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O8 Studio

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O8 Studio


Foto: O8 StudioSchon vor über einem Jahr dehnte sich Sonay Hardt alias Elfie mit ihrem beliebten Vintage-Bekleidungs-Laden Elfie & Ignaz auf die große Halle im Hinterhof der Oberstraße 8 aus, um dort ihrer Leidenschaft für liebevoll hergerichtete, alte Möbelstücke nachzugehen – und vor allem, um die Stücke dort angemessen präsentieren zu können. Wie nun das Leben im wunderschönen Ladengeschäft an der Straße erhalten, ohne sich zweizuteilen? Ganz einfach: Man gründet ein Kollektiv.
Und dieses Kollektiv ist bereits seit September hochmotiviert und kreativ am Werk. Eigentlich schon zwei Monate länger, denn renoviert haben die vier ebenfalls zusammen. Aber von Anfang an: Kennengelernt haben sie einander vor einer Weile bei diversen Events wie Modeschauen, Kleidertauschpartys oder dem „Club der Freitagsfrauen“. „So ist zunächst eine tiefe Freundschaft entstanden“, betont Elfie. Und aus dieser Freundschaft hat sich nun eine inspirierende Geschäftsbeziehung entwickelt – gleich drei hannoversche Designerinnen teilen sich das Ladengeschäft im Vorderhaus unter dem Namen O8 Studio und bestücken es mit einem wunderbaren Mix aus Kleidungsstücken, Taschen und Accessoires, die das Etikett „nachhaltig“ wirklich verdienen.
Der Raum ist ein bunter Mix aus Nähwerkstatt, Showroom und Klamottenladen geworden, liebevoll gestaltet mit Elfies Vintage-Möbeln und Dekorationselementen, die fast alle auch käuflich zu erwerben sind. Nicht zu verkaufen ist ein großer Arbeitstisch, der für einen besonderen Clou des Ladens steht: Neu Erstandenes kann hier auch gleich nach persönlichen Wünschen geändert und angepasst werden. Was ein echtes Lieblingsstück werden soll (und eigentlich ist nur das nachhaltig), das muss ja auch richtig passen.
Aber wer sind denn nun die drei Neuen? Die Textildesignerin Lorena Winkler steht mit ihrem Label WAYÓM für Slow Fashion und zeitlose Designs in langlebiger Spitzenqualität, produziert ausschließlich in Europa. Über das Jahr verteilt kreiert WAYÓM in kurzen Abständen Einzelteil-Kollektionen verschiedener Produktgruppen, im Januar entstehen Pullover, im März Shirts und im Juni Hosen. Erst am Ende des Jahres ergibt sich dann ein komplettes WAYÓM Outfit. Der Kopf hinter Dörpwicht, dem zweiten Modelabel unter dem Dach von O8, ist Stefanie Sieverding, die mit dem Labelnamen auf ihre dörfliche Herkunft hinweisen möchte. Plattdeutsch bedeutet er Dorfmädchen, und vom Dorf bzw. von den dortigen landwirtschaftlichen Strukturen hat die Modedesignerin ihre Leidenschaft für Leder mitgebracht. Ihre tiefgehende Auseinandersetzung mit diesem Material und den dazugehörigen Produktionsbedingungen haben dazu geführt, dass sie ausschließlich auf Leder aus deutscher Quelle setzt. Ein besonderer Fokus dabei sind Zero-Waste-Designs, bei deren Schnittproduktion kein Schnipsel Müll produziert wird. Und sollte unter Männern der Eindruck entstanden seFoto: Annika Bachemin, dass sie im O8 Studio so gar nicht mitbedacht wurden, können sie jetzt erleichtert aufatmen. Das Label Hint Looks bietet klassische Männeraccessoires wie Fliegen, Einstecktücher, Socken und Hosenträger sowie neuerdings auch Westen. Die Gründerin Ieva Vanaga-Plischke übersetzt ihre Leidenschaft für Muster und Farben in handgemachte, individuelle Stücke, die alles andere als eintönig sind.
Ein Besuch in der Oberstraße 8 lohnt also in vieler Hinsicht. Und sollte man/frau wider Erwarten am Ende dann doch einmal nichts gefunden haben: Die herrlich dekorierte Bar von Elfie & Ignaz lädt mit tröstlichen, anregenden oder einfach erfrischenden Getränken zum Verweilen ein … ● Annika Bachem

O8 Studio
Oberstraße 8 30167 Hannover
geöffnet aktuell 12 – 20 Uhr
www.o8studio.de

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Ein offener Brief an Peter Altmaier

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Ein offener Brief an Peter Altmaier


Lieber Peter, es ist wirklich gut, dass wenigstens du einen klaren Kompass und einen festen Glauben hast. Alles muss jetzt schnell wieder so werden wie vor Corona! Das hat oberste Priorität. Daran müssen wir alle in den nächsten Wochen und Monaten mit Hochdruck arbeiten. Über Gedöns wie den Klimawandel können wir uns dann danach immer noch unterhalten. Jetzt muss zunächst mal der Rubel wieder rollen. Der Weg zurück ist das Ziel! Kaufen, kaufen, kaufen! Konsum ist das Gebot der Stunde. Wir brauchen wieder Wachstum. Ein paar Prozent, jetzt sofort! Oder wenigstens kommendes Jahr.
Und das darf doch alles auch gar keine Frage sein, oder? Was denn sonst? Sollen wir stattdessen etwa unseren erreichten Wohlstand aufs Spiel setzen? Manche Spinner haben ja momentan solche absurden Ideen. Und sprechen davon, dass wir alle umdenken müssen. Dass es einen Neustart geben müsse, dass wir uns abwenden müssen vom fortwährenden Wachstum. Davon hältst du gar nichts. Und man sieht dir das Entsetzen durchaus an, wenn sie dir in irgendeiner Talkshow mal wieder so einen Weltverbesserer an die Seite setzen oder gar der Precht mit seinem erhobenen Zeigefinger vom drohenden Weltuntergang salbadert. Dann tritt dir der Schweiß auf die Stirn, du rutschst unruhig hin und her auf deinem Platz und wenn du dann endlich etwas sagen darfst, dann geht es los im Stakkato-Stil, atemlose kurze Sätze. Dass man sich doch jetzt nicht mit Nebensächlichkeiten aufhalten dürfe, dass es jetzt um das Große und Ganze gehe, dass man in so einer Situation mit dem richtig großen Besteck ans Werk gehen müsse, was die Bundesregierung nun ja auch getan habe, weswegen wir ihn doch schon wieder erleben, den schnellen und dynamischen Aufschwung – oder zumindest demnächst. Also alles gar nicht so schlimm, die Rezession sei weit weniger stark ausgefallen als angenommen, weil die deutsche Wirtschaft vor der Krise schon in einer so guten Verfassung gewesen sei, ausgestattet mit großer Kraft und Stärke. Und darum gehe es jetzt demnächst auch ganz schnell wieder aufwärts. Wir alle würden erleben, dass die deutsche Wirtschaft in gar nicht allzu ferner Zukunft noch stärker sein werde als vor der Krise. Der Aufschwung beginne genau jetzt! Ach, Unsinn, im Grunde sei Deutschland schon mittendrin im Aufschwung. Fertig! Ich, Peter Altmaier, habe gesprochen!
Und wir, deine Fans, wir glauben dir! Jedes Wort! Und versprechen hiermit hoch und heilig, dass wir nun auch wieder brav konsumieren werden, damit der Motor so richtig anspringt. Wir werden uns gleich morgen auf den Weg machen, wir werden in Massen die Innenstädte bevölkern, wir werden … Moment, das wäre vielleicht doch eher kontraproduktiv in diesen Zeiten. Also, wir werden massenhaft bei Amazon, Zalando, eBay und Co. bestellen, wir werden die Lieferdienste zuschmeißen mit unseren Wünschen, uns wird dabei völlig egal sein, wo all die schönen Sachen herkommen und wie die produziert werden, ob es da in den Herkunftsländern jemand mit den Menschenrechten nicht ganz so genau nimmt, ob das Klima Schaden nimmt, ob da Kinderhände im Spiel sind oder wo die ihre Steuern zahlen, denn die Hauptsache ist doch, so insgesamt weltwirtschaftlich, dass die überhaupt irgendwo Steuern zahlen. Oder?
Wir werden um der guten Sache willen nun erstmal beide Augen zudrücken, bis wir mindestens das Vor-Corona-Niveau erreicht haben, wir werden die Autohäuser leerkaufen und uns die ganz dicken Brummer vors Haus stellen, wir werden Nachts das Licht anlassen und im Winter die Heizung bis zum Anschlag aufdrehen, wir werden die schlanke Linie ignorieren und fressen und saufen, bis der Arzt kommt und wir werden morgens eine halbe Stunde länger duschen, damit der volkswirtschaftliche Rubel rollt. Ja, wir werden uns jetzt sogar privat verschulden, um noch nicht notwendige Investitionen einfach mal vorzuziehen – die Waschmaschine ist ja inzwischen auch schon wieder zwei Jahre alt. Und dann, wenn alles wieder gut ist, wenn die Maschine rund läuft, wenn Vollbeschäftigung und blühende Landschaften erreicht sind, aber erst dann, werden wir wieder diesem Oberlehrer Precht zuhören. Und vielleicht, aber nur, wenn das der Wirtschaft absolut nicht schadet, kann man dann an manchen Stellen ganz sachte umsteuern, ungefähr in dem Tempo, in dem du, lieber Peter, in den letzten Jahren die Energiewende vorangetrieben hast. Lieber Peter, du hast einen Plan – wir sind dabei!             ● VA

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Signorina Leyla: Handgefertigter Schmuck aus verschiedenen Kulturen

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Signorina Leyla: Handgefertigter Schmuck aus verschiedenen Kulturen


Foto: VierfotografenMehtap Horoz verkauft außergewöhnliche Schmuckstücke seit Mai 2020 in ihrem Onlineshop „Signorina Leyla“, handgefertigt aus Gold, Silber, Halbedelsteinen und ungewöhnlichen Materialien. Ihre Kollektionen kommen aus Jaipur oder Kolumbien und vereinen traditionelle Handwerkskunst mit unterschiedlichen Kultureinflüssen. Bei der Auswahl der Manufakturen haben faire und menschenwürdige Arbeitsbedingungen oberste Priorität.
Die Idee zu ihrem Shop kam Mehtap nicht von ungefähr, denn sie kennt sich mit Schmuck schon länger gut aus, wie sie zurückblickend sagt: „Ich habe Business und Marketing in England studiert und bin anschließend bei einem der größten Accessoires/Schmuck-Filialisten Europas gelandet und sieben Jahre geblieben – bis hin zum Management für 37 Filialen in ganz Deutschland. Nach einem Sabbatical, in dem ich viel gereist bin, ist die Idee gewachsen, meine eigene Schmuckmarke zu entwickeln. Ich wollte mit Signorina Leyla etwas erschaffen, das Kulturen verbindet, sie uns näherbringt und Grenzen auflöst. Als gebürtige Hannoveranerin mit türkisch-arabischen Wurzeln vereine ich, wie viele andere Menschen auch, mehrere Kulturen. Und genau das spiegelt Signorina Leyla wider. „Signorina“ steht für die europäische Frau, „Leyla“ für die orientalische Schönheit. Damit spreche ich unterschiedliche Zielgruppen an und lade mit meinem Schmuck zum Träumen ein.“
Die Kollektion „1001-Night“ ist von Schönheiten aus den orientalischen Märchen beeinflusst, „Aztec Empire“ erzählt die Geschichte vergangener Zivilisationen und bei der Sari-Kollektion werden Perlen aus traditionellen indischen Gewändern zu ganz besonderen, bunten Schmuckstücken. Dazu ist die Preisgestaltung so, dass man sich öfter Neues leisten kann, und mit der Schmuckproduktion vor Ort unterstützt sie zudem verschiedene Projekte. So sind in Indien Arbeitsplätze für Frauen geschaffen worden, die mit der Sari-Kollektion Schmuck von Frauen für Frauen gestalten, und in Kolumbien bezieht sie nur „Fairmined“ Gold, also Gold mit Gütesiegel, das eine verantwortungsvolle und konfliktfreie Lieferkette und Chancen für Kleinbergleute garantiert.
Derzeit ist Gold ein Megatrend, die neuen Kollektionen haben Silber und Roségold aufgegriffen und werden stetig erweitert. Es kommen ständig neue Stücke dazu, damit es auch für StammkundInnen spannend bleibt. Außerdem wird der Shop weiterentwickelt und jetzt in verschiedenen Sprachen aufgesetzt. Zu Weihnachten wollen Metaph und ihr Team ihren Schmuck lokal verkaufen und sind derzeit auf der Suche nach Möglichkeiten.
Um seine Chancen reell einschätzen zu können, rät Metaph: „Wer für seine Idee brennt, sollte für sich überlegen, was das bedeutet. Zeitaufwand, Investitionen, Marktanalysen, Chancen und Risiken sind Themen, die dabei nicht unterschätzt werden sollten. Bei der Eröffnung eines Onlineshops sollte man sich mit den technischen und rechtlichen Anforderungen sehr genau auseinandersetzen. Ein einfaches Baukastensystem reicht eben doch nicht aus. Die Zusammenarbeit mit hannoverimpuls war dafür super. Meine Beraterin hat mich in allen Schritten toll unterstützt, ich bekam immer ein ehrliches Feedback, und auch die Vermittlung zu ExpertInnen war sehr hilfreich.“ Fotos: Vierfotografen, Axel Herzig

Signorina Leyla UGFoto: Axel Herzig
Mehtap Horoz
Franz-Bork Str. 17, 30163 Hannover
Tel. (0176) 76 89 19  02
hello@signorina-leyla.com
signorina-leyla.com

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Neu in der Stadt im Oktober

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Neu in der Stadt im Oktober


LINDENbackt! übernimmt Kranz-Filiale
an der LutherkircheCredit: Detlev Habicht
Biologisch, nachhaltig, solidarisch – ab sofort ist diese Kombi auch in der Nordstadt zu finden. Dort hat die genossenschaftlich organisierte Bäckerei LINDENbackt! eG nämlich zum 1. September die Filiale der Bäckerei Kranz an der Lutherkirche übernommen. „Ich liebe das Bäckerhandwerk, will aber schon seit längerem etwas kürzertreten. Daher freue ich mich, die Nordstadt-Filiale an ein engagiertes Team handwerklich arbeitender Bio-Bäcker*innen übergeben zu können“, sagt Claus-Werner Stark, Bäckereimeister und ehemaliger Inhaber der Backstube. Johanna Kienitz, Vorstandsvorsitzende der Bäckereigenossenschaft LINDENbackt!, meint: „Eine zweite Filiale war eigentlich nicht geplant – bei dieser Ehrerweisung konnten wir aber nun wirklich nicht Nein sagen. Außerdem haben wir schon jetzt ein treues Nordstädter LINDENbackt!-Publikum. Mit dieser neuen Filiale rücken wir ein Stück näher an diese Stammkundschaft heran.“ Wie schon im ersten Standort in der Limmerstraße werden auch in der zweiten Filiale an der Lutherkirche Brote und andere Backwaren auf traditionelle Weise hergestellt. Dabei wird vor allem auf regionale Zutaten gesetzt, und das mit einem Fokus auf Qualität statt Quantität. Auch vegane Back- und Süßwaren gehören zum Angebot, dazu gibt es Filterkaffee, der in naher Zukunft durch die Anschaffung eines Siebträgers abgelöst werden soll. Mit der Zeit soll die Nordstadt-Filiale Schritt für Schritt erweitert werden. Calenberger Str. 37, 30169 Hannover, E-Mail: ofen@lindenbackt.de. Öffnungszeiten (vorläufig): Mo – Sa 8 – 18 Uhr, So 9 – 12 Uhr. Aktuelle Informationen gibt es auf www.lindenbackt.de.

Foto: Detlev Habicht

 

Foto: Werbeagentur Schulz-DesignP’tit Clichy
39 Jahre lang hatte der Gastronom Ekkehard Reimann sein beliebtes Restaurant Clichy geführt, bevor er vor zwei Jahren beschloss, es zu schließen, um fortan ein Rentnerdasein zu führen. Nur liegt der Ruhestand ihm gar nicht, und so war es eine glückliche Fügung, als er die Möglichkeit bekam, in den Pachtvertrag der Räume des ehemaligen Kiosks einzusteigen. Denn ganz so groß sollte es auch wieder nicht sein, und so führt Reimann jetzt mit dem P’tit Clichy eine Art Miniaturausgabe seines alten Restaurants. Mit nur 14 Sitzplätzen im Innenraum, unter Corona-Bedingungen die Hälfte, ist passend zum „Ruhestand“ der Aufwand überschaubar. Sogar sein alter Küchenchef Elmar Nußbaum ist wieder mit im Boot, genauso wie ein ehemaliger Azubi, David Ruhkopf. Gekocht wird weiterhin auf höchstem Niveau nach den Grundsätzen der französischen Küche, es fließen aber auch Elemente der modernen Küche ein. „Genuss ja, Firlefanz nein“, so lautet das Credo von Ekkehard Reimann nach wie vor. Konstant geblieben ist auch die hohe Qualität und Frische der Zutaten, die bevorzugt aus der Region oder ausgesuchten Betrieben in Deutschland und der EU bezogen werden. Spezielle Zutaten der französischen Küche werden direkt in Frankreich eingekauft. Das Mobiliar konnte aus dem alten Clichy gerettet werden, Stammgäste werden auch das Geschirr wiedererkennen. Und Ekkehard Reimann, der sich zukünftig als entspannter Gastgeber sieht, freut sich, wieder etwas um die Ohren zu haben – und auf seinen Ruhestand „light“. P’tit Clichy, Weißekreuzstr. 31, Tel. 0511 – 312 447, Reservierung unter www.ptit-clichy.de, aktuelle Öffnungszeiten: Di – Sa 17 – 22.30 Uhr. Foto: Werbeagentur Schulz-Design

 

L7 – Galerie für Zeichenkunst
Als Christian Lüpke Anfang Juni die Möglichkeit bekam, die Räume eines ehemaligen Ladengeschäfts in Linden-Mitte zu übernehmen, musste er nicht lang überlegen, wie er sie nutzt: Während der hintere Bereich dem freiberuflichen Webdesigner und -programmierer als Arbeitsraum dient, hat er im vorderen Teil eine Galerie für Zeichenkunst eingerichtet. Hier werden in Zukunft professionelle und Amateur-KünstlerInnen auf rund 25 Quadratmetern Fläche ihre Arbeiten ausstellen können. Letzteren möchte Lüpke die Räumlichkeiten sogar kostenlos zur Verfügung stellen, sodass sie einzig für die Reklame und eventuell die Rahmung der Werke selbst sorgen müssen. Die Ausstellungen werden etwa vier bis sechs Wochen zu sehen sein, bevor sie von der nächsten Schau abgelöst werden. Bewerben kann sich jeder, der zeichnet und sich dabei analogen Techniken bedient, d.h. Blei- und Buntstift, Feder- und Tuschezeichnungen, Kreide, Aquarell, Druckgrafik oder Vergleichbares. Eine detaillierte Übersicht über das Bewerbungsverfahren sowie die entsprechenden Kriterien finden sich auf der Website. Bereits im September startete im L7, benannt nach seiner Lage am Lichtenbergplatz 7, die erste Schau: „Rock Star Series“ präsentiert verschiedene Größen des Genres, die Lüpke seit Anfang 2020 in Blei- und Buntstiftzeichnungen porträtierte – und das nach einer nahezu 20 Jahre währenden Zeichenpause. Aufgrund der Abstandsregelungen dürfen zurzeit nur vier Personen gleichzeitig die Galerie betreten. Für die Zukunft sollen auch Lesungen und andere kleinere Kulturveranstaltungen in den Räumen ermöglicht werden.

Lichtenbergplatz 7, 30449 Hannover, Tel. 0511 – 35 30 14 57, galerie@l7-grafik.art, www.l7-grafik.art. Öffnungszeiten: Fr 14 – 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung.

 

Rica & Bent
Bianca Spanier ist Modedesignerin und Damenschneiderin – und Mutter von zwei Kindern. Die sind eine fortlaufende Inspirationsquelle für die leidenschaftliche Textilgestalterin, die bereits in ihrem Abschlussjahr das Modelabel „Rica & Bent“ für Kinderkleidung gründete. Im März diesen Jahres griff sie es wieder auf und sicherte sich ein kleines Ladengeschäft in Linden-Mitte, das sie nun Anfang September unter dem Namen „Rica & Bent – organic kidswear“ eröffnet hat. Zu ihrem Sortiment gehören farbenfrohe Kleidungsstücke, die jedem Praxistest auf dem Spielplatz, beim Waldspaziergang oder auf der verregneten Wiese im Stadtpark locker standhalten. Doch nicht nur die Alltags- und (Un-)Wettertauglichkeit ist Spanier beim Planen der Kleidungsstücke wichtig. Sie möchte auch, dass die Kleinen sich mit den applizierten Motiven identifizieren können und nicht auf vorgefertigte Schubladen verteilt werden – dass sie Prinzen in Pink oder tollkühne, schmuddelige Piratinnen sein können, wenn sie das gerne möchten. Daher enthalten ihre Designs fast immer ein wenig Rosa hier und da und sind ansonsten geschlechtsneutral gehalten. Zudem verwendet Spanier ausschließlich Stoffe aus kontrolliert biologischem Anbau, sodass die Kleidung hautschonend ist und keine Allergien auslöst. Auch andere Artikel rund ums Babyglück gehören zum Angebot – zum Beispiel diverse Papeterie-Produkte, darunter Poster und Meilenstein-Kartensets fürs Fotoalbum. Egestorffstr. 18, 30449 Hannover, Tel. 0156 – 78 32 55 81, www.ricaundbent.de. Öffnungszeiten: Mo – Mi geschlossen, Do 11 – 14 Uhr, Fr 11 – 18 Uhr. Außerdem jeden ersten Sa im Monat 10 – 14 Uhr sowie nach Absprache.

 

Freifläche by Göing
Eines der ältesten Familienunternehmen Niedersachsens, die Familienbäckerei Göing, möchte jungen Unternehmer*innen beim Weg in die Selbstständigkeit helfen und stellt eine durch die Umstände der Corona-Krise entstandene Freifläche für Start-ups aus Hannover und der Region in Bothfeld zur Verfügung. Durch die Fläche haben Start-ups die Möglichkeit, sich öffentlich zu präsentieren und erste Erfahrung mit der Selbstständigkeit zu sammeln. Die Start-ups wechseln bis Dezember monatlich. Eröffnet wurde die Freifläche am 14. September durch die Designerin Fiona Meyer, Inhaberin des Start-ups „Oh, Jacket“, das Kleidungsstücke wie Jeansjacken und Kunstlederjacken nach KundInnenwunsch gestaltet. Der erste Wechsel am 12. Oktober bringt gleich zwei neue Start-ups auf die „Freifläche by Göing“: Eines ist „Samay Tee“, das Tees auf Basis der Superfood-Pflanze Guayusa anbietet, die in Ecuador bereits seit Hunderten von Jahren verarbeitet wird. Guayasa wirkt anregend, leistungssteigernd und bringt jede Menge Abwechslung im Vergleich zu den klassischen, bekannten Teesorten. „Avoid Waste“, das zweite Start-up, nimmt sich eines der wichtigsten Themen unserer Zeit an und möchte plastikfreies Einkaufen einfacher machen. Ob plastikfreie To-go-Becher aus Reishülsen, Seife, Strohhalme oder Aufbewahrungs- und Transportbehältnisse aus Weizenstroh: Jan Patzer und Can Lewandowski zeigen für Vieles ressourcenschonende und umweltfreundliche Alternativen. Am 9. November gastiert das kre|H|tiv-Netzwerk für sechs Wochen auf der Freifläche. Unterschiedliche Mode-DesignerInnen teilen sich dann die Fläche und bieten ihre Kollektionen an. Das Team rund um Astrid Nienaber kann es kaum erwarten, die Fläche für die Ausstellung und den Verkauf zu nutzen. Dann kann man sich ja auch schon mal auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken machen.

Freifläche by Göing, Kurze-Kamp-Straße 1b, aktuell geöffnet täglich von 10–18 Uhr.

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Ohne uns ist’s still

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Ohne uns ist’s still


Fotos: Rudi Keuntje & Christoph SpeidelFotos: Rudi Keuntje & Christoph Speidel

 

 

 

 

… über eine vergessene Branche

 

Im Interview:

Claudia, Projektleitung
Hannover Concerts,
und Hannes, Projektleiter Capitol

Die Aktion #ohneunsistsstill ist eine deutschlandweite Initiative der Veranstaltungsbranche. Man will damit zeigen, wer die Dienstleister hinter den Shows, Konzerten und Events sind. Die Lage in der gesamten    Veranstaltungsbranche ist derzeit prekär, Corona bedroht speziell in diesem    Bereich viele Existenzen, auch in Hannover. Diese Existenzen bekommen mit der Aktion nun ganz konkret ein Gesicht in unserer Stadt. Beziehungsweise sehr viele Gesichter. Inzwischen gibt es darüber hinaus auch sehr klare Forderungen an die Politik. Das Bündnis #AlarmstufeRot ruft regelmäßig zu Demonstrationen auf und formuliert auf www.alarmstuferot.org sehr konkrete Vorschläge.

Könnt ihr euch zum Einstieg kurz selbst vorstellen …
Hannes: Ich habe vor etwa einem Jahr als Projektleiter im Capitol angefangen. Mein Job ist es, die Veranstaltungen dort zu betreuen, also mich um die KünstlerInnen zu kümmern, dass Backstage alles okay ist, dass die Konzerte ohne Probleme ablaufen. Eigentlich. Vor dem Capitol habe ich schon zehn Jahre in dem Bereich gearbeitet, ich habe in Köln meine Ausbildung gemacht und noch eine Weiterbildung zum Veranstaltungsfachwirt drangehängt.
Claudia: Und ich bin mittlerweile seit 17 Jahren bei Hannover Concerts, aber insgesamt auch schon seit 32 Jahren in der Branche. Ich mache den Job mein gesamtes Berufsleben und habe momentan die Projektleitung für das Stadion, die ZAG-Arena und die Swiss Life Hall. Also eher die großen Veranstaltungen, das muss ja auch irgendwer machen. Und ich mache das natürlich mit Liebe und Leidenschaft. Aber im Moment halt nicht …

Womit wir auch schon beim Thema wären. Wie war das bei euch, wann habt ihr gemerkt oder geahnt, was mit Corona auf uns alle und insbesondere auf eure Branche zukommt?
C: Im März hat es uns eigentlich ziemlich schnell voll erwischt. Sehr passend, denn der März ist ausgerechnet auch unser veranstaltungsreichster Monat. Es gab in diesem Jahr eigentlich keinen Tag, an dem nichts geplant war. Und dann bahnte sich Corona an und wir wussten, da kommt was, aber wir wussten noch nicht, was da genau auf uns zukommt. Meine letzte Veranstaltung war Atze Schröder – und ich bin durch die SwissLifeHall gelaufen und habe gegrübelt: Gefährlich oder nicht gefährlich? Ich war mir nicht sicher, ich habe das nicht einschätzen können. Das war zwei Tage vor dem Lockdown. Dann wurde plötzlich alles abgesagt und wir waren ratlos. Und dann hieß es sehr schnell, räumt eure Schreibtische auf, erledigt eure Restarbeiten, wir müssen den Betrieb komplett runterfahren.
H: Aber das Thema war sogar schon früher da, bereits im Februar hat unsere Geschäftsführung uns angesprochen und gesagt, dass wir wegen Corona mal ein bisschen vordenken müssten, was da so passieren könnte. Ich habe damals noch gedacht, dass es dabei mehr um so etwas wie eine Grippe geht und dass das wieder vorbeigehen wird. Und dann hatte ich am 28. Februar Faber im Capitol, alle mit langen Gesichtern, weil deren Show in Zürich abgesagt worden war. Zürich ist ja so ein bisschen deren Hometown. Die Schweiz war eines der ersten Länder, die Veranstaltungen mit über 1000 Zuschauern abgesagt haben. Und Faber waren deswegen natürlich ziemlich traurig, da war mir das Thema zum ersten Mal sehr nah.

Und dann gab es nach diesem Gespräch mit der Geschäftsführung konkrete Maßnahmen …
H: Ja, wir haben im Anschluss bei allen Veranstaltungen von Hannover Concerts zum Beispiel Desinfektionsspender aufgestellt. Und es gab Plakate mit Verhaltensregeln, die wir entwickelt hatten. Wir haben natürlich auch extra nochmal alles doppelt desinfiziert und gereinigt, schon Ende Februar. Ich war dann Anfang März aber im Skiurlaub und habe die Entwicklungen nur noch übers Handy mitbekommen – was teilweise gespenstisch war. Erst kam die Empfehlung, alles ab 1000 Zuschauer abzusagen, dann die Verordnung, alles ab 1000 abzusagen, dann hieß es, jetzt werden alle Veranstaltungen abgesagt. Es gab wirklich jeden Tag eine neue Hiobsbotschaft. Und dann ging es eigentlich auch schon direkt in die Kurzarbeit Mitte März.
C: Und das hat uns alle betroffen, wir sind seit etwa Mitte März allesamt zu Hause. Es hat noch eine Besprechung gegeben, dann war Schluss.

Hattet ihr Mitte März schon ansatzweise die Tragweite realisiert? Dass sich das Monate hinziehen würde?
C: Im Leben nicht. Das hat wohl niemand geahnt. Die Konzerte wurden ja zuerst auch entsprechend nur kurzfristig verschoben, von März in den Juni oder Juli. Um dann ein bisschen später wieder verschoben zu werden. Das ist das, was momentan immer noch passiert, alles wird immer weiter nach hinten verschoben. Zum Beispiel Santiano oder Peter Maffay, die wurden beide in den Herbst verlegt, und im Mai war dann absehbar, dass auch das nicht gehen wird. Viel ist momentan noch ins Frühjahr verlegt, wobei größere Veranstaltungen von den Agenturen jetzt auch schon mehr und mehr in den Herbst 2021 verlegt werden. Die kleineren Veranstaltungen werden ja vielleicht eher wieder möglich sein – theoretisch.
H: Mir war so richtig klar, dass man an dieses Jahr insgesamt einen Haken dranmachen kann, als die Festivals abgesagt wurden. Ich hatte vorher immer noch darauf gehofft, dass das irgendwie möglich sein würde, aber das hat sich dann mit den strengen Regeln natürlich alles erledigt. Und jetzt geht es überall so ganz allmählich wieder los, schon seit einer Weile, die Restaurants haben wieder geöffnet, der Einzelhandel, aber in unserer Branche hat sich immer noch fast alles erledigt.
C: Wobei Hannes und ich im Grunde noch in einer recht komfortablen Situation sind, wir bekommen immerhin Kurzarbeitergeld. Für die meisten Kolleginnen und Kollegen in unserer Branche ist es sehr viel bitterer.

Wer wird alles zu eurer Branche gezählt?
H: Sehr viele. Und genau das möchten wir auch mit unseren Kulturgesichtern zeigen. Dabei sind natürlich die MusikerInnen, dazu die VeranstalterIinnen und TechnikerInnen. Dann die Clubbetreiber und die Leute, die hinter den Theken arbeiten, also der ganze Bereich Catering. Die Security. Aber hinter den Kulissen arbeiten natürlich noch weitaus mehr Leute, die Reinigungskräfte, die Aufbauhelfer, die Runner, die Plakatierer. Letztere haben uns übrigens sehr geholfen bei unserem Projekt. Dazu kommen noch die Agenturen, die sich um die Organisation und um die Werbung kümmern. Die wiederum muss ja auch von irgendwem gestaltet werden. Und an der Veranstaltungsbranche hängen dann noch andere, die Taxiunternehmen, die Hotellerie, die Gastronomie. Im Grunde alle, die davon leben, dass BesucherInnen für eine Veranstaltung in die Stadt kommen.
C: Unsere Branche ist ja die sechstgrößte Branche in Deutschland mit über einer Millionen Beschäftigten und 130 Mrd. Euro Umsatz im Jahr.

Wie beurteilt ihr denn gerade den Neustart in der Bundesliga?
C: Das ist natürlich erstmal so eine Sache, da gibt es in unserer Branche sofort die Stimmen, die fragen, warum dürfen wir das nicht? Ich sehe das aber nicht so skeptisch, eher im Gegenteil. Wenn die jetzt vorgehen, dann wird das neue Erkenntnisse bringen. Ich finde auch den Ansatz gut, versuchsweise Konzerte wieder zuzulassen, um zu lernen. Natürlich mit strengen Hygieneregeln. Das Konzert in Leipzig mit Tim Benzko war ja so ein Ansatz. Der aber leider im Vorfeld nicht wirklich gut kommuniziert worden ist, darum haben sich nur 1400 Leute da hin getraut. Ich denke, solche Versuche, bei denen Abläufe und Hygienekonzepte erprobt werden, können ganz am Ende einen Weg weisen.
H: Aber viele Menschen haben momentan einfach noch große Angst. Bis das Vertrauen wiederhergestellt ist, werden ganz sicher noch einige Monate vergehen.

Was ja momentan auch ein Problem für die kleineren Veranstalter ist, die wieder so ganz allmählich hochfahren. Die ohnehin wenigen Stühle bleiben teilweise unbesetzt.

C: Das ist leider so. Und darum müssen die Konzepte gut sein. Erst wenn sich die Konzepte bewähren, wird es auch wieder mehr Vertrauen geben. Und wir müssen uns wohl an den Gedanken gewöhnen, dass das jetzt der Weg sein wird, auf einen Impfstoff würde ich zunächst mal nicht setzen. Wir müssen Konzepte mit Abstand und Maske entwickeln und dann herausfinden, was geht. Da gab es ja jetzt zum Beispiel die Diskussion, ob man klassische Konzerte wieder zulässt, mit Abstandsregeln, aber auch mit mehr als 20 Prozent der Kapazität. Was in der Unterhaltungsmusik gleich einen Aufschrei gab. Warum die und nicht wir? Und klar, da schlagen bei mir auch zwei Herzen in meiner Brust. Trotzdem, das ist ein anderes Zielpublikum. Die sind meist älter, die springen nicht auf, die moshen nicht, die singen nicht mit. Also, man muss wahrscheinlich einfach jede Veranstaltung für sich begutachten, um zu entscheiden, was jeweils geht oder eben nicht geht. Und wenn darum nun die ernste Musik vorgezogen wird, dann ist das in Ordnung. Und schafft Erfahrungswerte.
H: Es muss natürlich auch passen. Bei den Picknick-Konzerten gab es Bands, die gesagt haben, dass das für sie in Ordnung ist. Da hat es musikalisch gepasst, dass die Leute sitzen. Aber du kannst ja eigentlich keine Rock- oder Punk-Band vor sitzendem Publikum spielen lassen.

Wäre denn mit den richtigen Hygienekonzepten aus eurer Sicht heute schon wieder mehr möglich?
H: Ich glaube, dass tatsächlich mehr gehen würde. Ich könnte mir vorstellen, dass mit guten und klugen Konzepten sehr viel möglich wäre. Aber bei Veranstaltungen wird momentan natürlich auch sehr skeptisch und vorsichtig hingesehen. Und medial wird dann meistens eher kommuniziert, was schiefläuft. Zum Beispiel bei den Fußballspielen. Ich denke da auch an die Bilder von den Feiernden am Ballermann. Das sorgt natürlich so gar nicht für Vertrauen. Aus meiner Sicht gibt es da aktuell übrigens so einen seltsamen Widerspruch. Im privaten Rahmen ist man inzwischen nicht mehr so besorgt, da trifft man sich dann mal samstags auf der Limmer, aber zu einem Konzert mit 2000 Leuten in der Swiss Life Hall würde man nicht gehen. Obwohl das mit einem entsprechenden Hygienekonzept bei so einem Event wahrscheinlich weitaus sicherer wäre als ein Abend auf der Limmer. Und weil das so ist, weil solche Events dann wahrscheinlich nicht ausreichend nachgefragt werden, ist es natürlich noch mal schwieriger. Ich könnte ja eine Capitol-Veranstaltung durchaus in die Swiss Life Hall verlegen, wobei sich das natürlich ohnehin nicht wirklich rechnen würde, aber vielleicht einfach, um wieder etwas stattfinden zu lassen. Die Frage ist aber, ob ich die 2000 Tickets verkaufen würde. Damit wird das Risiko ziemlich unkalkulierbar.

Das heißt, dass sich die vielen Solo-Selbstständigen in eurer Branche noch auf ein paar harte Monate einstellen müssen.
C: Viele kämpfen momentan ganz schlicht um ihre Existenz. Faktisch gibt es ja sozusagen ein Berufsverbot. Wobei alles weiterläuft, die Kredite laufen, man muss seine Miete bezahlen, man hat vielleicht Kinder. Wenn so ein sehr qualifizierter Bühnentechniker bei uns arbeitet oder auch eine Tänzerin bei der Oper, dann hatten die bisher als Solo-Selbstständige ja durchaus ein respektables Einkommen. Die konnten davon leben, auch in ihre Altersvorsorge einzahlen. Jetzt bekommen sie ihre Betriebskosten erstattet, aber was hat eine Tänzerin für Betriebskosten? Das geht ein bisschen an der Realität vorbei. Du darfst das Geld ja nur für solche Kosten nutzen und nicht für deinen Lebensunterhalt. Für viele bleibt jetzt nur die Grundsicherung. Was ein ganz harter Einschnitt ist. Und auch ärgerlich, denn all diese Leute haben ja immer ihre Steuern gezahlt, sie haben ihren Beitrag zur Solidargemeinschaft geleistet. Und jetzt ist es nicht möglich, sie besser zu unterstützen? Ich finde, alle, die durch das Berufsverbot so hart getroffen sind, müssen jetzt von der Solidargemeinschaft angemessen unterstützt werden.
H: Man muss in der Branche sehr differenziert hinsehen, da gibt es die Angestellten, die Solo-Selbstständigen, die projektbezogen arbeiten, sehr viele, die halbtags in der Branche unterwegs sind, dann die Geschäftsführer der Unternehmen und Clubs, und ich finde, man muss das bei jedem Einzelnen genau betrachten. Was hatte der vorher, wie steht er jetzt da? Es ist ja ohnehin nicht so, dass in der Branche das ganz große Geld steckt, du arbeitest ja nicht im Kulturbereich, um damit reich zu werden. Du arbeitest in diesem Bereich, weil du dazu Lust hast, mit Herz und Leidenschaft. Und dafür nimmst du in Kauf, dass alles ein bisschen prekärer läuft, dass du vielleicht auch nicht ganz so viel für später beiseitelegen kannst. Viele haben keine Rücklagen, keine Ersparnisse, auf die sie jetzt zurückgreifen könnten. Das liegt auch an der Branche, in der arbeiten wie gesagt viele projektbezogen von Monat zu Monat, eine Planbarkeit weit in die Zukunft ist gar nicht möglich. Und mit Corona ist nun auch der letzte Rest Planbarkeit dahin. Ich höre jetzt oft, dass gefragt wird: warum habt ihr nicht vorgesorgt? Weil das in der Branche gar nicht geht. Die Frage ist aber ohnehin schräg. Stell dir vor, ich schließe einem VW-Arbeiter die Produktionshalle und sage ihm, dass seine Arbeit jetzt verboten ist. Und dann frage ich ihn, warum er für diesen Fall nicht vorgesorgt hat …

Die Planbarkeit in eurer Branche hat sich momentan komplett erledigt.
C: Ja, und das ist natürlich für viele eine heftige Belastung. Niemand weiß, wie es weitergeht, wie lange das alles noch dauert, ob das jemals wieder ganz vorbei sein wird. Darum sind viele auch beim Thema Kredite eher zurückhaltend. Man muss die ja auch irgendwann zurückzahlen. Aber wird man das können? Ich kenne Solo-Selbstständige, die darum jetzt eher an ihre Lebensversicherungen gehen, um ihre Familien über die Runden zu bringen. Oder die verkaufen, was sie entbehren können. Oder sich nach einer kleineren Wohnung umschauen. Das ist alles sehr bitter. Weil ja niemand etwas dafür kann.
Jetzt geht eure Branche an die Öffentlichkeit, es gibt euch hier in Hannover, bundesweit sorgt „Alarmstufe Rot!“ für Aufmerksamkeit. Mein Eindruck ist, dass das eine ganze Weile gedauert hat.
H: Das liegt natürlich an der bunten Mischung. Musik, Theater, Kunst, Literatur – wir sind ja kein geschlossener Interessenverband, die Branche ist sehr vielfältig. Und untereinander herrschte vor Corona dazu auch eine gewisse Konkurrenz, wenn beispielsweise zwei Veranstalter denselben Künstler machen wollten. Wir mussten uns erstmal finden. Und dann auch gemeinsame Forderungen formulieren. Was nach wie vor schwierig ist. Und damit ist es natürlich auch schwierig, mit der Politik ins Gespräch zu kommen.
C: In unserer Branche gibt es ja die unterschiedlichsten Berufe, Garderobiere trifft Klofrau, trifft Kostümbildnerin, trifft Runner, trifft Bühnenbauer, trifft Choreographen, trifft Satiriker, trifft Komiker. Es hat ein bisschen gebraucht, bis wir verstanden haben, dass wir alle zusammengehören. Wir sind vorher nicht gemeinsam organisiert gewesen, wir haben auch keine Lobbyisten beschäftigt, die für uns in Berlin an die richtigen Türen klopfen. Viele von uns arbeiten komplett im Hintergrund, wir waren bisher eher unsichtbar. Uns nun sichtbarer zu machen, das war ja ein Gedanke bei den Kulturgesichtern.
H: Wir möchten damit einfach zeigen, dass die Kultur viele helfende Hände hat. Veranstaltungen, mit denen sich ja auch die Politik gerne mal schmückt, sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit unterschiedlichster Berufe, unterschiedlichster Menschen. Du siehst dann zwar am Ende nur Ed Sheeran auf der Bühne, was dahintersteckt, bleibt im Idealfall unsichtbar, das ist ja sogar der Anspruch, aber jetzt müssen wir einfach zeigen, dass es all diese helfenden Hände gibt. Und dass diese helfenden Hände jetzt Solidarität und Unterstützung brauchen.

Inzwischen helfen auch die Künstlerinnen und Künstler mit.

H: Ja, neulich in Berlin hat beispielsweise Herbert Grönemeyer auf einer Demo sehr beeindruckend darüber gesprochen, dass für seine Tour-Produktion insgesamt 120 Menschen unterwegs sind, wovon ein Drittel fest angestellt ist und alle anderen als Solo-Selbstständige arbeiten, ohne Netz und doppelten Boden. Und dass vor allem die jetzt Unterstützung brauchen, weil ohne sie gar nichts geht. Dass wir die jetzt nicht für ihre Solo-Selbstständigkeit bestrafen dürfen.
C: Leider haben die Solo-Selbstständigen so gar keine Lobby. Die Branche hat es insgesamt schwer. Man hat uns die ersten Monate aus meiner Sicht komplett ignoriert. Klar, man hat über die KünstlerInnen gesprochen, die nicht auftreten konnten, aber dass da im Hintergrund unglaublich viele Existenzen dranhängen, hat man schlicht vergessen. Die Stimmung in der Branche ist inzwischen sehr düster, auch weil niemand genau weiß, wie es weitergeht.

Was macht denn diese Unsicherheit mit euch persönlich? Könnt ihr noch gut schlafen?
H: Die Unsicherheit zehrt. Man hofft von Monat zu Monat, aber das zerschlägt sich dann regelmäßig. Wobei wir beide ja wie gesagt noch in einer recht komfortablen Situation sind.
C: Was noch hinzu kommt, das ist die Unübersichtlichkeit, die durch den Föderalismus entstanden ist. Das schafft Unsicherheiten und produziert natürlich auch Ärger. Da gibt es dann Bundesländer, die bei den Anträgen sehr liberal unterwegs sind, zum Beispiel Baden-Württemberg oder Berlin. Hier bei uns in Niedersachsen geht es dagegen weitaus bürokratischer zu, da müssen Solo-Selbstständige viele Anträge ausfüllen und dazu ihre Verhältnisse komplett offenlegen.
H: Es ist schon eine Frage, warum bestimmte Dinge nicht bundesweit einheitlich geregelt werden können. Was beim Thema Fußball geht, das sollte doch auch für die Kulturbranche möglich sein. Aber da gelten nun ganz unterschiedliche Regeln, und so kannst du in NRW eine Veranstaltung machen, die in Niedersachsen verboten wäre. Touren für KünstlerInnen durch mehrere Bundesländer sind so fast unmöglich zu organisieren, falls wieder etwas möglich ist in den kommenden Monaten, wird das die Agenturen noch einmal vor große Probleme stellen.
Es gibt also jede Menge zu besprechen mit der Politik.
C: Ich glaube, wir sind noch eher in der Phase, mit unseren Aktionen und Demos darauf aufmerksam zu machen, dass es Gesprächsbedarf gibt. Im Augenblick läuft noch der Schulterschluss. Wir treffen uns auf den Demos, wir organisieren uns. Nebenbei fühlt sich das übrigens auch sehr gut an. Man merkt, dass man nicht allein ist. Ich kann nur jedem empfehlen, sich an den Demonstrationen zu beteiligen. Die sind ja auch sehr gut organisiert, Verstöße gegen die Hygieneregeln findet man bei den Demos von „Alarmstufe Rot!“ eher gar nicht. Man merkt, dass das professionelle Veranstalter organisieren.
H: Ja, Veranstaltungen können wir gut. Und inzwischen sind auch die Medien zunehmend aufmerksam.
Kann man eure Forderungen in einem Satz unterbringen?
H: Im Grunde geht es darum, dass alle nach Corona weitermachen können, wo sie gezwungen waren aufzuhören. Dass jetzt in dieser Phase nicht die gesamte Branche zerbricht.
C: #AlarmstufeRot verweist in dem Zusammenhang auf Österreich. Die haben ein paar sehr gute Ansätze. Wir brauchen insgesamt einfach eine Perspektive. Und wir möchten an den Lösungen mitarbeiten. Man darf uns gerne ins Boot holen, wir können Sicherheitskonzepte schreiben, das war schon vorher Teil unseres Jobs. Wir brauchen jetzt den Dialog, um zu überlegen, was wieder machbar sein könnte.
● Interview: Lak, Fotos: Rudi Keuntje & Christoph Speidel

Inzwischen helfen auch die Künstlerinnen und Künstler mit. H: Ja, neulich in Berlin hat beispielsweise Herbert Grönemeyer auf einer Demo sehr beeindruckend darüber gesprochen, dass für seine Tour-Produktion insgesamt 120 Menschen unterwegs sind, wovon ein Drittel fest angestellt ist und alle anderen als Solo-Selbstständige arbeiten, ohne Netz und doppelten Boden. Und dass vor allem die jetzt Unterstützung brauchen, weil ohne sie gar nichts geht. Dass wir die jetzt nicht für ihre Solo-Selbstständigkeit bestrafen dürfen. C: Leider haben die Solo-Selbstständigen so gar keine Lobby. Die Branche hat es insgesamt schwer. Man hat uns die ersten Monate aus meiner Sicht komplett ignoriert. Klar, man hat über die KünstlerInnen gesprochen, die nicht auftreten konnten, aber dass da im Hintergrund unglaublich viele Existenzen dranhängen, hat man schlicht vergessen. Die Stimmung in der Branche ist inzwischen sehr düster, auch weil niemand genau weiß, wie es weitergeht. Was macht denn diese Unsicherheit mit euch persönlich? Könnt ihr noch gut schlafen? H: Die Unsicherheit zehrt. Man hofft von Monat zu Monat, aber das zerschlägt sich dann regelmäßig. Wobei wir beide ja wie gesagt noch in einer recht komfortablen Situation sind. C: Was noch hinzu kommt, das ist die Unübersichtlichkeit, die durch den Föderalismus entstanden ist. Das schafft Unsicherheiten und produziert natürlich auch Ärger. Da gibt es dann Bundesländer, die bei den Anträgen sehr liberal unterwegs sind, zum Beispiel Baden-Württemberg oder Berlin. Hier bei uns in Niedersachsen geht es dagegen weitaus bürokratischer zu, da müssen Solo-Selbstständige viele Anträge ausfüllen und dazu ihre Verhältnisse komplett offenlegen. H: Es ist schon eine Frage, warum bestimmte Dinge nicht bundesweit einheitlich geregelt werden können. Was beim Thema Fußball geht, das sollte doch auch für die Kulturbranche möglich sein. Aber da gelten nun ganz unterschiedliche Regeln, und so kannst du in NRW eine Veranstaltung machen, die in Niedersachsen verboten wäre. Touren für KünstlerInnen durch mehrere Bundesländer sind so fast unmöglich zu organisieren, falls wieder etwas möglich ist in den kommenden Monaten, wird das die Agenturen noch einmal vor große Probleme stellen. Es gibt also jede Menge zu besprechen mit der Politik. C: Ich glaube, wir sind noch eher in der Phase, mit unseren Aktionen und Demos darauf aufmerksam zu machen, dass es Gesprächsbedarf gibt. Im Augenblick läuft noch der Schulterschluss. Wir treffen uns auf den Demos, wir organisieren uns. Nebenbei fühlt sich das übrigens auch sehr gut an. Man merkt, dass man nicht allein ist. Ich kann nur jedem empfehlen, sich an den Demonstrationen zu beteiligen. Die sind ja auch sehr gut organisiert, Verstöße gegen die Hygieneregeln findet man bei den Demos von „Alarmstufe Rot!“ eher gar nicht. Man merkt, dass das professionelle Veranstalter organisieren. H: Ja, Veranstaltungen können wir gut. Und inzwischen sind auch die Medien zunehmend aufmerksam. Kann man eure Forderungen in einem Satz unterbringen? H: Im Grunde geht es darum, dass alle nach Corona weitermachen können, wo sie gezwungen waren aufzuhören. Dass jetzt in dieser Phase nicht die gesamte Branche zerbricht. C: #AlarmstufeRot verweist in dem Zusammenhang auf Österreich. Die haben ein paar sehr gute Ansätze. Wir brauchen insgesamt einfach eine Perspektive. Und wir möchten an den Lösungen mitarbeiten. Man darf uns gerne ins Boot holen, wir können Sicherheitskonzepte schreiben, das war schon vorher Teil unseres Jobs. Wir brauchen jetzt den Dialog, um zu überlegen, was wieder machbar sein könnte. ● Interview: Lak, Fotos: Rudi Keuntje & Christoph Speidel

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Sylvia Remé: Dietrich Kittner. Porträt der Kabarettlegende

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Sylvia Remé: Dietrich Kittner. Porträt der Kabarettlegende


Foto: karin_blherFünfzig Jahre lang stand der Kabarettist Dietrich Kittner (1935 – 2013) auf der Bühne, um Politikern und Wirtschaftsvertretern die Leviten zu lesen. Das handelte ihm den Ausschluss aus der SPD ein und führte dazu, dass er im Fernsehen nicht mehr auftreten konnte. Seine Bühnenauftritte, beispielsweise im Kabarett Club Voltaire oder dem Theater am Küchengarten in Hannover, konnten ihm aber nicht verboten werden – und die waren stets ausverkauft. Nicht zuletzt wurde sein Wirken 1984 mit dem Ehrenpreis des Deutschen Kleinkunstpreises geehrt. Im Mai wäre der umtriebige Satiriker 85 Jahre alt geworden – für Sylvia Remé ein guter Anlass, das bewegte Leben der Kabarettlegende in einer Biografie zu beleuchten.
„Dieser Mann – er formuliert scharf wie roter Chili, er agiert überlegt, und ihm zuzuhören bringt Spaß und bewegt die Lachmuskeln wie die grauen Zellen gleichermaßen!“ Mit viel Begeisterung erinnert sich der Journalist Rainer Butenschön an seine erste Begegnung mit dem spitzzüngigen Kabarettisten Dietrich Kittner beim hannoverschen Altstadtfest im Jahr 1980. Mit sprachlicher Raffinesse und Schlagfertigkeit wusste der sich nämlich gegen die plumpen Diskreditierungsversuche einiger Burschen vom Ring Christlich-Demokratischer Studenten zu wehren, die sich über seine linksgerichteten – und atheistischen – Reden ärgerten. Kittner scheute die Konfrontation nicht. Selbst in ungemütlichen Situation behielt er einen klaren Kopf, und von denen gab es in seinem ereignisreichen Leben nicht gerade wenige, wie seine Biografin Sylvia Remé in ihrem Buch aufzeigt.
1935 als Sohn eines Zahnarztes und seiner Frau in Oels, Niederschlesien geboren, gründete Kittner bereits im Alter von 25 Jahren während seines (später abgebrochenen) Jura-Studiums in Göttingen ein eigenes Studentenkabarett. Die „Leid-Artikler“, wie die Gruppe sich nannte, trat ab den 60ern auch vermehrt in Hannover auf, wo Kittner sich mit seinen bewusst provokanten Aktionen und Programmen häufig den Ärger von Ämtern und Behörden zuzog. Ab 1966 trat er ausschließlich als Solo-Künstler bzw. zusammen mit seiner Frau Christel auf, vor allem auf der von ihnen im Jahr 1975 gegründeten Kabarettbühne Theater an der Bult. 1987 erfolgte der Umzug in größere Räumlichkeiten in Linden und die Umbenennung in Theater am Küchengarten, dessen Leitung das Ehepaar bis 1993 innehatte. In seiner Blütezeit absolvierte Kittner bis zu 220 Auftritte pro Jahr, teilweise sogar in der DDR. Denn er vertrat ein stark links orientiertes Kabarett, was ihm Mitte der 60er den Ausschluss aus der SPD und von 1973 bis 1989 auch noch ein implizites Auftrittsverbot im westdeutschen Fernsehen bescherte. In seinen späteren Jahren näherte er sich daher der DKP an, wurde zeitweise Mitherausgeber der Zweiwochenzeitschrift Ossietzky und trat verschiedenen pazifistischen Organisationen bei. Neben seiner künstlerischen Arbeit legte Kittner aber auch stets großen Wert auf ein bürgerliches Engagement und die Aufklärung der Bevölkerung, bis er im Jahr 2013 im österreichischen Bad Radkersburg verstarb.
Für die Autorin Sylvia Remé ist dies nicht die erste Biografie über eine eng mit Hannover verbundene Persönlichkeit der jüngeren Vergangenheit. 2011 veröffentlichte sie bereits ein Buch über den Rechtsanwalt und sozialdemokratischen Politiker Werner Holfort, dessen Wirken in den 70er- und 80er-Jahren sie betrachtete. Remés Interesse für geschichtliche Themen kommt nicht von ungefähr: Sie studierte Geschichte und Literaturwissenschaften in Hannover sowie christliche Archäologie und byzantinische Kunstgeschichte in Göttingen. 2009 promovierte sie außerdem im Fach Geschichte an der Leibniz Universität Hannover. In ihrer Kittner-Biografie lässt die den Werdegang eines zeitlebens unbeugsamen, aber auch umstrittenen Künstlers Revue passieren und öffnet durch eine historische Einordnung seiner politisch-satirischen Kunst einen Weg, sein Werk im siebten Jahr nach seinem Tod neu zu entdecken. Ergänzt wird der Lebensbericht von zahlreichen Schwarz-Weiß-Fotos und Zeittafeln, ein paar Originaltexten Kittners sowie einer vollständigen bibliografischen Auflistung seiner Werke.

Anja Dolatta                                                                                                                                                             Foto: karin_blher

Am 10. Oktober um 15 Uhr liest Sylvia Remé aus ihrer Kittner-Biografie im Bistro Sprechzeit, Hildesheimer Str. 76. Da die Teilnehmerzahl auf 16 Personen begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung notwendig unter Tel. 0162 – 33 31 193 (Bistro Sprechzeit) oder 0171 – 82 54 746 (Sylvia Remé).

 

Dietrich Kittner
Porträt der  Kabarettlegende
Mit einem Vorwort von Rainer Butenschön
zu Klampen! Verlag
304 Seiten
24 Euro
Auch als E-Book
erhältlich unter
www.zuklampen.de

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