine ganz besondere Gabe: Er versteht die Sprache der Tiere. Leider glaubt ihm das niemand und Matheo wäre darum lieber ein unauffälliger Junge. Doch das ändert sich schlagartig, als er die Pudel Toffy und Nero trifft …

Nina Wegers neue Serie „Club der Heldinnen“ startete mit dem ersten Band gerade erst Ende Februar. Darin sind erstmals drei sehr mutige und tolle Mädchen die Hauptfiguren – und zwar Internatsschülerinnen mit außerordentlichen Fähigkeiten, die einiges an Lesespaß versprechen.

Anke Wittkopp
Foto: © Udo Weger

Mehr Infos unter www.nina-weger.de.

„Club der Heldinnen. Entführung im Internat“
von Nina Weger
224 Seiten
Oetinger Verlag

Infos unter: www.oetinger.de


Schlagwörter:

Diesen Beitrag kommentieren

Stadtkind twittert